


Autor: Ulrich Arndt.
Artikel in Esotera. Mai 1996
Es gibt die Möglichkeit
über die Schwingungsfrequenzen von bestimmten Wortkombinationen das energetische
Potenzial eines Menschen anzuheben. Es ist kein altüberliefertes indisches Mantra,
sondern ein persönliches "energetisches Codewort", das aus dem Puls "erspürt"
worden ist. Das jedenfalls behauptet Wolfgang Zönnchen, Leiter esoterischer
Seminare, Medium und Buchautor. 64 verschiedene "Energie-Codes" sollen auf diese
Weise beim Menschen "ablesbar" sein. Die Zahlengleichheit mit dem Code der DNS,
dem Träger der Erbinformation, sei kein Zufall.
Dieses besondere "Codewort" spielt in einer neuartigen Behandlung zur energetischen Harmonisierung des Menschen eine zentrale Rolle. Wolfgang Zönnchen, dem diese Therapie nach eigenen Angaben "auf medialem Wege enthüllt" wurde, nannte sie "Harmopathie" - als Verschmelzung der Worte Harmonie und Homöopathie. Mit Hilfe des individuellen Energie-Wortes soll es jedem Menschen spätestens nach 10 bis 20 maligem Üben gelingen, "heilende geistige Energie" freizusetzen - allein ein gewisses Maß an Konzentrationsfähigkeit sei nötig und menschliches Einfühlungsvermögen in die Person, der man diese Energie übermitteln möchte. Sie wird jedoch nicht wie normalerweise bei Geistheilungen direkt auf eine Person übertragen, sondern sie wird genutzt, um aus der energetischen Frequenz des Patienten ein ungewöhnliches energetisches hochpotenziertes Heilmittel herzustellen. Hierfür wird in einer abgewandelten Form der bekannten homöopathischen Arzneimittel-Potenzierung -nachdem der Akteur das "Schwingen des Energie-Wortes" praktiziert hat - die "Eigenenergie" des "Patienten" in neunundneunzig Tropfen Wasser verschüttelt. "Dadurch wird dessen eigene , Ur-Information`, also sein individuelles energetisches Programm, das in den Blutzellen gespeichert ist, freigelegt und aktiviert. Der Mensch wird quasi von energetischen Störungen befreit und neu aufgeladen", interpretiert Zönnchen sein Verfahren
Noch eine weitere
Besonderheit soll die harmopathische Behandlung haben: Die Potenzierung der
Eigenenergie kann ganz real im Reagenzglas erfolgen, aber auch ausschließlich
imaginativ, also in der Vorstellung des Behandlers durchgeführt werden Die Wirkung
sei bei beiden Methoden gleich: Es trete eine tiefgehende seelische und geistige
Harmonisierung ein, wodurch als Nebeneffekt auch viele körperliche Leiden verschwänden
oder zumindest gemildert werden könnten.
Nun wäre es durchaus
naheliegend, dieses ganze höchst abstrakte Verfahren als "esoterische Spekulation"
abzutun. Tatsächlich gibt es auch noch keine gesicherten medizinischen Studien
zum Erfolg dieser Behandlungsmethode. Die Berichte einzelner Ärzte, Heilpraktiker
und Psychologen. die diese neue Methode seit etwa eineinhalb Jahren neben anderen
Heilverfahren anwenden, sind jedoch so vielversprechend und oft verblüffend,
daß sich eine unvoreingenommene Prüfung empfiehlt: Schon nach wenigen Behandlungen
- in seltenen Fällen sogar nach einer einzigen - konnten Schmerzen, Migräne
und andere Gesundheitsstörungen, die von der Schulmedizin als psychosomatisch
bezeichnet werden, wie zum Beispiel Magersucht und Bulimie, völlig zum Verschwinden
gebracht werden. Zumindest aber soweit zurückgedrängt, daß der Patient sie nicht
mehr als größere gesundheitliche Belastung empfindet. So konnten zum Beispiel
Migräne-.Anfälle im Laufe der Behandlung von wöchentlicher auf eine Wiederkehr
erst nach mehreren Monaten hinausgeschoben werden.
