Kapitel 13

 

Es war etwa vier Uhr Nachts und wir hatten uns mittlerweile in einem kleinen Wartezimmer eingerichtet. Jo war wieder da und schlief in Jakes Armen. Der schlief ebenfalls. Ich wollte ihn ins Hotel schicken. Doch er hatte sich wegement geweigert. Auch das Krankenhaus Bett das die �rzte ihm dann zur Verf�gung stellen wollten, da er wirklich dringend Ruhe brauchte wollte er nicht. Er sagte er wolle bei uns bleiben solange bis er wei� wie es Ashley ginge.

Mike und Mike d�sten ebenfalls vor sich hin. Nur ich wanderte immer noch auf und ab, setzte mich und stand wieder auf. Diese Warterei machte mich fast wahnsinnig und Ashley war mittlerweile seid geschlagenen 6 Stunden im OP.

Um die anderen nicht zu st�ren ging ich auf den Gang um mir die Beine zu vertreten. Ich drehte bestimmt noch eine weitere halbe Stunde meine Runden auf dem Flur, als mich die Verzweiflung packte.

Ich lehnte mich an eine Wand und schloss die Augen. Sofort zuckten Bilder vor meinem inneren Auge vorbei.

Der Abend in der Diskothek als ich mich nach dem Tanz umdrehte und Ashley mich mit diesem Unwiderstehlichen L�cheln anstrahlte. Wie die Sonne damals aufging.

Ich erinnerte mich daran wie ich ihn in M�nchen halbnackt im Spiegel gesehen hatte. Am liebsten w�re ich damals direkt �ber ihn hergefallen.

Ich erinnerte mich an den Abend in der Diskothek als ich mit ihm zu �all or nothing� Tanzte. Wie ich mir w�nschte dass es niemals endet. Wie er mir in die Augen sah und mich fragte ob ich mit ihm ins Hotel fahren w�rde. Der Kuss vor der Zimmert�r, der mir jetzt noch kalte Schauer �ber den R�cken jagte.

Unsere Gemeinsame Nacht und wie ich sie genossen hatte. Der Morgen danach als ich sagte ich k�nne ihn nicht wieder sehen.

Damals hatte er so traurig ausgesehen. Es tat mir in der Seele weh. Was sollte ich nur tun wenn er jetzt sterben sollte bevor ich ihm gesagt hatte was ich wirklich f�r ihn Empfand?

Ich versuchte den Gedanken zu verdr�ngen. Doch die Tr�nen stiegen schon in mir auf und ich lie� sie Stumm laufen. Es hatte keinen Sinn sich dagegen zu wehren. Ich schlug die H�nde vors Gesicht und lie� mich an der Wand runter sinken.

�Frau Vinze?�

Erschrocken riss ich die Augen auf und sprang auf.

�JA?�

Ein relativ Junger Arzt stand vor mir. Er sah m�de aus.

�Guten Morgen. Ich bin Dr. Marten. Ich habe Mr. Angel operiert. Man sagte mir sie seihen seine Freundin�?!�

��h.. ja.. die bin ich.� Sagte ich ohne weiter dr�ber nachzudenken. Sonst h�tte ich wahrscheinlich keine Infos dar�ber bekommen wie es Ashley ging �Wie geht es ihm?�

Der Arzt warf einen kurzen Blick gen Boden und sah mich dann wieder an:� Ich will ganz ehrlich zu ihnen sein. Es geht ihm nicht gut. Wir m�ssen die n�chsten 24 Stunden abwarten ob sich sein Zustand stabilisiert. Es tut mir leid dass ich ihnen nichts anderes sagen kann, aber er ist jung und trainiert. Er ist noch nicht au�er Lebensgefahr, aber er hat beste Chancen das alles zu �berstehen.� Ich atmete nicht mehr und die Worte des Arztes dr�hnten in meinem Kopf. �Lebensgefahr�. Mein Gott, wenn er nun doch streben sollte. Nein, dass durfte er nicht. Ich liebte ihn doch und ich musste es ihm sagen.

�Darf ich zu ihm?�  fragte ich kaum h�rbar.

�Ich mache eine Ausnahme. Aber nur weil wir die Erfahrung gemacht haben das die kritischen Patienten auf die Stimmen angeh�riger h�ren. Ich kann sie aber nur kurz zu ihm lassen.�

Ich nickte nur wie in Trance und lief dem Arzt hinter her. Ich hatte die anderen die auch die ganze Zeit auf ein Ergebnis warteten v�llig vergessen.

Ein paar G�nge weiter, musste ich mir einen gr�nen Kittel �berziehen, bevor ich noch ein Zimmer weiter ging.  Der Arzt hielt mir eine T�r auf:� Nur ein paar Minuten.� Bat er mich.

Wieder nickte ich stumm und betrat dann das Zimmer.

Ich blieb unmittelbar an der T�r stehen.

Ich musste mich an der Wand abst�tzen um nicht in die Knie zu gehen. Ashley lag da an etliche Ger�te angeschlossen, die seinen Kreislauf, sein Herz und seine Atmung kontrollierten. Das Beatmungsger�t pumpte mit einem �chzenden Ger�usch und das EKG piepte in unregelm��igen Abst�nden. �berall waren Schl�uche und Infusionen. Er war blass und ihm stand kalter Schwei� auf der Stirn. Sein Gesicht war voller Kratzer und blauer Flecken. Einige Schnittwunden, die wie ich vermutete, von der gesplitterten Windschutzscheibe kamen, waren geklebt worden.

