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Der Erste Weltkrieg |
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Die Entscheidungsträger der europäischen Großmächte 1914 |
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- Nach der Reichsverfassung von 1871 war der
Kaiser
Inhaber der Staatsgewalt. Er bestimmte den Reichskanzler
und damit die Regierung. Gleichzeitig war die Regierung
davon abhängig, dass die Mehrheit im Reichstag ihren
Gesetzesvorlagen zustimmte. Die Herrschenden waren
nicht bereit, die Staatsgewalt der Mehrheit zu
überlassen. Den Reichskanzlern ist es jedoch immer wieder
gelungen, für wichtige Angelegenheiten die erforderlichen
Mehrheiten zu finden. Das Strukturproblem des deutschen
Staates blieb bis 1918 bestehen.
- Enges Verhältnis zwischen Kaiser Wilhelm II. und dem
Militär. Der Kaiser hat die monarchische
Kommandogewalt über Heer und Marine, die nicht
durch die Verfassung eingeengt werden kann; das Militär
ist die Grundlage seiner Herrschaft. Nur
in der Person des Kaisers können militärische und
politische Interessen aufeinander abgestimmt werden.
Durch seine Möglichkeit, den Reichskanzler seines
Vertrauens zu ernennen bzw. zu entlassen, hat der Kaiser
unmittelbaren Einfluss auf die Politik.
- Spannungsverhältnis zwischen
Kaiser Wilhelm II. und dem Militär einerseits und der zivilen Reichsregierung
andererseits in Fragen der Außenpolitik.
Nach der Verfassung ist allein die Regierung für die
Außenpolitik zuständig. Auf der anderen Seite vertritt
der Kaiser den Staat nach außen.
- Ein Beispiel für die Ausschaltung der Regierung in
Fragen der Außenpolitik ist die Einberufung des Kriegsrats durch den
Kaiser (8.12.1912).
Teilnehmer waren lediglich hohe Militärs. Diskussion
über einen eventuellen Präventivkrieg (Pro:
augenblickliche Schwächung Russlands, Contra: Flotte ist
noch nicht bereit). Die Entscheidung wurde vertagt.
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- Seit 1867 zwei gleichberechtigte
Reichshälften (Österreich und Ungarn), die nur
durch die Person des Kaisers Franz Joseph zusammengehalten
wurden. Es gibt kein
Reichsparlament (Ungarn hat sein eigenes
Parlament!), lediglich
einen Ministerrat, der aus den Ministerpräsidenten, drei
Reichsministern und dem Generalstabschef besteht.
Struktureller Reibungsverlust, wenn eine schnelle
Entscheidung notwendig ist.
- Starker Einfluss des Militärs
(Generalstabschef Conrad von Hötzendorf). Die Armee
versteht sich als Träger des Staates. Wichtigster ziviler
Entscheidungsträger ist der Außenminister Graf
Berchtold.
- Erzherzog Franz Ferdinand
tritt für Gleichberechtigung der Slawen ein (Trialismus).
Belastetes Verhältnis zum Kaiser. Er baute eine "Nebenregierung"
auf.
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- Starke Stellung des Zaren
(Nikolaus II.): Er wählt die Minister aus, das Parlament
hat keine Mitsprache in außenpolitischen Fragen.
- Russischer Außenminister ist Sasanow.
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- Parlament ist Entscheidungszentrum,
auch in der Außenpolitik (Dritte Republik)
- Keine festen Parteibildungen. Politische
Eliten geben den Ton an (Kaderschmieden). Labile
Regierungen mit kurzer Regierungszeit.
- Poincaré, ab 1912 Ministerpräsident, als Lothringer
nicht unbedingt deutschfreundlich, tritt für die Allianz
mit Russland ein (bei Kriegsausbruch war er, der
wichtigste Entscheidungsträger, auf Staatsbesuch in
Russland).
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- Entscheidungen im Parlament, klare Trennung zwischen
Regierungs- und Oppositionspartei, der Premierminister ist
Mitglied des Parlaments
- Lloyd-George, Schatzkanzler, ist Exponent des
sozialliberalen Flügels (Erhöhung der Staatsausgaben,
Steuererhöhungen)
- Außenminister Grey sieht
Gefährdung des europäischen Gleichgewichts durch Deutschland.
- Kriegsminister Haldane verkörpert pro-deutsche Politik.
