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Ihr seid durch
die Reality-Soap "Making The Band" (MTV) berühmt geworden, in
der vor den Augen der Zuschauer eine Boyband gecastet wurde. Wir haben
hier in Deutschland eine ähnliche Sendung, die "Popstars" heißt
...
Trevor:
Ja, die kennen wir! Wir haben auch schon die "No Angels"
getroffen, wirklich süße Mädchen! Außerdem gab es eine gewisse
Verbundenheit zwischen uns, weil wir doch alle auf die gleiche Weise
entdeckt worden sind: Wir wurden alle im Fernsehen "geboren".
Was für ein Gefühl
ist es, einen Großteil des Privatlebens vor den Fernsehzuschauern
darzulegen?
Ashley:
Privatleben ist etwas, was wir für unsere Karriere aufgegeben haben. Wir
wussten natürlich vor unserer Bewerbung bei "Making The Band"
worauf wir uns einlassen. Das war das Besondere an O-Town, dass wir
bereits vor dem Erscheinen unserer ersten Single bekannt waren. Trotzdem
stolpern wir immer noch jeden Tag über unsere Bekanntheit. Zum Beispiel können
wir leider nicht mehr wie früher einfach in ein Geschäft hineingehen und
uns umsehen. Natürlich genießen wir das auch. Trotzdem ist es manchmal
hart zu wissen, dass viele Leute denken sie würden uns wirklich kennen.
Im Fernsehen sind 24 Stunden unseres Lebens zu ein paar Minuten zusammen
geschnitten worden. Das Bild, das dann von einem entsteht, vermittelt
einen falschen Eindruck von dem Menschen, der dahinter steckt. Was im
Fernsehen gezeigt wird, ist doch viel mehr eine Konstruktion von Trevor,
Erik, Jacob, Dan und Ashley.
„Wir waren gut
vorbereitet!“
Dort draußen
stehen gerade viele Mädchen vor der Tür, sie weinen und rufen nach euch.
Genießt ihr die Hysterie oder wollt ihr manchmal lieber wieder in der
Anonymität verschwinden?
Erik:
Nein - das ist doch cool! Wir haben die USA bereist, waren in vielen Ländern
Europas, um unsere Musik zu promoten und Reaktionen von den Fans zu
unserer Arbeit zu bekommen. Außerdem wollen wir, dass unsere Musik auch
Leuten zu Ohren kommt, die uns normalerweise nicht hören wollen. Wir
bekommen neue Fans dazu. Viele von ihnen folgen uns sogar bis zum Hotel.
Sie stehen bis drei oder vier Uhr morgens vor unseren Fenstern!
Was habt ihr denn
bislang von Deutschland gesehen?
Trevor:
Wir kommen gerade von einer Besichtigung der Berliner Mauer! Außerdem:
Lauter Hotels und Straßen (lacht).
Jacob:
Aber nicht nur! Wir waren auch auf der Popkomm und haben den Kölner Ring
gesehen. In Hamburg haben wir den Hafen und den Fischmarkt besucht.
Ashley:
Es ist schon schade. Wir würden uns gerne die kulturellen Schätze
ansehen, für die Deutschland berühmt ist. Aber wir fallen nach unseren
Auftritten stets todmüde in unsere Hotelbetten.
Zu dem
Bandcasting sind die meisten von euch per Zufall gekommen. Einer von euch
wollte nur einen Freund begleiten, Dan ist erst am Schluss als Ersatz für
Ikaika hinzugekommen. Ashley, du bist der einzige, der sich das Casting
wirklich ernsthaft vorgenommen hatte. Habt ihr alle vorher schon Musik
gemacht?
Jacob:
Viele Menschen denken, dass wir einfach auf gut Glück zu dem Casting
gegangen sind. Doch wir haben alle schon früh mit Musik begonnen. Wir
hatten privaten Gesangsunterricht, aber auch Musikunterricht am College.
Wir waren also gut vorbereitet.
Habt ihr
eigentlich Vorbilder?
Erik:
Wir sind alle Fans von Michael Jackson, sowohl als Sänger als auch als
Entertainer. Was aber unseren privaten Musikgeschmack angeht, liegen wir
weit auseinander. Ich persönlich mag gerne Queen und viele
70er-Jahre-Gruppen wie die Eagles.
Ihr seid fünf
gutaussehende Jungs, die Tanzen können, Popmusik machen und von ihren
weiblichen Fans angehimmelt werden. Das gleiche machen N'Sync und die
Backstreet Boys auch, zumal ihr den gleichen Produzenten, Lou Pearlman,
habt. Was ist der größte Unterschied zwischen euch, den Backstreet Boys
und N'Sync?
Ashley:
(grinst) Wir haben eine eigene Fernsehshow. Aber mal im Ernst: Okay, wenn
man Magazine aufschlägt oder den Fernseher einschaltet, sieht man auf den
ersten Blick immer fünf Jungen. Außerdem werden wir oft verglichen, weil
wir aus dem gleichen Genre, dem Pop, kommen. Aber ist das ein Grund?
Betrachtet man mal die 70er Jahre stellt man fest, dass in dieser Zeit
sehr viele Rockbands entstanden. Es liegt einfach an der jeweiligen Zeit
und der Mode. Aber ich glaube, der größte Unterschied liegt bei uns in
der Live-Show. Die Backstreet Boys arbeiten sehr viel mit Effekten. Doch
nicht nur die Show unterscheidet uns; wir schreiben auch ganz andere
Musik.
Habt ihr eine
amerikanische Lieblingssoap?
Erik:
Beverly Hills 90210.
Ashley:
"Ich heirate eine Familie"!
Jacob:
Ich habe eigentlich gar keine Zeit zum Fernsehen.
... und eure
Lieblingshomepage?
Dan:
www.mba.com, die Website der
amerikanischen Basketballliga!
Trevor:
Ich finde www.mtv.com am besten.
Erik:
Ich surfe eigentlich ganz gerne nur zum Spaß im Internet oder gehe auf
unsere Homepage, www.o-town.com um zu
sehen, was uns die Fans schreiben.
Jacob:
Webseiten?
Das waren doch diese Dinger mit den drei Ws oder ;-)? Kleiner Spaß. In
der Hinsicht bin ich überhaupt nicht auf dem laufenden. Ich habe noch
nicht einmal einen PC - aber ich arbeite daran ;-). |