- den Vorabend verbrachten unsere Eltern mit dem deutschen Team fröhlich und ausgelassen in der Pizzeria in Kladno, auch Florian war sehr vergnügt und unsere Eltern fanden ihn besonders sympathisch
- wir haben alle Fahrer beim Start beobachtet, viel fotografiert, Florian lächelte wie so oft und fuhr los
- als alle gestartet waren, gingen wir zum Ziel, um die ersten Fahrer für die zweite Runde anzufeuern, bald bemerkten wir, dass Florian nicht kam, die Sirene der Ambulanz heulte auf, das Auto fuhr los, Beunruhigung
- wir fragten, was los sei, wo Florian sei, angeblich sei er mit einem Italiener zusammengestoßen. Dorothee ging zur Mutter und zur Oma, um dies mitzuteilen
- besorgte Gesichter, Gebärden, die wir nicht richtig deuten konnten, unser besorgter Eindruck verstärkte sich
- Jens (aus Halle) musste nach der ersten Runde nach einem Sturz abbrechen, weinte, war außer sich, ob er etwas ahnte? gesagt hat er nichts
- ein Fahrer nach dem anderen erreicht das Ziel, besonders ein Italiener und der Estländer gebärden besonders aufgeregt, was soll das alles heißen?
- einer der tschechischen Organisatoren kommt auf uns zu, macht ein besonders aufgeregtes Gesicht, gebärdet etwas uns Unverständliches, jemand sagt, Florian sei vielleicht tot
- kurz darauf kommt Gerald ins Ziel, wirft Fahrrad und Helm heftig hin, brüllt "Wo ist Florian? Wo ist Florian?", kurz darauf "Florian ist tot! Florian ist tot!"
- er läuft auf die tschechischen Organisatoren zu, schreit, ballt die Fäuste, völlig verzweifelt und außer sich, greift einige Tschechen an, es ist schwer, ihn zu beruhigen, dann weint er ... was geschehen ist, ist allen blitzartig klar
- wo ist die Mutter, die Oma??... die Fahrer kommen nach und nach ins Ziel, sind verzweifelt, weinen und schreien, wie alle ... alles geht durcheinander, verzweifelte Umarmungen, alle gehören zusammen
- unsere Mutter sah, wie Carin vom Masseur abgeholt wurde, kurz darauf wiederkam, ganz allein... wie apathisch "Florian ist tot!"
- die Oma völlig verzweifelt, läuft schreiend umher, "Mein Florian ist tot! Mein Florian ist tot!"... unsere Mutter bleibt bei ihr
- Carin steht allein, fragt nach sehr kurzer Zeit, was zu tun sei... "Was müssen wir jetzt machen, was müssen wir denn jetzt machen?"
- sind dies die Symptome eines Schocks, oder hat sie die Kraft, diese extreme Situation besonnen zu regeln?... wir machen uns Sorgen
- Carin und ihre Mutter rufen zu Hause an, Telefonate mit der Botschaft, hin und her, langes Warten auf Rückrufe und klare Informationen
- Aufenthalt im Bürgermeisteramt, zusammen mit den tschechischen Organisatoren, die als Veranstalter besonders betroffen und verzweifelt waren
- die meisten Teams fahren in ihre Unterkünfte, die ganze Veranstaltung wird abgebrochen, Gerald. Manfred und Jens fahren mit unseren Eltern ins Hotel keiner spricht ein Wort
- dann langes Warten, Carin fragt, ob sie nochmal zu Florian gehen soll, keiner antwortet
- von unserer Seite der Vorschlag, in derselben Nacht noch nach Hause zu fahren, große Bedenken, Unsicherheit
- Eintreffen der Polizei und Erledigung der nötigen Formalitäten, nach heftigem Zuraten, auch von Seiten des Trainers, der Entschluss, noch in der Nacht nach Haus zu fahren
- vor dem Bürgermeisteramt kurzes Zusammentreffen mit dem Unfallverursacher, er muss auf die Polizei warten,... der Trainer und ein Tscheche werden handgreiflich und schreien den Mann an, schütteln ihn, wir versuchen, zu beruhigen
- dann endlich Abfahrt zum Hotel Kladno, schnelles Zusammenpacken, kurzes Verabschieden, alles wie ein Traum ... wir sind in besonderer Weise berührt, wie Carin sich von Gerald verabschiedet "Florian hat dich sehr gern gehabt", trotz dieser extremen Situation bedankt sie sich bei allen
- Fahrt zum Hotel in Prag, unterwegs schon wieder ein schrecklicher Unfall, in Prag unerlaubtes Linksabbiegen, sehr freundlicher Polizist lässt uns sofort weiterfahren
- Kofferpacken, kurze Kaffeepause im Hotel, 23°° Uhr Abfahrt über Pilsen
- unkomplizierte und schnelle Fahrt nach Mannheim, Ankunft bei Familie Spies gegen 4.15 Uhr
- Carin und ihre Mutter erzählen viel während der Fahrt aus Florians Leben und aus der Familie, die Nacht geht schnell rum
- nach kurzem Ausruhen um 8°° Uhr Frühstück, nach traurigem Abschied Zugfahrt von Mannheim nach Rotenburg
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