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Julikrise 1914 und
Kriegsausbruch |
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- 28.6.1914 Der österreichische Thronfolger Franz
Ferdinand und seine Gemahlin werden von einem südslawischen
Nationalisten in der bosnischen Stadt Sarajewo erschossen. Franz Ferdinand hatte
einen föderalistischen Umbau der Doppelmonarchie unter
Einbeziehung der Slawen geplant; damit stand er dem großserbischen Nationalismus im Wege.
Ziel der Attentäter war es, einen Krieg zwischen Österreich
und Serbien zu provozieren, der dann - so ihre Hoffnung - mit
Hilfe Russlands von Serbien zu gewinnen war. Das Attentat
wurde nachweislich vom serbischen Generalstab geduldet und
unterstützt.
- 5.7. 1914 Wilhelm II. und
Reichskanzler
Bethmann Hollweg geben ihre Zustimmung zu einer
österreichischen Aktion gegen Serbien und stellen Österreich
damit einen "Blanko-Scheck"
aus. Man spekuliert, dass Russland und Frankreich zurzeit nicht
kriegsbereit sind (Kalkuliertes Kriegsrisiko, keine Planung
eines allgemeinen Kriegs!). Russland soll durch ein nicht
eingelöstes Hilfeversprechen an Serbien eine diplomatische Niederlage
beigebracht werden (außenpolitischer Gewinn für
Deutschland).
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Gründe für die
Ausstellung des "Blanko-Schecks": Deutschland
war durch seine Außenpolitik, vielleicht auch durch seine Lage,
in eine Isolierung geraten, die es bedrohlich, als
"Einkreisung" empfand. Nach dem Bündnis zwischen
Frankreich und Russland, dem sich mehr oder weniger auch
Großbritannien angeschlossen hatte, war Deutschland mit
dem mit Problemen beladenen Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn
und dem angeschlagenen Osmanischen Reich allein; diese wenigen
Verbündeten wollte man nicht verlieren.
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- Langsamer Entscheidungsprozess in
Österreich-Ungarn aufgrund der Reichsstruktur (Ungarn war gegen
einen Krieg).
- 23.7.1914 Österreich stellt an Serbien ein
kurzfristiges Ultimatum. Die hohen Forderungen stellen eine Provokation
Serbiens dar.
- 25.7.1914 Russisches Hilfeversprechen an Serbien.
- 28.7.1914 Nachdem Serbien das Ultimatum nicht
vorbehaltlos annimmt, erklärt Österreich-Ungarn den Krieg.
Generalstabschef Conrad von Hötzendorf und Außenminister Graf
von Berchtold streben die Vernichtung Serbiens als politische
Macht an. Man erwartet einen lokalisierten
Krieg; das Eingreifen Russlands wird in Kauf genommen.
- 29.7.1914
Proklamation der Teilmobilmachung Russlands als Antwort auf das Ultimatum
Österreichs; Russland ist fest entschlossen, keine
Niederlage durch eine Demütigung Serbiens hinzunehmen. Der Zar
fürchtet, eine diplomatische Niederlage könne der drohenden
Revolution neue Nahrung geben.
- 30.7.1914 Nach der österreichischen Kriegserklärung
an Serbien ordnet Russland die Generalmobilmachung
an. Dadurch wird auch Deutschland bedroht. Das Vorgehen
Russlands führt zur deutschen
Mobilmachung und macht einen Zusammenstoß zwischen
Deutschland und Russland fast unvermeidlich. Anstrengungen der
deutschen und englischen Politik, durch Verhandlungen einen
Krieg zu verhindern, werden von den Ereignissen nach der
russischen Mobilmachung überholt.
- Deutschland fordert in einem zwölfstündigen
Ultimatum
an Russland die Einstellung aller Kriegsmaßnahmen gegen
Deutschland und Österreich-Ungarn. Von Frankreich wird
Neutralität in einem deutsch-russischen Krieg gefordert. Nach
Ablauf der Frist erklärt Deutschland am 1. August
Russland und am 3. August Frankreich (als Bündnispartner
Russlands) den Krieg.
- In der Invasion der deutschen Truppen in Belgien am 3.
August sieht Großbritannien eine Bedrohung des
europäischen Gleichgewichts (die Atlantikküste gegenüber
Großbritannien sollte nicht in den Besitz einer europäischen
Großmacht gelangen!). Am 4. August erfolgt die Kriegserklärung
Großbritanniens und Belgiens an Deutschland.
