Wir sind doch nur Freunde, oder?   von MelChan
                                    (Taito)
================================================================================
                          Kapitel 5: "Erste Zweifel"
                          --------------------------

Laute Stimmen durchbrachen die Stille des Tages, der in einem warmen Sonnenlicht
getränkt war. Die Stimmen, kreischend und aufgeregt erfüllen die Luft mit Leben.
Die Bäume wogen leicht im Wind, ließen die Blätter rauschen, gleich als ob sie
miteinander erzählen würden. In der Nähe der großen Bäume befindet sich ein
Fußballfeld, gefüllt mit Menschen. Die eine Hälfte davon in blauen Trikots
gekleidet,  die andere in Roten. Ein Spiel. Es geht um die Qualifikation für das
Achtelfinale der Junioren-League. Aufgeregt kreischen die Mitspieler über das
Feld, versuchen ihre Aufregung dadurch abzubauen, denn ein braunhaariger
Wirbelwind stürmt im Alleingang über den grünen Rasen. Wie ein Pferd, auf der
Flucht vor einen Raubtier. Seine Schnelligkeit ist atemberaubend, doch noch viel
erstaunlicher die Energie, die er ausstrahlt. Wie seine Muskeln sich bewegen,
wie verbissen seine Gesichtszüge verzogen sind. Alle Zellen in seinem Körper
haben nur ein Ziel: dieses Spiel gewinnen. Weiter kickt er den Ball vorwärts,
umzingelt von unzähligen Gegenspielern. Doch Tai erkämpft sich weiter allein den
Weg zum Tor, will sich den Ball nicht abnehmen lassen. Zu nah ist die Erlösung,
zu nah ist der Sieg, so dass der innige Wunsch bestand das Siegertor zu
schießen. Hier und jetzt, im Alleingang. Auf die Mitspieler nimmt der
Braunhaarige keine Rücksicht, vergisst sie, drängt sie in die hinterste Ecke
seines Bewusstseins. Doch tauchen sie wieder vor seinem geistigen Auge auf, als
einer von ihnen wutentbrannt schrie:  "Yagami!!!! Bist du schwul oder was??? Gib
endlich den Ball ab, du hast doch keine Chance!" Tsuzukis Augen flammten,
verstanden seinen Freund nicht, denn er sah, wie die Wuschelmähne von immer mehr
Gegnern umzingelt wurde. Tai erschrak, sein Herz schmerzte bitterlich bei den
geäußerten Worten seines Freundes ,Schwul?'. Stechend und drückend machte es
sich in der eigenen Brust bemerkbar. Brachte den Puls zum Rasen und verursachten
einen Sturm von Gefühlen und Gedanken in seinem Körper: , Schwul.... Sollten sie
etwa wissen, dass ich und Yama... Sind wir schwul?', wie zur Salzsäule erstarrt
blieb er stehen, rührte sich nicht einen Millimeter weiter. Mit einem Blick der
an Panik grenzte starrte er ziellos durch die Gegend. Taichi war unfähig zu
denken und sich zu bewegen. Die so eben genannten Worte lähmten den Körper und
machten es seinem Gegner leicht ihm den Ball abzunehmen und auf das Tor
zuzusteuern. Noch immer hielt der Schock an, doch konnte der Braunhaarig langsam
Worte empfangen, sie drangen unterschwellig an ihn heran. "Mensch Taichi! Steh
nicht so blöd rum, Manndeckung!!!!", schrie der Coach vom Spielfeldrand. "Yagami
beweg endlich deinen Hintern und nimm ihm den Ball wieder ab!!!", kam es aus
einer anderen Richtung. Die Mitspieler kreischten auf, verstanden den Stürmer.
Nach schier unendlich wertvollen Sekunden besann sich Taichi wieder. Analysierte
die aufgenommenen Worte und schüttelte den Kopf, als ob er seine Gedanken heraus
treiben wollte, die ihn so beschäftigten. ,Unmöglich, unmöglich, sie können es
nicht wissen.', und der Versuch sich selbst zu überzeugen und wieder aufzubauen
fasste Fuß, ließ es zu, die noch eben gelähmten Gliedmaßen zu bewegen. Die
trüben Gedanken wurden vollkommen verdrängt und sich wieder auf das Spiel
konzentriert. Es war noch nicht zu spät, noch konnte er sich den Ball zurück
erkämpfen. Schneller und gezielter liefen die Beine dem Typ hinterher, der im
Ballbesitz war. ,Na warte, dich mach ich fertig.', schallte es durch den Kopf
des Braunhaarigen. Und mit Leichtigkeit hatte Tai ihn wieder eingeholt und
startet einen Zweikampf, um das runde Leder wieder vor seinen eigenen Füßen
spüren zu können. Rechts und links, der Gegner konnte gut mit dem Ball umgehen,
tanzte und spielte mit ihm herum, doch Tai lies sich nicht beirren und wollte
den Ball mit seinem Fuß wegkicken, als er das Schienbein des Gegners traf.