Langsam ging ich ein St�ck n�her ran.

Ich zog einen Stuhl an das Bett und setzte mich leise.

Ich hatte Angst und meine Finger zitterten als ich nach seiner Hand griff.

�Hey Ash� ich bin�s� Ally�� meine Stimme brach und ich konnte mein Zittern kaum noch Kontrollieren. Die Tr�nen liefen mir in B�chen runter. Doch ich gab keinen Ton von mir.

�Was machst Du blo� f�r Sachen? Du hast uns einen ganz sch�nen Schrecken eingejagt.�

Ich umschloss seine Hand mit beiden H�nden und k�sste seine Finger.

�Ashley, es tut mir alles so schrecklich leid. Ich wollte das nicht. Ich hab es von anfang an nicht gewollt. Ich wei� dass Du gelitten hast und wenn ich k�nnte w�rde ich alles auf der Stelle r�ckg�ngig machen. Doch das kann ich nicht. Es tut mir so leid dass ich dir das alles angetan habe. Bitte verzeih mir. Ich wollte dass nicht�Du darfst jetzt nicht aufgeben, h�rst du? Ich brauche Dich. Ich kann ohne Dich nicht Leben. Ashley,� ich Liebe Dich!�

Ich schluchzte leise und fuhr ihm vorsichtig durchs Gesicht und die Haare. Er sah so zerbrechlich aus. 

 

Der Arzt hatte keine Chance gegen mich und die anderen. Selbst Mike und Mike bestanden darauf das ich bleiben d�rfte, da sie einheitlich der Meinung waren das ich Ashley gut tun w�rde und wenn ihn jemand zur�ck holen k�nne, dann ich.

So blieb ich die ganze Nacht an seinem Bett und hielt seine Hand und sprach mit ihm. Als Jo am n�chsten Morgen kam und fragte ob ich nicht mal schlafen gehen wolle, wank ich ab und sagte ihr sie solle zu Dan gehen.

Ein Mike brachte mir irgendwann einen Kaffee und fragte wie es mir denn gehen w�rde. Eine Frage die ich nicht beantworten konnte.

Ich blieb sogar bei ihm als der Arzt ihn noch einmal untersuchte.

�Sein Herzschlag hat sich stabilisiert. Das ist schon mal eine Menge wert.� L�chelte der Arzt aufmunternd.

 

Auch die n�chsten zwei Tage und zwei N�chte blieb ich an seinem Bett. Nur einmal als sie die Verb�nde wechselten nutze ich die Zeit um mich zu Duschen und mir frische Klamotten anzuziehen, die Jo mittlerweile besorgt hatte.

Dann endlich kam die erl�sende Nachricht des Arztes Ashley sei au�er Lebensgefahr. Dennoch k�nne man nicht sagen wie lange das Koma noch anhalten w�rde.

Doch ich beschloss eisern an seiner Seite zu bleiben bis es ihm besser ging. Eine Woche verging� Zwei Wochen vergingen.. und ich sa� jeden Tag und jede Nacht an seinem Bett. Die einzige die mich vertreten durfte, wenn ich mal austreten oder Duschen wollte, war Jo. Aber ich war nie l�nger als eine halbe Stunde weg.

Als die vierte Woche anbrach bekam ich ein Problem. Ich m�sste in einer Woche wieder anfangen zu arbeiten. Ich versuchte meinem Chef alles zu erkl�ren und bat ihn um unbezahlten Urlaub. Doch er weigerte sich strikt mir auf unbestimmte Zeit frei zu geben. Bezahlung hin oder her. Also k�ndigte ich kurzerhand um bei Ashley bleiben zu k�nnen.

Die anderen Jungs waren nicht begeistert als ich es ihnen erz�hlte. Doch was sollte ich tun? Ich konnte nicht zur�ck nach Hamburg und so tun als sei nichts geschehen und nur am Wochenende nach Berlin kommen.

Jo hingegen hatte mehr gl�ck bei ihrem Chef. Sie hatte schon vor Wochen ihren unbezahlten Urlaub bekommen. Mittlerweile war sie mit Dan, Trevor und Jacob in ein Hotel gezogen. Erik k�mpfte immer noch mit seinen gebrochenen Rippen und musste ebenfalls noch bleiben.

Die anderen kamen jeden Tag um Erik und Ashley zu besuchen.

Es war schon fast Alltag, bis auf die Presse die vor der T�r lungerte.

Nat�rlich hatten sie schnell herausgefunden das die Frau die Ashley Wochenlang �ffentlich um Verzeihung gebeten hatte bei ihm war und seine Hand hielt. Das war ein gefundenes Fressen. Doch da ich die Klinik nie verlie�, konnte ich d�mlichen Fragen aus dem Weg gehen.

 

Kapitel 14

 

Mittlerweile sa� ich schon die f�nfte Woche an seinem Bett. Doch ich sp�rte immer mehr das er langsam wieder unter uns weilte. Wenn ich mit ihm sprach dr�ckte er meine Hand und er konnte wieder selbstst�ndig Atmen.

Ich wusste das es jetzt Zeit f�r mich wurde. Die anderen w�rden mich daf�r hassen, das wusste ich. Doch ich konnte nicht anders.

 

Ich hatte den ganzen Tag mit Ashley �gesprochen�. Er hatte auf Ja oder nein Fragen meine Hand gedr�ckt und ich wusste das er mich deutlich verstand.

