Ich nehme mein Lieblings- Naschie entzückt entgegen und gebe Ashley dabei gleichzeitig einen Kuss. Super, wie er das wieder hingekriegt hat! Bei dem läuft nichts ohne Belohnung, man verwöhntes Gör. Aber da kann ich von mir auch nichts anderes Behaupten. Nachdem wir  - oder vielmehr ich – alles aufgegessen  haben, habe ich mich neben Ashley gelegt und mich an ihn gekuschelt. Wir sind gerade dabei die Sterne zu betrachten. Ash sollte mal Astrologo oder so was werden, so als Nebenjob, er kann das wirklich gut erklären. Ich weiß ja noch nicht mal wo die Venus ist, wirklich! „Ich hab eine Idee.“ Smilet Ash plötzlich. „Was denn Honey?“ „Also..... ich brauche jetzt nen Funky Stern.“ Nen was, er will einen Stern nach mir benennen? So was würde ja keiner Freiwillig machen. „Der da ist doch gut, oder?“ Er deutet auf einen richtig blitzenden und funkelnden Stern, genau über uns und daneben ist noch einer. Perfekt. „Okay“ Kichere ich „Dann ist das da mein Ashley Stern.“ Ich deute auf den Stern daneben. Wird ja immer lustiger hier, ein Stern den Ashley nach mir benannt hat. „Wenn du mich vermisst, dann guck einfach da oben hoch, und schon weißt du das ich immer bei dir bin...“ Flüstert Ashley mir ins Ohr. Dann küsst er mich ein paar mal. Mmmm... „Oh, guck mal eine Sternschnuppe!“ Hä, wo denn? „Oh ja...“ Murmele ich vor mich hin. „Wünsch dir was.“ „Muss ich?“ Hey, ich will mir nichts wünschen – nicht schon wieder. Auf gar keinen Fall. „Ja, wieso denn nicht?“ Ich tue so, als ob ich mir etwas wünschen würde. „So, fertig“ Hauche ich meinem Schatzi zu. Wir liege noch eine ganze Weile so da: Ich neben Ash, er hat einen Arm um mich und ich fahre mit dem Zeigefinger meiner linken Hand über seinen Waschbrettbauch – hihi, da ist er kitzelig. Plötzlich spüre ich eine Träne über meine Wage kullern. Warum heul ich denn jetzt schon wieder? Man, nun färbt das auch schon auf mich ab. Darin sind Briny und Levy nämlich Weltklasse: Im Heuln. Bei jeder Kleinigkeit fangen die an zu weinen. Einmal, da musste ich mir mit den beiden Titanic ansehen und dann flennen die los, als dieser Typi da ertrinkt. Ach Gottchen! Es ist nur ein Film Mädels. Aber wir sind hier ja in der Realität. „Hey, was ist denn los?“ Fragt Ash und küsst meine Träne weg. „Ach, weiß nicht. Ich bin einfach froh, dass du bei mir bist... ich will dich nicht verlieren.“ Hö? Was fasel ich da fürn gefühlsduseligen Scheiß? Okay, da ist was wahres dran, aber warum muss ich das denn so rüberbringen? „Das wirst du auch nicht, ich bin immer bei dir, versprochen.“ Ich kuschele mich näher an meinen Schatz und er drückt mich fester an sich. Ja, so ist es schön....... da fühlt man sich richtig gebrogen. Also, Ash ist immer bei mir? Okay, dann brauch ich ja wohl keine Angst haben, dass ich von ihm irgendwann enttäuscht werde, hmm... Nach ein paar Minuten springt Ashley plötzlich auf und zieht mich hinter sich her in Richtung Wasser. Wha, der will da doch jetzt nicht etwa mit mir rein? Weiß der wie kalt es jetzt ist?! „Aaahhh, Ashley“ Kreische ich. Er nimmt mich auf den Arm – so ähnlich wie bei einer Hochzeit – und rennt mit mir ein Stück ins Wasser. Dann lässt er mich los und ich stehe bis zu den Knien im Wasser – zum Glück hab ich ein kurzes Kleid an. Langsam entwickelt sich mein Kreischen zu einem Kichern, daraus wird ein Quieken und dann bricht schallendes Gelächter aus. Ich bespritze Ashley mit Wasser. Er spritz zurück, ey, das ist fiese! „Du, na warte!“ Sagt er gespielt böse. Ich renne ein Stück weiter und versuche zu flüchten. Man, ich bin zu lahm. Ashley ist so schnell, dass mich schon nach wenigen Metern eingeholt hat, *grrr*. Er steht hinter mir, verschließt seine Arme um meinen Bauch und drückt mich fest an sich. „So, jetzt kannst du nicht mehr weg...“ Kichert er etwas außer Atem. Ha, also war ich doch gar nicht so lahm! Dann beginnt er meinen Nacken zu küssen. Uih, da krieg ich Gänsehaut von. „Ich liebe dich...“ flüstert er in mein Ohr. „Hihi, ich dich auch Superman...“ flüstere ich zurück und drehe mich dabei um. Dann küssen wir uns im Meer, unter den Sternen. Mein Gott, ist dieser Kerl spontan. So was von süß! Hach, mein Mr. Right!

Nach einer Weile bemerken wir, dass es schon ziemlich kalt und spät ist und fahren nach Hause. Bevor ich meine Wohnung betrete verabschieden wir uns noch ausgiebig von einander. „Ich ruf dich an, Honey! Und guck mal gelegentlich nach deinem Ash am Himmel.“ Ash am Himmel? Ach so, ja klar: Ich hab doch jetzt einen Ashley- Stern. „Ja, natürlich. Dann guck aber auch nach mir.“ Kichere ich zurück. Ash nickt, dann gibt er mir noch einen schönen lange Verabschiedungskuss. Mit einem „Bye.“ Ist er auch schon ein paar Treppen weiter unten im Treppenhaus verschwunden uns winkt mir noch einmal. Oh Mein Gott – mehr fällt mir zu diesem Hamma Kerl nicht ein. Also, wenn ich nicht wüsste, dass ich ihn liebe, dann würde ich es spätestens jetzt tun.

Als ich die Wohnung betrete glotzen mich schon zwei total fröhliche Weiber neugierig an. „Was?!“ Frage ich perplex, da ich ihre Blicke nicht deuten kann. Wie soll ich auch aus sowas schlau werden?! „Na, was habt ihr gamacht, sag, sag...“ „Und was für eine Überraschung war das?“ Wird Levy von Briny unterbrochen. Okay, sonst ist alles klar, ja? Soll ich die beiden mal verarschen? – ja, mach ich. „Also, es gab keine Überraschung, wir saßen den ganzen Tag mit dem Latino zuhause und haben Fern gesehen.“ Sage ich gespielt. Na? Ich wette die glauben das. Yo, schon nach einer zehntel Sekunde verzieht sich ihr lächeln und die beiden gucken mich enttäusch an. „Echt?“ Fragt Levy. Wie dumm kann man denn noch sein...? Und so was will Jura studiert haben. „Natürlich! ...Nein ihr Torfies, natürlich nicht! Seit nicht immer so leicht gläubig.“ Oh Hilfe, ich hätte das lieber nicht sagen sollen, denn jetzt grinst sie wieder so verschmitzt. Ich stöhne. „Also...“ Ich ziehe mir erst mal meine Jacke aus, diese Mörderschuhe hatte ich ja schon aus – dank Ashley, mein Held! Und Dann setze ich mich aufs Sofa. „Ich hab halt an der Tür geklingelt und dann...“ „Hat Ashley aufgemacht!“ Werde ich von Briny unterbrochen, die auf dem Sessel sitzt und ein rotes Herzkissen in ihren Armen geklammert hält. „Nein – und unterbrech mich nicht, sonst erzähle ich nicht weiter!“ Ich tue so, als ob ich schmollen würde. Das mag sie gar nicht, wenn man ihr irgendwas nicht erzählen will. Oh Süßä, nun hör auf mich so anzugucken. „Also, dann hat nicht Ash aufgemacht, sondern diese Missgeburt von Latino!“ Erkläre ich aufgebracht. Bei dem kann ich mich echt jedes Mal aufregen, der ist ja an Dummheit schon nicht mehr zu übertreffen, da will der Kerl mich tatsächlich nicht reinlassen... *grml*. Ich erzähle meinen besten Freundinnen, wie es denn weiterging, und wie ich diesen Trevor angeschnauzt habe und den ganzen Kram eben. Die beiden hören mir gespannt zu, wobei Briny immer ihre Kommetare zu Erik und Trevor einwirft, vonwegen „Man Funky, Erik ist so ein lieber, den darfst du nicht so anschnauzen und Trevor genau so.“ Also, eines möchte ich mal klarstellen: Zu mir waren die ganz und gar nicht lieb. Ich weiß ja auch nicht, warum sie mich nicht mögen, aber ihre Sache! Inzwischen bin ich da, wo Ashley einen Stern nach mir benennt. „Oh, er hat was?!“ Kommt euch dieses ‚Oh’ bekannt vor? Ja? Das hat sich auch schon von Briny auf mich übertragen. „Ja, und dann hab ich auch einen nach ihm benannt.“ Grinse ich stolz. „Wo? Wo sind eure Sterne, ich finde das ja alles so süß, oh man...“ „Die zeig ich euch nicht!“ Tja, das müssen sie eben akzeptieren. Dann erzähle ich noch zu Ende und lege mich total übermüdet ins Bett.

