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"Nyla! Nyla! Du hast deine Taucherbrille vergessen!", rief Dad mir hinterher, als ich gerade durch die Haust�r war. Joka lief vor meinen F��en umher und sprang aufgeregt hin und her. "Die brauch ich nicht, danke Daddy! Ich hab dich lieb! Bye! Ich ruf' an!!" Damit lief ich los. Ich war schon viel zu sp�t. Um halb f�nf vor der Halle. Super! Es WAR halb f�nf! Und ich hatte noch eine halbe Stunde U-Bahn Fahrt vor mir und so weiter... zum Kotzen! Wenn der Bus jetzt ohne mich fuhr... mit einem Gesicht das aussah, als w�r ich von einem Laster �berfahren worden suchte ich mir und Joka einen Sitzplatz in der U-Bahn und nahm mir vor heute auch nur noch finsterer als finster zu gucken! Meine beste Freundin Cindy hatte mir abgesagt! Sie meinte ich kann solange, wie wir in Los Angeles sind -my citayyy!!- bei ihr wohnen! Aber nein, ihr Freund kam ja zu Besuch und deswegen ging das nicht! Ich glaube, es hatte irgendwie etwas damit zu tun, dass wir uns nicht mehr sahen... wir entfernten uns irgendwie voneinander und das gefiel mir nicht! Ich hatte sie immer noch so lieb! Mit ihr konnt' ich alles bequatschen und sie hatte immer Rat, was Kerle angingen... na ja, da braucht ich ja nicht wirklich Rat, das konnt' ich auch ohne sie, aber was jetzt zum Beispiel Joka anging. Den wollte ich n�mlich dann den Tag �ber bei ihr lassen. Ich wollte nicht, dass er vor meinen F��en hin und hersprang, w�hrend ich schwere Stangen und Pfosten schleppte. Oder nachher setzte sich noch Bill oder so auf ihn drauf!! Horror! Horror! Horror! Es konnt echt nur noch schlimmer werden!

Nochmal zur Erkl�rung. Heute geht es weiter in die n�chste Stadt, in der O-Town auftreten werden. Und das ist vorraussichtlich Miami. Strand!! Das brauchte ich echt mal! Na ja, dann konnten alle mal meine unz�hligen blauen Flecke bewundern, die ich mir w�hrend der Arbeit zuzog. Das fand ich noch am besten! Das war ein Spa�! Besonders, weil ich immer sch�ne Pflasterchen auf blutende Wunden machen mussten und ich wusste nicht wer, aber irgendein Schwuler kaufte st�ndig Mickey Maus und Pluto Pflasterchen! SAH ich putzig aus! *w�rg*

"Ja?" Mein Handy hatte geklingelt. "Hier ist dein Chef junge Dame! Du bist viel zu sp�t und bist die Letzte! Wo bist du??" Ich zog meinen Kopf zwischen die Schultern. "�hm.. in der U-Bahn. Ich bin in 25 Minuten da! Versprochen. Es ist mir was Wichtiges dazwischen gekommen!", erkl�rte ich, hoffend darauf, dass Joka jetzt nicht... "WAU!", find Joka an zu bellen und schon ging's los! Er bellte die ganze U-Bahn zusammen. Ich hielt ihm die Schnauze zu, dabei fiel mir das Handy auf den Fu�boden. "Fuck!", schimpfte ich. Als ich das Handy wieder aufheben wollte, zerfiel es in seine Einzelteile. "Technik ist auch nicht mehr das, was es einmal war!", grummelte ich zu Joka, der sich schon wieder beruhigt hatte. Jetzt konnte ich wirklich nur auf Mr. Chef's (ich nannte ihn so, weil ich seinen Namen vergessen hatte) Gnade hoffen!

Vor der Halle war alles leer, also ging ich auf den Hinterhof. Tats�chlich stand dort noch ein Bus. Doppeldecker. Sah cool aus! Ich war erleichtert, weil man anscheinend doch noch auf mich gewartet hatte. Falsch gedacht.

"Hey Nyla! Du bist sp�t dran, he? Dein Bus ist vor zehn Minuten abgefahren. Dein Chef war ganz sch�n sauer!", lautete Dan's Begr��ung. Ich zuckte die Schultern. "Das hab ich mir schon gedacht. Mein Handy ist n�mlich kaputt und deswegen konnte ich ihn nicht anbetteln, auf mich zu warten! Glaube mal jetzt bin ich gefeuert!", motzte ich mit mir selbst. Er sch�ttelte meine Hand und ging dann zu seinem Bus. "Das ist unser Tourbus, aber wenn du dich ganz klein machst, passt du vielleicht noch mit hinten rein!", grinste er. Mein Blick erhellte sich. "Echt? Das w�re echt klasse von euch! Wenn die anderen nix dagegen haben.." Er sch�ttelte den Kopf. "Die werden nur kotzen, weil sie sich dann ein bisschen benehmen m�ssen, aber sonst... wir ham' sogar noch ein Bett frei!" Ich nickte, biss mir dann aber zweifelnd auf die Unterlippe. "Du Dan und was is' mit Joka?", fragte ich mit einem Blick auf meinen kleinen Hund, der sich brav neben mich gesetzt hatte. "Na solange er stubenrein is' und keine Katzenhaare mit sich rumtr�gt ist er doch glatt mit aufgenommen!", grinste Dan. Ich umarmte ihn kurz.  "Dank dir!" Er nickte und verbeugte sich. "Immer wieder gern! Was machen wir nicht alles f�r unsere Angestellten?", sprach er mit sich selbst. Ich zeigte ihm einen Vogel. "Fang' mal noch SO an!"

~Im Bus~

Bett? Das soll ein Bett sein? Also gegen�ber dem Rest des Busses, der also mal richtig luxuri�s war, war diese Sardinenb�chse nichtmal die H�lfte eines Bettes!! F�r mich ganz passend, aber... "Wie zw�ngt ihr euch da rein? Da m�sst ihr euch ja vierteilen, um da reinzupassen!", stellte ich mit verzogenem Mund fest. Er sch�ttelte den Kopf. "Das passt schon! Und was nicht passt, wird passend gemacht!" Ich nickte. "Na dann viel Spa� beim Schlafen heut' Nacht!", sagte ich grinsend. Er smilte breit. Wir waren noch allein im Bus, Joka hatte sich auf mein zuk�nftiges Bett gelegt und schlief, aber Dan hatte gesagt, die restlichen Jungs w�rden gleich noch kommen, damit sie endlich los k�nnten. "Nein, DIR w�nsch' ich viel Spa�! Wir schnarchen n�mlich manchmal ein bisschen, aber das st�rt dich doch nicht, oder?", fragte er ironisch. Ich zuckte die Achseln, stellte meine Tasche hinten in einen speziellen Raum und setzte mich brav auf die Couch im Wohnzimmerbereich. "N�, warum sollte es? Ich tu's ja selbst!" Er riss die Augenbrauen hoch. Ich lachte. "Das war ein Spa�! Ich schnarche nicht, ich schlafwandle aber manchmal!", warnte ich ihn gleich vor. "Das macht ja nichts. Hier im Bus kannst du wohl kaum verloren gehen, oder irgendwo die Treppe runterfallen!" Ich nickte und schaute aus den get�nten Scheiben. "Wei�t du, was ich mir lustig vorstelle?", fragte ich nachdenklich. "Nein. Was denn?" "Wenn alle eure Fans vor dem Bus stehen, die T�r �ffnet sich und........ eine B�hnenarbeiterin steigt heraus!!" Er l�chelte. "Na ja, dann werden sie dich wohl in St�cke rei�en und das gibt uns Zeit uns in die Halle davonzustehlen." Ich streckte ihm die Zunge raus. "Das werden wir ja noch sehen! Ich finde jedenfalls ihr habt sehr nette Fans! Sie haben mich vor ein paar Tagen, als ich durchwollte um in die Halle zu gehen auch brav durchgelassen. Hat Ashley euch das nicht erz�hlt?" Er sch�ttelte den Kopf. "Nein, aber Ashley erz�hlt uns �fter nicht die Sachen, die wir h�ren m�ssen. Eher die Sachen, die wir nicht h�ren wollen." Nanu, er sprach von Ash wie von einem Parasit! Das fand' ich nicht so klasse, aber na ja. Jeder musste mal �ber seine besten Freunde abl�stern. Er meinte es ja auch nicht ernst. Das erkannte ich an seinem Grinsen. "Ja ja Dan... das werd' ich Ashi aber sagen, dass du so von ihm sprichst!" "Das wei� er doch! Er ist zwar blond, aber nicht bl�d!" "Er kriegt nur leicht 'nen Sonnenbrand, he?", giggelte ich vor mich hin. Das war doch bei Echtblonden so, oda?

Nach zehn Minuten h�rte ich Getrampel die Treppe hochkommen.  "HEY! Wer bist DU denn?", rief eine Stimme, die ich nicht kannte. Den Typ dazu kannte ich zwar, hatte aber seinen Namen vergessen. Nennen wir ihn Afroman. "Ich bin Nyla und hab den Bus verpasst und wer bist du?", stellte ich mich vor und gab ihm die Hand. Er sch�ttelte sie verwundert. "Trevor. Trevor Penick. Nett dich kennenzulernen. Aber die Frage ist, WAS machst du in unserem heiligen Gef�hrt?", grinste er. Ich schaute einmal kurz zu Dan und antwortete dann: "Ich bin eine B�hnenarbeiterin von euch und hab meinen Bus verpasst. Dan hat mir angeboten bei euch mitzufahren, weil ihr noch eine Schlafsardine, ich meine Schlafkabine frei habt." Trevor grinste. Seine Haare waren ja echt mal zum Lachen. So eine lustige Frisur hatte ich echt noch nie gesehen. Wie machte er das nur? Nun, ich musste ihn wohl morgen fr�h beim Haare machen beobachten! "Ja, na dann... wenn Mike und Jay nichts dagegen haben..." Dabei schaute er Dan scharf von der Seite an. Ich stupste ihn an die Schulter. "Na h�r' mal, ich bin doch kein Groupie! Die k�nnt' ihr euch angeln, wenn wir irgendwo halten!" Trevor wollte gerade den Mund aufmachen, um etwas dagegen zu sagen, aber ich redete schnell weiter: "Ich bin nur ein Passagier an Bord dieses Busses. Genau wie ihr!" Afroman hob drohend den Zeigefinger. "Dichte uns nicht sowas noch an..." Das klang irgendwie ernster, als ich dachte, dass er es meint! Na ja, vielleicht hatten sie einfach nur schlechte Erfahrungen mit Girls im Bus gemacht... die Armen.. tja mit dem Alter kam die Potenzschw�che! *g*

Dan verzog sich nach hinten in einen Raum, den ich noch nicht gesehen hatte, Trevor ging wieder nach unten und stellte Musik an. Michael Jackson, wenn ich mich nicht verh�rte... �h, nee, Will Smith, ich HATTE mich sehr verh�rt. *oops*

"Nyla! M�del! Du! Hier! In unserem Bus?!", t�nte es laut von der Treppe. Ich entdeckte als erstes nur blonde Haarstoppeln, dann einen ganzen Kopf und dann einen ganzen Ashley, der mit ausgebreiteten Armen auf mich zulief. Na ja, Junge ich wei� wir ham' uns lange net mehr gesehen, aba.. soweit ich wei� liegen wir im Clinch!! "Hey Ash! Wie geht's?", fragte ich mehr fragend als alles andere. Er roch gar nicht nach Kerl, er roch weiblich. Aso, seine Freundin... da waren wir beim Thema. "Und? Wie geht's mit dir und deiner Shelli?", fragte ich, ohne darauf zu antworten, warum ich hier im Bus war. "Och, ganz gut. Ich bin nicht mehr mit ihr zusammen. Wir sind Freunde." "Aber Kinder will sie immernoch von dir, he?", fragte ich frech. Er sch�ttelte ernst den Kopf. "Quatsch!" Ich hatte mich gerade wieder gesetzt -Ash mir gegen�ber- als noch zwei weitere Personen die Treppe hochgestiefelt kamen. Also DIE kannte ich aber defintiv noch. Wie konnte ich diese Armeefrisur und diesen wei�en Bob Marley vergessen? Na ja, die Armeefigur war ein bisscher freundlicher drauf als der Bob. "Tach! Mein Name is' Erik!", gab er mir die Hand. "Das ist Nyla. Sie begleitet uns bis nach Miami, weil sie ihren Bus verpasst hat.", erkl�rte Ashley f�r mich. Danke Ash! Ich hatte ja auch mein Gebiss vergessen, dass ich das nicht selbst h�tte sagen k�nnen! "Ja, stimmt!" "Seit wann nehmen wir hier Leute mit, die ihren Bus verpasst haben? Sind wir 'n Travellingservice oder was?", motzte Jacob. Den Namen hatte ich mir merken k�nnen, weil mein Cousin Jacob hie�. "Nein, seid ihr nicht, aber was spricht dagegen, dass ihr mir einen Gefallen tut? Ich baue eure B�hne doch auch so auf, dass ihr nirgends runterfallt!", du N�rgler! Er lie� sich auf die Couch fallen, als ob er drei�ig Tage und N�chte durch die W�ste von Nairobi gelaufen w�re. Mit 50 kg Gep�ck auf'm Buckel. Na ja, nee, 'n Buckel hatte er ja doch nicht. Ich l�chelte zuckers��. Der beste Weg Leuten die Z�hne zu zeigen, war doch immernoch das breite Grinsen. "DU baust die B�hne ganz alleine!", murmelte Jacob vor sich hin. Darauf sagte ich nichts. Ach schei�e, irgendwie bekam ich das Gef�hl ich war hier mehr als nicht willkommen. Danke auch, Jungs! "Ich wollt' mich ja net aufdr�ngen, aber zu Fu� kann ich nicht nach Miami laufen!", sagte ich vorsichtig. Mal sehen, wie dieser Erik drauf war. Doch er winkte ab. "Ach Mensch, Honey! Nimm' Jacob nicht so ernst, der ist was Frauen angeht ein alter Opa.. wir freuen uns doch immer wenn wir weiblichen Besuch in den Bus bekommen!" Breit grinsend strahlte er mir entgegen. Hatte er sch�ne Augen! Wie Mr. Spock jetzt sagen w�rde: "FASzinierend!" *g*