Prommt ließ sich dieser vor Schmerzen fallen und rollte sich auf dem Boden,
während er dabei sein Schienbein hielt. Pfiff, der Schiedsrichter kam auf die
beiden zu, diskutierte mit Yagami. Und zog die gelbe Karte. "Das war eindeutig
ein Foul! Noch so eine Aktion Yagami und du erhältst rot!", keifte der Mann im
schwarzen Dress. "Schon klar.", sagt Tai leicht sauer aber einsichtig und
reichte seinem am Boden liegendem Gegner die Hand um ihm auf zu helfen, der
diese Geste der Versöhnung annahm und sich helfen ließ. 
Dass das Spiel unentschieden ausging, war noch reichlich glücklich für das blaue
Team. Taichi war heute wirklich nicht auf der Höhe. Hatte ihn doch diese
Bemerkung seines Mitspielers vollkommen aus der Fassung gebracht. Dieser kam
jetzt in der Umkleide auf ihn zu und fragte: "Mensch Tai, alles klar? Wo warst
du heute mit deinen Gedanken? Haste Stress, oder wie?", mit einer Hand stützt er
sich dabei auf der Schulter des braunhaarigen ab. "Nein, ich hatte nen
schlechten Tag, passiert jedem doch mal.", "Kann schon sein, nur ist das bei dir
bis jetzt noch nie aufgetreten.", sagte dieser skeptisch. "Was  verlangst du von
mir? Ich bin doch nicht Mister Fußballstar!!", fauchte Tai ihn an. "Ist okay,
ich seh schon heute macht man besser ein Bogen um dich. Sei morgen aber besser
drauf beim Training.", "Ja...", grummelte Tai nur noch und zog sein Trikothemd
aus. Danach ging er unter die Dusche und reinigte sich vom Schweiß, der den
gesamten Körper überzog. Taichi war mal wieder der letzte, wie immer. Er genoss
die Wassertropfen, die auf seinen Körper hinabprasselten, schloss friedsam die
Augen. Der letzte seiner Mitspieler verließ die Kabine, schrie zuvor noch ein
"Bis morgen!" zu dem braunhäutigen Menschen. Tai beugte seinen Kopf unter den
Wasserstrahl, stütze sich mit der rechten Hand an der Wand ab. Das Wasser
haftete an den Haaren, machten sie schwer und ließen sie nach unten hängen. Auf
einmal erklang eine Stimme in der Umkleidekabine. "Tai? Bist du noch da?" fragte
Yamato hinein und schloss die Tür hinter sich. Er sah die Sachen von Taichi
liegen und stellte seine Gitarre dazu. Danach ging er zu den Duschräumen und
öffnete die Tür. "Tai?..", Yamato riss die Augen auf, das Bild, welches sich ihm
bot, war einfach zu herrlich. Tai erschrak, drehte sich herum und blickte in die
blauen Augen, die schwimmrig glänzten. Tais Wangen nahmen eine überrote Färbung
an und auch Yamato wurde verlegen. "So..Sorry..", sagte er und drehte sich um
ging von den Duschen weg zurück in die Umkleide. ,Shit...', Yamato hielt sich
die rechte Hand vor dem Mund. Sein Herz schlug wahnsinnig schnell. Klopfte ihm
bis zum Hals. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er auf seine Gitarre, ließ
die eben erblickten Bilder Revue passieren. Da stand Tai. Der Rücken zu Yamato
gewendet. Alles was Matt nur noch sah, war einen unendliche Landschaft von
muskulöser Schokoladenhaut, die von unzähligen Wasserperlchen übersäht wurde.
,Verdammt, sieht er gut aus.' Dann drehte Tai sich um, und Yamato konnte in
diese Augen sehen. Wieder waren sie so schön, als würde er sie das erste Mal
sehen, dabei waren sie bereits seit Jahren Freunde und seit ca. 2 Monaten ein
Paar. Langsam beruhigte sich Yamato. Allein der nackte Anblick seines Freundes
ließ ihn einen Druck in seinem Schoß verspüren. Das Herz schlug ihm noch immer
bis zum Hals. Matt hörte platschige Schritte, einer Ente gleich und drehte sich
um. Da stand er wieder. Taichi, nackt nur mit einem Handtuch um seine Hüften
gebunden. "Du holst mich ab?", fragte Tai leise und mit roten Wangen. "Ja...
