Autor: Carolin     

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Kategorie: Erik und Dan

Widmung: Ich widme diese Story all meinen engsten Freunden wie Alice, Böhnchen, Diana, Janinchen, Anny und Franzi. Natürlich sind meine Freunde Martin und Herrmann nicht zu vergessen. Ich hab euch alle ganz dolle lieb.

Anmerkung: Das ist meine erste Story und ich hoffe, dass sie gelungen ist. Lest sie bitte trotzdem! Leider ist zu meinem Bedauern alles, was mit den Boys zu tun hat, erfunden *heul*. Eure Meinung ist verlangt, also schreibt mir bitte FB. Ich wünsche viel Spaß beim lesen, Eure Caro

 

~I’ll never stop loving U~

 

Chapter 1

Ich schlage die Haustür ins Schloss und geh gestresst die Treppe hoch. „Kannst du keine Rücksicht auf mich nehmen, du gefühlloses Monster?“ kommt es kläglich hinter mir hervor. Das ist mal wieder typisch Janinchen. Seitdem wir zusammenwohnen, darf ich mir das jedes Mal anhören, wenn wir zusammen von der Schule kommen. „Komm, ich zieh dich“ Ich gebe ihr meine Hand und ziehe sie – wie immer – hinter mir her. „Hast du glück, dass jetzt erst mal Osterferien sind“ sage ich mit einem grinsen zu ihr. Wir haben’s geschafft nach 8 Stunden Schule endlich zu Hause anzukommen. Die Wohnungstür wird mit aller letzter Kraft aufgeschlossen und die Tasche in die Ecke geworfen. Ich hoffe, das war dass letzte mal, dass wir mit dem Fahrrad zur Schule fahren mussten, denn meine Eltern haben mir vor 2 Jahren mal versprochen, dass ich ein Motorrad bekomme, wenn ich die Fahrprüfung bestehe. Und was soll ich sagen? Ich hab sie gemeistert. Aber jetzt erst mal schauen, ob überhaupt jemand da ist? „Böhnchen? Bist du da?“ frage ich und lasse mich erst mal aufs Bett fallen. Ich glaube, Janinchen tut das gleiche. Keine Antwort von ihr, also sind wir offensichtlich alleine. Ich bin total geschafft. Das war zum Glück mein letzter Schultag in den nächsten 4 Wochen, denn ich habe mir das erste mal seit fast 2 Jahren Fachoberschule ein paar selbst verlängerte Ferien gemacht, da mich meine Cousine Sabse zu ihrer Verlobungsfeier eingeladen hat. Sie hat ihren Freund Ben vor drei Jahren in den Staaten kennen und lieben gelernt. Seit dem wohnen die beiden zusammen in Orlando. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue. Nein, nicht nur, weil ich meine Sabse wieder sehe, sondern weil mich meine Diana besuchen kann. Ich habe sie jetzt ewig nicht mehr gesehen, da sie mit ihren Eltern nach Miami gezogen ist, als sie 11 war. Meine Güte, das ist ja jetzt nun schon fast als 8 Jahre her. Ich hab sie während dieser Zeit nur noch 1 mal gesehen, als sie vor vier Jahren mal wieder in Leipzig war. Seit sie weg gezogen war, haben wir immer Briefe geschrieben. Ich konnte immer fest damit rechnen, dass ich aller drei Wochen einen Brief von ihr bekam. Dann war mir das Internet auch endlich zugänglich, also schreiben wir uns immer aller 2 Tage eine E-Mail, was beim andern so los ist. Sie ist genau wie ich noch 18, nur dass ich 1 Monat eher 19 werde. Jep, und das Gute ist: ich werde in 4 Wochen 19 und diesen Geburtstag feiere ich im Urlaub bei Sabse und Diana. Und in einem viertel  Jahr ziehe ich mit Böhnchen ja dann endlich nach Miami. Da hat sie ihre Ausbildung beendet. Das plane ich mit ihr jetzt schon, seit ich 14 bin. Janine will dann mit ihrem Langzeitfreund Chris zusammenziehen. Die zwei lieben sich jetzt schon seit 8 Jahren. Ich beneide sie dafür jedes mal, wenn ich sie sehe. Aber ich sollte mich eher mal auf meinen Urlaub in den USA konzentrieren. Es war immer mein großer Traum, mal in den Staaten bei Diana zu leben. Es gibt nichts, was ich mir mehr wünsche. Naja, glücklich sein wüsche ich mir genauso sehr. Ich sollte endlich aufhören, denn jetzt ist erst mal Urlaub angesagt. Ring... Na toll, das Telefon klingelt. Das heißt für mich, dass ich wieder aufstehen muss. Ring... Ist ja gut, ich komme ja schon. „Ja, hier in der WG Sonnenschein?“ das konnte ich mir echt nicht verkneifen und ich muss kurz lachen. „Ist schon klar, Caro. Hier ist Alice. Du bist ja jetzt zu Hause, kann ich mal in der ‚WG Sonnenschein’ vorbei kommen? Wollte noch mal mit dir quatschen, bevor du in den Urlaub fährst. Ist Böhnchen da oder seid du und Janine alleine?“– „Ich hab keinen blassen Schimmer, wo die ist. Theoretisch hätten sie schon lange da sein müssen. Naja...wenn du vorbei kommen willst, dann bitte so schnell du kannst, denn ich schlaf sonst bestimmt gleich wieder ein“ sage ich und muss gähnen. „Um Gottes Willen. So wie sich das anhört, sollte ich mich wirklich beeilen. Also bis gleich. Bye“ und schon hat sie aufgelegt. Na, dann kann ich ja in der nächsten viertel Stunde mit ihr rechnen. Ich gehe ins Wohnzimmer und lasse mich aufs Sofa fallen. Ich weiß gar nicht, was heute mit mir los ist. Sonst bin ich doch auch nie so müde. Ich glaube, ich muss einfach mal wieder richtig schlaf nachholen. Schon wieder denke ich daran, dass ich übermorgen in Orlando sein werde. Oh Gott, ich bin so aufgeregt, dass ich es noch nicht mal Diana erzählt habe. Ich schreibe ihr gleich mal ne E-Mail. Ich quäle mich wieder auf und setze mich vor den Computer und fange an zu schreiben:

„He Süße, hab ne wirklich tolle Nachricht. Ich komme in die USA. Ich rufe dich sofort an, wenn ich in Orlando angekommen bin. Du kennst doch meine Cousine Sabse. Sie hat mich zu ihrer Verlobungsfeier eingeladen. In 2 Tagen bin ich im Anflug und das gute ist ja, dass ich für 4 Wochen bleibe. Und das beste kommt noch: ich habe sie gefragt, ob du zu mir nach Orlando kommen kannst und sie hat JA gesagt. Is das nich der Hammer?!? Böhnchen kommt in einer Woche auch zu uns. Sie konnte bei ihrer Arbeit leider nur drei Wochen rausschlagen, sonst wär sie mit mir zusammen gekommen. Komm doch, Bitte! Ich würde mich echt so freuen.“

Lange musste ich nicht auf eine Antwort warten...

„Na klar komm ich, Süße. Ich lass es mir doch nicht entgehen, dich endlich wieder zu sehen. Der letzte Besuch in Deutschland ist ja nun auch schon  wieder 4 Jahre her. Aber da gibt es noch ein Problem: wie soll ich denn jetzt noch einen Flug bekommen?“ -

„Ach Süße, ich wusste, dass du ja sagst. Deswegen habe ich dir schon einen Flug vorbestellt. Er geht in 3 Tagen, also Montag. Ich hol dich vom Flughafen ab. Deine Tickets liegen an der Info-Schalter bereit. 1.50pm Miami - Orlando. Verpass ihn bitte nicht. Hab dich ganz doll lieb. Caro“ -

„Das ist echt total lieb von dir. Ich freu mich schon ganz doll. Aber ich verpass ihn bestimmt nicht. Ich bin immer pünktlich, im Gegensatz zu dir *grins*. HDAGDL. Bis Montag. Diana“

Ich kanns immer noch nich fassen, in 3 Tagen seh ich meine Diana wieder *freu*. Ich muss  mir langsam Gedanken machen, was ich mitnehme, Übermorgen geht’s ja schon los. Um Gottes Willen ich jetzt schon total hibbelig.

Ich werde die nächsten Tage bestimmt kein Auge zukriegen...

