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Der Zweite Weltkrieg |
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Die
"neuen" Nationalstaaten
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- Seit etwa 1870 haben drei neue Staaten die Bühne der
Weltpolitik betreten: Japan, Italien und Deutschland.
- Gemeinsamkeiten dieser Staaten:
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- territoriale Erwerbungen (Japan auf dem
chinesischen Festland und im Pazifischen Ozean,
Italien in Nordafrika und am Mittelmeer, Deutschland
in seinem Kolonialreich).
- Enttäuschung über den Ausgang des Ersten
Weltkriegs. Auch Japan und Italien hatten,
obwohl sie zu den Siegern gehörten, nicht alles
bekommen, was sie beanspruchten.
- Wirtschaftliche Rückschläge, die sich
seit 1929 durch die große Depression verschärften.
- Befreiung aus bürgerkriegsähnlichen Zuständen
durch Abschaffung der Demokratie und Ersatz
durch ein autoritäres Regime (Faschismus in Italien
seit 1922, wachsender Einfluss des Militärs in
Japan, Deutschland seit 1933).
- Wiederaufnahme der Expansionspolitik der
Zeit vor dem Ersten Weltkrieg
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- Die Westmächte (die "alten"
Großmächte) hatten ihren territorialen Besitz nach dem
Ersten Weltkrieg noch einmal erweitert und dann das Ende
der Erwerbungszeit proklamiert. Der Völkerbund war ein
Instrument zur Bewahrung des territorialen Status quo.
- Die drei neuen Nationalstaaten empfanden sich als
"Habenichtse". Sie erhoben sich gegen die
Altbesitzenden, die ihnen den Platz an der Sonne
verwehrten.
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Neben diesen objektiven
Voraussetzungen und Ursachen für das Entstehen von Konflikten
zwischen den Staaten steht der unbedingte Wille
Hitlers zum Krieg. Es ist jedoch nicht vorstellbar, dass
ein einzelner Mensch eine friedliche Welt in einen Krieg
stürzen konnte. Zahlreiche Bedingungen haben die
Durchsetzung Hitlers ermöglicht. |
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Seit dem Ende des Krieges mit Russland (1905)
Großmacht in Ostasien.
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Bereits im Ersten Weltkrieg hat Japan versucht, eine
wirtschaftliche und politische Machtstellung im Norden
Chinas zu erhalten.
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Im Friedensvertrag von 1919 wird Japan gezwungen, sich mit der Übertragung der deutschen Rechte
in Kiautschou zu begnügen; die Provinz Schantung muss
geräumt werden.
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Es verbleiben zwei Auswege, um die stetig
wachsende Bevölkerung zu ernähren: eine gesteigerte
Industrialisierung oder der kriegerische Weg
imperialistischer Ausdehnung über die Grenzen des
nationalen Staates hinaus.
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Unter dem Druck des Militärs beschließt die Regierung,
die Lösung ihres Problems in einer imperialistischen
Machtausweitung zu suchen (seit 1931).
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1932 Unterwerfung der Mandschurei. Proklamation von
"Mandschukuo" als unabhängigen Staat, der
jedoch völlig von Japan abhängig ist. Bis 1936 stieß
die mandschurische Armee Japans wiederholt - gegen den
Willen der Regierung - in chinesisches Gebiet vor.
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7.7.1937 Beginn des Krieges gegen China (der
Krieg dauerte bis 1945). Die Sowjetunion, die USA und
Großbritannien unterstützen den chinesischen Staatschef
Tschiang Kai-schek mit Geld und Materiallieferungen,
greifen jedoch nicht in die Kämpfe ein. Die Japaner
erobern die Provinz Kanton.
- Schrittweiser Übergang in das Lager der Besiegten des
Ersten Weltkriegs.
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- Italien gehörte zu den Siegerstaaten des Ersten
Weltkriegs, ist jedoch von den Friedensverträgen
enttäuscht.
- Seit 1918 große wirtschaftliche Schwierigkeiten (hohe
Arbeitslosigkeit)
- 1921 Sieg des Faschismus, Mussolini (Ministerpräsident ab 1922)
errichtet bis 1928
eine Diktatur.
- Mussolinis Außenpolitik zielt auf eine Erneuerung des 'Imperium Romanum' und dessen Vormachtstellung im
Mittelmeer.
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Bis 1935 weicht Mussolini
einem ernsten Konflikt mit den Mittelmeermächten
Frankreich und Großbritannien aus. Von Jugoslawien
erreicht er 1924 die Überlassung von Fiume. Albanien
wird schrittweise zu einem Protektorat Italiens. Aus
Tripolis und der Cyrenaika wird die Kolonie Libyen.
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- 1935 beginnt Italien einen Eroberungskrieg gegen das
Völkerbundsmitglied Abessinien. Der Einnahme von
Addis-Abeba folgt im Mai 1936 die Proklamation eines
Kaiserreichs Äthiopien in Personalunion mit dem
Königreich Italien.
- Der 'Abessinische Krieg' führt zu einer Entfremdung
zwischen Italien und den Westmächten. Es entsteht ein
Gegensatz zwischen der - wenn auch zögernden -
Sanktionspolitik der Westmächte und der entgegenkommenden
Neutralität Hitlers.
- 1937 verlässt Italien den Völkerbund.
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- Der Versailler Vertrag von 1919 sollte Deutschland an
einem neuen Krieg hindern. Es wurde fast vollständig
entwaffnet und einer strengen Kontrolle unterworfen. Die
Bedingungen dieses Vertrags wurde von vielen Deutschen als
ungerecht und unerträglich empfunden. Die demographische
Überlegenheit Deutschlands über die anderen
europäischen Völker war jedoch erhalten geblieben, die
wirtschaftliche und industrielle Kapazität nicht
zerstört.
- Hitler verwirft die friedliche Revisionspolitik der
Weimarer Republik. Er will den Krieg gegen Russland mit
dem Ziel, mit dem Ziel, für die Deutschen 'neuen
Lebensraum' zu gewinnen.
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Das außenpolitische Konzept war,
die Siegermächte gegeneinander auszuspielen, indem man
einige von ihnen, auf Dauer oder vorübergehend, auf die
Seite Deutschlands zog.