 

 

 

„Hey, da ist jemand für dich an der Tür!“ Werde ich geweckt. Wer will denn da schon so früh am Morgen was von mir, mein Gott! „Kann das nicht bis später warten...“ Grummel ich ins Kopfkissen. „Nein, du errätst nie wer da was von dir will!“ Meint Briny und rüttelt mich. „Na und, ich will’s auch gar nicht erraten...“ „Dann hohl ich die beiden jetzt her...“ Die beiden? Na schön, ich mach ja schon, man, man, man.. „Okay, ich steh schon auf.“ Murre ich und richte mich auf. „Schnell zieh dir was über!“ Hetzt Briny mich. Echt, dass die mal wieder nichts besseres zu tun hat als mich aus dem Bett zuholen und mich dazu zwingt mit irgendwem, der an der Tür ist, zu reden. Ich ziehe mir schnell eine bequeme Sly Pants mit Camouflage an – geht so in Richtung Baggypants halt nur für Girls und nicht so in dem Kniekehlen hängend – und dazu ein schlichtes schwarzes Top. „Warte, du kannst so nicht zu denen, deine Haare.....“ Murmelt Briny. Was ist denn nun schon wieder? Ich bin gerade erst aufgestanden, da kann sie nicht erwarten, dass ich Topp gestylt bin. „Jaja...“ Ich nehme mir eine Haarklammer und stecke sie mir hoch. „So, schon besser, jetzt komm!“ Sie zerrt mich am Arm mit ins Wohnzimmer. „Ich hab sie schomal reingelassen...“ Erklärt Levy, die auf dem Sessel sitz und sich bis eben mit den zwei Typen, die ja unbedingt mit mir reden wollen, unterhalten hat. „So, was ist?!“ Knurre ich. Die beiden drehen sich um. Oh nein, nein, nein, nein! Das kann jetzt ja wohl nicht wahr sein. „Ihr?!“ sage ich außer mir. Da stehen doch tatsächlich Latino und Mongo vor mir und glotzen mich fröhlich an. Das Schlimme ist, der Latino hat ne Pants an die in MEINE Stylingrichtung geht: Baggypants mit Camouflagemuster. „Was wollt ihr denn?!“ „Wir wollten uns nur noch mal wegen gestern entschuldigen! Ich möchte es mir schließlich nicht gleich mit Ashleys Freundin versaut haben. Also, tut mir leid, dass wir dir gestern nicht geglaubt haben...“ Dieser Erik – oder Latino – hält mir seine Hand entgegen. Ich sehe ihn misstrauisch an. Pah, der kann mir echt gestohlen bleiben, das macht er nur, um bei Ash wieder gut dazustehen. Vielleicht hat Ashley ihn auch dazu gezwungen, sich bei mir zu entschuldigen...... aber, nein, das würde er nicht tun. Levy und Briny werfen mir erwartungsvolle Blicke zu, Mensch, es das meine Sache, okay?! Na gut... schön, aber dann sollen die Typen nicht glauben, dass damit wieder alles Friede Freude Eierkuchen ist! Ich gebe Erik missmutig meine rechte Hand. Okay, jetzt lass wieder los, ja?! Nachdem wir mit unserem „freundschaftlichen“ Händedruck fertig sind, reibt dieser sogenannte Erik sich erst mal seine rechte Hand. „Du hast ja nen ganz schön festen Druck.“ Murmelt er, während er das tut. „Ja, oder du bist zu schwach!“ Ha, das war jetzt wieder ein gemeiner Kommentar, man, ich kann’s einfach nicht lassen so ein bisschen zu sticheln. „Und was ist mit dir Trevor, los entschuldige dich!“ Befehlt Erik dem Mongo äh... Trevor. „Tut mir leid wegen gestern.“ Ich nicke ihm zu, so nach dem Motto ‚ist ja gut!’. „Nun könnt ihr ja wieder verschwinden, oder?“ „Funky!“ Zischt mich Briny an und piekst mir in die Hüfte. Ey, ich hab kein Bock auf die! Ich rolle genervt mit meinen Augen. „Was denn noch?!“ „Ashley hat uns was für dich mitgegeben...“ Meint Trevor und schiebt mir einen Zettel zu. „Ah, und warum sagt oder gibt er es mir nicht selber?“ Eben, warum auch nicht? Schon komisch. „Kennst du diese Einzelautogrammstunden? Da muss Ashley heute hin, ich war letzte Woche dran. Das ist son ne Aktion von TRL.“ „Achso, na danke...“ sage ich und nehme den Zettel entgegen. „Los, guck rein!“ Hetzt mich Levy. Ich stöhne und öffne ihn. Warum müssen die auch immer so neugierig sein?! Also, da steht: 

For my Angel Hanna:

 

It says… I was sitting in a Autograph hour, there she was, as plain as I could see

I couldn’t belive my eyes, she wasn’t smiling back at me,

I knew that was my chance, my only shot and damn she looks hot

And I could get ap the nerv to speak up to her

I know she’s the one for me

Gotta girl that’s in my dreams

How would I ever know if I’d never talk to her

 

I’ve been looking for an Angel

Yeah ee yeah ee yeah

I hope I see her every day

Yeah ee yeah ee yeah

She might be a total stranger

And maybe she was standing right there in front of me

I was lucky and not to blind to see

Yeah ee yeah, yeah ee yeah

Looking for an Angel

Yeah ee yeah, yeah ee yeah

 

So I finally had enough to choke enough

So I went back to talk but…

I had finished that experienced day, as I was walkin out she was sitting there

And I said hi, her was cold so I gave my jacket, where was a number on a paper

In one pocket

So she called me later

 

I have found my pretty angel

Yeah ee yeah ee yeah

I hope I’ll see her every day

Yeah ee yeah ee yeah

She might be a total stranger

And maybe she was standig right there in front of me

And I wasn’t to blind to see

 

Ich liebe dich, Süße!

 

Dein Superman Ashley

 

Ich muss kichern. Wie kommt der bloß schon wieder auf so was süßes?! „Was, was ist denn so lustig?!“ Fragt mich Briny. Man, kann man denn nicht einmal einen schönen Augenblick für sich haben?! „Ich bin sein Angel!“ Rufe ich glücklich, sodass Briny und Levy schon richtig neugierig auf das werden, was da steht. Trevor und Erik versuchen auch schon einen Blick auf den Zettel zu erhaschen, aber sie schaffen es nicht, ha! „Hmmm...“ Summe ich vor mich hin, da ich versuche eine passende Melodie zu dem Text zu finden. „Kann jemand von echt Schwup... äh Typen singen?“ Frage ich in die Runde. Natürlich, die sind ja in ner Boygrpup. Nun werden wir mal ihr Gesangstalent testen. „Ja, ich!“ Sagen Erik und Trevor, wie aus einem Munde. „Okay, ähm, hat Ash euch vielleicht mal irgendwas von nem Song, der Angel heißt erzählt?“ „Hm.... nein, ich glaube nicht.“ Murmelt Trevor und zuckt mit den Schultern. „Na toll, dann bringt mir euer Gesangstalent auch nichts...“ Plötzlich klingelt das Telefon. „Das ist bestimmt Dan!“ Kreischt Briny und rennt wie ne Bekloppte zum Telefon. Warum sollte sie denn Dan anrufen? Hat der nichts besseres zu tun? Nicht so gemeint Briny, *gg*. „Was denn, Dan ruft sie an?“ Flüstert Erik mir irritiert zu. Ich zucke nichtswissend mit den Schultern. Dann stecke ich den Zettel von Ash in meine Hosentasche und lasse mich aufs Sofa plumpsen. Erik pflanzt sich neben mich. Kann der seinen fetten Arsch auch wo anders absetzen?! „Seit wann setzt man sich bei fremden Leuten einfach aufs Sofa?“ „Och...“ Nun setzt sich Trevor auch noch auf den anderen Sessel neben Levy. Sonst geht’s noch, oder wie?! „Ja, eigentlich ja nicht, aber du bist ja nicht fremd.“ Ich sehe ihn mit einem wütenden Blick an und Trinke einen Schluck Wasser aus Levys Glas. Jetzt verfolgen alle gespannt Brinys Telefongespräch. „Ja, also sicherlich... und die anderen haben nichts dagegen?... Okay, danke noch mal...... Ja, bis dann, bye!“ Sie legt auf. Ich werfe ihr einen gespannten Blick zu. Na? Hat sie jetzt ein Date mit Dan oder warum strahlt sie so? „Haha, ihr glaubt es nicht......!“ „Müssen wir ja wohl...“ Unterbreche ich sie. Sie sieht mich mit gespieltem Lächeln an. Ey, nicht gleich beleidigt sein, *grml*. Okay, ist sie nicht, sie findet es nur immer äußerst gemein von mir, wenn ich sie bei „wichtigen“ Dingen unterbreche. „Also, Dan hat mich in euer Haus eingeladen und ich darf mir alles angucken!“ Grinst sie. In dieses Haus? Die will tatsächlich in dieses Chaos rein? Okay, bitte... Trevor und Erik gucken sich panisch an. „Öh...“ „Oh ich finde das ja so cool von euch!“ Schon ist Briny den beiden um den Hals gefallen. „Wann gehst du denn dahin?“ Frage ich mal so rein aus Interesse. „Gleich! Da Dan ja heut Morgen frei hat kann er mir alles zeigen...“ „dann vergess aber nicht, dir ein paar DUFTENDE Hemden von Dan mit zunehmen.“ Lache ich. Dafür ernte ich denn auch gleich wieder einen ‚Pah’- Blick von Briny. „Okay, dann lasst uns mal los!“ Quiekt sie begeistert und winkt die beiden Stachelschweine zu sich. Naja eigentlich Stachelschwein und öhm... Knuddelbärchi. Nur so: Ich steh nicht auf den Latino und Knuddelbärchi ist mir nur so spontan eingefallen, von mir aus könnte ich ihn auch ‚fetter, alter Bär’ nennen oder so was.

 

Nachdem Briny mit den Beiden Boygroupern verschwunden ist, sind Levy und ich dann logischer Weise alleine. Wir machen es uns vor dem Fernseher bequem und Frühstücken. „Musst du nicht arbeiten?“ „Nee, geht noch nicht, mein Chef hat doch noch Urlaub, deshalb ist der Laden nicht auf. Und dieser andere Trottel peilt das eh nicht, wenn ich mal fehle.“ Antworte ich. Levy guckt mich unverständlich an. „Das ist aber unfair.“ Hä, was hat die denn? „Du wirst schließlich dafür bezahlt!“ Sagt sie streng. „Wofür werd’ ich schon bezahlt, dafür dass ich den halben Tag in ner Imbissbude verbringen darf und dann auch noch überstunden leisten darf?!“ Schnauze ich. Ist ja auch so. Und wenn Ash das erfährt, dann denkt der doch sonst was von mir. „Ja, genau, und nun geh schon.“ Ich stehe auf, werfe mir eine Jacke über, ziehe mir schell meine Turnschuhe an und bin mit einem Türknallen aus den Haus. Dann geh ich eben arbeiten! Ist ja nicht zum Aushalten hier, wenn man immer vorgesetzt bekommt, dann man sich lieber hätte nen ordentlichen job suchen sollen und dann noch nicht mal bei seinem scheiß Job regelmäßig erscheint! Ich hasse es! Wirklich! Ich bin eben für nichts besseres da, kein bisschen mehr wert! Na und!? Ich laufe die Nebenstraße zum Imbiss lang. Echt, das ist was für ungebildete Vollidioten! Man muss sich nur mal meinen Chef ansehen, der ist so stroh doof, der könnte Messer und Gabel nicht unterscheiden, wenn es den Kunden nicht irgendwann mal aufgefallen wär, dass er ihnen Messer statt Gabeln gegeben hat. Okay, das war jetzt übertrieben, aber so ähnlich geht es hier schon zu. Und man wird bei jeder Kleinigkeit angeschnauzt.