Der Bus fuhr los. Eine Weile sp�ter kam jemand die Treppe hoch. Ich sa� auf meinem Bett und schaute gerade, ob ich mein Handy vielleicht wieder hinbekam. Aber anscheinend war da doch nichts zu machen. Dieser Jemand ging an meiner Schlafkabine vorbei, die ein St�ckchen weit unten gelegen war.. ich sah nur die Schuhe, aber ich rief: "Hey, �h, Trevor? Kann ich vielleicht eventuell mal kurz von deinem Handy aus meinen Chef anrufen?" Der Jemand blieb stehen und beugte sich herunter, nur leider war das nicht Trevor. Kein Grinsen. Nur lange Dreadlocks und blaue Augen, die mich kalt anstarrten. "ICH bin nicht Trevor und nein, nicht von meinem Handy! Trev ist unten beim Fahrer!" Danke Jacob, deutlicher ging's nicht. "Sorry Jake!" "F�r dich immernoch Jacob!" Pah! Was f�r ein Gockel! Was hatte der mit Ash, Dan, Erik und Trev in einer Band verloren? Der passte doch nichtmal rein! Der war so ein Arsch, der kannte das Wort L�cheln sicher gar nicht! Alles was der konnte war wohl Mikros fallen zu lassen und M�dels anzugiften, die gar nichts B�ses von ihm wollten. Ich hatte ja auch nicht vor mich mit ihm anzufreunden, aber... "H�r' mal zu JACOB! Wir m�ssen ja nicht die besten Freunde werden und noch nichtmal gute Freunde, aber du k�nntest mich ruhig wie eine normale Person behandeln! Ich hab dir nichts getan, OKAY?", fauchte ich. Er sah mich mit gro�en Augen an und zum ersten Mal entdeckte ich sowas wie Verwunderung darin, doch da hatte ich mich wahrscheinlich geirrt... "Aight!" Damit war er in das hinterste Zimmer verschwunden. Ich schlug meine Bettdecke zur�ck. "Joka! Hier bist du! Du alter Hamster!" Er schleckte �ber meine Hand. "Ja danke, ich dich auch mein S��er!" "Hey Nyla! Ich will dein Techtelmechtel mit deinem Freund ja nicht st�ren, aber du hast doch gesagt, dein Handy w�re kaputt!", sagte Trevor. Ich lachte und stand mit Joka auf dem Arm auf. Der sah noch ein wenig zerknautscht aus. "Ist es auch! Darf ich vorstellen? Das ist mein Hund Joka!" Trev grinste und wurde rot. "Oops, da hab ich mich wohl ein bisschen vertan. Sorry." Abwinkend gab ich Trev meinen Hund auf den Arm. Der wusste nicht so ganz, was das sollte, strich ihm aber letzendlich �ber den braunen Kopf. "Schon okay. Guck, Joka mag dich!" "Woran erkennst du das?", fragte Trev. "Na ja, er hat dir nicht in die Hand gebissen.", antwortete ich lachend. "Na toll, da f�hl' ich mich jetzt aber geehrt! Thanks Joka! Ist aber ein R�de oder?" Ich nickte wichtig. "Jap, aber nicht mehr wirklich. Es wurde zu schlimm mit seinen n�chtlichen Ausfl�gen aus dem Fenster und da hab ich ihn kastrier'n lassen!" Trev verzog schmerzlich das Gesicht und sprach dann zu Joka: "Oh Mann, Kumpel, jetzt versteh' ich dich schon viel besser!" Ich sch�ttelte den Kopf. Trevor lie� meinen Hund runter, doch der sprang gleich wieder auf mein Bett und rollte sich zum Schlafen ein. "Sach' ma' Trev, ist Jacob immer so launisch?", fragte ich, w�hrend Trev den Fernseher anmachte und auf ABC schaltete. "Kommt drauf an, was man von ihm will.", murmelte Trevor gedankenversunken. Er vertiefte sich in die Serie "Friends". Ich tat es ihm gleich. Doch nach einer Stunde Fahrt, die Sonne ging gerade auf, fragte Trev: "Mike hast du noch gar nicht kennengelernt, he?" Ich schlug die Augen wieder auf. Da ich heute morgen so fr�h aufgestanden war, tat es gut ein bisschen rumzud�sen. "Nein, warum auch? Ich bin nur eine B�hnenarbeiterin." Er legte die Fernbedienung auf den Tisch und machte ein wohlwollendes Gesicht. "Ach was! Darum geht es doch nicht! Wir m�ssen doch keine gro�en Gepr�che �ber unsere Kindheit halten, um uns anzufreunden. Schlie�lich m�ssen wir Jungs uns wohl vier Tage lang das Badezimmer mit dir teilen!", grinste er. Ich nickte l�chelnd. Seine Augen strahlten eine �berzeugung aus, der wohl niemand widerstehen konnte. "Stimmt. Tja, dann... Freunde?" Ich hielt ihm meine offenen Arme entgegen. Er ging lachend darauf ein und umarmte mich herzlich. "Freunde! Kannst mich auch Trev nennen, das tun alle meine Freunde!!" Ich f�hlte mich sehr wohl in seiner N�he. Er war bisher der Einzige, in dessen Gegenwart ich mir nicht fehl am Platz vorkam. Er war mein Freund und damit in New York auch �berhaupt mein erstes guter Freund. Bis �ber beide Ohren strahlend holte ich mir Joka auf den Scho�, kraulte ihn hinter den Ohren und schaute weiter fern. "Hey ihr Zwei! Was macht ihr so?", fragte Ash, der sich promt neben mich setzte gespannt in die Gegend guckte. Na WAS machten wir wohl grade? "Nach was siehts denn aus?", fragte ich gereizt. Warum war ich in Ash's Gegenwart zwischen meinen Gef�hlen so hin und her gerissen? Eigentlich wollte ich ja nett zu ihm sein, so wie unserem ersten Treffen, aber er war aber manchmal auch pl�schig! "Fernsehen nat�rlich.", stie� er hervor. Ich nickte. Erik und Dan kamen auch noch dazu. Sie stellten fest, dass sie Hunger hatten und schon ging das gro�e Gekrame im K�hlschrank los. Wo genau der stand wusste ich nicht. Ich sah nur, wie Erik Essen zu Dan reichte, der es dann mir gab. "Wo ist Jake?", fragte Erik, als er aus der Kochnische wieder nach oben kam. Aaah! Bing! Da unten war also die K�che! Da musste ich mich bei Gelegenheit doch nochmal umsehen. "Der ist hinten im Zimmer und telefoniert mit Janie glaub ich.", antwortete Ashley. "Wer ist Janie? Seine Freundin?", fragte ich neugierig, w�hrend ich mir einen Toast dick mit Butter beschmierte. "Seine Frau!", antwortete Erik. Ich hob die Augenbrauen. Sieh an! Mister Eisblick-f�r-dich-immernoch-Jacob war schon verheiratet. Die tat mir irgendwie leid. Mutig musste sie sein, wenn sie so einen Dicksch�del heiratete. Respekt! Meine Haare st�rten mich im Moment ein bisschen. Ich konnte links und rechts neben mir nichts erkennen. Aber ich sa� so derma�en eingezw�ngt zwischen Ashley und Erik, dass da gar nichts mehr ging, au�er die Flucht nach vorne. "Sag' mal Jungs, ihr wisst schon, wie man bei einer Frau auf Tuchf�hlung geht, was?", fragte ich vorlaut in die Runde. Prompt r�ckten die Zwei ein St�ckchen weiter weg und ich konnte die l�stigen Haare hinter die Ohren klemmen. "Danke.", bemerkte ich wie nebenbei.

 

