Niccolo Machiavelli entwickelte ein Geschichtsmodell, welches in seinen Grundz�gen der Antike entnommen war. Seiner Auffassung nach besteht die Geschichte aus ener Aneinanderreihung vieler Zykklen. Dabei ist deren L�nge zeitlich abh�ngig von der L�nge der einzelnen Phasen. Deren Zeitdauer wiederrum von den St�rken der VIRTU und FORTUNA. Es verhalten sich dabei VIRTU und FORTUNA indirekt proportional zueinander. Die AMBIZIONE allerdings stehen in direkter Proportionalit�t zu FORTUNA, k�nnen allerdings durch zunehmend erstarkendes VIRTU auch diesem dienen, durch dessen St�rke, zu der auch dessen geistige �berlegenheit z�hlt, von ihm f�r sich dienstbar gemacht werden. Also stehen die AMBIZIONE zwischen VIRTU und FORTUNA, sozusagen als Betrag ihres eigenen Wertes. Dieser Zyklus ist eine Spannungs- und Ereigniskurve zwischen einem Tiefpunkt, einem H�chstpunkt und wieder einem Tiefpunkt. Dabei sind die Aussichten in den Tiefpunkten jeweils hofnungsvoll, da ein Hoch folgen wird, und die Aussichten im H�chstpunkt hoffnungslos, da ein Abstieg bevor steht. Die Phasen des Aufstieges werden jeweils eingeleitet mit dem Auftreten des UOMO VIRTUOSO. Dieser bekommt den Auftritt des PRINCIPE NUOVO und entspricht strukturell dem Staatengr�nder des neuzeitlichen Naturrechts.
Da Machiavelli des �fteren schon falsch verstanden wurde, hier nocheinmal deutlicher: er F�rst ist kein Despot, kein Vernichter oder endzeitlicher Herrscher. Im Gegenteil! Er mu� von charismatischer Natur sein, um den im Tiefstand befindlichen Staat zum H�chststand f�hren zu k�nnen. Auf dem Weg dorthin, m�ssen auch Entscheidungen getroffen werden, die zwar gut f�r den Staat sind, aber mitunter unterdr�ckend oder streng dem Volke oder anderen Staaten vorkommen. Nach Machiavelli sollen diese Mittel genau abgew�gt werden, aber da das h�chste Ziel ein gefestigter Staat ist, darf nicht vor ohnen zur�ckgeschreckt werden!
Im �brigen weist die charimatische Herrschaft Max Webers einige Parallelen zu Machiavellis F�rstenbild der Aufbauphase auf. |