Autor: Nenja

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Kategorie: Erik

Anmerkung: Das ist meine erste Fic und ich w�rde mich sehr �ber FB freuen. =) Ich

                       hoffe sie gef�llt euch!!!

 

 

                              

 

                                             Spanish Eyes

 

The very first time

That I saw you brown eyes

Your lips said Hello and I said Hi

I knew right then you were the one

I was caught up in physical attraction

But to my satisfaction

Baby you were more than just a friend

 

Ich liege im Garten, lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen und tr�ume vor mich hin. Ich liebe Californien. Wo kann man sonst im November auf dem Rasen in der Sonne liegen ?? Ich bin vor ca. 6 Monaten von Argentinien hierher nach Redding, CA zu meiner Tante Paula und ihrem Mann Ronald gezogen. Sie sind beide ziemlich cool und mit meinem Cousin Ashley versteh ich mich auch super. Au�erdem waren sie die einzigsten, die mich nach dem Tod meiner Eltern vor ungef�hr einem Jahr unterst�tz haben. Meine Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als sie von einem Wochenendtrip nach Hause gefahren sind. So ein betrunkener Idiot hatte ihnen damals die Vorfahrt genommen und ist ihnen voll in die Seite gerast. Mein Vater, der am Steuer sa�, war sofort tot und meine Mutter erlag einige Stunden sp�ter ihren Verletzungen im Krankenhaus ... Naja, das ist der Grund warum ich jetzt bei meiner Tante und ihrer Familie lebe. Sie haben mich danach aufgebaut und so langsam fange ich wirklich an ein wieder einigerma�en normales Leben zu f�hren.

 

"Moesha!" Ich merke, wie mir Tr�nen �ber's Gesicht laufen. So viel also zu dem normalen Leben. Ash kommt auf mich zugerannt. Er sieht wirklich cute aus. Fast jedes M�dchen an der Jackson High steht auf ihn und ich bin fast ein bisschen stolz, dass er mein Cousin ist !! =) Als Ash n�her kommt sieht er meine verheulten Augen und guckt schief. " Hey Mo, ist alles in Ordnung ? Denkst du wieder an deine Eltern ?" Ich versuche einigerma�en zu l�cheln, was mir sogar einigerma�en gelingt. " Ist schon okay, Blondie, was gibt's ?" Er guckt zwar noch etwas skeptisch, f�ngt dann aber an zu erz�hlen. " Also, ich bin grad was im Internet rumgesurft und da hab ich pl�tzlich diesen Aufruf gesehen. Lou Pearlman, dieser Boygroup - Manager sucht Typen f�r �ne neue Band ! Ich mein einerseits wollte ich ja eigentlich Schauspieler werden, aber ich mein, Mo, wenn ich die Chance bekommen w�rde, S�nger zu werden ... !!" Wenn ich diese begeisterten stahl - blauen Augen sehe, kann ich irgendwie verstehen, warum alle auf ihn stehen. Hey, ihr braucht nicht denken, ich w�r verknallt, ER IST MEIN COUSIN !! " Mo ?? Was h�lst du davon ?" "Naja, du in �ner Boygroup ? Singen die da nicht alle Voll - Playback und hopsen bl�de in der Gegend rum ?" Ash guckt entt�uscht und ich merke, dass es ihm damit echt ernst ist. "Hey Blondie, guck nicht so !! Immerhin ist es �ne Chance und wenn du meinst, dass du das willst, dann probier's aus !" Sein Gesicht hellte sich wieder auf. " Meinst du wirklich, ich soll das machen ?" "Klar, sonst w�rd ich's nicht sagen, oder ?!" "Cool! Aber, ... Mo? Da ist noch was! Die einzigste Audition hier in der N�he ist in Las Vegas, das Geld h�tte ich zwar, aber ich will da nicht alleine hin !" Ich st�hne auf. " Wieso ausgerechnet ich ? Wieso fragst du nicht Melanie, sie ist schlie�lich deine Freundin ! Oder jemand von deinen andren Freunden ??" 

Melanie und Ash sind seit ca. 1 1/2 Jahren zusammen und sie ist, seit ich hergezogen bin, eine meiner besten Freundinnen. Die beiden sind ein voll s��es Paar und ich glaub, dass ihre Beziehung ewig halten wird ! " Naja, ich hab Mel noch nichts davon erz�hlt und das will ich eigentlich auch noch nicht. Du wei�t doch das sie ziemlich wenig von diesem Lou Pearlman h�lt ... und na ja, den anderen will ich noch nichts sagen, bevor ich wei�, ob ich �berhaupt Talent hab !" Oh Mann, er wei� sehr wohl, dass er Talent hat, er hat die Stimme eines Engels, aber macht mal wieder einen auf bescheiden. Er sieht mich fragend an. " Jaja, okay ich ja schon mit ! Und wann soll die Audition genau statt finden ?" " �hm, ... Morgen ?!" Ich rolle mit den Augen. " Ashley Ward Parker Angel !! Du schuldest mir was, Mann !" Er grinst, gibt mir �n Kuss auf die Wange und rennt ins Haus.

Ich glaub der Kerl ist das bekloppteste was mir je �ber den Weg gelaufen ist! Und mit dem soll ich auch noch verwandt sein. Ts ts ts, ne echt nicht! Der wurde vertauscht. =)

Nach dem ich noch etwas im Garten rumged�st hatte, rappelte ich mich auf, um mit dem Packen anzufangen. Denn schlie�lich braucht man ja auch n paar Klamotten, wenn man nach Las Vegas fliegt. Vor allem ist das ja n Boygroup - Casting. Wenn da nicht mal n paar Typen rumrennen, die meinen Anspr�chen gen�gen (Gott, bin ich �berheblich), wo sonst ?!

 

Als am n�chsten Morgen mein Wecker klingelte, war ich nah dran ihn durch das (geschlossene) Fenster zu ballern. Was mir mein ach so s��er Cousin n�mlich noch verschwiegen hatte war, das der Flug nach Vegas schon um halb acht Uhr morgens ging. Ratet mal wie meine Laune war, als wir nach ner halben Stunde Autobahn am Flughafen ankamen !! Die besserte sich erst, als wir nach 2 Stunden Flug endlich in Las Vegas landeten. Ich hab ja schon viel in meinem Leben gesehen, aber die ganzen bunten Casinos und Hotels hauten mich echt um.

 

Die Audition fand im Hard Rock Caf� statt, das im Vergleich zu den anderen bunten Restaurants, ziemlich schlicht aussah. Als Ash und ich aus dem Taxi stiegen, wartete schon eine Riesenmenge an gut - oder (leider zum gr��ten Teil) an weniger gutaussehenden Typen  vor dem Caf�. Wie ich erwartet hatte, konnten die meisten Boys auf der Audition nicht wirklich viel mehr, als nur bl�de rumhopsen. Allerdings gab es einige wenige, deren Stimme wirklich unter die Haut ging. Dazu geh�rte auch mein Cousin Ashley.

Zwar hatte ich ihn schon mal besser singen geh�rt, aber hey, er war schlie�lich nerv�s. Anscheinend reichte seine Leistung der Jury aber, denn er wurde unter die besten 25 gew�hlt und somit nach Orlando, Florida eingeladen. Ashley wollte zwar, dass ich auch mitflog, aber ich streikte. Daher nahm ich noch am selben Abend den Flieger zur�ck nach Redding.

 

Als ich die T�r vom Haus der Angels aufschloss, h�rte ich, wie Ronald und Paula diskutierten. Ich blieb stehen, um zu lauschen ( jaja, ich wei�, man soll nicht lauschen, aber ich bin halt neugierig !! ) "Paula, ich wei�, dass er Talent hat, aber muss er wirklich in so eine Band gehen ? Ich will nicht, dass ihm dasselbe passiert wie mir !"

"Ron, ich versteh dich ja, aber du musst Vertrauen in deinen Sohn haben. Au�erdem steht doch noch gar nichts fest, er ist doch erst unter den letzten 25. Vielleicht klappt es ja gar nicht und er hat seine Erfahrungen gemacht!"

"Mach dir nichts vor, du wei�t genauso gut wie ich, dass er es schaffen wird!"

Wo er Recht hat, hat er Recht ! Ich glaube auch fest daran, dass er es schaffen wird, sonst w�r dieser Pearlman echt zu bl�d. Ich nehm meine Reistetasche wieder in die Hand und gehe leise die Treppen hoch. In meinem Zimmer schnappe ich mir sofort das Telefon, w�hle Melanies Nummer und werf mich auf's Bett.

"Hallo?"

"Hey Mel, ich bin's Moesha! Ich rufe in Ash's Auftrag an."

"Oh zum Gl�ck rufst du endlich an! Ich hab schon den ganzen Tag versucht euch zu erreichen! Paula hat irgendwas von nem Casting gefaselt und das Ash jetzt in Orlando ist!!"

Ich atme tief durch und fange an, ihr die ganze Story zu erz�hlen. Irgendwie tut sie mir ja ein bisschen leid, ich wei� auch nicht, wie ich reagieren w�rde, wenn mein Boyfriend pl�tzlich weg w�r um ein Star zu werden! Zum Gl�ck blieb sie eigentlich ganz locker und meinte:

"Ich wusste, dass es irgendwann passieren w�rde. Er verdient es mehr als jeder andere!"

Ich konnte in ihrer Stimme eine leise Spur von Entt�uschung h�ren, aber dann erklang wieder ihr fr�hliches Lachen.

"Meinst du, ihm werden dann auch bald so kleine, kreischende Teenies hinterher rennen, sowie BSB oder N SYNC ?"

Ich stimmte in ihr Lachen ein.

"Klar und dann wirst du die gl�ckliche sein, die den anderen die Zunge rausstrecken kann, denn Ash geh�rt schlie�lich dir!"

Wir quatschten noch ne ganze Weile �ber Ash, den Traum aller schlaflosen Teenie - N�chte, und verabredeten uns dann noch zu einem Eis in unserem Lieblingscaf�. Ein weiterer Vorteil in Californien : man kann immer Eis essen gehen. Hjam, hjam.

 

Nachdem Mel und ich gen�sslich unser Eis gel�ffelt hatten, schlenderten wir noch ein wenig durch den Park. Pl�tzlich tauchten hinter uns einige Typen auf, die anscheinend schon einiges getrunken hatten. Ich hasse Alkohol und vor allem irgendwelche M�chtegern - Gangster, die sich grundlos besaufen. Wenn es solche behinderten Idioten nicht g�be, w�rden meine Eltern vielleicht noch leben und ich w�r noch in Argentinien, aber das ist wieder ne andere Story.

Die Typen kamen immer n�her und p�belten alle Leute an. Ich ahnte, was jetzt kommen w�rde.

"Hey, du kleine Latino - Schnecke davorne, beweg mal deinen s��en braunen Arsch hierher." Ich hasse es. "Wie viel macht das denn die Stunde? Kriegen wir auch Gruppenrabatt?"

Ich wollte mich zur�ck halten, aber nach dem Spruch kochte ich vor Wut. Ich drehte mich um, stellte mich vor einen der Typen und rammte ihm mein Knie in sein bestes St�ck. Er jaulte vor Schmerz und die anderen grinsten bl�d.

"Wollt ihr auch mal ??" fragte ich zornig, doch Mel hielt mich zur�ck und zog mich weiter.

"Lass dich doch von solchen Idioten nicht anpissen, die sind doch nicht mal die Luft wert, die sie einatmen d�rfen!"

"Ja aber es kotzt mich an, dass solche hirnkranken Spinner meinen, nur weil ich aus S�damerika komme, w�r ich nur zum ficken gut!!!" knurre ich.

"Hey, reg dich ab S��e, ich finds ja auch schei�e, aber es kann ja nicht jeder die Intelligenz mit L�ffeln gefressen haben, so wie wir!"

Ich musste unweigerlich grinsen, wenn mein Schnucki was kann, dann ist es mich zum Lachen zu bringen. Das soll nat�rlich nicht hei�en, dass sie sonst nix kann. =)

 

Es waren jetzt schon 3 Tage vergangen, seit Ash nach Orlando eingeladen wurde und er hatte sich noch kein mal, weder bei mir noch bei Mel, gemeldet. Als ich gerade anfangen wollte, mir Sorgen zu machen, klingelte mein Phone.

"Hey Mo, it's me!"

"Hey Ash, wo bist du? Was ist jetzt mit dem Casting?? Und �berhaupt : wieso meldest du dich erst jetzt?"

"Hey, mach mal langsam! Also, erstens : Ich bin noch in Orlando. Zweitens: ich bin hier beim Casting bis unter die letzten acht gekommen und drittens hab ich mich noch nicht gemeldet, weil die Audition bis grade ging und wir den jeden Tag Tanz - & Gesangstraining hatten!!"

H�?! Bei ner Audition Tanz - & Gesangstraining??

"Und was hei�t das jetzt mit den letzten acht? Wollen die sich langsam mal entscheiden, wer jetzt in der Band ist, oder nicht? Das ist doch nicht normal oder?" Ich h�rte ihn loslachen.

"Moesha? Hier ist einiges nicht normal." H�?!

"Na ja, also die Auditions waren alle f�r ne TV - Show : "Making the Band". Deshalb wurden auch erst die besten 25 und jetzt die besten 8 gew�hlt. Na ja und wir 8 werden jetzt in ein Haus in Orlando einziehen, wo wir gefilmt werden und dann wieder Gesangs - & Tanztraining bekommen. Dann werden die besten 5 gew�hlt und die arbeiten dann als Band weiter."

Schock!! Wenn ich das jetzt richtig mitbekommen hab, wird MEIN Cousin erstmal Fernsehstar und wenn er dann noch n bisschen Gl�ck hat, wird er Popstar. Na super!

"Mo?"

"Jaja, bin noch da! DAS IST WAHNSINN!!! Wei�t du das?"

Ich freu mich wirklich f�r ihn, Ashley hat es mehr verdient als jeder andere!

 

In einer Woche vor Weihnachten traf ich mich mit Mel vorm Einkaufszentrum. Seit Ash in Orlando lebt, geht es ihr von Tag zu Tag schlechter und irgendwie hatte sie sogar ein St�ck von ihrer Fr�hlichkeit verloren. Ich wusste es, auch wenn sie nie dar�ber sprach und versuchte wie immer zu wirken. Glaubt mir, das gelang ihr nicht! =)

"Hey Mo, hast du ne Idee, was ich Ash zu Weihnachten schenken k�nnte? Irgendwie f�llt mir dieses Jahr voll nichts ein!" riss mich mein Schnucki aus meinen Gedanken.

"Schenk ihm was von Superman, das macht ihn happy!" grinste ich. Sie verzog das Gesicht zu einer Grimasse und wir starteten unsere Einkaufstour.

Nach 5 geschlagenen Stunden brachen wir, wie zuf�llig, in einer Eisdiele unter unseren ganzen Einkaufst�ten zusammen. Wir bestellten beiden einen Riesenbecher Eis und lehnten uns gem�tlich zur�ck.

"Mo?" brach Mel schlie�lich das Schweigen. "Kann ich dir was erz�hlen?"

"Klar, S��e! Was ist denn los?" Was f�r ne bl�de Frage Moesha, denk doch mal nach! Aber mein Schnucki nahm's mir nicht �bel.