„Ah, Franziska! Na endlich, los, mach dich an die Arbeit! Da hinten wartet dreckiges Geschirr auf dich!“ Motz mein Vorgesetzter, als ich die Bude betrete. „Jaja, schon gut Fettsack.“ Murmele ich und verschwinde in der Küche. Tellerwaschen, wie fein. „Und danach hilfst du Stefanie bei den Pommes, und wenn du dann fertig bist hilfst du mir beim Verkaufen!“ Schreit er mir nach. Okay, dann darf ich also auch noch nach Bratfett stinken?! Na gut, wunderbar. Wer ist denn nun schon wieder Stefanie?! Schon wieder ne neue, okay, auch gut, denn muss ich wenigstens nicht mehr alles alleine machen. Ich sehe mich um und erblicke ein dunkelhaariges Mädel, das gerade dabei ist ein paar Pommes zu frittieren und sich gleichzeitig um Bratwürste kümmern muss. Ich schätze sie etwas jünger als mich, vielleicht 16 oder 17. „Hi! Ich bin Franziska, seit wann arbeitest du denn hier?“ Sage ich, während ich mir eine Schürze umbinde und mich ans Waschbecken stelle. Noch nicht mal ne Geschirrspülmaschine gibt es hier. Saftladen! „Seit gestern...“ Sagt sie und wendet sich wieder ihrer Arbeit zu. Na, entweder ist sie schüchtern oder nicht sehr gesprächig. Da hat man mal ne halbwegs normale Person hier und dann redet sie nichts mit einem. Oder ich bin ihr unsympathisch, kann auch sein. Nachdem ich mit den Abwaschen fertig bin, helfe ich ihr und erkläre wie sie was zu handhaben hat. Die ist echt nicht sehr gesprächig. „Sag mal, redest du nicht viel, oder magst du mich nicht?“ Stichele ich etwas. Na, was kommt jetzt? „Doch, ich mag dich schon, aber der Typ da hat gesagt, wenn er uns zu viel reden hört, dann geht er davon aus, dass wir nicht arbeiten und mein Gehalt wird gekürzt.“ Aha, so ist das also. „Ach, der übertreibt immer maßlos, außerdem kann er uns bei dem Lärm gar nicht reden hören.“ Grinse ich. „Echt? Na dann ist ja gut.“ Grinst sie erleichtert zurück. Die kommt mir echt sympathisch vor. Nach einer Weile kommt Manny – mein Stellvertretender Chef – in die Küche und schnauzt mich erst mal, an „So, jetzt ab nach vorne! Die Kunden warten!!!“ Er schubst mich durch die Tür an den Tresen. Uff, alles voll. Mich wundert’s, dass hier überhaupt jemand was kauft. Na ja, Amis eben, die leben ja von dem Fraß. „Okay, was darf’s denn sein?“ Frage ich einigermaßen nett klingend einen dicken, älteren Typ. Bäh, der stinkt nach Alkohol, Igitt! „Zwei mal Pommes mit Ketchup, drei Burger...“

 

Endlich hab ich mal eine kurze Verschnaufpause, na ja Pause ist gut, Manny weiß gar nichts davon. Es kommt gerade mal kein Ansturm von verfressenen Leuten – das heißt nicht, dass alle, die hier kaufen verfressen sind – und ich schnappe etwas nach frischer Luft. Puh, ich muffele total nach Frittierfett. Und für so was gibt es nicht mal ein ordentliches Gehalt. Ich blicke ein bisschen die Straße vor mir entlang. Mal nach Links mal nach Rechts. Aaahhh, was ist denn das?! Ich kriege gleich nen Anfall. Was um Himmels Willen wollen die drei denn hier? Shit, wenn die mich sehen. Okay, ganz ruhig... einatmen, ausatmen. Aaaaahhhh, ich krieg schon voll die Panik Attacken. Mein Gott, das gibt es doch nicht, was wollen Briny, Dan und öhm... Erik (?) hier? Nee, Briny, musst du gerade die Abkürzung nehmen? Ich mache mich etwas kleiner und blicke unauffällig nach unten. Na ja, in dieser Pommesbude geht das wohl nicht so richtig. Ich glaube ich verzieh mich nach hinten. Ich will gerade durch die „Tür“ zur „Küche“ gehen, da stoße ich mit meinem Chef zusammen. „Franziska, los, stell dich sofort, aber auch sofort da vorne wieder hin!!! Hier gibt’s keine Pausen, das gibt weniger Gehalt. Los, mach zu!!!“ Ja, danke, schrei es noch lauter durch die Gegend, damit auch ja alle wissen, dass ICH hier gemeint bin. Toll, Briny und die wären fast vorbei gewesen, und nun? Manny, schubst mich nach vorne, sodass ich unweigerlich in Eriks Richtung starre. Scheiße... mehr fällt mir jetzt nicht ein. Nein, los lauf weiter du Volltrottel! Och nöö, nein, geh! Jetzt bleibt der stehen und sieht mich an. Der steht ca. 10 Meter entfernt von mir. Nun hält er Briny fest und zeigt auf mich. Dann labert er sie mit irgendwas voll und sie nickt. Was macht die?! WAS?! Hey, mir ist das schon peinlich genug, dass ich so weit unten bin und hier arbeiten muss und ich hab keinen Bock, das Ashley davon irgendwas mitbekommt. Und diese Arschgeige von Latino wird ihm das garantiert erzählen... oder? Man, wie blöd ist der?! Nun kommen sie näher, ich klatsche mir verzweifelt mir der Hand gegen die Stirn. Ich blicke nervös auf meine Uhr: noch 2 Minuten, man Typ, lauf langsamer, ich will abhauen. Ach scheiß auf die zwei Minuten, ich hau jetzt ab. Voller Panik, reiß ich mit die Schürze runter und laufe hinten aus der Bude. Oh Gott, peinlicher geht’s nicht. Ach Mist! Und nur, weil dieser Pupentänzer hier aufkreuzen musste. Klar, jetzt denken die ich bin ne primitive, dumme Kuh, die nichts mit sich anzufangen weiß und zu blöd ist, sich nen ordentlichen Job zusuchen. Okay, das war übertrieben, aber so ähnlich. Und ich hasse es absolut, wenn Leute ein Falsches Bild von mir haben. Besonders DER da, dieser Erik!

Ich jogge die Straße entlang, bin etwas 20 Meter vor den anderen am Straßenrand im Dunklen – es ist Abends, 19:00 Uhr. Normalerweise arbeite ich nicht so lange, aber musste ja mal wieder Überstunden machen, weil ich letztens nicht da war. „Funky?! Hey, wart mal!“ Ruft mir der Latino oder sonst wer nach. Nein, auf gar keinen Fall. Ich lass mich nicht von dir verarschen. Und schon bin ich in einer kleinen Seitenstraße in diesem „Gossenviertel“ verschwunden. Puh, knapp. Was hab ich mir dadurch jetzt erspart? Die Verpeinlichung vorm Latino und dass er’s Ash weitererzählt und dass er mich wenigstens heute nicht mehr in die Pfanne hauen kann – so blöd wie sich das jetzt anhören mag, aber der wartet doch nur darauf, ich vertrau dem sowieso nicht, ich vertraue niemandem ohne ihn richtig zu kennen. Okay Ash, aber das war was anderes. Auf jeden Fall kommt mir der Erik- Sack suspekt vor. 

Nach ein paar Minuten komme ich keuchend zu Hause an. Man, bin ich schnell gerannt um vor denen hier zu sein. Wären die nämlich schon hier, dann...