-6-

Wir fuhren wirklich den ganzen Tag durch, bis Abends um sechs. Ich betete und hoffte inst�ndig, dass Joka es noch aushalten konnte. Schlie�lich hatte er sich den ganzen Tag noch nicht erleichtern k�nnen und ich hatte nicht das Gef�hl, dass ich als Gast in diesem Tourbus Anspruch darauf hatte zu bestimmen, wann dieser anhielt, nur damit sich mein Hund "entleeren" konnte. Jacob war immer noch in dem Hinterzimmer. Ashley, Dan und Trevor spielten zusammen Gitarre. Eine Weile lang h�rte ich zu, dann ging ich die schmale Treppe runter, die zum Erdstock des Busses f�hrte. Erik sa� gerade auf einer Sitzbank, hatte den Kopf auf den Tisch gelegt und schlief. "Hey Eri... oh, du schl�fst ja!" Abrupt sprach ich leiser. "Sorry! Weitermachen!" Ein breites Grinsen konnte ich mir nicht vergreifen. "Ich schlafe nicht. Ich habe mich entspannt.", kam es beduselt von ihm zur�ck. Dann hob er den Kopf und l�chelte abgespannt. Ich wollte mir eigentlich die K�che und das Bad ansehen, aber jetzt setzte ich mich doch lieber zu ihm. So, wie er mich vor Jacob verteidigt hatte, musste er doch ganz in Ordnung sein... er, mit seiner Armeefrisur! *g* "H�r' mal, ihr habt erst ein Konzert dieser Tour gegeben und du siehst schon ganz sch�n fertig aus! Warum hast du nicht ein bisschen geschlafen?" Er sch�ttelte nur den Kopf. "Ich schlafe im Bus grunds�tzlich schlecht! Ich kann auch nicht die ganze Zeit sitzen.. ich bin was das angeht absolut nicht f�r diesen Job geschaffen!" Aber f�r was anderes schon... *g* "Na ja, geht ja ums Singen und solange du DAbei nicht einschl�fst ist ja noch alles in Ordnung!", versuchte ich ihn aufzumuntern, was eigentlich gar nicht n�tig war, denn ich las keinerlei Verzweiflung in seinen dunkelbraunen Augen. "Erz�hl' mal, wie kommt ein M�del wie du zu so einem Job?", fragte er nach einer Weile. Da ich gerne mit ihm ins Gespr�ch kommen wollte, erz�hlte ich nun denn meine halbe Lebensgeschichte er andersherum genauso. Ich mochte die Art, wie er redete. So relaxt, als w�rde er chillen bis zum geht nicht mehr, dabei sah er alles andere als erholt aus! Der Titel des Mister Augenring war ihm sicher! "Also ist es nicht wirklich dein Herzenswunsch gewesen, den Job zu machen?!", stellte er schlie�lich fest. Ich nickte nur. "Dann bin ich ja beruhigt. Ich dachte schon, du w�rst eine von diesen Amazonen, die nur Jobs erledigen, die M�nner sonst machen, wie Bauarbeiter, Maurer und sowas alles." "Schwei�arbeit!", fasste ich zusammen. Erik nickte. Ich sch�ttelte den Kopf. "Nee, nee. Ich bin nicht so scharf auf solch ein Gesicht wie meine Kollegen. So vernarbt und gegerbt.. auch wenn ich mir so richtige Roadies vorgestellt hab! Ein Schei�knochenjob ist es trotzdem!", meckerte ich fast schon wie ein alter Hase. Erik erz�hlte noch einiges �ber seine Familie und wie er in die Band gekommen war. Ich h�rte interessiert zu. Besonders als wir darauf zu sprechen kamen, warum er so viele Freundinnen gehabt hatte, was mich nicht wunderte, entschuldigte er das mit seiner puertoricanischen Abstammung. "Ein alter Latino, hm?", grinste ich und stie� ihm in die Seite. "Ja ja... ein Kind New Yorks." "Ach ich find die Mischung wirklich sehr interessant.", antwortete ich und zupfte ein Hundehaar von meinem Sweater. "Jacob kann mich gar net leiden!", stellte ich wie f�r mich fest. Erik lachte. "Nein, nicht wirklich, aber er benimmt sich immer so, wenn jemand angeblich in sein Territorium eindringt." "Ach na ja, solange er nicht versucht mich w�hrend der Fahrt aus dem Fenster zu schubsen, ist das gar nicht so tragisch!" "Nee, sowas macht der nicht. Lass ihn einfach in Ruhe und dann klappt das schon. Er braucht immer seine Zeit um mit anderen Menschen warm zu werden. Man muss ihn halt nehmen wie er ist. Den Jake, ja!" Ich musste niesen. Bah! Wie sch�n, weit und breit kein Taschentuch zu sehen... wie immer, wenn meine Nase lief.. und das auch noch im Sommer! Bitte Gott! Jetzt blo� kein Schnupfen! "Gesundheit! Kleenex haben wir nicht, aber ich hab 'n paar deutsche Taschent�cher dabei! Zebra oder Zeee... ja Zewa hei�en die. Hab ich mir da mal gekauft! Bitte!", hielt er mir eins hin. Dankend nahm ich es und schn�uzte einmal kr�ftig. Jetzt guck nicht so Junge! Wir sprechen uns wieder, wenn du mal ausschnauben musst, Mensch! "Was?", fragte ich betont. Er grinste und sch�ttelte seinen Basebecappten (tolles Wort, oder?) Kopf. "Nichts!" Nach einer kleinen Pause fragte er: "Was machst du so in deiner Freizeit? Machst du irgend 'n Sport?" Ich grinste. "�h, nee, ich mach gar keinen Sport. Nur so meinen Job. Vielleicht sollte ich es tun, damit ich das weiterhin so schaff', aber ich hab nicht so wirklich Lust dazu irgendwo hin zu gehn' um zu trainieren. Trevor spielt sicher Basketball, he?" "Joa, er und wir auch. Nur er is' der Basketballfreak. Er redet selbst mit seiner Freundin kaum �ber was Anderes." Grinsend fragte ich: "Ach, er hat 'ne Freundin?" "Nein, aber wenn er eine hatte, dann ja. Trev ist was die Sache Freundin betrifft ein schwerer Fall!" "Na nett Erik!" Ich zog 'ne Schnute. "Ich wei� gar nicht wo bei euch das Problem liegt! An Angeboten kann es euch, beziehungsweise Trevor doch nicht fehlen?! Auf eurem Konzert hab ich mehr als dreimal auf Plakaten gelesen: "Ich will ein Kind von dir Trevor!", oder "Dan, heirate mich!"" "Ach, von mir hast du nichts gelesen?", stellte er entt�uscht fest. "Doch doch, aber das sag ich dir jetzt lieber nicht, was draufstand!" Er wurde neugierig. "Doch, sag' mal!" Ich sch�ttelte den Kopf. "Das war nicht jugendfrei!" "Na DANN! Los, sag! Ich will doch wissen, was meine Fans wollen!", zwinkerte er mit einem breiten Grinsen auf der Backe. "Naw! Dann fl�ster' ich's dir in's Ohr! Laut sach' ich das nicht!" Er nickte und neigte seinen Kopf zur Seite. Na gut, wenn er das unbedingt wissen wollte... *schnupper* Er roch angenehm nach... keine Ahnung, aber er roch ziemlich gut! "Erik, l*** my *****!" Ich schaute ihn grinsend an. "Das stand da drauf!" Er hatte ganz gro�e Augen. "Woaw, nicht schlecht, ziemlich direkt!" Ich verschluckte mich fast am Auflachen. "Ziemlich direkt? Ich find das ganz sch�n hart, das auf so ein Plakat zu schreiben! Wenn, dann w�rd' ich's ja pers�nlich sagen... also, nicht dass ich das zu jemandem sagen w�rde, aber wenn... dann... ach, du wei�t schon, was ich meine, nicht wahr?" Er schaute ziemlich am�siert. "Hach, du verstehst es nicht, ist aber auch nicht so wichtig jetzt. Wenn du das okay findest... dann bist du wohl der Typ daf�r!" Herausfordernd starrte ich ihn an. Er grinste immernoch. Typ! Kannst du auch mal anders gucken? Du verunsicherst mich! Und das mag ich nicht, denn normalerweise kann das niemand! Endlich sagte er auch mal wieder was: "Nein, ich finde auch nicht, dass das ein reeller Wunsch ist..." Ich atmete auf. "Sie stand ja in der Menge!" Boooaaahh Mensch Junge! Du stresst mich! "Du bist sowas von versaut Erik! So hab ich dich gar nicht eingesch�tzt!", klagte ich ihm mein Leid. "Schlechte Menschenkenntnis, sag ich da nur! Aber nimm' das nicht zu ernst, das w�rde ich nicht machen! F�r was h�lst du mich denn? F�r die m�nnliche Ausf�hrung von Angelina Jolie?" Ich tat so, als w�rde ich �berlegen, er machte schon ein ganz erschrockenes Gesicht. "Keine Angst, man sieht dir doch deinen weichen Kern an! Du Latino!" Er plusterte sich auf. "Ja jaaa, bin ich, bin ich, geb ich offen zu! Schuldig im Sinne der Anklage!" "Sag' mal, wir k�nnten nicht zuf�llig mal anhalten, oder? Joka muss unbedingt mal raus. Er war heute den ganzen Tag nicht drau�en und will nicht, dass ein Ungl�ck passiert!" Erik nickte. "Ich nehme an, Joka ist der kleine K�ter, der auf deinem Bett liegt, oder?" Ich schaute entr�stet. Hatte der eben gerade meinen Joka beleidigt?! "Der kleine Hund! Und danke!" Erik stand auf und ging an mir vorbei zum Busfahrer. Dann kam er zur�ck. "10 Minuten, dann kommt eine kleine Stadt in der wir halten." Seine Duftfahne wehte an mir vorbei, als er sich setzte. Schnuppernd hielt ich meine Nase in die Luft. Bis zum Halt unterhielten wir uns noch ein bisschen �ber seine Familie. Ich fand es lustig, dass seine Mom Micki hie�. Was f�r ein putziger Name. Wohl ein Walt Disney Fan gewesen, seine Grannie. Alles in allem verstand ich mich bis jetzt mit Erik und Trevor am besten. Sie hatten genauso einen Humor wie ich. Jacob war nicht der Rede wert, ein alter Bock... ziemlich verkalkt kam er mir vor. So altmodisch. Man musste sich bei ihm wohl 'n Jahr kennen, bevor man ihn mit seinem Spitznamen anreden durfte... Mann! Na ja, Dan war halt Dan. Er war erst 22, aber er kam mir erwachsener vor. Wenn ich ihn nicht sehen w�rde. Seine Handlungsweise war mir viel zu kompliziert. Immer erst tausend Mal nachdenken, bevor man was sagt oder tut... wow, viel zu anstrengend! Ash war ein Tollpatsch, er war trotzdem ein Schatz. So weit wie ich das einsch�tzen konnte hatte ich ihn wirklich schon sehr gerne, aber man konnte sich auch gut mal mit ihm zanken. Alles in allem aber zum Totknuddeln! Aber einen von denen als Freund? Also ehrlich!  Also bitte! Das war ja sicher echt cool! Sich so ein einziges Mal in einem Monat zu sehen, oder weniger!? Schon klasse oder? Die beste Vorraussetzung f�r eine gl�ckliche, gl�ckliche Beziehung. NEE!

 

-7-

Endlich, endlich! Joka war drau�en und sprang nicht lange durch die Gegend sondern verewigte sich zuerst an allen Hydranten und Stra�enlampen. Ich sah nicht zu, sondern schaute zu Trevor und Dan, die einen Basketballkorb entdeckt hatten und die Pause dazu nutzten um sich etwas sportlich zu bet�tigen. Da sah ich lieber zu. Das war spannender. Erik und Ashley gesellten sich auch noch dazu. Der Einzige, der mal wieder nicht wollte war Jacob. Na ja, er sah auch nicht so sportlich aus. Eher so, als w�rde ihn gleich ein Windl�ftchen umhauen! Gegen die Jungs war er voll der Zwerg! Wieder ein Grund, warum er gar nicht in die Band passte. Nichtmal seine Stimme h�rte sich nach Boyband an, als ob man DEM das glauben w�rde, wenn er "Girl, ich liebe dich!", singt. Gut, gut, ich gebe zu. Ich hatte ziemliche Vorurteile ihm gegen�ber, aber er mir gegen�ber hundertprozentig auch, also was soll's? Shit happens. Nach einer halben Stunde schaute Dan auf die Uhr, schaute einmal zu den anderen und sie gingen wieder in den Bus. Na sch�n! Die waren ja gar nicht verschwitzt oder so... na dann w�rde das Bad wohl ein paar Stunden besetzt sein.. wenn ich schon Ashley ansah! Um seine Haare wieder in Form zu bringen brauchte er sicher den gesamten Abend. Doch nichts da! Er war diesmal am schnellsten wieder drau�en. Na ja, vielleicht lag das auch daran, dass Trevor ihm drohte die T�r einzutreten und ihn nackt vor mir aus dem Bad zu scheuchen. Er dachte bestimmt das selbe wie ich: "Nein, danke!" Bitte nur vollst�ndig angezogen. Nicht, dass hier noch ein Jacob das Schlabbern bekam... NEIN! Okay, ich h�r' auf, DAS will ich ihm nicht andichten! Der sieht so hetero aus, mehr geht schon gar nicht. Joka fra� gerade aus einer Cornflakessch�ssel sein Trockenfutter. Jacob guckte ein bisschen angewidert, aber das ignorierte ich einfach. Junge! Als kleines Kind hast du auch mal so rumgeschmaddert! Also glotz' nicht so bl�d! "Ich hab Hunger! Nyla, kannst du kochen?" Er sa� mir gegen�ber auf der anderen Seite des Busses und schaute mich flehend an. � la: "Ich will heute nicht schon wieder Fast Food haben! Bitte, rette mich!" Ich nickte stolz. "Ja klar, alles was du willst. Von Spiegelei bis, �h, Putenfilet!" Ein 5 Sterne Koch war ich nunmal auch nicht, also guck' nicht so entt�uscht Ash! "Ja, also was haben wir denn so f�r Zutaten hier?", fragte Ashley Erik, der gerade im feinsten Zwirn aus dem Bad kam. Wo steigt die Dinner Party Erik? "Na f�r was Ordentliches reicht's doch bestimmt noch!", antwortete ich f�r mich selbst, stand auf und ging runter zu der kleinen Kochnische. Ash und Erik folgten mir. Erik hatte noch nasse Haare... na ja... Haare? Welche Haare? Auf jeden Fall war sein Kopf nass. "Du wirst krank Erik, wenn du so durch die Gegend rennst!", sagte ich und zeigte auf seinen Kopf. Er winkte ab: "Kein' Bock mir 'n Handtuch zu holen!" Ich schnaufte und meckerte: "Nu' los du Faultier! Beweg' deinen Astralk�rper nach oben und hol' dir gef�lligst eins! Ich muss keine Tropfen von dir in meinem Essen haben." "Deinem Essen?", fragte Ash, der schon gierig auf die Pfanne schaute, die ich auf den Herd gestellt hatte. "Ja! Ich muss schlie�lich auch was essen! Was dachtest du denn Ash? Dass ich euch verk�stige und mir selbst 'n Kanten Brot schmier'?", fragte ich gereizt. Das WAR aber auch ein Vielfra�. "Nein, nein. Sorry ich hab dich falsch verstanden. Ich dachte, dass du..." "Ich wei� schon was du gedacht hast. Ist okay, aber guck' mir nicht die ganze Zeit �ber die Schulter das macht mich nerv�s!" Schon wieder meine schlechte Laune.. Ashley bekam echt alles ab... "Okay, I'm sorry!" Damit ging er leicht geknickt nach oben. Jacob h�tte mich zusammengeschnauzt... Ashley war ein Lieber!