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Die innere Situation Deutschlands im Jahre 1914 |
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- Regierungsparteien:
Konservative (Grundbesitzer, viele Bauern, auch
Landarbeiter), Nationalliberale (Bürgertum); Oppositionsparteien:
Linksliberale (weniger unternehmerfreundlich als die
Nationalliberalen), Zentrum (Vertretung der Katholiken),
Sozialdemokratische Partei (Vertretung der ständig
wachsenden Arbeiterklasse).
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Ergebnis der Reichstagswahl
von 1912: Die Sozialdemokraten stellen mit 110
Abgeordneten die weitaus stärkste Fraktion; die
Konservativen hatten 57 Abgeordnete, die Nationalliberalen
45; das Zentrum hatte 91 Abgeordnete (die klassischen
Regierungsparteien also 102, weit entfernt von der
Mehrheit, die bei 199 lag). |
- 4.8.1914 Der Reichstag verabschiedet erstmals ein
Bewilligungsgesetz über einen Kriegskredit.
Das war praktisch eine Zustimmung zum Krieg. Auch die
Sozialdemokraten schlossen sich der allgemeinen Zustimmung
an (Die Regierung hatte den Krieg als Verteidigungskrieg
gegen das zaristische Russland deklariert).
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Kriegsverlauf und
Kriegsstrategie bis Mitte 1916 |
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- Die Militärstrategie Deutschlands ist ein Rückgriff auf den
bereits
1905 für den Fall eines Zweifrontenkrieges entwickelten Schlieffenplan: Dieser sah einen schnellen
Angriffssieg über Frankreich vor. Mit dem Durchmarsch
durch das neutrale Belgien sollte der französische Festungsgürtel umgangen
werden. Nach dem Sieg gegen Frankreich sollte die Wendung gegen
Russland erfolgen. (Das Widerstandsvermögen der Franzosen und
die relativ rasche Kriegsbereitschaft der Russen war nicht
einkalkuliert!). Gegenüber England bestand zunächst keine
Kriegsstrategie.
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Die Leitung der militärischen Operationen
wurde dem Chef des Generalstabes übertragen. Als Chef der
Obersten Heeresleitung erhielt er nun die Kommandogewalt. Dieses Amt
versah zunächst Helmuth von Moltke,
dann Erich von Falkenhayn und ab
dem 29.8.1916 Paul von Hindenburg, der zusammen mit Erich
Ludendorff auch politische Macht ausübte (Ab 1916 erhielt die Oberste
Heeresleitung eine Machtstellung, die sowohl den Kaiser als auch die
Regierung von den wichtigen Entscheidungen ausschloss). Das "Große
Hauptquartier" nahm seinen Sitz an wechselnden Orten hinter der Front
ein. Dies bewirkte eine räumliche Trennung von der politischen
Zentrale, die in Berlin verblieb. Auch der Kaiser hielt sich in diesem
Hauptquartier auf. |
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- Der Bewegungskrieg 1914 - 1915
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- Zunächst militärische Erfolge im Westen.
Die deutschen Kräfte genügen jedoch nicht, Paris vom
Westen her zu umfassen. Der französische Oberbefehlshaber
Joffré kann zum Gegenangriff antreten. Auf dem Höhepunkt
der Marneschlacht ordnet die
Oberste Heeresleitung unter Helmuth von Molke am 10.
September wegen Schwierigkeiten in der Logistik die Zurücknahme der deutschen Armeen an. Das
Ergebnis ist eine geschlossene Frontlinie im Westen, die
von der Nordsee über Verdun bis zur Schweizer Grenze
reicht. Der Bewegungskrieg geht Ende 1914 in den
Stellungskrieg über. Die schnelle
Niederwerfung Frankreichs ist damit gescheitert.
- Im Osten gelingt es dem zum
Oberbefehlshaber ernannten General von Hindenburg und seinem
Stabschef Erich Ludendorff zwei russische Heere bei Tannenberg
völlig zu vernichten (23. - 31. August 1914). Für 1915
wurde vorgesehen, die Entscheidung im Osten zu suchen.
Dieser Plan scheiterte trotz großer Raumgewinne. Im
September 1915 kam es auch in Russland zu einem
Stellungskrieg.
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- Den Armeen Österreich-Ungarns gelingt es nicht, Belgrad
zu erobern. Nach der Eroberung Galiziens durch die Russen
droht das österreichische Heer zusammenzubrechen.