***

Und wie ich’s erwartet habe, habe ich die letzten zwei Nächte fast nicht geschlafen. Kein Wunder bei dem Gedanken daran, dass ich endlich meine Diana wieder sehe. Mit Böhnchen und Janine hab ich gestern Abend noch das Cosmo, den wohl besten Club in ganz Leipzig, unsicher gemacht. Aber durch die Erschöpfung vom Stundenlangen tanzen habe ich es doch geschafft mal zu schlafen, doch leider wurde ich von meinem Wecker bereits um 3.oo Uhr aus dem schlaf gerissen. Ich gehe erst mal ins Bad und schmeiße mir ne kalte Ladung Wasser ins Gesicht und schaue in den Spiegel. Ich binde mir die Haare zusammen und steige erst mal unter die Dusche. Als ich fertig bin, wickle ich mir das Handtuch um und stelle mich vor meinen Schrank. Normalerweise hätte ich jetzt an dieser Stelle ne halbe Stunde überlegt, was ich anziehe, aber das musste ich bereits gestern machen, damit ich alles einpacken konnte. Ich ziehe mein schwarzes Top, was hinten zusammengebunden ist, meine Dark blue- Jeans mit Schlag und für meine schwarzen Adidas- Superstars an. Dann schminke ich mich noch ein kleinen wenig. Ich setze mich erst mal vor den TV und zappe in den Kanälen rum, bis ich bei MTV stehen bleibe und schaufle mir gemütlich Cornflakes rein. Ich muss nur leise sein, sonst wecke ich noch Janinchen und Böhnchen auf. Langsam höre ich, wie die etwas knirschende Tür von Böhnchens Zimmer aufgemacht wird. Ich drehe mich um und sehe sie, wie sie ihren Kopf durch einen spalt steckt. Sie schaut mich erst mit total verschlafenen Augen an, dann kommt sie raus und klopft an die Tür von Janinchen. Sie kommt ebenfalls nach einer Minute raus und reibt sich die Augen. Böhnchen setzt sich neben mich aus Sofa. Janine fängt sofort an zu reden: „Du weißt, dass ich dich die vier Wochen total vermissen werde. Aber ich brauch doch keine Angst haben, dass du eventuell gar nicht mehr wieder kommst, oder?“ Ich schüttle den Kopf, „Du weißt, ich werde dich auch vermissen, aber es sind nur 4 Wochen“ sage ich darauf und umarme sie ganz fest. „Warte kurz hier, bin gleich wieder da“ sagt Janine, steht auf und rennt in ihr Zimmer. Ich schaue zu Böhnchen. „Dich werde ich auch vermissen, auch wenn du in einer Woche nachkommst“ sage ich und knuddle sie ganz lange. Janine kommt wieder aus ihrem Zimmer mit einem Geschenk in der Hand. „Da ich ja dieses Jahr leider nicht bei deinem Geburtstag da sein kann, hab ich mir gedacht, dass du es jetzt schon haben kannst. Aber wehe, du machst es vor deinem B- Day auf!!!“ Ich schaue erst auf da Päckchen, dann schaue ich Janinchen an. Sie hats nicht vergessen. Ich stelle mich hin und umarme sie. „Danke“ flüstere ich ihr zu. „Ist das nicht selbstverständlich?“ Dann lasse ich sie wieder los und wir setzen uns wieder hin. Das Geschenk packe ich in meinen Rucksack zu dem von Alice, dass sie mir bereits gestern gegeben hat. „Meins bekommst du zu deinem Geburtstag in drei Wochen.“ Sagt Böhnchen. Ich nicke und schaue sie an. Dann Hupt auch schon das Taxi, was ich mir vor ner halben Stunde gerufen habe. Ich ziehe meine Jacke an und knuddle Janine und Böhnchen noch ein letztes mal ausgiebig durch. “Ich vermisse euch jetzt schon. Bye“ sage ich noch mal und gehe mit meinen Koffern bepackt nach unten. Jetzt wünsche ich mir, wir hätten ne Wohnung im Erdgeschoss, anstatt in der 4. Etage. Nachdem ich meine Koffer verstaut habe, drehe ich mich noch mal um und winke den zweien, die am Stubenfenster stehen und mich beobachten, dann steige ich ein. „Zum Flughafen, bitte“ und schon fahren wir los. Am Flughafen angekommen, bezahle ich den Taxifahrer und gehe ich mit meinen Koffern, die zum Glück Rollen haben, zum Schalter und gebe mein Gepäck ab. Nachdem ich noch eingecheckt habe, sitze ich nun hier in der Wartehalle und warte, bis mein Flug aufgerufen wird. Heute ists soweit, heute geht’s ab nach Orlando. Nach drei Jahren sehe ich endlich meine Sabse und ihren Freund wieder. Gott, wie ich die beiden beneide. Ich hatte da nie so viel Glück. He, Caro, du fliegst heute in die Staaten also denk lieber an deine Diana, die du Morgen wieder siehst, ja MORGEN. Ich bin ja so aufgeregt. „Flug 2309, Leipzig – Orlando. Wir bitten die Fluggäste dieses Fluges sich zum Schalter zu begeben. Bitte halten sie die Bordkarte bereit. Wir wünschen einen angenehmen Flug.“ Mit diesen Worten werde ich aus meinen Gedanken an das Wiedersehen mit Diana gerissen. Mit meiner Bordkarte in der Hand stehe ich auf und gehe zum Schalter. Das wird garantiert ein langweiliger Flug. Ich setze mich also auf meinen Platz und stecke meine Kopfhörer in meine Ohren, mache meinen Walkman an und meine Augen zu. Pünktlich 7.oo Uhr Starten wir, allerdings bekomme ich davon fast nichts mit. Kurze Zeit später schlafe ich bereits. Als ich meine Augen nach langem Schlaf wieder auf mache und aus dem Fenster schaue, sehe ich nur das Meer. Ich schaue auf den Fernsehr (sehr praktisch !!!) und sehe eine Karte, wo man erkennt, dass wir schon fast die hälfte des Fluges hinter uns haben. Dann kommt irgendwas über die Außentemperatur. Da mich das absolut nicht interesiert, wende ich meine Kassette und mache ich meine Augen wieder zu...

Nach einer Weile werde ich von der Seite angetippt. Ich mache meine Augen auf um zu sehen, wer mich weckt. Es ist eine Stewardess. Sie sagt nur, dass ich mich anschnallen soll, da wir im Landeanflug sind. Jetzt bin ich ganz hibbelig. Meine Uhr stelle ich auch noch, es ist ja hier erst 1pm. Dann bin ich nur noch in Gedanken an meine Süße, bis das Flugzeug landet. Ich gehe durch so nen Tunnel direkt an das Fließband. Dort muss ich erst mal 10 min. auf meinen Koffer warten, also setze ich mich auf eine Bank und mache ich mir schon mal Gedanken darüber, was ich meiner Süßen morgen als Geschenk zum Flughafen mitbringe. Nach einer halben Ewigkeit, na gut- nach 5 min., sehe ich dann endlich meine 2 Koffer. Ich stehe auf, drehe mich zur Bank und schnappe meinen Rucksack. Als ich mich wieder umdrehe, werde ich auf einmal von der Seite angerempelt und falle auf meinen Allerwertesten. Als ich aufschaue, um zu sehen, wer dieser Blödmann war, sehe ich auf einmal einen nicht gerade schlecht aussehenden Typen mit dunkelblauen Augen. Irgendwie kommt er mir bekannt vor, aber das ist wohl eher unwahrscheinlich, denn an das Gesicht würdest du dich erinnern, Caro! „Oh, I’m so sorry“ sagt er, aber so einem Typen kann man auch nicht lange sauer sein. „Schon okay“ sage ich auf Englisch, als er mir seine Hand gibt und mir aufhilft. „Tut mir echt leid, wie kann ich’s wieder gut machen???“. „Ist doch schon vergessen“ – „Das kann ich aber nicht einfach auf mir sitzen lassen. Komm doch heute Abend so 10pm ins ‚Orlando Crash’, dann lade ich zu einem Drink ein, wie wärs?“ – „Wir werden sehen... also vielleicht bis heut Abend“ mit diesen Worten dreh ich wieder um, um meine Koffer zu holen. Ich sehe gerade noch, wie er von seinen Freunden weggezogen wird. Wenn ich richtig zähle, sind es vier. Einer von ihnen sieht ja besonders gut aus, wenn man mal davon absieht, dass sie alle wirklich gut aussehen. Leider habe ich ihn nur flüchtig gesehen, aber ich sehe, dass er schöne Haare hat. Ich weiß, es ist komisch, aber ich habe eine schwäche für dunkelbraune bis schwarze Haare. Ich nehme meine Koffer vom Fließband, denn langsam wird es peinlich, da es die letzten Koffer auf dem Band ist. Oh Gott... Schande über mich. Ich habe Sabse ja total vergessen. Sie wartet sich bestimmt schon die Beine in den Magen. Ich laufe also schnell mit einem Koffer in jeder Hand in die Empfangshalle, wo ich nach ihr Ausschau halte. Und da, ich sehe sie. Ich habe sie gar nicht auf anhieb erkannt, da sie ihre Haare blond gefärbt hat. Aber ich muss sagen, es steht ihr. Ich laufe also auf sie zu und umarme sie stürmisch. Es ist so schön, sie wieder zu sehen. Ich frage ihr gleich Löcher in den Bauch: „Wie geht’s dir, was machst du zur Zeit so, Wie geht’s deinem Freund, na gut Verlobten? Er muss ja was ganz besonderes sein. Sag mal hast du zugenommen? Oh Gott, du bist schwanger, oder? (-Sie nickt-) Oh ich freu mich so für dich...“ nach ner weile lass ich sie dann endlich auch mal reden. „Meine Güte, ich hab dich ja noch nie so aufgekratzt gesehen. Also Hallo erst mal. Mir geht’s echt gut und dem Baby auch. Wie ich merke, kann ich es nicht mehr verstecken. Ben wirst du ja nachher kennen lernen...“ Wir gehen zu ihrem wagen und ich verstaue meinen Koffer im Kofferraum. Dann steigen wir ein und fahren los. „Was ist, hast du heute Abend schon irgendwas vor?“ Bei diesen Worten fällt mir sofort wieder der nette Typ vom Flughafen ein. „Sagmal, kannst du mir sagen, wie ich das ‚Orlando Crash’ finde?“ – „Wie wärs, wenn ich dich hinbringe?“ – „Das wär echt supa, Sabse, aber erst möchte ich schlafen. Ich bin total gestresst vom Flug...“ Der Wagen hält nach ca. 25 min. fahrt vor einem wirklich schönen Haus. Es ist größer, als ich gedacht habe, aber Ben kanns sich ja leisten. Habe ich schon erwähnt, dass er Rechtsanwalt ist? Jetzt begrüße ich erst mal Ben, der mir schon auf halbem Weg entgegen kommt. „Hallo, ich bin Ben. Es ist toll, dich mal kennen zu lernen. Sabine hat mir schon viel gutes über dich erzählt“ – „Ich freu mich auch. Bitte sei mir nich böse, aber ich bin total fertig wegen des Fluges. Wir können uns ja nachher noch unterhalten. Kannst du mir noch mein Zimmer zeigen?“ – „Du hast sogar das ganze Poolhaus für dich und deine zwei Freundinnen. Die eine kommt ja erst morgen, oder? Wie war noch mal ihr Name?“ – „Diana“ Boar... ein Poolhaus, das heißt, es gibt auch einen Pool dazu- Ich Blitzmerker... Also wenn das jetzt nichts ist, ein ganzes Poolhaus für mich, Böhnchen und Diana. Das wird sie garantiert genauso umhauen... Ich gehe am Pool vorbei in das kleinere Haus. Es ist wirklich toll hier. Ich schleppe mich zum Bett, lasse mich drauf fallen und schlafe beinahe ein, als mir einfällt, dass ich ja noch meine Süße anrufen wollte. Ich wähle ihre Nummer und es klingelt 2 mal. „Werner“ – „Hey Süße, ich bins, Caro“ – „Hey, Wazzup? Wie war der Flug?“ – „Gut und wenn ich nicht so unwahrscheinlich müde wär, würde ich dir jetzt erzählen, was mir heute am Flughafen passiert ist. Aber ich wollt dir jetzt bloß noch sagen, dass ich dich morgen 3.20pm in der Empfangshalle auf dich warte, ok?“ – „Ja, supa, dann bis morgen. Bye“ – „Bye“. Nachdem ich aufgelegt hatte, schlief ich sofort ein...