Ich öffne die Tür und trampele herein. Was für ein Chaos, ja das kommt davon, wenn man Levy mal für ein paar Stunden alleine lässt. Ich kämpfe mich durch die Unordnung hin zum Küchentisch. Dann blicke ich um die Ecke zum Sofa. Nee, ne?! Die verarschen mich, oder?! Hey, das ist ja wohl *hähähähsäsä*. Ich glaub’s nicht: Da sitzen Ash, Latino, Dan, Briny und Levy und unterhalten sich. Ich höre gerade, wie mein Name fällt. Was?! Was ist denn nun schon wieder mit mir?! Lästern die über meinen ach so tollen Job, oder was haben die fürn Problem?! „Ach komm Erik, du verarscht mich doch. In ner Pommesbude?!“ Fragt Ash irritiert. Ja, los du Penner, sags ihm! Danke, danke auch, Erik! Ich schmeiße meine Jacke auf den Boden und will mich gerade hinter ihnen vorbei zum Bad schleichen, da erblickt mich Ash. „Hey Honey, na endlich!“ Ruft er und kommt auf mich zu. Die anderen drehen sich auch zu mir um, ich werfe Erik einen Todesblick zu. Die anderen sehe ich nur enttäuscht an. Ja, hinter meinem Rücke über mich herziehen, das hab ich gern. Ash will mich gerade Küssen, doch ich geben ihm nur einen kleinen Schmatzer und wende mich dann schnell von ihm ab und flüchte ins Bad. Der riecht doch, das ich da wirklich arbeite, oder? Na schön, wenn er mich liebt, dann ist es ihm egal, trotzdem finde ich es peinlich. Was will der Latino eigentlich hier? Hat der nicht genug zu tun? Ash ha mir erzählt, dass er heute nen freien Abend hat und Dan ist glaube ich wegen Briny hier. Bestimmt hat sie ihn dazu erst mal drei Stunden überredet, dass er überhaupt herkommt. Ich meine der hat ne Freundin, will er da seine Zeit nicht lieber mit der verbringen? Nichts gegen dich Briny, aber ein bisschen realistisch sollte man schon sein. Moment, wir sind doch in der Realität, was denke ich denn da für einen Stuss. Kann ja sein, dass er wieder Single ist. Ja Briny, du nutz das wieder rücksichtslos aus. Das lob ich mir! Ist nämlich ne Angewohnheit von mir. Hach, meine gute Erziehung mal wieder, jaja... Also, ähm, ich sollte mich mal Duschfertig machen. Ich ziehe mich aus und hüpfe dann schnell unter die Dusche. So, jetzt muss ich erst mal diese Gestank wieder loswerden! Nach 10 Minuten – ich will ja nicht, dass wir ne zu hohe Wasserrechnung kriegen – trockne ich mich ab, sprühe mich mit Deo ein, Creme mich ein und schlüpfe dann in meinen Bademanten. Oh meine Haare... hm, ich glaube ich stecke die mal schnell hoch. Gesagt, getan: Schon hab ich mir meine Haare provisorisch mit einer Klammer hochgesteckt. So, und nun könnt ihr mich von mir aus verarschen, voll labern und so weiter, nur immer so, ich weiß mich zu verteidigen! Ich komme aus dem Bad und stolpere gleich gegen Ash. „Boah, du Spanner!“ Grinse ich und knuffe ihm in die Seite, dann geben wir uns erst mal einen schönen lange Kuss. Mmm. Das tut gut, nach nem langen Arbeitstag und dann noch eben diesem Sprint nach Hause – der mir jetzt eigentlich gar nichts gebracht hat – ist das richtig schön. Klar, das ist es immer mit Ash! „Hab dich schon total vermisst“ Flüster ich ihm zu. „Ich dich auch“ Grinst er und gibt mir noch einen Kuss. Ja, mehr! Dann setzen wir uns aufs Sofa. Argh, ich muss zwischen Latino und - zum Glück -  meinem Superman sitzen. Mensch Typ, mach dich nicht so fett, klar!? „Musstet ihr den mitschleppen?!“ Stichel ich und werfe Erik einen fiesen Blick zu, „Hanna!“ Faucht mich Briny an. „Was?!“ Gifte ich zurück. Ich mag den eben nicht, klar?! „Na ja, sonst hätte er uns zu Hause den ganzen Kühlschrank leer gefuttert...“ lacht Ash. Ja, gut so, mach ihn fertig! Ach, was denk ich denn da, das ist doch eh nur Spaß, die sind ja so was wie „Brüder“, Hilfe, gefühlsduseliger ging’s auch net, was? „Ach, Ash?!“ Sage ich mit einem Hintergedanken. “Hm?“ – „Das!“ Ich krame den Zettel mit dem Text hervor und halte ihm ihn vor die Nase. Er smilet und küsst mich dann. „Sing mal, büdde!“ „Natürlich, für dich tu ich alles!“ Der übertreibt wieder maßlos. Er nimmt mich hoch – hihi, schon wieder so, wie am Strand, wie bei ner Hochzeit, wenn der Bräutigam seine Braut halt trägt – und trägt mich von den anderen weg in mein Zimmer. Hab ich schon gesagt, dass mein Zimmer einen Balkon hat?! Nein, okay, dann hab ich’s jetzt getan. Als wir hinein kommen, verschlägt es mir doch glatt die Sprache: erst mal kann ich in der Dunkelheit noch genau das gleiche Chaos wie immer erkennen. Doch auf dem Balkon sieht es ganz anders aus. Da stehen total viele Kerzen, Rosen, und eine Gitarre. „Oh, Ash...“ Quieke ich vor mich hin und küsse ihn vor Freude. Er setzt mich ab, und führt mich auf den Balkon. Oh man, Ashley ist der cuteste Kerl, den ich jemands getroffen hab. Mein Superman eben. Vielleicht sollte ich ihn zur Abwechselung auch mal mit was überraschen...

„So my Angel, machst dir gemütlich.“ Haucht er mir zu. Ich setze mich auf den Boden, der voll mit Rosenblättern und Kissen ist. Oh ja, schön gemütlich. Ich kichere ihn an, denn nun nimmt er die Gitarre zur Hand. Ohje, ich heul gleich, das ist ja so süß! Was hab ich da gerade gedacht? Man, ich bin ja wie Briny, Ach egal, ich bin wie Briny und deshalb heul ich auch gleich. Ash spielt ein paar Takte, dann fängt er an, eine Melodie zu summen. Dann beginnt er zu singen. Ah, mir schießen Tränen in die Augen, ich höre ganz Ohr zu.

„It says… I was sitting in a Autograph hour, there she was, as plain as I could see, I couldn’t belive my eyes, she wasn’t smiling back at me, I knew that was my chance, my only shot and damn she looks hot, And I could get ap the nerv to speak up to her, I know she’s the one for me, Gotta girl that’s in my dreams, How would I ever know if I’d never talk to her… I’ve been looking for an Angel, Yeah ee yeah ee yeah, I hope I see her every day, Yeah ee yeah ee yeah, She might be a total stranger, And maybe she was standing right there in front of me, I was, lucky and not to blind to see, Yeah ee yeah, yeah ee yeah, Looking for an Angel, Yeah ee yeah, yeah ee yeah, So I finally had enough to choke enough, So I went back to talk but… I had finished that experienced day, as I was

walkin out she was sitting there, And I said hi, her was cold so I gave my jacket, where was a number on a paper, In one pocket, So she called me later… I have found my pretty angel, Yeah ee yeah ee yeah, I hope I’ll see her every day, Yeah ee yeah ee yeah, She might be a total stranger, And maybe she was standig right there in front of me, And I wasn’t to blind to see…” Ohje, jetzt spüre ich heiße Tränen auf meinen Wangen. Jetzt nimmt Ash meine Hände und sieht mir mit seinen Ozeanblauen Augen in meine. Oh Gott, ich krieg noch mal zu viel, diese Augen... öhö... da werde ich ganz high von. Okay, untertrieben, *Hechel*. „Hanna, du bist das beste, was mir jemals passiert ist... und ich liebe dich einfach über alles und jeden...“ Wispert Ash. „Ich liebe dich auch, du bist alles für mich...“ Flüster ich zurück. Dann küssen wir uns. Ich hätte nie gedacht, wirklich NIE, das ich einen Menschen so lieben werde. Aber man sieht ja, dass ich es doch tue. Und es ist der allerbeste Boyfriend der ganzen Welt: Ashley Ward Parker Angel, 21 und geboren in Redding. Ha, da bin ich mal wieder richtig stolz auf mich, das hat mir nicht Briny erzählt, sondern Ashley selbst, und ich konnte es mir sogar merken. Nach einer Weile lassen unsere Lippen von einander ab und wir lächeln uns an. Ich beginne mit seinen komischen Militärmarken zu spielen. „Cape Diem?“ Frage ich leise vor mich hin, da ich gerade die kleinen eingravierten Buchstaben im Kerzenschein erkennen kann. „Nutze den Tag...“ murmele ich. Ha, ich weiß, dass das Nutze den Tag heißt, hab ja schließlich in der Schule aufgepasst. „Stimmt.“ Ich sehe ihm wieder in seine geilen Augen, die sind so tief... oh mein Gott. Meine Augen sind einfach nur blau/grün und ziemlich langweilig und nicht tief. Da liegen keine Geheimnisse drinne, oder Gefühle oder son Kram. „Ash?“ „Hm...“ Sagt er, während er mit meinem Haar spielt. „Hat Erik irgendwas gegen mich?“ Das war jetzt son Geistesblitz. Ich will das halt wissen. Wenn ich den Latino selber danach frage, dann lacht der Sack sich immer einen und gibt mir keine Antwort. Blöd eben. Von dem ist auch nichts anderes zu erwarten. „Ich weiß es nicht... warum?“ Ich hab jetzt gewusst das diese Antwort bzw. Frage kommt. „Weil der Typ schon die ganze Zeit so unfair zu mir ist...“ Nicht das mir das was ausmachen würde, schließlich mobb ich das Arsch ja zurück. Nur, ich kann es nicht ab, wenn man es so dermaßen darauf absieht, mich mit irgendwelchen Dingen in die Pfanne zu hauen, aber so einfach ist das bei mir nicht, ich lass mir ja nicht jeden Dreck gefallen. Wo sind wir denn! „Wie unfair?“ Nun sieht mich Ash fragend und verwirrt an. „Ach, egal...“ Wimmele ich ab und wende mich wieder seinen Dogtags, oder wie die Teile heißen, zu. „Nein, nicht egal, wenn dich was belastet, dann sag es...“ Er küsst mich sanft. Ich sehe ihn wieder an und schüttele dann nur mit dem Kopf. „Nein, es ist nichts... alles bestens.“ Haha, ich sollte mir mal das Lügen abgewöhnen! Ich hasse, HASSE diesen Erik! Eigentlich hab ich nicht wirklich einen Grund dazu, aber er ist einfach zu blöd um die geringsten,  selbstverständlichsten Dinge zu kapieren. Dann muss der Sack auch immer noch den Obermacker spielen und versucht MICH – ja, mich, genau – ohne jeglichen Grund dazu vor allen bloß zu stellen und fertig zu machen. So ein *grrrrrrrrrrrr*! Okay, ich sollte mich über den nicht aufregen, nein, nein!

 

Inzwischen liege ich dich an Ash gekuschelt und wir betrachten den Sternenhimmel. „Guck mal da oben ist Funky Funkel!“ Lacht er. „Hä? Funky Funkel? Geht’s noch?!“ Jetzt lacht er noch lauter. Funky Funkel, meint der mich? Der Name hört sich an, wie aus son nem Kinderbuch. „Achsooo, hey, du Spinner...“ Ich wuschele ihm zur Strafe durch seine schön gestylten Haare. „Und da ist Ashley A... a.... Ashley ach mir fällt nichts ein!“ Grübele ich und zeige auf einen Stern, der genau neben meinem ist. „Und was ist, wenn das Mars und Venus oder irgendwas ist, nachher haben die schon n Namen und finden es gar nicht gut, dass wir sie so nennen, hu? Wer will denn schon Funky Funkel heißen...“ kichere ich in mich hinein. Ash prustet los. Haha, jetzt verarscht er mich. Dann nenn mich eben anders, du du... grrrrr. „Okay....... Hanna. Ich nenn den Stern jetzt Hanna, okay?“ Entschuldigt er sich. Ich nicke und setze gespielt eine grimmige Miene auf. Dann küsse ich ihn. Er küsst natürlich zurück, und so geht es immer weiter, bis wir schließlich in meinem schönen warmen Bett liegen und ich ihm sein Shirt über den Kopf ziehe. Oh man, dieser Body, *lechts*, schon allein diese Bauchmuskeln, oder die Oberarme, aahh *anfass*. Dann zieht er mir mein Top aus und schmeißt es auf den Boden, ja los, mach weiter! Jetzt sitze ich in Unterwäsche auf ihm und und wir küssen uns wild, oh mein Gott. Jeder Kuss brennt auf meiner Haut wie Feuer. Hot! Er öffnet meinen BH und den Rest kann man sich ja denken, *piiiiieeeeeppp* (schließlich könnten Kinder anwesend sein, *gg*).