Nachdem die anderen schon l�ngst alle im Hotel waren nahm ich all meinen Mut zusammen.

�So Ash.. Es wird Zeit f�r mich. Du wei�t das es nicht anders geht. Ich hoffe Du kannst mir verzeihen. Aber mein �Job� hier ist getan. Eines Tages, da bin ich mir ganz sicher, wirst du mich verstehen. Werd schnell gesund und pass in Zukunft besser auf dich auf, ja? Ich Liebe Dich. Vergiss das nie. Auch wenn ich nicht bei Dir bin.�

Ich gab ihm einen letzten Kuss auf die Stirn. Ich vermied es jetzt noch seine Hand zu halten. Denn ich wusste das er mich sonst nicht noch einmal gehen lassen w�rde. Doch es ging nicht anders. Ich hatte viel Zeit um �ber alles nachzudenken und ich hatte alles geplant. Es war die richtige Entscheidung f�r mich und ich wusste sie w�rden eines Tages an den Punkt kommen an dem sie mich verstehen w�rden.

Ich blickte noch einen Moment hinunter auf den Mann den ich mehr liebte als mein eigenes Leben, mit dem ich aber nicht gl�cklich sein konnte.

Dann ging ich zur T�r und �ffnete sie.

�Denk daran.. ich bin immer bei Dir. Auch wenn Du mich nicht sehen kannst, aber im Herzen bin ich immer bei dir.�

Mit diesen Worten drehte ich mich um und ging. Ich f�hlte mich nicht so schlecht wie beim ersten Mal.

Ich nahm den Seitenausgang und stieg in das n�chste Taxi.

Ich w�rde noch ein Paar Tage in Berlin bleiben und auf ihn Acht geben. Doch dann w�rde ich mich endg�ltig verabschieden und diesmal w�rde ich es ihnen nicht so einfach machen mich zu finden.

 

Ein L�cheln umspielte meine Lippen als ich zwei Tage sp�ter  beim Fr�hst�ck die Zeitung aufschlug.

O-Town S�nger nach 5 Wochen Koma erwacht. Er wird  wieder ganz gesund.�

Ich hatte also Recht behalten und war genau zum richtigen Zeitpunkt gegangen.


Nach weiteren Zwei Tagen verabschiedete ich mich von Berlin. Ich wusste das auch Erik mittlerweile entlassen worden war und Ashley auf dem Weg der Besserung.

Ein bisschen Wehmut war schon dabei als der Zug aus dem Bahnhof rollte. Ich hatte eine lange fahrt vor mir. Eine Menge Zeit um jedem einzelnen ein paar Zeilen �ber das warum und wieso zu schreiben.

Ich schrieb 5 kurze Briefe und alle mit einem L�cheln auf den Lippen.

Den f�r die beiden Mikes schickte ich direkt ans Management, den f�r Jo und Dan, Erik, Jake und den f�r Trevor schickte ich in das Hotel in Berlin. Da sie wegen Ashley wohl noch eine Weile da bleiben w�rden.

Ashley wusste das warum und wieso. Er bekam keinen Brief. Ich wollte es ihm nicht unn�tig schwer machen.

 

Die Zeit verging schneller als ich dachte und 8 Stunden nach meiner Abreise war ich an meinem Ziel. Ich ging sofort ins Bett und schlief solange und so gut wie seid Monaten nicht mehr.

Als ich am n�chsten Morgen den Fernseher anschaltete und meinen Kaffee aufsetzte hatte ich keine Angst davor die Jungs im TV zu sehen. Prompt lief auch ein Video von ihnen. Doch das st�rte mich weniger. Ich musste jetzt erst einmal zusehen das ich ein neues Handy bekam, da ich meines zur�ck gelassen hatte und ein paar neue Klamotten. Auf dem Weg nahm ich auch gleich noch die �rtliche Zeitung mit.

Ich verschluckte mich fast an meinem Br�tchen als ich sie aufschlug.

 

�O-Town S�nger hat seinen Rettenden Engel ein zweites Mal verloren

 

Nachdem Ashley Angel (21) vor einiger Zeit ganz �ffentlich nach einer Jungen Frau suchte in die er sich verliebt hatte, kam sie zur�ck um ihm nach seinen schweren Unfall vor ein Paar Wochen (wir berichteten) die Hand zu halten als er im Koma lag und um sein Leben K�mpfte. 5 Wochen sa� sie an seinem Bett und hielt ihm die Hand. Brachte ihn ins Leben zur�ck. Doch in der Nacht bevor er Erwachte verschwand sie wieder Spurlos. Wie uns Daniel Miller (22) Bandmitglied und bester Freund Angel�s berichtete dachten alle das jetzt alles gut werden w�rde. �Wir dachten jetzt hat sie es erkannt und w�rde bleiben. Wir sind nicht sauer. Wir machen uns nur schreckliche Sorgen. Keiner von uns wei� wo sie sich im Moment aufh�lt�.

Die gesamte Band bittet jetzt um ihre Mithilfe. Wenn sie wissen wo sich Alison V.  aufh�lt wenden sie sich bitte an das Management der Band.�

 

Die Adresse des Managements und ein kleines Foto von mir, das sie im Krankenhaus geschossen haben m�ssen, standen unter dem Artikel.

�Das darf nicht wahr sein. Jetzt geht ihr echt ein bisschen weit, ihr S��en. Hab ich euch denn nicht geschrieben das ihr mich nicht suchen sollt?� schimpfte ich und legte die Zeitung beiseite.