„Caro, es ist 8pm. Willst du ne Pizza? Ich bestell uns eine.“ Typisch Sabse, immer um das Wohl anderer besorgt. Aber wie Spät ist es?!?!? „Hast du gerade 8pm gesagt???“ Ich muss mich doch noch fertig machen, ich weiß immer nie, was ich anziehen soll. Mit Make- Up habe ich nicht so viel Probleme, da ich nicht viel trage, aber mit den Klamotten... eine Katastrophe. „Wärst du so lieb und bestellst mir ne Pizza Bolognese?“ – „Klar, mach du dich in der Zeit nur fertig.“ Ist das nicht lieb von ihr??? Ich steig erst mal unter die Dusche. Nachdem ich mich abgetrocknet und meine Haare im Handtuch zu einem Turban gedreht habe, stehe ich - wie ich erwartet habe - eine Ewigkeit vor meinem Koffer und weiß nicht, was ich anziehen soll. Stück für Stück fliegen meine Sachen durchs Zimmer. Eine halbe Stunde später liegen alle Sachen, die ich anprobiert habe, auf dem Boden verstreut, und das sind so ziemlich alle!!! Im Endeffekt habe ich mich für meinen kurzen Sommerrock in beige mit kleinen Röschen und die rotes Trägertop mit tiefem Ausschnitt entschieden. Dazu habe ich noch weiße Riemen- Sandalen mit 5cm Absatz an. Mittlerweile ist es schon 9.30pm und ich Trage etwas Puder, Wimpertusche und ein Zartrosa- farbenen Lidschatten auf. Noch mal ein prüfender Blick von oben bis unten – Perfekt!!! Ich schnappe mir noch meine Jacke und gehe am Pool vorbei zu Sabse ins Haus. Meine Pizza wurde mittlerweile von Ben aufgegessen, aber ich bin ihm nicht böse, da ich sowieso nicht viel Hunger hatte. „Können wir los?“ frage ich, als Ben und Sabse mich von oben bis unten abchecken. Jetzt werde ich etwas unsicher und frage, was los sei. Darauf sagte sie nur: „Gott, du siehst toll aus, damit schaut dir doch jeder Boy hinterher“. Ich merke, wie ich etwas rot werde. Ich schnappe mir noch einen Apfel und schubse Sabse etwas von der Seite an, damit sie bemerkt, dass ich los will. Sie steht auf, nimmt noch ihre Jeansjacke mit und wir gehen dann raus zu ihrem Auto -Das ist übrigens ein roter Jeep ohne Dach. Sie schließt auf und steigt ein. Ich steige auf der anderen Seite ein und wir fahren los. Wir kommen nach ca. 15 Minuten fahrt an. Es wird schon langsam dunkel und man kann die ganze Lichterwerbung sehen. Vorm ‚Orlando Crash’ und ich steige dann aus. „Soll ich dich abholen oder bestellst du dir ne Taxe?“ fragt mich Sabse. „ Ist schon ok, es wird bestimmt spät und da will ich dich doch nicht extra noch mal aufhetzen. Aber es wär nett, wenn du mir ein paar Dollar leihen würdest, ich habe nämlich mein Geld noch nicht getauscht.“ Sie drückt mir zwanzig Dollar in die Hand und sagt „Kannste mir zurück geben, wenn du wieder flüssig bist. Ich wünsch dir noch nen schönen Abend und viel vergnügen, Caro! Weißt du schon, wann du wieder da sein willst???“ – „Ehrlich, weiß ich noch nicht, aber zum Frühstück bin ich wieder da...Scherz, aber es wird auf jeden Fall spät.“ – „Ok, dann Bye...“ Damit verabschiede ich mich und gehe auf den Club zu. Als ich vor dem Türsteher stehe und rein will, weigert der sich doch tatsächlich mich reinzulassen! „Nur mit Pass!“ -Frechheit!!!!! Aber ich will mich ja nicht mit so nem Paket anlegen, also bleibt mir nichts anderes übrig, als wieder abzudampfen. Doch bereits nach dem ersten Schritt werde ich an der Hand gepackt und in den Club gezerrt. Als ich gerade anfangen will, loszuschnauzen, schaue ich in diese schönen, dunkelblauen Augen, die ich bereits vom Flughafen kenne. „Wirklich schön, dass du kommen konntest. Ich bin übrigens Dan... Sag mal, bevor ich dich meinen Freunden vorstelle, müsste ich natürlich erst mal wissen, wie dein Name ist...“ Wie soll ich auch, wenn er mich nicht mal zu Wort kommen lässt. „Caro“. Wir laufen weiter zu einem Tisch etwas Abseits von der Tanzfläche. Ich sehe schon  vier gutaussehende Boys, die mich und Dan (?) anschauen und etwas grinsen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich das jetzt auffassen darf... “Das hier ist Caro“ Stellt er mich den anderen vor. „Das hier sind Trevor, Jacob, Erik und Ashley.“ Er zeigt auf die 4 Typen, der eine ist ein Schokokuss, der zweite hat Dread Locks, dann ein hübscher Blondschopf und dann der Typ mit dem schönsten Augen, die ich je gesehen habe. Dan zeigt auf den Stuhl „Setz dich doch“. Der Stuhl steht genau gegenüber von Erik, der mich anguckt. „Und du bist also das Mädchen vom Flughafen. Dan erzählte uns die Geschichte mindestens 5 mal. Jetzt verstehe ich auch, warum...“ sagte Erik. ERIK- der Name hatte sich in mein Gedächtnis gebrannt. Ich schaute zur Seite und bemerkte, wie Dan rot wird. Das ist ihm bestimmt noch peinlicher, wenn ich es sehe, wie rot er ist, also schaue ich wieder zu Erik. Wir sahen uns ca. eine halbe Minute tief in die Augen und vergaßen alles um uns. Nach kurzer Zeit, wo keiner wusste, was er sagen soll  fragt mich Ash „Und, wo kommst du eigentlich her?“, der damit versucht, die Stille zu brechen. Als ich gerade antworten will, höre ich aufeninmal die Anfangsmelodie von ‚Try Again’ von Aaliyah. „Ich liebe diesen Song.“ Sage ich zeitgleich mit Trevor. Ich schaue ihn an und wir fangen an zu grinsen. „Lass uns tanzen“ sage ich, nehme seine Hand und ziehe ihn auf die Tanzfläche. Dort angekommen, fange ich erst mal an, zu staunen. Ich habe selten einen Boy so gut tanzen sehen. Aber ich bin auch nicht ohne und fange an, mich mit dem Rhythmus zu bewegen. Ich weiß, dass klingt jetzt etwas eingebildet, aber ich bin eine wirklich gute Tänzerin. Ich fange an, ihn anzutanzen. Es ist nicht wirklich wie ein Wettbewerb, ich will einfach nur zeigen, dass ich genau so viel drauf habe wie er. An seinen Blicken merke ich, dass er wohl nicht so viel von mir erwartet hat. Nach einer weile ist der Song auch schon zu Ende und ich ernte erstaunte Blicke von den anderen Boys. Oh My Godness, wird einem denn hier gar nichts zugetraut??? Trev und ich gehen wieder zum Tisch zu den anderen und ich werde etwas komisch angeschaut. „Was ist denn, fandet ihr’s übertrieben?“ frage ich und warte auf eine Antwort einer der Boys. „Du bist die erste, die Trevor das Wasser reichen kann. Du kannst echt toll tanzen...“ sagt Erik. Da es von ihm kam, fühle ich mich besonders geschmeichelt. „Da kann ich Erik nur zustimmen, du tanzt echt super“ sagt Dan darauf. Ist zwar richtig nett, aber ich denke, die rutschen bestimmt beide gleich in Ihrem Schleim aus... nee, aber ich fühle mich jetzt ehrlich geschmeichelt. Ich gebe ein berührtes  „Danke“ von mir. „Ach Ash, aus Germany!“ sage ich zu ihm. „Hä???“ kommt sofort als Antwort. „Du hast mich vorhin gefragt, wo ich her komme. Das war die Antwort: aus Germany. Das tut aber nichts zur Sache, da ich in einem viertel Jahr sowieso nach Miami Beach ziehe.“ - „Was hält dich denn noch ein viertel Jahr in Deutschland, wenn du unbedingt nach Miami willst?“ fragt mich Jacob. „Naja ich werde erst mal meinen Fachschulabschluss in Kunst und Theater noch zu Ende machen... weil wir gerade beim Thema sind, was arbeitet ihr eigentlich???“ Alle schauen mich komisch an und werden ruhig. „Gut, wenn ihr es mir nicht sagen wollt?!?“ sage ich leicht irritiert und überlege, warum sie mich so angeschaut haben... Ich werde von den Boys aus meinen Gedanken gerissen. „Lasst uns tanzen“ sagt Ashley und alle stimmen ihm zu. Ich höre auf das Lied und ich muss sagen, es gefällt mir. Ich kenne es, das ist „It wasn’t me“ von Shaggy. Ich bin noch eine ganze weile so mit den Boys auf der Tanzfläche, bis sie dann nacheinander alle zur Bar gingen. Nur ich und Erik tanzen noch lange Zeit zusammen. Es ist richtig schön, nicht so wie mit den anderen. Was aber jetzt nicht heißen soll, dass ich sie nicht nett finde. Nein, aber mit Erik ist es irgendwie anders... Wir verstehen uns auch ohne Worte. Wir sehen uns ständig in die Augen und ich bemerke, dass ich dabei jedes mal ein Kribbeln im Bauch habe. In diesen Haselnuss-braunen Augen kann man wirklich versinken. Oh Gott, ich rede, als ob ich verliebt wär, aber kann man so was nach einer Stunde sagen??? Auf einmal wird ein etwas langsameres Lied gespielt und ich hoffe nur, dass wir weiter tanzen. Bitte, bitte, bitte. Er scheint wohl das selbe zu denken, legt seinen Arm um meine Taille und zieht mich näher an sich heran. Das ist es, was mich gleich viel glücklicher macht. Ich verschränke meine Hände in seinem Nacken und wir tanzen langsam zum Takt. Wir schauen uns dabei die ganze Zeit in die Augen. Er kommt mir etwas naher und flüstert mir etwas ins Ohr. „Weißt du eigentlich, dass du wunderschön bist?“ Das hat er doch lieb gesagt, oder? Wir tanzen und unsere Wangen liegen immer noch aneinander und ich merke unter meinem Ohr seinen Atem, seine Lippen streifen immer mal meinen Hals. Mein ganzer Körper fühlt sich wie elektrisiert an und ich würde am liebsten noch ewig mit ihm Tanzen und seinen Körper an meinem spüren. Doch auf einmal steht Trev vor uns und schaut uns etwas ungläubig an. „Es tut mir echt leid, wenn ich euch gestört habe aber Erik, Mark hat mich angerufen und uns alle zusammengestaucht, weil wir noch nicht wieder da sind!“ – „Wieso, wie spät ist es denn?“ fragt ihm Erik darauf hin. „3am“ – „Du hast recht, wir müssen los.“ Ist Mark jetzt so was, wie ein Aufpasser oder warum springen die 5 nach seiner Pfeife?!? Es ist schon 3am??? Ich habe die Zeit ja total vergessen. Wir gehen alle 3 an die Bar, wo Erik und ich von den anderen dreien angeschaut werde. Ihnen ist unser flirten nicht unbemerkt geblieben. Wir laufen alle zum Ausgang. Draußen läuft Dan neben mir. “Das war ein schöner Abend, ich glaube, wir müssen das unbedingt noch mal machen. Außerdem hast du noch einen Drink bei mir gut. Gibst du mir deine Telefonnummer?“ Ich nicke nur und schreibe ihm meine Handynummer auf seine Handfläche. „Kann ich mir mal kurz dein Handy ausleihen? Ich will mir ein Taxi bestellen.“ frage ich Trevor, der neben Erik steht. „Denkst du etwa, dass wir dich um diese Zeit ganz alleine auf ein Taxi warten lassen? Ich denke, die Boys haben nichts dagegen, wenn wir dich noch nach Hause bringen, oder Leute?“ sagt Erik und schaut die anderen fragend an. Sie schütteln alle mit dem Kopf. „Danke, ihr seit echt ein paar ganz liebe.“ sage ich darauf hin. Ash geht Voraus zu einem Van mit verdunkelten Scheiben und setzt sich an Steuer. Wir steigen alle hinten ein und ich setze mich zwischen Erik und Dan. Vor uns sitzen Jacob und Trev. „Wo wohnst du eigentlich?“ fragt mich Ashley, der gerade den Motor angelassen hat. „Katherstreet 184. Das ist in Richtung Coneway, weißt du denn, wo das ist?“ – „Ja, da müssen wir nämlich sowieso lang. Wir wohnen dort gleich in der Nähe.“ Da ich total müde bin, lehne ich meinen Kopf an Erik’s Schulter und schlafe kurz ein. Nach ungefähr 10 Minuten öffne ich meine Augen ein wenig und bemerke aufeinmal den Blick von Dan auf meinem Körper. Als er bemerkt, dass ich wach bin, schaut er wieder aus dem Fenster. Was ist denn mit dem los??? Ich hebe meinen Kopf und schaue zu Erik, der mich ebenfalls anschaut. Gott, ich glaube, ich habe mich in ihn verliebt. Ich schaue ihm tief in seine Augen und bekomme schon wieder Kribbeln im Bauch. „Wir sind da“ sagt Ash und der Van wird langsamer. Ich mache die Tür auf und steige aus. „Aber wehe, das wiederholen wir nicht. Ich will auf jedenfall noch mal mit dir tanzen“ sagt Trevor und ich muss grinsen. „Wenn ihr wollt, könnt ihr mich ja mal anrufen. Dan hat meine Handynummer in seiner Hand stehen. Ich fand den Abend mit euch wirklich schön (-bei diesen Worten schaue ich zu Erik-). Gute Nacht.“ – „Gute Nacht“ kommt es im Chor zurück. Ich winke ihnen noch hinterher und schaue Erik, der am Fenster sitzt, noch mal in die Augen, bis mir dann doch etwas kalt wird und ich zum Poolhaus gehe. Schnell schlüpfe ich in meine hellblaue Snoopy-Boxer und mein schwarzes Schlaf-Top und gehe ins Bad. Ich schaue in den Spiegel. ‚Was ist heute Abend mit dir los?’ Diese Frage stelle ich mir die ganze Zeit, während ich mir die Zähne putze. Ich kann nur noch an Erik denken, ist das noch normal?!? Ich lasse mich aufs Bett fallen und denke an das, was zwischen ihm und mir passiert ist. Ich kann an nichts anderes als ihn denken und jedes mal, wenn ich seinen Namen in Gedanken sage, bekomme ich ein angenehmes Kribbeln im Bauch. Ich habe mich in ihn verliebt. ’Wieso wird dir das jetzt erst klar?’ sage ich zu mir selbst. Ich decke mich nur mit einem Schlaftuch zu, da es unwahrscheinlich warm ist. Dann schließe ich meine Augen und schlafe mit dem letzten Gedanken an ihn ein...