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- Spannungen zwischen der Sowjetunion und Frankreich: Französische Sparer hatten vor 1917
Kapital in der Sowjetunion angelegt, das die
bolschewistische Regierung nicht zurückzahlen
wollte.
- Gegensätze zwischen Frankreich und
Großbritannien in der Kolonialpolitik
- Spannungen zwischen Italien und den anderen
Siegermächten.
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Die Großmächte am Vorabend des Krieges
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- Der deutsch-japanische Pakt von 1936
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- Japan war durch Gegensätze zu den USA und zur Sowjetunion
wirtschaftlich und politisch isoliert.
- Am 25.11.1936 wird der Komminternpakt
zwischen Deutschland und Japan geschlossen mit dem Ziel,
"gemeinsam zur Abwehr gegen die kommunistische
Zersetzung zusammenzuarbeiten". Die Initiative ging vom
japanischen Heer aus, das sich eine Rückendeckung für
seinen Krieg mit China verschaffen wollte. Geheimes Zusatzabkommen:
"Wohlwollende Neutralität bei einem Angriff durch die
Sowjetunion".
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In der Zeit der
deutsch-russischen Zusammenarbeit (1939/1940) weigert sich
Japan die antirussische Spitze des Paktes fallen zu
lassen.
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- Es lag im Interesse Hitlers, Japan als Verbündeten gegen
die Sowjetunion zu gewinnen.
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Im Hitler-Stalin-Pakt
(23.8.1939) und im japanisch-sowjetischen
Nichtangriffspakt (13.4.1941) verstießen sowohl
Deutschland als auch Japan gegen den Komminternpakt. |
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- Die Achse Berlin - Rom (1936)
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- Die Annäherung zwischen Deutschland und Italien erfolgte
nur schrittweise. Noch im April 1935 war Italien zusammen
mit Frankreich und Großbritannien Mitglied eines
Abwehrbündnisses gegen Hitler.
- Beim spanischen Bürgerkrieg (1936 - 1939) unterstützte Italien
Franco
in seinem Kampf gegen die Linksregierung. Italien erwartete
verbesserte Positionen am Mittelmeer (mare nostro).
- Deutschland unterstützte Franco mit dem Hintergedanken, eine
Annäherung an Italien zu erreichen.
- Am 1.11.1936 spricht Mussolini in einer Rede von der
"Achse Berlin-Rom". Damit wird eine Zeit
deutsch-italienischer Annäherung eingeleitet. Der
deutsch-italienische Stahlpakt vom 22.5.1939 wird am
27.9.1940 zur Achse Berlin-Rom-Tokio erweitert.
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- Der Isolationismus in den USA
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- Mit dem Sieg gegen Mexiko (1848) war die Expansion in
Nord- und Mittelamerika abgeschlossen. Zwischen 1867 und
1898 wurden in vielen Teilen der Welt militärische
Stützpunkte errichtet.
- Die amerikanische Außenpolitik war bis zu ihrem Eintritt
in den Ersten Weltkrieg (1917) isolationistisch.
- Nach dem Ersten Weltkrieg hatten die USA keine territorialen
Ziele mehr. Sie wollten Frieden auf der Welt damit sie
unbehindert Handel treiben und ihre Kapitalinteressen
wahren konnten. . Das Hauptaugenmerk lag auf
der Erhaltung des Status quo.
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- Großbritannien und Frankreich
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- Ziel Großbritanniens war es von jeher gewesen, die
Vorherrschaft eines Staates auf dem Kontinent zu verhindern.
Vor allem sollten die Niederlande nicht in den Besitz der
auf dem Kontinent herrschenden Macht geraten. Von einer
kontinentalen Hegemonie befürchteten sie u.a.
Einschränkungen für ihre Wirtschaft.
- Im Jahr 1938 waren beide Staaten aus wirtschaftlichen,
militärischen und auch mentalen Gründen nicht
kriegsbereit. Ein Kriegsausbruch in diesem Jahr wäre ein zu
hohes Risiko gewesen.
- Großbritannien ging erst 1938 zu einer
Aufrüstungspolitik über. Infolge des militärischen
Rückstands gegenüber Deutschland galt es, einen
Kriegsbeginn im Jahr 1938 zu vermeiden.
- Ziel der britischen und französischen Politik war es
daher, Deutschland in eine Vertragsverpflichtung so
einzubinden, dass es nicht mit dem Krieg beginnen konnte.
Die "Appeasement-Politik" war also nur eine
Notlösung, die für die Zeit der Aufrüstung gedacht war
(keinesfalls eine Schwäche!).
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- Territoriale Expansion, Ziel war das Vordringen zu
den Meeren (Ostsee, Schwarzes Meer, später Pazifik). Die
Expansionswünsche in Asien und Europa waren nicht voll
erfüllt worden. Keine überseeische Expansion.
- Territoriale Verluste nach Krieg mit Japan 1904 und 1917.
Ziel, die verloren gegangenen Territorien wiederzugewinnen.
- Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs war die Sowjetunion außenpolitisch
isoliert; zur Friedenskonferenz im Jahre 1919 war sie
nicht eingeladen worden. Auch in den Völkerbund konnte sie
nicht eintreten. Ursache war die Ablehnung der russischen
Revolution von 1917 sowie die Angst vor einer
kommunistischen Weltrevolution.
- Konflikt mit Frankreich durch Nichtzurückzahlung der
französischen Kredite (Schädigung der französischen
Sparer).
- Enttäuschung über Deutschland nach dessen 'Konsultativ-
und Freundschaftspakts' mit Polen' im Jahre 1934. Die Folge
war eine Annäherung an die Westmächte:
Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu den USA,
1934 Eintritt in den Völkerbund, 1935 Beistandspakt mit
Frankreich.
- 23./24.8.1939 Hitler-Stalin-Pakt. Erneute Annäherung an Hitler.