Boah, die hauten aber rein! Na ja, ich hatte das auch nicht schlecht hinbekommen und zum Gl�ck waren sie keine Vegetarier, also a�en sie brav meine Klopse mit Ketchup und Bratkartoffeln. Ja jaaa... deutsches Essen. Hatte ich von so einem Kochsender... Namen hab ich vergessen. Das Gericht nannte sich: German Lunch, aber ich glaubte irgendwie nicht, dass die Deutschen sowas tats�chlich a�en... na ja, die Amis, sprich wir allemann im Bus,

(fr)a�en wie die Scheunendrescher... ich erw�hne nicht, wer am meisten (fr)a�, das k�nnt ihr euch sicherlich selbst denken! "Sagt mal, sowas wie Tischmanieren kennt ihr nicht, oder?" Vier ungl�ubige und ein desinteressiertes Augenpaar/e sahen mich verdutzt an. "St�rt dich das?", fragte Trev mit vollem Mund. Ich sch�ttelte den Kopf. "Nein, nicht im Geringsten.. esst ruhig weiter, das muss ja weg, egal wie! Keine Ahnung, wie alt das schon war..." Angeekelte Blicke wurden ausgetauscht. Ich lachte: "Das war ein Spa�! Ist alles frisch! Jetzt esst schon!" Mann, die waren aber leicht zu vereiern... viiiel zu beeinflussbar... mit einer Ausnahme, die Dreadlocks trug... war ja wieder typisch! Es wurde langsam Nacht. Die Sonne ging unter. Ashley h�rte Musik, Trevor, Dan und Erik schauten fern, Jacob und ich schauten aus dem Fenster. Wow! Wir taten mal etwas gemeinsam, ohne uns anzugiften! War ja der reine Wahnsinn! Meinetwegen konnte das �fter so friedlich ablaufen. Schei�e! Jetzt hatte ich auch noch vergessen meinen Chef anzurufen! Da war ich echt total von abgekommen! "Trev?" Er sah vom Fernseher zu mir. Wenn er so weitermachte bekam er bald viereckige Augen... hatte mein Daddy immer zu mir gesagt, wenn ich ausnahmsweise mal zuviel ferngesehen hatte... unnormal f�r mich, I know! "Ja, was denn?" "Kann ich jetzt einmal schnell meinen Chef von deinem Handy anrufen?" Er nickte, kramte umst�ndlich in seiner Hosentasche und gab mir das silberne Ding. "Du musst aufklappen, Nummer eingeben und auf den gr�nen H�rer dr�cken!" Echt? Klasse, das h�tt' ich jetzt echt nicht gedacht Trev! Muss ich nicht DOCH auf den ROTEN H�rer dr�cken? Und wie gibt man nochmal die Nummer ein? JUNGE! Ich bin doch nicht von gestern! Zum Telefonieren verzog ich mich in den Hinterraum. Dabei merkte ich noch, dass ich ihn das erste Mal betrat. Hier war es noch gem�tlicher, als vorne, aber m�liger. Klamotten lagen auf dem Sofa, das links und rechts unter dem Fenster angebracht war. Alles war bunt verziert. Die Scheiben waren von au�en ein bisschen angemalt. Da stand sowas wie "I love you!", oder so drauf... war sicher von Fans draufgeschrieben worden! Leute! Sowas muss man dann auch so schreiben, dass die Jungs das lesen k�nnen! Ist doch Spiegelschrift! Als Boyband Member w�rd ich mir doch nicht die M�he machen und falschrum lesen... *grins*

Im Schneidersitz pflanzte ich mich auf die Seite, an deren Fenster ich den blutroten Sonnenuntergang am besten betrachten konnte und rief Mr. Mitchel (hey, der Name is' mir wieda eingefallen!) an. "Mitchel, ja bitte?", meldete er sich. "Guten Abend Mr. Mitchel! Ich bin's, Nyla. Nyla Raige!" Er brummte ein: "Ach du! Wo bist du?", heraus. Ich zerbiss mir die Unterlippe. "�hm, ich bin auf dem Weg nach Miami. Ich fahre im Bus von der Band. Aber wir sind fast direkt hinter ihnen. Nur so ein paar Stunden!" Schneller sprechen ging nich', oda Nyla?! "Wie bitte? Sie sind WO?" "Im Bus der Jungs. Sie benehmen sich aber alle anst�ndig!" Gott! Als ob ihn das interessierte!? "Ja sind sie wahnsinnig geworden? Da drin haben sie gar nichts verloren! Haben sie sich da eingeschlichen, oder wie haben sie das angestellt?" Ich lachte mich lautlos kaputt. Mein Chef klang sowas von verwirrt... wie ein alter Greis, der vergessen hatte, dass er Alzheimer hatte... "Nein, Dan hat mir das angeboten!", sagte ich stolz. Ja! Ich war stolz! Na und? Ich musste jawohl auch ein gro�es Opfer bringen, dass ich hier mitfuhr! Ich musste mich mit diesem Muffel namens Jacob abm�hen und aufpassen, dass er meinen Hund nicht wirklich aus dem Fenster kickte! "Na klar hat ihnen Dan das angeboten!" Das klang echt alles andere als glaubhaft.. also, als ob er mir das glauben w�rde... ihr wisst schon! "Doch hat er und wenn sie's mir nicht glauben, kann ich ihnen gerne Dan geben. Der wird's best�tigen!" "Nein, nein. Hauptsache, sie sind in vier Tagen in Miami. Nach Zeitplan! Wir haben keine Zeit auf sie zu warten, verstanden?" Ja ja... Mr. Superglatze! Brauchst dich gar nicht so aufzuplustern! "Ist ja okay! Ich bin schon da dann!", versprach ich mit dem Indianerehrenwortton (komisches Wort! Hab ich das grad erfunden, oder gab's das schon vorher?). Die T�r zum Hinterraum �ffnete sich. Erik kam mit einem Grinsen herein. Er hielt eine T�te Popcorn in der Hand und mampfte. Ich nickte ihm zur Begr��ung entgegen, zeigte ihm aber mit einer Handbewegung, dass er ruhig sein sollte. Hehe, na ja, ich war schon j�nger und hatte ihm eigentlich nichts zu sagen, aber schei� drauf! Er hielt sich netterweise dran. Das Telefonat war beendet. Ich klappte Trevor's tolles Spacehandy zusammen und legte es neben mich auf die Couch. "Redest du immer in solcher Lautst�rke mit deinem Chef?", fragte Erik und hielt mir die T�te Popcorn hin, aus der ich mir eine Handvoll schnappte. Eigentlich hasse ich Popcorn, aber ihm zuliebe ess' ich's dann doch trotzdem mal...  "Nein, DAS war noch gar nichts! �berhaupt, die W�nde hier im Bus sind ziemlich d�nn!", stellte ich kauend fest. Er nickte. "Ja. Schlechte Vorraussetzungen!", grinste er mich an. Was war das jetzt bitte f�r eine Bemerkung. "Zum Singen?" Er nickte. "Unter anderem." Ahhh ja, das Gitarre spielen h�rte man dann nat�rlich auch noch sehr deutlich... ��hm, ich hab dat' Gef�hl DAS hat er auch nicht gemeint! Egal! Das interessiert mich auch gar nicht... und sowieso! Was verunsichert der mich hier so? Das hab ich nicht verdient! "Wie lange sind Janie und Jacob eigentlich schon zusammen, dass sie schon geheiratet haben?" Es kam mir suspekt vor, dass ein M�del sich f�r immer an so einen Brummb�ren von Kerl binden konnte!! "12 Jahre!", kam die Antwort. Ich verschluckte mich fast, aber nur fast. "Hm, na ja, 'ne ganz sch�n lange Zeit.. wie alt ist der K.. Jacob denn?" "22.", kam wieder so eine einsilbige Antwort. "Sehr gespr�chig biste ja nicht! Zu faul zum Reden, oder was? Warum kommst du zu mir, wenn du nicht reden willst?", fragte ich verwundert. Er schielte auf sein Popcorn und dann auf mich. "Keine Ahnung. Wollte sehen, wie's dir geht?" Wie's mir geht? Wo war ich denn? Auf dem Mars oder in einem anderen Raum? "R�hrend wie besorgt du bist, aber ich hab' nicht das Gef�hl, dass mir hier drinnen much passieren kann!", antwortete ich gelassen. Er starrte wieder aus dem Fenster. "Erik, kann ich dich mal was fragen?" "Ich wei� nicht, ob du kannst?!" Aaarrghh... Junge, du stresst mich! Und ich hasse Stress! "Ja oder nein? K�nnen tu' ich alles!!" "Ja." "�hm, hab's vergessen, sorry!" Er rollte die Augen. Na endlich merkte er mal wie sch�n sowas war! Rede Mann! Rede doch! Ich unterhalt mich doch gern mit dir! "Sind deine Eltern noch zusammen?", fragte er schlie�lich. Taktlos biste gar nicht, oder? (Hab ich aus "Titanic"!) "Nein. Meine Mom ist gestorben, als ich klein war.", sagte ich und schluckte. Schei� drauf, dass Erik hier war. Ich konnte das nicht ohne ein tiefes Seufzen und Schlucken erz�hlen. Schlie�lich war das meine Mommy! Gewesen! "Meine Eltern sind auch geschieden!" Und? "Tut mir leid f�r dich!", sagte ich, obwohl ich ganz stark das Gef�hl hatte, dass ER das eigentlich eben zu mir h�tte sagen m�ssen! "Schon okay. Meine Mom hat wieder geheiratet. Hab mich dran gew�hnt." Ja, Erik! Heul' dich aus! "Ist doch cool! Besser als mein Dad! Der ist irgendwie nicht f�hig zu einer Beziehung seitdem Mom nicht mehr da ist. Aber er sagt, er habe auch nicht das Bed�rfnis nach einer neuen Frau, wenn mir nicht meine Mutterh�lfte fehlt. Und nat�rlich ist das bl�d, denn nat�rlich fehlt mir meine m�tterliche H�lfte, aber ich h�tte wohl jetzt etwas gegen eine "neue" Ersatzmutter. Ist einfach zu sp�t! Sicherlich sieht man mir an, dass mir bei meiner Erziehung die Mutter gefehlt hat, aber..." Ja! Lass es raus Nyla!! "Wieso? Ich finde das passt zu dir! Besser als solche Tussis, die sich aufregen, wenn der Lippenstift verschmiert, oder die Frisur verrutscht ist! Ich HASSE das!! Wozu braucht ihr Frauen �berhaupt Make Up? F�hlt ihr euch irgendwie besser dann?" Ich lachte und machte eine unschuldige Geste. "MICH brauchst du das nicht zu fragen, ich kenn' nur ein M�del, dass so einem Wahn verfallen war und das war meine alte Schulkameradin Lauryn Turner. Sie stylte sich wirklich jeden Tag stundenlang f�r die Schule. Wie ein Model... obwohl sie ohne Schminke viel, viel sch�ner aussah..." Erik h�rte zu, wusste aber nicht mehr als: "Tja, wieder so ein Beispiel!", zu sagen. "Eben! Und ihren Freund, den sie auch schon geheiratet hat, hat sie kennengelernt, als sie ungeschminkt war, morgens beim Zeitung holen. Und er hat sie darum gebeten die Schminkerei zu lassen und sie hat's geschafft von ihrer Sucht loszukommen!" Ich redete wie ein Therapeutin, die von ihren erfolgreichen Patienten redete... Erik konnte auch ruhig mal was sagen! "Was man nicht alles tut f�r den Partner!", war sein einziger Kommentar. Was war denn los mit ihm? Heute den ganzen Tag �ber hatte er gewirkt wie die absolute Quasselstrippe. Immer einen Joke auf Lager, doch die Witze blieben hier irgendwie aus! Ich hatte ihn doch nicht etwa verunsichert?! Vielleicht hatte ich mich auch geirrt... "So. CD ist zuende!", sagte er entschlossen und nahm sich einen St�psel aus dem Ohr. WIE BITTE? Na danke auch Erik! "Na nett Erik! Ich dachte du unterh�lst dich mit mir und ich hab mich schon gefragt, warum du so schweigsam bist!? Und was machst duuu?" Er grinste bis �ber beide Pausbacken. "Sorry, das war eine geliehene CD von Dan und die muss ich ihm nachher wiedergeben. Sonst h�tt' ich gewartet!" Was f�r eine grandiose Ausrede Erik! Du und Dan seht euch zwar den ganzen Tag, aber du musst sie ihm GLEICH nachher wieder geben! Nat�rlich! Sonnenklar! "Schon in Ordnung... wenn's so dringend ist?!" Kann es sein, dass ich immer das Gegenteil von dem sage, was ich denke? DAS ist NICHT normal f�r mich! DAS bin NICHT ich selbst.