meine Probe hat vor kurzem geendet und ich wollte ja heute mit dir noch was
unternehmen", erwiderte Matt, konnte seiner Wuschelmähne aber nicht in die Augen
blicken. Viel zu eigenartig war die Situation. Tai ging auf seine Sachen zu und
zog sich sein T-Shirt über, danach ließ er das Handtuch fallen und zog seine
Hotpants an. Yamato schaute absichtlich in eine anderer Richtung. ,Ich stell
mich wieder zu blöd an. Immerhin ist er ja auch ein Kerl.', wurde gedacht und
scheu wieder zu seinem Freund geguckt. Dieser schaute ihm in die Augen und
lächelte ihn keck  an. Dieses Lächeln gab Yamato zweifelsohne Kraft und
Selbstvertrauen, schenkte ihm Sicherheit, so dass auch er leicht grinste. Danach
ging er auf Taichi zu und legte seine Lippen behutsam auf die seinen. Es war ein
scheuer Kuss, als ob es das erste Mal wäre, denn noch immer lag Verunsicherung
darin. Dennoch konnte der blondhaarige seine Hände nicht bei sich lassen und
fing an unter das T-Shirt damit zu schlüpfen und fuhr Tais Wirbelsäule mit den
Fingerspitzen hinunter zu seinem Po. Als er auch dort unter das Stück Stoff
gleiten wollte...unterbrach ihn Taichi. "Matt, nein... nicht jetzt und hier.",
mit sanften Nachdruck schob er seinen Freund von sich und zog sich seine Hose
sowie den Rest seiner Sachen an. Der Sänger wusste nicht recht, wie er sich
verhalten sollte. Zweifel kamen in ihm auf. Unsicherheit erfüllte sein Herz
ebenso eine panische Angst. Eine peinliche und unangenehme Stille erfüllte den
Raum. Als Tai mit Anziehen fertig war gingen beide stumm los und nahmen Kurs auf
Matts Zuhause. Was war nur passiert? Auf einmal war diese Kühle zwischen den
Beiden so befremdlich. Matts Nase fing an zu kribbeln, er kannte das Gefühl,
immer dann, wenn Tränen versuchten einen Weg nach außen zu finden. Er versuchte
sie zu unterdrücken, kämpfte gegen sie an und schaffte es, dass sie
zurückgehalten werden konnten. Schluckte seinen Frust herunter. Tai ging
nachdenklich neben dem Blonden her und schwebte in einer anderen Welt. Es
beschäftigte ihn noch immer diese Bemerkung von vorhin. Warum hatte er jetzt auf
einmal Zweifel? Wusste er denn nicht von Anfang an, worauf er sich einließ?
Taichi schüttelte seinen Kopf, versuchte diese Gedanken zu vertreiben. Er wollte
jetzt nicht darüber nachdenken. 
"Tai?", Yamato durchbrach die Stille. In seiner Stimme lag ein ernster Ton.
Taichi schenkte ihm seine Aufmerksamkeit. "Ist irgendetwas mit dir? Du bist so
komisch.", sagt Matt, und starrte nur gerade aus. Ein kurzer Moment des
Schweigens, es schien so als ob die Welt in Vakuum gepackt wurde, nicht einmal
Motorengeräusche oder sprechende Menschen oder sogar Vögelgesänge waren zu
hören. Es war gespenstig ruhig und alles schien auf die Antwort von Taichi zu
warten. "Es ist nichts, wirklich, mach dir keinen Kopf.", sagte er ruhig und
versuchte zu lächeln. Zweifels ohne war dies das typische Tai-Grinsen, jedoch
erschrak Yamato ein wenig als er ihn dabei ansah, denn seine Augen lachten
nicht, sie blieben trüb und bedrückt, irgendetwas schien ihn zu stören. Matt tat
so als sei er beruhigt und lächelte ebenfalls. "Dann ist ja gut.", sagte er
gespielt fröhlich. "Was wollen wir beide heute denn machen?", fragte er um diese
beängstigende Situation zu beenden. "Na, erst mal zu dir und dann überlegen wir
weiter.", antwortete Tai. So setzten sich beide in Bewegung. Matt war zwar immer
noch über Taichis komisches Verhalten leicht verstört, wollte aber nicht zu viel
da hinein dichten. ,Ich mach mir mal wieder vollkommen umsonst Sorgen. Aber bei
Tai beunruhigt es mich eben sehr, wenn er mal komisch ist. Muss wohl immer so
sein, wenn man verliebt ist.', die letzten Gedanken zauberten eine verräterische
Röte in Yamatos Gesicht und er konnte sich ein leichtes Grinsen nicht
verkneifen. Lies sich die Worte nochmals durch den Kopf gehen. ,Verliebt.