"Na ja, wie du vielleicht gemerkt hast, geht's mir im Moment nicht so gut..." Eine Tr�ne floss �ber ihre Wange. "Ich vermisse Ash wahnsinnig. Und irgendwie streiten wir uns st�ndig, wenn wir telefonieren. Er hat sich einfach total ver�ndert und ich ... ich hab das Gef�hl, ich kenne ihn �berhaupt nicht mehr. Au�erdem ... na ja ... in Orlando gibt's bestimmt auch h�bsche Girls..."

Eine weitere Tr�ne bahnte sich den Weg �ber ihr Gesicht. Ich nahm sie in den Arm und wollte irgendwas Tr�stendes sagen, aber was soll man darauf sagen?

"Hey S��e, das tut mir so leid f�r dich. Aber Ash kommt doch in einer Woche nach Hause, meinst du nicht, dann renkt sich alles wieder ein?" Als Antwort bekam ich ein leises Schluchzen und ich knuddelte sie noch ein bisschen mehr.

 

Es war der 24. Dezember und ich stand mit einer aufgeregten Mel am Flughafen. Ash kam an dem Tag f�r 3 Tage nach Hause. Das nennen die Kerle in Orlando auch noch Urlaub. Egal, seit ich Mel's gl�ckliches Gesicht gesehen hatte, nachdem Ash aus der Maschine stieg, bin ich froh, dass er �berhaupt da war.

Wir hatten alle zusammen 3 voll coole Tage und Mel war einfach nur noch happy. Am Abend vor Ash's Abreise redeten wir noch bis 2.30 am bis Ash uns etwas vorschlug : "Hey, warum kommt ihr beide eigentlich nicht mit nach Orlando? Diese Woche werden die letzten 5 gew�hlt und ich h�tte euch echt gerne dabei!" Was soll ich sagen? Nat�rlich waren wir einverstanden. Mel, weil sie unbedingt bei Ash bleiben wollte und ich, weil ich die anderen 7 wirklich gerne kennen lernen wollte und auch ein bisschen, weil ich die Hoffnung auf meinen Traumboy immer noch nicht ganz aufgeben wollte! =)

 

Der Flug von Redding nach Orlando dauerte ewig, aber als wir endlich am Haus ankamen, war ich v�llig �berw�ltigt.  Das Haus sah schon von au�en total riesig aus, aber innen war alles noch 1000 - mal besser. Es war alles total sch�n eingerichtet, es hat mir einfach sofort gefallen.

Als ich gerade nach den anderen Boys Ausschau halten wollte ging die Haust�r auf und die restlichen 6 standen pl�tzlich im Wohnzimmer und veranstalteten erstmal ein riesiges Chaos. Mel und ich kamen uns ziemlich bl�de vor, denn die Boys fingen an, sich mit Handschlag und einer Umarmung zu begr��en und laberten alle durcheinander.

Pl�tzlich wurde ich von hinten angerempelt und sp�rte einen Koffer, der sich in meine Wade bohrte. Ich drehte mich um und wollte schon anfangen den "T�ter" anzumotzen, als ich in die sch�nsten Augen blickte, die ich je vorher gesehen hatte. Mir blieb mein �rger im Hals stecken und ich konnte den Typ nur noch anstarren.

Er l�chelte entschuldigend. "Sorry, war keine Absicht." W�r ja auch noch sch�ner! *lol* Mittlerweile waren auch die anderen auf uns aufmerksam geworden und fingen an zu grinsen.

"Hey Erik, du Tollpatsch! War ja klar, das dir wieder irgendwas passiert!" Okay, der Typ mit den geilen Augen hei�t also Erik.

Durch diese Aktion wurde wenigstens auch mein liebenswerter Cousin wieder netterweise auf uns aufmerksam. "Oh, euch beide h�tte ich schon fast vergessen!" H�TTE? Hey Blondie, wir stehen schon seit 10 Minuten bl�d in der Gegend rum!

"Also, das da links ist meine Cousine Moesha und daneben ist meine Freundin Melanie. Und das" wandte er sich an uns" sind Mike, Jacob, Trevor, Bryan, Paul und Erik, aber den kennt ihr ja schon."

Die Boys kamen auf uns zu und begr��ten uns auch endlich. How nice! Als Erik vor mir stand, grinste er schief. "Noch mal sorry wegen eben, ich hoffe du hast dir nicht wehgetan." Leider war meine Stimme pl�tzlich futsch als ich wieder in seine Augen blickte, also sch�ttelte ich nur den Kopf. Das musste als Antwort halt reichen.

"Hey, wo sollen wir eigentlich pennen?" fiel Mel pl�tzlich ein.

Stimmt, dar�ber hatte ich noch gar nicht nachgedacht.

"Also, wo Mel schl�ft ist ja wohl klar!" meinte Ash "aber wo soll Mo hin?" Er guckte fragend in die Runde. Na super Blondie, erst l�dst du uns nach Orlando ein und dann hast du noch nicht mal n Bett f�r mich? Na herrlich. Anscheinend muss ich wohl ziemlich angenervt geguckt haben, denn die anderen fingen an zu grinsen. "Also, von mir aus kann Mo bei uns pennen, in unsrem Zimmer steht doch noch die Schlafcouch." Schlug einer der Boys vor, ich glaub er hie� Mike. "Was meinst du Erik?" Erik nickte zustimmend und grinste mich schon wieder an. Wieso grinst der denn immer so bl�d? Na ja, aber s�� ist er schon. "Ist das okay f�r dich Mo?" riss mich Ashley aus meinen Gedanken. Ich konnte mal wieder nur dumm nicken. Also wenn mich die anderen nicht sp�testens jetzt f�r total gest�rt, oder aber stumm halten, dann wei� ich auch nicht. Ich soll mit zwei gutaussehenden Typen mit braunen Augen in einem Zimmer schlafen?? Wollen die mich umbringen? Vor allem dieser Erik ist echt cute. Der erinnert mich irgendwie voll an einen Teddy. Zumindest w�rde ich ihn auch am liebsten die ganze Zeit durchknuddeln! =) Ich glaub ich sollte aufh�ren ihn die ganze Zeit anzustarren, es wurde langsam auff�llig. "Dann werde ich mal auspacken gehen." Wow, mein erster Satz in diesem Haus. Mit diesen Worten dackelte ich Ash hinterher, der mir den Weg zu meinem neuen Domizil zeigte. Whow, ich dachte, ich w�re unordentlich, aber das Zimmer �bertraf alles. Nachdem ich mir den Weg zum Kleiderschrank freigeschaufelt hatte und meine Klamotten dort untergebracht hatte, ging ich wieder zur�ck ins Wohnzimmer. Die Boys sa�en auf der Couch und guckten ne DVD. "Dumm&D�mmer". Supi, ich hasse diesen Film. Da nur noch ein Platz neben Erik frei war, machte ich es mir da gem�tlich und fing an, ihn unauff�llig zu beobachten. Das war nicht sehr schwer, da die anderen den Film anscheinend um einiges besser fanden, als ich selbst. Gl�ck f�r mich. Mein Blick wanderte �ber seine gl�nzenden, schwarzen Haare runter zu seinem Babyface. Seine braune Schoko-Haut sah sooooo weich aus. *dahinschmelz* Anscheinend ist er wohl auch Latino, so wie ich. Hatte ich nicht vorher gesagt, dass ich in Orlando nach meinem Traumboy suchen wollte? Ich hatte ihn gerade gefunden! Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als es an der T�r klingelte. Erik und Jake sprangen wie von der Tarantel gestochen auf. Hab ich was verpasst? Ash musste wohl meinen verst�rten Blick gesehen haben. "Das sind Jen und Claire. Die sind so was wie Erik's und Jake's Groupies, aber eigentlich ganz nett." Da betraten die zwei Groupies auch schon das Zimmer. Erik hielt ein blondes Girl im Arm und Jake machte es sich mit dem anderen M�dchen auf einer der Couches (hei�t das so?) gem�tlich. Oh mein Gott, die wollen mir doch nicht ernsthaft erz�hlen, das Erik auf dieses Blondchen steht oder sogar mit der zusammen sein soll?!  Doch, anscheinend wollten sie das, denn Erik stand verliebt grinsend neben diesem Blondchen und gab ihr einen Kuss auf die Wange. In meinem Herz f�hlte ich einen schmerzhaften Stich. Das will ich nicht l�nger mit ansehen. Ich stand auf und versuchte m�glichst normal zu klingen. "Hey ich geh ins Bett, ich bin total m�de."

"Was jetzt schon?" fragte Erik erstaunt. Nat�rlich jetzt schon, oder denkst du ich guck mir weiter an, wie du mit dieser Schlampe rummachst?? Ich schluckte meinen �rger runter und nickte nur. Nach einem 8-stimmigen "Good Night" verzog ich mich in "mein" Zimmer. Warum m�ssen immer die Typen meine Traumboys sein, die auf so billige Blondchen wie Jen stehen?? War ja klar, das so n cuter Boy wie Erik nicht mehr solo ist. Nach ca. 1 Stunde Rumw�lzen auf dem Bett fiel ich in einen unruhigen Schlaf.

 

Am n�chsten Morgen wurde ich um 8.30am von Erik's und Mike's Wecker geweckt. Anscheinend ist Erik wohl ein Langschl�fer, denn ich bekam im Halbschlaf mit, wie sie Erik einen kalten Waschlappen ins Gesicht warfen um ihn aus dem Bett zu bekommen. Als um halb 10 endlich alle Boys aus dem Haus waren, stand ich langsam auf und schlurfte ins Badezimmer. Nachdem ich ausgiebig geduscht und mich angezogen hatte, ging ich runter in die K�che, wo Mel schon auf einem der St�hle sa� und Cornflakes mampfte. Ich schnappte mir auch ne Sch�ssel und pflanzte mich neben sie.

"Mo?"

"Hm?" schmatzte ich.

"Kann es sein, dass du auf Erik stehst?" Ich verschluckte mich an meinen Cornflakes und bekam erst mal n Hustanfall. Bin ich so leicht zu  durchschauen, oder war das gestern Abend so offensichtlich??

"Wieso sollte ich?" Ich versuchte gleichg�ltig zu klingen, aber Mel durchschaute mich sofort.

"Hey, mir brauchst du nichts vor machen. Ich hab gestern gesehen, wie du geguckt hast, als Erik mit dieser Jen in der T�r stand! Au�erdem kenn ich dich jetzt gut genug, um zu wissen, auf was f�r Boys du stehst!" Na super, also leugnen zwecklos.

"Ja ich find Erik ganz cute!" gab ich schlie�lich zu.

"Ganz cute?? Das ist doch wohl die Untertreibung des Jahrhunderts! Du starrst ihn schon mit solchen Stielaugen an, seit wir angekommen sind!"

Ich guckte entsetzt.

"War das so offensichtlich??"

Mel lachte. "Nein, don't worry. Mir ist es nur aufgefallen, weil ich mir schon dachte, das Erik dein Typ sein k�nnte und ich dich deshalb beobachtet hab!" Ich war erleichtert. Das  w�r ja schrecklich wenn alle jetzt schon �ber mich Bescheid w�ssten!

"Mel kannst du mir sagen was er an diesem Blondchen findet??"

Entsetzt sch�ttelte sie den Kopf.

"Ich hab auch keinen Peil. Ash meinte, dass das hier kaum jemand wirklich versteht. Diese Jen muss wohl ne ziemliche Zicke sein!"

Nachdem Mel und ich fertig gefr�hst�ckt hatten, packten wir unsere Sachen und gingen runter zum Strand. Ich wei�, dass es der 29.Dezember ist, aber hey, wir sind in Orlando und au�erdem ist das hier ne Fic! =) Wir lagen bis Nachmittags im Sand und lie�en uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Als wir gegen 4pm zum Haus zur�ckkehrten, waren die Boys auch schon wieder da und diskutierten �ber irgendwas, was wir nicht kapierten. Es ging um irgendeine Typen namens Ikaika, oder so�hnlich. Anscheinend war er das 8te Mitglied und machte irgendwelche Probleme, wie Ash uns sp�ter erkl�rte.

 

Abends beschlossen Ash und Mel ins Kino zu gehen und fragten mich, ob ich mitwollte. Lust h�tte ich schon gehabt, aber ich entschied mich doch f�r Homekino: Erik. =)

 Ich war gerade dabei es mir rechts neben Erik gem�tlich zu machen, als es an der T�r klingelte. Einige Sekunden sp�ter erkannte ich an der Stimme, das es wieder diese Jen war, die anscheinend irgendwas mit Erik bequatschen wollte. Irgendwie wurde ich neugierig und fragte Jake beil�ufig was los sei.

"Jake und Erik haben ein bisschen Stress. Sie will ne feste Beziehung, aber f�r ihn ist die Band im Moment am wichtigsten. Wieso interessiert dich das?"

"Ach nur so, rein informativ." Ich versuchte gleichg�ltig zu klingen, doch ich konnte Jacob ansehen, dass er mir das nicht ganz abkaufte. Zumindest fragte er aber nicht weiter nach.

Pl�tzlich ging die T�r auf und das Blondchen, Jen, st�rmte an uns vorbei in die K�che und fing an Erik zu beschimpfen.

"Dieser behinderte Idiot. Wie kann er mir nur so was antun?? Schei� Latino-Arsch!"

Ich fing an, innerlich zu kochen. Was bildete sich diese dumme Schlampe eigentlich ein?? Mir einem Seitenblick auf Jake merkte ich, dass er auch kurz vor dem Ausrasten war. Er sprang auf, rannte Jen hinterher und stellte sie zur Rede. Ich konnte nur leider nicht h�ren was er genau sagte, aber ich bekam mit, dass sie sich bei Erik entschuldigen sollte. Na dann, viel Spa� Blondchen, Erik freut sich bestimmt, wenn er h�rt, dass du was rassistisches gesagt hast! Leider bekam ich nicht mehr mit, was Erik dazu gesagt hatte, aber Jake erz�hlte mir sp�ter, dass Jen nicht mehr l�nger im Haus willkommen sein. Jipiee, die Konkurrenz war damit wohl auch futsch! =)

 

An diesem Abend gingen wir alle ziemlich fr�h ins Bett, doch ich konnte irgendwie nicht schlafen und w�lzte mich hin und her. Nach einiger Zeit stand ich auf und ging ins Wohnzimmer. Ich �ffnete leise die Terassent�r und trat nach drau�en in die lauwarme Nacht. Ein kurzer Blick auf meine Uhr verriet mir, dass es 2.30am war. Ich setze mich an den Rand des Pools und lie� die Beine im Wasser baumeln. Pl�tzlich h�rte ich ein Krachen im Haus und drehte mich erschrocken um.

Ich erschrak noch mehr als ich erkannte, wer da vor mir stand. Erik rieb sich m�de die Augen und bei seinem verpennten Anblick musste ich grinsen.

"Hey, was machst du denn hier drau�en?" fragte ich ihn schlie�lich.

"Ich konnte nicht pennen und als ich geh�rt hab, dass du aufgestanden bist, wollte ich dir ein bisschen Gesellschaft leisten." Er lie� sich neben mir auf den Boden plumpsen. Wir beobachteten eine Zeit lan schweigend den Sternenhimmel, bis ich schlie�lich das Schweigen brach.