Wir unterhielten uns noch, bis die Sterne am Himmel zu sehen waren. Fasziniert sa�en wir beide nebeneinander und schauten aus dem Fenster. Ich mochte seinen Geruch. Ich wollte ihn nach der Marke des Parfums fragen, aber mein Mund �ffnete sich nicht. Ich wollte die Sterne ansehen, aber ich drehte meinen Kopf und starrte in sein Gesicht. Ich wollte auch an etwas anderes denken, aber meine Gedankeng�nge drehten sich im Kreis. Er hatte mir gesagt, dass er schon seit mehr als einem Jahr keine richtige Beziehung mehr gehabt hatte, was mir verriet, was f�r ein Typ er war. "Stehst du etwa auf One Night Stands?", hatte ich ihn gefragt. Und er hatte nur geantwortet: "Kommt drauf an!" Und ich hatte nicht weiter nachgefragt. Warum nur wollte ich pl�tzlich wissen, was er damit gemeint hatte? Worauf kam es an? Auf den Zeitpunkt? Wie das Girl aussah? Ob das Girl einen Freund hatte? Ob er das Girl vorher kannte, oder nicht? Gott, es sollte mich nicht interessieren! Verdammt nochmal, ich wollte mir die Sterne ansehen und die komische Atmosph�re, die in diesem Raum herrschte, ignorieren, aber es klappte nicht. Ich f�hlte mich verdammt sehr zu diesem Typen hingezogen... dabei kannte ich den Kerl gerade mal ein paar Tage und er sa� einfach nur da und schaute aus dem Fenster. Meine Augen wanderten �ber seinen K�rper. Diese schokoladige Haut lie� mich erschauern! "Ist dir kalt? Dann dreh' ich die Heizung h�her!", war sein Kommentar. Hups! Ich hatte gar nicht gemerkt, dass er mich ansah, weil ich auf seine Arme geschaut hatte. Etwas auff�llig Miss Raige! Rei� dich zusammen und mach zum Teufel nochmal die Futterluke zu!! "Nein, nein. Die Temperatur is' okay! Ich mein, wenn dir kalt is' mach ruhig, aber mir is' nicht kalt! Die Temperatur is' voll okay! Nicht zu kalt und nicht zu warm. Total normal. Lauwarm.." Nyla! Halt deine Klappe!! Erik war verwirrt, aber grinste trotzdem. Mein Gl�ck. Er hatte nix davon mitgekriegt, dass ich kurzfristig ein bisschen aus der Bahn geraten war...

 

-8-

Ich stand auf. "Ich bin hundem�de! Ich geh' schlafen! Gute Nacht!" Er nickte. "Gut' Nacht!" Dann wandte er sich wieder dem Geschehen drau�en zu. Ich wollte gerade die T�r �ffnen, als er schrie: "Guck mal! Da!" Ich drehte mich um und sah den Rest einer Sternschnuppe. "Cool! Hab ich das letzte Mal gesehen, da war ich f�nfzehn!", sagte Erik begeistert. Ich l�chelte. Seine Begeisterung klang echt und das fand ich... nein! Das Wort sag ich jetzt nicht! Das passte nicht in mein Vokabular! "Musst dir was w�nschen!", sagte ich. Er nickte, schloss kurz die Augen und �ffnete sie wieder. "Was hast du dir gew�nscht?", fragte er neugierig. "Nichts.", sagte ich unbeeindruckt. "Ich glaub' nicht an sowas!" Er machte eine Fluppe. "Ach, an irgendwas muss man ja glauben! Warum nicht daran?" Ich sch�ttelte den Kopf. "Nee, nee. Wenn ich will, dass meine Tr�ume in Erf�llung gehen, dann sorg' ich selbst daf�r!" Damit l�chelte ich noch einmal und ging aus dem Zimmer. Die vier Jungs sa�en noch unver�ndert an ihren Pl�tzen und schauten jetzt alle fern. "Hey! Was guckt ihr?", fragte ich laut. "Pssscht! Leise! Joka schl�ft!", warnte Ashley. Ich zuckte die Schultern und hielt nach meinem Hund Ausschau. Auf Ash's Scho� entdeckte ich ihn endlich. Grinsend kam ich n�her. "Na da hat er sich ja gut plaziert!", fl�sterte ich und warf einen Blick zum Fernseher. Dort lief die "Late Night Show". "Ich geh schlafen! Nacht Jungs! Und lasst meinen Hund leben!" Dabei bedachte ich Jacob mit einem pr�fenden Blick, doch er sah nicht zu mir. Typisch! Er h�rte mir ja sowieso nicht zu. Warum auch? Ich tat's bei ihm ja auch nicht! Punkt! Alle au�er ihm sagten "Gute Nacht" und ich drehte mich um, um zu den Betten zu gehen. Sie waren weiter hinten im Bus. Aber eigentlich auch nur zwei Meter weiter, deswegen war das "Gute Nacht" Quatsch gewesen. Sie sahen mich ja noch die ganze Zeit, wie ich an meine Tasche ging, mein Zahnputzzeug und Schlaftrikot rausholte, in's (winzige) Bad ging und die T�r schloss. Mann! Hier konnte man sich ja kaum drehen und wenden! Wie sollte ich mich hier drinnen blo� umziehen? Na ja, es klappte mehr oder weniger lautlos. Ein paar Mal stie� ich gegen die d�nne Wandverkleidung und fluchte laut, weil es weh tat. Keine Ahnung ob sie meine Flucherei st�rte... den gl�ubigen, gl�ubigen Jacob bestimmt, aber der interessierte mich wie 'ne Wasserstandsmeldung! Ob in Hawaii ein Senfglas umfiel, oder ich �fter mal laut ein: "Schei�e!", rief... solange sie mich nicht darauf aufmerksam machten.. Hoffentlich taten sie's nicht! Ich konnte und wollte mir das gar nicht abgew�hnen! *g*

Als ich schlie�lich aus dem Bad kam hatte sich Erik auch wieder zu seinen Kumpels gesetzt. Dan stand auf und ging mit den Worten: "Ich mach' mich auch fertig f�r die Koje (als mehr konnte man sein Bett auch nicht bezeichnen)!", an mir vorbei in's Bad. Dort hatten auch einige Parfums gestanden, aber wer jetzt welches benutzte wusste ich nat�rlich nicht und ich hatte nicht an jedem geschnuppert...um, na ja, um herauszuschnuppern welches Ash, Erik, Trevor und so nahmen... sowas mach ich doch nicht! Wer bin ich denn? Lassie? Miss Schn�ffelnase? Naw! Jacob starrte auf meine Beine. Ich kniff meine Augen zusammen, um gegen die Dunkelheit, die mich umgab (die einzige Lichtquelle bildete der Fernseher) zu durchdringen und zu schauen, was an meinen Beinen so sonderlich war. "Was gibt's da zu gucken?", fragte ich in ruhigem Ton. Er sollte nicht gleich wieder w�tend werden. Es war zu sp�t um zu streiten. Also, es war 11 pm, aber ich war verdammt m�de, weil ich heute morgen zu einer so unmenschlichen Zeit von Daddy aus dem Bett getrieben wurde. "Haben du und Erik hinten geketscht oder was?", fragte er. Es klang nicht gerade am�siert, eher angewidert. Ich rollte die Augen. Nein du Held! Vielleicht arbeite ich ein bisscher k�rperlich h�rter als du! Trottel! "Kommt alles von meinem Job.", hauchte ich und ging zu meiner Schlafkoje. "Joka! Komm' her!", rief ich leise, doch es bewegte sich nichts. Ashley schaute mich protestierend an. Hey! Wessen Hund  war das? Meiner oder deiner? "Was denn? Joka schl�ft immer mit mir!" Erik, Dan und Trevor wieherten los vor lachen. Mir wurde erstmal bewusst, was ich da gerade geistesgegenw�rtig wie immer, losgelassen hatte. Cooler Spruch Nyla! Sowas ist strafbar! Jedenfalls DAS, an was die Jungs gedacht hatten. "Nein! Nicht so! Er schl�ft auf mir!" Noch lauteres Lachen. "Jetzt h�rt doch mal auf!", rief ich verzweifelt, doch auch Ashley stimmte mit ein. Ich stand ziemlich bedeppert vor ihnen und wollte doch nichts weiter als schlafen! Joka lag nunmal immer bei mir auf dem Bett!! Punkt! "Was ist daran so lustig?", fragte ich unsicher und stellte mich dumm. "Och nix! Geh' ruhig schlafen! Ich bring dir deinen Hund dann! Versprochen!", brachte Ash japsend hervor. "Ich kann ohne ihn aber nicht einschlafen!", protestierte ich lautstark. "Joka! Hierher!", rief ich und endlich, endlich bewegte sich mein Hund auch mal von Ash's Sho� weg. An seiner Stelle w�r' ich sicherlich auch liegengeblieben. War sicher gem�tlich! Jaa! Ich wei�, was ihr denken werdet, aber wer konnte mir das ver�beln? Ich war hier  zusammen in einem Bus mit f�nf... sorry, vier ziemlich gutaussehenden und (weitesgehend) supernetten Guys! Wer w�rde da nicht mal �ber das Eine oder das Andere nachdenken? Na ja, mehr �ber das Eine! *g* Genug davon! Die hatten sicherlich, au�er Erik, das wusste ich ja, alle genauso s��e Freundinnen. Und wenn nicht, dann hatte ich auch keine gro�e Lust... na ja, ich hatte halt keine gro�e Lust! Das waren Freunde! Und das sollten sie auch bleiben! Ich rechnete mir nicht allzu gro�e Chancen aus.

 

-9-

Something about the way you smiled at me just drove me wild

Wish I could know if you're alone, don't want to cramp your style

But I cannot deny the feel that I feel when I look straight through your eyes

Feel my heart beating fast for his challenge, may you try?

I want to know if you feel the way I do?

I wanna know if there's a chance for me and you?

If there's no way...

 

Nun lag ich also in meinem Bett. Mein Bett f�r drei N�chte. Nacht eins. Joka lag an der Wand rechts und schnarchte und zuckte, weil er tr�umte. Aber alles noch im ertr�glichen Ger�uschpegel. Nat�rlich konnte ich nicht schlafen. Wie auch? Es klang ja auch, als ob der Fernseher direkt neben meiner Koje vor dem Vorhang, den ich zugezogen hatte, stand und mir Jerry Springer und seine G�ste live mitteilten, was sie schlimm an Abtreibung fanden. Mann! Das war nicht laut, aber nervig! Wann gingen denn die Jungs endlich auch schlafen? Aaah! Endlich! Sie standen auf, gingen nacheinander ins Bad und redeten mir zuliebe im Fl�sterton. Wie nett! Dankesch�n, ich revangiere mich bei Gelegenheit (mein ich ernst!)! �ber mir bildete sich eine kleine W�lbung in der Decke. Ashley hatte sich schlafen gelegt. Die Vorh�nge surrten zu. Stille. Kein Schnarchen. NOCH nicht! Na ja, Joka bildete die Ausnahme. "Hey Nyla! Bist du noch wach?", fl�sterte Ash. Es klang, als hockte er direkt vor meinem Bett. Verwundert zog ich den Vorhang zur Seite und grinste breit. Sein Kopf hing zu mir herunter. Es sah nicht danach aus, als ob er diese Position lange aushalten konnte, denn das Blut stieg ihm ziemlich schnell in den Kopf. Er hatte schon ganz rote Wangen! "Ja! Nicht so laut! Du weckst noch alle!" Mir direkt gegen�ber lag Dan. Er bewegte sich nicht, aber ich erkannte nat�rlich seine Stimme. "Ruhe da dr�ben! Ich brauch' meinen Sch�nheitsschlaf!", fl�sterte er und versuchte, dass es respekteinfl��end klang. Na ja, schei� is' im Fl�sterton klappt das nicht so ganz, ne Dan? "Ja ja! Ich will doch nur was fragen Dan! Schlaaaaaf!", s�uselte Ashley zu ihm her�ber. "Mann, jetzt sind wir alle wieder wach!", n�rgelte Erik. Es kam von irgendwo auf der anderen Seite. "Ist doch nicht meine Schuld!", sagte ich jetzt in normaler Stimme. "Ich schlage vor ihr schlaft jetzt wirklich mal!", f�gte ich hinzu. "Ja ja, aber ich wollte noch fragen.. na ja.. wo ist Joka?", fragte Ash. Ich grinste. "Der schl�ft mit... bei ihr!", bemerkte Erik aus dem Nirgendwo. "Shut up!", fauchte ich, musste aber loslachen. "Lasst ihr einen denn nie in Ruhe? Ich will jetzt schlafen! Also Ruhe jetzt bitte! Schlaf ist wichtig f�r mich im Gegensatz zu euch bekomme ich normalerweise n�mlich zehn Stunden davon!" "Och! Wir kommen auch mit vier Stunden aus!", fl�sterte Ash vom Obergeschoss. "Ruhe auf den billigen Pl�tzen!", rief Trevor. Jetzt musste er wohl auch mal seinen Senf dazu geben, oder was? Ich boxte mit einer Hand an die W�lbung oberhalb. Darauf folgte ein "Au! Danke Nyla! Ich wollte noch Kinder!". Ooops! Er lag auf dem Bauch, he? "'Tschuldige Ash! Gut' Nacht!" Damit drehte ich mich um, schloss die Augen zwang mich regelrecht dazu einzuschlafen.

Als ich am n�chsten Morgen erwachte war die Sonne noch nichtmal aufgegangen, doch im Bus herrschte schon Hochbetrieb. Jemand sauste an meiner Koje vorbei. Dan trieb alle zur Eile an, doch ich wusste nicht warum. "Mein Gott! Schei�e ist das fr�h! JUNGS!!", schrie ich und riss den Vorhang zur Seite.