 

 

„Ashley?! Ash!!!“ Ruft es in der Ferne irgendwo. Man, wer schreit denn da so?! Ich öffne langsam meine Augen und bevor ich das getan habe rieche ich schon Ashley Parfüm, und nun habe ich sie offen: Er liegt neben mir und grinst mich an. Ich grinse vergnügt zurück. Also, den Typen kann echt keiner mehr übertreffen, *immer noch ganz kribbelig von gestern Nacht sei*. „Du wirst gerufen...“ Flüstere ich ihm zu und umkreise mit meinem Zeigefinger seine Brustwarzen. „Hm....“ Gähnt er und küsst mein Haar. Plötzlich geht die Tür auf. „Hey, Ash, na endlich! Man, wir sind viel zu Spät!!! Mike steht vor der Tür..... oder vielmehr in der Tür!“ Stottert Erik panisch, seh ich da richtig ERIK (???). Ich lieg ihr total nackt im Bett herum und diese Halbelefanten- Pupe kommt hier einfach so reingetrampelt! Als er uns beide sieht – und vor allem mich – sieht er beschämt zu Boden. Das nutze ich schnell aus, und ziehe mir die Decke bis zum Hals hoch. „WAS?!“ Mault Ash, auch er scheint gleich panisch zu werden. Also, so wie’s aussieht ist mit diesem Mike ja nicht zu Spaßen. „Oh nein, das hab ich total vergessen! Erik, komm, laber ihn erst mal so lange voll, ich komm gleich, okay?! Sag irgendwas, von wegen, ich hätte Halsschmerzen und wäre deswegen ein bisschen krank, was weiß ich. Halt ihn hin!!“ Ich krieg gleich n Lachkrampf. Sieht ja wohl ur geil aus, was Ash hier veranstaltet. Yeah, cool bleiben! „Okay, Honey…” Grummelt Ash vor sich hin und sucht seine Sachen auf dem Boden zusammen. “Da” Ich helfe ihm und werfe ihm sein Shirt rüber. „Danke, meine Heldin!“ Wie kann der schon so früh am Morgen so gute Laune haben?! Ich glaub das frag ich mich jeden Morgen, kann das sein? Na ja, Ash, der Sunnyboy! Klar, wenn man bei ner Boygroup ist muss man immer gute Laune haben. Ich springe auch schnell aus dem Bett und ziehe mir ein paar Klamotten an – ich achte gar nicht so drauf, was es ist, Hauptsache ich hab was an, oder wenigstens ein bisschen mehr an als vorhin. Nun ist dabei rausgekommen, dass ich in nem kurzen Jeansrock und nem Roten Top da stehe. Seit wann liegt dieser Rock hier rum?! Ich zieh doch so was nicht an... Levy! Ja, genau Levy hat so einen. Merkt man, ich pass da nämlich nicht ganz rein, bin zu fett..... uff. Die ist bestimmt 5cm dünner als ich an der Taille. „Fertig?“ Frage ich Ash. Ehe ich eine Antwort bekommen habe, schubse ich ihn aus der Tür, dort steht auch schon ein fetter – höhö, fetter als ich – Sack mit schwarzen oder viel mehr grauen Haaren und sieht ziemlich grimmig aus. „Ist dir klar, dass wir wegen die 2 Termine verpasst haben?!!!!!!!!!!“ Brüllt er Ashley ins Gesicht. Was ist denn das für einer?! Man ey, so ein Tyrann! Echt, es ist gerade mal 8:00 Uhr und der macht so einen Aufstand. „Sorry, ihr hättet ja ohne mich hingehen können!“ Oh oh, nicht so frech werden Ash, sonst langt der dir gleich eine. „Du spinnst wohl! Wenn du das nächste mal nicht pünktlich bist, dann...“ Er bricht ab und schielt um Ashley herum. Dort stehe ich etwas kleinlaut im Hintergrund. „Wer ist das?!“ Pöbelt der Sack. „Und was machst du eigentlich hier?! In dieser..... Baracke...“ WIE BITTE???? Baracke?! Das hab ich jetzt überhört, Arschloch! Unsere Wohnung ist sehr schön gemütlich und gut, stylisch eingerichtet! „Das ist...“ Na, los sags ihm! Nun verleugne mich bloß nicht, sonst... „Meine Freundin Hanna...“ Uff, ich war schon mal wieder am viel zu viel Panik machen. Als wenn Ashley so unfair wäre und, ach was. Ich komme neben Ash hervor und nun mustert mich dieser Mike Dingsbums erst mal ausführlich. Geht’s noch? Ich weiß, dass ich scheiße aussehe! „Ahja, Freundin... wird ja immer schöner, weißt du noch wie das früher mit Shelli war?!“ Hä? Wer ist denn nun schon wieder Shelli? „Ja, weiß ich, und?!“ Mike sieht ziemlich aufgebracht aus und scheint gleich vor Wut zu platzen. „Na schön, jetzt aber los! LOS!“ Er schubst Ash aus der Haustür. Davor zieht mich Ash noch schnell hinter sich her. Oh, ich darf mitkommen? Zu seinen zehntausend Fotoshootings?

Ohne ein Wort zusagen, drängelt uns dieser Mike in einen schwarzen Van - nicht ein bisschen auffällig?! Als wir drinnen sitzen wird mir ziemlich mulmig. Denn da sitz neben mit der Latino und dann noch die anderen Typen von..... O-Town. Die sehen nicht gerade so aus, als ob sie sich freuen würden uns zu sehen. Man Leutz! Na und, die paar Minuten... „Na endlich! Sag mal Ash, hast du sie noch alle?!“ Motz einer der anderen vier, der mit den Dreadlocks. Ash nimmt meine Hand. „Ja, hab ich!“ Ohje, ist ja geil, ich pruste gleich los. Pah, mein Ashie hat eben die besseren Sprüche du Dreadlock- Sack! Olla (mein Wort!), ich versuche mich schon wieder in einen Streit einzumischen. Na ja, gedanklich. „Man, wegen DIR und ERIK haben wir zwei, ja ZWEI Termine verpasst!!“ Ach, Erik auch? Hä, nun peil ich gar nix mehr, was hat n der angestellt, dass er nicht da war?! Also, ich dachte, der wär gestern Abend mit Dan wieder nach Hause gegangen... „Ja, sorry!!! Aber du bist wohl der Obermacker, oder?!“ Motz Erik. Also, jetzt bricht ein chaotischer Streit aus und alle schreien sich durcheinander an. Man, das ist ja nicht zum Aushalten. Ich räuspere mich ein paar mal. „Hallo?! Die beiden können da nichts für, das ist meine Schuld!!!“ Rufe ich dazwischen. Schlagartig sind alle still und sehen mich perlex an, ich glaub die haben bis eben gar nicht gemerkt, dass ich überhaupt da bin. „Was? Nein ist es nicht...“ Stammelt Ash vor sich hin, doch ich halte ihm den Mund zu, sodass er nicht weiterreden kann. Er wirft mir einen fragenden Blick zu. „Wie deine Schuld?!“ Äußert sich ähm...... mir fällt der Name nicht mehr ein..... Tre, Trevor, ja genau. Mein super Gedächtnis. „Ja, ich wollte unbedingt, das Ashley und Erik bei mir bleiben, weil...“ Oh mist, mir fällt nichts ein... „Weil, sie sonst ganz alleine zu Hause gewesen wäre und da wir ja so nett waren...“ Macht Erik für mich weiter. „Sind wir dann dageblieben, außerdem war ich ziemlich erkältet und bin wohl auf der Couch eingeschlafen...“ Hey, super Ashley, wenn wir so weitermachen, dann überzeugen wir die vielleicht noch. „Ja, und ich wollte dann unbedingt, das Erik mit zeigt wie man dieses eine Spiel auf der Playstation spielt, und als er dann gehen wollte, hab ich die Haustür abgeschlossen, ihr wisst schon, Hardcorefan und so...“ Erik grinst mich von der Seite an. Oh, ich glaube die anderen sind gerade dabei meine Story wirklich zu fressen. „Ihr hättet doch aber auch anrufen können, oder?“ Hackt der Typ mit den Dreadlocks nach. Ashley will gerade was sagen, da komme ich ihm zuvor. „Nein, ich hab die Handy einkassiert. Und den beiden war das zum Teil sowieso schon egal, weil sie so müde waren. Ich meinte dann noch, dass sie ja morgen Früh wieder gehen könnten...“ „Aber wir konnten den Haustürschlüssel nicht finden und aufwecken wollten wir Funky auch nicht...“ Meint Erik dann noch. Die anderen werfen uns schräge Blicke zu. Los, glaubt es schon ihr Trottel! „Wirklich?“ Fragt Dan oder wie der noch mal heißt. Ich nicke ihm aufdringlich zu. Uff! Ich komme mir gerade vor wie in der Grundschule, wenn man Scheiße gebaut hat und nun seinem Lehrer weiß machen will, dass man gar nichts damit zu tun hätte. Schwerer als es sich anhört ist das nicht, man muss nur die richtigen Argumente finden. Wobei, die von eben nicht sehr überzeugend war, aber hey: Wir haben es hier schließlich nicht mit Lehrern zu tun, sondern mit ner Boygroup und wie schlau sind die schon..... okay, Ashley ist die Ausnahme. Der ist nämlich hoch intelligent!

