Kapitel 13
Es war etwa vier Uhr Nachts
und wir hatten uns mittlerweile in einem kleinen Wartezimmer eingerichtet. Jo
war wieder da und schlief in Jakes Armen. Der schlief ebenfalls. Ich wollte ihn
ins Hotel schicken. Doch er hatte sich wegement geweigert. Auch das Krankenhaus
Bett das die �rzte ihm dann zur Verf�gung stellen wollten, da er wirklich
dringend Ruhe brauchte wollte er nicht. Er sagte er wolle bei uns bleiben
solange bis er wei� wie es Ashley ginge.
Mike und Mike d�sten
ebenfalls vor sich hin. Nur ich wanderte immer noch auf und ab, setzte mich und
stand wieder auf. Diese Warterei machte mich fast wahnsinnig und Ashley war
mittlerweile seid geschlagenen 6 Stunden im OP.
Um die anderen nicht zu st�ren
ging ich auf den Gang um mir die Beine zu vertreten. Ich drehte bestimmt noch
eine weitere halbe Stunde meine Runden auf dem Flur, als mich die Verzweiflung
packte.
Ich lehnte mich an eine Wand
und schloss die Augen. Sofort zuckten Bilder vor meinem inneren Auge vorbei.
Der Abend in der Diskothek
als ich mich nach dem Tanz umdrehte und Ashley mich mit diesem Unwiderstehlichen
L�cheln anstrahlte. Wie die Sonne damals aufging.
Ich erinnerte mich daran wie
ich ihn in M�nchen halbnackt im Spiegel gesehen hatte. Am liebsten w�re ich
damals direkt �ber ihn hergefallen.
Ich erinnerte mich an den
Abend in der Diskothek als ich mit ihm zu �all or nothing� Tanzte. Wie ich
mir w�nschte dass es niemals endet. Wie er mir in die Augen sah und mich fragte
ob ich mit ihm ins Hotel fahren w�rde. Der Kuss vor der Zimmert�r, der mir
jetzt noch kalte Schauer �ber den R�cken jagte.
Unsere Gemeinsame Nacht und
wie ich sie genossen hatte. Der Morgen danach als ich sagte ich k�nne ihn nicht
wieder sehen.
Damals hatte er so traurig
ausgesehen. Es tat mir in der Seele weh. Was sollte ich nur tun wenn er jetzt
sterben sollte bevor ich ihm gesagt hatte was ich wirklich f�r ihn Empfand?
Ich versuchte den Gedanken
zu verdr�ngen. Doch die Tr�nen stiegen schon in mir auf und ich lie� sie
Stumm laufen. Es hatte keinen Sinn sich dagegen zu wehren. Ich schlug die H�nde
vors Gesicht und lie� mich an der Wand runter sinken.
�Frau Vinze?�
Erschrocken riss ich die
Augen auf und sprang auf.
�JA?�
Ein relativ Junger Arzt
stand vor mir. Er sah m�de aus.
�Guten Morgen. Ich bin Dr.
Marten. Ich habe Mr. Angel operiert. Man sagte mir sie seihen seine
Freundin�?!�
��h.. ja.. die bin
ich.� Sagte ich ohne weiter dr�ber nachzudenken. Sonst h�tte ich
wahrscheinlich keine Infos dar�ber bekommen wie es Ashley ging �Wie geht es
ihm?�
Der Arzt warf einen kurzen
Blick gen Boden und sah mich dann wieder an:� Ich will ganz ehrlich zu ihnen
sein. Es geht ihm nicht gut. Wir m�ssen die n�chsten 24 Stunden abwarten ob
sich sein Zustand stabilisiert. Es tut mir leid dass ich ihnen nichts anderes
sagen kann, aber er ist jung und trainiert. Er ist noch nicht au�er
Lebensgefahr, aber er hat beste Chancen das alles zu �berstehen.� Ich atmete
nicht mehr und die Worte des Arztes dr�hnten in meinem Kopf.
�Lebensgefahr�. Mein Gott, wenn er nun doch streben sollte. Nein, dass
durfte er nicht. Ich liebte ihn doch und ich musste es ihm sagen.
�Darf ich zu ihm?�
fragte ich kaum h�rbar.
�Ich mache eine Ausnahme.
Aber nur weil wir die Erfahrung gemacht haben das die kritischen Patienten auf
die Stimmen angeh�riger h�ren. Ich kann sie aber nur kurz zu ihm lassen.�
Ich nickte nur wie in Trance
und lief dem Arzt hinter her. Ich hatte die anderen die auch die ganze Zeit auf
ein Ergebnis warteten v�llig vergessen.
Ein paar G�nge weiter,
musste ich mir einen gr�nen Kittel �berziehen, bevor ich noch ein Zimmer
weiter ging. Der Arzt hielt mir
eine T�r auf:� Nur ein paar Minuten.� Bat er mich.
Wieder nickte ich stumm und
betrat dann das Zimmer.
Ich blieb unmittelbar an der
T�r stehen.
Ich musste mich an der Wand
abst�tzen um nicht in die Knie zu gehen. Ashley lag da an etliche Ger�te
angeschlossen, die seinen Kreislauf, sein Herz und seine Atmung kontrollierten.
Das Beatmungsger�t pumpte mit einem �chzenden Ger�usch und das EKG piepte in
unregelm��igen Abst�nden. �berall waren Schl�uche und Infusionen. Er war
blass und ihm stand kalter Schwei� auf der Stirn. Sein Gesicht war voller
Kratzer und blauer Flecken. Einige Schnittwunden, die wie ich vermutete, von der
gesplitterten Windschutzscheibe kamen, waren geklebt worden.