Deutsche Truppen werden zur Entlastung der Donaumonarchie
eingesetzt. Durch die Wiedereroberung Galiziens und die
Besetzung Polens ändert sich im Herbst 1915 die
Kriegslage zugunsten der Mittelmächte. Am 16.10.1915 wird Belgrad eingenommen.
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- Der Stellungskrieg im Westen 1915 - 1916
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- 1915 Erster Gasangriff der Deutschen bei
Ypern;
Versuche der Franzosen und Engländer, die Frontlinie zu
durchbrechen, scheitern.
- 1916 Höhepunkt des Stellungskriegs. Schwere Opfer auf
beiden Seiten. Artillerie- und Luftüberlegenheit der Entente.
Truppen des britischen Empire übernehmen große Abschnitte der
Westfront.
- Ab 21. Juni 1916: Deutscher Angriff auf
Verdun.
Der Chef der Obersten Heeresleitung, Erich von Falkenhayn,
hofft, das französische Heer durch die Demonstration
militärischer Gewalt zu zermürben und dadurch dem
gefährlichsten Gegner, Großbritannien, seinen Bundesgenossen
zu nehmen. Frankreich soll zur Vergeudung seiner Ressourcen
gezwungen werden. Große Verluste (240.000 Deutsche, 275.000
Franzosen). Die Zermürbungstaktik führte zu einer
gefährlichen Schwächung der deutschen Abwehrkraft.
- Die Gefährdung der deutschen Westfront ist so groß, dass
Falkenhayn abberufen wird. Hindenburg
wird zum Generalstabschef, Ludendorff
zum Generalquartiermeister
ernannt.
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- Großbritannien begnügt sich bis 1915 mit einer auf die
schottischen Häfen gestützten Fernblockade der deutschen
Schlachtflotte; der Bau der Flotte erwies sich als
Fehlinvestition.
- Schwergewicht der deutschen Seekriegsführung wird auf
die U-Boot-Waffe verlegt; die
Schlachtflotte blieb auf einen Stellungskrieg hinter dem
Minengürtel der Nordsee beschränkt.
- Am 4.5.1915 beginnt der
U-Boot-Krieg. Damit werden nicht nur
neutrale Schiffe getroffen, sondern auch Angehörige
neutraler Staaten, die mit Handelsschiffen der
Entente-Mächte reisen. Bei der Versenkung des englischen
Dampfers Lusitania am 7.5.1915 kommen auch 118 Amerikaner
ums Leben.
- 31.5.1916 Schlacht der Flotten am Skagerrak; die
britische Flotte bleibt trotz hoher Verluste intakt.
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Die
deutschen Admirale waren davon überzeugt, dass die
überlegene britische Flotte vor den deutschen
Marinebasen eine Nahblockade errichten werde. In
diesem Fall wollten sie die britische Schlachtflotte mit
U-Booten angreifen. Erst dann sollte die Hochseeflotte
eingesetzt werden. Das Gros der britischen Flotte blieb
in Scapa Flow an der Nordspitze Schottlands stationiert,
ein kleinerer Teil blockierte die Ausgänge der Nordsee.
Die deutsche Flotte war aufgrund ihrer Konzeption als
Schlachtflotte nicht dazu geeignet, diese Fernblockade
mit Aussicht auf Erfolg zu attackieren. Der am 24.1.1916
eingesetzte neue Flottenchef, Vizeadmiral Scheer,
drängte darauf, in das Skagerrak vorzustoßen, um dort
den alliierten Schiffsverkehr anzugreifen. (Das
Skagerrak erstreckt sich zwischen der flachen Küste der
dänischen Halbinsel Jütland und dem felsigen Gestade
des südöstlichen Norwegens) Scheer hoffte damit Teile
der britischen Flotte zu provozieren und dann vernichten
zu können. Am 31. Mai stießen dann die Flotten
aufeinander. 6094 Briten und 2551 Deutsche fanden den
Tod. Die versenkten britischen Schiffe besaßen eine
Wasserverdrängung von 112.000 Tonnen, die deutschen
eine von 62.000 Tonnen. Strategisch blieb die
Skagerrak-Schlacht ohne Bedeutung, die britische Flotte
übte weiterhin die Seeherrschaft aus.