Nach nicht mal ganz 5 Tagen schon so eine Aktion. Ich h�tte es wissen m�ssen. Doch ich dachte nicht das sie SO dreist sind.

�Das war bestimmt Josie�s Idee. Soweit w�rden die Jungs nicht gehen.� Murmelte ich zu mir selbst und schaltete den Fernseher wieder ein.

Der Appetit war mir vergangen. Also nahm ich nur meinen Becher Kaffee und setzte mich aufs Sofa.

Ich machte ein wenig Channel Hopping, bevor ich schlie�lich bei einem Musiksender h�ngen blieb.

Dort begannen grade die News.

Irgendein Bericht �ber Britney Spears lief und ich stand wieder auf um mich mal mit meinem neuen Handy zu besch�ftigen.

 

O-Town bittet um eure Mithilfe

Wie wir schon berichteten sind alle 5 Jungs auf dem Weg der Besserung. Auch Ashley wird wohl bald wieder auf der B�hne stehen. Bis dahin allerdings bitten die 5 Jungs aus Amerika um eure Mithilfe. Wie vielen bekannt ist, hat Ashley vor einiger Zeit eine Junge Frau gesucht, die mittlerweile wieder aufgetaucht ist. Allerdings nur um ihm im Krankenhaus nach seinem Schweren Autounfall die Hand zu halten. In der Nacht bevor Ashley aus dem Koma erwachte verlie� sie das Krankenhaus und verschwand spurlos.�

 

Das durfte wirklich nicht wahr sein. Die suchten mich ja �berall. Vor lauter schreck lie� ich das Handy in meiner Hand fallen. Langsam drehte ich mich um und sah ungl�ubig auf den Bildschirm.

Dan und Erik standen vor der Kamera�

 

Wir wissen nicht wo sie sich Momentan aufh�lt, aber wir bitten um alle Hilfe die wir kriegen k�nnen. Wer sie sieht soll sie an den n�chsten Stuhl Fesseln und nicht mehr gehen lassen bis wir vor Ort und stelle sind.� Grinste Dan in die Kamera. Doch ich wusste das er es ernst meinte. Wenn sie mich wieder finden w�rden, w�rde ich wahrscheinlich unter st�ndiger Bewachung stehen. Jetzt sprach Erik mich direkt an �Ally, wir wissen nicht warum Du wieder weggelaufen bist und vor allem vor was Du wegl�ufst� aber wir m�chten Dich bitten das Du Dich bei uns meldest.. Ashley braucht Dich und nicht nur Er. Wir brauchen Dich alle. Jo ist am Ende. Du kannst weder sie noch uns allein lassen. Bitte melde Dich�irgendwo. Lass uns wenigstens wissen das es Dir gut geht.� Jetzt bekam ich wohl doch so etwas wie ein schlechtes Gewissen. Nicht wegen Ashley, nicht wegen der anderen Jungs, sondern wegen Jo. Ich  h�tte nicht  gedacht da es ihr so zusetzt. Sie war immerhin einiges von mir gewohnt und meist recht relaxt in solchen Dingen. Eigentlich m�sste sie wissen das ich mich fr�her oder Sp�ter bei ihr meldete.

Ich schaltete den Fernseher aus und dachte �ber Eriks Worte nach. Doch letztendlich beschloss ich bei meinem urspr�nglichen Plan zu bleiben. Ein paar Wochen mussten sie ohne mich leben. Zumindest solange bis Ashley wieder gesund war. Dann w�rden wir weiter sehen�

 

Kapitel 15

 

Ich hielt mich scheinbar ziemlich gut bedeckt. Denn trotz etlicher TV Auftritte und doppelt so vieler Zeitungsartikel mit aufrufen, hatten mich die Jungs und Jo auch 5 Wochen sp�ter noch nicht gefunden. Ob es daran lag das ich nicht mal mehr in Deutschland war? In irgendeinem aller letzten Kaff, das noch nicht mal auf einer Landkarte verzeichnet war?

F�r mich hatte die ganze Sache nur einen Vorteil� Ich wusste immer wie es den Jungs ging und welche Fortschritte Ashley machte. Das beruhigte mich und mein Gewissen.

Nachdem Ashley aus dem Krankenhaus entlassen worden war flogen alle f�nf plus Jo nach Florida. Dort wollten sie sich in Ruhe von dem Unfall Erholen.

Trotz alledem gab es fast T�glich etwas Neues und ich kam nicht Drumherum mir das alles anzuschauen.

In vier Tagen sollten die Jungs das erste Mal nach dem Unfall wieder in Deutschland auftreten. Ich war mir noch nicht Schl�ssig dar�ber ob ich hinfahren sollte oder nicht. Ich wollte sehen wie es ihnen ging. Ich wollte schauen ob es Jo gut ging. Ich wollte mich vergewissern das es f�r mich damals das richtige war was ich getan hatte.

Doch die Gefahr nach diesen ganzen Aktionen Seitens der Jungs erkannt zu werden war zu gro� also hatte ich den Gedanken wieder verworfen.

Als ich am Morgen meine Post durchsah fiel mein Blick auf einen Brief ohne Absender. Leider war am Poststempel nicht zu erkennen von wem er kam.

Ich �ffnete den Umschlag und zog einen Pass heraus.

Einen Pass?

Es war ein �All Areas Backstage� Pass f�r die Show bei der die Jungs in vier Tagen auftreten w�rden.