 

Keiner da. Wie aus dem Nichts war alles um mich herum ruhig. Hatte ich etwa nur getr�umt? Muss wohl so sein, ja. Die Sonne schien von drau�en herein. Die Betten mir gegen�ber waren gemacht. Niemand redete. Ich stand auf und schaute aus dem gro�en Fenster. Wir standen auf einem riesigen sandigen Parkplatz an einem Freeway. Die Jungs waren drau�en und tobten umher. Hatten die zuf�llig Bewegungsdrang? Und was machte mein Hund schon wieder bei Ashley? Warum hatten Trevor und Jacob obenrum nichts an? Und WARUM fand ich das so geil? *verwirrtsei* So schnell es ging putzte ich meine Z�hne, k�mmte meine Haare, zopfte sie, zog mir eine alte Baggy an, zusammen mit 'nem ausgelutschten T-Shirt auf dem "same shirt; different day" stand und trat ins Freie. Warme Luft schlug mir entgegen. Ja, man merkte, dass wir 'gen S�den fuhren! Es war noch w�rmer als in New York und ich wusste es w�rde richtig hei� werden!! *freu* "Hey Nyla! Was hat dich denn aus dem Bett getrieben?", rief Trevor. Anstatt zu antworten genoss ich erstmal die Begr��ung von Joka und schaute dann erst auf. "Ihr! Ihr habt geschriehen wie kleine Kinder auf einem Spielplatz! Was macht ihr denn blo�? Verstecken spielen, oder was?" Erik blinzelte gegen die Sonne. Stimmt, die nervte wirklich ein bisschen. Na ja... mit einem Ruck z�ckte ich meine Sonnenbrille und setzte sie auf. Mein kleiner Schutz! "Was denkst du von uns? Wir sind doch alle erwachsene Jungs!", protestierte Ashley. Das musste gerade ER sagen! ER war gerademal 21 geworden! Na ja... dieses Jahr wurde er schon 22... wie alt war dieser Jacob eigentlich? 23 glaub ich.. irgendwo hatte ich mir mal die Geburtsdaten aufgeschrieben! Anyway. "Dann benehmt euch auch so!", befahl ich grinsend. Erik salutierte. "Yes Ma'am! Zu Befehl!" Ich tippte mir gegen den Kopf. "Was gibt's zu essen?", fragte Erik ungeduldig und schaute mich an, als ob ich das w�sste. "Bin ich eure pers�nliche Hausfrau? Wenn ihr was essen wollt, macht euch doch was, oder fragt mich ganz nett!" Nee, bitte nicht. Ich hab nicht wirklich Lust euch Fr�hst�ck zu machen. Ihr esst immer soviel, ich muss f�r 'ne Footballmannschaft kochen! Kochen? Schei� auf Kochen! Die bekamen Wurstbrote und 'n rohes Ei! "Na ja, dann fahren wir zu McDonalds ran!", beschloss Jacob und stieg als Erster wieder in den Bus. Hallo? Fahrt ihr lieber woanders hin, als mich einfach zu bitten? Das kann jawohl nicht wahr sein! "Okay Jake! Let's go!", br�llte Erik und stieg hinterher. Achselzuckend taten es ihnen Trevor, Dan und Ashley gleich. Jetzt ist es offiziell! Ich mache nie wieder Essen f�r diese Banausen! Auf der Fahrt zum McDonalds verzog ich mich ins Hinterzimmer und versuchte noch den verpassten Schlaf nachzuholen. Doch die T�r ging auf und wie gestern abend auch kam Erik herein! Oh, nee, nicht der! Nicht jetzt! Ich bin so schwach! (Scherz) Wieso in Gottes Namen sah er denn wieder zum Anbei�en aus? Um dem Gedanken aus dem Weg zu gehen drehte ich meinen Kopf weg und schloss die Augen. Am liebsten h�tt' ich meine Nase und meine Ohren auch noch zugeklebt, aber das s�he wohl etwas bekloppt aus, oder? Also ertrug ich seinen Geruch und seine -weiche- Stimme. "Hey Nyla! Bist du sauer, weil wir lieber zum McDonalds fahren, als dich zu bitten?", fragte er vorsichtig. "Du bringst es auf den Punkt!", knurrte ich zur�ck, l�chelte dann aber breit. Ihm konnte man nicht b�se sein. In diesem Moment jedenfalls nicht. Meine Augen waren immernoch geschlossen. "Willst du lieber schlafen? Dann lass' ich dich allein!" "Nein, nein. Ich d�se nur ein bisschen rum!" Wag's dir jetzt zu gehen! Ich genie�e gerade deine N�he Erik! "Achso, na dann!" Ich sp�rte, dass sich etwas neben mich setzte. "Mach' ma' bitte deine Augen auf! Ich hab immer das Gef�hl du schl�fst!", klagte er ein wenig knauig. Innerlich schmunzelte ich. Hehe, tut mir leid (denkste) Erik! Ich �ffnete die Augen! Woah, er sa� mir ja genau gegen�ber, ziemlich nah. Fast etwas ZU nah... Als wolle ich mich zurechtr�cken rutschte ich ein bisschen weiter weg von ihm. In Wirklichkeit war es nat�rlich genau das Gegenteil von dem, was ich machen wollte. Wenn es nach mir ging, dann... Nein! Schnauze halten, Gehirn! Dankesch�n! "Kann ich mir auch sicher sein, dass du nicht wieder irgend 'ne CD h�rst?", fragte ich verschmitzt. "Nein, ich meine ja! Ich hab' die Ohren frei." Sei stolz!

Wir redeten ein bisschen �ber die Band. Das Casting und das erste Album und so weiter. Ich erfuhr ziemlich viel �ber die anderen Jungs. Komischerweise h�rte es sich an, als w�re Jacob doch nicht das Arschloch f�r das ich ihn gehalten hatte. Egal! Zu MIR verhielt er sich so schei�e und deswegen lagen wir im Clinch! "Wer hat'n von euch grade 'ne Freundin?", fragte ich munter. "Warum fragst du?" "Weil ich einen von euch abschleppen will, deswegen! MANN! Was denkst du denn? Ich will's nur so wissen!" Er lachte, antwortete dann aber: "Im Moment haben wir alle au�er nat�rlich Jacob keine Freundin. Ashley schwankt immer zwischen seiner Shelli und dem Singledasein. Wir denken, dass er sie nicht mehr liebt... dass er nur an ihr festh�lt, weil sie sich so nahe stehen.. keiner versteht das Verh�ltnis zwischen ihnen wirklich!" "Und ihr steht alle auf One Night Stands?" Coole Frage Nyla! Echt! Coole Frage! Da wird er dir drauf antworten... nat�rlich selbstverst�ndlich! Doch anstatt mich anzuschreien, was mir einfiele oder so, brach er nur in schallendes Gel�chter aus. "Was ist daran so komisch?", fragte ich verwirrt. "Och nichts. Dein Tonfall hat sich nur gerade so angeh�rt, als ob du irgendwas planst.. einen Tick ZU beil�ufig! Aber wir haben alle schon bemerkt, dass du ein Auge auf Ash geworfen hast!" WAS? "WAS?" "Ja ja... tu' doch nicht so!!" Schnell! Ich musste ablenken! "Das beantwortet aber nicht meine Frage!" Er schnaufte, rollte die Augen und sprach: "Jacob und Dan halten das f�r Unsinn!" Punkt. Oh! Oh shit! Warum freute ich mich denn gerade so? "Und ihr anderen drei habt noch nie dar�ber nachgedacht, he?" Er musterte mich von oben bis unten. Sein Blick gefiel mir. Irgendwie. Und warum? Keine Ahnung. "Ich meinte damit, dass es Gang und Gebe ist. Aber ich finde man muss einen Unterschied machen zwischen Beziehung und One Night Stand. Es ist sicherlich kein super Start wenn die Beziehung mit sowas anf�ngt. Deswegen ger�t Trev auch immer in solche 1-Wochen-Beziehungen. Das Problem ist, dass man als Boyband nicht wirklich zugeben darf, dass man sowas gelegentlich tut. Denn du kannst dir ja bestimmt vorstellen was die Fans dann f�r einen Tam-Tam machen! Es ist sowieso schon schwer genug in so einem Millieu eine Freundin �ber Jahre zu behalten und wenn dann die Fans der Freundin so einen Quatsch erz�hlen von wegen: "Ich hatte eine Nacht mit deinem Freund!" und du hast auch noch �ffentlich erz�hlt, dass du's machst... na ja, wer soll dir dann noch glauben?" "Ja, aber es ist doch nicht so, dass ihr das auch macht, wenn ihr Freundinnen habt, oder?", fragte ich schon mit etwas Entr�stung in der Stimme. "Nein! Auf gar keinen Fall! Dann sind wir drei treu wie ein Hund!" Na na na... ob ein Hund wirklich sooo treu war? Joka ging jedenfalls in letzter Zeit ganz sch�n oft fremd mit Ashley! Das war zum eifers�chtig werden! Immer hing mein Hund ihm hinterher und ich hatte das Gef�hl Ashley genoss diese �berlegenheit in vollen Z�gen. "Um nochmal auf Ashley zur�ckzukommen. Ich habe kein Interesse an ihm.", log ich. "Ehrlich? Du kannst mir das wirklich erz�hlen, wenn's so ist!" Na jaaa Erik.. ich will eigentlich mal euch beide! Konnte ich ihm das so ins Gesicht sagen? Joa, sicher!! Ne? Doch nicht? Nein, sicher nicht! Okay, das war auch �bertrieben. Seine Fantasien hatte ja jeder mal, aber ich meinte das nicht so, dass ich mit beiden mal schlafen wollte, sondern, dass ich sie beide einfach wahnsinnig attraktiv fand. Jeden auf seine Weise. "�hm, ich habe keine Ahnung im Moment was ich f�hle. Ehrlichgesagt bin ich hin und hergerissen. Ich kann mich nicht entscheiden und deshalb lass ich's einfach! Das w�re zu kompliziert!" Mutlos lie� ich die Schultern h�ngen. Meine Worte entsprachen diesmal der vollen Wahrheit. Ich konnte und wollte mich nicht entscheiden! Konnten sie mir nicht diese Entscheidung abnehmen und sich ganz schnell eine Freundin suchen, die sie auch heirateten? "Du kannst mir das gern erz�hlen, wenn du Lust hast.", bot er an und nahm meine Hand. Ohhhh... wie weich seine Haut war. Flehenden Blickes schaute ich ihm in die dunkelbraunen Augen. Mach doch was! Sag' doch was! Er strich mit seiner anderen Hand �ber meine gl�hende Wange. Hilfe! Ich sterbe! Hilfe! Ich glaube ich habe soeben meine Entscheidung getroffen! Pl�tzlich ging die T�r auf. Trevor steckte seinen Kopf herein und grinste, als er die Szene sah. Guck weg du One Night Stand-er!! "Kommt ihr? Der Bus hat schon vor f�nf Minuten gehalten. Oder sagt schnell was ihr wollt!" Erik gab seine Bestellung kund. Das dauerte etwas, denn es war nicht gerade einem Di�tplan zufolge. "Ich nehm einen kalten Kakao, ein Croissant und Nutella dazu.", erg�nzte ich die Gesamtbestellung. Trev nickte einmal, grinste nochmal und schloss die T�r dann wieder. "Erik und Nyla sind voll am rumturteln.. ich glaub die...", h�rten wir nur noch durch die d�nnen W�nde. Ich sch�ttelte den Kopf. "Der ist aber auch manchmal ein Spinner, hab ich Recht?" Erik nickte, sagte aber nichts. H�r blo� auf Junge! Es gibt hier keine Stimmung, die du gerade versuchst nicht kaputt zu machen, klar? KEINE Stimmung!

Schnell stand ich auf und tat so, als h�tte ich drau�en auf der anderen Seite etwas Interessantes zu sehen w�re. Nat�rlich war da nichts au�er einer Pferdekoppel. Moment mal. Eine Pferdekoppel am Freeway? Wo waren wir hier? In Europa?

"Was meinst du mit du kannst dich nicht entscheiden?", fragte Erik endlich wieder, um die Stille zu unterbrechen. "Was, wie... achso, �h, nein. Nicht so wichtig. Ich kann mich eh nie entscheiden. Nicht f�r Klamotten, nicht f�r M�nner... dieses Gen hab ich im Mutterleib leider verpasst." Entschuldigend grinsend zuckte ich die Schultern. Er sch�ttelte kaum merklich den Kopf. Ich bemerkte, dass er innerlich fast vor Spannung platzte. Na ja, Junge, wenn du was willst, musst du's mir schon direkt sagen. "Ich hab so langsam das Gef�hl, Ash hat sich in dich verliebt." Woah, SO direkt meinte ich das aber auch wieder nicht! Na danke auch! Wie soll ich denn jetzt damit umgehen, bitte? Soll ich l�cheln, oder best�rzt gucken? Ich entschied mich f�r beides nacheinander. "Aha.", kommentierte ich ziemlich abgehackt. Erik schaute immernoch ganz erwartungsvoll. Ich wei�, eigentlich sollte ich mich jetzt FREUEN, aber mein Plan ging nicht ganz so auf, wie ich mir das vorgestellt hatte. Heute ging aber auch alles schief. Na ja, der Tach war ja noch blutjung. Da konnte ich mich wohl noch auf Einiges gefasst machen, he?

