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Kastell
(von lateinisch castellum: Feste, Fort), befestigtes Heerlager, das ursprünglich
den Truppen des Römischen Reiches als Marsch- oder Winterquartier
diente. Seit der römischen Kaiserzeit wurden Kastelle auch als dauerhafte
Wehrbauten errichtet. Ihre Grundform ist ein durch Mauern gesichertes Rechteck,
das von zwei sich kreuzenden Straßen durchschnitten wird. Die eine
(via principalis) verbindet die Kastelltore der linken und der rechten
Mauer und teilt den Innenraum in einen größeren Vorder- und
einen kleineren Hinterraum. Fronttor und rückwärtiges Tor verbindet
die via praetoria. Am rechteckigen Platz der Kreuzung liegen die Stabs-
und Wirtschaftsgebäude, das Bad und das Lazarett. Die Tore und die
Lagerecken werden in der Regel durch Türme zusätzlich gesichert.
Kastelle gab es im gesamten Römischen Reich. In Deutschland wurden
sie in größerer Anzahl südlich des Limes errichtet, der
durch kleinere Kastelle in regelmäßigem Abstand von acht
Kilometern abgesichert wurde.
"Kastell," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie
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