in ein literarisches oder wissenschaftliches Werk bzw. in mündliche Rede.
Oftmals erfolgt das Zitieren mit Nennung des Verfassers oder der Quelle,
etwa in einer dem Text beigegebenen Fußnote oder in Anmerkungen,
im Druck meist auch graphisch hervorgehoben, z. B. durch Kursivsetzung,
Anführungszeichen, Blockzitat oder Ähnliches.
Die Verfasserangabe entfällt bei Zitierung „geflügelter Worte",
also bei Zitaten,
deren Herkunft als bekannt vorausgesetzt werden kann bzw. die sprichwörtlich
geworden sind.
Wird der Quellennachweis bei weniger bekannten Texten absichtlich verschwiegen,
spricht man zumeist von einem Plagiat,
im Grenzbereich liegt die indirekte, sinngemäße Wiedergabe
von Textstellen
(Paraphrase, Anspielung).
Innerhalb der Postmoderne jedoch wird das Zitieren zum legitimen Verfahren
einer intertextuellen Strategie und wird - etwa bei Thomas Pynchon
(„Rat das Zitat") -
bereits wieder ironisiert ( Intertextualität).
Zitate fungieren als Bestätigung und Erläuterung eigener
Aussagen,
sie können als rhetorischer Schmuck
oder
in polemischer, demagogischer oder humoristischer Wirkungsabsicht Verwendung
finden.
Als Motto, Widmung oder im Titel geben Zitate Auskunft über Traditionszusammenhänge
oder dienen als Interpretationshilfen.
In der Erzählkunst hat sich das Zitat zu einem Stilmittel mit unterschiedlichster
Funktion entwickelt;
im Werk so unterschiedlicher Autoren wie Miguel de Cervantes, Hermann
Melville (verstärkt zu Beginn von Moby Dick), Christoph Martin Wieland,
E. T. A. Hoffmann, Theodor Fontane oder Thomas Mann spielen sie eine
zentrale Rolle.
Selbstzitate können Beziehungen innerhalb des Werkes eines Autors
stiften.
Zitatanthologien (Analekten, Florilegien, Kollektaneen, Blütenlesen)
zum Gebrauch für Rede, Predigt u. Ä. gibt es seit der Antike.
Quelle:
"Zitat," Microsoft® Encarta® Enzyklopädie
2000.
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[fri2003]