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Lidice, ehemaliges Bergarbeiterdorf in der westlichen Tschechoslowakei bei Prag. Das kleine Dorf war kaum bekannt, bis es am 10. Juni 1942 von einer deutschen SS-Einheit zerstört wurde, als Vergeltung für die Ermordung des Chefs der deutschen Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS, Reinhard Heydrich.
Gemäß den offiziellen deutschen Verlautbarungen und dem Bericht des einzigen männlichen Überlebenden des Anschlags sollen einige Dorfbewohner die Widerstandskämpfer unterstützt haben, die Heydrich erschossen. Am frühen Morgen des 10. Juni drang die SS-Einheit in das Dorf ein und trieb alle Dorfbewohner - mit Ausnahme eines Mannes, der sich außerhalb des Dorfes versteckte - zusammen. 173 Männer wurden erschossen, Frauen und Kinder in Konzentrationslager deportiert, und das Dorf Lidice wurde dem Erdboden gleichgemacht.
Offizielle Proteste gegen dieses Vorgehen kamen aus aller Welt, einige andere Orte wurden in Lidice umbenannt, in Erinnerung an das Dorf, das ein Symbol für den nationalsozialistischen Terror wurde. Nach dem 2. Weltkrieg kehrten die überlebenden Frauen und Kinder ins Dorf zurück. Eine neue Siedlung entstand neben dem ehemaligen Dorf, das heute eine nationale Gedenkstätte ist. Im November 1998 wurde ein mit deutscher Hilfe errichtetes ökumenisches Gemeinschaftszentrum eröffnet. An der Finanzierung des Gemeinschaftszentrums beteiligten sich die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland, die Bundesregierung und der deutsch-tschechische Zukunftsfonds.
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Lidice, village in western Czechoslovakia (in what is now the Czech Republic), that was destroyed in a retaliatory raid by the German army during World War II (1939-1945). According to the official German announcement and the account of the sole male survivor of the attack, it was believed that several residents of the village were involved in the May 1942 assassination of powerful Nazi administrator Reinhard Heydrich. In response, the German forces stormed Lidice and rounded up the residents during the early morning hours of June 10, 1942. A total of 173 men were machine-gunned, while the women and children were sent to concentration camps. The village was then completely leveled.
Official protests against the German action came from all over the world; several towns, including Stern Park Gardens, Illinois, and San Gerónimo, Mexico, were renamed Lidice in memory of the village, which became a symbol of Nazi ruthlessness. After the war, the surviving women and children of the village returned; a new settlement of Lidice was built near the old village, which is now a national park and a memorial.
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