>Bring, bring< Ich mache meine Augen auf, da mein Handy auf meinem Nachtschrank gar nicht mehr aufhört, zu klingeln. Ich schaue aufs Display, aber wie sollte es auch anders sein: ‚Unbekannter Teilnehmer’!!! „Wer stört beim Schönheitsschlaf???“ frage ich auf Englisch, da ich mir schon irgendwie denken konnte, dass es einer der Jungs ist. „Den brauchst du gar nicht, außerdem ist es bereits 1pm.“ Es ist Erik. „Ich habe letzten Abend über dich nachgedacht und ich will dich unbedingt wieder sehen. Natürlich nur, wenn du willst. Hast du Heute vielleicht Lust, mit uns allen auf den Jahrmarkt zu gehen?“ fragt er mich. „Ich würde gerne, aber ich muss meine Freundin vom Airport abholen. Sie kommt heute aus Miami und das ist wirklich wichtig.“ Sage ich mit trauriger Stimme. „Deine Freundin kann doch mitkommen“ sagt er und ich höre ihn im Hintergrund schreien >He Guys, wollen wir mit Caro und ihrer Freundin auf den Jahrmarkt?<, dann höre ich nur noch ein Lautstarkes > Of course<. „Du hast sie ja bestimmt alle gehört, sie freuen sich mindestens genauso wie ich, dich wieder zu sehen. Wärt ihr gegen 6pm fertig?“ fragt er. „Na das hoffe ich doch. Ich freu mich schon.“ – „Also bis dann. Ich freu mich auch. Bye“ – „Bye“. Er will mich unbedingt wieder sehen und er hat gestern noch an mich gedacht. Das ist es, was mich richtig aufheitert. Aber jetzt muss ich mich erst mal fertig machen. Ich stehe mit einem lächeln auf und gehe erst mal ins Bad, um zu duschen. Ich binde mir die Haare zu einem Zopf und mache erst mal kaltes Wasser an, damit ich richtig wach werde. Dann lasse ich mich noch ca. eine viertel Stunde mit warmen Wasser berieseln  und trockne mich anschließend ab. Doch jetzt stelle ich mir die Fragen der Fragen: Was ziehe ich an??? Diesmal entscheide ich mich relativ schnell für einen Jeansrock, der bis zu den Knien geht und für das Dunkelrote Trägershirt, dass man im Nacken zusammenbindet. Ich habe es ganz bewusst gewählt, weil man da mein Tattoo, was ich auf dem linken Schulterblatt habe, besonders gut sehen kann, denn darauf bin ich besonders stolz. Das habe ich, seit ich 14 bin. Dazu ziehe ich noch meine weißen Adidas- Superstars an. Ich gehe rüber zu Ben und Sabse ins Haus. Sabse sitzt auf der Couch und schaut Nachrichten. „Na, du Schlafmütze, auch mal aufgewacht. Ist wohl gestern doch sehr spät geworden, oder?“ Ich verheimliche ihr jetzt lieber mal, dass ich gestern bzw. heute Morgen erst 4am zu schlaf gekommen bin. Ich kenne sie zu gut, sie hat so ein Gen, dass sie total fürsorglich macht. Ich setze mich neben sie auf die Sofalehne, als ich auf die Uhr schaue und sehe, dass es bereits 3pm ist. „Meine Güte, ich muss los. Kann ich mir dein Auto leihen?“ frage ich sie. „Hast du denn einen Führerschein?“ – „Ja, den habe ich schon seit nem halben Jahr, also geht das???“ - „Ja, aber lass dich nicht erwischen, denn eigentlich gilt der Führerschein, den du hast, hier nicht.“ –„Nope, mach ich nicht. Außerdem fährt Diana, dann auf der Rückfahrt. Sie hat ja auch einen Führerschein. Also dann, bis nachher. Bye.“ Mit diesen Worten verabschiede ich mich von ihr, schnappe mir die Autoschlüssel und gehe nach draußen. Ich steige in den Jeep ein und fahre zum Flughafen los. Dort angekommen, laufe ich schnell in die Empfangshalle, da ich etwas spät dran bin. Ich schaue auf die Anzeigetafel und sehe, dass Diana ihr Flugzeug grade erst gelandet ist und so wie das auch bei mir gestern war, wird sie bestimmt noch 5 Minuten auf ihr Gepäck warten müsse, also setze ich mich auf eine Bank und warte Geduldig. Toll.. da habe ich doch nicht mal ein Geschenk für sie. Ich hoffe, sie hat auch keins, sonst wär mir das echt peinlich. Nach einer weile Warten fallen meine Blicke auf ein Mädchen, dass mich ebenfalls anschaut. Ich glaubs nicht, dass ist meine Diana – MEINE SÜßE !!!! Ich renne sofort auf sie zu und knuddle sie ganz doll durch. Wir kreischen beide so vor Freude, dass wir von den Leuten um uns herum schon schief angeguckt werden, aber das ist uns eigentlich relativ egal. Nach einer Weile lassen wir uns wieder los und gehen in Richtung Auto. „Fährst du bitte, Süße??? Ich sage dir auch, wolang es geht. Mein Führerschein ist doch hier nicht gültig.“ – „Klar, und nun erzähl mir doch mal, was dir gestern am Airport passiert ist, da du ja gestern zu müde warst...“ Wir steigen ins Auto und auf der Fahrt erzähle ich ihr von Dan, der mich angerempelt und als Entschuldigung zu einem Drink eingeladen hat. Besonders schwärme ich ihr von Erik vor. „Dieser Erik muss es dir ja ganz schön angetan haben, du schwärmst ja in jedem 2. Satz von ihm. Und wie heißen die anderen Boys und wie sehen sie aus??? Vielleicht ist da auch einer für mich dabei...“ sagt sie dann. „Naja, sie heißen Trevor, Jacob, Ashley, Dan und der unwahrscheinlich süße Erik halt.“ Als ich die Namen alle aufgezählt habe, stockt ihr der Atem. „Oh Gott, du kennst O-TOWN!!!“ kreischt sie, nachdem sie endlich wieder Luft holt, und ich meine wirklich kreischen!!! „Wie? Ist das nicht die Band, von der du mir seit einem Monat vorschwärmst???“ frage ich sie etwas geschockt. Irgendwie glaube ich ihr das gar nicht richtig. Ich mein ja nur: Die Jungs Superstars???????, Nee, glaub ich nich...

