Lexikon des maroden Zeitgeistes

(mit freundlicher Genehmigung von John Milton XIII.)

Antifaschist, der - neue Berufsbezeichnung für gescheiterte Existenzen, die auf andere Art und Weise nicht sozialisiert werden konnten. Versteckt sich gerne hinter Pseudonymen, sog. Nicknames oder unter Kapuzenpullovern. Das weibliche Pendant dazu heißt übrigens Antifaschistin.

Betroffenheitskunde, die - Hauptstudiengang  sog. Gutmenschen (der im Gegensatz zur Mathematik bis zum Diplom durchgezogen wird), die einen ungefragt mit ihren Ratschlägen belästigen und sich jedes noch so unwichtige Ereignis auf der Welt zu Herzen nehmen. Steht in enger Verbindung zu dem sog. Helfersyndrom. Bei direkter Konfrontation damit kommt es oft zu Juckreizanfällen oder aufsteigender Hitze.

Che Guevara, der - Partisanendepp aus Südamerika, Lieblingskind der Linken und Ikone aller Möchtegernrevolutionäre, die gerne die Augen vor politisch-motivierter Gewalt verschließen, wenn sie denn aus dem richtigen Lager kommt. Siehe auch Pazifismus. Aber die T-Shirts sehen geil aus.

Diskriminierung, die - widerfährt sog. Minderheiten durch angebliche Benachteiligungen, worüber sich diese mehr oder weniger lautstark artikulieren. Oftmals werden daraufhin Arbeitskreise oder Kompetenzzentren gegründet. Führt soweit, daß in vorauseilendem Gehorsam am Ende lieber der Rest diskriminiert wird.

Erderwärmung, die - eines der am häufigsten benutzten Worte in 2008. Entsteht wohl durch das Ozonloch oder den Kohlenstoffdioxydausstoß und rührt von Menschenhand her, hat also mit natürlichen Gegebenheiten überhaupt nichts zu tun. Die vor etlichen Jahren vorherrschende Eiszeit kam schließlich auch durch das Gefurze der Schneemenschen. Insofern dürfen wir uns in naher Zukunft wegen der Polkappenschmelze auf Pinguine im Vorgarten freuen - immer noch besser als Promenadenmischungen, die einem alles dichtscheißen.

Feminismus, der - ursprünglich rein weibliche Bewegung, deren Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Bereiche (auch unterstützt durch die sog. Frauenversteher) vorwiegend asexuelle, hässliche, übergewichtige und unfähige Kröten an die Fleischtöpfe gebracht hat. Schwer rückgängig zu machen.

Grabenkampf, der - ursprünglich ein Begriff aus dem ersten Weltkrieg, finden heute die Grabenkämpfe in sog. Szenen statt. Man beschimpft sich, distanziert sich, hat sich dann wieder lieb oder auch nicht. Leider sind im Gegensatz zum ersten Weltkrieg die meisten heutigen Szenekämpfer zu blöde, den Graben überhaupt zu finden. So erstreckt sich das Schlachtengetümmel hauptsächlich auf sog. Foren, wo dann unter Pseudonym solange gefochten wird, bis der Sozialpädagoge - oder Administrator - einschreitet. Kenner greifen daher gleich zur Kotztüte.

Hip Hop, der - musikalische Ausdrucksform von unterprivilegierten und unterbelichteten Ghettokindern oder solchen, die es gerne sein möchten. Stupider Sprechgesang, oft über weibliche (Votzen) und männliche (Schwänze) Geschlechtsorgane, dazu sog. Beats, die das geneigte Publikum zu Bewegungen animieren, die einen an den Epileptiker-Bowling-Abend erinnern.

Ismus, der - beliebte Endung bei nichtssagenden Schlagwörtern, in der Beliebtheitsskala nur noch übertroffen durch das große "I" inmitten eines Wortes, um Geschlechterdiskriminierung zu vermeiden (Beispiel: GenossInnen). Was Kennedy wohl damals in Berlin politisch-korrekt gesagt hätte: "Ich bin ein(e) BerlinerIn!"? Am besten, man spült diesen ganzen Schwachsinn die RegenrinnInnen runter.

Jazz, der - vornehmlich durch mundgeblasene Blechinstrumente und gestreicheltes Schlagzeug ausgeschissene Noten, die in sog. Jazzclubs zum Alkohol- und Drogenkonsum anhalten, da man anders dieses Getöse wohl kaum ertragen kann. Soll bei empfindlichen Gemütern zum postatomaren Knalltrauma geführt haben. Gerüchte besagen, daß die sog. Jazzmusiker sich aber dahingehend absprechen, ein Opus zusammen zu beginnen und auch gemeinsam abzuschließen. Besonders beliebt bei Lehrern, denen ihre Schüler tagsüber noch nicht den Rest gegeben haben.