Ich schaute mich hektisch um, pl�tzlich hatte ich das Gef�hl ich w�rde beobachtet. Wer hatte mir den Geschickt? Wer wusste wo ich war?

Ich schaute noch einmal in den Umschlag und zog eine kleine Karte heraus.

 

�Hey Kleines,

Wir hoffen Du hast Dich nicht allzu sehr erschreckt. Wir wissen schon lange wo Du bist. Doch wir dachten die Entscheidung wann Du ihn wieder sehen willst �berlassen wir doch am besten noch Dir. Sie haben nicht das Recht Dir vorzuschreiben was Du zu tun und zu lassen hast. Aber wenn man immer alles bekommt was man sich w�nscht� dann wird es irgendwann schwierig zu Unterscheiden. Wir w�rden uns wirklich sehr freuen Dich wieder zu sehen. Du fehlst uns schrecklich, aber wie gesagt, es ist allein Deine Entscheidung und die kann dir niemand abnehmen.

Selbst wenn Du nicht kommen solltest. Meld Dich doch mal und sag uns das es Dir gut geht. Damit w�rdest Du uns eine gro�e Freude machen.

 

Liebe Gr�sse

Mike und Mike

 

Jetzt war ich wirklich baff. Die beiden wussten die ganze Zeit wo ich war. Woher? Und warum hatten sie es den Jungs nicht gesagt? Und warum zum Teufel schickten sie mir diesen Pass?

Schon klar, sie wollten mir die M�glichkeit geben ihn zu sehen, wenn mir danach war.

Ich seufzte und legte die Karte beiseite. Langsam fing ich doch wieder an dar�ber nachzudenken warum ich das alles tat.

Das war wieder einer der Momente in denen ich ein super schlechtes Gewissen hatte. Sie hatten soviel getan und waren alle so lieb und ich trat es mit F�ssen. So kam es mir zumindest vor.

Ich gr�belte den ganzen Tag und die halbe Nacht. Dann stand meine Entscheidung fest. Wenn ich mich genau an meinen Plan hielt konnte es funktionieren.

Wie gut das man E-Mails mittlerweile auch anonym verschicken konnte. Mike und Mike waren nicht doof und wenn ich Gl�ck hatte, w�rde ich schon in ein Paar Stunden eine Antwort haben.

Ich behielt tats�chlich Recht. Ohne das ich einen Namen drunter geschrieben hatte und ohne das sie einen E-Mail absender hatten wussten Mike und Mike das ich die war die, die Mail geschickt hatte und schrieben mir auf meine normal E-Mail Adresse zur�ck.

Nach ihrer Best�tigung konnte ich nur noch Hoffen das auch alles glatt gehen w�rde.

 

24 Stunden sp�ter sa� ich im Flugzeug und flog nach Deutschland. Um genau zu sein, mal wieder nach Berlin. In die Stadt die ich als letztes gesehen hatte. Die Stadt in der ich mein altes Leben gelassen hatte.

Als ich aus dem Flugzeug stieg klopfte mir das Herz bis zum Hals. Hoffentlich w�rde alles gut gehen. Ich wollte nur wissen das es allen gut ging.

Wie versprochen wurde ich am Flughafen abgeholt und in ein Hotel gefahren.

Ich hatte noch bis zum n�chsten Tag Zeit und nach meinem Wissen w�rden die Jungs erst am n�chsten Tag morgens Anreisen.

Genug Zeit f�r mich alles vorzubereiten.

Kapitel 16

 

Ich wachte, nach einer Ziemlich unruhigen Nacht, fr�h auf.

Ich war nerv�s. Um mich ein wenig abzulenken nahm ich ein langes Bad und ein Ausgedehntes Fr�hst�ck.

Anschlie�end machte ich einen kurzen Bummel in der Berliner Innenstadt. Die Stadt war so anonym und unpers�nlich das ich kaum Angst haben musste erkannt zu werden. Trotzdem trug ich meine Basekap tief ins Gesicht gezogen und meine Trainingsjacke bis zum Kragen hochgezogen. Gott sei dank schien die Sonne. So fiel ich mit meiner Sonnenbrille nicht weiter auf.

 

Zur�ck im Hotel schmiss ich mich aufs Bett und zappte mal wieder durchs Fernsehprogramm. Irgendwie musste der Tag ja rum zu kriegen sein. Eigentlich k�nnte ich ja schon zu den Proben gehen. Obwohl wahrscheinlich w�re das zu riskant.

Aus Langeweile beschloss ich einen Mike anzurufen und zu Fragen ob heute Abend denn auch alles Klar gehen w�rde.

Ich liebte Telefonate in denen ich einen Monolog f�hrte und nur �ja oder nein� antworten bekam. Sie waren noch unterwegs und wie ich nach ewig langem Fragen heraus fand sa� Mike grade zwischen Ashley und Jo. Das w�re f�r mich grade die �belste Mischung gewesen wenn sie raus gefunden h�tten wen Mike da am Telefon hat.

Mike best�tigte mir noch einmal dass alles ok w�re und ich mir keine Gedanken machen solle.

Es w�rde schon schief gehen.

Als ich auflegte hatte ich noch keine weiteren 10 Minuten rum. Das konnte noch ein verdammt langer Tag werden.

 

Irgendwann hatte ich es dann doch geschafft. Langsam machte ich mich fertig. Ich wurde langsam immer Nerv�ser. Hauptsache mich erkannte niemand. Langsam wurde das zu einer Phobie. Bei Gelegenheit w�rde ich mich noch mal daf�r bedanken.