Parallel zu solchen
körperlichen Wirkungen werde stets "ein tiefgehender Selbstfindungsprozeß beim
Patienten angestoßen, der zu einer größeren inneren Stabilität führt. Dadurch
wird die Streß-Empfindlichkeit verringert und vermutlich auch die Arbeit der
Selbstheilungskräfte erleichtert", sagt der praktische Arzt Dr. med. Dietrich
G., betont aber gleichzeitig: "Ein Wundermittel für körperliche Krankheiten
ist es jedoch nicht."
Dieser .,Selhstfindungsprozeß"
scheint sogar die Voraussetzung dafür zu sein, daß heim Patienten' eine gesundheitliche
Veränderung eintreten kann. Für die Psychologin Marika Opper, Worms, die nach
mehrmonatigen eigenen Versuchen seit dem Frühjahr 1994 Zönnchens Energiebehandlung
anwendet, ist die "innere Auseinandersetzung der Patienten mit sich selbst und
mit ihren verborgenen Ängsten, die durch die Harmopathie angestoßen wird", der
Schlüssel zu Gesundheit und Harmonie. Eine Auseinandersetzung, die nicht nur
im Intellekt stattfinde - wie dies bei Gesprächstherapien oft der Fall sei -,
sondern die viel tiefer, bis ins Seelische hineinreiche.
Statt zuerst
die Umgebung für alles, was einem zustößt, verantwortlich zu machen, suche man
in diesem Prozeß nach den Ursachen im eigenen Ich. "Wer dazu bereit ist und
diesen Weg der Persönlichkeitsentwicklung gehen möchte, bei dem kann die Harmopathie
sehr erfolgreich sein", sagt die Psychologin. Der Patient werde dadurch nicht
nur "seiner selbst bewußter", sondern auch "selbstbewußter", sicherer und insgesamt
harmonischer. Dies wiederum unterstütze ihn dabei, die Krankheit zu überwinden.
So habe Marika Opper erlebt, daß Schlafstörungen und geistige Verwirrtheit bei
älteren Menschen ebenso verschwinden wie zum Beispiel Erkrankungen der Wirbelsäule.
"Krankheit weist
auf die gestörte Kommunikation zwischen Seele, Geist und Körper hin. Diese Verbindung
sowie der Kontakt mit dem Göttlichen, das jeder Mensch in sich trägt, wird durch
die Harmopathie-Behandlung nach und nach verbessert", erläutert der "mediale
Schöpfer" der Therapie, Wolfgang Zönnchen, seine Deutung der Heilwirkung. Daß
geistig-seelische Disharmonien entscheidend zu der Entstehung von Krankheiten
beitragen können, wird in vielen naturheilkundlichen und esoterisch ausgerichteten
Therapien schon seit langem zugrunde gelegt und findet in jüngster Zeit mit
den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Psycho-Neuro-Immunologie (PNI) auch
in der Schulmedizin immer breitere Anerkennung. Neu ist jedoch Zönnchens Behauptung,
daß jeder Mensch das harmonisierende "Gegenmittel" bereits in sich trage. "Jeder
hat damit eine vollständige Apotheke' in sich, man muß diese Informationen nur
dem Patienten wieder unverfälscht zugänglich machen, was mit der Harmopathie
nach und nach erreicht werden kann."
Wie wichtig die
psychische bzw. geistigseelische Komponente bei einer Krankheit und ihrer Heilung
ist, betont auch Dr. Franz Gringinger, naturheilkundlich praktizierender Arzt
im österreichischen Wels. Seit eineinhalb Jahren wendet er Zönnchens Harmopathie
an - wie die meisten Behandler in der Variante der ausschließlich im Geistigen
vorgenommenen Potenzierung - und hat damit über 100 verschiedene Patienten behandelt.
"Alle
"Krankheit bietet die Chance für einen seelischen
Lernprozeß"
entwickeln nach
und nach mehr Vertrauen zu sich selbst und machen eine innere Entwicklung durch",
berichtet Dr. Gringinger. Seiner Meinung nach bietet eine Krankheit nämlich
auch die Chance zu einem Lernprozeß, und durch die innerliche Veränderung, die
von der Harmopathie angestoßen wird, werde die Krankheit schließlich überflüssig.
