Sambia
17.07.98 KM6910
Nach einer unruhigen Nacht wegen des raschelnden Abis stehen wir um 6.00 Uhr auf und fahren schnell über die tolle Sambesi Brücke Richtung Livingstone. Die Grenze bereitet keine großen Probleme. In Livinstone wird noch schnell eingekauft und in einem witzigen Cafe gefrüstückt. Nachdem wir vollgetankt haben, geht es über tolle kleine Dörfer (wie Choma) Richtung Lake Kariba. Es fällt auf, daß viele Fahrradfahrer unterwegs sind. Die Vegetation wird dichterund grüner. Die Stände an den Straßen wirken irgendwie nordafrikanisch. Wir sind die einzigen Reisenden. nach einer letzten Tank- und Eßpause in Mazaluka geht es weiter nach Sivonga welches direkt am Lake Kariba liegt. Die letzten 60 km Anfahrt zum Lake Kariba gehen durch die Berge und sind einfach toll. Der See sieht aus wie der afrikanische Gardasee. Wir übernachten in einer netten Lodge direkt am See mit Stromausfall beim Duschen und TV im Dining Room. Nach einem dicken Hünchen geht es an die Bar Der Barmanager erzählt uns witzige Geschichten über die Entstehung der Staumauer, und die überschwemmte Nachbarbar, die zu dicht am Seeufer errichtet wurde. Nachdem wir die Biervorräte der Kneipe ausgetrunken haben, geht es leicht beschwipst ins Bett, welches wir mit Mosquitonetzen verhangen haben.

18.07.98 KM7128
Um 7.00 Uhr werden wir von lustiger Musik aus dem Nachbarzimmer geweckt. Wir packen langsam zusammen und fahren zum Eagls Rest, eine feudale Koloniallodge, zum Frühstück. Dort hören wir, daß der BMW Konvoi aus Joeburg schon vor ein paar Tagen durchgekommen ist. Obwohl der Laden so feudal aussieht gibt es Toasts, die von anderen Gästen wieder zurückgegeben wurden. Der ganze Spaß kostet dann auch noch 6 US $. Nichts desto trotz hat es gut geschmeckt und die Aussicht war toll. Nach dem Frühstück besichtigen wir noch schnell die Staumauer, die die Grenze darstellt. Andi hinterlegt als Pfand seinen Paß. Weiter geht es Richtung Agip. Hier fällt Andra der Titel für Ihre Doc. Arbeit ein:'Ein Konzept für Sozialarbeit an Grundschuklen'. Lusaka, welches uns mit einem witzigem Hochhaus am Stadteingang begrüßt, ist heute eher ausgestorben, da es mittlerweile Samstag Nachmittag ist. Wir fahren durch die Stadt zum Pioniers Restcamp. Eine tolle Anlage mit einer schönen Bar und dem lustigen Barmanager Alfred. Entsprechend fröhlich wird der Abend.

19.07.98 KM7691
Die Nach wird ziemlich unruhig. Abi ist kalt und die Hähne krähen schon derartig früh, daß auch wir um 5.30Uhr aufstehen. Während Aschenputtel Andra Spagettis in der Vorratstasche sortiert, trinken wir am Camp noch schnell Tee und Kaffe. Um 7.00Uhr geht es dann los, zunächst ein paar Kilometer zurück Richtung Lusaka zur nächsten großen Tanke (BP). Dort gibts schon Musik und leckere Scones. Danach machen wir uns auf den Weg Richtung Chipata. Die Strecke ist nur 550km lang und laut 'Durch Afrika' auch in einem guten Zustand. Die ersten 100km sind auch wirklich prima. Aber danach fängt das Chaos an. Die Straße befindet sich im Neubau, so daß wir fast den ganzen Rest der Strecke durch den Busch umgeleitet werden. Es wird ziemlich anstrengend und die angekündigte Tankstelle kommt auch erst 200 km später. Kurz nach der tankstelle erreichen wir Petauke, wo wir in einer kleinen Bar leckere Brote essen. Die kleinen Kinder, die uns anstaunen, sind sehr nett und schüchtern. Es fällt uns auf, daß wir schon lange keine anderen Touristen gesehen haben. Gestärkt geht es weiter nach Chipata. Am Straßenrand, zwischen den Palmen, wird von den Einheimischen selbstgemachte Holzkohle angeboten.. Da wir aufgrund der unzähligen Schlaglöcher und Umleitungen schon viel länger als geplant unterwegs sind, kaufen wir leckere fünfeckige Bananen (keine EU Normbanane). Müde und erschöpf erreichen wird mit Einbruch der Dunkelheit Chipata. Die Stimmung ist ein wenig gedrückt, denn am Passat ist der hintere Stoßdämpfer gebrochen. Auf dem Camping Platz hören wir von einem Overlandtruck - Reisemitglied, daß sie in Malawi überfallen und ausgeraubt worden sind. Ein Wächter wurde erschossen. Deprimiert gingen wir bei einem Inder in der Nähe des Campingplatzes essen.