Verliebt. Verliebt.', innerlich breitete sich ein freudiges Kichern aus, wie
eines kleinen Mädchens. Ja, Yamato war kräftig verliebt in seinen Freund Taichi
Yagami. Kurz mit verstohlenem Blick schaute er zu Tai hinüber. Danach, schaute
er sich um. ,Vorne niemand, hinten niemand. Und bei den Seiten?',
kontrollierende Scharfblicke folgten den gedachten Richtungen. Als sich dann
auch versichert wurde, dass niemand hinsah, beugte sich Matt hinüber und küsste
Tai auf die Lippen. Zärtlich und liebevoll ertastete er wieder die fleischigen
Zellen seines Freundes, jedoch war diesmal etwas anders. Tai küsste nicht
zurück. Statt dessen legten sich dessen Hände auf die Schultern des Blonden und
drückten ihn von sich weg. "Yama... bitte nicht hier.", ein zuerst ablehnender
Ton, verließ die Mundhöhle der Wuschelmähne, jedoch als die braunen Schokoaugen
die verstörten Blicke sahen, wurde in versöhnlicher Stimmlage hinzugefügt: "Das
können wir doch noch bei dir machen.", schließlich folgte ein wieder freudiges
Lachen, dass Yamatos Gemütsstimmung aufheiterte, denn dies war kein gespieltes
Lächeln, dass man vorzeigt, sondern ein ehrliches, denn die Augen leuchteten
freudig dazu. ,Also scheint es wieder okay zu sein.', durchging es den blonden
schmalen jungen Mann, der sichtbar erleichtert war, dass sein
Honigkuchenpferdchen wieder von einem bis zum anderen Ohr grinste. 

"Ich nehme an du hast Hunger, nicht?", frage Matt freudig, als die beiden die
Wohnung der Ishidas betraten. "Klar hab ich das.", antwortete Tai übermütig.
"Na, dann mach ich uns mal was." Der Blonde ließ seinen Rucksack im Flur auf den
Boden plumpsen und ging in die Küche. Als er jedoch in den Kühlschrank schaute
um sämtliche Zutaten für das Essen zusammenzusuchen, musste er
bedauerlicherweise feststellen, dass dieser leer war. Sein Erziehungsberechtiger
hatte mal wieder vergessen Einkaufen zu gehen. "Immer das selbe!", wurde leise
wütend vor offenem Kühlschrank hergeflucht und ein tiefes Seufzen war zu hören.
"Was ist? Mal wieder nix da?", fragte Tai, der eindeutig das kleine Fluchen
seines Freundes erhört hatte. Eigentlich müsste er es ja gewöhnt sein, denn Matt
war nicht die Art von Menschen, die sich ein Fluchen verkneifen würden. Jedoch
ließ Taichi dies immer wieder schmunzeln, da Yamato einfach zu niedlich dabei
aussah, wenn er sich aufregte. Wie er eine Schnute zog, sich die Augen halb
schlossen, und die Augenbrauen bedrohlich zuckten.  Die braunen Ovale gingen nun
auf den mittlerweile stehenden Blauäugigen zu und umarmten ihn ganz sanft von
hinten. "Reg dich nicht auf. Ist doch nicht wild.", wurde friedlich geäußert und
dabei sein Kinn auf die Schulter des Blondhaarigen gelegt. Tief atmete Tai ein,
sog wie immer diesen unvergesslichen Duft seines Geliebten ein, dann vergrub er
sein Gesicht in der weichen Halsbeuge und umarmte Yamato noch fester. Dieser
schloss seine Augen und genoss diese zärtlichen Berührungen. Legte seinen Kopf
in den Nacken. Drehte sein Gesicht und verbarg dieses in der braunen
ungebändigten Mähne seines Freundes. "Und was machen wir nun gegen meinen
Hunger?", nuschelte Tai in die Halsbeuge des Blonden, die sich durch den heißen
Atem erwärmte. Keine Antwort nur eine leichte zarte Bewegung des Blauäugigen.
