No one, but you

Teil 1

�So eine schei�e! Jetzt ist mir der Computer schon wieder abgest�rzt!� Fluchend sprang ich von meinem B�rostuhl auf und st�rmte wild gestikulierend zum Telefon und versuchte abermals jemanden in der ADV Abteilung zu erwischen. In meinem Ohr drang �chzend das Freizeichen vom Telefon, aber niemand nahm ab. �Diese Penner, schon wieder niemand zu erreichen. Ich versuch es schon den ganzen morgen, gleich ist Feierabend, der PC ist zum 5. mal abgest�rzt und ich st�rz gleich hinterher!� Mit voller Wucht knallte ich den H�rer wieder auf die Gabel und lie� mich wieder in meinen Stuhl fallen.

�Jetzt reg dich erst mal ab, Angie. Die Pr�sentation ist doch erst �bermorgen. Hier, trink eine Tasse Tee, sonst kriegst du mir noch einen Herzinfarkt.�

Inge hat gut reden. Sie brauch den schei� ja auch nicht andauernd neu zu schreiben. Inge, meine Arbeitskollegin, geh�rt zu der Sorte Mensch, den nichts und niemand aus der Ruhe bringen kann.

�Danke, f�r den Tee, Inge. Uhh, der ist aber hei�.� Instinktiv fahre ich mir mit dem Finger �ber meine schmerzende Lippe. �Heute ist sowieso nicht mein Tag. Am besten ich verkriech mich gleich zuhause im Bett.� Vorsichtig nippe ich an meinem Tee und schaue aus dem Fenster. �Och, ne! Jetzt f�ngt es auch noch an zu regnen. Ach, Inge warum immer ich?� fragte ich verzweifelnd. �Genau heute muss ich soweit bis zu meinem Parkplatz laufen.�

�Angie, wei�t du was du n�chste Woche machst?� Inge guckte mich verhei�ungsvoll an. �Du nimmst erst mal eine Woche Urlaub und spannst dich aus. Das ist ja nicht mehr mit anzuh�ren. Ich kann deine schlechte Laune nicht mehr jeden Tag ertragen.� Gequ�lt l�chelte ich Inge an. �Und dann l�sst du es dir mal richtig gut gehen, ausschlafen, faulenzen, vielleicht kommst du auch mal dazu, dass Buch zu lesen was du dir gekauft hast.� �Ja, Inge, irgendwie hast du ja recht, aber ich kann doch jetzt nicht einfach freimachen. Du wei�t doch das Dieter nach Pr�sentationen immer gerne Nachbearbeitungen vornehmen m�chte. >>Von wegen was k�nnte man das n�chste mal besser machen. <<� Ich zog eine Grimasse und affte meinen Chef nach. �Dieter, Dieter. Vergiss den doch mal. Du hast in letzter Zeit mehr als genug gearbeitet. Du hast dir dein Urlaub verdient. So, Schluss, aus, basta du nimmst Urlaub und danach m�chte ich gerne wieder eine ausgeglichene Arbeitskollegin vorfinden.� �Ach so ist das also Inge, du willst mich loswerden, gib es schon zu.� Augenzwinkernd nahm ich den letzten Schluck Tee. �Ich mein, die Idee ist verlockend, aber wenn ich mich l�nger als zwei Tage alleine in meiner Wohnung aufhalte, dann f�llt mir die Decke auf den Kopf.� �Dann flieg doch mit meiner Tochter in die USA, du brauchst nur den Flug zu buchen, ein Bett ist immer frei.� machte Inge den Vorschlag. �Witzig Inge, einfach mal so mit deiner Tochter, die ich bisher nur ein einziges mal gesehen habe in die Staaten fliegen. Das ich nicht lache.� �Wieso nicht, sie wird sich bestimmt freuen, das sie nicht alleine fliegen muss.� �Meinst du das wirklich ernst, Inge? Ich dachte du nimmst mich auf den Arm?� �Nein, das mein ich im Ernst. Warte mal, ich schreib dir mal die Handy Nummer von Manuela auf, dann kannst du dich mit ihr in Verbindung setzten.�

W�hrend Inge in ihrem Schreibtisch nach einem Block suchte kam mir die Idee mit dem USA Trip gar nicht mehr so schlecht vor. Manuela ist etwa in meinem Alter und als wir uns mal getroffen haben, konnte ich mich sehr gut mit ihr unterhalten. Inge hatte ja schon mal davon gesprochen, dass sie und ihr Mann sich letztes Jahr ein Ferienhaus in Orlando gekauft haben.