"Was ist, oder war, eigentlich mit dir und dieser Jen?" Sorry, ich bin halt einfach zu neugierig.

"Wir hatten eine Art Beziehung, falls man das so nennen kann. Jen und ich kennen uns erst seit 2 Wochen. Sie wollte mehr, aber ich kann das im Moment nicht. Na ja, und nach dem Vorfall von heute abend ist sie f�r mich eh gestorben." Ich nickte stumm und schaute wieder in den Himmel. Pl�tzlich sah ich eine Sternschnuppe und in diesem Augenblick w�nschte ich mir nur, dass Erik irgendwann meine Gef�hle erwidern w�rde.Ich wei�, dass es dumm ist, das zu hoffen, weil er gerade erst eine Beziehung wegen seiner Karriere Schluss gemacht hatte, aber ich w�nschte mir nichts sehnlicher, als auch wieder geliebt zu werden. Wir sa�en noch einige Minuten nebeneinander am Pool und pl�tzlich musste ich wieder an meine Eltern denken. Ich brach mal wieder in Tr�nen aus, obwohl ich dachte, ich w�r schon einigerma�en dar�ber hinweg. (ich sag nur Heulphase, Mel *dg*)

Erik nahm mich in den Arm und tr�stete mich. Er wusste zwar nicht, was los war, aber er fragte auch nicht danach. In diesem Augenblick war ich einfach nur dankbar, dass er f�r mich da war und ich mich an seiner Schulter ausweinen durfte.

Nachdem ich mich wieder einigerma�en beruhigt hatte, brachte er mich behutsam wieder ins Bett und deckte mich zu. Er war einfach nur total lieb und s��. Ich nahm ihn in den Arm und fl�sterte "Danke!" Er gab mir einen Kuss auf die Stirn und ging auch Schlafen. Ich dreht mich um und war auch schon sofort eingeschlafen.

 

Am n�chsten Tag wachte ich erst um 1pm auf. Danach zogen Mel und ich los, um etwas f�r die Silvesterparty, zu der wir am n�chsten Tag eingeladen waren, zu finden. Nach 4 Stunden an- und wieder ausziehens, fuhren wir v�llig fertig zum Haus zur�ck.

Abends sa�en wir alle zusammen im Wohnzimmer und redeten �ber den n�chsten Tag, Silvester. Wir waren alle voll aufgeregt, schlie�lich w�rden wir auf Lou Pearlman's Party mit tausenden Celebrities feiern und au�erdem w�rde das neue Millenium anfangen! Pl�tzlich beugte sich Erik, der neben mir sa�, zu mir r�ber.

"Hey Mo, ich hab noch kein Date f�r morgen. H�ttest du vielleicht Lust mit mir zur Party zu gehen?" fl�sterte er.

Was f�r eine Frage! Ich nickte gl�cklich und er lehnte sich wieder zufrieden zur�ck. Ich war einfach nur happy. Okay, es war nur Silvester und ich w�r sowieso zu dieser Party gegangen, aber mit Erik war das alles noch tausend Mal besser!! Zum Gl�ck war ich mit Mel shoppen, sonst h�tte ich in diesem Augenblick bestimmt eine Krise bekommen. Aber so wusste ich, dass ich ein geiles, r�ckenfreies Kleid im Schrank h�ngen hatte. *hehe*

 

Am n�chsten Tag fingen Mel und ich bereits nachmittags an, uns f�r den Abend zu stylen. Nach 2 1/2 Stunden sa�en unsre Klamotten, unsre Haare und unser Make-up endlich so, wie es sein sollte. Um so sp�ter es wurde, um so nerv�ser wurde ich. Als ich Erik in seinem Anzug sah, schmolz ich dahin. Er sah so s�� und unschuldig aus. =) Aber anscheinend gefiel auch ihm, was er sah, denn er machte totale Stielaugen. *dg*

Dann kam er zu mir r�ber, gab mir einen Kuss auf die Wange und hielt mir, ganz Gentlemen, seinen Arm zum Einhaken hin.

Wir wurden in einer wei�en Stretch-Limousine zum "Planet Hollywood" gefahren, das Lou Pearlman f�r die Party gemietet hatte. Als wir dort ankamen, standen dort hunderte von Reportern, Fotografen und Kameraleuten. Erik guckte bei diesem Anblich ein wenig geschockt und griff nach meiner Hand. Mir wurde hei� und kalt, als ich mit ihm Hand in Hand �ber den roten Teppich ging. Es war so sch�n seine warme und weiche Hand zu sp�ren, doch leider ging dieser Augenblick viel zu schnell zu Ende. Nachdem wir das Restaurant betreten hatten, fingen die Boys aufgeregt an drauflos zu reden. Ash und Erik rasteten beinahe aus, als sie Jennifer Love Hewitt sahen und st�rmten gleich auf sie los. Melli und ich machten mit Jake und Trevor erst mal eine Runde durch's Lokal. Dabei wurden wir tausenden von Leuten vorgestellt, von denen ich mir keinen einzigen Namen merken konnte. Danach setzten wir uns zum Essen mit allen Boys an einen gro�en Tisch. Durch "Zufall" sa� ich mal wieder neben Erik und auch ganz zuf�llig ber�hrten sich unsere Oberschenkel die ganze Zeit. Ich konnte mich kaum auf's Essen konzentrieren, geschweige denn auf die Gespr�che der anderen. Pl�tzlich meinte Erik zu mir: "Du bist zwar mein Date heute abend, aber eigentlich wei� ich fast gar nichts von dir!" Ich l�chelte. "Was willst du denn wissen?"

"Alles!" gab er sofort zur�ck. Also begann ich an von mir und meinem Leben in Redding zu erz�hlen. Wir quatschten stundenlang �ber Gott und die Welt und verga�en v�llig unsere Umwelt, bis pl�tzlich Mike kam und sagte, dass es fast 12 Uhr w�re. Erik und ich gingen nach drau�en, da wir das Feuerwerk �ber dem "Planet Hollywood" sehen wollten. Um kurz vor zw�lf begannen wir die Sekunden r�ckw�rts zu z�hlen. Dann war es endlich soweit: Das Jahr 2000 hatte begonnen. Das Feuerwerk war wundersch�n. Erik drehte mich zu sich.

"Happy new Year, Mo!" Er sah mich mit seinen haselnussbraunen Augen an und pl�tzlich kam sein Gesicht immer n�her.

"Happy new Year!" hauchte ich noch, bevor sich unsere Lippen trafen. Z�rtlich fingen unsere Zungen an miteinander zu spielen und ich w�nschte, dass dieser Kuss niemals zu Ende gehen w�rde. Nach einigen wundervollen Minuten trennten sich unsre Lippen wieder und wir sahen uns l�chelnd ich die Augen. Pl�tzlich h�rten wir Jay, ein "Aufpasser" der Jungs, drinnen nach uns rufen. Wir gingen rein um zu sehen was los war. Jay sah ziemlich sauer aus und meinte k�hl: "Wir gehen!" Erik und ich begriffen erst mal gar nichts und Erik weigerte sich mitzugehen, da es erst kurz vor eins war. Das machte den "Aufpasser" nur noch �rgerlicher. Er packte ihn am Arm und schliff ihn zum Auto, wo auch schon die restlichen Boys samt Begleitung sa�en. Wir fuhren schweigend zum Haus zur�ck. Mel hatte mich kurz dar�ber aufgekl�rt, dass die restliche Jungs kurz nach Mitternacht Stage Diving angefangen hatten.

 

Als wir im Haus angekommen waren, setzte ich mich an den Pool und dachte �ber Eriks und meinen Kuss nach. Mochte er mich wirklich oder war er nur von dem Augenblick �berw�ltigt und hatte etwas un�berlegtes getan?? Nachdem ich eine ganze Weile so da gesessen hatte, kam pl�tzlich Erik nach drau�en und setzte sich zu mir.

"Habt ihr noch �rger bekommen?" fragte ich ihn. Er guckte bedr�ckt und meinte: "�rger ist untertrieben!"

Nach einer kurzen Zeit des Schweigens begann er wieder zu reden.

"Mo, der Kuss vorhin mit dir war wundersch�n und ich glaube ich hab mich sogar ein bisschen in dich verknallt..." mein Herz machte einen Sprung. "... aber ..." Oh nein! "... es geht nicht. Ich hab grade erst mit Jen Schluss gemacht, weil ich Zeit f�r meine Karriere wollte. Ich w�re wirklich gerne mit dir zusammen .... aber, ... ich kann einfach nicht. Es w�re dir gegen�ber einfach nicht fair." Ich merkte, wie sich meine Augen mit Tr�nen f�llten. Ich sprang auf, st�rmte in mein Zimmer und warf mich auf's Bett. Das neue Jahrtausend hatte so gut angefangen und drei Stunden sp�ter lief alles schon wieder schei�e. Wieso musste das mal wieder ausgerechnet mir passieren? Diese Frage stellte ich mir an diesem Abend mindestens noch 1 000 000 mal, bis ich mich schlie�lich in den Schlaf weinte.

 

An den n�chsten beiden Tagen versuchte ich Erik so gut wie m�glich aus dem Weg zu gehen, was mir auch einigerma�en gelang. Mel belaberte mich die ganze Zeit, noch mal mit ihm zu reden, doch ich sah �berhaupt nicht ein, wieso.

Abends war es dann soweit: die Entscheidung, wer in die Band kommt. Die Boys waren mega nerv�s und um ehrlich zu sein, war auch ich mehr als gespannt, wer es geschafft hatte. Die Zeit wurde unertr�glich, bis Lou endlich mit dem Umschlag das Wohnzimmer betrat. Mel und ich sa�en gemeinsam mit den Jungs auf der Couch und hielten uns an den H�nden. Lou laberte irgendein unwichtiges Zeug, wie schwer doch die Wahl gewesen sei und bla bla bla. Dann fing er endlich an, die Namen der letzten f�nf vorzulesen. Als erstes nannte er Ikaika, den ich irgendwie nicht sonderlich leiden konnte. Irgendwie schien es mir auch, als w�rde er sich �berhaupt nicht freuen. Dann wurde Jake aufgerufen. Ich freute mich total f�r ihn, denn er verdiente es wirklich.

Nachdem wir uns alle wahnsinnig f�r Jake gefreut und ihn mal so richtig durchgeknuddelt hatten, setzten wir uns wieder gemeinsam auf die Couch. Lou wischte sich den Schwei� von der Stirn, dann holte er tief Luft und sagte: "Ashley!" Ich sah zu meinem hei�geliebten Cousin r�ber und sah wie ihm die Tr�nen in den Augen standen. Mel und ich sprangen gleichzeitig auf und nahmen ihn in den Arm. Ich war sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo happy!!!! Auch wenn ich es mir wirklich gew�nscht hatte , dass er es schafft, war ich �bergl�cklich, dass es wirklich geklappt hatte.

Nach einer weiteren "Knuddel-Orgie" konzentrierten wir uns wieder auf die Entscheidung. Noch zwei Pl�tze in der Band und noch vier Boys sa�en auf dem Sofa: Trev, Mike, Bryan und Erik. Ich schickte ein Sto�gebet in den Himmel und zitterte ein wenig vor Aufregung. "Erik!" Mein s��er brach in Tr�nen aus. Auch wenn ich vorher so sauer auf ihn gewesen war, ich hatte ihn immer noch so verdammt gern und freute mich tierisch f�r ihn. Ich wollte versuchen mich damit abzufinden, dass ich ihn nicht haben konnte. Pl�tzlich stand Erik schluchzend vor mir. Ich nahm ihn in den Arm und er legte seinen Kopf auf meine Schulter, sodass ich seinen warmen Atem sp�ren konnte. Ich strich ihm durch die Haare und machte "Shhh!", weil mir einfach nichts besseres einfiel. Nach einigen endlosen Minuten nahm Erik meine Hand und wir setzten uns gemeinsam mit den anderen wieder auf's Sofa. Als letztes wurde Trevor aufgerufen. Auch ihm liefen Tr�nen �ber's Gesicht, als er seinen Namen h�rte. Ich war so happy f�r ihn, da er wirklich hart daf�r gearbeitet hatte um stimmlich so gut wie die anderen zu werden. Es wurde noch ein sehr tr�nenreicher Abend, da wir uns jetzt auch von Bryan und Mike verabschieden mussten. Die beiden hatte ich in den letzten paar Tagen sehr ins Herz geschlossen und mir tat es so leid f�r sie. Wir quatschten noch eine ganze Weile �ber das, was den Jungs jetzt bevorstehen w�rde. So gegen halb zwei fielen wir schlie�lich alle totm�de und v�llig fertig ins Bett.

 

Am n�chsten Tag hatten die Jungs frei und wir schliefen alle erst mal gr�ndlich aus. Gegen Nachmittag stand ich schlie�lich auf und ging nach unten. Die anderen sa�en, genau wie ich, in ihren Schlafklamotten auf dem Sofa und guckten eine DVD. Er sah mich als erstes und grinste mich s�� an. Da neben ihm noch Platz war, schnappte ich mir eine Decke und machte es mir auf dem Sofa gem�tlich. Diesmal gefiel sogar mir der Film =) und wir sa�en bis abends vor der Glotze. Irgendwann bekam ich Kopfschmerzen und ich beschloss frische Luft zu schnappen.

"Ich geh ein bisschen spazieren. Ich muss mal raus hier. Will jemand mit?"

"Ich!" kam es wie aus der Pistole geschossen von Erik. Mein Herz machte einen kleinen Sprung, obwohl ich ja wusste, dass zwischen uns nichts laufen w�rde. Ich zog mir einen Pulli �ber und wir liefen nebeneinander zum Strand. Nachdem wir einige Zeit schweigend durch den Sand geschlendert waren, setzten wir uns auf einen gro�en Felsen  und ich lie� die F��e im Wasser baumeln.

Erik sah mir tief in die Augen und pl�tzlich kam sein Gesicht immer n�her. Kurz bevor sich unsere Lippen trafen, zuckte ich zur�ck.

"Erik, ich glaub wir sollten das nicht machen... Ich mein du bist jetzt in der Band und ich will dir nicht im Weg stehen." Er guckte mich ein bisschen erstaunt an.

"Mo, ich wei� jetzt, dass das, was ich letztens gesagt hab, ein Fehler war. Ich hab mir eingeredet, dass ich mit Jen Schluss gemacht hab, weil mir meine Karriere wichtiger ist, aber jetzt hab ich kapiert, dass sie mich eigentlich nie ernsthaft interessiert hat. Ich hab mich sofort in dich verknallt, seit ich dir meinen Koffer ins Bein gerammt hab."

Ich lachte leise.

"Seit ich dir gesagt hab, dass es zwischen uns nichts werden kann, hab ich gemerkt wie sehr ich dich brauche. Ich wei�, dass wir es schaffen k�nnen....

Willst du mich noch?" Er sah mich mit seinen wundersch�nen braunen Augen fragend an.