Nichtangriffspakt (genau: Einvernehmen, dass dann, wenn ein
anderer Staat Deutschland angreift, die Sowjetunion
nicht einschreiten wird). Stalin wollte mit diesem Vertrag
den Zusammenschluss Deutschlands mit den Westmächten
vermeiden. Geheimes Zusatzprotokoll über die Aufteilung der
Interessensphären in Polen (Teilung an der Weichsel). Hitler
erwartete, dass eine Verbindung mit der Sowjetunion die
Westmächte bei einem Angriff auf Polen abschrecken würde,
einzugreifen.
- Stalin rechnete nach einem deutschen Angriff auf
Polen mit einem längeren Krieg zwischen Deutschland und den
Westmächten, bei dem sich die Staaten im Westen
"zerfleischen" würden - der richtige Boden für
eine kommunistische Weltrevolution.
- Die Sowjetunion fühlte sich auch von Japan bedroht.
1939 kam es im mongolischen Grenzgebiet zu militärischen
Konflikten. Stalin rechnete mit einem Krieg gegen Japan,
nicht jedoch mit einer Front im Westen.
- Die Sowjetunion war im Westen nicht kriegsbereit und
auch nicht kriegsfähig.
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Der Krieg in Europa 1939 / 1940
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- Am 1.9.1939 4:45 Uhr wird Polen von den Deutschen angegriffen. Keine Ursache
auf Seiten Polens. Vorgetäuschter Überfall auf Sender von
Gleißen.
- 27.9.1939 Kapitulation Warschaus (ungleiche
Kräfteverhältnisse, am 6.10.1939 Ende
der letzten Widerstandshandlungen)
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- 3.9.1939 Kriegserklärungen Großbritanniens und Frankreichs an
Deutschland (noch keine Kriegshandlungen).
- 5.9.1939 USA verkündet Neutralität
- Sowjetunion bleibt neutral, beginnt jedoch am 17.9.1939 den
Einmarsch in das ostpolnische Gebiet - Polen ist praktisch
ausgelöscht.
- Am 28.9.1939 Deutsch-sowjetischer Vertrag zur Neuregelung
Polens (Freundschaftsvertrag). Die Grenze wird weiter östlich
gezogen, als im Vertrag vom August 1939 vorgesehen war.
Deutschland tritt das an Ostpreußen grenzende Litauen an die
Sowjetunion ab. Keine Neubildung eines polnischen Staates.
- Finnland, bis 1917 zum russischen Reich gehörig, lehnte
russische Stützpunkte auf seinem Gebiet ab; Überfall der Sowjetunion auf Finnland am
30.11.1939; am 14.12.1939 wird die Sowjetunion aus dem
Völkerbund ausgeschlossen. Als Franzosen und Engländer im
Frühjahr 1940 damit beginnen, durch das nördliche Norwegen
(über Narvik) in den Kampf einzugreifen, bricht die Sowjetunion
den Kampf ab. Es kommt zu einem Kompromissfrieden: Finnland
behält seine Unabhängigkeit.
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Die Sowjetunion eröffnet den Krieg
gegen Finnland mit geringem Kräfteeinsatz. Infolgedessen dauert
es überraschend lange, ehe das Übergewicht der russischen
Truppen fühlbar wird. Dadurch wird die Neigung Deutschlands, die
militärische Macht der Sowjetunion zu unterschätzen,
verstärkt.
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- 9.4.1940 Deutsche Besetzung Dänemarks (kampflos) und
Norwegens (bis 10.6.1940)
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- Bereits am 10.10.1939 hat der Oberbefehlshaber der Marine,
Großadmiral Raeder, Hitler auf den Nutzen von
Stützpunkten an der norwegischen Küste für die
Seekriegsführung hingewiesen. Weitere Gründe für den
Nordfeldzug: Benutzung Norwegens als
Durchgangsland der kriegswirtschaftlich wichtigen
schwedischen Erze, Angriffsbasis für den Luftkrieg gegen
Großbritannien.
- 28.3.1940 Alliierte beschließen, norwegische Gewässer zu
verminen um sie für deutsche Schiffe zu sperren.
- Norwegen leistet Widerstand, die deutsche Marine
erleidet schwere Verluste. Die schwachen englischen und
französischen Unterstützungskräfte können die Niederlage
der norwegischen Armee nicht verhindern.
- Am 7.6.1940 ziehen sich die Alliierten aus Norwegen
zurück.
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- 10.5.1940 Beginn des Westfeldzugs: Holland kapituliert am 15.5.
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Hitler entscheidet sich für
einen Plan des Generals von Manstein, der einen Durchbruch
starker Kräfte am Nordende der Maginotlinie vorsieht
("Scherenschnitt"). Der
Angriff soll vom Waldgelände der Ardennen ausgehen, bei
Sedan nach Westen über die Maas vorstoßen und über die
Somme der Kanalküste zustreben. Strategisches Ziel ist
die Trennung der feindlichen Kräfte (Franzosen,
Holländer und
Belgier sowie englische Expeditionskorps) von der
Hauptmasse des französischen Heeres, das südlich davon
an der Maginotlinie steht. |
- Am 15.5.1940 kapituliert Holland, am 20.5.1940 wird die Kanalküste
von deutschen Panzern erreicht. Die Front der Alliierten ist
gespalten. Belgien kapituliert am 28.5..
- Bei Dünkirchen werden die noch im Norden stehenden
britischen Kräfte eingekesselt. 28.5.1940: Hitler lässt den Einsatz
von Panzerdivisionen nicht zu, da er fürchtet, große
Verluste könnten sie im Endkampf gegen Frankreich schwächen.
Am 4.6. wird Dünkirchen eingenommen. Bis dahin waren
340.000 britische Soldaten ohne Waffen nach England
zurückgebracht.
- Am 5.6.1940 bricht die französische Abwehrfront
vor dem deutschen Angriff zusammen. Am 14.6.1940 ziehen die
deutschen Truppen in das geräumte Paris ein..
- Die Regierung des Marschalls Pétain bittet am
17.6.
um Waffenstillstand.
- Am 22.6.1940 unterzeichnet die Regierung Pétain
den Waffenstillstand von Compiègne.