�Ich m�chte aber nicht umsonst bei euch wohnen. Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.� machte ich mir sorgen.�Ach, Sch�tzchen, das lass mal meine Sorge sein. Ihr braucht da hinten sowieso nur f�r Fressalien zu sorgen, und wer die kauft, da kannst du dich noch mit Manu rumschlagen.� Inge dr�ckte mir den Zettel mit der Telefonnummer in die Hand. �Das ist wirklich so was von lieb von dir, Inge. Du bist echt meine Retterin in der Not.�

Als die Sache mit dem Urlaub dann mit Dieter widerwillig gekl�rt war (habe sogar zwei Wochen frei bekommen) rief ich Manuela an, die sich unsagbar �ber die Idee von ihrer Mutter freute. Wir verabredeten uns gleich f�r den n�chsten Tag um alles weitere genau zu kl�ren. Gegen halb sechs verlie� ich dann erst das B�ro. Nachdem ich doch noch jemanden in der ADV Abteilung erreicht hatte lief ich durch die nasse Stadt. Es regnete nicht, es goss wie aus K�beln. Endlich erreichte ich nach einem ewigen Dauerlauf mein Auto. Plitschna� lie� ich mich auf den Sitz fallen, fuhr los und schaltete das Radio ein. ...there�s nothing at all...ach, dieses Lied kannte ich doch und drehte den Regler lauter. Wie hie� noch gleich die Band, �O-Town� gab mir der Radiomoderator zur Antwort. Achja, schon mal geh�rt. Endlich bog ich in meine Stra�e ein. Was freute ich mich jetzt auf eine hei�e Dusche. Das Herbstwetter bringt mich noch um. Da fiel mir wieder mein geplanter Urlaub nach Orlando ein. Was hatte ich f�r ein Gl�ck, Sonne, Strand, Meer und vielleicht auch ein paar nette M�nner, mit denen man die schw�len Abende verbringen konnte. Grinsend in meinem Tr�umen vertieft stieg ich aus und rannte zur Wohnungst�r.

Seit einem Jahr war ich nun Single. Und egal wo ich auch einen Typen kennenlernte, stellte sich zum Schluss wieder raus, dass es nicht der richtige war. Oder stellte ich zu Hohe Anspr�che? Schulternzuckend ging ich durch ins Bad, fing an mich auszuziehen und betrachtete mich dabei im Spiegel. �Uhh, ich glaube ich muss mich die Woche noch auf Di�t setzten, wenn ich im Urlaub in meinen Bikini passen m�chte.� Ich stellte die Dusche an und stellte mich unter die wohlig warme Wassermasse. Ein leises st�hnen entfuhr mir, als der Strahl meinen verspannten Nacken traf. Ja, ich glaube ein Urlaub ist wirklich das beste was mir jetzt passieren kann.

An diesem Abend machte ich es mir auf der Couch vor dem Fernseher gem�tlich. Warm eingepackt in meinem flauschigen Schlafanzug und einer Decke rief ich meine Freundin Andrea an um ihr von meinem baldigen Trip zu erz�hlen und bat sie ab und zu in meiner Wohnung nach dem rechten zu sehen. Auf sie kann man wirklich immer z�hlen. Ein bisschen neidisch w�nschte sie mir noch viel Spa�=20 und wir verabredeten uns f�rs Wochenende um f�r den Urlaub noch mal gr�ndlich shoppen zu gehen und um ihr den Ersatzschl�ssel f�r meine Wohnung zu geben.

Meine Wohnung war nicht sehr gro�. Ca. 48 m2 aber sie geh�rte mir und ich f�hlte mich wohl. Ich hatte nicht viel Geld als ich zuhause ausgezogen bin, aber bei �Ikea� kann man wirklich g�nstige Schn�ppchen machen. Es ist nicht so, dass ich mich nicht mit meinen Eltern verstanden habe, aber ich brauchte meine Freiheit und heute k�nnte ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Mir graut es vor dem Gedanken, dass ich meine Freiheit irgendwann mit jemanden teilen muss. Das wirkt irgendwie so erdr�ckend auf mich.

