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Die Kraniche des Ibykus - Teil 2
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Teil 1
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Und zwischen Trug und Wahrheit schwebet
Noch zweifelnd jede Brust und bebet,
Und huldiget der furchtbarn Macht,
Die richtend im Verborgnen wacht,
Die unerforschlich, unergr�ndet
Des Schicksals dunklen Kn�uel flicht,
Dem tiefen Herzen sich verk�ndet,
Doch fliehet vor dem Sonnenlicht.

Da h�rt man auf den h�chsten Stufen
Auf einmal eine Stimme rufen:
"Sieh da! Sieh da, Timotheus,
Die Kraniche des Ibykus!" -
Und finster pl�tzlich wird der Himmel,
Und �ber dem Theater hin
Sieht man, in schw�rzlichtem Gewimmel,
Ein Kranichheer vor�berzeihn.

"Des Ibykus!" - Der teure Name
R�hrt jede Brust mit neuem Grame,
Und wie im Meere Well auf Well,
So l�ufts von Mund zu Munde schnell:
"Des Ibykus, den wir beweinen,
Den eine M�rderhand erschlug!
Was ists mit dem? Was kann er meinen?
Was ists mit diesem Kranichzug?

Und lauter immer wird die Frage,
Und ahnend fligts mit Blitzesschlage
Durch alle Herzen: "Gebet Acht,
Das ist der Eumeniden Macht!
Der fromme Dichter wird gebrochen,
Der M�rder bietet selbst sich dar!
Ergreift ihn, der das Wort gesprochen,
Und ihn, an dens gerichtet war!"

Doch dem war kaum das Wort entfahren,
M�cht ers im Busen gern bewahren;
Umsonst! Der schreckenbleiche Mund
Macht schnell die Schuldbewu�ten kund.
Man rei�t und schleppt sie vor den Richter,
Die Szene wird zum Tribunal,
Und es gestehn die B�sewichter,
Getroffen von der Rache Strahl.

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