Er behandle zudem nur Patienten mit Harmopathie, die sich diese Form der Therapie
selbst auswählen. "Sie scheinen besonders empfänglich - oder gewissermaßen reif`
- dafür zu sein, und bei ihnen hat die Behandlung stets gute Erfolge", sagt
er. Auch er hebt jedoch hervor, daß die Harmopathie kein Wundermittel sei: "Eine
wirkliche Spontanheilung - bis auf die Behebung von Kopfschmerzen, Erbrechen
und Schwindelanfällen - habe ich noch nie erlebt." Dennoch konnte er allein
durch diese energetische Behandlungsmethode auch schwerste Krankheiten in ihrem
Verlauf stoppen. So habe sich zum Beispiel die angeborene fortschreitende Muskelschwäche
hei einem Mädchen - an der ihre Schwester bereits gestorben ist - soweit gebessert,
daß sie heute wieder gehen kann. Die Schulmedizin kenne dafür keine erfolgreiche
Behandlung. Ähnliche Erfolge habe er unter anderem hei Multipler Sklerose, Asthma,
Neurodermitis und schweren Erschöpfungszuständen erreichen können.
Alle Behandler
betonen, daß es noch eine weitere wichtige Voraussetzung dafür gehe, daß die
Harmopathie überhaupt funktionieren kann - die Aufnahme eines Kontakts mit dem
Unbewußten des Patienten. "Nur wenn sich ein Behandler dank eigener großer Lebenserfahrung
auf den Patienten einstellen kann, kann auch die Behandlung erfolgreich sein",
sagt die Psychologin Marika Opper. Sie kombiniert die harmopathische Behandlung
mit einer Gesprächstherapie.
Ein anderer Behandler
meint aufgrund seiner Erfahrungen, daß ein erfolgreicher Heilungsprozeß ähnlich
wie bei einer Geistheilung auch hei der Harmopathie vor allem durch das Maß
an "Nächstenliebe" gefördert wird, das der Behandler dem jeweiligen Patienten
entgegenbringen und ihm zeigen kann. Damit wird Zönnchens wohl allzu kühne Behauptung,
daß generell jeder die Harmopathie erlernen und gleich gut mit ihr behandeln
könne, zurechtgerückt.
Auch Patienten
spüren meist schon während der Behandlung, daß Ungewöhnliches mit ihnen geschieht.
Ihnen wird heiß, sie sehen innere Bilder, haben das Gefühl, ihre Wirbelsäule
werde "zurechtgerückt", spüren eine große Ruhe und Harmonie oder fühlen sich
innerlich aufgewühlt und erinnern sich an längst Vergangenes. Mir selbst ergeht
es nicht anders, als ich im Rahmen eines Wochenendseminars mit den harmopathischen
Grundregeln vertraut gemacht werde. Insgesamt neun Personen - außer mir ein
Psychologe, drei Heilpraktiker, ein Heilpraktiker in der Ausbildung, ein ReikiTherapeut
und zwei Laien -, üben wir untereinander das ungewöhnliche Patientengespräch
und die damit verbundene innere Kontaktaufnahme sowie die harmopathische Energie-Behandlung.
Die stärkste Reaktion erlebt dabei Heilpraktikerin Helga E., die aufgrund eines
langjährigen Hüftschadens gerade an Schinerzen in den Knien leidet. "Während
ich behandelt wurde, wurde ich einige Male förmlich hin- und hergeschüttelt.
Jetzt sind meine Schmerzen in einem Knie völlig weg und in dem anderen deutlich
geringer", erzählt sie uns danach. Seminarleiter Wolfgang Zönnchen dämpft jedoch
die Erwartungen der übrigen Teilnehmer und versichert, daß solche schnellen
und heftigen Reaktionen eher die Ausnahme sind.
Was ist nun die
Harmopathie - eine Weiterentwicklung der Homöopathie, eine Form der Geistheilung?
Oder beides zugleich'?' In einer Meldung der Presseagentur dpa bezeichnet Prof.
Wolfgang Schramm von der Universitätsklinik München sie als "homöopathische
Variante mit einem Gemisch aus Psychologie und Psychotherapie". Dr. Gringinger
sieht in ihr eine Form der (psychologischen) "Entwicklungstherapie". Zumindest
wenn sie rein mental angewendet wird, kann man sie auch der Geistheilung zurechnen.