Ich grinste breit und gab ihm als Antwort einen Kuss auf seine s��e Nasenspitze. Er zog mich n�her an sich heran und unsere Lippen verschmolzen zu einem leidenschaftlichen Kuss. Es tat so gut, wieder seinen warmen Atem und seine weichen Lippen zu sp�ren. Nach einer Menge unz�hlbaren weiteren K�ssen und mit Tonnen Sand in den Haaren schlenderten wir Hand in Hand zum Haus zur�ck. Als wir dort ankamen fanden wir einen Zettel von den anderen, der uns sagte, dass sie noch was essen gegangen waren. Erik und ich machten es uns auf der Couch gem�tlich und kuschelten. Er hielt mich z�rtlich in seinen Armen und ich war total happy. Als die anderen zur�ckkamen l�ste ich mich aus seiner Umarmung, da wir beschlossen hatten, es den anderen nicht sofort zu erz�hlen. Wir quatschten noch ein bisschen mit ihnen im Wohnzimmer, dann beschlossen wir schlafen zu gehen.

Erik zog sich vor mir um und mir fielen fast die Augen aus dem Kopf. Als er das bemerkte grinste er wie ein Honigkuchenpferd. Ich wurde rot und wandte meinen Blick schnell ab. Dann ging ich ins Badezimmer um mich auch umzuziehen. Danach legte ich mich zu Erik ins Bett, kuschelte mich an ihn und schlief sofort ein.

 

 

TO BE CONTINUED!!

 

 

Part 2:

Diesen Teil widme ich wieder meiner s��e Melli, aber diesmal auch Alicia Keys. Ihr Album hat mich bei dem Teil einfach total inspiriert und ich hatte st�ndig kreative Phasen. *lol* Au�erdem danke ich den Leuten, die mir beim ersten Teil FB geschickt haben. Ich hoffe ich bekomme hier zu auch wieder FB. Na ja, das wollte ich einfach nur noch mal sagen. Ich hoffe dieser Teil gef�llt euch genauso gut wie der erste, wenn nicht sogar besser. =) Viel Spa�!!

 

Am n�chsten Morgen wurde ich mit einem sanften Kuss geweckt. Ich drehte mich um und schaute in die strahlenden dunkelbraunen Augen von Erik. "Guten Morgen, honey! Was wollen wir heute machen??"

Ich st�hnte auf. Wie kann man denn bitte so fr�h am morgen schon so gute Laune haben?? Das ist ja abartig. "Wie w�r's mit weiter schlafen??"

Erik guckte verst�ndnislos. Das sah so s�� aus das ich dann doch lachen musste. "Okay, okay, �berredet. Was hast du denn anzubieten??"

Sein Gesicht hellte sich wieder auf.

"Wir haben den ganzen Vormittag frei. Wir k�nnten zum Strand fahren oder mit den anderen in die Mall zum einkaufen. Ganz wie du willst." Da ich sowieso noch nach einem coolen Rock plus Oberteil suchte, entschied ich mich f�r's shoppen. Langsam qu�lte ich mich aus dem Bett und wankte unter die Dusche. Nachdem ich den ersten warmen Wasserstrahl auf meiner Haut sp�rte, f�hlte ich mich gleich besser und meine Laune stieg auch immer weiter an.

Wir fuhren mit den andren im Van zur Mall und Mel und ich st�rmten sofort in die L�den. Da es f�r die Boys eh zu langweilig geworden w�re, hatten wir entschieden uns aufzuteilen und uns in 3 Stunden am Ausgang zu treffen. Melli und ich wurden schnell f�ndig und lie�en uns nach 2h v�llig ersch�pft und mit coolen Klamotten in den T�ten in einem Caf� nieder. Das war eine gute Gelegenheit f�r mich um Melli von meinem neuen Boyfriend zu erz�hlen. Zwar hatten Erik und ich beschlossen den anderen erst mal nichts zu erz�hlen, aber Melli geh�rte f�r mich nicht zu den "anderen". Meine S��e war nicht wirklich �berrascht, schlie�lich wusste sie, dass ich total in Erik verknallt war, aber sie war etwas skeptisch, da sie Erik's pl�tzlichen Sinneswandel ein bisschen komisch fand. Ich wusste ja selbst, dass er seine Meinung ziemlich schnell ge�ndert hatte, aber ich wollte mir dadurch meine Laune nicht verderben lassen. Wir sa�en noch einige Zeit da und tranken unseren Milchkaffee, bis wir schlie�lich zu den anderen zur�ck gingen. Die Boys fuhren gleich zum Tanzstudio weiter, da sie in einer Woche ihren ersten Auftritt hatten. Melli und ich verabschiedeten uns von ihnen und liefen das restliche St�ck zum Haus zur�ck. Dort angekommen begannen wir erst mal ordentlich auf zu r�umen, denn um ehrlich zu sein, sah das Haus ziemlich schlimm aus. Pl�tzlich klingelte das Telefon. Ich nahm ab. Eine Frauenstimme meldete sich. "Hi, hier ist Tonya. Kann ich vielleicht mit Erik sprechen?" Ich war ein bisschen verwirrt, denn ich hatte ihren Namen noch nie im Zusammenhang mit Erik geh�rt.

"Die Jungs sind im Moment beim Training. Soll ich ihm vielleicht was ausrichten?" Das Girl am anderen Ende druckste ein wenig rum und meinte schlie�lich: "Na ja, das ist ein bisschen privat, aber k�nntest du ihm bitte sagen, dass ich die Nacht mit ihm echt sch�n fand und mich freuen w�rde wenn er sich mal wieder bei mir meldet." Mein Herz setzte mehrere Schl�ge aus und ich dachte ich w�rde jeden Moment ersticken.

"Ja, mach ich." stotterte ich und legte auf. Ich merkte wie mir schwarz vor Augen wurde und ich w�r fast umgekippt, doch Melli, die in der N�he stand und Staub wischte, kam schnell genug angelaufen und fing mich auf.

Einer der Kameraleute kam ihr zur Hilfe und gemeinsam legten sie mich auf die Couch im Wohnzimmer. Als ich wieder zu mir kam, merkte ich, wie sie mir sanft �ber den Kopf streichelte und beruhigend auf mich einredete. Meine S��e sah ziemlich geschockt aus und es tat mir total leid, dass ich ihr so einen Schreck eingejagt hatte.

"Hey, Mo. Wie geht's dir? Du hast ja grad total schlimm ausgesehen. Was ist denn los? Ist irgendwas mit den anderen?" Bei dieser Frage erinnerte ich mich wieder an das, was ich gerade geh�rt hatte und mir stiegen Tr�nen in die Augen. Stotternd erz�hlte ich Melli, was ich von diesem Girl am Telefon erfahren hatte.

"Hey, bist du dir denn sicher, dass das nicht vielleicht ein verr�ckter Fan war, der dir eins auswischen wollte??" Energisch sch�ttelte ich den Kopf.

"Das kann nicht, ich glaub sie wusste noch nicht mal, wer ich war. Sie dachte ich geh�re zum Team oder so." Mel versuchte weiter mich zu beruhigen, dass das ja vielleicht nur ein Missverst�ndnis war oder sich dieses M�dchen nur einen Spa� erlaubt hatte, aber das half alles nichts. Ich war immer noch wie gel�hmt. Auch wenn Erik und ich gerade mal einen Tag richtig zusammen waren, f�hlte ich mich irgendwie betrogen. Denn schlie�lich hatte er mir erst einen Korb gegeben, weil er Zeit f�r seine Karriere haben wollte. Wie kann er denn dann mit einer anderen schlafen?? Vielleicht war ich ja nicht die einzigste, mit der er diese Tour abgezogen hatte. Vielleicht war ich ja noch nicht mal die einzigste, mit der er zusammen war!! Ich f�hlte diesen Stich im Herzen, den ich f�r meinen Geschmack schon viel zu oft in meinem Leben gesp�rt hatte. Mir wurde ein weiteres Mal das Herz gebrochen, obwohl ich mir beim letzen Mal vorgenommen hatte, nie wieder so leichtgl�ubig und naiv zu sein. Je mehr ich �ber dieses Telefongespr�ch nachdachte, desto verbitterte wurde ich. Ich hatte jetzt schon keinen Bock auf die Ausreden und Erkl�rungen, die wahrscheinlich von Erik kommen w�rden. Ich wollte einfach nur noch meine Ruhe und schwor mir, mich nie wieder zu verlieben.

Als die Boys gegen halb 10 vom Training zur�ck kamen, hatte ich schon all meine Sachen aus Erik's Zimmer geholt und hatte mich vor�bergehend bei Melli und Ash einquartiert. Ich sa� auf der Couch und versuchte dem Film zu folgen. Erik kam rein und versuchte mir ein Zeichen zu geben, mit ihm ins Zimmer zu kommen, da die anderen von "uns" ja noch gar nichts wusste. Ich ignorierte ihn einfach.

"Mo, kommst du vielleicht mal bitte?" Er versuchte mich mit vielsagendem Blick anzugucken, aber ich machte mir noch nicht mal die M�he meine Augen vom Fernseher abzuwenden. Ich hab dein Zeichen schon verstanden Erik, so doof bin ich dann doch nicht. Ich starrte einfach weiter auf den TV und er kapierte einfach gar nichts mehr. Dann kam Mel endlich und erl�ste mich, indem sie ihn mit sich in die K�che zog. Sie hatte mir versprochen ihm nicht zu sagen, warum ich sauer war. Ich wei� selbst nicht wieso ich das nicht wollte, aber ich war einfach zu verletzt. Erik versuchte den Rest des Tages immer wieder mit mir zu reden, aber ich blieb hart. Nachts weinte ich mich in den Schlaf.

Die n�chsten Tage sahen wir nicht mehr viel von den Boys, da ihr erster Auftritt immer n�her r�ckte. Das war mir ganz recht, so konnte ich n�mlich wenigstens Erik's traurigem und verwirrtem Blick entgehen. Ich wusste, dass ich ihn mit meiner kalten, abweisenden Art verletzte, aber wieso sollte es ihm besser gehen als mir?? Sogar Melli versuchte auf mich einzureden, ihm wenigstens zu erkl�ren, was los war, aber ich blieb stur. Ich wollte es ihm eigentlich gar nicht erkl�ren, denn so langsam wurde mir klar, dass ich vielleicht etwas �berreagiert hatte. Aber das w�rde ich niemals vor den anderen eingestehen.

 

Am Tag des Auftritts waren schon morgens alle super-nerv�s. Desto sp�ter es wurde, desto aufgeregter und hysterischer wurden alle, alle bis auf Erik. Er sa� traurig und teilnahmslos auf einem der Sessel und starrte auf den Fernseher. Es tat mir weh ihn so verletzt zu sehen, aber ich konnte einfach nicht �ber meinen Schatten springen und mit ihm reden.

Nachdem die Boys abgeholt worden waren, legten Melli und ich uns in den Garten in die Sonne. Schon nach wenigen Minuten h�rte ich ihr gleichm��iges Atmen, sie war eingeschlafen. Ich begann wieder �ber die letzten Tage nach zu denken. War es wirklich n�tig gewesen, so zu reagieren? Vielleicht h�tte ich mir erst mal anh�ren sollen, was Erik dazu sagt. Vielleicht h�tte ich diesem Girl nicht sofort glauben sollen. Au�erdem, selbst wenn Erik mit ihr geschlafen hatte, es konnte unm�glich in den letzten 2 Wochen passiert gewesen sein. Wieso hatte ich mich eigentlich so aufgeregt??  Schlie�lich konnte ich doch nicht erwarten, dass er vorher noch nie etwas mit einer anderen Frau gehabt hatte. Oh mein Gott, wie konnte ich nur so dumm sein?? Diese Einsicht kam bei mir nat�rlich wieder viel zu sp�t, leider... Ich lag noch ziemlich lange so da und fragte mich immer wieder, wieso ich nur so �berreagiert hatte. Okay, ich wurde schon mal von einem Mann verletzt, sehr sogar, aber wie hatte ich nur denken k�nnen, dass Erik genauso ist?? Um so l�nger ich dar�ber nachdachte, desto klarer wurde mir, wie d�mlich und kindisch ich mich eigentlich verhalten hatte. Ich wollte die Sache am liebsten sofort mit Erik kl�ren, aber selbst zu einer Entschuldigung war ich zu feige. Ich wollte vor ihm einfach nicht eingestehen, einen Fehler gemacht zu haben.

 

Die Jungs kamen sp�t und v�llig ersch�pft, aber gl�cklich, wieder. Nur einer schien mal wieder �berhaupt nicht gl�cklich, Erik. Ich war so bescheuert gewesen, ich wollte ihn einfach nicht noch l�nger leiden lassen, aber es ging einfach nicht. Ich konnte mich nicht bei ihm entschuldigen. Melli regte sich schon v�llig �ber mich auf, weil ich dem S��en so weh tat, aber ich konnte nicht... ich konnte nicht. Einerseits war es mir viel zu peinlich, wegen dieser Sache einen solchen Aufstand gemacht zu haben und andererseits war da auch noch der winzig kleine Rest Stolz.

Ich lag noch bis sp�t in die Nacht wach und dachte immer wieder dar�ber nach, aber egal wie ich es auch drehte und wendete, ich w�rde einfach nicht um eine Erkl�rung und Entschuldigung herum kommen.

Als es drau�en langsam schon wieder hell wurde, fiel ich endlich in einen unruhigen Schlaf.

Gegen Mittag wurde ich von Trev's fr�hlichem Gekreische und den Stimmen der anderen, die drau�en vom Pool hoch schallten, aus dem Schlaf gerissen. Langsam torkelte ich �ber den Flur ins Badezimmer, bis ich pl�tzlich aus einem der Zimmer Musik h�rte, Boyz ll Men. Es war SEIN Zimmer. Ich atmete tief durch. Wenn nicht jetzt, wann dann?? Z�gernd �ffnete ich die T�r und sah Erik auf seinem Bett liegen, da hatten wir vor einigen Tagen noch zusammen drin gelegen. Oh mein Gott, kann es etwas noch bescheuertes als mich geben? Als ich dann im Raum stand, bemerkte mich auch Erik und schon wieder musste ich in seine traurigen braunen Augen sehen. Und schon wieder sp�rte ich den Stich in meinem Herzen.

"Erik, ich muss mit dir reden. Ich muss dir was erkl�ren."

"So? Musst du das? Wie kommt der pl�tzliche Sinneswandel?" sagte er kalt. "Erik, es tut mir so leid. Ich wei� jetzt wie bescheuert das war, was ich gemacht hab, lass mich es dir bitte erkl�ren!" Er zuckte nur teilnahmslos mit den Achseln. Also begann ich alles zu erz�hlen und sein Gesichtsausdruck �nderte sich st�ndig, von traurig, �ber verwirrt, bis geschockt.

"Mo, ich hab dieses Girl einen Abend, bevor ich in das Haus hier eingezogen bin, kennen gelernt!! Sie hat mir �berhaupt nichts bedeutet und in dieser Nacht ist �berhaupt nichts gelaufen. Das h�tte sie gerne gehabt, aber ich steh nicht unbedingt auf One-Night-Stands. Wahrscheinlich hat sie sich jetzt nur gemeldet, weil sie mich im TV gesehen hat. Mo, dieses M�dchen bedeutet mir �berhaupt nichts, wie konntest du nur so von mir denken?? Ich wei�, wir sind erst wenige Tage zusammen, aber ich dachte du vertraust mir. Wenn du es nicht tust, dann tut es mir leid..."