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- Die Bundesgenossen der Mittelmächte
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- Das Osmanische Reich, durch
Russlands Streben nach den Meeresengen bedroht, entschließt
sich im Herbst 1914 zum Kriegseintritt. Durch die Sperrung der
Meeresengen wird die Zufuhr von Rüstungsmaterial für Russland
eingeschränkt. 1915 entschließen sich England und Frankreich
zu einem Angriff auf die Dardanellen, der jedoch von den Türken
abgewehrt wird.
- Bulgarien schließt unter dem
Eindruck der deutschen Siege im Herbst 1915 ein Bündnis mit den
Mittelmächten. Die Bulgaren erobern ganz Serbien (Deutsche
Truppen hatten bereits Belgrad eingenommen). Ab 1916 beginnt an
der Balkanfront ein Stellungskrieg, der von den Bulgaren mit
geringer deutscher Unterstützung geführt wird.
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- Die Bundesgenossen der Entente bis 1917
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- Das mit Großbritannien verbündete Japan
benutzt den Kriegsausbruch um die deutsche Kolonie Kiautschou in
seine Hand zu bringen. Damit ist sein Interesse am Krieg
erschöpft.
- Italien tritt im Frühjahr 1915
auf die Seite der Entente. England und Frankreich hatten Italien
für den Kriegseintritt Südtirol bis zum Brenner versprochen
(26.4.1915). Am 23.5. erfolgte die Kriegserklärung an
Österreich-Ungarn. Militärisch bringt das Eingreifen Italiens
der Entente nicht den erhofften Gewinn.
- Im August 1916 entschließt sich Rumänien
zum Kriegseintritt an der Seite Frankreichs und
Großbritanniens. Den Mittelmächten gelingt es, das rumänische
Heer zurückzudrängen und den Zugriff auf die Ölquellen und
die Getreidefelder Rumäniens zu sichern.
- 1917 zwingt die Entente das widerstrebende Griechenland
zum Verzicht auf seine hartnäckig verteidigte Neutralität.
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- Ökonomische und soziale Folgen des Krieges 1916
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- Auf großen Krieg nicht vorbereitet.
Kriegsfinanzierung
durch Kredite. d.h. der Staat verschuldet sich
durch die Ausgabe von Kriegsanleihen.
- Als 1916 die Opferbereitschaft der deutschen
Bevölkerung abnimmt, erfolgt die Kriegsfinanzierung
durch Erhöhung der Geldmenge (Notendruck).
Hohe Inflationsgefahr!
- Durch die Seeblockade der Entente (Blockade des Mittelmeers und
des Atlantiks) fällt die Einfuhr von
kriegswichtigen
Rohstoffen (Salpeter, Kautschuk u.a.) aus. Die von
Rathenau angeregte staatliche Bewirtschaftung und die
erfundenen Ersatzstoffe sowie neue Produktionsverfahren (synthetische Herstellung von Salpeter) können keinen
genügenden Ausgleich schaffen.
- Der Staat organisiert nun die
Kriegswirtschaft,
d.h. die Schlüsselindustrien werden nun vom Staat
gesteuert. Große Unternehmen werden in die Kriegswirtschaft
eingebaut; sie konnten aufgrund der Preisfestsetzungen
Monopolgewinne erzielen.
- Entscheidend ist der
Mangel an
Nahrungsmitteln. Die Produktivität in der Landwirtschaft geht zurück (z.B.
bei Kartoffeln und Getreide). Ursachen waren der Mangel an
Arbeitskräften und der Mangel an Zugtieren (Pferde wurden
von der Armee benötigt). Auch die Ausstattung mit Dünger
reichte nicht aus (dieser wurde für die Herstellung von Sprengstoff
benötigt). 1915 erfolgt die erste Rationierung von
Getreide. Ausgabe von Lebensmittelkarten. Mangel auch an
Kartoffeln.
- Ein Problem ist auch die
gerechte
Verteilung der Nahrungsmittelvorräte. Ab
1916 wird in allen Bevölkerungsschichten gehungert!
- Die Politik stellt sich auf die Notlage hinsichtlich der
Nahrungsmittel relativ spät ein. An
staatliche Lenkung wurde zunächst nicht gedacht. Im Mai
1916 richtet das Reich ein
Kriegsernährungsamt
mit dem Ziel einer besseren Bewirtschaftung der
Nahrungsmittel ein. Seiner Effizienz sind durch die
partikularistischen Interessen der Länder Grenzen gesetzt.
