zurück zurück zur Übersicht Thailand Reisebrichte März - April 2004
Home
Übersicht Thailand Reiseberichte
Alltag in Thailand: Homestay in einer Gastfamilie
Montag 05.04.2004

Gegen 10Uhr holte uns Yuvardee mit ihrem Wagen am Manhattan Hotel ab und wir fuhren in Richtung Süden gen Samut Sakorn. Unterwegs warteten ihre 2 Schwestern und ihre Mutter auf uns. Da in Bangkok, wie jeden morgen, wieder traffic jam war sind sie nicht mit durch Bangkok gefahren von zu Hause aus, sie wohnen etwas auserhalb der Metropole. Wir fragten ob ihr Vater nicht mitkommen wollte, da meinte sie das immer einer zu Hause bleiben muß um das Haus zu hüten.

Wir kamen in Samut Sakhorn an und machten als 1. halt an einer neuen Tempelanlage, gleich nebenan an der Küste war entlang der Straße ein Markt wo wir uns etwas umschauten. Es gab alles was mit Fisch zu tun hat. Einen uns bis dato unbekannten Fisch gab es dort lebendig zu kaufen, der Name ist uns leider entfallen, ist aber bildlich festgehalten, hier links.

Wir probierten alles mögliche was es gab. Leckere Karamelbonbons mit Kokos die laut den Leuten dort für die Region bekannt sind. Sowie verschiedene aus Kokosnuß gemachte andere Köstlichkeiten.

Als nächstes machten wir noch an einem lecker Obststand halt und kauften erstmal jeder 2 Pamelos, um sie dann übermorgen mit nach Hause zu nehmen. In der Region gibt es viele solcher Plantagen, an den Straßenrändern ist alle paar Meter ein Stand mit Pamelos. Yuvardees Mutter meinte auch wenn wir welche mit nach Hause nehmen möchten sollten wir die hier kaufen, nicht in Bangkok, die hier wären eben erst vom Baum gekommen und nicht schon ein paar Tage unterwegs. Sie suchte uns noch die besten aus und weiter gings.

Wir suchten nun den Weg zum Homestay, da es hier in der Gegend ein paar davon gab, mußte Yuvardee erst mal nach dem Weg zu genau unserem gebuchten erfragen. 2 mal verkehrt gefahren, kamen wir aber dann kurz nach 1Uhr dort an. Mitten in einer Mega üppigen Vegetation. Über kleine Stege gelangte man dorthin.

Es gibt ein Haus wo die Gastfamilie nächtigt und ein House für die Besucher, mit Dusche und Bad im Freien, open air. Sowie 3 Toi`s draussen, ein European Standard, zwei Thaistyle, bei dem Thaistyle ist eine Badewanne daneben mit viel Wasser und dem Schöpfeimer drinnen zum nachspülen. Auf dem Bild unten das Bad im ganzen >> links 2 Waschbecken, rechts die Tois und gerade aus 2 Duschen.

Wir brachten unsere Sachen in das Haus wo wir heute nächtigen werden, ein großer Raum mit 2 abgeteilten kleinen Räumen, kein Stuhl und nix, nur ein Stapel Matten und Decken, der Mann fragte uns gleich ob wir die A/C anhaben wollen, nö das brauchen wir nicht. Thais in dieser Lebensklasse haben das schließlich auch nicht. Kosten tut dieser Tag übrigens 700,00Baht incl. Abendessen, Übernachtung, Frühstück und 3 Bootstouren. Das ist voll Krass 15€.

Zu Beginn starteten wir ein kleine Bootstour in die Nachbarschaft zu einer Pamelo und Kokosnussplantage. Auf dem Weg mit unserem Boot begegneten wir schon vielen freundlichen Leuten, Yuvardee meinte das sich noch nicht allzu viele Farangs hier her verlaufen, mehr mittelständige Thais aus Bangkok die das Leben auf dem Land erleben möchten kommen in solche Homestays. In etwa wie bei uns wenn ein Großstädter auf dem Bauernhof Urlaub macht. Unser Boot stoppte an einem Steg und wir stiegen an der Pamelofarm aus,wir haben uns dort den Bauch mit der leckeren Frucht vollgeschlagen, sie wurde für uns erst vom Baum geholt. Um zu diesen Bäumen zu gelangen mussten wir über ein paar Gräben auf schmalen Holzstangen balancieren , ui ui da musste mir immer etwas geholfen werden.

Die Familie hatte in ihrem riesen Garten auch noch ein paar Kokosnusspalmen. Aus denen sie den Saft dieser Palme sammeln um Palmzucker zu gewinnen. Bevor die Blüte ausreift, wird dort täglich ein Stück abgeschnitten und ein Eimer darunter gehangen um den Saft zu sammeln. Die billige Variante Zucker in Thailand. Schmeckt mir persönlich aber nicht so, wenn mit diesem Zucker oder auch Sirup gesüßt wird, schmeckts immer etwas rauchig. Wir hatten dann noch ein wenig Spaß dort mit den Leuten, glücklicherweiße hatten wir ja unsere Translater dabei Thai-Engl.(Yuvardee und ihre Schwestern). Da klappte das ganz gut mit der Verständigung. Ohne ein Wort Thai zu können ist es mehr oder weniger Zeichensprache worauf es sich beschränkt.