"Da bist du platt, was?", fragte Erik kumpelm��ig. Yeah Buddy... das Problem is' aba leider, dass ICH mich nicht NICHT in Ashley verliebt hab! Toll, was? "Nein, �hm, doch ja." Er musterte eindringlich mein Gesicht. Hab ich etwa noch 'n Kr�mel von gestern Abend im Gesicht? Unwahrscheinlich, da liegen ja noch zwei Mal Waschen dazwischen... egal, die Situation ist furchtbar! Erik und ich sind alleine im Bus! Die Anderen mampfen im McDonalds... Ashley mampft im McDonalds und ich kriege hier gerade keinen ordentlichen Satz mehr zu Stande. Hilfe! SOS! "Magst du ihn �berhaupt? Es kommt uns n�mlich schon so vor..." Unsicherheit blitzte in seinen Augen auf. Warum denn das? Mir wurde irgendwie kalt. Fr�stelnd erschauerte ich, was aussah als wolle ich einen unangenehmen, abscheulichen Gedanken absch�tteln. SO sah ich Ash nat�rlich nicht! "Ehrlichgesagt bin ich definitiv nicht in Ash verliebt. Es is' was anderes.", stammelte ich in einem Fl�sterton vor mich her. Die Hoffnung, er k�nnte das eventuell akustisch nicht verstanden haben zerschlug sich mit einem Blick in seine Augen. Sie leuchteten wie zwei Fackeln im..nein, nicht Sturm! Das war kein Sturm, das war schon ein Windkanal! "Nicht Ash? Wen denn sonst?" "Muss ich zwangsl�ufig einen von euch gut finden? Vielleicht hab ich irgendwo am anderen Ende der Welt schon einen Ehemann und da wei�t noch gar nichts davon, Typ!" Er lachte jungenhaft. Ja, WAS f�r ein Junge.... waaahhaa... des is' unfair, echt gemein mich hier mit so einem Exemplar im Bus allein zu lassen!! "Kann ich mir nicht vorstellen. Ich hab's! Jake! Der gute Jake hat's dir angetan!!" Sei stolz auf dich Erik, DER wird's bestimmt sein... das is' ja auch ein toller Hecht! Echt! Wer bei DEM nicht schwach wird... na der is' ja auch nicht mehr normal... h�h�... die Rede is' nat�rlich nicht von einer Frau! *grins* Nein, nein, nein, das nehm ich zur�ck! *zur�cknehm* "Bestimmt nicht! Eher w�rd' ich meinen Hund heiraten!" Er grinste immernoch. Bald hat er Gesichtsmuskelstarre, soviel ist sicher! "Na, wenn du schon mit ihm schl�fst!" Ich stie� ihm meine Faust auf die Brust. Erik tat so, als h�tte ich ihn schwer verwundet. "Ich meine nat�rlich nur, BEI dir!" Nickend und mich drau�en umsehend -weil ich nicht wusste, wie ich seinen Blicken sonst ausweichen konnte- stimmte ich ihm lautlos zu. Besser und ges�nder f�r dich, die Entscheidung, das zu berichtigen, Erik! "Hey Nyla?!" "Ja?" Er fasste unter mein Kinn und drehte meinen Kopf in seine Richtung. Nein! Bidde! Nicht angucken! Das kann ich jetzt nicht ab! Bitte n... aah, ich hab's gewusst... gleich dreh' ich ab... er sieht so >>UH<< aus! "St�rt dich meine Art irgendwie?" Wie kommt er denn da drauf? "Wieso sollte sie?", fragte ich leicht irritiert, was allerdings mehr an seinen herrlisch braunen Augen lag. "Kommt mir so vor." "Nee, Quatsch, is' okay... red' ruhig weiter!" Mir... is' ... allerdings... im Moment...*durchatme* gar nicht nach...*pust* reden zu Mute...Erik!! "Da hinten is' Ash..." Ich schaute aus dem Fenster, sp�rte eine Bewegung neben mir, achtete aber nicht weiter drauf. Ash? Da is' kein Ash, nur ein halbleerer McDonalds... wo ist denn... OH! Vorsichtig drehte ich meinen Kopf und schaute direkt in die braunsten und wunderbar dunkelsten Augen, die ich je gesehen hatte. Nichtmal Daddy hatte solche tollen Augen und ich war der festen �berzeugung gewesen Daddy besa� die sch�nsten Augen auf der ganzen Welt. Nun ja, bis jetzt. Erik's Hand legte sich auf meine nackte Schulter und strich sanft an meinem Oberarm herunter. Hups, was denn jetzt los? Kuschelreflexe? Hilfe, das geht jetzt aber recht hurtig oder Erik? "Erik? Was machst du?", fragte ich bl�d. Klasse Satz, genauso toll wie "Ich hab eine Wassermelone getragen!" in "Dirty Dancing". Mann, ich will nichts tun, was ich sp�ter mal bereuen werde oder so aber ich habe nicht das Gef�hl, dass sich Erik gerade Sorgen um die Zukunft macht. Der is' eigentlich mehr mit meiner Halsbeuge besch�ftigt. Das kitzelt... hey, unfair, stop, halt, keinen Bussi weiter! Erik, Mensch! "Ich..." Er kam gar nicht weiter. Genuschel an meinem Hals. Ich sa� einfach nur da, wie gel�hmt und lie� mir das gefallen. Keine Frage, es gefiel mir ja auch, aber wie schon gesagt.. das kam mir alles ziemlich spanisch vor hier. Die ganze Situation passte so gar nicht in meinen Tagesplan. Aufstehen, mit Erik schlafen, Fr�hst�ck essen... Wait a second, das mit dem miteinander schlafen stand doch noch gar nicht zur Debatte! Warum dachte ich dann daran? Grrr... ich war gerade sehr sauer auf mich und meine Gef�hle. "Erik, stopp!", sagte ich bestimmend und dr�ckte ihn weg. Er sah nicht entt�uscht aus, sondern eher so erwartungsvoll, als ob ich ihm einen Heiratsantrag machen wollte. Wie lange kennen wir uns Estrada? Nichtmal einen Monat? Na fein! Gute Aussichten... weise Vorraussichten... (Xavier Naidoo), ich geh' drauf bei seinen Hundebacken, h�r' doch ma' bitte auf mich anzugucken! Gebt mir 'ne Blindensonnenbrille und am besten noch 'nen Gehstock... um Erik k.o. zu schlagen! "Ich denke nicht, dass das klug ist jetz', ich mein, dann kann ich nie wieder ordentlich mit dir reden!" Er kam aus dem Gegrinse nicht mehr raus. Und ich verzweifelte so richtig sch�n. An dem konnte ich mir echt die Z�hne ausbei�en! "Erik, das mein ich wirklich ernst." Er nickte. "Ich wei�." "Ja und?" "Was und?" Mensch Junge! Red' mal bitte mit mir und schau' mich nicht an wie 'ne Venuspflanze 'ne Fliege anhimmelt! Ich bin doch nicht seine Vorspeise. Ich will allgemein nicht, dass er... na ja, okay, doch. Ich kann gar nicht leugnen, dass ich mich geschmeichelt f�hle, aber meine Aufregung h�lt sich auch nicht gerade in Grenzen. Er wirkt so schei�e selbstsicher und ich falle hier gleich von der Sitzbank! "Was soll das werden hier? Wie lange kennst du mich? Warum machst du das �berhaupt?" Ich seh' hier bei dem Ganzen echt nicht mehr durch. Der hat sich hundertpro nicht in mich verliebt, der will blo� 'nen kleinen Quikie. Denke ich jedenfalls. Wenn's nicht so w�re, w�rde er jetzt vielleicht verletzt gucken. Weil er 'nen Korb bekommen hat. Na ja, das was ICH ihm gerade gegeben hab war ein kleines Osternest und kein richtiger Korb! Was soll ich denn tun? Ich hab eigentlich kein Schiss vor ihm. Also vor Erik... aba... mann... versteht ihr mich? Die ganze Situation is' bl�de. Verdammt bl�de! Und jetzt DAS! Er macht sich �ber mich lustig! Er bel�chelt meine Verzweiflung! "Du siehst sooo s�� aus, wenn du von nix 'ne Ahnung hast, Nyla!" H����? Hab ich ihm nicht eben gesagt... och nee... nicht wieder das Halsgeschmatze.. ich will doch gar nicht... ich... ich... Erik! Mann! Ich... argh! Verdammt, ich liefer' hier gerade ein super Beispiel daf�r ab, dass M�dchen wie ich leicht zu haben sind.. ich mach's ihm auch net gerade schwer. Ich wehr' mich ja gar nicht. Ich sitze lediglich da und glupsche dumm in die Gegend, w�hrend er mit seinem Mund winzige K�sschen auf meinen Hals verteilt. Seine H�nde halten mich an den Oberarmen fest. Ich hau' schon nicht ab, Erik! JETZT nicht mehr. Ich glaub' in 'ner halben Stunde werde ich ihm nicht mehr in die Augen schauen k�nnen, aber darauf geb' ich keine Acht mehr. Wenn er mich will und ich ihn eigentlich auch... was soll dann noch dazwischen stehen? Eventuell die Tatsache, dass seine Kumpels jeden Moment wieder hier sein k�nnen um uns unser Breakfast zu bringen? Das hoff' ich mal nicht, denn dann k�nnte ich KEINEM von denen je wieder in die Augen blicken. Schei�e Nyla! Halt doch mal deine geistige Klappe und konzentrier' dich darauf, dass Erik sich hier vorarbeitet, ohne, dass du irgendwas machst! 

Seine H�nde waren schon l�ngst nicht mehr an meinen Oberarmen, sondern suchten sich schon ihren Weg unter mein Trikot zu meinem R�cken. Seine H�nde waren so weich, wie ein Wattebausch. Mein Gesicht gl�hte. Er schaute mich aus seinen dunkelbraunen Augen einmal ganz gro� an und schien abzuwarten, ob ich immernoch etwas dagegen sagen will. Das hatte ich gar nicht vor, denn ich wusste jetzt ganz genau, was ich wollte. IHN! Und zwar GANZ!

Vorsichtig dr�ckte er seine weichen Lippen auf Meine. Ich schwebte bereits irgendwo hoch oben in den Wolken. Im n�chsten Moment ging es irgendwie schon schneller. Ich wusste genauso wie er, dass wir keine Zeit zu verlieren hatten und ich merkte ganz deutlich, dass mich dieser Nervenkitzel ungemein anmachte. So kannte ich mich nicht, aber ich fand meine neue Seite nicht schlecht. Ganz im Gegenteil, ich genoss es sehr, dass er sich gar nicht erst die M�he machte, mir mein Trikot auszuziehen, sondern mit flinken H�nden den G�rtel meiner Baggy �ffnete. Ich starrte die ganze Zeit nur auf seine H�nde. Sein Blick, sein bebender Atem, meine Gelassenheit, meine Vorfreude... all das faszinierte mich. Hier gab es keine Fragen und keine Antworten. Wir mussten das jetzt einfach tun...

 

-10-

Ich dr�ckte mich mit meinem ganzen Gewicht nach vorne, um ihn dazu zu zwingen, sich nach hinten auf die Sitzbank fallenzulassen. Aber leider war das wirklich nur eine "Sitz"-bank. Deshalb zog Erik mich hoch, um mich gleich wieder auf den Boden des kleinen Hinterraums zu dr�cken. Das war nicht gerade bequem, aber das bekam ich gar nicht mit. Alles was ich f�hlte, war die Hitze, die immer unertr�glicher wurde. Es war neu, aber es war nicht schlecht. Es war gut und es w�rde noch besser werden. War das ein guter Start in den Tag oder was?!

Seine K�sse verschlossen immernoch meinen Mund. Wie lange hatte er denn ge�bt? Er konnte sooo gut k�ssen.. ich suchte immer wieder nach seinem Mund, wenn er einmal Luft holte. Wenn uns jemand gesehen h�tte, h�tte dieser Jemand sicherlich gedacht, wie unromantisch das alles war, doch f�r mich war das ein Abenteuer. Wie im Fahrstuhl. Nur, dass es hier keinen Stopknopf gab, der uns irgendeine Sicherheit gew�hrte.