- Folge des Krieges sind auch
gesellschaftliche
Spannungen. Der Gegensatz zwischen ländlicher und
städtischer Bevölkerung verstärkt sich. Zwangswirtschaft bedeutet
einen Eingriff in die
bäuerliche Verfügungsgewalt (festgesetzte Preise).
Daraus resultiert eine Abneigung gegen den Staat. Hass auf
die "Kriegsgewinnler".
- Industriearbeiterschaft leidet unter
dem Kaufkraftverlust
(hohe Lebensmittelkosten); Reallöhne schrumpfen um 42
Prozent. Verschlechterung der Arbeitsbedingungen (viele
Arbeitsunfälle). Legitimationskrise des Staates: Man sah
in der Krise einen Beleg für die Klassengesellschaft.
- Auch der
Mittelstand litt unter der Schere zwischen steigenden
Preisen und niedrigeren Löhnen. Der Lebensstil der
Bürger konnte nicht mehr gehalten werden. Dies führte zu
einer Verarmung des bürgerlichen Mittelstands.
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- Bauern sind seit 1870 in den nationalen Kontext
integriert; sie bekennen sich offen zur Nation (in
Deutschland war dies nicht der Fall!). Dies mag ein Grund
dafür sein, warum der französische Staat eine bessere
Lebensmittelversorgung
gewährleisten konnte als das Deutsche Reich.
- Die
Verteilung der Güter
erregte weniger sozialen Unmut als in Deutschland.
- Die
Kriegskosten werden
durch erhöhte Steuerabgaben und durch Verschuldung gedeckt.
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- Die zentrale Produktion von
Rüstungsgütern
erfolgt reibungslos.
- Keine Engpässe bei Lebensmitteln. Ausweitung der eigenen Produktion. Doch
Eigendeckung bei Kartoffeln nur 40 Prozent.
- Lebensstandard der Arbeiter verbesserte sich leicht.
Keine Preiserhöhungen.
- Kriegsfinanzierung durch Steuern (Verfünffachung der
Einkommenssteuer im Krieg).
- Keine großen sozialen Spannungen.
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Der Wendepunkt
des Krieges im Jahr 1917 |
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- In Russland bricht im März 1917
die Revolution aus. Am 15. März
wurde der Zar gestürzt. Der Krieg wird zwar durch die neue
liberale Regierung fortgesetzt, doch löst sich das Heer infolge der revolutionären
Gärung immer mehr auf. Deutschland wird an der
Ostfront entlastet und kann sich nun an der Westfront besser
behaupten.
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In der
Nacht vom 6. zum 7. November 1917 besetzten
bolschewistische Aufständische und bewaffnete Arbeitermilizen
(Rote Garden) die strategisch wichtigsten Punkte Petrograds.
Damit war der Machtkampf zwischen der Provisorischen
Regierung, die seit dem Sturz des Zaren im Amt war, und
den linksradikalen Kräften auf die Straße verlagert
worden. Die Provisorische Regierung verschanzte sich im
Winterpalais des Zaren. Auch diese letzte Bastion fiel in die
Hände der Aufständischen. Damit hatte sich die
revolutionsbereite Fraktion im Zentralkomitee der
kommunistischen Partei endgültig gegen die Verfechter einer
legalen Strategie durchgesetzt. Trotzki, der
Organisator des Aufstands, verkündete: ... das
Militärrevolutionäre Komitee, das an der Spitze des
Proletariats und der Garnison von Petrograd steht, hat die
Staatsgewalt übernommen."
Mit dem sowjetischen Kommunismus
hatte sich in Russland eine Ideologie durchgesetzt, die Anspruch
auf weltweite Verbreitung erhob. Endziel war (und ist),
eine klassenlose kommunistische Gesellschaft einzurichten.
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- Der Wirtschaftskrieg beginnt
kriegsentscheidend zu werden. Durch seine überlegene Flotte
zwingt Großbritannien die vom Überseehandel abhängigen
kleinen neutralen Staaten ihre Ausfuhr nach Deutschland immer
mehr einzuschränken.
- Präsident Wilson
hat 1914
die Vereinigten Staaten für neutral erklärt. Er plant
bis Ende 1916 eine Vermittlung
zwischen den Kriegsparteien. Die deutsche Regierung hofft
lange auf diesen Friedensschritt, glaubt aber nach dem
Fall von Bukarest nicht mehr warten zu können. So kommt
es am 12.12.1916 zu einem Friedensangebot
Deutschlands (keine inhaltliche Zielvorstellung,
nur prinzipielle Bereitschaft zum Frieden), das von den
Entente-Mächten sofort zurückgewiesen wird. In dem nun
folgenden Friedensangebot Wilsons werden die Krieg
führenden
Großmächte aufgefordert, ihre Kriegsziele zu nennen.