Langsam konnte Tai ein zärtliches Knabbern an seinem rechten Ohrläppchen
wahrnehmen und schloss genießerisch die Augen um es noch intensiver spüren zu
können. Dann flüsterte Yamato so zart und sanft wie nur möglich hinein: "Du
kannst mich ja vernaschen, wenn du so hungrig bist." Diese heißen Worte, sowohl
vom Sinn als auch durch den Atem des Blonden verursachten, dass Tais Herzschlag
blitzartig zunahm. Durch die leichten sanften Bisse in sein Ohrläppchen hatte
sich eine Gänsehaut auf seinem Körper gebildet und verursachten das Aufstellen
der kleinen Härchen an Arm und Bein. Wie sehr genoss der Braunhaarige diese
Momente. Ließ sich zurückfallen und verspürte nur noch die sanften liebevollen
Bisse. Genoss die ihm entgegengebrachte Liebe. Spaltartig öffnen sich die
braunen Augen, schauen begierig in die blauen Ozeane, die keine zwei Zentimeter
von ihm entfernt waren. Langsam öffnete der Braunhaarig den Mund und begann mit
seiner Zungenspitze die weichen Konturen von Yamatos Lippen zu umranden. Immer
wieder streift er zärtlich mit der Spitze seiner Zunge über die rosafleischigen
Körperteile seines Geliebten. Schmeckt diesen einzigartigen Geschmack. Nimmt ihn
auf und kurz bevor auch nur Yamato zurück liebkosen konnte entfernte sich Tais
Zunge. Neckte ihn, forderte ihn heraus und schürte nur die Ungeduld und Begierde
in dem Blonden, der diese schon durch alle Teile seines Körper fließen spüren
konnte. Bestimmend und sanft zugleich dreht der Braunhaarig seinen blonden
zartgliedrigen Engel zu sich herum. Beginnt bestimmend und neugierig mit seinen
Händen den Körper seines Gegenüber zu ertasten. Wandert den Rücken hinab und
gleitet sanft über den wohlgeformten Hintern seines Freundes. Dieser schloss
genießerisch die Augen und neigte seinen Kopf zur Seite, ließ dieses Gefühl zu
und nahm es intensiv auf. Fühlte die warmen braunen Hände seines Taichis und
wünschte sich, dass sie nicht einfach dort so liegen bleiben würden. Ein kurzer
Blick, verstohlen und vielsagend zugleich, durch fast geschlossene blauen Augen
geben Signale dem Gegenüber fortzufahren. Taichi tauchte ein in dieses blau,
genoss es und verlor sich vollkommen darin. Mit Bedachtheit und Ruhe nähert er
sich seinem Koi. Fuhr fort mit der Liebkosung der Lippen und ließ zu, dass auch
Matt nun seine Zunge ins Spiel brachte. Kurz und elektrisierend berühren sich
die warmen feuchten Fleischstücke. Entfachten nochmals das Feuer im Körper der
Liebenden. Tais Herz schlug ihm bis zum Hals als er weiter den Körper seines
Freundes erkundete. Langsam und vorsichtig beginnen die braunen Finger den
weißen Stoff des Schulhemdes aus der Hose zu ziehen. Stück für Stück, um danach
ebenso behutsam mit den Händen darunter zu gleiten. Yamato schüttelte sich
leicht und ein Gänsehaut überzog seinen Körper, als er die wohlige Wärme der
warmen Hände auf seinem Rücken spürte. Wie sie langsam sich hinauf zu den
Schulterblättern ertasteten und kitzelnd und massierend die weiße Haut
liebkosten. Yamato küsste fordernder, zeigte Tai somit, wie sehr er dieses Spiel
liebte. Dieser wiederum küsste mit aller Leidenschaft zurück, ließ die Zunge im
Mund des anderen spielerisch tätig sein. Erneut ein kurzer Blick in die Blauen
Ozeane, die im Kontrast zu den geröteten Wangen noch mehr zur Geltung kamen.
Dann ein Wandern der Hände auf die nackte Brust des Blonden. Das Streicheln mit
den Fingerkuppen über die Brustwarzen des Sängers und ein Erspüren des starken
Herzschlages in der Brust. Die Finger kreisen zärtlich weiter um die Brustwarze
seines Freundes, verursachen somit, dass diese sich zusammenzieht und wandert
danach hinab. Verlässt das Hemd um kurz danach sich auf diesem wiederzufinden.
Bestimmend wurden die Knöpfe geöffnet. Von oben bis unten, bis das Hemd offen
war und die Braunen Augen Einblick auf den schneeweißen Oberkörper erlangten.