In der besonderen Ritualisierung der energetischen Behandlung durch Potenzierung
der Eigenfrequenz, Energie-Code und Gespräch scheint der Behandler in die Lage
versetzt zu werden, mit einer bisher nicht erklärbaren "Kraftquelle" heilerisch
arbeiten zu können. Von anerkannten Geistheilern, die eine offenbar vergleichbare
Fähigkeit meist "spontan" erlangen, wird diese Quelle als Gott, Liebe oder All-Verbundenheit
bezeichnet. Zönnchen legt das in seinen Äußerungen ebenfalls nahe, wenn er von
dein "Göttlichen im Menschen" spricht, für das man sich öffnen solle. Woher
die Energie jedoch wirklich kommt und woher er die Therapieform "medial übermittelt"
bekam, vermag er nicht zu sagen.
Das alles macht
neugierig auf den Menschen Wolfgang Zönnchen. Wer ist dieser stämmige 50jährige,
der ein Glas Wein liebt und von den Zigaretten - wie er gesteht - nicht lassen
kann? Als er vor rund zehn Jahren zum ersten Mal "Stimmen" in seinem Kopf "hörte",
war er keineswegs ein eingefleischter Esoteriker. "Ich war damals ein erfolgreicher
Unternehmer, besaß eine Gesellschaft zur Vermarktung von Tankstellen-Kreditkarten
und einen Großvertrieb für Videofilme und beschäftigte insgesamt 200 Mitarbeiter."
Nach den ersten medial empfangenen Botschaften und nachdem ihm mehrere Psychiater
versichert hatten, daß er "nicht spinne, sondern vollkommen gesund" sei, verkaufte
er seine Firmen und begann esoterische Bücher zu schreiben und Seminare zu halten.
Ein Spiegelbild der Desorientierung des Menschen.
Den ersten spektakulären
Erfolg einer medial übermittelten Therapie erlebte Zönnchen im Sommer 1990.
Patient war damals allerdings der Wald. Um ihn von dem um sich greifenden .,Waldsterben"
zu kurieren, ließ er nach traditionellem homöopathischem Verfahren ein Präparat
herstellen. Ausgangsstoffe waren Regenwasser, das von mehreren Schauern jeweils
aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen aufgefangen worden war, der Samen von
Tannenzapfen und verschiedene Pflanzenstärkungsmittel.
Dieses homöopathisch
potenzierte Gemisch sprühte er in Zusammenarbeit mit dem "Forschungs-Förderungs-Fonds
der österreichischen Wirtschaft" vom Hubschrauber aus auf einen Teil des erkrankten
Hochgebirgswaldes in Nenzing/Vorarlberg. Der Erfolg war verblüffend. Den Auswertungen
von "Umwelt-data" zufolge wurde der Wald zwar nicht sofort wieder gesund, jedoch
konnte auf den zweimal bestäubten Waldflächen eine weitere Verschlechterung
zumindest gestoppt werden. Einige Bäume waren auch deutlich dichter belaubt.
Die benachbarten Waldstücke hingegen siechten weiter vor sich hin (s. esotera
4/91, S. 13).
Warum wurde dieses
Mittel daraufhin' nicht großflächig angewendet? Zum einen habe sich niemand
dafür interessiert, zum anderen aber habe auch Zönnchen die Anwendung nicht
mehr gewollt. Der Grund: "Dieses Projekt war gewissermaßen eine Vorbereitung
auf meine eigentliche Aufgabe, nämlich eine neue Behandlungsmethode für Menschen
zu verbreiten. Medial 'wurde mir klargemacht. daß die Erkrankung des Waldes
ein Spiegel für den Menschen sei, damit er seine tiefe Desorientierung und Erkrankung
der Seele wahrnimmt", behauptet er. So könne seiner Auffassung nach das
Waldsterben
auch nur durch eine tiefgehende "Behandlung" des Menschen geheilt werden, alles
andere wäre nur ein Herumkurieren an Symptomen. Die Harmopathie soll diese tiefgehende
"Heilung" des Menschen bewirken.
HARMOPATHIE
® als Ganzheitsprinzip kann da
viel bewirken. Lesen Sie dazu auch die Patientenberichte bei mir auf der
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