Gleichzeitig mit der Nennung seiner Kriegsziele im Februar
1917 kündigte Deutschland die Wiederaufnahme des
uneingeschränkten U-Boot-Krieges an. Dies ist für Wilson
untragbar. Am 6.4.1917 kommt es zum
Kriegseintritt
der Vereinigten Staaten.
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- 15.12.1917 Abschluss eines Waffenstillstands zwischen
Deutschland und Russland (nach dem Sieg der bolschewistischen
Revolution); im März 1918 erfolgt der Vertrag von
Brest-Litowsk. Nachdem deutsche Truppen große Teile
der Ukraine und das Baltikum besetzt hatten, musste Russland die
Abtretung großer Territorien zugestehen (Diktatfrieden!).
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Die Innenpolitik Deutschlands und Österreich-Ungarns 1917 |
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- Die ersten Kriegsjahre sind durch einen
"Burgfrieden" der Parteien gekennzeichnet.
- Die militärischen Erfolge der Jahre 1914/15 führten
dazu, dass die Rechtsparteien und das Militär zur
"Sicherung des Reiches" im Westen und Osten
umfangreiche Gebietserwerbungen fordern. Je länger der
Krieg dauerte, desto mehr setzen sich die Linksparteien
für eine Verständigung mit den Kriegsgegnern ein.
(Die Zustimmung der Sozialdemokraten zum Krieg war ja
unter der Voraussetzung erfolgt, dass es sich um einen
reinen Verteidigungskrieg handelt.) Sie
schreiben die lange Dauer des Krieges den "annexionistischen"
Forderungen zu. Der Kaiser
hatte, wie so oft, keine eindeutige Meinung: Er schwankt
zwischen Annexionismus und Verständigungsfrieden
- Ende 1916 setzt
Ludendorff
(ein
Militär!) ein Programm durch, das zur
Steigerung der Kriegsproduktion die
'Zivildienstpflicht'
einführt und die persönliche Bewegungsfreiheit
weitgehend einschränkt. Die Politiker sind weitgehend
entmachtet!
- Reichskanzler Bethmann Hollweg greift die Forderung nach
einer Reform des preußischen
Dreiklassenwahlrechts auf. Sie wird vom Kaiser in
seiner "Osterbotschaft" angekündigt, jedoch
nicht durchgeführt. Die Militärs sind gegen eine Reform:
das Wahlrecht sollte nicht geheim sein. Auch die
Großgrundbesitzer wollen nicht auf ihre Bevorzugung durch
das Dreiklassenwahlrecht verzichten. Der Reichskanzler
Bethmann Hollweg wird gestürzt.
- Beim Zusammentritt des Reichstags im Juli 1917 äußert
der Zentrumsabgeordnete Erzberger zum erstenmal Zweifel an
der Wirksamkeit des U-Boot-Krieges. Zentrum, Liberale und
Sozialdemokratie fordern eine
"Friedensresolution", die aussagen soll, dass
Deutschland zu einem Frieden der Verständigung bereit
sei. Die Oberste Heeresleitung versucht vergeblich, die
Annahme der Friedensresolution zu verhindern.
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- Die
Nationalitäten lehnen sich immer mehr auf, die
Tschechen treten durch Flüchtlinge mit der Entente in
Verbindung.
- Die monarchische Spitze
(Kaiser
Franz-Joseph) griff nicht in
die kriegspolitischen Entscheidungen ein.
Generalstabschef
Conrad von Hötzendorf (Militär)
meldet politische Ansprüche an; er fühlt sich auch für die
Ernährungswirtschaft zuständig.
- Mangel an Kooperation der beiden Reichsteile: Ungarn
weigert sich, seine Agrarprodukte auch an Österreich
weiterzugeben.
- Genereller Mangel an militärischen Führungskräften
- Der Nachfolger des am 27.11.1916 verstorbenen Kaisers
Franz Joseph, Karl I. übernimmt allein die
Militärführung. Hinter dem Rücken Deutschlands nimmt er
geheime Verbindungen zur Entente auf.