Mit einem Ruck kommt plötzlich das Auto zum Stehen und dieser Mike – ich denke mal, das ist der Manager von denen – zerrt uns aus dem Wagen in eine Große halle. Fotostudio? Was ist das? In den Gängen hier verläuft man sich ja. Fernsehsender? Ich bin jetzt aber mal neugierig. Ashley hält mich immer noch an der Hand, was auch gut so ist, sonst würd ich wohl nur hinterher trödeln und mich zu guter Letzt verlaufen. Mike weißt den Boys den Weg in eine Art „Maske“ Oder „Dressingroom“. Ich will gerade mit rein gehen, da hält mich jemand von hinten fest und mir wird die Tür vor der Nase zugeknallt. Welcher Trottel wagt es?! Der hat gleich einen schönen roten Abdruck von meiner Hand im Gesicht. „Hier können sie nicht rein...“ Ich drehe mich um und sehe einen blondhaarigen Kerl, der mir einen Backstage pass vor die Nase hält. „Sie sind doch die Freundin von Ashley, soweit ich das vorhin mitbekommen habe, oder?“ Ich nicke und nehme den Pass entgegen. „Okay, ich bin Mike Morin.“ Er gibt mir die Hand. Hö, also noch ein Mike? Zwei Mikes? Bin ich verpeilt, oder sieht es echt danach aus. „Freut mich... und wann kann ich wieder zu Ash?“ Nachdem ich ihn das gefragt habe blickt er kurz auf seine Uhr und denkt dann kurz nach. „Ca. in zehn Minuten sind sie in der Maske fertig und dann geben sie einem TV Sender, einigen Jugendmagazinen Interviews und dann machen die mit O-Town noch Fotos für Poster und so was.“ „Ahja...“ „Keine Sorge, sie müssen nicht so lange warten, mit dem Pass dürfen sie sich im Hintergrund aufhalten, wenn sie nicht all zu laut sind.“ Ahja, also sehr nobel...  pah. Von mir aus... Ich nicke ihm zu. „Sie können sich auch schon mal alles angucken, wenn sie hier entlang gehen, dann rechts“ Mike zeigt zu einer Tür, etwas weiter weg von uns. „Okay, Danke...“ Murmele ich und mache mich auf den Weg. Was soll ich denn sonst anderes machen. Als ich den riesigen Raum betrete, fallen mit gleich die vielen Kameras und vor allem Leute auf. Ich staune erst mal in die Runde, dann drängele ich mich ein Stück abseits des Getümmels und lasse mich auf einen Stuhl fallen – wow, es gibt ihr sogar Sitzmöglichkeiten. Ich betrachte alles eine Weile. Da hinten, ziemlich weit weg von meinem Platz, steht ein langer Tisch mit fünf Stühlen, wie bei der Autogrammstunde, also wird da wohl nachher Ashley Platznehmen.

Ich werde von einem Wilden klicken und flackern aus meinen Gedanken gerissen. Ich glaube die Boys haben gerade den Raum betreten, denn nun fotografieren die Fotografen und Presseleute wie wild. Ich fixiere meinen Blick auf Ashley. *lechts*, der hat so einen geilen Arsch... Plötzlich winkt er mir zu und lächelt. Ja, juchu! Ich winke wie blöd zurück und lege ein breites Grinsen auf. Die Kameramänner und so drehen sich in meine Richtung, um zu sehen, wem Ash da zugewunken hat. Hey Leute, lasst den Scheiß, ja?! Sonst hau ich ab. Inzwischen haben die Guys sich vorne an den Tisch gesetzt und werden nun mit Fragen überhäuft, *gähn*.

Ich schlafe gerade ein..... *schnarch*. Ich bin echt fast eingeschlafen! Doch bevor es soweit kommt, reißt mich eine Frage eines Reportes hoch. „Wer von euch ist vergeben?“ *Herzstillstand*. Los, verleugne mich, bitte! BITTE! Okay, für andere ist mein Gedanke schwer nachvollziehbar, aber ich habe absolut keinen Bock, dass die ganze Welt von unserer Beziehung erfährt! Das ist doch wohl noch irgendwo verständlich! Erik ist als erstes dran mit Antworten. „Nein, ich bin Single, leider“. „Ich auch!“ Sagt Trevor. „Dan?!“ Fragt der Reporter. Bla, bla, bla, das interessiert mich gar nicht was mit denen ist. Los du Typ, frag Ash! Und als ob er meine Gedanken lesen könne, ist Ashley der nächste. Oder vielleicht liegt es auch an der Reihenfolge der Sitzplätze, *gg*. „Ich hab ne Freundin!“ Sagt er stolz, während er mich mit seinen geilen blauen Augen ansieht. Das reicht mir, jetzt kann ich ja beruhigt wieder einschlafen! Schön, so kann man doch seine Antwort stehen lassen, *freu*. Wenn der meinen Namen genannt hätte dann... aber das ist denn bestimmt die nächste Frage von diesem Typie. „Und, wer ist die Glückliche?“ Ash denkt einen Moment lang nach. „Hmm... My Angel Hanna!“ Grinst er. Okay…

 

Der Rest des Interviews ist ziemlich langweilig, jetzt sind sie gerade mit den Einzelfotos dran – und ich bin am Halbschlafen. „Hey!“ Ruft jemand äußerst heiter. WER wagt es mich jetzt zu nerven?! Ich blicke hoch und sehe... ääähhhh, was will der denn noch von mir: Der Latino. „Was?!“ Belle ich ihn an. Vielleicht etwas zu heftig, er hat ja immerhin nett ‚Hey’ gesagt, ach was, der hat meine doofe Antwort schon verdient. „Also, danke, wegen vorhin! War echt nett von dir, die Schuld auf dich zu nehmen, sonst wären wir jetzt ganz schön dran...“ „Schön. Nur weil du so was nicht für mich tun würdest, heißt das nicht, das ich so was nicht für andere oder dich tue...“ Murmele ich und sehe ihn spitz an. Dann sehe ich auf den Bode und betrachte diesen wunderbaren schwarzen Fußboden... tolle Beschäftigung Funky... „Ja, kann sein, ich war fies zu dir, und das tut mir auch leid...“ Er kann nicht weiterreden, da ich ihn unterbreche. „Die Story brauchst du mir nicht auftischen. Ich weiß: Du bist der Beste, der Tollste und der Gemeinste, oder?“ Mit den Worten bin ich aufgestanden und auf die andere Seite des Raumes gegangen. Man, der nervt! Kapiert der nicht, das ich ihn nicht ab kann, oder warum legt er es so darauf an, mich mit garantiert verlogenem Mist Vollzuquatschen. Will der das ich ihm vertraue?! Ausgerechnet IHM?! Nee, nee, nicht mit mir. Der ist zwar mit Ash in einer Band, aber das heißt bestimmt nicht, dass wir automatisch Freunde sind. Erik hält mich am Arm fest. „Nun warte mal! Du hast ein total falsches Bild von mir!“ Wie Bitte?! Ich von ihm?! Klar, wohl eher anders herum. „Nein, du hast ein völlig falsches Bild von MIR!!! Und wenn ich dich als nicht die Person sehen sollte, die du bist, dann nur mit Recht!!!“ Ich sehe Erik mit einem viel sagendem Blick an. Ihm hingegen ist die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben, ja sei ruhig mal sprachlos! Man! Ich lasse mich wieder auf einen Stuhl fallen und sehe Ashley zu wie er gerade vor den Fotografen sein schönstes Lächeln auflegt. Der Vollidiot steht immer noch neben mir. Pech, von mir aus, kann er da stehen, bis er schwarz wird! Okay Funky, nicht so fies werden, ja?! Ich reg mich ja schon ab...

„Wann seit ihr endlich fertig?“ Frage ich, da der ja anscheinend nicht mehr weggeht. „Gleich, wenn sie mit Ashley fertig sind, dann können wir los.“ Ich seufze... das kann ja noch dauern. Hey, hat der Latino gerade normal mit mir gesprochen?! Oh Wunder!

 

„Na endlich!“ Rufe ich als Ash auf mich zukommt. Dann küssen wir uns schnell. Mmmm, diese Lippen... Er nimmt mich an der Hand und zerrt mich schnell raus aus diesem Studio. Ich muss gähnen. „Müde?“ Fragt mich Ash, als wir ins Auto steigen. „Nun nicht mehr! Jetzt hab ich ja meinen Superman wieder bei mir!“ Und neben wem darf ich wohl mal wieder im Auto sitzen? Boah, heute hab ich echt Pecht, da sitzt schon wieder der möchte gern Latino neben mir. Also, wenn man nicht mit ihm redet, dann ist eigentlich zu ertragen. „Okay, der Termin bei TRL fällt aus, die haben da technische Probleme!“ Ruft einer der beiden Mikes von vorne. Und schon erklingt ein einstimmiges „Yeah!“ in meinen Ohren. Na, da würd ich mich auch freuen! Aaaaaahhhhhh, mir fällt gerade was ein: Ich müsste eigentlich in der Pommesbude stehen und arbeiten! Shit, Shit, Shit!!! Das gibt mehr als nur Ärger... „Mist...“ Murmele ich vor mich hin... dann klatsche ich mir mit der Hand gegen die Stirn. Alle sehen mich komisch an. Ja, ich weiß, noch peinlicher ging’s mal wieder nicht! „Was ist denn Honey?!“ Fragt mich Ash. Öhm... tja, gute Frage, was antworte ich denn jetzt? „Ich hab vergessen, dass ich heute eigentlich Arbeiten müsste...“ Gebe ich panisch als Antwort. „Oh... also, ist dein Vorgesetzter sehr.. Streng?“ Das ist untertrieben. „Untertreib nicht, das ist n Killer!“ Murre ich und sehe es schon kommen, wie sich die Überstunden häufen. „Was machst du denn beruflich?“ Fragt Erik. Boah, Arschloch! Das weiß der genau, klar, nun will er mir wieder eins reinhauen, bestimmt, weil ich ihn vorhin so angeschnauzt hab. Gott, ey ich dreh ab! Aber nicht mit mir, blöder Sack! „Ähm...“ Ich werfe ihm einen ‚Du- kannst- was- erleben- du- Latino- Arsch!- Blick’ zu. „Ich bin eigentlich im Modedesign tätig, aber...“ Ha, haha! Jetzt vergeht ihm sein fieses Grinsen ganz schnell wieder. Damit hättest du jetzt wohl nicht gerechnet, wa?! „Nur, zur Zeit bietet sich kein passender Job an, und deshalb mach ich son kleinen unbedeutenden Nebenjob...“ Erik will gerade Fragen, um was für einen Nebenjob es sich handelt, da unterbricht ihn Trevor. „Oh, Modedesing ist cool! Ich wollte auch mal sowas machen.” Ich muss lachen. Also, da bin ich gespannt, was da bei rausgekommen wäre. Erik hält ganz schnell seine fiese Klappe, da er wohl endlich mal checkt, das seine Stichelein überflüssig sind, *bäh*. „Hey, komm ich steig bei dir ein und wir machen ein Unternehmen auf!“ Schlägt Trevor begeistert vor. Meint der das jetzt ernst?! Alles was ich ihm als Kommentar darauf geben kann ist ein albernes Gegacker. Als ich mich wieder einigermaßen beruhigt habe muss ich Ash erst mal küssen. „Ähm..... Dan?“ Frage ich mal ganz so rein aus Interesse. „Mit was hat Briny dich gestern abend gequält?“ Er grinst mich an. „Na ja, gequält hat sie mich wohl nicht... aber dank ihr hab ich jetzt ein paar Speckpolster mehr.“ Während er das sagt, betrachtet er seinen Bauch. Hö? Also, wo ist der bitte fett? „Wie jetzt?“ „Na, kennst du diese kleinen Schokoladenkugeln?“ Ich nicke begeistert. „Na klar, ich kenne alles was nur annäherungsweise mit Schokolade zu tun hat.“ „Und die Dinger mag ich so gerne, und dann hat sie mir welche mitgebracht und ich konnt natürlich nicht wieder stehen und hab die alle aufgegessen...“ Löl, ah ja, schon klar. Mit anderen Worten: Er findet Briny süß, *gg*.

