Malawi
20.07.98 KM7864
Als wir gegen 6.00 Uhr aufwachen, ist es schon hell. Wir trinken Tee und
essen die letzten Muffins aus Petauke. Abi und Oli fahren mit dem kaputten
Passat zu Mussas Garage gegenüber der BP, um den Stoßdämpfer irgendwie
reparieren zu lassen. Die Jungs in der Werkstatt sind super freundlich und
nehmen sich auch gleich Zeit. Bis zu acht Mechaniker arbeiten an dem Auto. Der
Stoßdämpfer wird ausgebaut und geschweißt. Problematisch wird es, ihn mit Feder
wieder einzubauen, da das passende Spezialwerkzeug nicht zur Verfügung steht.
Die Feder wird also kurzerhand mit einem Land Rover, der mittels Wagenheber auf
die Feder niedergelassen wird, komprimiert. Die komprimierte Feder wird mit
Draht fixiert und dann mit dem Stoßdämpfer zusammen eingebaut. Danach wird der
Draht durchgepitscht und der Wagen ist wieder fahrbereit. Gegen 9.00 Uhr geht
es dann zur Malawi Grenze., die wir problemlos passieren. Trotz Tempo achtzig
sind wir schnell in Llilongwe. Der Entwicklungsstand ist für eines der ärmsten
Länder (nach westlicher Einschätzung) wirklich erstaunlich. Wir holen in einer
großen Bank Geld und essen bei Annies. Dann geht es über eine 25 km lange und
schlechte Sandpiste zu einem von Deutschen geführten Campingplatz (Empfehlung
Lonley Planet). Das Essen ist zwar gut und es gibt kaltes Bier, der Typ
entpuppt sich aber als übler Rassist. Wir telefonieren an diesem Abend mit Olis
Eltern und Torsti.


21.07.98 KM8331
Um 6.00Uhr wecken uns wieder die Hähne. Wir trinken noch schnell Tee und
dann geht es zurück nach Llilongwe über die Sandpiste. In einem Matschloch
helfen wir Einheimischen ihren Pick-Up herauszuschieben. Danach hat der
Superpassat Startprobleme und wir schieben ihn an. Dabei kommt zufällig der
deutsche Campingplatzbesitzer mit seinem dicken Auto vorbei und pöbelt Jani,
die am Steuer sitz an, daß sie als Frau wohl zu doof zum Autofahren ist. Für den Typen gibt's den dicken
Stinkefinger. In Llilongwe gibt es an einer Tanke noch Sprit und Brot. Wir
machen uns auf den Weg nach Nkotha Bay. Die Mittagspause in einem eher
schmutzigen Pick and Pay Restaurant ist hektisch weil wir noch vor der
Dunkelheit den Backpacker erreichen wollen. Glücklicherweise ist die Straße
entlang des Lake Malawi in guten Zustand und traumhaft schön. Um 18.00 Uhr
erreichen wir den Backpacker. Wir dürfen im Garten Zelten. Abends gibt es auf
der Dachterrasse Vegi - Curry und Carlsberg. Um 21.00 Uhr liegen wir im Bett.

22.07.98 Km8338
Obwohl dies ein Relaxter Tag ohne Fahren für uns ist, stehen wir wie immer
um 6.00Uhr auf. Wir erleben einen tollen Sonnenaufgang über dem See und
frühstücken auf der Dachterasse. Die drei Autofahrer machen danach eine
Bootstour auf dem See und Andra und Oli halten Mittagsschlaf und schreiben
Karten. Um 12.00 Uhr treffen wir uns alle wieder und gehen gemeinsam auf den
Markt. Währenddessen wäscht eine einheimische Dame unsere Wäsche perfekt
sauber. Der Markt ist wirklich toll. Wir bummeln entspannt, essen
Pfannekuchenpizza und kaufen Wasser für die Karonga Tour. Zurück am Backpacker gibt
es Spagetti Bolognese mit Knoblauch. Nach 3 Bieren fallen alle müde ins Bett.
Allerdings muß noch eine lästige Mücke gejagt werden.


23.07.98 KM8607
Nachdem uns schon viele Leute wegen der schlechten Strecke nach Karonga
verrückt gemacht haben, brechen wir um 6.00Uhr auf. Um 7.00Uhr haben wir dann
kurz vor Mzuzu den ersten Platten. In Mzuzu kaufen wir einen nagelneuen Reifen
und lassen ihn an der Straße von 2 kleinen Jungs aufziehen. Die restlichen 150
km sind wirklich schauderhaft. Eine alte ausgewaschene Teerstraße mit
scharfkantigen Schlaglöchern. Wir kommen nur langsam voran und die Sonne brennt
fürchterlich. Allerdings schaffen wir die Strecke ohne weitere Panne. Gegen
16.00 Uhr treffen wir in Karonga ein. Auf dem Campingplatz richten wir uns ein.
Im Kiosk gibt es nicht genug Bier für unsere geplante kleine Feier (keine Party
vor Karonga). Im Campingplatzrestaurant bestellen wir 3x Fisch und 2x Curry.
Die Kellner sind superfreundlich, stellen uns eine Deutschlandflagge auf den
Tisch und schmeißen ihre Videoanlage an. Es gibt Rambo III.
