Liebe
MitarbeiterInnen, liebe Freunde,
obwohl der Deutsche Gehörlosen-Sportverband
jetzt auf 90 runde Jahre des Bestehens zurückblicken kann, legen wir
nicht die Hände in den Schoß und ruhen uns auf Lorbeeren aus.
Unser Sportverband blüht wie eh und je, und die Jugend drängt
nach vorn. Neue Namen stehen neben alten Routiniers in den Siegerlisten
und bald zeigt es sich wieder, wer zur Weltspitze zählt. Rom rüstet
zum Endspurt für das nächste große Treffen der Gehörlosensportler.
Hier werden die Besten für ihr jahrelanges mühevolles, aber auch
Freude bringendes Training belohnt.
Ältere Semester halten
die Geschicke des Gehörlosensports in ihren Händen und setzen
sich dafür ein, den Jüngeren die Wege zu ebnen für sportliche
Begegnungen auf nationaler und internationaler Ebene. So füllen die
Älteren eine wichtige Aufgabe als Ehrenamtliche aus. Ohne ehrenamtliche
Mitarbeiter kann kein Verband, kein Verein bestehen.
Im Deutschen Gehörlosen-Sportverband
sind es nicht wenige, die mit dem gleichen Schwung und Elan wie die Jugend
beim aktiven Sporttreiben ihren "Sport am Schreibtisch" ausüben, manchmal
mit Frust und Ärger, aber überwiegend auch mit Freude am Einsatz
für "unseren" Gehörlosensport.
Jetzt mussten wir uns von
2 treuen Mitarbeitern trennen, die durch den Tod abgerufen wurden. Zuerst
im August von Robert Brück, der im Alter von 74 Jahren nach langer
Krankheit starb. Bis zuletzt bekleidete er das Amt des 1. Vorsitzenden
des Gehörlosen-Sportverbandes Rheinland-Pfalz. Robert Brück hatte
viele Ehrenämter, ihm wurden unzählige Auszeichnungen zuteil,
unter anderem auch die Heinrich-Siepmann-Plakette und die Goldene Ehrennadel
des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes für seine langjährigen
Verdienste um den Gehörlosensport.
Ebenfalls im Alter von 74
Jahren verließ uns plötzlich der ehemalige Vizepräsident
und bis April 2000 amtierende 1. Vorsitzende des Gehörlosen-Sportverbandes
Berlin-Brandenburg, Harry Förster. Mit ihm verloren wir einen unermüdlichen
Kämpfer, der sich seit seiner Jugend dem Sport verschrieben hatte,
insbesondere der Leichtathletik. Harry Förster hob die Internationalen
Leichtathletik-Sportfeste des DGS aus der Taufe. In Koblenz konnte er noch
dem 15. Internationalen Leichtathletik-Sportfest beiwohnen und viele alte
Kameradinnen und Kameraden begrüßen. Er leitete die Sparte Leichtathletik
im DGS 20 Jahre lang. 8 Jahre war er Vizepräsident im CISS und erwarb
sich überall auf der Welt hohes Ansehen. Seine Verdienste wurden mit
dem Bundesverdienstkreuz am Bande, mit der Heinrich-Siepmann-Plakette und
vielen goldenen Ehrennadeln gewürdigt. Der Deutsche Gehörlosensport
trauert um seine verdienstvollen Kameraden
Doch auch Jüngere trifft es. So unseren hoffnungsvollen Nachwuchssportler Florian Göbel, der bei den Europameisterschaften im Radsport in Kladno/CZE einem grauenvollen Unfall zum Opfer fiel. Eine große Trauergemeinde darunter auch der Präsident des DGS, Hubert Wilhelm, und viele gehörlose Kameraden - geleitete den jungen Radsportler zur letzten Ruhe.
So liegen Freud und Leid
auch im Sport dicht beisammen. Wichtig ist, dass wir gemeinsam die Lasten
tragen und Freude gemeinsam erleben. So wird es dem Deutschen Gehörlosensport
auch in Zukunft nicht an Nachwuchs mangeln, der sich für den DGS einsetzt.
Allen Mitarbeiter/innen in
den Sportverbänden und Vereinen sowie allen Freunden recht frohe,
besinnliche Festtage und einen guten Start in das Weltspieljahr.
Präsidium
des DGS
i. A. Käthi
George
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