Die restliche Fahrt ist sehr lustig und wir albern rum. Dann fahren wir zu diesem viel zu Großen Haus von der Band. „Willst du hier bleiben, oder soll ich dich nach Hause fahren, wegen deinem Job?“ Fragt mich Ash. „Ähm.. ich bleib wohl nochn bisschen hier. Hab mein Arbeitstag eh schon fast verpennt.. und die paar Minuten, nee, also ich bleib dann bei dir!“ Grinse ich zurück. Dann fast er mir um die Taille und geleitet mich ins Haus. Also, das letzte Mal, wo ich hier war, ist mir gar nicht so aufgefallen, wie groß es hier ist. Und richtig nobel eingerichtet – Nur irgendwie herrscht hier ein noch größeres Chaos, als bei mir in der WG, obwohl das schon schwer zu übertreffen ist. Erst mal liegen da überall Klamotten herum, dann Pizza Kartons, usw. „Öhm... etwas unordentlich...“ Murmelt Ash und kratz sich am Hals. „Quatsch, weißt du, wies bei mir aussieht?!“ Sage ich aufmunternd, damit er ja nicht daran denkt jetzt aufzuräumen, das würde ich ihm zwar eh nicht zutrauen, aber man weiß ja nie, *gg*. „Okay, ähm... willst du auch ne Pizza?“ Fragt Ash, während wir in die Küche gehen. „Ja, ich hab total Hunger!“ Gott, nein, wie gierig bin ich denn schon wieder?! Ich sollte mich mal beherrschen! „Na prima, was willst du drauf haben?“ Ash greift schon mal zum Telefon. „Ähm, ich nehm ne Pizza Hawaii!“ Während Ash den Pizza Service anruft sehe ich mich hier mal etwas genauer um. Da hinten sitzt Latino und löffelt irgendwelche Smacks oder so was, dabei guckt er TV – „The Simpsons“ – neben ihm sitzt Dan und guckt mit. Latino dreht sich um und glotz mich blöd an. Was soll den das jetzt schon wieder? Ich beachte ihn einfach nicht und setze mich auf einen Hocker an der Bar. „Okay, bestellt, in ca. 30 Minuten kriegen wir was zu Essen!“ Smilet Ash und zieht mich hoch. „Lust auf ne kleine Hausbesichtigung?“ „Klar, muss ja sehen ob’s hier wirklich so unordentlich ist, wie es bis jetzt aussieht! Na los, gib mal ein bisschen mit deiner Hütte hier an!“ Lache ich und schon werde ich von meinem Knuddelmops – hä? Wie komm ich denn auf den bescheuerten Namen?! Oh je, ich muss mir was anderes ausdenken! – durchs Zimmer einmal rum ums Sofa gezogen „So, hier ist der Fernseher...“ „Ja, und wenn du ihr hier nicht gleich weggehst, dann bekommst du n Kissen an die Birne!“ Mault Erik, da wir ihm die Sicht zum Fernseher versperren. „Oh Sorry, sind schon weg!“ Schon weg ist gut, Ash hat seinen Blick auf der Mattscheibe fixiert und bewegt sich keinen Schritt. Ich muss kichern. „Lach nicht!“ Motz Latino und schon macht es ‚Baff’ und Ash hat ein Kissen an seinen Kopf gekriegt. Da Erik es wohl mal wieder nicht ertragen kann, dass ich mich vor Lachen kringel, bekomm ich auch eins ab. „Hey, meine Freundin hat da nichts mit zu tun, okay!“ Sagt Ash gespielt böse. Erik grinst breit und schon hat er sein Kissen zurück, undzwar genau auf seine Schüssel mit den Flakes. Oh , oh, ich hab das Kissen geworfen, Shit!!!! Aber das sieht zu geil aus, wie er da verdattert und wütend guckt. Okay, jetzt kann ich nicht mehr, ich krieg den totalen Lachkrampf und lasse mich neben Dan plumpsen, der auch nichts anderes tut als sich über Erik und sein wütendes Gesicht Schrott zulachen. Nachdem wir uns alle wieder etwas beruhigt haben, springe ich zu Ash, weil Erik mir wahrscheinlich gleich den Hals umdrehen würde. „Sorry, Erik, wollt ich nicht!“ Pruste ich und merke schon, dass er sich gleich wieder heftig mit mir streiten würde, wenn die anderen nicht dabei wären. „Blöde Kuh...“ Maul er vor sich hin und erntet nebenbei noch einen richtig fiesen Blick von Ash. „Wenn dann nur süße Kuh!“ Grinst Ash und zieht mich weiter durchs Haus. Das ist vielleicht riesig! Nachdem er mir alles gezeigt hat, sind unsere Pizzen auch schon da, und gierig, wie ich bin, hab ich meine in Kürze aufgegessen. Lecker! Es ist jetzt schon, wha, was schon 18:00 Uhr?! Wie schnell die Zeit rumgeht, kam mir gar nicht so vor.

Plötzlich werde ich von Ash nach draußen gezogen. „Ash, wo willst du hin?!“ Frage ich während ich mit rennen beschäftigt bin. „In... den... Pool!“ Pool?! Was, jetzt?! Und schon finde ich mich im Wasser wieder, na danke! „Du...... grrrrrrrrrr!“ Ich klammer mich an Ash fest und versuche ihn runter zu drücken. Uff, ist der stark, oder ich bin zu schwach – aber das bezweifle ich! Okay, wenn nicht so, dann eben anders rum. Blitzartig bin ich unter Wasser verschunden und probiere Ash runter zuziehen. Er lässt sich das sogar noch gefallen und taucht zu mir runter. Dann grinsen wir uns unter Wasser an und küssen uns. Also, so was absurdes hab ich ja noch nie gemacht, löl. Wir tauchen schnell wieder auf, ich meine bei son nem Kuss und dann noch Tauchen, da bleibt einem die Luft weg. „Was war denn das eben?“ Lacht Superman. „Weiß nicht, hat’s schön nach Chlor geschmeckt?!“ Kichere ich und schwimme schnell an den Beckenrand, da Ashley schon die nächste Attacke auf mich plant. Er schwimmt schnell zu mir und hilft mir dann aus dem Pool. „Du hast sicherlich nichts dagegen, wenn ich heute Nacht hier bleibe, oder?“ Ich sehe dabei bedröppelt an mir herunter. So pitsch nass, wie ich hier rumstehe geh ich garantiert nicht nach Hause. „Ganz und gar nicht!“ Strahlt Ash und küsst mich. „Okay!“ Quieke ich vor Freude. Hach, nun darf ich endlich in diesem schönen großen Bett von Ash pennen, da hab ich schon die ganze Zeit drauf gewartet, als wir vorhin sein Zimmer betrachtet haben. „Sag mal, kann ich irgendwas von dir zum Anziehen haben?“ Frage ich während wir zurück ins Haus gehen. Er sieht musternd an mir herunter uns fängt an zu lachen. Haha, er sieht ja auch nicht besser aus. Pah, mit seinen klitsch nassen Baggypants und diesem Blauen Shirt – auch nass. Löl, okay, ich seh wohl schlimmer aus. „Klar, ich hab Klamotten im Überschuss!“ Grinst er und trägt mich die Treppe rauf. Oho, wie freundlich, *gg*. Wahrscheinlich will er nur, dass ich den Boden nicht noch nasser mache. Und wenn Ash nichts für mich hat, dann hohl ich mir was von Erik, der hat sicherlich was „feminines“ für mich. Oh, ich sollte mir endlich mal abgewöhnen in meinen Gedanken so rumzusticheln. Aber die Sachen von Erik gehen echt so in meine Stylingrichtung.