Mit meinen H�lden hielt ich mich an seinem R�cken fest. Ich merkte, wie er mit einem Handgriff meine Hose ge�ffnet hatte (hups, da hatte ich doch glatt die Underwear vergessen *g*) und mit einem Weiteren Seine. Schmetterlinge flatterten in meinem Bauch, doch sein liebes L�cheln und seine funkelnden Augen lie�en erst gar keine Angst aufkommen. Und ich l�chelte zur�ck. Ich vertraute ihm in dem Moment, in dem er wirklich mehr als vorsichtig in mich eindrang, mehr, als jemals einem Jungen zuvor. Zuerst zog es, dann schmerzte es richtig... ich Panikpinsel... das war gar nicht so schlimm gewesen. Angstgefieder. Erik starrte intensiv in meine Augen, konnte darin aber weder Angst, noch Misstrauen lesen. Ich lie� ihn gew�hren, das machen, was er wollte. Er hatte die Erfahrung. Als er sich anfing in mir zu bewegen lie� ich meinen Kopf in den Nacken fallen und musste erstmal tief Luft holen. Gott, das war ja wirklich nicht �bel. Eher... ey wow. Etwas komisch und gew�hnungsbed�rftig, aber... nein, nicht zu verachten. Das lag zu einem gro�en Teil aber sicher auch daran, dass Erik vorsichtiger agierte, als es unsere Lage eigentlich vorschrieb. Seine Augen schienen immernoch meine Seele zu erforschen. Irgendwie fand ich in dem ununterbrochenen Braun auch etwas �berraschung. Weswegen?

"Du bist so wundersch�n, Nyla...", fl�sterte Erik heiser. Wie in Trance lie� ich meine Augen langsam zufallen und l�chelte zufrieden. So eine innere Zufriedenheit hatte man doch nur nach Yoga oder? Oder was war das eben gewesen? Mensch, mir fehlt wirklich ein bisschen �bung..

Wir rutschten hier irgendwie zusammen �ber den Boden. Ich fungierte gerade als lebender Mob, aber das war mir total egal. Um uns herum existierte sowieso nichts mehr. Erik's Atem ging einen Tick schneller. Ich seufzte leise. Er legte seinen Kopf an meine Wange. Warmer Atem blies mir ins Ohr. Jesus... was war denn jetzt los. Er atmete nicht mehr, seine Bewegungen wurden langsamer, er st�hnte leise. Es h�rte sich beinah an, wie seine ganz eigene Erik-melodie. Sie klang wunderbar. Eine unglaubliche W�rme ging von ihm aus und erfasste meinen ganzen K�rper. Ich schlang meine Arme fest um seinen Oberk�rper und sog seinen Duft ein. Er roch ziemlich, ziemlich gut. Und ich jetzt ebenfalls. Hoffentlich merkte das keiner. Na ja, au�er Joka. Der roch ja alles.

Pl�tzlich h�rten wir Gepolter auf der Treppe. Allgemeine Aufregung? Nein, keine Spur. Erik griff unter meinen R�cken, setzte mich mit sich auf, griff einmal hinter sich und schloss ab. Ich l�chelte selig. Er k�sste mich endlich wieder. Meine Baggy hing irgendwo auf meinen Kn�cheln, aber das war mir egal. Kalt war's hier ja nicht. Eher unbeschreiblich hei�!

"Hey ihr Zwei! Die T�r klemmt!!", br�llte Trevor und h�mmerte dagegen. Erik schaute mich fragend an. Ja, was denn? Sollte ich jetzt aufstehen und aufmachen? Sollten wir so tun, als w�ren wir nicht hier drin? Das fiele ganz sch�n auf, oder? Wie sollten wir rausgekommen sein? Die Fenster gingen nicht zu �ffnen... "Was?", fragte ich grinsend, aber immer darauf bedacht, dass Trevor es vor der T�r nicht h�ren konnte. Er ber�hrte mit seinem Zeigefinger sanft meine Lippen. Ich k�sste ihn bed�chtig.

 

Shooked up by your kiss

Torn by your touch

Happy by your words

It's all good for me

 

"Hey! H�rt ihr mich nicht? Die verdammte T�r klemmt.. ich z�hl' jetzt bis drei und dann schlag' ich dagegen!" Erik und ich grinsten. Anstatt erstmal die anderen Jungs zu holen, musste er es nat�rlich erstmal auf dem radikalen Weg versuchen. Langsam wurde es aber brenzlig. Hey Erik! Warum machst du denn nix? Willst du, dass die T�r samt Trevalee auf uns herunterf�llt? Na gut, dann w�ren wir zerquetscht und w�rden nichts mehr von der dummen Ertappungssituation mitbekommen, aber... grr... warum musste Trevor diesen sch�nen Moment kaputtmachen?? So ein Riesenbaby... seine Freundin musste echt 'ne genauso Verr�ckte sein, wie er!! Der doofe... "Komm!", forderte Erik kaum h�rbar. Dann standen wir uns gegen�ber und sahen uns an. Ganz tief und tiefer in die Augen. Ich hatte mich wohl geirrt. Ich konnte ihm wohl doch in die Augen gucken und ich fand immernoch, sie waren wundersch�n. Seine braune Haut schimmerte karamellfarben in der Morgensonne, die durch das abgedunkelte Fenster fiel. Ich war sprachlos. Mir fiel nichts ein, was ich in diesem Moment sagen k�nnte, um ihn angemessen zu kommentieren. Es ging einfach net! Meine Stimme w�rde sich eh kr�chzend wie ein Papagei anh�ren. By the way... ich mag keine Papageien... "Okay... ich z�hle jetzt bis zehn und wenn ihr euch bis dahin nicht in Sicherheit gebracht habt, pl�tt' ich euch mitsamt der T�r!! 1...2..." Erik machte die Nase kraus, gab mir nochmal einen fl�chtigen Kuss und kniete kurz vor mir nieder, was ich nicht wirklich verstand. ������mmm... Erik?!? Aaah... achso..

Er kam wieder hoch und nahm meine Baggy gleich mit. Das lange Trikot schlabberte an mir herunter. Er schob es ein wenig hoch und strich mit seiner warmen Hand �ber meinen Bauchnabel. Wie ein verf�hrerisches Spiel kn�pfte er die Baggy zu und schloss den G�rtel. Mit verkl�rtem Blick sah ich zu ihm auf. (Bemerkung: JA, er ist gr��er als ich! Und NEIN, das st�rt mich nicht!) Okay, nur keine Aufregung, das schaffte ich doch auch bei ihm... nur ein bisschen... ja... okay... das ist die eine Seite seiner Hose... wo ist nur die andere... oh, �h, okay, da ist sie ja schon.. ich sah nach unten. Und wie ging die jetzt zu?? Kein Knopf, kein gar nichts... Er lachte leise. "7...8...", z�hlte Trevor mehr als langsam. Seine Stimme wurde immer lauter. Behende schloss Erik seine Hose selbst, schmatzte mir noch einmal kurz seine himmlisch weichen Lippen auf die Wange und zeigte mit einer Kopfbewegung zur Sitzbank. Achso, klar. Um einiges schlauer setzte ich mich schlie�lich darauf. Erik ging in dem Moment zur T�r und �ffnete sie, als Trevor bei "10.", angelangt war und sich mit vollem Gewicht daraufst�rzen wollte. Statt gegen die T�r zu donnern, rauschte er in einem Affenzahn durch den T�rrahmen und fiel �ber eine Reisetasche, die etwas weiter hinten am Boden lag. Genauer gesagt, MEINE Reisetasche. Hupsala. DAS hatte ich aber nicht mit Absicht gemacht! Entschuldigend, aber gleichzeitig grinsend schaute ich zu Erik, der immernoch mit der T�r in der Hand da stand und Trevor auslachte. Der stand sich, den Hinterkopf reibend, auf und schaute grimmig erst zu Erik und dann verwundert zu mir. "Was l�uft'n hier f�r'n Film?", fragte er knauig. Mir fiel nichts Besseres ein, als: "Wir.. wir ham' Discman geh�rt und erst eben dein Poltern bemerkt." Erik nickte kaum merklich. Ha! War DAS gut, oder was?

 

Kritisch be�ugte Trevor erst mich und dann Erik und dann wieder mich und wieder Erik und wieder mich und wieder Erik und dann kurz wieder mich, bevor Erik sagte: "Ich hab Hunger! Wo is' mein Fr�hst�ck?" Guuuuut abgelenkt S-trada! Ich h�tt's net besser machen k�nnen! "Wie alt bist du Erik? Hol's dir doch selber! Steht auf'm Tisch. Du m�sstest dich nur mal von Nyla losrei�en!", sagte Trevor wieder grinsend. "Nichts leichter als das.", rief Erik, sprang augenblicklich auf und rannte aus dem kleinen Hinterraum. Na danke auch du Hunger---- Hunger...., ach keine Ahnung, Hungerbeutel, was wei� ich. Auf jeden Fall gut zu wissen, dass du f�r's Essen alles um dich herum vergisst. Aber irgendwie hatte ich diese Ahnung schon, als ich dich das erste Mal gesehen hab, Moppel. Nee, nee, bei ihm ist das irgendwie was anderes. Da passt das. W�re er d�nner (und er ist ja schon nicht dick, nur "mehr"), w�rde er nicht so... hmmm.... aussehen. Nein, nein, nein... *grins* Fans von ihm w�rden mir sicherlich ihre Zustimmung geben. Gott, ich sa� hier und philosophierte �ber Erik's (geile) Figur und er machte sich �ber unser Essen her! Wenn ich mich nicht gleich aufmachte, w�rde davon wohl nicht mehr allzu viel �brigbleiben. Hatte Joka heute �berhaupt schon was gehabt?

Ich ging an den Schlafsardinen vorbei, durch den Gang und erblickte Erik schon am Tisch sitzen. Daneben Ash mit... rrrrr... MEINEM Joka sitzen! Ich wusste nicht, ob ich b�se oder lieb gucken sollte, also tat ich beides nacheinander. "Guten Morgen nochmal!", begr��te mich Ashley vergn�gt. Ja ja, du Hundedieb. Willst dich mit mir vers�hnen, he? Wei�te was? Die Tour zieht nicht bei mir. Bevor ich antworten konnte st�rmte Dan die Treppe herauf und erschrak erstmal �ber Joka Gebelle. Mein Hund ist sensibel, Dan! Da kann man nicht einfach wie 'ne besenkte... nein, wir sagen nicht das b�se Wort, wie ein dummes, dummes, weibliches Tier mit einem Ringelschwanz (gilt hoffentlich NICHT f�r den lieben Jungen! *grins*) die Treppe hochjagen. "Huch, was denn mit DEM los? Ich wohne hier!", raunte Dan und warf mir einen verwunderten Seitenblick zu, den ich erwiderte. Plus rausgestrecktem Schmeckorgan. ZUNGE! Okay? Aber genug der Umschreibungen. "Joka mag dich vielleicht nicht.", erkl�rte Ashley und streichelte meinem Hund �ber den Kopf, der sich gegen seine Hand schmiegte. H�tte ich an seiner Stelle auch getan. *schnurr* Nee, nee... bei Erik schmuse ich mich woanders an... seine Schulter, seine Schulter, nichts anderes. Irgendwie dachte ich hier seit drei Minuten nur noch an was.. Unanst�ndiges. Hallo? Danke Erik, ich hoffe, die geht's genauso, du doofer, doofer.. oh, ich esse immernoch nichts. "Lass' ihr was �brig!", mahnte Trevor Erik, der schon fettig, �h, Quatsch, fertig war. Sorry!! "DONUTS! Ihr habt Donuts mitgebracht?", br�llte ich, als ich die schokoladen�berzogenen Dinger mit dem Loch in der Mitte auf dem Tisch, auf einer T�te mit einem gro�en M liegen sah. Besser h�ttest du's nicht beschreiben k�nnen, Nyla! Argh! Fuck. Nicht Fuck. Nicht jetzt... ich..  ich verzweifelte hier gleich und das mit leerem Magen. Das Schlimmste, das mir �berhaupt passieren konnte. "Jahaaa... hab ich dran gedacht. Weil Erik die isst und na ja, da dacht' ich du auch.", erkl�rte Ashley und sah mich mit dem nun-kannst-du-mir-aber-nicht-mehr-b�se-sein-Blick an. "Daaanke.", sagte ich erfreut und lie� den Part aus, in dem ich ihm an den Hals sprang und ihn von oben bis unten abbusselte. Das war n�mlich eigentlich immer mein du-hast-mir-Donuts-mitgebracht!-Ritual gewesen, aber nein. Heute nicht. Vielleicht brachte mir Erik mal Donuts mit. Dann konnte ich die "Tradition" weiterf�hren. Happy setzte ich mich an den Tisch und fing erfreut an zu essen. "Ist irgendwas passiert, dass du so hektisch warst, Dan?", fragte Trevor, gegen die Wandverkleidung gelehnt. Dan sch�ttelte den Kopf. "Ja ja... klar, sorry, also ich hab eben mit Dave telefoniert." "Wer is' Dave?", fragte ich mit vollem Mund. Alle vier sahen mich pl�tzlich mit diesem ist-das-nicht-egal?-Blick an. Sogar Joka. Ich zog meinen Kopf zwischen meine Schultern. Schildkr�tenm��ig. Oops, da hatte ich doch glatt vergessen, dass ich hier nicht wirklich was zu melden hatte. Danke Jungs, dass ihr mir das wieder unmissverst�ndlich klar gemacht hab. Ich kriech' dann gleich wieder runter in die Gep�ckabteilung, wo ich eigentlich hingeh�re! *schmoll* Und thank you, Erik! Moppel! B��h! Du willst auch nochmal was von mir!

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