Danach fuhren wir zurück zu unserer Schlafstätte und schauten zu wie unser Abendessen zubereitet wird, es gab allerhand Sachen. Als 1. natürlich Reis, dazu fritierte kleine Fische für jeden einen, ein großer gebratener Fisch (sorry den Namen habe ich leider nicht erfragt), gebratenes Schweinefleisch mit Gemüse, extra nochmal gebratenes Gemüse, dann diese Töpfe mit Holzkohle untendrunter und oben so eine Mulde ringsum in der sich Brühe befindet wo man frisches Gemüse, Fleisch, Nudeln, Tofu und so weiter nach belieben gart. Etwa wie bei uns Raclette und Fondue, essen ala minute selfservice. Der Topf sieht in etwa aus wie eine Kueglhupfbackform.

Nachdem wir dann ordentlich gesättigt waren und es schon ein bischen dämmerte machte Mon den Vorschlag Karaoke zu singen, sie hatte eine CD dabei. Der Chef des Hauses schaltete auch gleich seine Anlage an, die waren dort voll ausgerüßtet für Karaoke Shows, PC eine BOSEanlage ich glaube 4 Lautsprecher waren es (bei uns eine teure Angelegenheit, der Klang ließ aber nicht auf eine Copy deuten, die Anlage muss eine Echte Bose gewesen sein) Wie wir dann vom Chef erfuhren kommen morgen abend 15 Geschäftsleute aus Bangkok und haben schon den ganzen Abend das Restaurant gemietet für Karaoke.

Mon und Neng legten dann erst mal richtig los, wir erfreuten uns nur am zusehen und zuhören. Irgendwie können wir unsere deutsche Verhaltensweise nicht ablegen und uns durchringen auch mal den Spaß mitzumachen. Das nächste mal vielleicht.

Gegen 21.00Uhr sind wir nochmal mit dem Boot auf Tour um uns die leuchtenden Bäume von Samuth Sakhorn anzuschauen, des Rätsels Lösung heisst: Glühwürmchen. Sie befinden sich zu hunderten immer auf ein und der selben Baumart die am Fluß wächst, so zusagen ein Öko-Weihnachtsbaum. Auf einem Foto kann man das aber leider nicht festhalten, da das Licht zu schwach dafür ist. Als wir um 22.00Uhr wieder zurückkamen setzten wir uns noch ein bissl mit Yuvardee in den Garten, ihre Schwestern und ihre Mutter gingen schon mal ins Schlafgemach. Wir saßen dann bis kurz nach Mitternacht. Als wir dann das Zimmer betraten,bekamen wir erst mal einen Kälteschock, unsere lieben Thailändischen Mitbewohner war es doch etwas zu warm und die Klimaanlage lief auf Hochtouren. Jetzt war das abendliche Säuberungsprogramm dran: kalt Duschen open air ohne Licht (nur das was der Mond hergab, zum Glück war Vollmond) & Zähne putzen mitten im Garten. Jeden noch eine schöne gute Nacht gewünscht und ab ins Bettchen. Ich suchte alle möglichen Decken um mich einzumummeln und nicht zu frieren
Gegen 8.00Uhr sind wir aufgewacht, hingegen unsere Thailändischen Begleitung 4 an der Zahl waren schon fertig mit Morgenkosmetik und hatten auch schon sämtliches zusammen gepacckt. Eigentlich wollten wir heute ja schon vor 6 Uhr aufstehen, da am frühen morgen die Mönche mit ihren Booten den Kanal angefahren kommen und ihre Opfergaben in Form von Reis, Gemüse usw. sowie Waren für den täglichen Bedarf. Nur heute war ein Tag wie nicht jeder andere im Buddhistischen Alltag, ein bestimmter Feiertag (weiß leider den Namen nicht) an dem die Mönche ihre Gaben in den Tempel gebracht bekommen. Demzufolge haben wir auch noch nichts verschlafen.

Um 9.00Uhr haben wir alle zusammen gefrühstückt, es gab typisch thailändisch mit Reis und Suppe, Tee, Kaffee und auch untypisches für Thai, Toast und Marmelade. Als wir gerade begonnen hatten kam ein alte Frau den Kanal entlang gefahren, auf ihren Boot hatte sie allerhand Leckerlies mit Kokos, wir probierten sämtliches aus. Ganz lecker war's.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Boot eine Stunde oder auch etwas länger zum Ta Kha Floating Market, nachdem wir letztes Jahr im April in Damneon Saduak waren und es uns Fototechnisch richtig gut gefallen hat, mussten wir nun heute nätürlich auch auf diesen Markt. Der wesentlich weniger von Farangs frequentiert wird als Damneon Saduak. Eine Menge Bilder haben wir geschossen & uns noch mit sämtlichen Obst eingedeckt was wir heute und morgen noch verzehren wollen. Alsauch die leckeren Mangos von denen ich wieder welche mit nach Hause bringen muß.
zurück nach oben weiter

Änderungstag

Sonntag, 7. November 2004

23:14:57

© by chicken1606

Hosted by www.Geocities.ws

1