Der Fahrer der mich auch schon vom Flughafen abgeholt hatte holte mich auch aus de Hotel ab und brachte mich zur Halle. Wie er mir berichtete waren die Jungs schon da und ich musste auf der Hut sein.

Ich bedankte mich und huschte durch einen Seiteneingang in die Halle. Der Einlass hatte gerade begonnen, so war alles sch�n un�bersichtlich. Was f�r ein Gl�ck. Fr�h genug um nichts zu verpassen, aber sp�t genug um nicht aufzufallen.

 

Ich f�hlte mich wie ein Gangster als ich durch die Flure des Backstage Bereiches schlich. Vorsichtig lugte ich um jede Ecke bevor ich los lief.

Ich hatte den Eindruck dass es niemanden sonderlich interessierte. Doch Vorsicht war besser als Nachsicht.

Ich lugte grade wieder um eine Ecke als ich Erik und Dan sah die genau auf mich zusteuerten. Ich sah mich schnell nach einer Fluchtm�glichkeit um und verschwand grade noch rechtzeitig in der Damentoilette.

Als ich mich in Sicherheit w�gte schl�pfte ich wieder heraus und setzte meinen Weg fort. Wohin auch immer ich wollte.

Nachdem ich vergeblich durch die G�nge geschlichen war, aber keinen Mike gefunden hatte beschloss ich mich in der N�he der B�hne zu verstecken um mir die Show anzusehen.

Schnell hatte ich raus, dass die K�nstler ausnahmslos auf der Linken Seite hoch kommen w�rden. Also stellte ich mich auf die Rechte Seite und schaute mir ein paar K�nstler an. Immer wieder schaute ich mich um, damit mich auch niemand sah. Doch mich schien wirklich niemand zu beachten. Also entspannte ich mich langsam.

 

Die Show lief bestimmt schon eine Stunde oder mehr. Als sich pl�tzlich eine Hand auf mein Schulter legte. Ich zuckte zusammen und das Herz schlug mir bis zum Hals, als ich mich umdrehte.

Hinter mir standen Mike und Mike und strahlten mich an.

�Sch�n das Du gekommen bis Ally.�

Ich dr�ckte die beiden.

�Es tut gut euch zu sehen.�

�Hast Du sie schon gesehen?� fragte ein Mike.

�Ich bin fast Mit Erik und Dan zusammen gesto�en, aber ich konnte mich grad noch auf die Toilette Retten.� Lachte ich �Sonst... Nein.�

Die beiden nickten.

�Ihr Gig ist in 20 Minuten. Willst du es Dir anschauen?�

Ich sah die beiden ein wenig Verst�ndisslos an:� Hey, meint ihr ich komm extra eingeflogen um mich vor Erik und Dan auf der Dametoilette zu verstecken? Nat�rlich schau ich es mir an.�

Die Stimmung zwischen uns war leicht angespannt. Ich wusste dass die beiden sich auf die Zunge bissen um nicht zu fragen ob ich sie nicht doch sehen wolle. Doch das war alles was ich nicht wollte.

�Wie geht�s ihnen denn?� fragte ich um �berhaupt etwas zu sagen.

�Nach dem Unfall K�rperlich wieder ganz gut. Ashley ist Wetterf�hlig geworden. Er h�rt sich kurz vor einem Gewitter an wie ne Alte Frau. Irgendwas tut ihm immer weh�� Wir drei fingen laut an zu lachen. Das konnte ich mir gut vorstellen.

�Mal im ernst. Eigentlich geht es ihnen wieder ganz gut. Ashley hat manchmal noch ein bisschen Probleme wenn er sich zu sehr anstrengt und er ist noch sehr schnell m�de. Ansonsten geht es und die anderen sind soweit fit. Trevor hat manchmal Probleme mit seiner Schulter wenn er sie zu sehr belastet. Aber die �rzte meinen das sei normal. Das vergeht.� Berichtete Mike als wir uns wieder beruhigt hatten.

�Und sonst?� fragte ich weiter.

�Und sonst?... Na ja.. sie sind sehr anstrengend seid Du weg bist. Die einzige auf die sie manchmal noch h�ren ist Jo. Aber auch immer seltener. Sie haben ein echtes Problem damit dass Du wieder abgehauen bist. Sie verstehen es nicht. Ashley leidet sehr darunter. Als er bei seiner Mum war hat er sich eine Woche bei niemandem gemeldet und hat sich verleugnen lassen. Er ist bockig wie ein kleines Kind und treibt uns in den Wahnsinn. Er vermisst Dich sehr. Er kommt einfach nicht �ber Dich hinweg.�

Ich sah zu Boden und seufzte. Nat�rlich vermisste ich ihn auch immer noch und ich verstand manchmal selbst nicht warum ich st�ndig davon lief, aber ich hatte einfach zu gro�e Angst mich an jemanden zu binden der mir schneller das Herz brechen konnte als ich seinen Namen aussprechen konnte.

Ich unterhielt mich noch eine Weile mit Mike und Mike, bevor sie wieder los mussten um die Jungs auf die B�hne zu scheuchen. Wir umarmten uns herzlich, da wir nicht wussten ob wir uns noch einmal sehen w�rden.

 

Kurze Zeit sp�ter wurden die Jungs auch schon angesagt und kamen auf die B�hne. Mir schlug das Herz bis zum Hals. Ich f�hlte ich ein bisschen nach Teenager. Doch das hier hatte andere Ausma�e.

