Namibia:
07.07.98 KM3244
Es regnet die ganze Nacht hindurch. In einer kurzen Regenpause um 5.30Uhr
bauen wir schnell die Zelte ab und brechen auf. Durch dicken Nebel geht es zur
namibianischen Grenze, die wir problemlos passieren. Hinter der Grenze in Noordwood
gibt es zum Aufwärmen ein kleines Früstück in einem tollen Café. Das Wetter
wird deutlich besser. Über eine gute Schotterpiste geht es in westlicher
Richtung nach Ai-Ais zum Fisk River Canon. Im strahlenden Sonnenschein bauen
wir unsere Zelte auf und fahren alle im Auto zum nördlichen Ende des Canons.
Auf der Strecke fahren wir uns den ersten Platten. Das zweite Reserverad haben
wir natürlich im Zelt gelassen. Also geht es vorsichtiger weiter. Der Canon ist
wirklich beeindruckend. Schließlich ist es auch der zweitgrößte der Welt und
liegt in der wunderschönen Namib Wüste, die in dieser Region eine Steinwüste
ist.
Abends, wieder zurück auf dem Campingplatz, genießen wir erst mal ein
luxeriöses Bad in den warmen Quellen von Ai – Ais. Danach gibt es Windhoek
Lager vom Faß!

08.07.00 KM3992
Um 6.00Uhr geht es noch im Dunkeln auf die weite Fahrt nach Windhoek. Es
ist schon gespenstisch durch die im Morgennebel liegende Namib zu fahren. Auf
dem Mopped ist es etwas problematisch, da wir Sandlöcher nicht früh genug
erkennen. Es geht aber alles gut.
1000 km später kommen wir in Windhoek an, wo Janni fast einen Unfall baut.
Wir buchen uns direkt in den Backpacker ein. Der Superpassat kommt in die
Werkstatt um die Bremsen endlich zu reparieren. Man spricht hier perfektes
Deutsch und das komplette Bremssystem wird für R1000 gewechselt. Abends gehen
wir 'Zunge' im Thüringer Hof essen, danach noch eine kleine WM Fete im
Backpacker.

09.07.98 KM4385
Dieser Tag wird ein Streßtag. Nachdem wir mit leichtem Kater aufgestanden
sind wird direkt morgens ein neuer Second Hand Reifen für den Passat gekauft.
Für die BMW kaufen wir noch einige Ersatzteile auf Vorrat und organisieren noch
ein paar Devisen. Bevor es dann weiter geht nach Swakkopmund gibt es noch ein kurzes
Frühstück an einer BP Tanke.
Über eine perfekte Teerstraße geht es durch die Namib dann an die Westküste
nach Swakopmund. Hier mieten wir uns im Mehrbettzimmer im Chameleon Backpacker
ein.

10.07.98 KM4463
Der Tag beginnt mit einer Großwäsche im 24h Waschsalon in Swakopmund, der
direkt neben der Hansa Brauerei liegt. Währenddessen gehen wir lecker
Frühstücken. Mit allem was so dazugehört, wie z.B. Fleischsalat und Leberwurst.
Schon ein komisches Gefühl, mitten in Afrika in einer deutschen Enklave zu
sitzen. Um Gewicht zu sparen, schicken wir überflüssige Reiseführer zurück nach
Deutschland. Die Mädels gehen noch ein wenig shoppen, so daß wir das
eingesparte Gewicht bald wieder rausholen.
Mit perfekt sauberer Wäsche geht es zurück zum Backpacker. Janni und Andi
pinseln mit Nagellack dem Superpassat eine Ralleynumer (eine 18, da wir durch
18 Länder fahren wollen) auf die Türen. Andra und Oli fahren mit der BMW in den
Namib Naukluf Park. Durch flache Wüstenlandschaft über Wellblechpisten kommen
wir zu einem tiefen Tal mit einer wirklich beeindruckenden Mondlandschaft.
Inmitten dieser liegt die Oase Goanikontes.
Wieder zurück in Swakopmund gibtb es zunächst mit dem Ralley Team ein
gemütliches Teetrinken, bevor wir dann Abends in Küki's Seafood essen gehen.
Riesen Gelächter gibt es im ganzen Lokal, als Jani vom Klo kommt, und
meterweise Klopapier hinter sich herzieht, welches sich in ihrer Hose verfangen
hatte. Der Kellner macht sie netterweise darauf aufmerksam.