Die Finger lassen vom Hemd ab um erneut eine Wanderung über die Haut des Blonden
zu unternehmen. Streifen wie unabsichtlich den Bauchnabel und die Seiten des
Blauäugigen, der sich daraufhin ein leises unterdrücktes Kichern nicht
verdrücken konnte. Danach wandern die braunen Finger wieder zurück auf den
Rücken und breiten sich dort aus um eine größere Oberfläche einzunehmen, um kurz
darauf behutsam den Blonden an sich zu ziehen. Der nun direkt bestehende
Körperkontakt machte Matt schier wahnsinnig. So sehr hatte er noch nie diese
Wärme von Taichi gespürt. Alles war fühlbar, das schwere Klopfen des Herzen, das
laute und schnelle Atmen sowie die Härte in Tais Hose, die nicht nur bei diesem
vorherrschte. Yamato suchte schnell die Lippen seines Gegenüber, er wollte
sicher gehen, dass dies alles wahr sei. Wollte sicher gehen, dass diese
wunderbaren Minuten hier bei ihm daheim in der Küche vor sich gingen. Knabbernd
beißen sich die weißen Zähne in Lippen des Braunhaarigen und vorsichtig drang
die erregte Zunge in den Mund des Koi, wo sie Willkommen geheißen wurde. Langsam
beginnen sich die Füße zu bewegen, denn der Blonde übt einen leichten pressenden
Druck aus, der Taichi dazu veranlasste rückwärts zu gehen. Schritt für Schritt
nähern sich die eng umschlungenen Körper der Couch. Die braunen Hände wandern
wieder über den weißen Stoff und beginnen diesen langsam von den Schultern des
Sängers zu streifen. Gleichzeitig wurde jeder neue freigelegte Teil des weißen
zierlichen Oberkörpers mit Küssen übersehen. Yamato wurde leicht schwindlig.
"Tai..", keuchte er leise und drängte ihn weiter Richtung Couch, welche auch
binnen weniger Sekunden erreicht wurde. Behutsam drückt Matt seinen Koi nieder
und presst ihn sanft in die Kissen der Couch, um kurz danach wie ein Raubtier
auf diesen nieder zu gleiten. Das weiße Schulhemd hing Yamato in der Ellenbeuge
und schränkte seine Bewegungen ein. So zog er es aus. Ließ es von seinen Armen
rutschen und lautlos zu Boden fallen. Taichi beobachtete das ganze Spiel mit
Wohlwollen und streckte seine Hände gen Gesicht. Strich dort die blonden
Strähnen fort, die das blaue Meer verhingen. "Du bist so schön. Mein Engel.",
flüsterte Tai, fast lautlos. Doch Yamato verstand jedes Wort und lächelte
glücklich. Dann fingen seine zartgliedrigen Finger an über das Schulhemd seines
Freundes zu wandern. Öffneten es Knopf für Knopf. Immer mehr entblößte es den
braunen Oberkörper. Yamatos Augen glänzten auf, musterten die feine glatte Haut,
und die dunkleren Brustwarzen. Seine Blicke wandern hinauf, bleiben an den
schokoladenfarbenden Augen hängen. Yamato zwinkerte seinem unter ihm liegenden
Freund verführerisch zu und beugte sich langsam hinab. Heiß und feucht ertastete
sich die Zunge ihren Weg am Hals entlang. Ließ nasse dünne Spuren zurück und
glitt weiter hinab. Umkreiste das Schlüsselbein seines Geliebten. Matts Hände
stützten sich ab, lagen neben dem Oberkörper von Tai. Dieser keuchte unter den
Berührungen und dem fantastischen Zungenspiel seines Geliebten. In seinem Kopf
tauchen Sterne auf, seine Augen flackern leicht. ,Yama, du bist so lieb.', denkt
der Braunhaarige. Der Blonde unterdessen wandert weiter, lässt die Zunge
spielerisch um die verhärteten Brustwarzen kreisen. Leckt und knabbert
vorsichtig daran. Die blonden Strähnen kitzeln Tais Bauch. Ein Stöhnen breitet
sich im ruhigen Raum aus. Tai wirft seinen Kopf in den Nacken, presst ihn immer
mehr in die Kissen der Couch. Ein kurzer Blick aus den blauen Augen zu Tai, dann
eine Bewegung der Hände. Langsam beginnen sie Tais Hosenknopf zu öffnen. Tai
spürt die dünnen Finger in der Nähe seines Unterleibes und seine Herz zieht sich
zusammen. Ruckartig schaut er nach unten trifft die blauen Ozeane, die seltsam
leuchten. Sie sind in ein seltsames Leuchten getaucht. "Yama...", flüstert Tai.
In seiner Stimme lag Verunsicherung. Was hatte sein Freund da nur mit ihm vor?