„Da musst du abbiegen, dann sind wir da...“ Endlich angekommen, gehen ich und Diana ins Poolhaus und wie ich es gesagt habe, sind ihr ebenfalls erst mal die Augen rausgefallen. Nachdem sie ihren Koffer abgestellt hat, sind wir erst mal zu Sabse ins Haus, doch sie ist nicht da. Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel, wo draufsteht: ‚ Hallo ihr beiden, bin auf Arbeit, es könnte aber etwas später werden. Ich hab euch 50 Dollar da gelassen. Bestellt euch ne Pizza, wenn ihr Hunger habt. Ach ja, ich habe dein Geld umgetauscht, weil ich doch weiß, wie vergesslich du bist. Bis heut Abend, Sabine’ – Sie ist doch wirklich die Beste und sie denkt immer schon voraus. Ich hätte es schon wieder vergessen, mein Geld umzutauschen. Diana lässt sich auf das Sofa fallen und macht MTV an und ich traue meinen Augen nicht. Ich sehe Erik, Trev, Dan, Jake und Ash, wie sie irgendwas von ihren ‚Liquid Dreams’ singen. Um Gottes willen, die Boys sind wirklich Superstars!!!!!!!!! „Du hast recht, ich kenne O-Town... Die werden nachher aberkräftig was zu hören bekommen.“ Sage ich zu Diana „Wieso?“ fragt sie mich. „Naja, sie hätten mir ja wenigstens sagen können, mit wem ich es zu tun habe!“ – „Nein, ich meine, wieso nachher???“ fragt sie mich erwartungsvoll. Oje, ich habe ihr ja noch gar nichts gesagt. „Die Jungs holen uns 6pm ab und wir wollen zusammen auf den Jahrmarkt. Tut mir echt leid, dass habe ich vergessen, dir zu sagen.“ Das erste mal kann ich nicht recht erkennen, ob es Freude ist, was ich in ihren Augen sehe. „Bist du mir jetzt böse?“ frage ich sie etwas zurückhaltend. „Soll das n Scherz sein??? Ich treffe O-Town, gut WIR treffen O-Town. Und das schon in...“ wir schauen auf die Uhr und kriegen gleich einen Anfall „...in 1½ Stunden?!?!?“ schreien wir gleichzeitig. „Ok, du duschst dich im Poolhaus und ich dusche hier.“ Nachdem ich das gesagt habe, rennen wir auch schon los, ich mein ja nur, ich brauch ja wieder ne Stunde, damit ich weiß, was ich anziehe und Diana geht es bestimmt nicht anders, denn sie will ja auch einen guten Eindruck auf die Boys machen. Ich renne also die Treppe rauf zum Bad, schließe die Tür hinter mir ab und entblättere mich. Dann steige ich unter die Dusche und wasche mir die Haare. Nach ca. einer viertel Stunde bin ich dann fertig, trockne mich ab und wickle mir das Handtuch dann um. Ich schlüpfe schnell in meine Superstars und klemme mir meine Sachen unter den rechten Arm. Mit dem linken halte ich mir das Handtuch, damit es nicht irgendwie wegrutscht. Jetzt muss ich schnell sein, denn ich will ja nun nicht, dass die Nachbarn mich sehen. Ich renne schnell am Pool vorbei zu Diana ins Poolhaus. Sie ist ebenfalls gerade fertig mit Duschen. Ich schaue auf die Uhr. „5pm, also noch eine Stunde“ sage ich zu ihr und sie nickt. „Das schaffen wir gerade so. Schönheit brauch halt seine Zeit.“ sagt sie und ich muss grinsen. „Was willst du anziehn?“ fragt sie. „Keine Ahnung, du weißt ja, dass ich das immer erst im letzten Moment weiß. Und du?“ frage ich sie zurück. „Ich habe auch keinen Schimmer, was ich anziehen soll. Es soll auf jedenfall die Aufmerksamkeit von Ash auf mich ziehen...“ also von da weht der Wind...