Ich merkte, wie einige Tr�nen den Weg �ber meine Wangen fanden.

"Erik, bitte verzeih mir, ich wei� wie dumm es war, ich wei� auch wie sehr ich dich verletzt hab, aber bitte versteh mich doch wenigstens ein bisschen!! Ich wurde einmal so verletzt, ich wollte nicht schon wieder diesen unertr�glichen Schmerz sp�ren..." Er sch�ttelte immer noch fassungslos den Kopf. "Mo, wie konntest du nur denken, dass ich dich verletzten will? Ich liebe dich! Das sag ich doch nicht einfach nur so, ich wei� nicht wieso du mir nicht vertraust. Das muss ich erst mal verkraften..." Ich nickte und ging wie gel�hmt ins Badezimmer. Was hatte ich nur getan?? Endlich hatte ich jemanden gefunden der mich wirklich liebt und was mach ich?? Ich mach einfach immer alles kaputt. Ich stieg unter die Dusche und lie� das warme Wasser auf meinen K�rper prasseln. Aber ich f�hlte mich nicht besser. Ich verkroch mich den Rest des Tages in meinem Zimmer, bis schlie�lich Melli reinkam um sich umzuziehen.

"Willst du dir nicht auch mal was anderes anziehen? Oder willst du etwa in diesem stylischen Jogging-Anzug ins House of Blues?" Ach ja, das h�tte ich ja fast vergessen. Die Boys hatten heute ihren n�chsten Auftritt im House of Blues in Orlando. Das war echt das letzte was ich jetzt noch gebrauchen konnte. "Ich komm nicht mit." Melli guckte verwirrt. "Was?? Wieso das denn nicht? Ach, lass mich raten: du hast es Erik erz�hlt, stimmt's?!" Ich nickte schwach. "Deshalb h�ngst du hier die ganze Zeit rum und von ihm sieht man auch den ganzen Tag nichts. Was hat er denn gesagt??"

"Er hat gesagt, dass es ihn verletzt, dass ich ihm nicht vertraue und das er erst mal dar�ber nachdenken muss." heulte ich los. "Melli, wie konnte ich nur so bl�d sein??" Tr�stend nahm sie mich in den Arm und redete beruhigend auf mich ein. Sie brachte mich sogar dazu, doch noch mit ins House of Blues zu kommen. Gleichzeitig versprach sie, auch noch mal mit Erik zu reden und ihm die Sache noch mal zu erkl�ren. In dem Augenblick war ich wieder dankbar, dass sie immer f�r mich da war und ich sie kennen gelernt hatte. Gegen halb neun fuhren wir alle zusammen im Van zum Auftritt. Erik sa� vorne neben Jay, der den Wagen fuhr. Ich beobachtete ihn bei jeder Bewegung, die er machte und f�hlte mich einfach nur mies. Anscheinend musste er meine Blicke in seinem Nacken gesp�rt haben, denn pl�tzlich drehte er sich um und sah direkt in meine Augen. Ich konnte wieder diese W�rme sp�ren, mit der er mich sonst immer an sah und pl�tzlich schien doch nicht mehr alles so hoffnungslos. Vielleicht w�rde er mir ja doch verzeihen. Als wir im House of Blues ankamen wurden Melli und ich durch einen Hintergang auf die V.I.P - Trib�ne gef�hrt. Dort warteten schon einige Freunde der restlichen Jungs, die sich ebenfalls den Auftritt ansehen wollten. Wir machten uns gegenseitig bekannt und mir waren gleich alle sofort sympathisch. Nach einer halben Stunde Warten erschien endlich eine Frau mit einem Mikro in der Hand auf der B�hne.

"Ladies and Gentlemen, please welcome O-TOWN!!" Sofort fingen hunderte von M�dchen an hysterisch zu kreischen. Die konnten doch nicht alle nur wegen "unseren" Jungs da sein, oder?! Doch da standen sie auch schon auf der B�hne und die f�nf legten mit einem schnellen Song los. Ich glaub er hie� "All for Love" oder so �hnlich. Mir gefiel er irgendwie sofort und die Choreographie hatten sie auch nicht schlecht hinbekommen. Ash tanzte sogar besser als ich es je f�r m�glich gehalten h�tte. =) Danach wurde es etwas ruhiger und nachdem Ash, Trev, Erik, Ikaika und Jake sich den Schwei� abgewischt hatten, schnappte Erik sich das Mikro und ging damit nach vorne an den B�henrand.

"Der n�chste Song ist f�r ein M�dchen das mir total wichtig ist. Ich hoffe du vertraust mir und kannst mir verzeihen. Ich liebe dich, Moesha!" Im ersten Moment war ich etwas geschockt, dass er so was vor ungef�hr 500 Leuten gesagt hatte, aber im n�chsten fand ich es einfach nur noch unglaublich s��. Als dann die ersten Takte des Songs einsetzten, stiegen mir wieder Tr�nen in die Augen. Der Song hie� "Baby I would" und um so mehr ich von dem Text verstand, um so mehr heulte ich mir die Augen aus dem Kopf. Aber ich glaube auch die anderen Girls auf der Trib�ne lie� der Song nicht kalt. Danach verabschiedeten sich O-Town direkt und verlie�en die B�hne. Auch wir wischten uns die letzten Tr�nen weg und gingen Backstage zu den Boys. Ich glaub ich muss wirklich sehr verheult ausgesehen haben, denn jeder starrte mich verwirrt an. Pl�tzlich sah ich Erik im Gang stehen. Ich rannte auf ihn zu und fiel ihm um den Hals.

"Es tut mir so leid." fl�sterte ich. Er hielt mir den Finger auf den Mund und seine Lippen trafen auf meine. Erst da merkte ich, wie sehr ich dieses Gef�hl vermisst hatte und wie sehr ich ihn brauchte. Nach einiger Zeit l�ste er unseren Kuss und ich fing sofort an dieses Gef�hl wieder zu vermissen. Nicht aufh�ren. Anscheinend konnte er Gedanken lesen, denn er beugte sich wieder zu mir runter um mir einen letzen Kuss zu geben. Dann nahm er meine Hand und wir gingen zu den anderen. Als wir den Raum betraten, herrschte pl�tzlich Totenstille. Ich sah die anderen strahlend an und Erik sagte: "Mo und ich wollte euch was sagen. Wir sind zusammen!" Sofort brachen alle in Gel�chter aus. "Das h�ttest du uns vielleicht sagen sollen, bevor du unseren Auftritt ruinierst." grinste Jake.

Wir sa�en noch einige Zeit Backstage und unterhielten uns �ber den Auftritt, der, bis auf den kleinen Zwischenfall =), wirklich gut gelaufen war.

Danach fuhren wir zusammen wieder zum Haus zur�ck. Dort angekommen setzten Melli, Ash, Trev, Erik und ich uns mit Pizza und Kartoffelchips an den Pool. Erik hielt mich die ganze Zeit im Arm und strich mir ruhig durch die Haare. Es tat so gut, einfach mal wieder seine W�rme und seinen Atem so nah bei mir zu sp�ren. Wir unterhielten uns die ganze Zeit �ber den n�chsten Urlaub und die danach anstehenden Promo-Termine in L.A. Nach den letzen beiden Auftritten hatten die Jungs ab morgen noch mal einige Tage frei bekommen, um sich danach voll und ganz der Arbeit zu widmen. Melli und Ash w�rden zur�ck nach Redding fliegen und ich hatte mich entschlossen mit Erik und Jacob zu Jake's Eltern zu fahren. Die beiden hatten mir versichert das f�r mich garantiert noch Platz war und nach dem auch mein liebenswerter Cousin nichts einzuwenden hatte, stand es also fest. Wir redeten noch bis sp�t in die Nacht, bis wir schlie�lich alle todm�de ins Bett fielen. Nach unserer Aussprache hatte Erik darum gebettelt, dass ich wieder bei ihm schlafe und ich kann nicht behaupten, dass es mir unrecht war. So kuschelte ich mich also ganz fest an ihn und genoss einfach nur seine N�he, bis ich gl�cklich in den Schlaf fiel.

 

Am n�chsten Morgen mussten wir schon wieder sehr fr�h, viel zu fr�h wenn ihr mich fragt, aufstehen und zum Flughafen fahren. Hektisch packte ich in letzter Sekunde noch meine Sachen zusammen. Dann verabschiedeten Jake, Erik und ich uns von den anderen, deren Fl�ge erst sp�ter gingen, und fuhren zum Flughafen. Dort hatten wir nach dem Einchecken noch etwas Zeit und ich entschloss mich ein bisschen beim Duty-Free zu shoppen. Mit tausenden Zeitschriften bepackt, machte ich mich auf den Weg zur�ck zu den beiden Jungs. Dann wurde auch schon unser Flug aufgerufen und wir bestiegen das Flugzeug. Jake und Erik hatten mir freundlicher Weise den Fensterplatz �berlassen *hehe*. Pl�tzlich sp�rte ich einen Kopf auf meiner Schulter. Ich schaute runter und sah Erik, der an meiner Schulter eingeschlafen war. Er sah einfach soooooo s�� aus, wenn er schl�ft. Nachdem ich ihm einige Zeit beim Schlafen zugesehen hatte, merkte ich, wie ich auch immer m�der wurde und legte meinen Kopf auf seinen. Nach wenigen Minuten war auch ich eingeschlafen.

Irgendwann wurde ich ziemlich unsanft von einer quietschiegen Frauenstimme geweckt. "Darf ich ihnen ihr Essen reichen?" Ich nickte genervt und sah angewidert auf das Tablett runter. Erik musste meinen Blick wohl bemerkt haben und meinte: "Wenn du es nicht willst, ich esse es gerne. Schmeckt echt gut." Ich musste grinsen. Ihm schmeckte auch echt alles. Bereitwillig reichte ich ihm mein Essen, wenn man es �berhaupt so nennen konnte, und sah aus dem Fenster. Der Himmel war total klar und ich konnte unter mir die vielen St�dte erkennen. Nach ca. 5 1/2 Stunden Flug landeten wir endlich in San Diego. Irgendwie mochte ich diese Stadt. Ich war vor einiger Zeit mal mit Ash und seinen Eltern hier gewesen und irgendwie hatte es mir sofort gefallen.

Nachdem wir endlich unsere Koffer bekommen hatten liefen wir gem�tlich zum Ausgang. Pl�tzlich kam ein blondes M�dchen auf uns zu gest�rmt und fiel Jacob um den Hals. Sie sah total h�bsch und super-nett aus. "Erik, Mo? Das ist meine Freundin Janie. Janie, das sind Erik und Moesha." Sie begr��te auch uns und wir gingen gemeinsam zum Parkplatz, wo ihr Auto stand. Von dort aus fuhren wir direkt zum Underwood-Anwesen. Das Haus von Jake's Eltern war riesig, ich hatte fast das Gef�hl, es war gr��er als das Haus der Boys in Orlando. Dort angekommen zeigte uns seine Mum unsere Zimmer. Erik und ich hatten jeder ein eigenes, was ihm offensichtlich �berhaupt nicht passte. Als Jake's Mum weg war, meinte er: "Wieso geben die uns denn zwei Einzelzimmer, wir h�tten uns doch auch eins teilen k�nne!" Ich grinste breit. "Ach komm, S��er, du wirst es doch 2 N�chte ohne mich aushalten oder?" Schmollend sch�ttelte er den Kopf. "K�nnen vielleicht schon, aber das will ich gar nicht. Ich find ich hab schon viel zu viele N�chte ohne dich ausgehalten, seit wir zusammen sind." Das war genau das, was ich h�ren wollte. Ich l�chelte. "Da hast du allerdings recht, ich werd heute Abend mal sehen, was ich da machen kann okay?" Sein s��es Babyface hellte sich wieder auf und er nickte. Dann packten wir beide erst mal aus.

Gegen Abend traf nach und nach Jake's ganze Familie ein, um seine Aufnahme in die Band geb�hrend zu feiern. Es waren bestimmt 50 Leute die sich mir als seine Verwandten vorstellten und ich hatte schon l�ngst den �berblick verloren.  Sp�ter kamen auch noch Thania und Razaana, die ich schon im House of Blues kennen gelernt hatte. Jake's Mum hatte super-leckeres Essen vorbereitet und ich konnte mich gar nicht satt daran essen. Es machte total viel Spa�, denn Jake's Familie war einfach super drauf. Nach einiger Zeit wurden Jake und Erik total �berm�tig und sprangen nur mit Shorts in den Pool. Ich will ja nicht sagen, dass es kalt war, aber es war Januar und einer der k�hleren N�chte in Californien.

Danach kamen die beiden zitternd rausgeklettert. Erik kam auf mich zu gerannt und umarmte mich, klatschnass wie er war. Da es schon ziemlich sp�t war, verabschiedeten sich die meisten nach der Aktion und machten sich auf den Heimweg. Janie, Thania, Razaana und ich halfen Jake's Mum noch etwas beim Aufr�umen, w�hrend sich die beiden Trottel erst mal wieder etwas w�rmeres anzogen. Danach sagten wir allen noch Gute Nacht und verschwanden dann in unsere Zimmer. Zum Schein ging ich in mein eigenes, aber eigentlich nur um mein Schlafzeug zu holen. Dann schlich ich mich wieder auf den Flur und in Erik's Zimmer. Ich kroch unter seine Decke, kuschelte mich an ihn und sp�rte sofort seine warmen und weichen Lippen auf meinen. Unsere K�sse wurden immer leidenschaftlicher und intensiver. Pl�tzlich sp�rte ich Erik's Hand unter meinem Shirt. Sanft stoppte ich ihn. "Gib mir bitte noch etwas Zeit, Baby." "Du hast alle Zeit der Welt." fl�sterte er und zog mich noch n�her an sich. Nach einigen weiteren wundersch�nen K�ssen, kuschelte ich mich in seinen Arm und schlief sofort ein.

 

Am n�chsten Tag standen wir alle ziemlich sp�t auf und entschlossen uns dann zusammen einkaufen zu fahren. Janie war wirklich total nett und wir hatten alle sehr viel Spa� zusammen. Nach unserer ausgiebigen Shopping-Tour, bei der ich mal wieder ordentlich zugeschlagen hatte =), gingen wir noch ins Kino. Ich hab keine Ahnung mehr wie der Film hie�, aber ich war sowieso die meiste Zeit damit besch�ftigt, Erik zu beobachten. Er war einfach so was von s��, ich konnte meine Augen einfach nicht von ihm lassen. Das schien ihn anscheinend etwas nerv�s zu machen, denn nach einiger Zeit fl�sterte er: "Sag mal, was starrst du mich eigentlich die ganze Zeit so an? Hab ich irgendwas schlimmes an mir?" Ich lachte leise. "Nein, ganz sicher nicht. Ich find dich einfach nur unglaublich s��, wenn du so angestrengt auf die Leinwand guckst." Er smilte mich mit seinem s��esten L�cheln an und meinte: "Na wenn das so ist!" und wandte sich wieder dem Film zu. Danach entschieden wir vier uns, nach Hause zu fahren, da wir uns am n�chsten Tag mit den restlichen Boys von O-Town in L.A. treffen w�rden und daf�r mal wieder ziemlich fr�h aufstehen mussten.