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Mit dem Zusammenbruch
Frankreichs innerhalb von sechs Wochen erreichte Hitler
den Gipfel seiner Macht. In Deutschland begann man an sein
Feldherrngenie zu glauben; seinen weiteren Schritten wurde
kaum mehr Widerstand entgegengesetzt. |
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- Nach dem Zusammenbruch Frankreichs
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- Mit Frankreich war eine Großmacht aus dem Krieg
ausgeschieden. Auch die Niederlande, Belgien und Luxemburg
waren besiegt. Als Kriegsgegner Deutschlands war nur noch
Großbritannien und Länder des Commonwealth übrig geblieben.
- Der Kriegseintritt Italiens
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- Am 10.6.1940 trat Italien auf der Seite
Deutschlands in den Krieg ein. Nach dem Erfolg des
Frankreichfeldzugs setzte Mussolini auf den Sieg
Deutschlands.
- Bereits am 11.6.1940 kam es zu Kämpfen an
der französisch-italienischen Grenze (Menton, Nizza)
mit dem Resultat, dass Frankreich nun auch mit Italien
einen Waffenstillstand schließen musste (22.6.). Italien
erhält Land in Südfrankreich.
- Am 5.8.1940 greift Italien Britisch-Somaliland an
(von Großbritannien freigegeben). Sperrung des Suezkanals klappte
nicht. Bei einem Gegenangriff der Briten im Januar 1941 ging
Afrika wieder verloren.
- 28.10.1940: Italien greift bei Überschätzung
der eigenen Streitkräfte Griechenland an um
Besitzungen and der Adria zu erlangen. Die Briten kommen den Griechen
zur Hilfe (sie wollen den Zugriff auf das rumänische
Erdöl offen halten).
- 9.12.1940 Italien greift Ägypten an. Gegenangriff Großbritanniens. Hitler entsandte Afrikakorps
um den in Schwierigkeiten geratenen italienischen
Truppen zu helfen.
- 6.4.1941:
Deutscher Angriff auf Griechenland
und Jugoslawien zur Unterstützung für das in Not
geratene Italien. Dieser Angriff führt zum - von
Hitler zu diesem Zeitpunkt nicht vorgesehenen - Balkanfeldzug.
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- Im Juni 1940 benutzt die Sowjetunion die
Bindung Deutschlands im Westen, um die baltischen
Staaten (Estland, Lettland, Litauen) zu besetzen
und kommunistische Regierungen einzusetzen.
- Ebenfalls im Juni 1940 zwingt die Sowjetunion Rumänien
zur Abtretung von Bessarabien und Teilen der Bukowina.
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Bei der Aufteilung der
Interessensphären war dies nicht mit Deutschland
abgesprochen gewesen. Dadurch entsteht ein neuer
Konfliktherd zwischen den beiden Staaten, zumal eine
enge wirtschaftliche Bindung Deutschlands mit
Rumänien besteht. |
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- Deutschlands Weg nach Russland
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- Nach der Niederwerfung Frankreichs plant Hitler einen
Expansionskrieg im Osten. Die Hoffnung auf ein Bündnis mit
Großbritannien wird nicht erfüllt.
- Durch Eroberungen und Verträge
war ein zusammenhängender Kontinentalblock
entstanden, der von Deutschland und Italien über die
Sowjetunion bis nach Japan reichte. Er bot die
Möglichkeit, dass sich die Partner nicht nur
wirtschaftlich unterstützten, sondern auch gemeinsam
gegen das Britische Weltreich - den einzigen Gegner -
antraten.
- Hitler erwog nicht, von der Blockmacht Gebrauch zu
machen. Durch die Aufrüstung (und den Krieg) gegen Russland sprengte
er den Block und somit die Aussicht, den Krieg gegen
Großbritannien zu gewinnen..
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Hitler beriet sich fast nie in einem Gremium.
Hitler hatte keinen Führungsstab. Nur wenige wussten von
seiner Entscheidung, in die Sowjetunion einzumarschieren. |
- 3.7.1940:
Britische Schlachtschiffe
vernichten einen Teil der französischen Flotte vor
Mers el Kebir.
- 5.7.1940: Frankreich bricht die
diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien ab.
- 16.7.1940: Weisung Hitlers zur Vorbereitung
einer Landung in Großbritannien am 22.9.1940. Am
17.9. verschiebt Hitler die Landung auf unbestimmte
Zeit.
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Eine Landung wurde nie
versucht, da die deutsche Marine nicht in der Lage
war, genügend Bodentruppen abzusetzen.
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- 13.8.1940: Beginn der Luftschlacht über Großbritannien
(als methodischer und regelmäßiger Angriff wegen zu
hoher Verluste im Spätherbst abgebrochen).
- 18.12.1940
Weisung Hitlers zum Krieg gegen
Sowjetunion auch vor Beendigung des Kriegs mit Großbritannien.
Durch die Zerschlagung der Sowjetunion soll
Großbritannien endgültig entmutigt werden.
- Hitler nahm an, dass die Sowjetunion auf einen
Angriff nicht vorbereitet sei - doch Stalin rüstete
bereits auf.
- Der Angriff Italiens auf Griechenland am 28.10.1940
führte zu einer Landung britischer Truppen in
Griechenland. Dieser Umstand und die Niederlage
Italiens in Albanien bewegen Hitler dazu, Anfang 1941
einen - vorher nicht geplanten - Feldzug gegen
Griechenland einzuschalten. Bedrohung der
kriegswichtigen rumänischen Petroleumsfelder durch
die englische Luftwaffe. Der geplante Angriff auf die
Sowjetunion musste verschoben werden.
- Rumänien tritt dem 'Dreimächtepakt' bei, ebenso
Ungarn, die Tschechoslowakei und Bulgarien.
- Am 17.4.1941 kapituliert Jugoslawien, später
Griechenland. Jugoslawien wird zerschlagen. Italien
erhält die dalmatinische Küste, Bulgarien erhält
Makedonien, Serbien wird unter deutsche
Militärverwaltung gestellt - alles Hindernisse auf
dem Weg in die Sowjetunion.
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Der Krieg Deutschlands gegen die
Sowjetunion 1941
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- 22.6.1941 3:15 Uhr: Angriff deutscher Truppen (3
Millionen Soldaten) auf die Sowjetunion (Unternehmen Barbarossa).