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Deutsche Offensive
1918 und das Ende des Ersten Weltkriegs |
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- Am 8.1.1918 stellt der amerikanische
Präsident
Wilson seine Kriegsziele und seine Bedingungen an die
Mittelmächte in "14 Punkten"
vor. Die 14 Punkte fordern: öffentliche Friedensverträge und
Abschaffung der Geheimdiplomatie, Grenzziehung nach dem
Selbstbestimmungsrecht der Völker, Errichtung eines
Völkerbundes und die Freiheit der Meere. Unter anderem
verlangen sie die Wiederherstellung Belgiens, die Rückgabe
Elsass-Lothringens an Frankreichs, die Grenzziehung in Italien
nach dem Gesichtspunkt der Nationalität. - Wilsons Punkte
werden zunächst in Deutschland nahezu allgemein abgelehnt.
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Präsident Wilsons Kriegsziele haben
fast durchweg ideelle Grundlagen und sind von einem
gewissen Sendungsbewusstsein getragen: Einrichtung von
Demokratien, Recht des Einzelnen auf Glück (pursuit of happiness),
Begrenzung der Staatsgewalt gegenüber dem Einzelnen,
Volkssouveränität, Selbstbestimmungsrecht der Völker (allerdings
konnten sich die Amerikaner nicht vorstellen, dass die Völker
nicht für eine Demokratie als Staatsform stimmen)
Während des Ersten Weltkriegs haben sich sowohl die
liberal-kapitalistische als auch die kommunistische Missionsidee
ausgeprägt. Nimmt man die faschistischen Bewegungen nach dem
Ersten Weltkrieg hinzu, so sind innerhalb von wenigen Jahren drei
Entwürfe für eine Neuordnung der Gesellschaft entstanden, die
jeweils mit einem Heilsversprechen aufwarteten. |
- März - Juli 1918:
Deutsche
Offensive im Westen
um vor dem Eintreffen der Amerikaner eine Entscheidung zu erzwingen.
Diese deutsche Kraftanstrengung reicht nicht aus, um in dieser Frist eine kriegsentscheidende
Wendung zu erzielen. Die Kraft des deutschen Heeres ist erschöpft.
- Juli - September 1918: Gegenstoß
der Alliierten. Ein britischer Panzerangriff durchbricht
die deutsche Front. Ende Juli stehen 1,4 Millionen Amerikaner
in Frankreich. Die Deutschen müssen aus Nordfrankreich und dem
westlichen Belgien abziehen.
- 14.8.1918: Ludendorff erklärt dem Kaiser und der
Reichsregierung, es sei nicht mehr möglich, den Krieg
mit
militärischen Mitteln zu gewinnen.
- 28.9.1918: Nach dem Zusammenbruch der Türkei,
Bulgariens und Österreich-Ungarns fordern Hindenburg und
Ludendorff die Reichsregierung auf, ein
Gesuch
um Waffenstillstand an Wilson zu richten.
- 3.10.1918: Bildung einer parlamentarisch
verantwortlichen Regierung unter dem
Prinzen
Max von Baden (Das alte
Strukturproblem
des deutschen Staates war damit gelöst!). Mit der
Demokratisierung hofft man, Wilson, der jede Beziehung zu
"willkürlichen" Gewalten abgelehnt hat, zur Annahme
von Verhandlungen zu bewegen. Auf Drängen der Heeresleitung
sendet der neue Reichskanzler am gleichen Tag die Bitte um
Waffenstillstand ab. Die deutsche Kapitulation wird damit
eingeleitet.
- 3.11.1918 Waffenstillstand zwischen Österreich-Ungarn
und den Alliierten
- 11.11.1918: Deutschland schließt den
Waffenstillstand
von Compiègne. Deutscher Verhandlungsführer ist
Matthias
Erzberger. Der Waffenstillstandsvertrag fordert die
Räumung aller besetzten Gebiete, die Besetzung des linken
Rheinufers durch die Alliierten, die Abgabe von schweren Waffen
und Rüstungsmaterial. Bereits im Waffenstillstandsvertrag
verpflichtet sich Deutschland, "die Schäden zu ersetzen,
die der zivilen Bevölkerung der verbündeten Nationen und ihrem
Eigentum auf Grund des deutschen Angriffs zu Lande, zu Wasser
und in der Luft entstanden" sind.
- Der am 28.7.1919 in Versailles unterzeichnete
Friedensvertrag
ist ein Diktat der Siegermächte.
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