Mal davon abgesehen das sie wirklich ein wenig Lustlos aussahen wirkten sie aber wieder sehr Fit auf mich und das beruhigte ungemein.

Ashley nahm sich deutlich zur�ck. Das sah man wenn man ihn kannte. Aber ansonsten h�tte man ihm nicht angesehen das sein leben vor knapp drei Monaten noch auf der Kippe stand und er fast nicht mehr unter uns weilen w�rde.

Ich wurde ein wenig melancholisch als sie �From the damage� spielten. Ich mochte das Lied und es rief alte Erinnerungen hoch.

 

Ich seufzte als sie den Song beendeten und Dan das Wort ergriff.

Es ist sch�n wieder bei euch zu sein.� Rief er und lachte dabei. Es war �berzeugend, aber nicht echt. �Wie ihr sicherlich alle wisst h�tte das alles hier vor 3 Monaten fast ein Ende gefunden. Doch Engeln kann man begegnen�� Dan trat einen Schritt zur�ck und Ash trat an den B�hnen Rand. Irgendwie ahnte ich das da wieder was im Busch war.

Ich muss Dan zustimmen. Mich hat damals ein Engel gek�sst. Ich wei� dass es sie gibt. Denn w�rde es sie nicht geben... dann w�re ich jetzt nicht mehr euch, sondern w�re einer von ihnen. Ich m�chte euch eine kleine Geschichte erz�hlen�� Jetzt war ich aber gespannt. M�hsam und umst�ndlich lie� Ashley sich auf der B�hne nieder und lie� die Beine herunter h�ngen. �Bis heute wei� niemand wie sich dieser Unfall ereignet hat... Bis vor kurzem wusste auch ich es nicht genau. Ich hatte nach dem Unfall einen totalen Black Out. Doch vor ein paar Tagen hatte ich einen Traum� seid dem wei� ich wieder was passiert ist, was ich bis dahin verdr�ngt hatte.

Ich wei� dass ich damals am Steuer sa�. Wir wollten auf eine Feier. Nat�rlich allein. Ich hatte den Tag ganz schlechte Laune. Ich war tieftraurig und v�llig deprimiert. Einige werden sich erinnern... Ja, es lag an der Frau die ich damals verzweifelt gesucht habe. An dem Tag an dem sich der Unfall ereignete ging es mir sehr schlecht wegen ihr. Doch ich wollte mich irgendwie ablenken und vor allem nicht allein sein. Deshalb sagte ich, ich komme mit zu dieser Party. Ich wollte Fahren, damit ich mich gar nicht erst mit den anderen Jungs unterhalten muss. Da sich mich schon den ganzen Tag genervt haben und st�ndig fragten warum ich denn so schlecht drauf sei, obwohl sie es wussten.� Ich warf einen kurzen Blick auf die anderen Jungs. Ihnen hatte er die Sache offensichtlich schon erz�hlt. Sie wirkten entspannt. �Es war schon sp�t und die Strassen relativ leer. Ich fuhr z�gig und da die Strassen leer waren, lie� ich mich von meinen Gedanken an �sie� ablenken. Als ich einen Moment nicht auf dieser Welt war, war es schon passiert. Ich sah helle Lichter auf mich zukommen und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Mit ungef�hr 70 fuhr ich frontal in einen Kleinbus und h�tte damit nicht nur mich beinahe Umgebracht, sondern auch 4 andere unschuldige Menschen. Es war nur gerecht dass ich dabei als einziger wirklich schwer verletzt worden bin. Manchmal denke ich es w�re vielleicht besser gewesen wenn es vorbei gewesen w�re.� Ich schnappte nach Luft und musste mich zur�ck halten um nicht auf die B�hne zu rennen und ihn zu sch�tteln und ihn zu fragen ob noch alles in Ordnung w�re. Doch das nahmen mir die Jungs in einer anderen Art ab. Geschlossen traten die vier nach vorn und lie�en sich rechts und links von Ashley nieder. Er hatte ein kurze Pause gemacht und gewartet bis die vier sich gesetzt hatten. Jetzt sprach er weiter. �Als ich damals im Krankenhaus lag, v�llig von der Au�enwelt abgeschnitten, voll gepumpt mit Medikamenten gegen die Schmerzen... wusste ich das sie wieder gekommen war. Ich konnte mich nicht gegen die Ruhe und die Schw�rze die mich umh�llte wehren, aber ich wusste dass sie da war. Es gab einmal eine Nacht in der sich unsere Seelen ber�hrten. Damals wusste ich das ich diese Frau liebe und keine andere. Ich tat alles um mich zu erholen, um sie wieder zu sehen. Sie war Tag und Nacht bei mir. F�nf Wochen lang sa� sie fast ununterbrochen an meinem Bett und sprach mit mir. Sie hat f�r mich alles aufgegeben, Ihren Job, ihre Wohnung und mittlerweile scheinbar sogar ihre Existenz..  Als ich sp�rte dass es mir langsam besser ging hab ich alles auf einen bestimmten Moment konzentriert. Auf den Moment an dem ich die Augen aufmache und in ihr h�bsches Gesicht sehen darf.� Er machte erneut eine Pause und ich konnte sehen dass er sichtlich um Fassung rang. Es brach mir fast das Herz ihn so zu sehen. Er sprach von mir... von uns� in aller �ffentlichkeit... eigentlich h�tte mir das doch Beweis genug sein muss das er sich nicht in der n�chsten Stadt die n�chst beste Angelt, schlie�lich wusste mittlerweile jeder das er nur die eine Liebte. Nur die kannte keiner.