Aufgrund des nicht vorgesehenen Balkanfeldzugs war der Angriff um
vier Wochen verschoben worden.
- Operationsplan: Vorstoß mit 3 Heeresgruppen, die jeweils
einen Zielpunkt hatten (Leningrad, Minsk-Smolensk und Kiew). Die
russischen Streitkräfte sollen innerhalb von drei Monaten
eingekreist werden, danach defensive Abschirmung. Die Heeresgruppe Mitte sollte vor Moskau stehen bleiben.
- Die ersten zwei Wochen verliefen nach Plan; erste Krise im
August 1941: der Widerstand verschärft sich, den Deutschen
stehen 360 statt der 200 erwarteten russischen Divisionen
gegenüber. Nur der Heeresgruppe Mitte gelingen Einkesselungen.
- August 1941: Änderung des Operationsplans: Vorstoß gegen Moskau sofort, nicht wie
vorgesehen zuerst Einnahme von Kiew und des Nordens. Dies führt zu
einer riskanten Trennung der Heerestruppen.
- Im September 1941 Russische Reservetruppen werden
vor Moskau eingesetzt. Stalin entblößte Ostfront (Japan!).
- Ende November 1941: Panzertruppen kurz vor Moskau. Dann Schlammperiode
- Frost - erschwerter Vormarsch. Das Heer war nicht entsprechend
ausgerüstet.
- Am 5./6. 12. 1941 starke russische Gegenoffensive.
Deutsche Führungskrise. Einrichtung der Winterstellung. Hitler
entlässt Brauchitsch, er übernimmt selbst die Oberleitung des
Heeres.
- 8.12.1941: Weisung Hitlers: Beendigung der deutschen
Offensive in der Sowjetunion (Übergang zur Verteidigung).
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In diesem Zeitraum, genau am
11.12.1941, erklärte Hitler den USA den Krieg. Churchill
schrieb später: "Jetzt hatten wir den Krieg gewonnen. Der
ganze Rest war nur noch die sachgemäße Anwendung
überwältigender Macht." |
- 15.12.1941: Hitlers "Haltbefehl": Verbot jedes
freiwilligen Rückzugs; "Fanatischer Widerstand" wird
gefordert.
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Der Vorstoß Japans nach Süden 1940
/ 1941
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- 22.9.1940 Angriff auf Indochina
mit dem
Ziel, China (unter Tschiang Kai-Schek) von den
Material- und Geldlieferungen des Auslands
abzuschneiden.
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Mit dem Angriff auf Indochina
bedroht Japan die Interessen aller Kolonialmächte im Fernen
Osten, die der USA an den Philippinen, die Großbritanniens in
Hongkong und Burma sowie die der Niederlande im Malaischen
Archipel. Die USA antworten mit einem Ausfuhrverbot für Japan
(Stahl, Eisenschrott), um die japanische Kriegswirtschaft zu
treffen. |
- 27.9.1940 Dreimächtepakt Italien - Deutschland -
Japan.
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Der deutsche Außenminister
Ribbentrop hofft, durch den Dreimächtepakt die USA von einem Kriegseintritt abhalten zu können, während Hitler darin
ein Kampfmittel gegen Großbritannien und die USA sieht.
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- Februar 1941: Verhandlungen mit Washington. Japan
will auf Expansion verzichten falls es freie Hand
auf China bekommt. Die USA besteht auf dem Status quo.
- Als Deutschland am 22.6.1941 die Sowjetunion
angreift, war Japan überrascht. Ein japanischer
Angriff auf die Sowjetunion wird entschieden
abgelehnt.
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Noch am Vorabend des Krieges
zwischen Deutschland und Russland hatte Japan mit Moskau einen
Neutralitätsvertrag abgeschlossen (13.4.1941). (Dieser Vertrag
sollte Japan bis 1945 vor einem Zweifrontenkrieg bewahren!) |
- Juli 1941: Die Japaner dringen in Indochina
ein. Vormarsch der japanischen Truppen bis nach Thailand.
Die Antwort der USA ist ein vollständiges Embargo.. Japan verliert
dadurch 75% seines Außenhandels. Verhandlungen scheitern.
- 29.11.41 Die zivile Regierung und das Militär Japans
beschließen einen Operationsplan: Nacheinander sollen die
Philippinen, Hongkong, die Malaiische Halbinsel, Burma und
Niederländisch-Indien besetzt werden.
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In den Augen Japans war die
Expansion notwendig, um in den Besitz der lebensnotwendigen
Rohstoffe zu kommen. Der Entscheidungsprozess für eine
Expansion war jedoch äußerst langwierig. Schließlich folgte man dem
Argument, dass man die Entwicklung in Europa ausnutzen
sollte. |
- 7.12.1941 Japanischer Angriff auf den US-Flottenstützpunkt
Pearl Harbor. Keine Kriegserklärung. Von 15 Schlachtschiffen werden
fünf versenkt, drei schwer beschädigt.
- Dezember 1941 - März 1942: Der japanische Vorstoß nach
Süden findet keinen ernsthaften Widerstand. Nach schnellen
Anfangserfolgen (Versenkung von zwei englischen Schlachtschiffen
im Golf von Siam, Fall von Hongkong, Eroberung der Malaiischen
Halbinsel, Einnahme Singapurs, Besetzung Niederländisch-Indiens)
kommt der japanische Siegeszug erst in Burma zum Stehen. Japan ist
an der Grenze seiner kriegswirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit.
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Japan war in Südostasien in ein
Machtvakuum vorgestoßen. Niederländer und Franzosen waren
wegen der Ereignisse in Europa nicht in der Lage, ihren
Kolonialbesitz zu verteidigen.
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Der Zusammenschluss der Alliierten
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- USA hatten sich bei Ausbruch des Krieges für neutral erklärt.
Doch weitgehende Begünstigung Großbritanniens. Bis November 1939 Verbot
von Waffenexport.
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Am 31.8.1935 hatten die USA
das erste Neutralitätsgesetz (bis 1937 folgten zwei
weitere) verabschiedet. Ein "unparteiisches
Embargo" belegte alle Kriegsbeteiligten mit einem
totalen Rüstungsverbot für amerikanische Rüstungsgüter.
