Justiz in der Presse

analysiert wie bedeutende Gerichtsverhandlungen Eingang in die "oeffentliche Meinungsbildung" finden. Zeitungsartikel beleuchten nicht nur was im Hause Justitias geschieht. Sie koennen vor_verurteilen aber auch ihrerseits auf das Geschehen im Gerichtssaal einwirken.

Nicht selten praesentieren Journalistinnen eigene Ermittlungs_ Ergebnisse in einem brisanten Fall, die alle Akten- Beweise der Staatsanwaltschaft ueber den Haufen werfen. Das boomende Geschaeft mit Internet_ Sites, die Meinungsbildung im Interesse von Beschuldigten, Angeklagten, zur "unabhaengigen" Profilierung der Anwaltschaft unter raffinierter Umgehung dort geltender Standesregeln sowie von Agenten der Nebenklage betreiben pfluegen den Markt tief wirkend um. Nie standen dem Leser so detaillierte Dokumentationen zur Verfuegung, konnte er sich abseits der grossen Meinungs- Mogule mit Rohstoffen von Prozessberichten versorgen.

Freilich bedarf es inzwischen einer professionellen Beurteilung von Hintergrund & Qualitaet der oftmals konkurrierenden Angebote, die der einzelne Konsument kaum zu leisten vermag. Einer Berichterstattung ueber die Berichterstatter sozusagen. Denn wer sich zum Beispiel per Suchmaschine in eine Gerichtsreportage hinein clickt wird selten recherchieren, welche Interessen sich hinter dem Textersteller verbergen, den ihm ein Schalttechnsicher Zufall an prominenter Stelle als Suchergebnis liefert.

An dieser Stelle soll unser Untersuchungs_ Projekt ueber die allgemeine Analyse historischer Trends in der Gerichtsreportage hinaus praktischen Nutzen fuer bewusste Mediennutzung im Alltag bereit stellen.

Das Institut fuer Gerichtspublizistik arbeitet nach marktwirtschaftlichen Prinzipien und unterliegt weder behoerdlicher Weisungsbefugnis noch finanzieller Abhaengigkeit von Firmen der Medienbranche.

Wir beginnen diese Site mit einer vergleichenden Darstellung zur Berichterstattung ueber den Berliner "Weinrich Prozess" in den Jahren 2003 und 2004.

Die Spiegelung des Prozess-Geschehens zur Verwicklung des sogenannten "Vizepraesidenten" der "Organisation Internationaler Revolutionaere _OIR" in die spektakulaeren Attentate des Venezolaners Carlos Ilitch Ramirez Sanchez vollzog sich auf folgenden Ebenen:

1.) Printmedien. Zeitungsartikel, insbesondere aber die Darstellung in einer Reihe von Buchtiteln. Einen Ueberblick zu letzteren finden Sie auf einer kriminalistischen Buch- Rezensionssite: QTW_ Carlosliteratur.

2.) Berichte von Journalistinnen deren Verleger ihre Arbeiten im Internet verwerten.

3.) Institutionen der Inneren Sicherheit. Dies sind sowohl Behoerden wie das ein oder andere Innenministerium, Nachrichtendienste, aber auch private Sicherheitsfirmen wie die Frankfurter Detektei Klaus Dieter Matschke _KDM.

4.) Mehrere Internetportale publizieren Reportagen aus dem Gerichtssaal die quasi den Backbone der Berichterstattung bilden. Einige bieten darueber hinaus Kommentare, Seiten zur Auswertung des Verhandlungsstoffes und sogar regelrechte eigene Beweis_ Dateien an.

Keine Zeitung, kein Sender verfolgt den Prozess mit eigenen Beobachtern an jedem Verhandlungstag. "Blitzlichtgewitter" der Kameras herrscht nur an Tagen mit besonders spektakulaeren Zeugen. Aus diesem Grunde kommt den Informationen die von Prozessbeteiligten in Richtung Presse lanciert werden wie gewohnt grosse Bedeutung zu, Dies koennen Anwalt, Nebenklage oder Staatsanwalt sein. Die Justiz der Hauptstadt erlebte mit dem Fall des Richters Braeutigam auch bereits eine Variante, in welcher der Vorsitzende Richter eines Vefahrens in der "Berliner Morgenpost" sein eigenes Regime im Schwurgerichtsaal unter einem Pseudonym als Berichterstatter referierte & kommentierte.

Beginnen wir mit den Internet_ Portalen:

Sie liefern binnen 24 Stunden, meist sogar bereits kurz nach Schluss der Verhandlung eine Schilderung des Ablaufs. In der Regel entstammen sie erkennbar derselben Quelle, die hier "multimedial" Verwertung betreibt. Jedoch findet je nach Portal eine mehr oder weniger intensive Bearbeitung des Textes statt.

Die meisten Portale sortieren nach Tagen. "Sozialnetz" dagegen zieht in der Regel bis zu 5 Termine zu einer einzigen Datei zusammen. Regelmaessig berichten folgende Adressen:

indY - WRP

nadir WRP

linke Seite WRP (nicht alle, oftmals deutlich spaeter als andere ohne erkennbare redaktionelle Unterschiede)

anarchie.de (Uebersichtssite_?)

Sozialnetz /Nu10J / Weinrich_Prozess.de___?

Dabei weisen die Reports von Sozialnetz die weitest gehenden Bearbeitungen & Ergaenzungen auf, da die Redaktion gelegentlich "Spezialagentinnen" in den Gerichtssaal entsendet. Diese arbeiten mit dem Auftrag "wechselnder Perspektiven".

Es kann also sein, dass 3 SN_Beobachter anwesend sind: Eine unterliegt der Vorgabe eines Blickwinkels im Sinne der Nebenklage (vertritt Opfer der Attentate).

Ein zweiter soll Staatsanwalt Detlev Mehlis Flankenschutz geben: Alles heraus stellen, was dessen Vorbringen untermauern koennte.

Der Dritte orientiert sich am Interesse des Angeklagten bzw. an Sichtweisen der Anwaltsriege.

Aus den 3 eingehenden Texten zum selben Ereignis mixt Sozialnetz seine Reports und "Beweisdateien".

Die ansonsten wesentlichste Differenz zwischen den Portalen liegt im Angebot weiter_ fuehrender Links auf andere Seiten und Angebote von Suchmaschinen zu auftretenden Zeugen oder Thematiken. In dieser Disziplin liegt "Sozialnetz" mit sehr weitem Abstand an der Spitze und bietet einen in der deutschen Mediengeschichte wohl bislang einmaligen Service.

Zugang zum Angebot von Sozialnetz erhalten Sie sowohl ueber die oben bereits eingebaute Verbindung, die stets den jeweils letzten Verhandlungstag offeriert als auch eine Site_Map aller Termine & zusaetzlichen Reportagen unter "STavigation".

Ein knappes Inhaltsverzeichnis zu den Prozesstagen finden Sie unter "Headlines".

google: Weinrich-Prozess

Prozess gegen Johannes Weinrich

Irgendeine, in der Micro ff. ganz vorn steht. VT 49_?

Beweisdatei JW_?

http://de.geocities.com/nu10j/Yanus-Drehscheibe_4J1.htm

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ La~Proll ~~~~

Hosted by www.Geocities.ws

1