Ich k�mpfte mit mir. Kopf /verstand gegen Bauch/Gef�hle. Ich war v�llig hin und her gerissen. Ich sp�rte mal wieder Tr�nen in mir aufsteigen und ich musste mir eingestehen, dass ich ihn immer noch Liebte. Ich hatte gehofft ihn vergessen zu k�nnen. Doch weit gefehlt.

�Ich k�nnte drauf wetten dass ihr beide das gleiche denkt.� H�rte ich eine M�nnliche Stimme hinter mir. Es war ein Mike der hinter mir stand und auf die B�hne sah.

�Vielleicht sp�rt er dass Du hier bist, ich wei� es nicht... ich wei� nur dass er bis heute Abend nur einmal �ber den Unfall gesprochen hat. Und das war mit uns und da hat er noch nicht einmal die H�lfte von dem erz�hlt was er hier gerade sagt��

Ich reagierte nicht auf das gesagte von Mike, sondern richtete meinen Blick wieder auf Ashley, der so aussah als h�tte er sich wieder einigerma�en im Griff. Dan und Erik hatten ihm jeweils eine Hand auf die Schulter gelegt und redeten auf ihn ein. Er nickte nur und sprach weiter �Wie die meisten von euch wissen hat sich mein Engel in der Nacht bevor ich aus dem Koma erwachte in Luft aufgel�st. Bis heute bin ich unendlich traurig dass sie nicht geblieben ist. Denn ich wei� f�r mich dass ich es ohne sie damals nicht geschafft h�tte. Ich hoffe noch immer� Tag f�r Tag� dass ich sie wieder sehe. Denn ich kann nicht ohne sie Leben. Ich Liebe Sie noch immer von ganzem Herzen und Ally.. wenn du dies hier h�ren solltest�� seine Stimme brach und es war deutlich zu sehen das Ashley grade vor 10 000 Menschen anfing zu weinen. Er sackte in sich zusammen, lie� die Schultern h�ngen und weinte. Ob ich erst diesen Augenblick gebraucht hatte? Ich wei� es nicht. Innerlich brach alles ein was ich mir aufgebaut hatte. Ich konnte den Blick nicht von ihm wenden und weinte mit ihm.

Ally, Ich Liebe Dich!� Mehr sagte er nicht mehr. Dann stand er auf und wandte sich der Band zu die die ersten T�ne von �I showed her� spielten.

Als Dan anfing zu singen wandte ich mich zu Mike und fiel ihm schluchzend in die Arme. Das alles konnte nicht wahr sein.

�Geh zu ihm!� fl�sterte dieser und dr�ckte mich ein St�ck von sich weg um mir in die Augen sehen zu k�nnen.

�Ally, verdammt� willst Du dich denn selbst um den Verstand bringen? Du liebst diesen Jungen und er liebt Dich. Geh zu ihm. Bevor es doch noch in einer Katastrophe endet.�

Ich sah ihn einen Moment stumm an� dann nickte ich z�gernd.

Ohne weiter nach zu fragen zog Mike mich ein St�ck n�her an die B�hne und hob mich m�helos hinauf. Noch stand ich im Schatten und weder die Jungs, noch die Fans konnten mich sehen. Mir schlug das Herz bis zum Hals. Doch ich wollte nichts anderes als in Ashley�s Armen zu versinken.

Langsam ging ich hinter den Jungs auf die B�hne, als pl�tzlich ein paar Fans anfingen zu kreischen. Wahrscheinlich hatten sie mich erkannt. Dan war der erste der mich sah� sein Gesicht hellte sich auf und er strahlte von einem Ohr zum anderen.

Erik bemerkte mich ebenfalls sehr schnell, doch bevor er einen Schritt auf Ashley zu gemacht hatte um ihn zur�ck auf diese Welt zu holen, drehte dieser sich in meine Richtung um.

Er sah mich sofort� ihm entglitten so ziemlich alle Gesichtsz�ge... ich blieb stehen, unschl�ssig ob ich jetzt wirklich auf ihn zugehen sollte. Aus den Augenwinkeln sah ich das jetzt auch Trevor und Jacob merkten was hier geschah.

Ashley und ich standen uns vor 10 000 Menschen gegen�ber und sahen uns nur an. Z�gernd machte er einen Schritt auf mich zu. Grade so als ob er Angst h�tte das ich wieder Weglaufe wenn er sich zu schnell bewegt.

Ich machte ebenfalls einen Schritt auf ihn zu.

Jetzt standen wir uns unmittelbar gegen�ber und nicht nur mir liefen jetzt die Tr�nen �ber die Wangen.

Ganz langsam streckte er die Arme nach mir aus. Ohne zu z�gern lie� ich mich hinein fallen.

In dem Moment in dem sich unsere Lippen trafen und wir zu einem Wurden,  Jubelten uns 10 000 Menschen zu und weinten.

Ich dr�ckte Ashley an mich, so als h�tte ich Angst dass er derjenige sein k�nnte der jetzt wegl�uft.

Er schlang die Arme um mich und ich wusste dass er mich nie wieder gehen lassen w�rde�

�Ich Liebe Dich Ashley!� fl�sterte ich und K�sste ihn erneut. Mit dem Wissen das ich nun endlich wusste wohin ich geh�re.

 

~ The End ~

 

zur�ck   

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