Langsam ging ich ein St�ck
n�her ran.
Ich zog einen Stuhl an das
Bett und setzte mich leise.
Ich hatte Angst und meine
Finger zitterten als ich nach seiner Hand griff.
�Hey Ash� ich bin�s�
Ally�� meine Stimme brach und ich konnte mein Zittern kaum noch
Kontrollieren. Die Tr�nen liefen mir in B�chen runter. Doch ich gab keinen Ton
von mir.
�Was machst Du blo� f�r
Sachen? Du hast uns einen ganz sch�nen Schrecken eingejagt.�
Ich umschloss seine Hand mit
beiden H�nden und k�sste seine Finger.
�Ashley, es tut mir alles
so schrecklich leid. Ich wollte das nicht. Ich hab es von anfang an nicht
gewollt. Ich wei� dass Du gelitten hast und wenn ich k�nnte w�rde ich alles
auf der Stelle r�ckg�ngig machen. Doch das kann ich nicht. Es tut mir so leid
dass ich dir das alles angetan habe. Bitte verzeih mir. Ich wollte dass
nicht�Du darfst jetzt nicht aufgeben, h�rst du? Ich brauche Dich. Ich kann
ohne Dich nicht Leben. Ashley,� ich Liebe Dich!�
Ich schluchzte leise und
fuhr ihm vorsichtig durchs Gesicht und die Haare. Er sah so zerbrechlich aus.
Der Arzt hatte keine Chance
gegen mich und die anderen. Selbst Mike und Mike bestanden darauf das ich
bleiben d�rfte, da sie einheitlich der Meinung waren das ich Ashley gut tun w�rde
und wenn ihn jemand zur�ck holen k�nne, dann ich.
So blieb ich die ganze Nacht
an seinem Bett und hielt seine Hand und sprach mit ihm. Als Jo am n�chsten
Morgen kam und fragte ob ich nicht mal schlafen gehen wolle, wank ich ab und
sagte ihr sie solle zu Dan gehen.
Ein Mike brachte mir
irgendwann einen Kaffee und fragte wie es mir denn gehen w�rde. Eine Frage die
ich nicht beantworten konnte.
Ich blieb sogar bei ihm als
der Arzt ihn noch einmal untersuchte.
�Sein Herzschlag hat sich
stabilisiert. Das ist schon mal eine Menge wert.� L�chelte der Arzt
aufmunternd.
Auch die n�chsten zwei Tage
und zwei N�chte blieb ich an seinem Bett. Nur einmal als sie die Verb�nde
wechselten nutze ich die Zeit um mich zu Duschen und mir frische Klamotten
anzuziehen, die Jo mittlerweile besorgt hatte.
Dann endlich kam die erl�sende
Nachricht des Arztes Ashley sei au�er Lebensgefahr. Dennoch k�nne man nicht
sagen wie lange das Koma noch anhalten w�rde.
Doch ich beschloss eisern an
seiner Seite zu bleiben bis es ihm besser ging. Eine Woche verging� Zwei
Wochen vergingen.. und ich sa� jeden Tag und jede Nacht an seinem Bett. Die
einzige die mich vertreten durfte, wenn ich mal austreten oder Duschen wollte,
war Jo. Aber ich war nie l�nger als eine halbe Stunde weg.
Als die vierte Woche anbrach
bekam ich ein Problem. Ich m�sste in einer Woche wieder anfangen zu arbeiten.
Ich versuchte meinem Chef alles zu erkl�ren und bat ihn um unbezahlten Urlaub.
Doch er weigerte sich strikt mir auf unbestimmte Zeit frei zu geben. Bezahlung
hin oder her. Also k�ndigte ich kurzerhand um bei Ashley bleiben zu k�nnen.
Die anderen Jungs waren
nicht begeistert als ich es ihnen erz�hlte. Doch was sollte ich tun? Ich konnte
nicht zur�ck nach Hamburg und so tun als sei nichts geschehen und nur am
Wochenende nach Berlin kommen.
Jo hingegen hatte mehr gl�ck
bei ihrem Chef. Sie hatte schon vor Wochen ihren unbezahlten Urlaub bekommen.
Mittlerweile war sie mit Dan, Trevor und Jacob in ein Hotel gezogen. Erik k�mpfte
immer noch mit seinen gebrochenen Rippen und musste ebenfalls noch bleiben.
Die anderen kamen jeden Tag
um Erik und Ashley zu besuchen.
Es war schon fast Alltag,
bis auf die Presse die vor der T�r lungerte.
Nat�rlich hatten sie
schnell herausgefunden das die Frau die Ashley Wochenlang �ffentlich um
Verzeihung gebeten hatte bei ihm war und seine Hand hielt. Das war ein
gefundenes Fressen. Doch da ich die Klinik nie verlie�, konnte ich d�mlichen
Fragen aus dem Weg gehen.
Kapitel 14
Mittlerweile sa� ich schon
die f�nfte Woche an seinem Bett. Doch ich sp�rte immer mehr das er langsam
wieder unter uns weilte. Wenn ich mit ihm sprach dr�ckte er meine Hand und er
konnte wieder selbstst�ndig Atmen.
Ich wusste das es jetzt Zeit
f�r mich wurde. Die anderen w�rden mich daf�r hassen, das wusste ich. Doch
ich konnte nicht anders.
Ich hatte den ganzen Tag mit
Ashley �gesprochen�. Er hatte auf Ja oder nein Fragen meine Hand gedr�ckt
und ich wusste das er mich deutlich verstand.
