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Abschlu�fahrt 2000

Wie sicherlich in vielen anderen Schulen auch, geh�ren Klassen- oder Kursfahrten zur sch�nsten Zeit im Leben eines Sch�lers. Die Abschlu�fahrt - als letzte gemeinsame Reise des ganzen Jahrgangs - soll in dieser Hinsicht ja bekanntlich den H�hepunkt darstellen. Ob allerdings die vorangegangenen Kursfahrten durch diesen Trip noch �bertroffen werden konnten, lest Ihr am besten selbst ...

Unseren Jahrgang zog es unter dem Einflu� der Lehrer und ihrem ganz besonderen Faible wieder einmal in den Ostblock,
und zwar ans Schwarze Meer.
Vom 24. September bis zum 1. Oktober
- also zu Beginn des letzten Schuljahres - war Varna (Bulgarien) der Aufenthaltsort des Abiturjahrgangs 2001 des Einstein-Gymnasiums.

Los ging es auf dem Flughafen Berlin-Sch�nefeld, wo alle dem "First Class"-Flug mit der als absolut sicher und zuverl�ssig geltenden Balkan Airline - oder sollte man lieber "Never come back"-Airline sagen - gespannt entgegenfieberten. Der Flug verlief so, wie wir uns es vorgestellt hatten, na gut nicht ganz so schlimm, denn wir sind ja nicht abgest�rzt. Trotz extrem behaarter, "maskuliner" Stewardessen in gehobenem Alter, starker Turbulenzen, dem Geruch von Erbrochenem in der Nase (der unruhige Flug war wohl zuviel f�r jemanden, einige Reihen vor oder hinter mir) und einem schr�gen Anflug auf Varnas Landebahn kamen wir schlie�lich relativ unbeschadet an.
Die Erleichterung war gro�, denn eines war sicher: Bevor wir uns erneut dieser Gef�hrdung unseres noch jungen Lebens aussetzen werden, w�rden wir zumindest noch eine tolle Woche zusammen verbringen, wenn ... ja, wenn wir die Busfahrt ins Hotel �berstehen sollten.

Untergebracht waren wir im Etablissement Pliska. Ich verwende diese Bezeichnung nicht nur der Abwechslung wegen, sondern aus dem Grund, weil es sich hierbei wirklich um ein Stundenhotel handelte, in dem keimige Sextouristen ihren Trieben freien Lauf lie�en und einigen Klassenkameraden bizarre Schattenspiele auf benachbarten Balkons bescherten.

Schon bei unserer Anreise machte die Hostess oder Hausdame auf mich den Eindruck einer Prostituierten, die Kondome in einer gro�en Schale neben dem Schl�sselschrank taten ihr �briges dazu bei, obwohl dies ja eigentlich schon mal ein vorbildliches Zeichen ist, zumindest eines f�r den Anfang, denn: Vergessen ist ansteckend!

Nach der erfolgreichen Eroberung eines Doppelzimmers, das ich mir mit David teilte, konnte die Erforschung der n�heren Umgebung beginnen. Doch zuvor noch ein Wort zum Zimmer: schon im Reisekatalog stand bei Ausstattung: Dusche&WC, Teppich
- na super, wenn der schon als Extra angef�hrt wird, kann man sich ja auf etwas gefa�t machen - und da lag er auch, so ein gro�er keimiger Staubf�nger, in dem das heimische Ungeziefer seinen Nachwuchs heranzieht.

Den ersten Abend fand man sich dann in der noch unbekannten Umgebung zum Speisen im Restaurant gegen�ber der Strandpromenade ein, wo dann nach und nach die Zahl Einstein�scher Sch�ler stieg. Nach einer kurzen Performance einer einheimischen Tanzgruppe konnte man den Punkt Folklore damit auch als so gut wie abgehakt betrachten. Viel mehr kam an kultureller Bildung n�mlich nicht mehr hinzu.

Denn unsere Lehrer zogen ihren eigenen Stiefel durch und lie�en uns weitestgehend in Ruhe - und das war auch gut so. Wir sahen sie nur mal ab und zu zum Fr�hst�ck oder abends in nem Restaurant. Oder auch bei einem Kontrollbesuch im Bonkers, der Disco, in der wir unsere N�chte zum gr��ten Teil mit Tanzen und dem Konsum alkoholischer Getr�nke verbrachten. So war es keine gro�e �berraschung, da� einige Abiturienten die ganze Woche lang unter dem Einflu� von Bier, Wodka & Co. standen.

Die ersten Tage spielte Petrus noch nicht ganz so mit, wodurch wir uns schlie�lich zu einem Ausflug nach Varna aufmachten. Zun�chst wollten wir den n�chsten Bus nehmen, doch dann wurden wir pl�tzlich von einem Taxifahrer angesprochen. Nachdem wir seine Vorstellungen bis auf den Preis der Bustickets heruntergehandelt hatten, legten wir unser Leben wieder einmal in die H�nde eines fremden Mannes.

In der Stadt wurde man sogleich von bettelnden Kindern und Taschendieben belagert, an jeder Ecke wollten die dich �bern Tisch ziehen.
Einige - Ich nicht - deckten sich mit Plastikwaffen verschiedendster Gattungen ein, so da� Pliska neben dem horizontalen Gewerbe nun auch noch Schauplatz von etagen�bergreifenden "Bandenk�mpfen" wurde, bei denen sich Bonnie & Clyde
dem Texas Renne stellten.

Der Tagesablauf in dieser im Herbst doch eher verlassenen Strandmetropole bestand im Gro�en und Ganzen aus Relaxen am Strand, wo sich das Gros des Jahrgangs zum Beach Volleyball, Beach Soccer und Baden traf.
Das Schwarze Meer war zwar nicht sehr warm, aber doch eine angenehme Abk�hlung. Mit der Hitze begann man sich auch zu enth�llen und aus so manch einem verh�llten Entlein wurde eine Strandnixe.

Fortsetzung folgt ...



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