„So, such dir was aus!“ Ich stehe gerade vor Ashleys Schrank und beginne darin alles durchzuwühlen. Ob ich für Briny mal schell was einstecken lassen soll? Nein, ich bin ja keine Langfingerin. „So, das und das...“ Ich schmeiße ein paar Sachen aus dem Schrank. Ha, hab ich mir mal wieder was schönes ausgesucht: Ein schwarzes schlabberiges T-Shirt und ne dunkel- und hellblau karierte Boxershorts. Hey, ganz furchtbar stylish. Nun muss ich den Kram nur noch anziehen. Ash steht genüsslich betrachtend neben mir, während ich das tue. „Man, du Spanner...“ Lache ich und kneife ihm in die Seite. „So, fettisch!“ Ich strahle ihm ins Gesicht und drehe mich einmal. „So willst du hier vor den anderen rumlaufen?“ „Ja, wieso nicht, oder hast du Angst, dass die sich an mich ranmachen...“ missmutig knurrt Ash ein kleines „Nein, überhaupt nicht“ hervor und küsst mich dann. Höhö, jetzt kann ich ja mal so zu Dan oder Trevor gehen und ein bisschen über Ashs Klamotten  lästern! „Und, was machen wir nun?“ Frage ich Ash, der gerade dabei ist heftig mit mir zu schmusen. „Hmmm...“ Hey, mal ne ganz außergewöhnliche Antwort. Er beginnt an meinem Nacken herum zu küssen. Man, ich krieg voll die Kicheranfälle, wenn der so weitermacht. Da bin ich nämlich total kitzelig, und das ist son geiles Gefühl, wenn Ash da mit seinen weichen Lippen rumtastet. Ich krieg noch Gänsehaut, weil des so geil ist. „Ash...?“ Hauche ich ihm zu, während er mich fest in seinen Armen umschlossen an sich drückt. „Ja?“ „Wollen wir hier weiter so rumstehen und uns gegenseitig anschmusen?“ Kichere ich. Er lässt mich schnell los, um mich schon im nächsten Moment am Handgelenk hinter sich her zu ziehen. Was hat dieser Kerl, denn jetzt schon wieder mit mir vor? Wir gehen runter ins Wohnzimmer, wo Erik sitzt und Playstation spielt. „Willst du auch ne Cola?“ Fragt mich Ash, der gerade dabei ist etwas aus dem Kühlschrank zu holen. „Yo, immer.“ Grinse ich und setze mich dann auf einen Sessel. Meine Augen verfolgen Eriks äußerst tolles Spiel. Man, er spielt Mario Cart und packt diese leichte Strecke nicht. „Da gibt’s ne Abkürzung...“ Sage ich immer noch mit stierem Blick auf die Mattscheibe. Man, ich liebe halt son Kram, so Playstation2 oder Nintendo64. Erik dreht sich zu mir um und wirft mir einen verblüfften Blick zu. „So was kommt von DIR?!“ Fragt er überrascht und drückt auf „Pause“. Ich nicke, klar, warum auch nicht. Oder hat der im Ernst gedacht, ich würde mich mit son nem einfachen Kram nicht auskennen?! „So, du must da die Rampe hoch und in das Loch in der Wand, dann kommst du da beim Wasserfall wieder raus.“ Grinse ich. Tja, so was bringt einem Levy – eine der Besten Freundinnen der ganzen Welt, nur mal so nebenbei erwähnt – bei, die ist voll der Cart- Profi! Ich bin immer achte und sie macht den ersten Platz, *grummel*. „Ahja...“ Meint Erik immer noch überrascht von meiner plötzlichen Freundlichkeit, dann dreht er sich um und spielt weiter. Tja, mein Lieber, ich kann eben auch anders. „So, büdde, deine Cola!“ Strahlt Ash der nun mit zwei Gläsern in der Hand zu mir kommt. „Thanks...“ Hach, Cola!!!!! Eines meiner Haupternährungsgetränke. Gierig – oder durstig - wie ich bin, hab ich gleich das ganze Glas ausgetrunken. Ich ziehe Ash rüber zum Sofa, sodass er sich neben mich legen kann. Oh ja, genau so. Dann beginne ich seinen Nacken zu kraulen, für vorhin. Löl, wie du mir, so ich dir. Nein, nur so ähnlich. Er zuckt leicht zusammen, ha, da ist er nämlich kitzelig. „Hmmm..... weitermachen...“ Schurrt Ash, als ich aufhören will. „Hm, nö.“ Kicher ich und gebe ihm noch einen Kuss. „Na, dann eben so...“ Hihi. „Erik, lässt du uns mitspielen?“ Fragt Ash plötzlich. Ja, ich will Playstation spielen! „Joah, okay...“ Grummelt Erik vor sich hin. Schon ist Ash aufgesprungen und hat sich zwei Player geholt. Dann wirft er mir einen zu. „Okay, ich bin Bowser!“ Rufe ich besitzergreifend. Muuuuuuuuhahahaha!!! Ich mag dieses Stachelviech zwar nicht, aber wenn es darum geht Erik zu ärgern, dann nehm ich das gerne in Kauf, ich hab nämlich gesehen, dass er vorhin damit gespielt hat. „Erik, du kannst ja Peach nehmen...“ Lache ich etwas gehässig. Man, das war jetzt fies von mir. Hoffentlich ist er nicht schon wieder sauer oder so was. „Nein, das überlass ich Ash!“ Sagt er in dem genau selben Ton wie ich eben. „Ey, lasst mich daraus!“ Ich knuffe meinem Honey in die Seite, er zuckt zusammen. „Ja, das hab ich gern, erst Sprüche lassen und dann auch noch rum mobben...“ Sagt er gespielt böse. „Okay, lets start playing...“ Meint Erik plötzlich und schon beginnen wir zu spielen. Ich bin wie immer am schlechtesten und verliere, *heul*. Aber macht natürlich trotzdem Spaß.

 

Nach ziemlich langer Zeit bin ich total müde und gähne. „Oh, willst du ins Bett?!“ Fragt Ash begeistert. Mein Gott, so ein ...!!! Ich grinse spöttisch und sage dann zum Ärgern „Nein...“ *höhö*, ich bin ja soooo gemein. „Ach quatsch, jetzt komm.....“ Kichere ich und ziehe ihn hinter mir her. „Mal sehen, ob du den Weg noch weißt, ich sag jetzt mal nichts.“ „Hey, dass ist aber unfa.... ähm, na klar, weiß ich den Weg noch.“ Ich bin eben zu stolz um was nicht zu wissen! „Also, mein super Kurzzeitgedächtnis hat natürlich den Weg zu deinem Zimmer behalten.“ Toll, das erste von dem ich behaupte was Ashleys Zimmer ist, war irgendwas mit Chinesischen Zeichen an der Wand. Aber in Ashleys waren die Wände dunkelblau und es war voll mit irgendwelchem Superman Kram. „Okay, also, ähä...“ Grinse ich verschämt.  „Ich hab mich hier früher auch immer verlaufen.“ Muntert mich Ash auf. Dann nimmt er mich an meiner rechten Hand und zieht mich hinter sich her in sein Zimmer. „Ha, geschafft!“ Mit den Worten lasse ich mich aufs Bett fallen und sehe Ash dabei zu wie er sich sein Shirt über den Kopf zieht. WOW, dieser Oberkörper *highwerd*. Man, das ist ja so „hot...“ „Hast du was gesagt?“ Ja, hab ich was gesagt? Scheint ja so, man wie peinlich! „Ach... nee nee!“ Ha, na klar, ich bin die Schweigsamkeit in Person!  Ash macht noch schnell das Licht aus und schmeißt sich dann zu mir aufs Bett. Ein bisschen vorsichtiger ging’s auch nicht, oder?! Man, jetzt tut mein Arm weh. „Oh sorry...“ Flüstert er. „Nö, schon gut, wofür hat man denn sonst zwei Arme..“ Kichere ich und kuschel mich an ihn. Mmmmm.. dieses Parfüm, ich glaub ich kauf mir das und denn schnief ich das immer. Ash legt einen Arm um mich... „Ich liebe dich...“ Flüstert er und küsst mich sanft. „Ich liebe dich auch...“ Gebe ich mit einem Kuss zurück. Dann schlafe ich an ihn gekuschelt irgendwann ein.

 

So, ich bin wach und es ist öhm... 5:34 Uhr. Man, also, warum bin ich denn schon wach? Ach ja, ich wollt ja was trinken, sonst trockne ich hier gleich aus – und das hätte erhebliche Folgen für Ash. So leise wie möglich tapse ich aus dem Zimmer runter in die Küche, nachdem ich ein Mal irgendwo anders angekommen bin. Da hatte Briny echt recht: Das hier ist kein Haus mehr, sondern sonst was überdimensionales! Als ich unten in der Küche bin, sehe ich Latino dort stehen, hä, was will der denn schon so früh hier?! Ich denke, der pennt noch. Ich gehe rüber zur Theke und hole mir ein Glas raus, dann schenke ich mir etwas Wasser ein. „Erik?“ Frag ich und drehe mich zu ihm um. Er ist gerade dabei irgendwas in sich reinzulöffeln sieht aus wie „Smaks“, klar, was auch sonst. „Sag mal, was hast du eigentlich für eine Meinung von mir?“ Es tritt eine kurze Stille ein, in der ich ihn auffordernd ansehe. „Na ja, also ich denke nicht mehr so über dich...“ Hö, wie denn? „Also, nimm das bitte nicht so ernst.“ Ahja, wenn er mir mal sagen würde, was ich nicht so ernst nehmen soll. „Nun sag schon...“ Gähne ich und trinke den Rest Wasser in meinem Glas aus. „Okay, aber nehms nicht allzu persönlich, bitte.“ „Okay...“ Murre ich. Man Typ, mach hin, wie lange dauert es bei dem bis man eine Antwort kriegt?! „Also, ich hab dich für eine kleine, verlogene Schlampe gehalten, die in schlechten sozialen Verhältnissen aufgewachsen ist, womöglich Vater Säufer und Mutter auch, und die keinen besseren Job hat, als in ner Pommesbude zu stehen und..... und dass Ashley dich nur... zum Poppen benutz... “ WAS?! WAS HAT DER VON MIR GEDACHT???!!! Man, weiß er überhaupt, wie weh das tut. Okay, er hat mich ja vorher gewarnt, aber, aber DAS?! „Klirr!“ Das war mein Glas, oh shit! Mir steigen Tränen in den Augen auf und nun finden davon schon einige ihren Weg über meine Wangen. Ich sehe Erik fassungslos an, dann renne ich um die nächste Ecke und lasse mich an einer Wand herunterrutschen, ziehe die Knie an und verschränke meine Arme darum. Wie kann der so was von meiner sowieso schon nicht vorhandenen Familie behaupten?! Und wie kann es sein, dass er so verdammt Recht damit hat?! Das gibt es doch nicht, man.....! Es ist ja auch wahr, aber das mit Ash? Er liebt mich doch, oder nicht?! Ach man, son Scheiß! Plötzlich spüre ich eine Hand auf meiner Schulter. Ich sehe nicht auf, denn eigentlich nehme ich das gar nicht mal so wahr. „Hey...“ Höre ich Eriks Stimme vor mir. „Hau ab.....“ Schluchze ich und kauer mich noch mehr zusammen als ich es schon bin. „Ich wollte dir nicht weh tun....“ Flüstert er und versucht mir in die Augen zu sehen. „Stop... du hast in einem Punkt ja recht...“ Kurze Stille, und man hört nur mein Weinen. „Mein Vater ist Säufer........ und und meine Mutter ist...“ Ich stocke kurz, da sich in meinem Hals ein dicker Klos breit macht. „Tot...“. „Was...? Sorry, das... das hab ich nicht gewusst.“ Sagt er überrascht und ziemlich leise. Dann setzt er sich zu mir und legt einen Arm um mich. „Tut mir leid...“ Ich schlucke meine Tränen runter um zu versuchen etwas zu sagen. „So hast du von mir gedacht?!“ Es scheint ihm schwer zu fallen mir darauf eine Antwort zu geben. „Ja... aber das tu ich nicht mehr, hab ich doch gesagt...“ Na schön, er tut’s nicht mehr aber hat’s getan. Toll, ich bin also eine verlogene Schlampe und... Zitternd stehe ich auf und will mich gerade auf den Weg zurück in Ashleys Zimmer machen. „Ich weiß, ich bin ein Idiot, aber das tut mir wirklich leid, auch das ich immer so unfair zu dir war...“ Ruft er mir nach. Ich bleibe stehen und sehe ihn nur mit leeren Augen an. Okay, ich sollte mich mal wieder beruhigen, der wirft mir hier einfach seine Meinung von mir an den Kopf... - okay, er hat mich vorgewarnt und gesagt, dass er nicht mehr so über mich denkt aber trotzdem tut es weh!

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