In dieser Nacht bekam diesmal ich Besuch, nat�rlich von Erik.

 

Am n�chsten Tag trafen wir die anderen Boys um halb 12 in L.A. im Hotel. Die Manager schienen etwas angespannt und, so wie uns Ash erz�hlte, gab es anscheinend mal wieder Probleme mit Ikaika. Wir bezogen alle unsere Zimmer und gegen Nachmittag trudelte dann auch endlich das "Sorgenkind" ein. Die Jungs fuhren sofort zu einigen Interviewterminen weiter und Melli und ich liefen ein bisschen durch L.A. und durchst�berten die Gesch�fte. Sie erz�hlte ein bisschen von Redding und ich erz�hlte ihr von der Wahnsinns-Party bei Jacob. Anscheinend hatte es ihr mal wieder ganz gut getan, f�r 2 Tage nach hause zu fahren, denn sie schien viel entspannter als noch vor einigen Tagen. Gegen Abend trafen wir uns mit Ash und Erik in einem Restaurant. Da merkte ich wieder, wie sehr ich seine N�he brauchte auch wenn ich nur einige Stunden von ihm getrennt war. Wir redeten einige Zeit �ber das, was den Jungs bevorstehen w�rde und auch �ber Ikaika. Erik und Ash machten sich ernsthaft Sorgen, dass er aussteigen k�nnte, denn er war irgendwie nie richtig bei der Sache und konnte einfach nicht damit leben von seiner Familie getrennt zu sein.

"Ich bin froh nicht von dir getrennt sein zu m�ssen!" fl�sterte mir Erik pl�tzlich ins Ohr. Dar�ber hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht, wie w�rde es mit Erik und mir weitergehen? Wenn O-Town wirklich Erfolg haben w�rden, dann w�ren sie ja st�ndig unterwegs und ich kann doch auch nicht immer dabei sein und rumsitzen. Eigentlich hatte ich mir f�r dieses Jahr vorgenommen, mich um einen Platz an der Uni zu k�mmern und da Journalismus zu studieren. Ich kann doch nicht einfach mit Erik um die Welt reisen und von seinem Geld leben. Ich l�chelte ihn gequ�lt an und fl�sterte: "Ich auch." Ich wollte schlie�lich nicht schon wieder Probleme anfangen, daf�r hatte ich ihn einfach viel zu lieb.

Wir sa�en noch einige Zeit in diesem Restaurant und unterhielten uns, bis wir schlie�lich zum Hotel zur�ck fuhren. Diesmal hatten Erik und ich sogar ein Zimmer zusammen, was ihm offensichtlich sehr gut gefiel. In dieser Nacht lag ich mal wieder ziemlich lange wach und dachte �ber die Zukunft nach, w�hrend ich mein Baby beim Schlafen beobachtete. Ich hoffte, dass wir einen Weg finden w�rden, bei dem wir beide gl�cklich waren. Denn in den letzten paar Tage hatte ich gemerkt, dass ich einfach nicht ohne ihn leben konnte, und wollte. Irgendwann schlief dann auch ich ein, denken ist schlie�lich anstrengend.=)

 

Als ich am n�chsten Morgen aufwachte und meinen S��en mit einem K�sschen wecken wollte, merkte ich, dass der Platz neben mir leer war. Auf dem Nachttisch lag ein Zettel:

                                          Bin mit den Guys bei Promo-Terminen.

            K�nnte heute sp�t werden. I love you.

            Erik.

Irgendwie machte es mir Angst, dass Erik st�ndig: "I love you" sagte. Nat�rlich freute ich mich dar�ber. Aber wir kannten uns doch noch gar nicht so lange. Kann man nach so kurzer Zeit �berhaupt schon von "Liebe" sprechen?? Was dachte ich hier eigentlich grade?? Ich war mit einem der s��esten Boys in ganz Amerika zusammen und ich dachte st�ndig �ber irgendwelche Probleme nach. So d�mlich konnte ja auch nur ich sein. =) Schlie�lich schlenderte ich ins Bad und sprang unter die Dusche. Nach einer halben Stunde konnte ich mich endlich von dem warmen Wasserstrahl losrei�en und zog mich an. Dann machte ich mich auf den Weg nach unten in die Lobby. Im Aufzug traf ich meine s��e Melli und wir beschlossen, zusammen in einem gem�tlichen Caf� zu fr�hst�cken. Wir bestellten uns beide einen Haufen Donots und Bagels und bei einer Tasse Capuccino quatschten wir �ber Gott und die Welt. Nat�rlich kamen wir auch irgendwann auf unsere s��en Boyfriends zu sprechen. Ich erz�hlte ihr, dass ich nicht wusste wie es mit mir und Erik in Zukunft weitergehen sollte, denn schlie�lich hatte sie ja auch irgendwie das selbe Problem. Ich wusste, dass ich nicht einfach bald nach Redding zur�ck fliegen konnte um darauf zu warten, bis Erik mal wieder ein paar Tage frei bekam. Melli verstand mich total, denn schlie�lich hatte sie das ganze schon einmal mit Ash durchmachen m�ssen. Sie erz�hlte mir, dass sie ab dem Fr�hjahr ein Fernstudium anfangen w�rde, um so immer bei Ash sein zu k�nnen. Die Idee fand ich gar nicht so schlecht und um so mehr ich dar�ber nachdachte, desto besser gefiel sie mir. Melli schlug mir vor, das doch auch mal auszuprobieren und noch am selben Tag rief ich bei einigen Unis an um mich zu erkundigen.

Erik und die anderen Jungs kamen an diesem Tag erst sp�t von ihren Terminen ins Hotel zur�ck und mein Baby lie� sich sofort ins Bett fallen. "Mo, komm her, ich will kuscheln!" rief er mich zu sich.

"N�, jetzt nicht. Der Film ist grad so spannend." Ich grinste schadenfroh, mir machte es total Spa� ihn zu �rgern. Doch als ich vom Wohnzimmer aus seinen traurigen Blick erkennen konnte, hatte ich sofort wieder ein schlechtes Gewissen. Ich lief zu ihm r�ber und kuschelte mich unter die Decke. "Hey, Baby, sei doch nicht beleidigt, das war doch blo� n Scherz!" Er zog sein Gesicht zu einem Schmollmund und ich konnte nicht anders und musste grinsen. Er sah damit einfach zu s�� aus. Ich gab ihm einen kurzen Kuss und fragte: "Gut so?" Er sch�ttelte den Kopf, streckte die Arme nach mir aus und nuschelte: "Mehr!" Ich kuschelte mich noch n�her an ihn und wir versanken in einen leidenschaftlichen Kuss. Er war so z�rtlich und seine K�sse waren einfach G�TTLICH! Er streichelte mich am ganzen K�rper und fuhr wieder mit seinen H�nden unter mein Shirt. Diesmal lie� ich es geschehen, ich wusste, er w�rde mich zu nichts dr�ngen, was ich nicht wollte. Es tat einfach so gut, ihn zu sp�ren, ich wollte ihn nie wieder loslassen. Nach einiger, wundersch�ner Zeit kuschelte ich mich, wie immer, in seinen Arm und nach wenigen Minuten h�rte ich seinen regelm��igen Atem. Kurz danach schlief auch ich ein und tr�umte von Erik.

 

Ich wurde unsanft von einem klingelnden Wecker aus meinen s��en Tr�umen gerissen. Wir mussten aufstehen. Ja wir, denn heute durften Melli und ich zu gucken, die Jungs sollten einen Werbespot f�r MTB drehen. Ich drehte mich vorsichtig zu Erik um und weckte ihn sanft mit einem Kuss auf die Stirn. Von so was wurde er komischerweise immer wach, aber von einem Wecker nicht. Ts ts ts. Er schlang seine Arme um mich und ich sp�rte wieder seine warmen Lippen auf meinen. Oh wie sehr liebte ich dieses Gef�hl. Aber wir mussten uns beeilen. Also schob ich ihn sanft von mir weg und scheuchte ihn unter die Dusche. Manchmal kam ich mir vor wie seine Kinderg�rtnerin anstatt seiner Freundin. Er benahm sich manchmal echt wie ein Kleinkind, aber vielleicht machte ihn das ja so super s��. Wir schafften es sogar diesmal beide p�nktlich fertig zu werden. Auf dem Gang trafen wir Jake, Thania, Trev, Ash und Melli. Anscheinend waren heute alle ziemlich nerv�s, sonst schafften sie es nie alle rechtzeitig fertig zu werden. Eigentlich kann ich Unp�nktlichkeit �berhaupt nicht ab, aber bei DEM Cousin ist man einiges gew�hnt. Wir setzten uns alle gemeinsam in die Lobby und warteten mit Jay und Mark, den beiden "Aufpassern", auf Ikaika und seinen Bruder Haku. Ich glaube, wir warten letztendlich ungef�hr 2 Stunden und alle wurden von Minute zu Minute unruhiger. Es war ja nicht das erste Mal, dass Ikaika Probleme machte, aber heute ging es nicht nur wieder um sein Heimweh oder sonst was, sondern auch um ziemlich viel Geld, denn schlie�lich wartete eine ganze Filmcrew auf die Jungs. Gegen 11.30am erschienen die beiden endlich im Hotel. Nachdem Mark kurz mit ihnen gesprochen hatte, kam er ziemlich entnervt und etwas geschockt zur�ck. "Ikaika will euch etwas mitteilen." Die anderen vier sahen sich entsetzt an. Das konnte nur eins bedeuten. Ich sah r�ber zu Melli und sie sah genauso geschockt aus, wie alle anderen, und auch ich selbst. Ikaika kam und druckste anfangs ein bisschen rum. Dann r�ckte er schlie�lich mit der Sprache raus. "Ich...kann nicht l�nger...bei euch bleiben. Ich komme damit nicht klar und ich habe mit Haku beschlossen, dass ich vielleicht doch besser aussteigen sollte um Arzt zu werden." Hatte ich schon mal erw�hnt, dass mich dieser Kerl total ankotzt?? Wie kann er das denn bitte den anderen antun?? Sie geben ja schlie�lich auch viel auf um in der Band sein zu k�nnen und was machte er?? Er will Arzt werden, wie s��!! Wenn er jetzt ausstieg, w�rde er doch auch die Karriere der anderen ruinieren. Innerlich kochte ich vor Wut. Ich sah zu Erik, er schien auch ziemlich irritiert. Schlie�lich brach Ash das Schweigen. "Auch wenn ich auf eine Art damit gerechnet hatte, irgendwie ist es ein ziemlicher Schock und ich denke mal, das ist es f�r uns alle. Aber was soll ich machen, ich kann nur deine Entscheidung akzeptieren. Das einzigste ist: was wird mit heute?? Die Filmleute warten schon die ganze Zeit auf uns und eigentlich ist heute der wichtigste Tag der ganzen Promo-Tour in L.A. Wenn du jetzt nicht mitwillst, w�rde es mich noch saurer machen, als ich es eh schon bin." Ikaika guckte mal wieder zu seinem Bruder, doch der sch�ttelte den Kopf. Sag mal kann der Kerl denn �berhaupt nichts alleine?? Wie alt ist der?? 5?? "Haku sagt nein. Ich will euch ja nicht im Stich lassen, es hat wirklich nichts mit euch zu tun..." "Womit dann?" mischte sich nun auch Jake ein.

"Das kann ich euch nicht sagen." Ich konnte dabei einfach nur immer wieder den Kopf sch�tteln. Dieser Typ war so um die 22-23 Jahre alt und lie� sich noch was von seinem �lteren Bruder vorschreiben. Wie bescheuert. Nach diesem Satz verschwanden die beiden nach oben in sein Zimmer, um seine Sachen zu packen. Melli und ich sa�en mit den restlichen Jungs noch ziemlich fassungslos in der Lobby. Nach kurzem Diskutieren entschieden sie sich, noch mal mit Ikaika zu reden, denn sie brauchten ihn noch f�r diesen letzten einen Termin. Sie gingen zu viert nach oben und Melli und ich warteten im Flur. Ungef�hr eine viertel Stunde sp�ter kamen sie ziemlich bedr�ckt wieder heraus. "Er will nicht mehr. Oder besser gesagt, er kann nicht l�nger bleiben, weil Haku es nicht will." sagte Ash ziemlich sauer. Die Jungs lie�en sich neben uns auf dem Hotelboden nieder und erz�hlten von ihrem Gespr�ch mit ihm. Wie sich rausstellte, ging es Ikaika und seiner Familie einzig und allein um's Geld. Wir sa�en noch eine Weile so da, bis Jay und Mark kamen und sagten, dass wir noch am selben Tag nach Orlando zur�ckfliegen w�rden. Also verschwanden wir einzeln auf unsere Zimmer und fingen an zu packen. "Wie f�hlst du dich?" fragte ich meinen Schatz.

"Wie ich mich f�hle?? Keine Ahnung. Ich wei� ehrlich gesagt nicht, wie's mit der Band weitergehen soll, ich wei� nicht ob wir es zu viert schaffen k�nnen."

"Du willst also kein neues Mitglied in der Band?" Erik sch�ttelte energisch den Kopf. "Auf keinen Fall!" So was in der Art hatte ich schon fast erwartet, doch ich sagte nichts. Ich wollte in der Situation nicht noch Streit anfangen, obwohl ich so meine Zweifel hatte. Nachmittags nahmen wir unseren Flug zur�ck nach Orlando.

 

Am n�chsten Morgen wurde ich von irgendwelcher Musik geweckt. Im ersten Moment wusste ich �berhaupt nicht, wo ich war. Ich stand auf und sah Erik, Ash und Trev im Wohnzimmer stehen und singen. Anscheinend teilten sie "Baby I would" neu ein, um es zu viert singen zu k�nnen. Es h�rte sich gar nicht mal so schlecht an und als Erik auch noch anfing fast so hoch wie Ikaika zu singen, war ich mega-�berrascht. Ich wusste gar nicht, dass mein Boyfriend SO gut war!! Ich setzte mich neben Melli auf eine Stufe und h�rte weiter zu. Sie machten das wirklich gut und meine Zweifel vom Vortag fingen an, allm�hlich zu verschwinden. Wenn sie wirklich immer so singen k�nnten, dann w�rden sie es garantiert auch zu viert schaffen. Sp�ter fuhren wir alle zusammen zum Studio, da Trev, Jake, Ash und Erik versuchen wollten "Baby I would" zu viert aufzunehmen. Als sie sp�t am Abend fertig waren, h�rten wir es uns alle gemeinsam an. Ich will nicht sagen, dass es schlecht war, aber es klang irgendwie n bisschen komisch. Nachdem ich so in die Runde geblickt hatte, stellte ich fest, dass ich das wohl nicht als einzigste fand. Keiner sah so richtig zufrieden aus und alle schienen nur noch an eines zu denken: Sie brauchten ein neues Mitglied. Sogar Erik schien das langsam eingesehen zu haben.

Wieder zur�ck im Haus setzte ich mich mit ihm an den Pool.

"Was denkst du, Baby?" fragte ich ihn. Er zuckte mit den Schultern.