Kommunismus, der - gescheiterte, aber von Politzombies immer noch hochgehaltene politische Bewegung. Vertreter derselben zeichnen sich durch Humorlosigkeit aus und Sprüchen wie "Hummer für alle!"

Lafontaine, der - einer dieser an anderer Stelle bereits erwähnten Politzombies. Neigt dazu, ein dank eines hohen Wahlkampfbudgets und emotionaler Verbalakrobatik erhaltenes Amt nach wenigen Wochen wieder niederzulegen, da relativ zeitnah von der Realität überholt.

Multikulti, das -  anderes Wort für Wunschdenken oder Gnadenloses Scheitern. Brüstet sich die Bio-Schickeria aber immer wieder gerne mit. In diesem Zusammenhang wird auch häufig das verheißungsvolle Südland erwähnt. Na ja, Hauptsache bunt.

No-Go-Area, die - speziell in deutschen Großstädten von den sog. Autonomen geschaffene Freiräume für ihresgleichen. Nannte sich früher auch Inzucht. Das Konzept wurde ohne Handelsaufschlag auch an die sog. Südländer weitergegeben. Wer's trotzdem wagen will: passende Klamotten finden sich im Altkleidercontainer, Kopftuch bei H & M, und Haarwürste (Dreadlocks) läßt man sich beim Friseur seines Vertrauens ziehen. Vollbart sollte eh kein Problem sein.

Objektive Berichterstattung, die - wird von der gutmenschlichen Presse und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gerne benutzt, um das Volk umfassend und wertfrei zu informieren. Lieblingsthema sind Vergehen sog. Rechtsradikaler und die Schönrederei der Kulturbereicherung. Auch auf die Sportergebnisse kann man sich immer verlassen.

Pazifismus, der - Relikt aus den blumigen Sechzigern. Hat unbestätigten Gerüchten zufolge einen christlichen Ursprung. Pazifisten leiden unter der Obsession, um immer mehr Schläge zu betteln. Ein beliebtes Tool ist der Sitzstreik.

Quotenregelung, die - im Zuge des Gleichheitswahnes entstanden, bringt sie auch die größten Nieten auf begehrte Posten. Gerne auch im Zusammenhang mit Feminismus und Diskriminierung genannt, soll es  in einigen Bereichen schon dazu geführt haben, daß die Flachpfeifen das Regiment übernommen haben.

Rauchverbot, das - gilt jetzt nahezu europaweit in allen öffentlichen Gebäuden und der Gastronomie. Für letztere aber auch ohne Bedeutung, denn wem schmeckt schon nach einem guten Essen oder zum Bier eine Zigarette? Gibt endlich denen Oberwasser, die sich vorher nicht getraut haben, das Maul aufzumachen.

Sozialismus, der - Light-Variante des Kommunismus, soll sogar demokratisch legitimiert sein und ein menschliches Antlitz besitzen. Wird von Versagern gern als ideologisches Zugpferd genutzt und gerne auch in einem Atemzug mit Emanzipation und Umverteilung genannt. Ersetzt den früheren Begriff Diebstahl.

Tag der Arbeit, der - auch 1. Mai genannt. Wird gerne von Leuten, die der Arbeit im Normalfall eher abgeneigt gegenüberstehen, an eben diesem Datum genutzt, um im wortwörtlichen Sinne die Bürgersteige hochzuklappen.

UNO, die - Abkürzung für United Nations Open for every bullshit (für jeden Blödsinn). Genauso sinnvoll wie die Frage "Schläfst du schon?" Aber sehr viele Experten.

Valium, das - benötigt der Körper dringend, nachdem man die Bundestagsdebatten am Bildschirm verfolgt hat, um wieder runterzukommen. Schmackhafteres - und günstigeres - Mittel dafür ist Rotwein.

Wirtschaftskrise, die - lässt sich jeder gerne einreden, der angeblich was zu verlieren hat. Und sie kam aus heiterem Himmel, da wohl kaum vorauszusehen war, daß klapperige Kleinwagen mit 19.000 € wohl etwas überteuert sind und daß das irgendwann der größte Analphabet merkt. Dafür ist die Butter jetzt aber wieder schön günstig - also was wollen die alle?

X-Men, die - durch ihr oft unauffälliges Äußeres schwer zu erkennen. Glänzen bedingt durch das Wissen um ihr Anderssein (MutantInnen) durch außergewöhnliches Talent und Bescheidenheit. In der Politprominenz selten anzutreffen.

Ypsilanti, die - ein weiteres Synonym für Gnadenloses Scheitern. Siehe auch Quotenregelung. Hat das Sprichwort geprägt: "Erst reden, dann denken!"

Zecke, die - geschlechtsneutrales Wesen, bereits auf zehn Meter Entfernung gegen den Wind am Geruch erkennbar. Sein Hobby sind Ismen, und es setzt sich gerne für die Schwachen dieser Welt ein - meist ohne deren Wissen. Für das Bruttosozialprodukt von nachrangiger Bedeutung.

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