Die Glocken seiner Kirche l�uteten als Pater Derian Rosemarie umbrachte.

Er wu�te nicht welche Kraft ihn besessen hatte, als er die sch�ne Frau aus seinem Haus fortschickte.
Oder als er losging, mit dem schweren Hammer und dem spitzen Pflock verborgen unter seiner Kutte.
Er fand sie schlafend in ihrem Bett. Sie wachte nicht auf, als er ihr Zimmer betrat.

Beinahe h�tte Pater Derian sich �bergeben m�ssen, als er ihr den Pflock ins Herz stie�.
Er glitt durch ihr weiches, wei�es Fleisch und lie� eine Blutfont�ne aufspritzen.
Tiefrote Tropfen benetzten Rosemarie, den Pflock, Pater Derian. Mit jedem Hammerschlag regnete es mehr Blut. Als wolle sie nie aufh�ren zu bluten. Als k�nne sie nicht genug bluten.

Dann entfachte er die heruntergebrannte, aber noch glimmende Glut in ihrem Kamin, hielt eine Fackel daran und brannte ihr Haus nieder.

Er kehrte zur�ck in sein Pfarrhaus, zog seine Kutte aus und verbrannte auch sie.

Dann wusch er sich das Gesicht und die blutbesudelten H�nde, doch so sehr er auch schrubbte, sie wollten nicht sauber werden. Obwohl das Wasser in seiner Waschsch�ssel mittlerweile selbst wie Blut aussah, blieben die dunkelroten Tropfen auf seiner Haut wie eingebrannt.

Wundmale.


Pater Derian kniete immer noch vor dem Altar seiner Kirche und starrte auf die scharf umrissenen Tropfen auf seinen H�nden. Seinen zitternden, in Gebetshaltung verkr�mmten H�nden. Und zu den roten Tropfen gesellten sich andere, farblose, salzige Tropfen.

Pater Derian weinte.

Und schrie.

Er warf den Kopf in den Nacken und schrie sich die Lunge aus dem Leib.

Schrie den Altar an, das Kreuz das �ber dem Altar hing, das Weihwasserbecken.

Schrie den Herrn an.

Und der Herr antwortete.

Endlich.

Nach so langen Jahren in denen er nicht mehr zu Pater Derian gesprochen hatte, so da� er schon an seiner Berufung gezweifelt hatte.

Antwortete mit dem Duft nach Rosen und Jasmin und einem Hauch von Blut, mit einer Singsangstimme die klang wie s��er Honig, mit Unschuld und Verlockung.


"Was schreist Du denn so?" fragte Rosemarie am�siert. "Ich bin doch hier, mein Liebster."
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