"Na ja, ich glaub langsam doch, dass wir noch jemanden brauchen. `Baby I would� hat sich ja nicht schlecht angeh�rt, aber irgendwie auch nicht wirklich gut." Ich lehnte mich an seine Schulter und streichelte seinen Nacken. "Ich wei�, was du denkst, S��er. Du willst es ihm dann nicht einfach machen, aber sieh mal, was habt ihr davon, wenn Lou euch jemanden vorsetzt und du alles daf�r tust, damit er nicht in die Band passt? Was bringt euch das? Vielleicht k�nnt ihr ja mitentscheiden, wer das neue Mitglied werden soll." Er gab mir einen kleinen Kuss. "Vielleicht hast du ja recht, Honey. Wir werden sehen was passiert." Dann hob er mich hoch und ich schlang meine Arme um seinen Hals. Er trug mich rein in unser Schlafzimmer und legte mich sanft auf's Bett. Vorsichtig beugte er sich �ber mich und unsere Zungen fingen leidenschaftlich an, miteinander zu spielen. Wir knutschten und kuschelten noch ziemlich lange, denn wir konnten einfach nicht genug von einander bekommen.

 

Den n�chsten Tag hatten die Jungs noch frei, also beschlossen die 4 ins Kino zu gehen.  Melli und ich verzichteten, denn wir hatten nicht wirklich gro�e Lust, au�erdem war ich ja auch erst vor ein paar Tagen mit Erik und Jake in San Diego im Kino gewesen. Wir l�mmelten uns auf die Couch, sahen uns tausende Sitcoms an und l�ffelten Unmengen von Eis. Als die Jungs gegen Nachmittag immer noch nicht zur�ck waren, machten wir uns langsam Sorgen, denn so lange konnte der Film ja nicht dauern. Deshalb schnappte Melli sich das Telefon und rief Ash auf dem Handy an. So erfuhren wir, dass die 4 noch bei Lou waren, um irgendetwas wegen dem neuen Mitglied zu besprechen. Irgendwann gegen Abend kamen sie endlich zur�ck und sahen alle ziemlich happy aus. Ich lief Erik entgegen, er nahm mich in den Arm und gab mir einen Begr��ungskuss auf den Mund. "Wei�t du Mo, mir ist aufgefallen, dass wir beide eigentlich noch gar kein richtiges Date miteinander hatten, seit wir zusammen sind, deshalb wollte ich dich fragen: M�chtest du heute Abend mit mir ausgehen??" Ich grinste ihn an und gab ihm einen Kuss als Antwort. Dann h�pfte ich die Treppen hoch in unser Zimmer um mir etwas passendes zum Anziehen raus zu suchen. Irgendwie hatte sich die gute Laune aller anderen auch auf mich �bertragen. Nach ca. 2 Stunden An- und wieder Ausziehen, Frisieren und Schminken war ich endlich so weit und lief die Treppe wieder runter. Erik sa� auf einem der Sessel und wippte ungeduldig mit dem Fu�. Ich musste grinsen, als ich ihn so da sitzen sah. Schlie�lich bemerkte er mich und sprang auf, hielt mir Gentlemen-like seinen Arm entgegen und fragte: "K�nnen wir, Prinzessin?" Ich nickte und irgendwie war das gl�ckliche L�cheln den ganzen Abend nicht mehr aus meinem Gesicht zu kriegen. Wir fuhren mit Erik's rotem BMW (hab ich eigentlich schon erw�hnt, wie sehr ich dieses Auto liebe??) in ein s��es, kleines Restaurant etwas au�erhalb. Nachdem wir uns an einen kleinen Tisch in der Ecke gesetzt und dem Kellner unsere Bestellung genannt hatten, nahm Erik meine Hand und spielte z�rtlich mit meinen Fingern. Pl�tzlich fiel mir etwas ein. "Sag mal, was habt ihr heute eigentlich noch so lange bei Lou gemacht?" Ich wei� das es total bescheuert ist, ihn w�hrend unserem Date so was zu fragen, aber ich war einfach zu neugierig und musste es einfach wissen. Er grinste. "Jake, Trev, Ash und ich haben heute im Kino festgestellt, dass wir uns eigentlich alle nur einen bestimmten Typ als f�nftes Mitglied f�r die Band vorstellen k�nnen und deshalb wollten wir Lou's Entscheidung zuvorkommen." "Und wer ist dieser eine bestimmte Typ?" wollte ich wissen.

"Er hei�t Daniel Miller, ich glaub du kennst ihn nicht, weil er es leider nur bis unter die letzten 25 geschafft hat. Auf jeden Fall kommt er morgen und wir werden dann sehen, ob er wirklich in die Band passt. Aber jetzt lass uns bitte �ber was anderes reden, schlie�lich ist es unser erstes Date." smilte er und irgendwie hatte ich so langsam das Gef�hl, dass ich nicht die einzigste mit nem Dauergrinsen im Gesicht war.

Der Abend war wundersch�n. Nach dem Essen spazierten Erik und ich noch lange am Strand entlang und blieben immer wieder stehen um z�rtliche K�sse auszutauschen. Ich f�hlte mich wie auf Wolken, denn er las mir einfach jeden Wunsch von den Augen ab. Sp�t in der Nacht fuhren wir zum Haus zur�ck.

 

Am n�chsten Tag waren alle schon wieder sehr fr�h auf, denn wir wollten das Haus noch etwas aufr�umen bevor der "Neue", Daniel, kam. Gegen 11.30am fuhr endlich der Van vor dem Haus vor und ein gutaussehender Typ, h�chstens Anfang 20, mit dunkelbraunen Haaren und blauen Augen, stieg aus. Die 4 liefen auf ihn zu und begr��ten ihn mit Handschlag. Pl�tzlich krabbelte hinter ihnen noch eine weitere Person aus dem Van. Es war ein Girl, ungef�hr in unserem Alter. Sie schaute ein wenig hilflos durch die Gegend, bis sie Melli und mich erblickte und auf uns zugelaufen kam. "Hi, ich bin Miriam, aber ihr k�nnt ruhig Miri zu mir sagen. Ich bin ne gute Freundin von Danny und wer seit ihr?" stellte sie sich uns vor. Ich reichte ihr die Hand und sagte: "Ich bin Moesha, darfst mich aber auch Mo nennen, Erik's Freundin." Melli tat es mir gleich und kurz danach stellte sich auch Daniel uns vor. Dann gingen wir alle zusammen ins Haus und f�hrten die beiden rum. Miri schien es zu gefallen, aber Danny sah so aus, als w�r er mit seinen Gedanken ganz woanders. Nach der kleinen Hausbesichtigung lie�en wir die beiden in Ruhe auspacken. Danach fuhren die 5 Jungs zusammen zum Training und wir drei Girls beschlossen ein leckeres Essen f�r die Boys zu kochen. Da Melli und Miri anscheinend beide nicht wirklich f�r die K�che geboren waren, durften sie das Gem�se putzen und sch�len und den Salat waschen, w�hrend ich mich um das H�hnchen und den Reis k�mmerte. Nach ein paar Stunden sah die K�che zwar aus, als w�re eine Bombe eingeschlagen, aber das Essen war fertig. =) Miri war wirklich nett und wir drei hatten totalen Spa� miteinander. Au�erdem konnte man sie gut �ber Danny ausfragen und so erfuhren wir, dass er eine feste Freundin zu Hause hatte, die aber wegen ihrer Arbeit nicht mit nach Orlando kommen konnte.

Gegen Abend kamen endlich die Jungs zur�ck und freuten sich sichtlich �ber unser Essen. Nachdem wir alle so viel gegessen hatten, dass wir kurz vor dem Platzen standen, l�mmelten wir uns gemeinsam auf die Couch und redeten �ber die Gott und die Welt. Danny war wirklich super-nett und total lieb, man konnte ihn einfach nur m�gen. Irgendwann verdr�ckten Erik und ich uns, denn wir wollten ein bisschen alleine sein. Wir beschlossen, mal wieder, etwas am Strand spazieren zu gehen. Seit Erik mir dort seine Liebe gestanden hatte, mochte ich diesen Platz um so mehr. Wir liefen eine zeitlang Hand in Hand durch den Sand ohne viel zu reden, bis wir uns in einer versteckten Bucht niederlie�en. Ich fr�stelte ein bisschen, denn diese Nacht war ungew�hnlich k�hl f�r Florida und ich Idiot hatte keine Jacke mitgenommen. Als Erik das merkte, zog er ohne zu Z�gern seinen Pulli aus, st�lpte ihn mir �ber den Kopf und nahm mich noch fester in den Arm. Ich genoss es, ihn so nah bei mir zu sp�ren und mit ihm die Sterne zu beobachten. In solchen Momenten f�llt mir immer auf, wie sch�n diese Sterne eigentlich aussehen. In regelm��igen Abst�nden sp�rte ich Erik's sanfte K�sse auf meiner Stirn und auf meiner Wange. Pl�tzlich fl�sterte er leise: "I love you." Da war es wieder. Ich gab ihm einen kleinen Kuss und wollte mich wieder dem Sternenhimmel zu wenden, doch anscheinend schien Erik irgendetwas nicht zu passen. "Warum sagst du es nie, Mo?" Ich tat verwirrt, doch ich wusste nat�rlich sofort, was er meinte. "Warum sagst du nie, dass du mich auch liebst?? Ich versteh das nicht. Eigentlich dachte ich, dass du das selbe f�r mich empfindest, wie ich f�r dich, aber so langsam bekomme ich meine Zweifel. Was ist so schwer daran, diese drei W�rter zu sagen??" Ich holte tief Luft und suchte nach den richtige Worten. Ich hoffte so sehr, dass er mich verstand. "Erik, ich empfinde f�r dich so viel, wie ich noch nie f�r einen Menschen empfunden habe, aber ich bringe diese W�rter einfach nicht �ber meine Lippen. Das letzte Mal, als ich das zu jemandem gesagt habe, hat mich diese Person danach einfach nur unglaublich verletzt. Er hat mich mit einer anderen betrogen und ich hab Jahre gebraucht, um diesen Schmerz zu verarbeiten. Ich will einfach nicht schon wieder so sehr verletzt werden. Mir wurde mein Herz gebrochen, ich will nicht, dass es jemals wieder passiert. Deshalb kann ich es einfach noch nicht sagen, es geht einfach nicht. Das musst du einfach verstehen, unsere Liebe ist noch so jung, gib mir einfach Zeit, okay?? Es hat wirklich nichts mit dir zu tun, bitte versteh mich!" Ich sah in seine wundersch�nen braunen Augen, die soviel W�rme und Liebe ausstrahlten, dass ich alles um mich herum vergessen wollte. "Ich hatte doch keine Ahnung. Nat�rlich versteh ich das, Babe. Ich m�chte doch nur, dass du gl�cklich bist. Ich schw�re dir, dass ich dir niemals wehtun werden. NIEMALS, okay?" fl�sterte er. Ich nickte gl�cklich und wir verschmolzen zu einem z�rtlichen Kuss. Ich wusste nicht, wann ich das letzte mal so gl�cklich gewesen war, ich sp�rte dieses wundersch�ne Kribbeln in meinem ganzen K�rper und diese Schmetterlinge im Bauch. Unsere K�sse wurden immer leidenschaftlicher und ich sp�rte, dass es in dieser Nacht passieren sollte. Erik hielt pl�tzlich inne und sah mich fragend an. Ich zog ihn an mich und begann sein Shirt auszuziehen. Das musste ihm wohl als Antwort reichen. =) Auch er begann, mich langsam auszuziehen, bis wir schlie�lich beide nackt im Sand lagen. Als er in mich eindrang, verga� ich einfach alles und genoss nur noch dieses wundersch�ne Gef�hl, ihn zu sp�ren. Ich wollte ihn nie wieder loslassen. Nachdem wir beide zum H�hepunkt gekommen waren, lie� er sich ersch�pft neben mir in den Sand fallen. Sofort sp�rte ich wieder den k�hlen Wind und begann mich anzuziehen. Auch er sammelte seine Klamotten ein, die wir fein s�uberlich �berall verstreut hatten. Dann machten wir uns gemeinsam auf den Heimweg. An diesem Abend brauchten wir etwas l�nger um zum Haus zur�ck zu kehren, denn wir blieben immer wieder stehen, um uns z�rtlich zu k�ssen oder einfach nur um uns zu umarmen.

Als wir zur�ckkehrten brannte im Wohnzimmer noch Licht. Danny stand in der Mitte des Raumes und tanzte die Choreographie von "All for Love". Ich war ziemlich beeindruckt, denn er tanzte sie schon fast fehlerlos, dabei hatte er sie erst vor ein paar Stunden gelernt. Erik und ich w�nschten ihm eine gute Nacht und verschwanden in unser Zimmer. Als ich gerade mein Schlafshirt �berziehen wollte, sp�rte ich zwei starke Arme, die mich von hinten umschlungen. Ich drehte mich um und kuschelte mich an ihn. Seit wir miteinander geschlafen hatten, konnte wir beide einfach nicht mehr genug voneinander bekommen und er suchte immer wieder meine N�he. Er dr�ckte mich z�rtlich gegen seine Brust und ich konnte sein Herz schlagen h�ren. Ich wei� nicht mehr, wie lange wir so da standen, aber nach einigen wundersch�nen Minuten krabbelten wir in sein Bett. Ich legte meinen Kopf auf seinen freien Oberk�rper und schloss die Augen. Ich war einfach nur happy. Kurz bevor ich einschlief fl�sterte ich: "I love you, Erik." Dann war ich schon in meine Traumwelt abgetaucht und ich muss euch wohl nicht sagen, von wem ich getr�umt hab, oder?!

 

Irgendwann, mitten in der Nacht, wurde ich von einem bekloppten Wecker aus meinen s��en Tr�umen gerissen. Das weiche Etwas neben mir bewegte sich und kroch aus dem Bett. Er gab mir einen sanften Kuss und fl�sterte: "Morgen, Prinzessin. Ich muss zum Training. Schlaf ruhig weiter." Ich schlang meine Arme um ihn und erwiderte seinen Kuss, dann tauchte ich auch schon wieder in meine Trauwelt ab.

Gegen Mittag bequemte ich mich dann schlie�lich auch aufzustehen. Nach einer ausgiebigen Dusche wankte ich noch etwas verpennt in die K�che um etwas Essbares zu suchen. Dort traf ich auf Melli und Miri, die mir entgegen grinsten. Nachdem ich mir eine Sch�ssel Cornflakes geschnappt hatte, fragte ich: "Sagt mal, hab ich irgendwas besonderes an mir, oder warum grinst ihr so bl�d?" Diese Frage schienen die beiden anscheinend super-lustig zu finden, denn sie brachen beide in schallendes Gel�chter aus. "Na ja, ob was besonderes ist, wollten wir dich eigentlich fragen. Anscheinend hattest du eine ziemlich anstrengende und lange Nacht." Sagt mal, wieso sieht man mir eigentlich alles sofort an?? Steht irgendwo auf meiner Stirn geschrieben, dass ich letzte Nacht mit meinem Boyfriend geschlafen hab?? Ich hoffe nicht. Ich streckte den beiden die Zunge raus und wandte mich wieder meinen Cornflakes zu.