Nachdem wir uns wahrscheinlich zum 1000sten mal umgezogen haben, entscheide ich mich für ein schwarzes, kurzes und enganliegendes Trägershirt mit einem beige- farbenes Netzshirt drüber, meine helle Jeanshose mit Nähten auf Knie und Oberschenkeln und meine schwarzen Superstars. Diana zieht eine enge weiße Hose mit Schlitz bis zum Knie, Highheels und ein rotes Oberteil mit weißer Aufschrift ‚let me be your Angel’ drauf an. Dann schminken wir uns noch etwas und gehen dann ins Haus von Sabse und Ben. Wir schalten den TV an und zappen durch, bis wir bei MTV stehen bleiben. Ich gehe in die Küche um uns was zu Trinken zu holen. Ich trage die 2 Gläser vorsichtig und gehe in Richtung TV und stelle sie auf dem Couchtisch ab. Grade als ich mich hinsetzen will, klingelt es an der Tür. Ich gehe zur Tür und mache sie auf „Hi! Wolltet ihr nicht vor 20 Minuten schon da sein?“ die Jungs betreten das Haus. „Sorry, aber Ash ist nicht aus der Hüfte gekommen“ sagt Jake entschuldigend und Ash wird rot. Ich begrüße jeden mit einer Umarmung. „Das ist Diana“ sage ich und alle schauen sie an. „Wann wolltet ihr mir eigentlich sagen, dass ihr Stars seid?!?“ Alle schauen mich wieder an, außer Ash, da er seine Augen immer noch an Diana kleben hat. Ich schaue zu meiner Süßen und sie kann ebenfalls keinen Blick von ihm lassen. Die anderen folgen meinen Blicken und fangen an zu grinsen. Dann schauen Erik und ich uns wieder an. Er beginnt zu reden: „Wir wollten, dass du in uns normale Boys siehst und uns nicht nur magst, weil wir Stars sind.“ – „Ja, wir wollten nicht, dass du dich uns gegenüber anders verhältst, bloß weil wir Stars sind, und das möchten wir auch jetzt nicht...“ sagt Trev. „Ich hoffe, ihr wisst, dass ich euch auch mögen würde, wenn ihr keine Stars sein würdet. Und ihr bekommt von mir auch keine Extrabehandlung. Außerdem habe ich euch nicht als Stars sondern als normale Boys kennen gelernt.“ Ich schaue zu Diana, die mich natürlich immer noch nicht bemerkt. „Ich denke, wir gehen jetzt, oder?“ Sage ich etwas lauter zu ihr, damit ich endlich ihre Aufmerksamkeit habe. Sie schaut mich an, macht den TV aus und kommt zu uns. „Geht schon mal vor, Diana und ich müssen noch abschließen.“ Sage ich zu den Jungs und sie gehen zum Van und Diana macht hinter sich die Tür zu und ich schließe ab. „In Wirklichkeit ist Ash noch viel süßer...“ Irgendwie wusste ich schon, dass dieser Satz jetzt kommt, ich kenn doch meine Süße. Dann gehen wir zum Wagen, wo die anderen schon warten. Dan sitzt am Steuer. Ash hat sich schon ans ganz hinten Fenster gesetzt uns schaut zu Diana. „Diana, du sitzt zusammen mit Ash ganz hinten“ sage ich zu ihr und sie kraxelt zu Ash. Dann setz ich mich zwischen Jake und Erik. Trev hat sich vor zu Dan gesetzt. Ich schaue zu Erik, der mich ebenfalls anschaut. Ich kann es nicht lassen, ich muss einfach in diese wunderschönen starren. Er lächelt, ich lächle zurück und schon wieder dieses Kribbeln im Bauch, dass mich wegen der Intensität fast vor Freude an die Decke springen lässt. Nach ca. 10 Minuten Fahrt sind wir dann angekommen. Erik steigt aus und gibt mir seine Hand um mir zum aussteigen – Wow, richtig Gentlemanlike. Ash und Diana sind schon draußen und starren sich die ganze Zeit gegenseitig an. „Was wollt ihr zuerst machen??“ fragt Dan und schaut mich an. Dann schaue ich zu Diana. „Wildwasserrutschbahn“ schreien Diana und ich im Chor auf deutsch und schauen uns dabei an. Die anderen schauen uns nur etwas schräg an, als wir uns fast vor lachen hinschmeißen. Wir sind total bescheuert, wenn wir zusammen sind. Ich zeige während des lachen einfach auf das Wildwasserrafting und sie nicken. „Okay, aber wir essen erst mal eine Pizza, nich Jungs??“ sagt Trev und schaut die anderen fragend an. Gegenüber von der Wasserbahn ist ein Pizzastand, also können die Jungs uns beim kreischen zu gucken. Toll... Dann sitzen Diana und ich auch schon im Boot. Und dann geht das auch schon den Anstieg hoch. Und dann der Moment bevor das steil abgeht. Oh mein Gott, ich werde das nicht überleben und ich glaube Diana denkt in dem Moment das gleiche. Schreiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii und schon sind wir unten. Die Boys haben sich über unser Gekreische doch tatsächlich totgelacht. Als wir pitschnass wieder rauskommen und die Jungs sich immer noch halb Schlapplachen, haben Diana und ich den selben Gedanken. Wir gehen auf sie zu und umarmen jeden von ihnen ausgiebig und so nass wie wir sind, kann man sich jetzt vorstellen, wie sie aussehen. Jetzt ist ihnen das Lachen doch vergangen, aber dafür lachen wir 2 jetzt umso mehr. Tja, wer zuletzt lacht, lacht am besten. Sie schauen uns gespielt böse an und wir werfen ihnen einen entschuldigenden Blick zu. „Frieden!“ sage ich und jedem von ihnen die Hand und Diana tut das selbe. Wir schauen sie noch mal von oben bis unten an und müssen uns das Lachen echt verkneifen. Ich meine, wir sehen bestimmt auch nicht besser aus, aber das ist ja in dem Moment egal, oder??? Als die Boys dann endlich mit ihrer Pizza fertig sind, frage ich „Was wollen wir jetzt machen?“. Erik steht auf, nimmt meine Hand und zieht mich in Richtung Riesenrad. Ich schaue noch mal zu den anderen, die immer noch dastehen und uns angrinsen. Dann schaue ich wieder auf Erik, der ein kleines Lächeln auf den Lippen hat. Ich will gar nicht wissen, was er gerade denkt. Er bezahlt noch und schon schleift er mich weiter in eine leere Gondel und macht die Tür hinter uns zu. Ich setze mich direkt neben ihn, schaue aber an ihm vorbei aus dem Fenster. Man kann über ganz Orlando schauen. Es ist wirklich wunderschön hier. Ich bemerke seine Blicke auf mir. Ich schaue ihm in seine wunderschönen Augen. „Weißt du, dass du echt schön bist?“ Hatten wir das nicht gestern Abend schon? „Und weißt du, dass ich dich sehr mag?“ Ich hab heut mal meinen mutigen... „Das ist schön zu hören“ flüstert er und seine sanften Lippen berühren meine. Ein sanfter Kuss und unbeschreiblich. In meinem Bauch ist ein Feuerwerk. Unsere Lippen trennen sich - meiner Meinung nach viel zu schnell. Ich öffne meine Augen und schaue ihn an. „Das war es, woran ich gedacht habe, seit ich dich zum ersten mal gesehen habe.“ Das hat er so süß gesagt, dass ich ihn mit meiner Hand in seinem Nacken wieder an mich heranziehe und ihn noch mal küsse, aber diesmal ist es leidenschaftlich. Ich will mich gar nicht mehr von ihm lösen und am liebsten nie damit aufhören. Ich glaube, ihm geht es da nicht anders. Er lehnt sich etwas mehr über mich, so dass ich an der Scheibe liege. Naja, Er hat je eh schon ein feuchtes T-shirt wegen meiner Aktion vorhin, da macht das jetzt eh nichts. Seine linke Hand verlinkt sich mit meiner rechten. Seine andere Hand liegt um meine Taille und drückt meinen Körper mehr gegen seinen. Seit ich ihn das erste mal gesehen habe, wollte ich ihm so nah sein. Nach einer weile wird die Gondel langsamer, da die Leute in den vorderen Gondeln bereits rausgelassen werden. Erik und ich hören mit küssen auf, obwohl ich seine Küsse jetzt schon vermisse. Er hat so weiche Lippen und er ist ein echt guter Küsser. Dann steigen wir wieder aus uns gehen Händchenhaltend zu den anderen, die uns alle schief anschauen, bis auf Diana, denn die kann sich denken, was gelaufen ist. Wir waren noch lange auf dem Jahrmarkt, sind jede mögliche Attraktion gefahren, bis wir fast umgefallen sind. „Wie spät ist es?“ frage ich Jake, der gerade neben mir und Erik läuft. „9pm. Wieso?“ fragt er zurück. „Ach, nur so. Was habt ihr jetzt noch vor???“ frage ich sie beide und Jake zuckt mit den Schultern. „Habt ihr Videos bei euch zu Hause? Dann machen wir einen netten Videoabend.“ fragt Erik. Das ist doch mal ne super Idee „Ich finde, dass ist eine guter Vorschlag, aber ich weiß auch nicht, was wir für Filme da haben. Was denkst du, Diana?“ Sie nickt nur und widmet sich wieder ihrem Ash. „Und ihr? Was haltet ihr von einem Videoabend bei mir?“ ich schaue die anderen Boys fragend an. Sie nicken ebenfalls. Damit ist das ja gegessen. Wir machen uns auf den Weg zum Van. Dan fährt wieder und Trev sitzt neben ihm. Ich sitze wieder zwischen Jake und Erik und Diana mit Ash wieder Hinten. Nach einer weile Fahrt kommen wir dann endlich an. Ich zeige den Boys mit einer Handbewegung, dass sie kurz draußen warten sollen und gehe erst mal ins Haus zu Sabse und Ben ins Wohnzimmer. Sie sitzen beide auf der Couch und schauen Nachrichten. „Schon zurück? Wieso hast du denn so feuchte Sachen?“ fragt mich Sabse. „Erzähl ich dir n andern mal. Sag mal, habt ihr was dagegen, wenn wir mit ein paar Freunden noch ne weile im Poolhaus Video gucken???“ – „Quatsch, solange es nicht gleich 20 Freunde sind. Unsere Videos stehen alle da unten, nimm dir welche.“ Sagt sie und zeigt auf ihre Videosammlung unter dem TV. Ich knie mich hin und schaue, was sie alles haben. Ich suche mir dann ‚Eiskalte Engel’‚Starwars Episode One’ ‚Scream 2 und 3’ und ‚Matrix’ aus. Das ist einer meiner Lieblingsfilme, aber ich weiß, dass Diana den Film nicht mag. Ich gehe mit den Videos in der Hand wieder nach draußen und winke die Boys ins Poolhaus. Sie nicken und folgen mir. Wir pflanzen uns alle auf die Couch. Diana natürlich neben Ash, daneben Trevor und Jake setzt sich in den Sessel. Dan und Erik setzen sich auf die zweite Couch. „Also ich bin für ‚Eiskalte Engel’ und Diana stimmt mir da bestimmt zu. Was meint ihr? Also wir haben...“ noch bevor ich die Filme alle aufzählen kann, werde ich schon von Ash unterbrochen, als er realisiert, was ich da in der Hand habe. „Oh bitte die Matrix. Das ist mein absoluter Lieblingsfilm!“ Alle Boys stöhnen auf. „Was denn? Ich finde, der Junge hat Geschmack. Das ist auch mein Lieblingsfilm.“ Sage ich und Ash grinst mich an. „Aber damit Diana sich auch freuen kann, würde ich sagen, wir schauen erst ‚Eiskalte Engel’ und dann erst ‚Matrix’. Hast jemand was dagegen?“ Alle schütteln den Kopf und ich schiebe das Video ein und verschinde mit Diana kurz in mein Zimmer, um uns was trocknes anzuziehen. Nach 3 Minuten kommen Diana und ich mit nem neuen Outfit raus. Sie setzt sich wieder auf den Platz von vorhin. Ich drücke im vorbeigehen noch auf Play und setze mich dann zwischen Dan und Erik. Gott, ich liebe diesen Film. Nicht nur wegen der Handlung, sondern vor allem wegen Ryan Philippe, denn der ist doch echt zum anschmachten, oder??? Diana und ich sind uns da, glaub ich, einer Meinung. Während dem ganzen Film hängen wir förmlich am Bildschirm und sabbern uns die Sachen voll. Gut, das ist eindeutig übertrieben, aber egal. Der Film ist zu Ende, zur Freude von Ash. Der kann es kaum noch erwarten, bis wir endlich ‚Matrix’ reinschieben können. Junge, du hast doch deinen Willen, also entspann dich...

