| Liebe Familie Göbel, liebe Verwandte und liebe Freunde! Ich habe Florian vor 8 Jahren kennen gelernt. Ich traf ihn zum ersten Mal in Stegen bei Freiburg an der Schwerhörigenschule. Wir fühlten uns durch die Schwerhörigkeit benachteiligt. Wir besuchten ein Internat - weg von unseren Eltern und unserem Zuhause. Das war hart für uns und wir mussten versuchen, damit fertig zu werden. Wir waren auch in der Freizeit viel zusammen und verabredeten uns, wenn wir am Wochenende nach Hause fuhren. Wir fanden ein gemeinsames Hobby: Mountainbike". An freien Tagen fuhren wir zusammen und nahmen auch an Wettbewerben teil. Florian trainierte viel mehr als ich und war der bessere Fahrer. In unserem Internatzimmer hatten wir viel Zeit für Träume und machten Pläne für die Zukunft. Unser Hauptthema drehte sich immer wieder um das Fahrrad. Sein großer Traum war, ein Profi zu werden. Dieses Ziel hatte er immer vor Augen. Ich bewunderte seine Beharrlichkeit und seinen Fleiß. Sein hartes Training wurde durch Erfolge belohnt, besonders auch durch die Aufnahme in die Nationalmannschaft. Mit dieser war Florian bei der EM in Kladno in Tschechien. Nach seiner Rückkehr wollten wir uns zu Hause treffen und trainieren. Dazu kann es nun nicht mehr kommen. Ich bin zutiefst erschüttert und traurig über seinen viel zu frühen Tod. Immer stehen mir seine Fröhlichkeit, seine Kraft und sein enormer Kampfgeist vor Augen. Wir müssen lernen, seinen Tod zu akzeptieren. Wir werden Florian immer in Erinnerung behalten. Seine ungeheure Lebenskraft wird uns Mut machen, die kommende schwere Zeit zu überstehen. Wir werden dich nicht vergessen. Matthias |