Vinzentisierung


VP	Item	Ergebnis

1	boz L	00111	01110
1	gan R	0011011	0011010
1	ket L	1001	1001
1	qaw L	1000	0000
1	suh R	00	00
1	vam L	010001	001000
1	tos L	00000	00000
1	ced R	1010011	1110010
1	wun R	001010	010011
1	kix R	

2	boz L	11001	01110
2	gan R	101001	111111
2	ket L	11000	00001
2	qaw L	11000	01001
2	suh R	10	11
2	vam L	11000	00000
2	tos L	0000	0000
2	ced R	1011	0100
2	wun R	000	011
2	kix R	11101	101111

3	boz L	
3	gan R	010	001
3	ket L	
3	qaw L	0	1
3	suh R	0	1
3	vam L	
3	tos L	
3	ced R	
3	wun R	
3	kix R	11	00

Zusammenfassung

Bei dem Versuch " Wiedergeben " wurden vornehmlich zwei Theoretische Lernanstze auf ihre Gltigkeit untersucht. Die Diskontinuittstheorie (Bower, 1961) beschreibt den Lernprozess als sprunghaft, von einem Moment zum nchsten hat die betreffende Person entsprechendes Material erlernt. Ganz gegenteilig hingegen die Kontinuittstheorie (Hull, 1965), diese geht von einer Kontinuierlichen Verstrkung der Beziehung des Reizes mit der Reaktion (Lernen) aus. Zur Prfung der Theorien wurden 10 sinnlose Silben in Kombination mit dem Buchstaben "L" oder "R" gezeigt. Nach einer ersten Raterunde muten die Versuchspersonen die jeweils richtige Kombination erlernen und wiedergeben. Wendet man nun ein spezielles Verfahren (Vinzentisierung) auf die Ergebnisse an, erhlt man zwei Lernphasen. Trifft die "Alles-oder-Nichts" Theorie von Bower zu, ist die Anzahl der Fehler in beiden Lernabschnitten gleich. Bei einem Zutreffen der Kontinuittstheorie von Hull hingegen, sollte sich die Fehlerzahlen in beiden Lernphasen signifikant unterscheiden. Diesen letzten Unterschied errechnet man mit dem Chi-Test. 
--- WAS TRIFFT ZU; HINSCHREIBEN ---

Der Versuch " Wiedergeben " zielt in erster Linie darauf ab, Lernen zu untersuchen. Zunchst eine kurze Deffinition des Begriffs. Anders als Amphibien, welche automatische Reflexe und angeborene Reaktionen zur Umweltbewltigung nutzen, knnen Tiere wie der Mensch durch Erfahrung Lernprozesse in Gang setzen. Dies ist heufig eine Folge von Interaktion mit der, den Menschen Umgebenden Umwelt. Einige Forscher gehen sogar davon aus, da die Lernfhigkeit genetisch bestimmt ist, das Lernpotential ist also erblich (Mayer 1974)
Lernen, ist ein Prozess, der zu relativ stabilen Vernderungen im Verhalten und Verhaltenspotenzial fhrt. Es beruht in erster Linie auf Erfahrung. Es ist jedoch nicht direkt beobachtbar, sondern erschliet sich dem Beobachter in den Vernderungen des Verhaltens (siehe dazu Behaviorismus). Ist etwas erlernt worden, muss es auch abrufbar sein. Je schneller es abrufbar ist, desto besser, da in der heutigen Zeit der Informationsreichtum imens und die Informationsbeschaffung recht einfach ist. 