Ich konzentriere mich wieder auf den Film, aber es ist auf jeden Fall von Vorteil, dass ich ihn so gut wie auswendig kannte, denn dann wär ich bei einigen Stellen schon echt aufgeschmissen. Nach einer Weile schaue ich wieder zu Diana rüber. Und ach ist das nich süß, sie ist bei Ash auf dem Schoß eingeschlafen. Ich lehne meinen Kopf gegen Eriks Schulter und schaue noch ne ganze Weile rüber zu meiner Süßen. Sie schläft wie ein Engel. Dann wird sie wach und schaut erst mich, dann Ash an. „Ihr könnt übrigens bei uns schlafen, wenn ihr wollt, das heißt, wenn es Aufpasser Mark erlaubt...“ sage ich, als ich in die müden Gesichter schaue. Sie grinsen und nicken und Dan fragt gleich: „Und wo sollen wir schlafen? Ich glaube nicht, dass wir uns alle auf die Couch quetschen können.“ - „Also wir haben noch ein 3. Schlafzimmer...“ „Ich nehm das Schlafzimmer“ ruft Trevor gleich herein. Deswegen kann er mich doch ausreden lassen?! Naja, also weiter „...dann haben wir ja noch die zwei Sofas. Ash schläft bestimmt bei Diana und Erik schläft dann eben bei mir.“ Beide grinsen und ich glaube, ich weiß, was sie denken. Dan nimmt sein Handy und wählt, nehme ich an, Marks Nummer. „He Mark, Wazzup? Ähm ich wollt mal fragen, ob das klar geht, wenn wir bei nem Freund schlafen.“ Es ist stille. Er nickt immer mal. „Danke, wir sind morgen pünktlich. Bye“ Erleichterung in allen Gesichtern. „Geht klar, Leute. Wir sollen aber morgen pünktlich 11am beim Gesangstrainer sein“ sagt er und auch er ist sichtlich froh. „Ich bin müde, außerdem ist der Film echt scheiße. Gute Nacht alle zusammen“ sagt Diana, steht auf und geht in Richtung ihres Schlafzimmers. Nach einer Weile steht Ash auch auf. „Ich bin auch müde“ sagt er und geht ihr nach. Alle schauen ihn etwas schockiert an. „Das ist das erste mal, dass er das Ende von ‚Matrix’ nicht abwarten kann. Gott, muss der verliebt sein!!!“ sagt Dan neben mir und ich kann mir das Lachen nur schwer verkneifen. Ich schaue zum TV, soviel verpasst Ash ja nun auch nicht, der Film ist in ca. 10 Minuten zuende. Doch dass hat jetzt nicht meine Aufmerksamkeit, da mich auf einmal ein großes Hungergefühl überkommt. Ich und Diana haben ja noch gar nichts zum essen gehabt. Ich glaube, ich sollt schleunigst was dagegen machen, bevor sich mein Magen noch lautstark meldet. „Ich hab echt Hunger. Wollen wir vielleicht noch zu McD?“ frage ich alle Boys und in ihren Gesichtern, die eben noch von Müdigkeit gezeichnet waren, macht sich ein freudiges Lächeln breit. Sie springen alle auf  und sagen „Auf zu McDonalds“ im Chor. Na so müde, wie sie aussahen, können sie gar nicht gewesen sein... Aber denkt auch mal jemand and Diana und Ash??? „Ich schaue mal schnell nach den zwei Turteltäubchen“ sage ich und gehe in Richtung Dianas Zimmer. Ich drücke die Türklinke leise runter und schaue durch den Spalt. Die Nachtlampe brennt und Ash und Diana schlafen aneinander gekuschelt im Bett. Die zwei sind sooo süß. Ich schleiche mich an den Nachtschrank, knipse das Licht aus und gehe leise wieder aus dem Zimmer. Langsam mache ich die Tür hinter mir zu und drehe mich zu den Jungs um. Aber der einzige, den noch da ist, ist Dan. „Die anderen sind schon im Wagen, aber ich wollte noch auf dich warten.“ Is er nich lieb?  „So, jetzt können wir los.“ Sage ich zu Dan, der es kaum noch erwarten kann, das wir endlich losgehn. Er macht mir die Tür auf wir gehen raus. Beim Van angekommen, werden wir schon sehnlichst erwartet. Erik sitzt am Steuer. Jake sitzt direkt neben ihm. Dan und ich setzten uns neben Trev auf die Sitzbank direkt hinter Erik. Nach ca. ner viertel Stunde kommen wir bei McD an und gehen nacheinander rein. Zum Glück ist es fast Mitternacht, da haben wir bestimmt Ruhe vor den Fans. Ja, man mags kaum glauben, aber ich habe vorhin auf dem Rummel auch schon ein paar tötende Blicke geerntet. Ich kenne die Boys vielleicht nicht viel länger als 48 Stunden und schon werde ich zur dummen Schlampe, die gehasst werden muss, weil sie O-Town kennt und sich mit ihnen trifft. Aber zum Glück sind’s bis jetzt nur ein paar, die so reagieren. Bis jetzt stehe ich da noch drüber. Ich will mir aber gar nicht vorstellen, wenn es dann nicht nur 5 Fans, sondern 5 Millionen Fans sind, die mich hassen, weil ich was mit Erik von O-Town habe. Na supa... Nicht dran denken!!!