Matt schaute ihn weiter mit diesem seltsamen Blick an und öffnete langsam den
Reißverschluss und beginnt die Hose von Tais Beinen zu ziehen. Die azurblauen
Augen betrachten in aller Ruhe die Wölbung in den Hotpants und verursachen ein
seltsames Grinsen. Taichis Herz raste unterdessen. Das Verhalten seines Koi
machte ihm Angst. Die Röte schoss ihm ins Gesicht, Panik machte sich breit. Was
wollte er jetzt machen. Der Blonde schaute in die braunen Augen und begann zu
flüstern. "Ich will dich endlich vollkommen spüren.", lies von der Hose ab und
glitt wieder hinauf, um Tai auf die Lippen zu küssen. Yamato schaute in
aufgerissene braune Ovale. Taichi rann der Schweiß von der Stirn. "Aber Yama...
ich..", doch dieser legte sofort seine Finger auf die Lippen und sagte: "Du
brauchst keine Angst zu haben.", streichelte dann behutsam einige braune
Strähnen aus dem verstörten Gesicht. Wandern danach hinab, den Oberkörper
entlang. Tais Blick hängt an Yamatos, und bleibt bestehen. Während dieser
zufrieden lächelt, beginnt Tai zu keuchen und stoßartig zu atmen. Die weißen
Finger wandern weiter, umkreisen den Bauchnabel und erreichen den Rand der
Hotpants. "Yama... ich will nicht...Hör auf...", äußert Tai laut und panisch
diese Worte. Er stößt Yamato etwas unsanft weg, so dass dieser in die Couchlehne
geschleudert wird. Sprunghaft steht der Brünette auf und entfernt sich vom Sofa.
Sein Herz schlägt schnell. Er legt seine Hand darauf, will es festhalten, es
beruhigen. Fassungslos starrt er seinen blondhaarigen Freund an. Dieser zieht
seine Augenbrauen zusammen und fängt an laut zu fragen: "Was ist verdammt noch
mal los mit dir Tai?", er setzt sich aufrecht auf die Couch und funkelt Tai böse
an. Tai starrt immer noch in das funkelnde Blau, welches sich jedoch nun in ein
glasiges verwandelt. Yamato schaut auf den Boden. Sein Körper fängt an zu
zittern. "Ich versteh dich einfach nicht mehr. Was ist los mit dir?",
aufgequollene Augen schauen fragend in das braune Gesicht. Doch Taichi steht nur
da, starrt weiterhin in die Gegend. Tausend Gedanken spuken in seinem Kopf:
,Yamato, Fußball, schwul, Tränen, Couch....' Er versucht sie zu ordnen, doch es
herrscht nur Chaos, welches sich nicht beherrschen lässt. Er verstand selber
nicht, wieso er so plötzlich etwas gegen Yamatos Berührungen hatte. Warum wollte
er nicht mehr? Sie hatten doch schon so oft intensive Stunden zu zweit. War es
die Tatsache, dass Yamato nun weiter gehen wollte? Tai blickte zu Matt, der noch
immer auf der Couch saß und weinte. Die Tränen bahnten sich Wege über die Wangen
und tropften zu Boden. Immer wieder verließ eine neue nasse, salzige Träne die
Augen, und trocknete in Haut und Stoff ein. "Tai, red mit mir!!! Was ist los??
Hast du mich nicht mehr lieb?", die letzten Worte waren nur noch ein Flüstern.
Die Stimme versagte ihren Dienst und der Blonde krächzte sie heraus, schluckte
schwer und sah Yagami flehend an. 
Dieser begann nun endlich mit sprechen. "Verdammt noch mal Yamato. Ich war nun
mal nicht bereit dafür. Ich kann das jetzt einfach nicht.", schreit er den
Sänger an, der deswegen nur verstärkt anfängt mit weinen. Sein Herz sticht vor
Enttäuschung, vor Schmerz. Wie konnte sich sein Honigkuchenpferdchen nur so
verändern? Wie konnte er so barsch zu ihm sein? Ein lautes Wimmern und
Schluchzen erklang im Raum und Yamato wischte sich mit beiden Händen die Tränen
aus den Augen. "Aber wieso?", flüsterte er erneut und krallte seine Finger in
seine Hose. Tai, der unbeholfen am Küchentisch stand, wusste nicht so recht was
er machen sollte. Viel zu stark war noch immer das Chaos in seinem Kopf. Er fing
an seine Hose wieder zuzuknöpfen. "Wieso?", erklang es nun erneute etwas lauter
aus der Kehle des Sängers. Tai schaute nach unten, richtete Hemd und knöpfte es
zu "Wieso?", schrie nun Yamato seinen Taichi an. Dieser fuhr blitzartig hoch und
starrte hinüber. "Yamato, wir sind beide Männer, verstehst du das nicht? Ich
kann jetzt einfach nicht.", antwortete dieser laut und zog sich sein weißes
Schulhemd an. Den Blonden durchfuhr ein Gefühl, als ob man ihm ein Brett vor den
Kopf schlug. ,Beides Männer.', und seine weinerlichen Augen verfinsterten sich.