Nachdem die anderen schon l�ngst
alle im Hotel waren nahm ich all meinen Mut zusammen.
�So Ash.. Es wird Zeit f�r
mich. Du wei�t das es nicht anders geht. Ich hoffe Du kannst mir verzeihen.
Aber mein �Job� hier ist getan. Eines Tages, da bin ich mir ganz sicher,
wirst du mich verstehen. Werd schnell gesund und pass in Zukunft besser auf dich
auf, ja? Ich Liebe Dich. Vergiss das nie. Auch wenn ich nicht bei Dir bin.�
Ich gab ihm einen letzten
Kuss auf die Stirn. Ich vermied es jetzt noch seine Hand zu halten. Denn ich
wusste das er mich sonst nicht noch einmal gehen lassen w�rde. Doch es ging
nicht anders. Ich hatte viel Zeit um �ber alles nachzudenken und ich hatte
alles geplant. Es war die richtige Entscheidung f�r mich und ich wusste sie w�rden
eines Tages an den Punkt kommen an dem sie mich verstehen w�rden.
Ich blickte noch einen
Moment hinunter auf den Mann den ich mehr liebte als mein eigenes Leben, mit dem
ich aber nicht gl�cklich sein konnte.
Dann ging ich zur T�r und
�ffnete sie.
�Denk daran.. ich bin
immer bei Dir. Auch wenn Du mich nicht sehen kannst, aber im Herzen bin ich
immer bei dir.�
Mit diesen Worten drehte ich
mich um und ging. Ich f�hlte mich nicht so schlecht wie beim ersten Mal.
Ich nahm den Seitenausgang
und stieg in das n�chste Taxi.
Ich w�rde noch ein Paar
Tage in Berlin bleiben und auf ihn Acht geben. Doch dann w�rde ich mich endg�ltig
verabschieden und diesmal w�rde ich es ihnen nicht so einfach machen mich zu
finden.
Ein L�cheln umspielte meine
Lippen als ich zwei Tage sp�ter beim
Fr�hst�ck die Zeitung aufschlug.
�O-Town S�nger nach 5 Wochen Koma erwacht. Er wird
wieder ganz gesund.�
Ich hatte also Recht
behalten und war genau zum richtigen Zeitpunkt gegangen.
Nach weiteren Zwei Tagen verabschiedete ich mich von Berlin. Ich wusste das auch
Erik mittlerweile entlassen worden war und Ashley auf dem Weg der Besserung.
Ein bisschen Wehmut war
schon dabei als der Zug aus dem Bahnhof rollte. Ich hatte eine lange fahrt vor
mir. Eine Menge Zeit um jedem einzelnen ein paar Zeilen �ber das warum und
wieso zu schreiben.
Ich schrieb 5 kurze Briefe
und alle mit einem L�cheln auf den Lippen.
Den f�r die beiden Mikes
schickte ich direkt ans Management, den f�r Jo und Dan, Erik, Jake und den f�r
Trevor schickte ich in das Hotel in Berlin. Da sie wegen Ashley wohl noch eine
Weile da bleiben w�rden.
Ashley wusste das warum und
wieso. Er bekam keinen Brief. Ich wollte es ihm nicht unn�tig schwer machen.
Die Zeit verging schneller
als ich dachte und 8 Stunden nach meiner Abreise war ich an meinem Ziel. Ich
ging sofort ins Bett und schlief solange und so gut wie seid Monaten nicht mehr.
Als ich am n�chsten Morgen
den Fernseher anschaltete und meinen Kaffee aufsetzte hatte ich keine Angst
davor die Jungs im TV zu sehen. Prompt lief auch ein Video von ihnen. Doch das
st�rte mich weniger. Ich musste jetzt erst einmal zusehen das ich ein neues
Handy bekam, da ich meines zur�ck gelassen hatte und ein paar neue Klamotten.
Auf dem Weg nahm ich auch gleich noch die �rtliche Zeitung mit.
Ich verschluckte mich fast
an meinem Br�tchen als ich sie aufschlug.
�O-Town
S�nger hat seinen Rettenden Engel ein zweites Mal verloren
Nachdem
Ashley Angel (21) vor einiger Zeit ganz �ffentlich nach einer Jungen Frau
suchte in die er sich verliebt hatte, kam sie zur�ck um ihm nach seinen
schweren Unfall vor ein Paar Wochen (wir berichteten) die Hand zu halten als er
im Koma lag und um sein Leben K�mpfte. 5 Wochen sa� sie an seinem Bett und
hielt ihm die Hand. Brachte ihn ins Leben zur�ck. Doch in der Nacht bevor er
Erwachte verschwand sie wieder Spurlos. Wie uns Daniel Miller (22) Bandmitglied
und bester Freund Angel�s berichtete dachten alle das jetzt alles gut werden w�rde.
�Wir dachten jetzt hat sie es erkannt und w�rde bleiben. Wir sind nicht
sauer. Wir machen uns nur schreckliche Sorgen. Keiner von uns wei� wo sie sich
im Moment aufh�lt�.
Die
gesamte Band bittet jetzt um ihre Mithilfe. Wenn sie wissen wo sich Alison V.
aufh�lt wenden sie sich bitte an das Management der Band.�
Die Adresse des Managements
und ein kleines Foto von mir, das sie im Krankenhaus geschossen haben m�ssen,
standen unter dem Artikel.
�Das darf nicht wahr sein.
Jetzt geht ihr echt ein bisschen weit, ihr S��en. Hab ich euch denn nicht
geschrieben das ihr mich nicht suchen sollt?� schimpfte ich und legte die
Zeitung beiseite.