Alle Aggressoren der folgenden vier Jahre hatten ein
militärisches Eingreifen der USA nicht zu befürchten. |
- 'Cash- and Carry-Klausel' der USA im Sommer 1940:
Großbritannien konnte bei Barbezahlung und eigenem Transport in
den USA Waffen kaufen.
- Am 8.12. 1940 fordert Churchill in einem Brief an
Präsident Roosevelt Geleitschutz für die amerikanischen
Lieferungen sowie 2000 Kampfflugzeuge.
- Am 24.1.1941 finden die ersten geheimen
Generalstabsbesprechungen zwischen Großbritannien und den USA
statt.
- Am 1.3.1941 tritt das 'Lend-Lease-Act' der USA in
Kraft. Der amerikanische Präsident
wird ermächtigt, Kriegsgerät zu verleihen oder zu verpachten
(Rüstungslieferung an die Alliierten).
- Nach dem Angriff der Deutschen auf die Sowjetunion (22.6.1941) Hilfeangebot
Großbritanniens an die Sowjetunion - trotz Anti-Bolschewismus und trotz des
ursprünglich schlechten Verhältnisses.
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Überlegungen Großbritanniens: Bei
einer Niederlage der Sowjetunion kann Deutschland auf die
dortigen Rohstoffe zugreifen. Dies würde eine Verschlechterung der
Lage bedeuten.
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- 23.6.1941 Hopkins-Sonderkommission der USA in Moskau: Zusage
amerikanischer Materiallieferungen (doch keine Panzer und
keine LKWs)..
- 12.7.1941 Englisch-sowjetischer Vertrag:
Versprechen gegenseitiger Hilfe. Stalin fordert zweite Front in
Westeuropa; Großbritannien ist dazu nicht in der Lage, die USA
bleibt neutral.
- 30.7.1941: USA-Angebot an Sowjetunion, Kriegsmaterial zu
liefern
- 14.8.1941 "Atlantic-Charta": Erklärung über die
Kriegs- und
Nachkriegsziele Großbritanniens und der USA: Endgültige Vernichtung
der Nationalsozialisten, keine territorialen Veränderungen, Selbstbestimmungsrecht der Völker, Freihandel,
soziale Sicherheit, internationales System der allgemeinen
Sicherheit. Im September 1941 unterzeichnete auch die Sowjetunion die
Charta.
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Nicht gelöstes Problem: Stalin
hatte einen Teil Polens annektiert und bestand darauf, dass
diese Erwerbungen nicht rückgängig gemacht werden.
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- Angriff auf Pearl Harbor am 7.12.1941 beseitigte die isolationistische
Position des amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt.
- Am 8.12.1941 erklärte Roosevelt Japan den
Krieg. Am gleichen Tag tat dies auch Großbritannien.
- 22.12.1941: Konferenz in Washington (Churchill und
Roosevelt treffen sich zum erstenmal): Einigung auf gemeinsame Anstrengung, kein separater
Sonderfrieden eines der beiden Länder, gemeinsamer Generalstab (ohne Sowjets!). Einigung
auf "Hitler first" - erst danach Japan.
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Wenn Deutschland besiegt war, war
auch Großbritannien frei. Bei einem Sieg über Japan konnte
Deutschland immer noch die Sowjetunion besiegen. Also: Offensive
im Atlantik, Defensive im Pazifik. |
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Die militärische Wende in Europa 1942 / 1943
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- Der Russlandfeldzug bis zur Schlacht in Stalingrad
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- 5.3.1942: Hitler befiehlt die Eroberung der Krim,
der Halbinsel Kertsch und Sewastopols.
- 5.4.1942 Weisung Hitlers: Sommeroffensive
in der Sowjetunion. Ziele: Zugriff auf das Öl nördlich und
südlich des Kaukasus, Besetzung der unteren Wolga. Rasche Raumgewinne.
Um die Erfolge zu sichern, befiehlt Hitler
den Angriff auf Stalingrad.
- Schneller Vormarsch, wenig Gefangene.
Russen wichen immer wieder einer Schlacht aus. Am 28.6.1942 war man am westlichen
Stadtrand von Stalingrad.
- 19.8.1942: Angriff der 6.Armee unter General
Friedrich Paulus auf Stalingrad.
- 19.11.1942: Die sowjetische Armee beginnt eine
Offensive zur Umzingelung von Stalingrad. Die Front einer
rumänischen Armee wird durchbrochen.
- 23.11.1942: Ring um Stalingrad ist geschlossen (300.000
deutsche Soldaten sind eingekesselt).
- 31.1.1943: Kapitulation des deutschen Südkessels
in Stalingrad
- 2.2.1943: Kapitulation des deutschen Nordkessels in
Stalingrad - politisch-psychologischer Wendepunkt des
Krieges.
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- Der Afrikafeldzug bis Tunis
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- Januar 1941: Bildung des deutschen Afrikakorps
unter General Erwin Rommel zur Unterstützung
Italiens, das im August und September 1940 Britisch-Somaliland und das
Königreich
Ägypten besetzt hatten.
- 4.4.1941: Eine deutsch-italienische Offensive führt zur
Rückeroberung der Cyrenaika in Nordafrika.
- Juli 1942: Rommel gelingt es, in Ägypten El
Alamein zu erreichen. Hoffnung, nach Syrien und dem Irak
vorzudringen und im Indischen Ozean die Verbindung mit den
Japanern aufnehmen zu können. Doch große
Versorgungsprobleme da Nachschub von Sizilien nach Tripolis
von der englischen Flotte bedroht ist.
- Am 8.10.1942 kann der englische General Montgomery
von Ägypten her einen Gegenangriff einleiten, der bis an
die Grenze von Tunis führt.
- Am 8.11.1942 landen Briten und Amerikaner an der
atlantischen Westküste Marokkos und in den Mittelmeerhäfen
Algeriens.
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Hitler hatte es am 3.11.
abgelehnt, die unhaltbar gewordene Stellung in El Alamein
zu räumen. Im Gegenteil, er führt den deutschen und
italienischen Truppen Verstärkungen zu, so dass
schließlich 250.000 Mann in Tunesien zusammengedrängt
werden - von jedem Nachschub abgeschnitten. |
- Die Kapitulation erfolgt am 13.5.1943.
