UM Rodenbach 1999 - 50 km

Analyse

Genau 13 Tage nach meinen ersten Marathon, wagte ich mich an meinen ersten Ultra-Marathon heran. Da der Frankfurter Marathon so gl�nzend lief und ich �berhaupt keine Schwierigkeiten in den n�chsten Tagen darauf hatte, wollte ich einfach einmal eine l�ngerer Strecke ausprobieren.
Der Start um 10 Uhr passte gerade noch in unseren Terminplan am Samstag, da ab 17Uhr eine Geburtstagsfeier bei Freunden im Nachbarort auf diesem eingetragen war. Dazu bot sich Rodenbach f�r ein solches Unternehmen gerade zu an, da es nur ca. 10km vor meiner Haust�r liegt.
Meine Planung war f�r diesen Trainingslauf war recht einfach. Der Kurs von 10km musste f�nfmal gelaufen werden und ich wollte folgende Rundenzeiten laufen: 54, 52, 50, 52, 54min. Dies w�rde eine Endzeit von 4:20 ergeben.
Im Vorfeld lernte ich zum ersten mal eine Teilnehmerin vom lauftreff.de kennen, was ganz lustig war, da sie meinen Namen auch aus dem Lauftreff kannte.
Ich ordnete mich etwas weiter hinten ein und startete ganz gem�tlich mit dem ganzen Haufen. Bald orientierte ich mich an zwei "Oldies", d.h. die beiden waren noch ca. 10 Jahre �lter als ich, hatten aber tausende Kilometer mehr Rennerfahrung. Da das Tempo wirklich angenehm war, erz�hlten sie mir eine Menge von Biel und anderen sch�nen L�ufen an denen ich unbedingt teilnehmen m�sste, nachdem sie erfahren hatten, dass dies erst der zweite "lange lauf" f�r mich war. Der eine der beiden zog dann von dannen und der andere blieb nach 10km weiter zur�ck, da ich nach Plan jetzt mein Tempo etwas anzog.
Die Staffelung hatte ich deswegen so gew�hlt, da ich im training gemerkt hatte, dass so nach 20-25km immer eine Art Unlust f�rs Laufen bei mir auftauchte. Dieser Unlust wollte ich entgegnen, indem ich diesen Abschnitt schnell lief um somit diese Phase schnell zu �berwinden. Was im Endeffekt sehr gut klappte.
Sch�n bei diesem Rennen war, dass man die Spitze �fters sah und sogar "�berrundet" wurde. Da bekommt man erst einmal mit, wie schnell die ersten sind und wie lange sie dieses Tempo gehen konnten.
Zwischen km 15 bis 35 wurde das Rennen verdammt langweilig, da ich doch alleine vor mich hinrannte und niemand fand der so in meinem Tempo lief. Inzwischen lag ich bei km 35 etwa 3 Minuten unterhalb der angedachten Zeit, als ich eine L�uferin �berholte, die sich meiner Geschwindigkeit anpasste.
Wir kamen dann miteinander ins Gespr�ch und sie wollte an sich um die 4:10h laufen. Aber dazu war es jetzt schon zu sp�t und sie wollte wenigstens in unter 4:15 durchkommen. Das war zwar etwas schneller als ich vorhatte, aber froh dar�ber nicht mehr alleine Laufen zu m�ssen, gab ich jetzt das Tempo f�r sie vor. So gingen die n�chsten 15km ziemlich schnell rum und ich erreichte in 4:14:41 mit meiner "Laufpartnerin" das Ziel.
Nur bei im km 44 musste ich kurz in die B�sche verschwinden. Den "Zeitverlust" bzw. meine Laufpartnerin habe ich aber dann schnell im n�chsten km wieder eingeholt. Womit die sehr unterschiedlichen Zeiten bei diesen 2 km zu erkl�ren sind.
Bei 42,195 km wurde auch die Marathonzeit gemessen. Als ich dann Wochen sp�ter die Urkunde bekam, war ich darob wirklich erfreut, da ich eine Schnapszahl mit 3:33:33 h getroffen hatte.
Ohne mich noch lange am Ort des Geschehens aufzuhalten, ging mein bisher l�ngster Trainingslauf mit Duschen und Umziehen f�r die Geburtstagsfeier fast wie ein normaler Trainingslauf zu Ende.
Obwohl ich langsamer lief, als beim Frankfurt Marathon hatte ich in den n�chsten Tagen verdammt harte Beinmuskeln, was mir aber im lauftreff.de durch den sehr harten Untergrund der Rodenbacher Strecke (Asphalt auf Beton) erkl�rt wurde. Jedenfalls hatte ich eine weitere Sicherheit dazu gewonnen: Ich konnte auch eine l�ngere Strecke bei entsprechendem Tempo gut durchhalten.

Naja irgendwann kommt Biel auch noch mal dran.

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