Nachdem das Fernsehprogramm auch nichts mehr gescheites lieferte, schaltete ich zum letzten mal durch und blieb bei MTV h�ngen. Eine Reportage �ber eine Boyband lief dort. Ach, das waren O-Town. M�de erinnerte ich mich an das Lied im Radio auf meinem Nachhauseweg. Es handelte sich also �ber eine gecastete Band, �hnlich wie bei uns in Deutschland die No Angels. Eigentlich hielt ich ja nicht viel von Boybands, aber diese Jungs sahen nicht nur gut aus, sondern sie konnten auch verdammt gut singen und tanzen. Vor allem einer von den f�nf hatte es mir angetan. In seinen braunen Augen konnte man sich glatt verlieren und der Body lud zu mehr eine als nur angesehen zu werden. �Trevor� sagte ich laut vor mich hin, als MTV bei einem Statement von dem Bandmitglied den Namen einblendete. Gespannt hing ich an seinen Lippen und konnte den Blick nicht mehr von ihm wenden. �Mein Gott, jetzt f�hrst du dich schon auf wie ein Teenager� brabbelte ich vor mich hin, schaltete den Fernseher aus und ging zu Bett. Aber irgendwie konnte ich an diesem Abend nicht einschlafen. Mir gingen diese verdammten Augen nicht aus dem Kopf.

Die Woche bis zur Abreise verging ziemlich schnell. Als die Pr�sentation erfolgreich abgeschlossen war lie� mich Dieter dann auch guten Gewissens in den Urlaub starten. Ich bedankte mich noch tausend mal bei Inge, f�r den Urlaub. �Das ist wirklich super von dir, das ich f�r lau bei dir in dem Ferienhaus wohnen kann.� �Angie, mach dir ein paar sch�ne Tage zusammen mit Manu, und ich bin zufrieden.� Wir umarmten uns noch mal und ich lief mal wieder im str�menden Regen zum Auto. Mit Manuela war alles gekl�rt, sie freute sich wirklich das ich mitkomme und als wir uns in dem Caf� trafen und uns super verstanden, freute ich mich nun auch endg�ltig auf den Urlaub.

Auf der Shoppingtour mit Andrea ergatterte ich trotz der Jahreszeit noch ein paar sch�ne Sommermodenschn�ppchen. Zuhause war auch alles abgekl�rt, jetzt kann es losgehen.

P�nktlich um sieben Uhr in der Fr�he holte mich Manuela ab. Wir hatten vor, den Wagen an einem bewachten Parkplatz am Flughafen abzustellen. Nach gut einer Stunde kamen wir in D�sseldorf an. Doch in dem Geb�ude �berkam uns der Schock. Eine riesige Menschenschlange, genau an dem Schalter, wo wir einchecken mussten. �Das f�ngt ja schon gut an� meckerte Manu. Ich nickte ihr nur zustimmend zu. So fr�h am Morgen war ich noch zu m�de um sarkastische Bemerkungen loszuwerden. Schleppend qu�lten wir uns mit unseren schweren Koffern zum Ende der Schlange. Uns blieb ja auch nichts anderes �brig. Netter weise gesellten sich direkt hinter uns eine paar schnuckelige Boys dazu. �Hey, fliegt ihr etwa auch nach Orlando?� Ein blonder Typ l�chelte uns mit seinem breitestem Grinsen an. �Ne, wir sind nur hier, weil es statistisch erwiesen ist, das Deutsche nicht an einer Schlange vorbeigehen k�nnen, ohne sich anzustellen� maulte Manu. Der Typ guckte uns verdattert an. Ich stie� Manu in die Seite und funkelte sie mit meinen bossartigsten Blick an den ich zur Zeit aufbringen konnte. Schnell drehte ich mich wieder zu dem Typ um und kramte mein charmantestes L�cheln hervor das ich an diesem Morgen finden konnte. �Sorry, ich glaube meiner Freundin bekommt der Flughafenstress nicht.� Eigentlich brauchte ich mich gar nicht anstrengen nett zu sein. Bei diesem Anblick in diese wundersch�nen Augen und... >>Schluss damit, befahl ich mir selbst. << �Schon okay. Entschuldigung angenommen. Ich hei�e �brigens Tom. Vielleicht sehen wir uns ja mal in Orlando!?� Er beugte sich zu mir r�ber und fl�sterte mir ins Ohr: �Vielleicht auch ohne deinen Wachhund?� und deutete auf Manu. Als er mir ins Ohr fl�sterte und ich seinen Atem im Nacken sp�ren konnte, bekam ich sofort eine G�nsehaut. Aber mehr als ein L�cheln bekam ich nicht hervor. Tom drehte sich auch schon wieder zu seinen Kollegen um. Und ich funkelte Manu noch einmal strafend an. �Was ist?� fuhr sie mich an. Dann fing sie an zu grinsen. �Noch nicht mal Deutschen Boden verlassen und du schmei�t dich den n�chst besten Typen an den Hals.� Entr�stet wollte ich protestieren, doch dazu kam ich nicht mehr, denn wir waren endlich am Gep�ckschalter angekommen. Gl�ck f�r Manu.