Nach nicht mal ganz 5 Tagen
schon so eine Aktion. Ich h�tte es wissen m�ssen. Doch ich dachte nicht das
sie SO dreist sind.
�Das war bestimmt
Josie�s Idee. Soweit w�rden die Jungs nicht gehen.� Murmelte ich zu mir
selbst und schaltete den Fernseher wieder ein.
Der Appetit war mir
vergangen. Also nahm ich nur meinen Becher Kaffee und setzte mich aufs Sofa.
Ich machte ein wenig Channel
Hopping, bevor ich schlie�lich bei einem Musiksender h�ngen blieb.
Dort begannen grade die
News.
Irgendein Bericht �ber
Britney Spears lief und ich stand wieder auf um mich mal mit meinem neuen Handy
zu besch�ftigen.
�O-Town bittet um eure Mithilfe
Wie
wir schon berichteten sind alle 5 Jungs auf dem Weg der Besserung. Auch Ashley
wird wohl bald wieder auf der B�hne stehen. Bis dahin allerdings bitten die 5
Jungs aus Amerika um eure Mithilfe. Wie vielen bekannt ist, hat Ashley vor
einiger Zeit eine Junge Frau gesucht, die mittlerweile wieder aufgetaucht ist.
Allerdings nur um ihm im Krankenhaus nach seinem Schweren Autounfall die Hand zu
halten. In der Nacht bevor Ashley aus dem Koma erwachte verlie� sie das
Krankenhaus und verschwand spurlos.�
Das durfte wirklich nicht
wahr sein. Die suchten mich ja �berall. Vor lauter schreck lie� ich das Handy
in meiner Hand fallen. Langsam drehte ich mich um und sah ungl�ubig auf den
Bildschirm.
Dan und Erik standen vor der
Kamera�
�Wir wissen nicht wo sie sich Momentan aufh�lt, aber wir bitten um alle
Hilfe die wir kriegen k�nnen. Wer sie sieht soll sie an den n�chsten Stuhl
Fesseln und nicht mehr gehen lassen bis wir vor Ort und stelle sind.�
Grinste Dan in die Kamera. Doch ich wusste das er es ernst meinte. Wenn sie mich
wieder finden w�rden, w�rde ich wahrscheinlich unter st�ndiger Bewachung
stehen. Jetzt sprach Erik mich direkt an �Ally,
wir wissen nicht warum Du wieder weggelaufen bist und vor allem vor was Du wegl�ufst�
aber wir m�chten Dich bitten das Du Dich bei uns meldest.. Ashley braucht Dich
und nicht nur Er. Wir brauchen Dich alle. Jo ist am Ende. Du kannst weder sie
noch uns allein lassen. Bitte melde Dich�irgendwo. Lass uns wenigstens wissen
das es Dir gut geht.� Jetzt bekam ich wohl doch so etwas wie ein
schlechtes Gewissen. Nicht wegen Ashley, nicht wegen der anderen Jungs, sondern
wegen Jo. Ich h�tte nicht
gedacht da es ihr so zusetzt. Sie war immerhin einiges von mir gewohnt
und meist recht relaxt in solchen Dingen. Eigentlich m�sste sie wissen das ich
mich fr�her oder Sp�ter bei ihr meldete.
Ich schaltete den Fernseher
aus und dachte �ber Eriks Worte nach. Doch letztendlich beschloss ich bei
meinem urspr�nglichen Plan zu bleiben. Ein paar Wochen mussten sie ohne mich
leben. Zumindest solange bis Ashley wieder gesund war. Dann w�rden wir weiter
sehen�
Kapitel 15
Ich hielt mich scheinbar
ziemlich gut bedeckt. Denn trotz etlicher TV Auftritte und doppelt so vieler
Zeitungsartikel mit aufrufen, hatten mich die Jungs und Jo auch 5 Wochen sp�ter
noch nicht gefunden. Ob es daran lag das ich nicht mal mehr in Deutschland war?
In irgendeinem aller letzten Kaff, das noch nicht mal auf einer Landkarte
verzeichnet war?
F�r mich hatte die ganze
Sache nur einen Vorteil� Ich wusste immer wie es den Jungs ging und welche
Fortschritte Ashley machte. Das beruhigte mich und mein Gewissen.
Nachdem Ashley aus dem
Krankenhaus entlassen worden war flogen alle f�nf plus Jo nach Florida. Dort
wollten sie sich in Ruhe von dem Unfall Erholen.
Trotz alledem gab es fast T�glich
etwas Neues und ich kam nicht Drumherum mir das alles anzuschauen.
In vier Tagen sollten die
Jungs das erste Mal nach dem Unfall wieder in Deutschland auftreten. Ich war mir
noch nicht Schl�ssig dar�ber ob ich hinfahren sollte oder nicht. Ich wollte
sehen wie es ihnen ging. Ich wollte schauen ob es Jo gut ging. Ich wollte mich
vergewissern das es f�r mich damals das richtige war was ich getan hatte.
Doch die Gefahr nach diesen
ganzen Aktionen Seitens der Jungs erkannt zu werden war zu gro� also hatte ich
den Gedanken wieder verworfen.
Als ich am Morgen meine Post
durchsah fiel mein Blick auf einen Brief ohne Absender. Leider war am
Poststempel nicht zu erkennen von wem er kam.
Ich �ffnete den Umschlag
und zog einen Pass heraus.
Einen Pass?
Es war ein �All Areas
Backstage� Pass f�r die Show bei der die Jungs in vier Tagen auftreten w�rden.