"Das war doch bis jetzt auch nie ein Problem. Na und? Dann sind wir eben 2
Männer, aber ich liebe dich Tai!", schrie er wütend zurück. Doch Tai, lies sich
davon nicht beirren. Er suchte sein Zeug zusammen und ging zur Tür, öffnete
diese und schaute noch einmal zu dem völlig aufgelösten Yamato. "Es tut mir leid
Yamato. Ich gehe jetzt wohl besser." Ohne ihm noch einmal in die Augen zu
schauen verlässt er die Wohnung der Ishidas und schließt leise die Tür hinter
sich. 
Blaue Augen starren auf die Wohnungstür. Yamatos Herz rast vor Verzweiflung.
Seine Hände greifen nach Taichi, doch dieser hat schon vor einigen Minuten die
Wohnung verlassen. "Tai...", winselt er. "Tai...", und die Tränen fließen
erbarmungslos, wie kleine Wasserfälle die Wangen hinab. Rot und aufgequollen
waren die Augen durch die Anstrengung schon geworden. Matt senkte seinen Blick
und krallte seine Finger in seine Hose, so sehr, dass sie schmerzten. Das
Schluchzen durchbrach die Stille und ein Schniefen war zu hören. "Verdammt Tai,
ich liebe dich doch.", flüsterte er krächzend und lies sich in die Kissen der
Couch fallen. Alles in ihm zog sich zusammen. Der Magen schmerzte, das Herz
stach. Matt zog seine Knie an seinen Körper, kauerte sich zusammen und weinte
sich bitterlich in den Schlaf. 
Unterdessen geht Tai, die Straße entlang, zurück nach Hause. Er brauchte jetzt
Ruhe, brauchte Zeit, das Chaos in seinem Kopf zu ordnen. Sein Weg führt ihn
durch den Park. ,Yama', schoss es durch den Kopf und seine Augenbrauen ziehen
sich zusammen. Er beginnt zu rennen. ,Schwul', und seine Schritte werden
schneller. ,Männerliebe', und Tai rennt. Rennt, so schnell er kann. Versucht die
Probleme hinter sich zu lassen, doch sie holen ihn ein, hängen ihm an den
Fersen, lassen ihn nicht los. Verzweifelt versucht er sie abzuhängen, doch es
geht nicht. Die Gedanken drehen sich - einem Karussell gleich - in seinem Kopf.
Er läuft, immer weiter, den gepflasterten Weg entlang, rempelt ungewollt
Passanten an. Sein Herz schlägt schnell, seine Atmung ist unregelmäßig. Ein
Schluchzen stiehlt sich aus seiner Kehle. Seine Seite fängt an zu stechen. Nach
und nach werden seine Schritte langsamer und die Schmerzen in der Seite größer.
Tai bleibt stehen, in Mitte des Parks und taumelt zur Seite, stützt sich an
einem Baum. Seine Haut ist errötet, der Schweiß fließt von seiner Stirn. Zittrig
sucht die Hand nach Halt, stützt sich wacklig am Baume ab. Die braunen Haare
hängen nach unten. Mit vorgebeugtem Körper ringt der Brünette nach Luft. ,Yama',
erneut schallt der Name seines blonden Freundes in seinem Kopf nach. Und vor
seinem geistigen Auge taucht das Bild eines weinenden und aufgelösten jungen
Mannes auf, der ihn mit blauen aufgerissenen Augen fragend anschaut. Tai
keuchte. Er wollte Yamato nicht verletzen, es tat ihm so leid. Er war wütend.
Wütend, über seine eigene Dummheit, über seine Hilflosigkeit. Wie konnten ihn
zärtliche Berührungen nur so verunsichern? Wieso auf einmal? Die Wut wurde immer
größer, und böse flammte das Braun auf. Taichi richtete sich auf, finsteren
Blickes starrte er in die Leere. Seine Atmung war noch immer beschleunigt.
'Yamato, verdammt.', die Wut keimte erneut auf und Taichi ballte seine Faust,
rammte sie entbrannt gegen den Baum. Tränen stiegen in seine Augen, rollten
vereinzelt seine Wangen hinunter. ,Was ist nur los mit mir, ich verstehe mich
selber nicht mehr!!!'. Seine Faust entspannt sich, aus den Hautrissen tritt
vereinzelt Blut hervor. Tropft zu Boden, genau wie die Tränen, die ungehemmt
ihren Weg in die Freiheit suchen...


...
 
Fortsetzung folgt!
(C) MelChan
Hosted by www.Geocities.ws

1