Nach kurzer Zeit sa�en wir auch schon im Flieger. F�r mich verging die Zeit so schnell, weil ich nur noch Augen f�r Tom hatte, wie es Manu zu sagen pflegte. Leider sa� er im Flieger zu weit weg, als das ich mit ihm h�tte flirten k�nnen. Aber egal. Der Urlaub hatte ja gerade erst begonnen. Endlich machte der Pilot sich auf den Weg zur Startbahn. Das beste am Flug �berhaupt war der Start und die Landung. Doch Manu war da anderer Meinung und vergrub ihre Fingern�gel in der Lehne.

�Sag mal, fing ich seelenruhig an zu quatschen, erz�hl mir doch mal ein bisschen von dem Haus, ja!� Manu guckte mich wie ein Auto an, nach dem Motto, wie kann ich sie nur bei ihrer meditationsgleichen Trance als Abwehr gegen�ber der Angst dass das Flugzeug gleich abst�rzen k�nnte st�ren? �Runter kommen sie alle.� Zwinkerte ich ihr zu und erntete einen b�sen Blick. �Nun ja, begann sie. Das Haus ist ziemlich gro�. Es hat drei Schlafzimmer, eine K�che, ein sehr gro�es Wohnzimmer, mit so einer Riesencouch, wei�t du.� Manus Augen fingen an zu leuchten und das Flugzeug war vergessen. Zufrieden lehnte ich mich zur�ck in den Sitz und h�rte weiter zu. �Tja, zwei Badezimmer, einen kleinen Garten, nunja, das Haus liegt direkt am Strand, da hat man Platz genug. Und wir haben einen Pool.� Triumphierend sah sie mich an. �Wow, ihr habt ehrlich einen Pool? Das ist ja geil. Da freu ich mich doch glatt schon auf die Poolpartys.� �Partys?� fragte Manu. �Na klar, schlie�lich haben wir ja Urlaub. Was werden wir denn sonst noch so machen au�er Faulenzen und Boys anmachen?� Ich grinste bis �ber beide Ohren. Seit wir im Flieger sa�en hatte ich nur noch gute Laune. Nichts und niemand konnte mir diese verderben.

Nachdem wir unsere Pl�ne f�r unsere Zeit in Orlando ausf�hrlich durchdacht haben gab es auch schon Mittagessen. Nachdem wir das dann auch �berstanden hatten, merkte ich wie ein kleiner Hauch von M�digkeit mich umgab und musste g�hnen. Eigentlich wollte ich den Film der w�hrend des Fluges gezeigt wurde gucken, aber Mutter Natur war st�rker und mir fielen die Augen zu. >>Merkw�rdig<<, dachte ich als ich wieder aufwachte, nach dem Manu mich angestubst hatte um mir zu sagen das ich mich wieder anschnallen sollte. >>Dieser Tom vom Flughafen hatte doch blaue Augen. Wieso habe ich von diesen megageilen braunen Augen getr�umt? << Fragen �ber fragen wirrten in meinem Kopf hin und her. Aber es blieb mir nicht viel Zeit um dar�ber nachzudenken, denn das Flugzeug setzte zur Landung an und ich musste mir was einfallen lassen um Manu wieder abzulenken.

�Wow, wir sind wirklich in Amerika.� Als wir im Flughafen nach dem Gep�ckband suchten war es als w�rde ich erst jetzt realisieren das ich mit dem Flugzeug wirklich woanders gelandet bin und dort sogar die Sonne scheint und nicht regnet, so wie zuhause. �Cool.� Waren meine letzten Worte bevor wir das Gep�ckband endlich erreichten.

Die Abwicklung am Flughafen ging ziemlich rasch und auch ein Taxi war schnell gefunden, dass uns sicher und schnell zu unserem Haus bringen sollte. �Puh, endlich da!� Manu hievte die Koffer bis zur T�r und schloss die auf. Die Umgebung war wirklich sehr sch�n. Das Haus lag so wie Manu es erz�hlt hatte direkt am Strand. Es waren nicht sehr viele Touristen zu sehen. Aber wir waren ja auch nicht in der Hauptsaison unterwegs. Die zwei Wochen versprechen wirklich sch�n zu werden.

�Willst du da Wurzeln schlagen oder soll ich etwa deinen Koffer reintragen?� Manu riss mich aus meinen Gedanken. �Ne, ne. Ich komme ja schon.!� Mit einem ruck hob ich den Koffer an. Ja, ja. So ist das Leben als Frau nun mal. Wahrscheinlich hatte ich mal wieder den halben Kleiderschrank eingepackt, und mehr als die H�lfte nehme wieder ungetragen mit nach Hause.