Die Jungs suchen sich einen Tisch, der etwas abgelegen in der Ecke ist. Trevor, Jake und Dan setzen sich hin. „Also ich nehme 2 doppelte Cheeseburger, mittlere Pommes und ne große Coke“ kommt es von Trev. Bitte wie??? Gar nicht gefräßig, oder... Soll ich jetzt für ihn Diener spielen?!?! Das kann er sich aber abschminken. „Trevor, du bist doch ein muskulöser Typ, also kannst du dein Zeug doch auch alleine holen. Außerdem ist das gar nicht Gentlemanlike.“ Ich setze einen Hundeblick auf. Es funktioniert auch. Er steht auf und geht zu dem freien Platz neben Dan. „Na wenn das so ist, dann setzen sie sich. Was möchte die Dame denn dinieren?“ Er schiebt den Stuhl etwas vom Tisch weg und macht eine Handbewegung, dass ich mich hinsetzen soll. Mit einem grinsen gehe ich zum Stuhl und setze mich. „Einen Salat, eine Portion Pommes und ein Wasser, Bitte“ sage ich und wir grinsen uns an. „Wie Madame wünschen.“ Er geht zu Erik und die beiden verschwinden an die Kasse. Ich drehe mich zu Jake und Dan. „Sag mal. Wie habt ihr euch denn alle kennen gelernt?“ frage ich Jake. „Wir sind zu einem Casting, das mit einer Serie namens ‚Making the Band’ verbunden war, gegangen. Hast du schon mal was davon gehört?“ Achso. „Ich glaube, Diana hat mal was davon erwähnt.“ Dass sie förmlich davon geschwärmt hat, wird hier jetzt mal verheimlicht. Ich schaue Dan an. Er hat echt total schöne dunkelblaue Augen. Hör auf, ihm so in die Augen zu starren, du kommst sonst noch falsch rüber und das will ich ja nicht. Mein Magen meldet sich wieder. Wo bleiben die denn? Ich schaue in Richtung Kasse, wo Erik und Trevor mit jeweils einem vollgepackten Tablett wiederkommen. Na endlich... Trevor kommt gleich auf mich zu, stellt das Tablett auf den Tisch und nimmt, so wie ich es bestellt habe, einen Salat, ein Wasser und Pommes davon runter und stellt es mir fein säuberlich vor die Nase. „Wie die Dame bestellt hat. Ich hoffe, es wird alles zu ihrer Zufriedenheit sein.“ Sagt er mit einem Grinsen. „Danke sehr“ sage ich und wir beide lachen kurz. Dann verteilt er auch den Rest an die anderen uns setzt sich mir gegenüber hin. Erik lässt sich neben mir nieder und fängt an, einen von seinen 3 Burgern zu essen. So viel?! Ich schaue zu den anderen auf’s Tablett. Ok, nicht nur Erik ist so ein Vielfrass, sondern alle!!! Nach ca. 10 Minuten sind fast alle fertig, außer ich, denn meine Pommes sind immer noch nicht gegessen. Trotz, dass ich so ein Bärenhunger hatte. Da frag ich mich doch: bin ich nur zu langsam oder haben die Jungs so was wie ein McD – schnellfress – Wahn. Ich glaube, ich sollte das alles etwas beschleunigen, es ist mir schon ein bisschen blöd, als einziger noch zu essen. „Bedient euch“ sage ich und lege meine Pommesportion in die Mitte, die nach 2 Minuten bereits weg ist. Ok, alle sind fertig. Irgendwie hab ich jetzt noch Lust auf eine heiße Schokolade. Ich stehe auf und schiebe meinen Stuhl ran. „Ich kauf mir noch was, ihr könnt ja schon mal zum Auto vorgehen.“ Ich gehe Richtung Kasse und stelle mich an. Zum Glück sind nur drei Leute vor mir. Ich spüre starke Arme, die sich um mich schlingen. Ich drehe meinen Kopf mit einem Lächeln zur Seite und schaue Erik an. Er lächelt, ich lächle zurück, lege dann meinen Kopf auf seine Schulter und meine Hände auf seine Arme. Die Schlange regt sich und ich bin dran. Ich drücke mich sanft aus Eriks Umarmung und trete an die Kasse. „Ich hätte gerne ne heiße Schokolade“ sage ich zu Steve, zumindest steht es so auf seinem Namensschild. Nach ca. ner halben Minute kommt er mit einem Trinkbecher an und stellt ihn auf die Theke. „Das macht dann 1Dollar 30.“ Sagt er und ich krame das Geld aus meiner Brieftasche. Scheiße, was waren jetzt noch mal die 10 er? Dime! Ok, ein Dime, noch einer und noch einer. Jetzt noch n Dollarschein, dann haben wirs ja geschafft. Ich gebe ihm das Geld in die Hand und nehme meine Trinkschokolade. Erik nimmt meine Hand und wir gehen zusammen zum Auto. Wir setzen uns neben Trevor. Dan fährt und neben ihm sitzt Jake. Auf der Fahrt zu mir haben ich und Erik uns immer mal angeschaut. Er ist geil, das kann keiner abstreiten. Er hält immer noch meine Hand und streichelt mit dem Daumen über meinen Handrücken...sogar die kleinste Berührung von ihm löst bei mir kribbeln aus. Nach ca. ner viertel Stunde kommen wir wieder bei mir an und stürzen direkt ins Poolhaus. Das allerdings leise...Man muss ja an Diana und Ash denken. Also machen wir uns auf der Couch breit und quatschen. „Was wollen wir noch machen?? Ich bin noch gar nicht müde“ sagt Trevor. Hm...er hat recht, aber ich weiß auch nix auf anhieb. „Wie wärs mit ‚Who am I’ ???“ Schlägt Dan vor. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich glaube, ich kenns. „Erklär doch bitte mal die Regeln für die unwissenden unter uns“ sagt Jake. Ja, das ist gut, dann weiß ich, ob es das ist, was ich vermute. „Ok, ok, also es werden ein paar Namen von berühmten Leuten auf kleine Zettel geschrieben und zusammengefaltet. Dann zieht jeder und klebt sich den Namen an die Stirn und die anderen versuchen, demjenigen  mit einem Wort zu erklären, wer er ist. Und das geht dann so lange in der Runde, bis derjenige es rausbekommen hat. Verstanden??“ er schaut fragend in die Runde. Alle Nicken. „Ok, dann schreibt jeder mal nen Namen auf nen Zettel. Caro, hast du mal Zettel und Stift?“ fragt mich Trevor. Jaja, ich heiße ja auch Diener. Ich stehe auf und hole für jeden einen Stift und Zettel. „Danke, Caro. So und jetzt macht mal“ befiehlt er. Hm...ok, wen schreib ich drauf. *überleg* ja ich weiß: Brad Pitt. Ok, zusammenfalten und dann in die Mitte legen. Trevor mischt die vielen kleinen Zettel. „So, und jetzt zieht jeder. Ladies first“ sagt er und ich nehme mir einen Schnipsel vom Tisch, oh man, und jetzt auch noch auf die Stirn kleben. Die anderen machen das gleiche, boah, sieht das witzig aus und ich kann mir das lachen auch nur schwer verkneifen. „Ok, wer fängt an??“ Ich schaue in die Runde, Trevor, der neben mit sitzt, ist Jennifer Lopez. Ich muss unwillkürlich grinsen, mir war klar, dass die Boys Frauen nehmen. Ich schaue weiter. Hey, Dan ist ja Brad Pitt. Erik ist Cameron Diaz und Jacob ist Denzel Washington. Oh, haben also doch nicht alle Frauen genommen. Naja, egal. „Ok“ fängt Trevor an „erzählt mal. Wer bin ich?“ Er zeigt auf mich. Ok Trevor, ne J.Lo. wie kann man ihn mit nem Wort beschreiben. „Hintern“ rutscht mir raus, na ja, unbewusst, aber das ist ja schließlich ihr Markenzeichen. So geht das dann immer weiter. Trevor brauchte nicht lange. Jake brauchte da etwas länger und Erik ist auch nicht gleich drauf gekommen. Dan wusstes auch nicht gleich, aber es war auch nicht einfach zu beschreiben. Doch er bekam es dann schließlich auch raus. Jetzt war ich dran. Ich schaue zu Trevor: „Friends“ ok, überlegen...noch nix. Dann Jake: „weiblich“ joa, das schränkt die Sache ein. Ich schaue zu Erik. Der überlegt kurz: „verheiratet“ hm... schwer, in der Serie oder in echt? Aber ich darf ja nicht nachfragen. Ich schaue zu Dan. Der zeigt nur auf sein Zettel, den er immer noch an der Stirn kleben hat. Ok, Moment. Weiblich, „Friends“, verheiratet, Brad Pitt. „Ja, Ich weiß: Jennifer Aniston“. „ha, richtig“ kommt es von Erik. Oh man, das wär geschafft, war aber lustig. Doch das viele Nachdenken hat mich echt müde gemacht. Ich gähne und strecke mich kurz. „Ich werde schlafen gehen. Die Decken sind da drüben im Wandschrank. Gute Nacht. Schlaft schön.“ Damit verabschiede ich mich von den Boys und gehe in mein Zimmer. Ich ziehe mein Shirt aus und stehe Obenrum nur noch im BH, als meine Tür aufgeht und Erik hereinkommt. Er schließt die Tür hinter sich und kommt auf mich zu und als er sieht, was ich anhabe (bzw. was ich eigentlich nicht anhabe), macht sich ein grinsen auf seinen Lippen breit. Er bleibt direkt vor mir stehen und sieht mir in die Augen. „Also, von mir aus kannst du so bleiben“ und sein grinsen wird noch breiter, soweit das überhaupt noch geht. „Das ist ja sehr schmeichelhaft, aber ich werde mir jetzt trotzdem etwas anziehen...“ Ich drehe mich um, nehme mein Schlafshirt vom Bett und ziehe es mir schnell über, bevor er noch mehr auf falsche Gedanken kommt. Dann drehe ich mich wieder zu ihm und stelle mich vor ihn. Seine Augen sind einfach nur der Hammer. Wir schauen uns lange an und ich kann mich einfach nicht mehr beherrschen. Ich stelle mich ein wenig näher an ihn und ziehe ihn an seinem T-Shirt zu mir und wir küssen uns kurz. Dann trennen sich unsere Lippen wieder und ich schaue ihn an. „Das habe ich schon vermisst“ sage ich mit einem lächeln auf den Lippen und er schaut mich wieder mit seinen großen, wunderschönen Augen an. Dann grinst er kurz, nimmt mich in seine Arme und verlagert sein Gewicht auf mich, so dass wir beide direkt auf mein Bett fallen. Wir schauen uns tief in die Augen. Sein Gesicht kommt meinem wieder ganz nahe. Unsere Lippen sind vielleicht nur noch einen halben cm von einander entfernt und ich kann seinen Atem auf meinen Lippen spüren. Obwohl wir uns jetzt eigentlich Küssen könnten, machen wir es nicht. Wir liegen einfach nur da und schauen uns an. Ich schaue auf seine Lippen. Noch eine Sekunde ohne diesen Mund auf meinem zu spüren, wird mich umbringen. Ich hebe meinen Kopf ein Stück und fange an, ihn zu küssen. Erst langsam und mehr zurückhaltend, doch wenig später mit voller Hingabe. Ich drücke mich sanft gegen ihn, um uns zu wenden. Ohne, dass unsere Lippen sich voneinander trennen, rollen wir uns auf die andere Seite meines Bettes und ich liege auf ihm. Wieso wirkt er nur so unwiderstehlich?! Und warum kann ich einfach nicht aufhören, ihn zu küssen?! Er ist nun mal er selbst und genau das ist es, was ich so sexy an ihm finde. Und das ist einfach ALLES!!! „Wir sollten echt damit aufhören, sonst garantiere ich für nichts mehr“ sage ich während einer kurzen Pause, die aber nicht lange anhält und ich ihn weiter küsse. Ich bin ja richtig schlimm, so kenn ich mich gar nicht. „Wenn du das sagst, wieso hörst du dann nicht auf?“ sagt er mit einem grinsen zwischen den Küssen. Tja, das frag ich mich auch. Er hält mich bestimmt schon für Notgeil oder so. Ok, ich werds bereuen, aber jetzt ist Schluss. Ich beende den Kuss und setze mich aufrecht auf seinen Schoß. Er setzt sich ebenfalls aufrecht. Er schießt meine Taille in die Arme, drückt mich etwas an sich und wir schauen uns in die Augen. ‚Oh Gott, diese sinnlichen Lippen muss ich wieder auf meinen fühlen’ schießt mir durch den Kopf. Ich lege meine Arme auf seine Schultern und mein Gesicht kommt seinem wieder näher. „Ich habs zwar geschafft, mich von deinen Lippen zu trennen, aber ich glaube, ich werde wieder rückfällig“ sage ich noch, bevor ich ihn wieder küsse. Nicht mehr so leidenschaftlich, wie eben, dafür gefühlvoller. Nein, nicht schon wieder über ihn herfallen. Ich beende den Kuss mit einem abschließenden kleinen Küsschen und wir schauen uns wieder in die Augen. „Ich glaube, ich sollte Sicherheitsabstand einhalten, sonst komme ich gar nicht mehr von dir los“ sage ich mit einem grinsen. „Ich bin zwar dagegen, aber sonst verfalle ich dir noch vollkommen“ sagt er darauf. Das war total niedlich, deswegen gebe ich ihm ein kleines Küsschen uns stehe von seinem Schoß auf. Ich gehe zu meinem Schrank und nehme meine Boxer zum schlafen raus und gehe ins Bad. Dort wasche ich mich und ziehe mich um. Wider zurück in meinem Zimmer liegt Erik nur noch in Boxershorts auf meinem Bett und tippt auf seinem Handy rum. Ich gehe auf das Bett zu und er legt sein Handy weg.

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