Ich schaute mich hektisch
um, pl�tzlich hatte ich das Gef�hl ich w�rde beobachtet. Wer hatte mir den
Geschickt? Wer wusste wo ich war?
Ich schaute noch einmal in
den Umschlag und zog eine kleine Karte heraus.
�Hey
Kleines,
Wir
hoffen Du hast Dich nicht allzu sehr erschreckt. Wir wissen schon lange wo Du
bist. Doch wir dachten die Entscheidung wann Du ihn wieder sehen willst �berlassen
wir doch am besten noch Dir. Sie haben nicht das Recht Dir vorzuschreiben was Du
zu tun und zu lassen hast. Aber wenn man immer alles bekommt was man sich w�nscht�
dann wird es irgendwann schwierig zu Unterscheiden. Wir w�rden uns wirklich
sehr freuen Dich wieder zu sehen. Du fehlst uns schrecklich, aber wie gesagt, es
ist allein Deine Entscheidung und die kann dir niemand abnehmen.
Selbst
wenn Du nicht kommen solltest. Meld Dich doch mal und sag uns das es Dir gut
geht. Damit w�rdest Du uns eine gro�e Freude machen.
Liebe
Gr�sse
Mike
und Mike
Jetzt war ich wirklich baff.
Die beiden wussten die ganze Zeit wo ich war. Woher? Und warum hatten sie es den
Jungs nicht gesagt? Und warum zum Teufel schickten sie mir diesen Pass?
Schon klar, sie wollten mir
die M�glichkeit geben ihn zu sehen, wenn mir danach war.
Ich seufzte und legte die
Karte beiseite. Langsam fing ich doch wieder an dar�ber nachzudenken warum ich
das alles tat.
Das war wieder einer der
Momente in denen ich ein super schlechtes Gewissen hatte. Sie hatten soviel
getan und waren alle so lieb und ich trat es mit F�ssen. So kam es mir
zumindest vor.
Ich gr�belte den ganzen Tag
und die halbe Nacht. Dann stand meine Entscheidung fest. Wenn ich mich genau an
meinen Plan hielt konnte es funktionieren.
Wie gut das man E-Mails
mittlerweile auch anonym verschicken konnte. Mike und Mike waren nicht doof und
wenn ich Gl�ck hatte, w�rde ich schon in ein Paar Stunden eine Antwort haben.
Ich behielt tats�chlich
Recht. Ohne das ich einen Namen drunter geschrieben hatte und ohne das sie einen
E-Mail absender hatten wussten Mike und Mike das ich die war die, die Mail
geschickt hatte und schrieben mir auf meine normal E-Mail Adresse zur�ck.
Nach ihrer Best�tigung
konnte ich nur noch Hoffen das auch alles glatt gehen w�rde.
24 Stunden sp�ter sa� ich
im Flugzeug und flog nach Deutschland. Um genau zu sein, mal wieder nach Berlin.
In die Stadt die ich als letztes gesehen hatte. Die Stadt in der ich mein altes
Leben gelassen hatte.
Als ich aus dem Flugzeug
stieg klopfte mir das Herz bis zum Hals. Hoffentlich w�rde alles gut gehen. Ich
wollte nur wissen das es allen gut ging.
Wie versprochen wurde ich am
Flughafen abgeholt und in ein Hotel gefahren.
Ich hatte noch bis zum n�chsten
Tag Zeit und nach meinem Wissen w�rden die Jungs erst am n�chsten Tag morgens
Anreisen.
Genug Zeit f�r mich alles
vorzubereiten.
Kapitel 16
Ich wachte, nach einer
Ziemlich unruhigen Nacht, fr�h auf.
Ich war nerv�s. Um mich ein
wenig abzulenken nahm ich ein langes Bad und ein Ausgedehntes Fr�hst�ck.
Anschlie�end machte ich
einen kurzen Bummel in der Berliner Innenstadt. Die Stadt war so anonym und
unpers�nlich das ich kaum Angst haben musste erkannt zu werden. Trotzdem trug
ich meine Basekap tief ins Gesicht gezogen und meine Trainingsjacke bis zum
Kragen hochgezogen. Gott sei dank schien die Sonne. So fiel ich mit meiner
Sonnenbrille nicht weiter auf.
Zur�ck im Hotel schmiss ich
mich aufs Bett und zappte mal wieder durchs Fernsehprogramm. Irgendwie musste
der Tag ja rum zu kriegen sein. Eigentlich k�nnte ich ja schon zu den Proben
gehen. Obwohl wahrscheinlich w�re das zu riskant.
Aus Langeweile beschloss ich
einen Mike anzurufen und zu Fragen ob heute Abend denn auch alles Klar gehen w�rde.
Ich liebte Telefonate in
denen ich einen Monolog f�hrte und nur �ja oder nein� antworten bekam. Sie
waren noch unterwegs und wie ich nach ewig langem Fragen heraus fand sa� Mike
grade zwischen Ashley und Jo. Das w�re f�r mich grade die �belste Mischung
gewesen wenn sie raus gefunden h�tten wen Mike da am Telefon hat.
Mike best�tigte mir noch
einmal dass alles ok w�re und ich mir keine Gedanken machen solle.
Es w�rde schon schief
gehen.
Als ich auflegte hatte ich
noch keine weiteren 10 Minuten rum. Das konnte noch ein verdammt langer Tag
werden.
Irgendwann hatte ich es dann
doch geschafft. Langsam machte ich mich fertig. Ich wurde langsam immer Nerv�ser.
Hauptsache mich erkannte niemand. Langsam wurde das zu einer Phobie. Bei
Gelegenheit w�rde ich mich noch mal daf�r bedanken.