�Das sieht aber nett aus hier.� Ich stand neben Manu direkt im riesigen Wohnzimmer. �Ja, ich hab nicht zuviel versprochen, oder?� l�chelte sie. �Komm, ich zeig dir wo du schlafen kannst.� Wir gingen ein Stockwerk nach oben und bogen direkt rechts in ein Zimmer ein. �So, schon angekommen. Am besten wir packen erst mal in Ruhe aus und machen uns ein bisschen frisch, mh?� �Das ist eine gute Idee, Manu. Der Flug hat mich doch mehr geschlaucht als ich dachte. Was h�ltst du davon wenn wir heute Abend etwas essen gehen? Der K�hlschrank ist doch bestimmt leer, oder?� Just in diesem Moment knurrte mein Magen. Wir guckten uns beide an und mussten anfangen zu lachen. �Sch�n, das du mitgekommen bist, Angie.� Eine kurze Umarmung und Manu war auf dem Weg in ihr Zimmer.

Ersch�pft setzte ich mich auf das Bett und lie� meinen Blick umherschweifen. Das Zimmer war sehr hell, fast alle M�bel und Gardinen waren in beige gehalten. Ich h�rte wie ein Auto vorfuhr und danach wie einige M�nner sich lautstark unterhielten. Das Wort �Holiday� war deutlich aus dem Gegr�le rauszuh�ren. >>Vielleicht auch Touristen, die hier Urlaub machten<< dachte ich mir. Doch ohne noch einen Gedanken an die Nachbarn zu verschwenden stand ich wieder auf und fing an meine Sachen auszupacken. Mein blaues Kleid mit den wei�en Bl�ten lie� ich drau�en liegen. Nach kurzem suchen landete auch die wei�e Strickjacke auf den Haufen. Beides wollte ich heute Abend zum Essen tragen. Jetzt war es noch sehr warm, aber f�r auf den R�ckweg war die Strickjacke sicher von N�ten. Das Badezimmer war gleich gegen�ber. Wie Manu erw�hnte gab es ja zwei davon und so kamen wir uns nicht in die Quere.

Um halb sechs kam ich frisch geduscht und ein bisschen erholt ins Wohnzimmer., Konnte mir ein kurzes Nickerchen doch nicht verkneifen, auch wenn man das wegen dem Jetlag nicht machen sollte. �Und wohin soll�s gehen?� fragte ich Manu. �Ins New Orleans, das ist nicht weit von hier und es schmeckt dort wirklich sehr gut.� �Okay, dann auf in den Kampf.�

Als wir das Haus verlie�en stand ein gro�er dunkler Van vor dem Nachbarhaus. �Ach, bestimmt die Touristennachbarn. Die konnte man ja heute mittag nicht �berh�ren.� Erz�hlte ich Manu. �Vielleicht ist ja zuf�lliger Weise dein Tom auch darunter?� �Ha, ha, sehr witzig Manu.�

Das Essen im New Orleans war wirklich gut. Zum Schluss haben wir noch auf unseren Urlaub angesto�en und beschlossen die zwei Wochen mit allen Sinnen zu genie�en. Wie sich bei unseren Gespr�chen herausstellte hatte war Manu zur Zeit auch nicht vergeben. Eigentlich war mir das auch lieber. Ich kannte diese Art von Frauen, die einem nach zwei Tagen die Ohren vollheulten, weil sie ihren Schatzi ja sooo vermissen. Au�erdem konnten wir beide so auch besser auf �M�nnerjagd� gehen.

Als wir das Restaurant verlie�en, war es schon d�mmerig drau�en. Aber der Weg war ja nicht weit und so kamen wir schnell wieder zuhause an. Im Nachbarhaus brannte kein Licht mehr. Also entweder war niemand da oder alle waren schon zu Bett gegangen. Hoffentlich nicht, dachte ich, hinterher beschweren die sich noch wenn wir Besuch bekommen und zu laut sind.

Manu und ich hielten uns nicht mehr lange auf und gingen z�gig zu Bett. Es war sehr still im Haus und ich konnte trotz der M�digkeit nicht einschlafen. Ich f�hlte mich einsam. Wie so oft in den kalten N�chten. Dann w�nschte ich mir, dass jemand neben mir liegt, der mich vor den Schatten der Nacht besch�tzt. Lautlos drehte ich mich zur Seite. Eine kleine Tr�ne suchte ihren weg �ber meine Wange als ich endlich einschlief.

 

zur�ck

Gr��e etc.: Das ist meine erste Fanfic, hoffe sie gef�llt euch. Bin immer f�r Kritik und Anregungen offen. Viel Spa� beim lesen !!
 
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