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Die militärische Wende im Pazifik
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- 1942 hat Japan seine territorialen Ziele erreicht. Die Eroberungen
sollen gegen die USA und Großbritannien verteidigt werden.
Langfristig strebt man Arrangements mit diesen Ländern an. Danach
soll eine Neuordnung des südostasiatischen Raums erfolgen.
In den eroberten Gebieten präsentieren sich die Japaner als asiatische Macht
(Befreiung von den Kolonialmächten).
- Ziel war nun die Vernichtung der britischen Ostflotte.
- 4.-8.5. 1942 Schlacht am Korallenmeer - keine Entscheidung. Es
war See- und Luftschlacht. Flugzeugträger waren entscheidende
Waffen.
- 3.-7.6.1942 Niederlage der japanischen Flotte bei den
Midway-Inseln.
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Die Amerikaner hatten den
Funkverkehr der Japaner entschlüsselt und waren so auf den
Angriff vorbereitet. Die Flotte der USA versenkt in einem für
die Japaner ungünstigen Moment (beim Auftanken und bei der
Munitionierung) drei der vier japanischen Flugzeugträger. |
- Im August 1942 geht die USA zur Offensive über.
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Deutschlands Scheitern vor Moskau
und die Niederlage der Japaner bei den Midway-Inseln bedeuten
Scheitelpunkte des Zweiten Weltkriegs.
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Die
Konferenzen der Alliierten von Casablanca bis Teheran
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- 14. - 25.1.1943 Konferenz in Casablanca. Stalin hatte
Einladung ausgeschlagen. Er wollte eine zweite Front.
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- Aufforderung Deutschlands und Italiens zur bedingungslosen
Kapitulation (am 24.1.1943 durch Präsident
Roosevelt)
- Planung der Landung in Nordfrankreich, Vorbereitung für
die Landung auf Sizilien
- Stärkung der Seeverbindungen über den Atlantik. Die
Geleitzüge sollen nun von Flugzeugträgern begleitet
werden. Einsatz der Radartechnik.
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Im August 1942 hatte es
große Erfolge der deutschen U-Boote gegeben, die
Transportkapazitäten der Alliierten waren geringer
geworden.
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- Strategische Bombenoffensive auf Deutschland (zur
Demoralisierung der deutschen Bevölkerung)
- Verdopplung der Kriegsanstrengungen im Pazifik.
- Verbesserung der Allianz mit der Sowjetunion
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- Im Oktober 1943 treffen sich in Moskau die Außenminister
der Alliierten (European Advisory Commission): Festlegung der
Grenzen der Besatzungszonen, Beschluss zur Aburteilung der
Kriegsverbrecher.
- Ende 1943: Gipfelkonferenz in Teheran
(Stalin, Roosevelt,
Churchill).
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- Landung in Nordfrankreich im Mai oder Juni 1944.
Gleichzeitig sollen die sowjetische Sommeroffensive und die
Besetzung Italiens erfolgen
- Roosevelt fordert den Kriegseintritt der Sowjetunion gegen
Japan
- Diskussion über die zukünftige Behandlung
Deutschlands: Roosevelt schlägt Teilung in fünf
Staaten vor, dazu noch internationale Gebiete (z.B.
Ruhrgebiet). - Es kam zu keinem Entschluss.
- Diskussion über das politische Verhältnis zwischen
Polen und der Sowjetunion. Großbritannien wollte die
Vorkriegsgrenze wieder herstellen. Stalin bestand auf dem
Status quo. Die "Westverschiebung Polens" wird
geplant (Entschädigung Polens auf Kosten Deutschlands).
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Der Zusammenbruch Italiens |
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- 10.6.1943 Alliierte landen in Sizilien. Fast kein
Widerstand.
- 24.7.1943 In Rom tritt der "Große Faschistische
Rat" zusammen und erwirkt mit neunzehn gegen sieben Stimmen
die Absetzung Mussolinis. Neuer Regierungschef wird Badoglio (auch ein Faschist).
- Versuch Italiens aus dem Krieg auszuscheiden (schwierig weil
deutsche Truppen in Italien standen und die Italiener an vielen
Fronten vertreten waren). Bodoglio schließt einen geheimen
Waffenstillstand. Am 8. September gibt Badoglio die
Kapitulation Italiens bekannt. Deutschland entwaffnet die italienische Armee.
- Am 11.9.1943 erreichen die Alliierten die italienische
Landesgrenze. Deutsche bleiben in
Norditalien. Mussolini wird am 12.9. durch die SS befreit; er richtet eine
republikanisch-faschistische Regierung ein (die jedoch kaum etwas
zu sagen hat).
- Am 22.1.1944 landen die Alliierten in Italien im Rücken der
deutschen Front in Italien bei Anzio.
- 4.6.1944 Besetzung Roms durch die Alliierten
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Der Zusammenbruch Deutschlands |
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- Landung der Alliierten am 6. Juni 1944
(5000 Schiffe)
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Hitler hatte auf die Landung der
Alliierten an der Nordküste Frankreichs gehofft. Zuversicht, die feindlichen
Streitkräfte an der Küste mit neuen Waffen (V1) schlagen zu
können.
Die Rüstung Deutschlands steht auf dem
absoluten Höchststand (Index der Rüstungsproduktion zu Beginn
des Krieges = 100, im Juli 1944 = 322). Die Rüstungsproduktion
entsprach dem Blitzkriegskonzept Hitlers. Nachdem dieses Konzept
gescheitert war, musste die Rüstungsproduktion gesteigert werden. Der
'totale Krieg' begann für Deutschland nach der Niederlage in
Stalingrad im Februar 1943. |
- Juli 1944: Bei vollkommener Luftherrschaft der Alliierten
wird der Verteidigungsring der Deutschen durchbrochen. Landung
auch in Südfrankreich. Befreiung von Paris. Bis Ende Juli
befinden sich etwa 1,5 Millionen Amerikaner und Briten in
Frankreich. Im Oktober 1944 war
Frankreich von deutschen Truppen geräumt.