Der Fahrer der mich auch
schon vom Flughafen abgeholt hatte holte mich auch aus de Hotel ab und brachte
mich zur Halle. Wie er mir berichtete waren die Jungs schon da und ich musste
auf der Hut sein.
Ich bedankte mich und
huschte durch einen Seiteneingang in die Halle. Der Einlass hatte gerade
begonnen, so war alles sch�n un�bersichtlich. Was f�r ein Gl�ck. Fr�h genug
um nichts zu verpassen, aber sp�t genug um nicht aufzufallen.
Ich f�hlte mich wie ein
Gangster als ich durch die Flure des Backstage Bereiches schlich. Vorsichtig
lugte ich um jede Ecke bevor ich los lief.
Ich hatte den Eindruck dass
es niemanden sonderlich interessierte. Doch Vorsicht war besser als Nachsicht.
Ich lugte grade wieder um
eine Ecke als ich Erik und Dan sah die genau auf mich zusteuerten. Ich sah mich
schnell nach einer Fluchtm�glichkeit um und verschwand grade noch rechtzeitig
in der Damentoilette.
Als ich mich in Sicherheit w�gte
schl�pfte ich wieder heraus und setzte meinen Weg fort. Wohin auch immer ich
wollte.
Nachdem ich vergeblich durch
die G�nge geschlichen war, aber keinen Mike gefunden hatte beschloss ich mich
in der N�he der B�hne zu verstecken um mir die Show anzusehen.
Schnell hatte ich raus, dass
die K�nstler ausnahmslos auf der Linken Seite hoch kommen w�rden. Also stellte
ich mich auf die Rechte Seite und schaute mir ein paar K�nstler an. Immer
wieder schaute ich mich um, damit mich auch niemand sah. Doch mich schien
wirklich niemand zu beachten. Also entspannte ich mich langsam.
Die Show lief bestimmt schon
eine Stunde oder mehr. Als sich pl�tzlich eine Hand auf mein Schulter legte.
Ich zuckte zusammen und das Herz schlug mir bis zum Hals, als ich mich umdrehte.
Hinter mir standen Mike und
Mike und strahlten mich an.
�Sch�n das Du gekommen
bis Ally.�
Ich dr�ckte die beiden.
�Es tut gut euch zu
sehen.�
�Hast Du sie schon
gesehen?� fragte ein Mike.
�Ich bin fast Mit Erik und
Dan zusammen gesto�en, aber ich konnte mich grad noch auf die Toilette
Retten.� Lachte ich �Sonst... Nein.�
Die beiden nickten.
�Ihr Gig ist in 20
Minuten. Willst du es Dir anschauen?�
Ich sah die beiden ein wenig
Verst�ndisslos an:� Hey, meint ihr ich komm extra eingeflogen um mich vor
Erik und Dan auf der Dametoilette zu verstecken? Nat�rlich schau ich es mir
an.�
Die Stimmung zwischen uns
war leicht angespannt. Ich wusste dass die beiden sich auf die Zunge bissen um
nicht zu fragen ob ich sie nicht doch sehen wolle. Doch das war alles was ich
nicht wollte.
�Wie geht�s ihnen
denn?� fragte ich um �berhaupt etwas zu sagen.
�Nach dem Unfall K�rperlich
wieder ganz gut. Ashley ist Wetterf�hlig geworden. Er h�rt sich kurz vor einem
Gewitter an wie ne Alte Frau. Irgendwas tut ihm immer weh�� Wir drei fingen
laut an zu lachen. Das konnte ich mir gut vorstellen.
�Mal im ernst. Eigentlich
geht es ihnen wieder ganz gut. Ashley hat manchmal noch ein bisschen Probleme
wenn er sich zu sehr anstrengt und er ist noch sehr schnell m�de. Ansonsten
geht es und die anderen sind soweit fit. Trevor hat manchmal Probleme mit seiner
Schulter wenn er sie zu sehr belastet. Aber die �rzte meinen das sei normal.
Das vergeht.� Berichtete Mike als wir uns wieder beruhigt hatten.
�Und sonst?� fragte ich
weiter.
�Und sonst?... Na ja.. sie
sind sehr anstrengend seid Du weg bist. Die einzige auf die sie manchmal noch h�ren
ist Jo. Aber auch immer seltener. Sie haben ein echtes Problem damit dass Du
wieder abgehauen bist. Sie verstehen es nicht. Ashley leidet sehr darunter. Als
er bei seiner Mum war hat er sich eine Woche bei niemandem gemeldet und hat sich
verleugnen lassen. Er ist bockig wie ein kleines Kind und treibt uns in den
Wahnsinn. Er vermisst Dich sehr. Er kommt einfach nicht �ber Dich hinweg.�
Ich sah zu Boden und
seufzte. Nat�rlich vermisste ich ihn auch immer noch und ich verstand manchmal
selbst nicht warum ich st�ndig davon lief, aber ich hatte einfach zu gro�e
Angst mich an jemanden zu binden der mir schneller das Herz brechen konnte als
ich seinen Namen aussprechen konnte.
Ich unterhielt mich noch
eine Weile mit Mike und Mike, bevor sie wieder los mussten um die Jungs auf die
B�hne zu scheuchen. Wir umarmten uns herzlich, da wir nicht wussten ob wir uns
noch einmal sehen w�rden.
Kurze Zeit sp�ter wurden
die Jungs auch schon angesagt und kamen auf die B�hne. Mir schlug das Herz bis
zum Hals. Ich f�hlte ich ein bisschen nach Teenager. Doch das hier hatte andere
Ausma�e.