Sp�ter beschlossen Melli und ich, Miri ein bisschen von Orlando zu zeigen. Au�erdem konnten wir so auch unserem Lieblingshobby, shoppen, nachgehen. Wir drei lagen voll auf einer Wellenl�nge und der ganze Nachmittag war total lustig, vor allem nachdem wir festgestellt hatten, dass Melli und ich wohl nicht die einzigsten mit Kaufsucht waren. Nach einigen, zum Teil sehr erfolgreichen, aber auch anstrengenden Stunden, lie�en wir uns in einem gem�tlichen Caf� nieder. Nachdem der Kellner unsere Bestellung aufgenommen hatte, fragte Miri: "Ehm, welcher von den Boys ist eigentlich noch solo? Also zum Beispiel Trevor. Hat er eine Freundin?" Das sollte anscheinend beil�ufig klingen, aber Miri's Strahlen in den Augen, wenn sie Trevor's Namen sagte, war kaum zu �bersehen. Diesmal war ich an der Reihe, um gemeinsam mit Melli in Gel�chter auszubrechen, was Miri anscheinend irgendwie verwirrte. "Was ist denn so lustig daran?? Es interessiert mich halt!" Das f�hrte zu einem weiteren Lachanfall unsererseits. Melli war die erste, die sich von uns beiden wieder einigerma�en beruhigen konnte. "Nein, unser Trevi hat keine Freundin. Und ich k�nnte mir sogar vorstellen, dass du Chancen bei ihm hast, du bist genau sein Typ." Miri wurde rot. "Ich hab doch nie gesagt, dass ich Chancen bei ihm haben will, ich wollte doch nur mal ein bisschen mehr �ber ihn erfahren." Ich grinste mir immer noch einen ab. Die beiden w�ren echt ein s��es Paar. "Ach komm schon. Melli und mir kannst du nichts vormachen. Du stehst doch auf ihn, oder warum strahlen deine Augen so, wenn du seinen Namen h�rst?" Sie nickte schuldbewusst und starrte auf den Boden. Irgendwie kam ich aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Wir redeten noch eine ganze Weile �ber unser neues Traumpaar und zogen Miri st�ndig damit auf, aber sie nahm es uns nicht b�se.

Als wir gegen Abend wieder zum Haus zur�ck kamen, waren die Boys schon da. Sie standen alle mit einem Glas Cola in der Hand da und stie�en auf irgendwas an. Wie stilvoll. =) Als sie uns sahen, kamen sie auf uns zugerannt und Trev rief: "Dan ist in der Band. Er ist unser neues Mitglied!" Ich freute mich total und nachdem ich Erik mit einem Kuss begr��t hatte, lief ich auf ihn zu und umarmte ihn. Danny war wirklich total lieb und ich war froh, dass er das 5te Mitglied war. Au�erdem bedeutete das ja auch, dass Miri noch l�nger blieb und ich ein bisschen meine Verkupplungsk�nste hervorkramen konnte. Nach einem weiteren Mal Ansto�ens, machten wir es uns mal wieder im Wohnzimmer gem�tlich und guckten TV. Mit einer Jumbo-T�te Chips bewaffnet, kuschelte ich mich zu Erik aufs Sofa. Melli hatte sich nat�rlich zu Ash gesetzt und Miri sa�, rein zuf�llig, neben Trev. Sie verstanden sich anscheinend super und selbst Trev hatte seine sonstige Sch�chternheit etwas �berwunden. Zufrieden wandte ich mich wieder dem Film und meinem Boyfriend zu.

Als ich sp�ter zusammen mit ihm in unserem Bett kuschelte erz�hlte er mir, dass sie �bermorgen f�r einige Tage nach Deutschland fliegen mussten um einige Songs aufzunehmen. Das passte mir �berhaupt nicht, weil ich Erik deshalb f�r einige Tage hergeben musste. Er selbst schien von dem Gedanken, soweit weg von mir zu sein, auch nicht wirklich gut zu finden, aber er freute sich auch darauf, endlich wieder neue Songs im Studio aufzunehmen. Irgendwann schlief ich dann auch ein.

Mitten in der Nacht wurde ich von einem komischen Ger�usch geweckt. Nach einiger Zeit realisierte ich, dass es Erik war, der sich die Seele aus dem Leib hustete. Besorgt drehte ich mich zu ihm um und legte meine Hand auf seine Stirn. Er war total hei� und sah �berhaupt nicht gut aus. Oh oh, anscheinend hatte ihm unsere kleine Strand-Party vor zwei Tagen �berhaupt nicht gut getan. Ich lief nach unten in die K�che um ihm eine Kamillentee zu kochen, denn schlie�lich w�rde er seine Stimme die n�chsten Tage brauchen. Erik ging es die ganzen Nacht nicht besser, doch irgendwann schlief er nassgeschwitzt und total ersch�pft vom ganzen Husten ein.

 

Als ich am n�chsten Morgen wieder aufwachte, war das Bett neben mir leer. Mein S��er war anscheinend zum Training gegangen und ich hoffte inst�ndig, dass es ihm wieder besser ging. Ich lag den ganzen Tag faul mit Miri und Melli im Garten am Pool rum. Melli und ich hatten beschlossen, die 2 Tage zu nutzen, in denen die Jungs in Deutschland waren, um nach Redding zu fliegen. Da Miri nicht wusste, was sie in der Zeit anfangen sollte, hatten wir sie kurzerhand eingeladen mit uns zu kommen und ihr ein bisschen von unserer Heimatstadt zu zeigen.

Die Jungs kamen gegen Nachmittag vom Training zur�ck und als ich Erik sah, wusste ich, dass es ihm wohl doch nicht wirklich besser ging. Sein Gesicht gl�hte richtig und das Husten war auch schlimmer geworden. Ich befahl im sofort, sich auf die Couch zu legen und wickelte ihn in eine Decke ein. Ich kochte ihm wieder einen Tee und legte mich dann zu ihm aufs Sofa. "Erik, willst du nicht zum Arzt gehen, dein Husten h�rt sich wirklich schlimm an!" Er sch�ttelte energisch den Kopf. "Ach das geht schon so, das ist doch blo� ne kleine Erk�ltung." Davon war ich zwar so gar nicht �berzeugt, aber ich sagte nichts weiter, weil es bei seinem Dickkopf eh nichts n�tzen w�rde. Pl�tzlich klingelte das Telefon und Jake nahm ab. An seinem Tonfall konnte ich schon erahnen, wer dran war. Danach kam er auf mich und meinen kranken Schatz zu. "Erik, Lou kommt in ein paar Minuten vorbei, er will ein perfektes A capella von uns h�ren. Kriegst du das hin?" Erik setzte sich st�hnend auf. "Ich kann doch jetzt nicht singen, du h�rst doch, wie verstopft ich bin. Mein Hals brennt und ich krieg �berhaupt keine Luft mehr." jammerte er. Jake wurde langsam sauer. "Und warum gehst du dann nicht zum Arzt?? Selbst Mark hat dir heute schon 5mal gesagt, dass du zum Arzt sollst. Wieso tust du es denn nicht?? Du wei�t genau, dass wir morgen nach Europa fliegen. Wenn du dann in Deutschland keine Stimme mehr hast, na Prost Mahlzeit." So leid es mir auch tat, dass Erik krank war, aber Jake hatte Recht. "Jake, ich kann jetzt nicht singen, verstehst du das nicht?" Jacob sch�ttelte genervt den Kopf. "Ach du konntest doch noch nie singen."

Eine halbe Stunde sp�ter klingelte es an der T�r und Lou erschien im Wohnzimmer. Er nahm, wie immer, auf einem der Sessel platz und hielt seine �blichen Standpauken. Um so weiter er sprach, desto gr��er wurde mein schlechtes Gewissen. Er erz�hlte n�mlich irgendetwas, dass die Jungs auf sich aufpassen sollten, da sich es sich nicht leisten konnten, krank zu sein. Ich f�hlte mich schuldig, weil Erik mit mir an den Strand gegangen war und mir auch noch bereitwillig seinen warmen Pulli �berlassen hatte, damit mir nicht kalt war. Nach Lou's Ansprache wollte er die Boys nat�rlich noch mal singen h�ren. Selbst ich konnte raush�ren, dass sie nicht besonders gut klangen und Lou schien auch �berhaupt nicht zufrieden zu sein. Danach verbot er den Jungs, vor dem Deutschland-Trip noch mal weg zu gehen und sie mussten alle hoch und heilig versprechen, sich zu schonen. Als er dann endlich verschwunden war, kamen Trev, Jake, Ash und Danny sauer auf Erik zu. Ich beschloss mich zu verdr�cken und gesellte mich zu Melli und Miri in die K�che. Die beiden hatten nat�rlich alles mitbekommen und wussten auch, wie sauer die anderen auf Erik waren. Ich erz�hlte ihnen von meinem schlechten Gewissen, aber sie redeten mir ein, dass mich �berhaupt keine Schuld treffen w�rde, denn er h�tte sich ja schlie�lich auch ganz woanders erk�lten k�nnen. Das half mir zwar nicht wirklich weiter, aber ich beschloss einfach, mir keine Gedanken mehr darum zu machen. Nach einiger Zeit kam mein Schatz in die K�che gewatschelt und wollte sich noch einen Tee kochen. Ich schickte ihn nach oben in unser Bett und versprach, ihm sofort einen zu bringen. Wenn er schon nicht zum Arzt ging, dann wollte ich mich wenigstens ein bisschen um ihn k�mmern. Also lief ich mit einer Packung Eis, einen Paar Sandwiches und einer Kanne Tee nach oben in unser Zimmer. Nachdem ich ihn ein bisschen gef�ttert hatte (ich kam mir langsam echt vor, als w�re ich seine Mutter) schlang er die Arme um meinen Hals und zog mich zu sich aufs Bett. Unsere Zungen begannen leidenschaftlich miteinander zu spielen und pl�tzlich wurden unsere K�sse immer intensiver. Er fuhr mir unter mein Shirt und zog es aus. Als wir beide nackt waren, drang er vorsichtig in mich ein. Ich presste ihn noch n�her an mich und genoss einfach dieses unglaubliche Gef�hl ihn in mir zu sp�ren. Nachdem wir beide zum Orgasmus gekommen waren, lie� er sich v�llig verschwitzt und total ersch�pft zur�ck in die Kissen fallen. So viel also dazu, dass er sich schonen sollte. Ich kuschelte mich an ihn und strich ihm durch die Haare. Nach kurzer Zeit waren wir beide eingeschlafen.

 

Am n�chsten Tag fuhren wir alle zusammen zum Flughafen. Ich hatte den Gedanken, Erik f�r 2 volle Tage �berhaupt nicht mehr zu sehen, bis zum diesem Zeitpunkt einigerma�en erfolgreich verdr�ngt, aber daf�r f�hlte ich mich kurz vor unserem Abschied um so beschissener. Ich versuchte die ganze Zeit, meine Tr�nen zu unterdr�cken, doch nachdem ich alle anderen umarmt und ihnen eine gute Reise gew�nscht hatte, konnte ich sie nicht l�nger zur�ck halten. Erik nahm mich z�rtlich in den Arm und wiegte mich beruhigend hin und her. "Wein doch nicht, Prinzessin. Ich bin doch bald wieder bei dir. Ich ruf sofort an, wenn wir da sind, versprochen." Ich schluchzte auf und sah ihn mit meinen verheulten Augen an. "Ich liebe dich, Erik." Dann gab er mir einen letzten, liebevollen Kuss und verschwand mit den anderen in der Gangway. Ich starrte ihm noch einige Minuten hinterher, dann machte ich mich auf die Suche nach Melli und Miri. Die beiden standen etwas abseits und sahen auch nicht wirklich gl�cklich aus. Melli wischte sich gerade die letzten Tr�nen weg und Miri starrte traurig auf den Boden. Ich lief auf sie zu und nahm sie beide in den Arm. Leider fiel mir nicht wirklich was tr�stendes ein, denn ich f�hlte mich selbst total beschissen. Dann machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu unserer Abflughalle und checkten ein. Wir hatten noch 1 1/2 Stunden Zeit, bis unser Flieger ging, also entschlossen wir uns zum Frustkauf im Duty-free-Shop. Ich entdeckte eine total coole Sonnenbrille und ich war mir sicher, dass sie Erik 100%tig stehen w�rde. Also kaufte ich sie und lief zur�ck zu den anderen. Endlich wurde unser Flieger aufgerufen und wir liefen gemeinsam zum Ausgang.

Ich verschlief fast den ganzen Flug und als ich wieder aufwachte, waren wir schon im Landeanflug auf Redding. Ich kramte meine Sachen zusammen und als wir aufgesetzt hatten, konnte ich nicht schnell genug aus dem Flieger kommen. Irgendwie freute ich mich total, meine Tante und meinen Onkel endlich wieder zu sehen. Auch Melli war pl�tzlich total aufgeregt, nur Miri guckte etwas sch�chtern. Aber nachdem wir beide sie in unsere Mitte genommen hatten, �nderte sich das auch und wir drei liefen gutgelaunt zum Gep�ckband um unsere Koffer zu holen. Da Ash ja sowieso nicht da war, und wir somit ein Zimmer frei hatten, hatten wir beschlossen, dass Miri mit zu Tante Paula und mir kommen w�rde, w�hrend Melli sich auf den Weg zu ihren Eltern machte.

Also nahmen wir beide uns ein Taxi und fuhren zum Haus der Angels. Nachdem ich Miri bereitwillig mein Zimmer �berlassen und mich bei Ash einquartiert hatte, setzten wir uns gemeinsam in den Garten und sie erz�hlte ein bisschen von Ohio und wie sie Danny kenngelernt hatte. Sie kannten sich beide schon seit der High School, seit sie sich total in ihn verknallt hatte. Nachdem sie sich n�her kenngelernt hatten, sagte Danny ihr, dass er nicht in sie verliebt war, was sie aber irgendwie �berhaupt nicht mehr schlimm fand. Na ja, und seit dem waren die beiden die besten Freunde und machten allen m�glichen Schei� zusammen. Nach einiger Zeit lenkte ich das Gespr�ch unauff�llig auf die anderen Jungs, und nat�rlich auf Trev. Sie wurde schon wieder total rot und erz�hlte mir, dass sie sich bis dahin nur gut unterhalten hatten. Ich konnte mir einfach nicht helfen, f�r mich waren die beiden DAS Traumpaar und ich beschloss irgendetwas einzuf�deln, wenn die Jungs wieder zur�ck waren.

Wir beide hatten noch einen total lustigen Abend zusammen und am Ende waren wir beide einfach nur noch total �berdreht und albern. Als ich gegen halb zwei in mein, oder besser gesagt, Ash's Bett fiel, klingelte pl�tzlich mein Handy. Ich nahm ab und eine kr�chzende Stimme meldete sich, Erik. "Hi Prinzessin, wie geht's dir?" Ich war total happy, ihn zu h�ren. Doch selbst durchs Telefon merkte ich, dass es ihm total schlecht ging. Er versprach mir hoch und heilig am n�chsten Tag zu einem Arzt zu gehen und nachdem wir uns beide gegenseitig versichert hatten, dass wir uns liebten, legten wir auf.

Nach diesem Gespr�ch merkte ich wieder, wie sehr mir seine N�he fehlte. Ich kuschelte mich unter die Decke und mein letzter Gedanke, bevor ich einschlief, galt Erik.

 

To be continued!!

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