- Synchron zu den Aktionen der Alliierten im Westen beginnt im
Juni 1944 die Sommeroffensive der Sowjetunion. Die
'Heeresgruppe Mitte' muss sich zurückziehen.
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In diesen Zeitraum - genau am
20.7.1944 - fällt das Attentat auf Hitler. Der mutige Aufstand
war die letzte Tat der Anhänger der monarchistischen
Staatsform. Hitler, dem man zum Schutz der eigenen Klasse zur
Macht verholfen hatte, sollte das Vaterland nicht in den
Untergang führen. Die Tötung des Diktators misslingt.
Im Sommer 1944 geschieht - parallel zu den
kriegerischen Auseinandersetzungen - noch Schreckliches:
Hitler lässt ein halbe Million Juden aus Ungarn deportieren und
in den Gaskammern von Auschwitz ermorden. Die "Vernichtung
der jüdischen Rasse in Europa", wie er sie am 30.1.1939 im
Reichstag verkündet hatte, stand als Ziel zumindest
gleichrangig neben der kriegerischen Macht- und Raumerweiterung. |
- Ende 1944 waren die Alliierten an den Reichsgrenzen
Deutschlands. Ziel der Alliierten war die Einnahme der Grenzbefestigung
Hitlers, des Westwalls.
- Letzte Gegenoffensive der Deutschen (Ardennenoffensive).
Alliierte sollen eingekesselt werden. Alliierte sollten eingekesselt werden.
Offensive der deutschen Truppen erzielt Geländegewinne, kam
jedoch Mitte Dezember 1944 bei Lüttich zum Stehen..
- Offensive der Sowjets an der Weichsel. Am 25.4.1945
vereinigen sich amerikanische und sowjetische Truppen.
- 30.4.1945 Selbstmord Hitlers; Dönitz wird
Reichspräsident, Goebbels wird Reichskanzler.
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Das Testament Hitlers
enthielt keine Ermächtigung zur Kapitulation. Stattdessen
heißt es dort, es möge "zum Ehrbegriff des deutschen
Offiziers gehören ..., dass Übergabe unmöglich sei... .
Dönitz verweigert den Befehl zum Untergang. |
- 5.5.1945 Kapitulation im Norden und Nordwesten.
- 7.5.1945 Erste Kapitulation in Reims. Stalin verlangte, dass
Kapitulation noch einmal in Berlin erfolgen sollte (9.5.1945).
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Die
Konferenzen von Jalta und Potsdam |
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- Konferenz von Jalta 4. - 11.2.1945
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- Einschätzung der Alliierten, dass der Zusammenbruch
Deutschlands im Herbst 1945, derjenige Japans Ende 1946
erfolgt. Auf diesen Zeitrahmen waren alle Planungen bezogen.
- Nach der Niederlage Deutschlands sollen Truppen der
Alliierten nach Ostchina verlagert werden.
- Die Sowjetunion soll an dem Krieg gegen Japan teilnehmen. Stalin sagt Einmarsch in
Japan zwei Monate nach der Beendigung des Westkrieges zu -
falls seine Forderungen erfüllt werden.
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Forderungen der
Sowjetunion (Geheimprotokoll): Rückgabe
der Gebiete, die Russland 1904 an Japan verloren hatte,
ebenfalls Rückgabe der Kurileninseln, Positionen auf
chinesischem Territorium, Eingliederung der baltischen
Staaten.
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- 17.7. - 2.8.1945 Potsdamer Konferenz
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- Der amerikanische Präsident Roosevelt war am 12.4.1945
gestorben. Churchill hatte Wahlen zum Unterhaus verloren
(Sieg der Konservativen). Konferenzteilnehmer: Stalin
(Sowjetunion), Attlee (Großbritannien), Truman (USA)
- Der Kriegseintritt der Sowjetunion in Japan wird noch
einmal beschlossen. Die Forderungen Stalins werden
akzeptiert.
- Beschluss der Einrichtung eines 'Alliierten Kontrollrats'
in Deutschland (Viermächteregierung).
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- Plan der USA, zuerst die Philippinen zu erobern. Militärisches Vorgehen: 'Springen' von Insel zu
Insel, doch Mitte 1944 noch 3000 km von den Hauptinseln Japans entfernt.
- April 1944: Die USA erobert die Philippinen
- September 1944: japanische Offensive in China und Burma
- Oktober 1944: Bei der Landung einer Insel mittlerer
Größe gerät die amerikanische Flotte in eine Falle der Japaner.
Es kommt zur größten Schlacht in Ostasien. Einsatz von
Kamikaze-Fliegern (Kamikaze = göttlicher Wind). Unentschiedener
Ausgang.
- Mai 1945: Niederlage der Japaner in Burma
- 26.7.1945: Warnung der Westmächte vor dem Einsatz einer
Atombombe, Erwartung einer bedingungslosen Kapitulation Japans -
"otherwise utter destruction" (Potsdamer Erklärung).
- 6.8.1945: Abwurf der Atombombe auf Hiroshima (50.000 -
80.000 Tote). Das japanische Kabinett will einen Kompromissfrieden. Das japanische Militär verharmlost die
Katastrophe. (Die spätere
Entscheidung zur Kapitulation ist nicht aufgrund der Atombombe
gefallen!).
- 9.8.1945: Die Sowjetunion tritt in den Krieg ein, am
gleichen Tag Abwurf einer Atombombe auf die Stadt Nagasaki.
- Der oberste Kriegsrat Japan, bestehend aus sechs Personen, soll
über die Fortführung des Krieges entscheiden.
Abstimmungsergebnis: 3:3. Nun wird der Kaiser um seine
Entscheidung gebeten. Die Position des Kaisers ist nicht bekannt,
doch am 10.8.1945 erfolgt ein japanisches
Kapitulationsangebot.
- 14.8.1945: Zweite kaiserliche Konferenz. Überzeugung der
Streitkräfte über ein erforderliches Kriegsende ist schwierig. Ansprache des Kaisers an das Volk:
"Es ist die Zeit gekommen, das Unerträgliche zu
ertragen".
- 2.9.1945 Endgültige Kapitulation Japans
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