Mal davon abgesehen das sie
wirklich ein wenig Lustlos aussahen wirkten sie aber wieder sehr Fit auf mich
und das beruhigte ungemein.
Ashley nahm sich deutlich
zur�ck. Das sah man wenn man ihn kannte. Aber ansonsten h�tte man ihm nicht
angesehen das sein leben vor knapp drei Monaten noch auf der Kippe stand und er
fast nicht mehr unter uns weilen w�rde.
Ich wurde ein wenig
melancholisch als sie �From the damage� spielten. Ich mochte das Lied und es
rief alte Erinnerungen hoch.
Ich seufzte als sie den Song
beendeten und Dan das Wort ergriff.
�Es ist sch�n wieder bei euch zu sein.� Rief er und lachte dabei.
Es war �berzeugend, aber nicht echt. �Wie
ihr sicherlich alle wisst h�tte das alles hier vor 3 Monaten fast ein Ende
gefunden. Doch Engeln kann man begegnen�� Dan trat einen Schritt zur�ck
und Ash trat an den B�hnen Rand. Irgendwie ahnte ich das da wieder was im Busch
war.
�Ich muss Dan zustimmen. Mich hat damals ein Engel gek�sst. Ich wei�
dass es sie gibt. Denn w�rde es sie nicht geben... dann w�re ich jetzt nicht
mehr euch, sondern w�re einer von ihnen. Ich m�chte euch eine kleine
Geschichte erz�hlen�� Jetzt war ich aber gespannt. M�hsam und umst�ndlich
lie� Ashley sich auf der B�hne nieder und lie� die Beine herunter h�ngen.
�Bis heute wei� niemand wie sich dieser
Unfall ereignet hat... Bis vor kurzem wusste auch ich es nicht genau. Ich hatte
nach dem Unfall einen totalen Black Out. Doch vor ein paar Tagen hatte ich einen
Traum� seid dem wei� ich wieder was passiert ist, was ich bis dahin verdr�ngt
hatte.
Ich
wei� dass ich damals am Steuer sa�. Wir wollten auf eine Feier. Nat�rlich
allein. Ich hatte den Tag ganz schlechte Laune. Ich war tieftraurig und v�llig
deprimiert. Einige werden sich erinnern... Ja, es lag an der Frau die ich damals
verzweifelt gesucht habe. An dem Tag an dem sich der Unfall ereignete ging es
mir sehr schlecht wegen ihr. Doch ich wollte mich irgendwie ablenken und vor
allem nicht allein sein. Deshalb sagte ich, ich komme mit zu dieser Party. Ich
wollte Fahren, damit ich mich gar nicht erst mit den anderen Jungs unterhalten
muss. Da sich mich schon den ganzen Tag genervt haben und st�ndig fragten warum
ich denn so schlecht drauf sei, obwohl sie es wussten.� Ich
warf einen kurzen Blick auf die anderen Jungs. Ihnen hatte er die Sache
offensichtlich schon erz�hlt. Sie wirkten entspannt.
�Es war schon sp�t und die Strassen relativ leer. Ich fuhr z�gig und da die
Strassen leer waren, lie� ich mich von meinen Gedanken an �sie� ablenken.
Als ich einen Moment nicht auf dieser Welt war, war es schon passiert. Ich sah
helle Lichter auf mich zukommen und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Mit
ungef�hr 70 fuhr ich frontal in einen Kleinbus und h�tte damit nicht nur mich
beinahe Umgebracht, sondern auch 4 andere unschuldige Menschen. Es war nur
gerecht dass ich dabei als einziger wirklich schwer verletzt worden bin.
Manchmal denke ich es w�re vielleicht besser gewesen wenn es vorbei gewesen w�re.�
Ich schnappte nach Luft und musste mich zur�ck halten um nicht auf die B�hne
zu rennen und ihn zu sch�tteln und ihn zu fragen ob noch alles in Ordnung w�re.
Doch das nahmen mir die Jungs in einer anderen Art ab. Geschlossen traten die
vier nach vorn und lie�en sich rechts und links von Ashley nieder. Er hatte ein
kurze Pause gemacht und gewartet bis die vier sich gesetzt hatten. Jetzt sprach
er weiter. �Als ich damals im Krankenhaus lag, v�llig von der Au�enwelt
abgeschnitten, voll gepumpt mit Medikamenten gegen die Schmerzen... wusste ich
das sie wieder gekommen war. Ich konnte mich nicht gegen die Ruhe und die Schw�rze
die mich umh�llte wehren, aber ich wusste dass sie da war. Es gab einmal eine
Nacht in der sich unsere Seelen ber�hrten. Damals wusste ich das ich diese Frau
liebe und keine andere. Ich tat alles um mich zu erholen, um sie wieder zu
sehen. Sie war Tag und Nacht bei mir. F�nf Wochen lang sa� sie fast
ununterbrochen an meinem Bett und sprach mit mir. Sie hat f�r mich alles
aufgegeben, Ihren Job, ihre Wohnung und mittlerweile scheinbar sogar ihre
Existenz.. Als ich sp�rte dass es
mir langsam besser ging hab ich alles auf einen bestimmten Moment konzentriert.
Auf den Moment an dem ich die Augen aufmache und in ihr h�bsches Gesicht sehen
darf.� Er machte erneut eine Pause und ich konnte sehen dass er sichtlich
um Fassung rang. Es brach mir fast das Herz ihn so zu sehen. Er sprach von
mir... von uns� in aller �ffentlichkeit... eigentlich h�tte mir das doch
Beweis genug sein muss das er sich nicht in der n�chsten Stadt die n�chst
beste Angelt, schlie�lich wusste mittlerweile jeder das er nur die eine Liebte.