11.07.98 KM4567
Nachdem wir Fisch und Bier fürs Abendessen gekauft haben, geht es mit den
Fahrzeugen los Richtung Walfish Bay. Wir nehmen einen kleinen Engländer aus
unserem Backpacker mit. Unterwegs halten wir an den großen Dünen an, fahren die
BMW im tiefen Sand fest und steigen hoch. Oben treffen wir ein paar
Südafrikanische Jungs, die auf Blechen die Düne heruntersausen. Wir probieren
es auch. Ist eine Mordsgaudi.
In Walfish Bay nehmen wir einen Snack im Waldorf Cafe (Andi kommt aus
Walldorf) und fahren weiter zu den Salzabbaupfannen. Dort treffen wir zufällig
Odi, einen Kollegen von Andra und Andi von der DSJ. Wir verabreden uns
natürlich in einer Kneipe in Swakopmund.
Zurück in Swakopmund gibt es zunächst den Fish (Jani ist unsere Köchin) und
danach geht es in die Kneipe

12.07.98 KM5215
Wir haben genug von der deutschen Kleinstadtidylle. Um4.30 Uhr geht es
weiter Richtung Etoschapfanne. Der Lohn für das frühe Aufstehen ist ein toller
Sonnenaufgang über der Namib. Der arme Andi bekommt seinen Morgenkaffee erst an
der zweiten Tankstelle, ansonsten kommen wir prima voran. Um 13.00 Uhr
erreichen wir den Park. Die BMW muß leider draußen bleiben, so quetschen wir
uns alle in den Passat und fahren zum Camp Namutomi. Hier haben wir ein 2 Bett
Zimmer, da der Campingplatz leider schon ausgebucht war. Nach einen schnellen
halbrohen Hamburger geht es auf Gamedrive. Die Pfanne ist wirklich
außergewöhnlich und wir sehen viele tolle Tiere.
Abends im Camp gehen wir noch zum Wasserloch, welches beleuchtet wird und
sehen dort noch trinkende Giraffen. Andra geht es plötzlich ziemlich schlecht,
so daß sie sich ins Zimmer zurückzieht und den Burger wieder auskotzt. Der Rest
von uns ißt noch Dosenbohnen und Spagetti. Nach dem Essen fängt es bei Janni
auch an. Es war wohl wirklich der Burger. Ein Glück, daß wir nun doch ein
Zimmer haben, denn beide Mädels kotzen wie die Weltmeister. Beim Andi fängt es
nun auch langsam an. Da er unser Tourdoktor ist, verordnet er allen drein
Antibiotika. Laut 'Where there is no doctor' haben wir alle eine Salmonellenvergiftung.

13.07.98 KM5820
Das Antibiotikum scheint zu wirken. Andi blieb ganz verschont, Jani ist
wieder o.k und Andra geht es langsam besser. Da Andra noch etwas schwach auf
den Beinen ist, und Jani mittlerweile wieder 'bisund' fährt sie bei Oli auf dem
Mopped mit. Wir kommen wieder prima voran und treffen so gegen 17.30 Uhr am
Kavango Fluß und an den Popa Wasserfällen ein. Es gibt hier einen schönen
Camping Platz mit einer Reception unter einem großen Baum (die alte ist vor
wenigen Tagen abgebrannt). Noch vor dem Zeltaufbauen besichtigen wir die Fälle,
die in einer tollen Landschaft liegen, aber sonst nicht sehr spektakuär sind.
Wir erkundigen uns in einem noblen Safari Nachbar Camp nach einem Restaurant.
Dies ist aber zu teuer so das es Trockensuppe und Biltong gibt. Für den
angeschlagenen Magen der Damen ist das eh das Beste.

14.07.98 KM6135
Nach einer erholsamen Nacht frühstücken wir noch an den Popa Fällen und
starten so gegen 10.00 Uhr in den Caprivi Streifen. Den Schlagbaum passieren
wir ohne Probleme, was uns beruhigt, da wir nicht wußten, ob wir mit dem Mopped
auch durchkommen. Überall hängen Warnschilder und Gewindigkeitsbegrenzungen
wegen der wilden Tiere. In diesem Gebiet sollen bis zu 80.000 Elefanten leben.
Game Viewing mit dem Motorrad ist schon aufregend. Wir hoffen sehr, unterwegs
einen Elefanten zu sehen. Und tatsächlich, fast am Ende des Capivi Steifens
sehen wir endlich einen Elefanten direkt neben der Straße. Nach einer
gelungenen Fotosession trollt er sich auch brav von dannen. In Kongola, wo wir
noch drei andere Moppedfahrer aus Cape Town treffen, tanken wir nochmals auf,
bevor es weitergeht nach Katima Mulio. Hier schlagen wir in der tollen Sambesi
Lodge unsere Zelte direkt am Flußufer auf. Es ist traumhaft schön. QAndere Reisende,
die wir hier treffen, erzählen uns Horrorstories über die Straßen in Tansania.
Mit dem Passat meinen sie, kommen wir da nie durch. Wir glauben den Quatsch
nicht und gehen noch schnell eine runde in den Pool, bevor wir in der Lodge
Abendessen. Für die Jungs gibt es ein Gemsbocksteak und die Mädels essen nach
ihren Burgererfahrungen zunächst einmal vegetarisch. In Andis Zelt gibt es dann
noch eine Runde Bier.