Nur die kannte keiner.
Ich k�mpfte mit mir. Kopf
/verstand gegen Bauch/Gef�hle. Ich war v�llig hin und her gerissen. Ich sp�rte
mal wieder Tr�nen in mir aufsteigen und ich musste mir eingestehen, dass ich
ihn immer noch Liebte. Ich hatte gehofft ihn vergessen zu k�nnen. Doch weit
gefehlt.
�Ich k�nnte drauf wetten
dass ihr beide das gleiche denkt.� H�rte ich eine M�nnliche Stimme hinter
mir. Es war ein Mike der hinter mir stand und auf die B�hne sah.
�Vielleicht sp�rt er dass
Du hier bist, ich wei� es nicht... ich wei� nur dass er bis heute Abend nur
einmal �ber den Unfall gesprochen hat. Und das war mit uns und da hat er noch
nicht einmal die H�lfte von dem erz�hlt was er hier gerade sagt��
Ich reagierte nicht auf das
gesagte von Mike, sondern richtete meinen Blick wieder auf Ashley, der so aussah
als h�tte er sich wieder einigerma�en im Griff. Dan und Erik hatten ihm
jeweils eine Hand auf die Schulter gelegt und redeten auf ihn ein. Er nickte nur
und sprach weiter �Wie die meisten von
euch wissen hat sich mein Engel in der Nacht bevor ich aus dem Koma erwachte in
Luft aufgel�st. Bis heute bin ich unendlich traurig dass sie nicht geblieben
ist. Denn ich wei� f�r mich dass ich es ohne sie damals nicht geschafft h�tte.
Ich hoffe noch immer� Tag f�r Tag� dass ich sie wieder sehe. Denn ich kann
nicht ohne sie Leben. Ich Liebe Sie noch immer von ganzem Herzen und Ally.. wenn
du dies hier h�ren solltest�� seine Stimme brach und es war deutlich zu
sehen das Ashley grade vor 10 000 Menschen anfing zu weinen. Er sackte in sich
zusammen, lie� die Schultern h�ngen und weinte. Ob ich erst diesen Augenblick
gebraucht hatte? Ich wei� es nicht. Innerlich brach alles ein was ich mir
aufgebaut hatte. Ich konnte den Blick nicht von ihm wenden und weinte mit ihm.
�Ally, Ich Liebe Dich!� Mehr sagte er nicht mehr. Dann stand er auf
und wandte sich der Band zu die die ersten T�ne von �I showed her�
spielten.
Als Dan anfing zu singen
wandte ich mich zu Mike und fiel ihm schluchzend in die Arme. Das alles konnte
nicht wahr sein.
�Geh zu ihm!� fl�sterte
dieser und dr�ckte mich ein St�ck von sich weg um mir in die Augen sehen zu k�nnen.
�Ally, verdammt� willst
Du dich denn selbst um den Verstand bringen? Du liebst diesen Jungen und er
liebt Dich. Geh zu ihm. Bevor es doch noch in einer Katastrophe endet.�
Ich sah ihn einen Moment
stumm an� dann nickte ich z�gernd.
Ohne weiter nach zu fragen
zog Mike mich ein St�ck n�her an die B�hne und hob mich m�helos hinauf. Noch
stand ich im Schatten und weder die Jungs, noch die Fans konnten mich sehen. Mir
schlug das Herz bis zum Hals. Doch ich wollte nichts anderes als in Ashley�s
Armen zu versinken.
Langsam ging ich hinter den
Jungs auf die B�hne, als pl�tzlich ein paar Fans anfingen zu kreischen.
Wahrscheinlich hatten sie mich erkannt. Dan war der erste der mich sah� sein
Gesicht hellte sich auf und er strahlte von einem Ohr zum anderen.
Erik bemerkte mich ebenfalls
sehr schnell, doch bevor er einen Schritt auf Ashley zu gemacht hatte um ihn zur�ck
auf diese Welt zu holen, drehte dieser sich in meine Richtung um.
Er sah mich sofort� ihm
entglitten so ziemlich alle Gesichtsz�ge... ich blieb stehen, unschl�ssig ob
ich jetzt wirklich auf ihn zugehen sollte. Aus den Augenwinkeln sah ich das
jetzt auch Trevor und Jacob merkten was hier geschah.
Ashley und ich standen uns
vor 10 000 Menschen gegen�ber und sahen uns nur an. Z�gernd machte er einen
Schritt auf mich zu. Grade so als ob er Angst h�tte das ich wieder Weglaufe
wenn er sich zu schnell bewegt.
Ich machte ebenfalls einen
Schritt auf ihn zu.
Jetzt standen wir uns
unmittelbar gegen�ber und nicht nur mir liefen jetzt die Tr�nen �ber die
Wangen.
Ganz langsam streckte er die
Arme nach mir aus. Ohne zu z�gern lie� ich mich hinein fallen.
In dem Moment in dem sich
unsere Lippen trafen und wir zu einem Wurden, Jubelten uns 10 000 Menschen zu und weinten.
Ich dr�ckte Ashley an mich,
so als h�tte ich Angst dass er derjenige sein k�nnte der jetzt wegl�uft.
Er schlang die Arme um mich
und ich wusste dass er mich nie wieder gehen lassen w�rde�
�Ich Liebe Dich Ashley!�
fl�sterte ich und K�sste ihn erneut. Mit dem Wissen das ich nun endlich wusste
wohin ich geh�re.
~
The End ~