Wir sind doch nur Freunde, oder? von MelChan
(Taito)
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Kapitel 3: "Die Tage danach"
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Bang. Ein lauter Knall und die Tür zu Yamatos Wohnung lag wieder im Schloss. Der
blonde Junge stand nun im dunklen Flur des Appartements. Stille, nur das laute
Aus- und Einatmen, das mehr einem Keuchen glich, durchbrach die
Geräuschlosigkeit. Matt lehnte an der Haustüre und starrte mit weit geöffneten
Augen ins Nichts, als ob er versuchte dort etwas zu finden. Finden. Vielleicht
die Antwort, auf dass, was er eben getan hatte. Das, was er eben zu seinem
besten Freunde, Taichi Yagami, geäußert hatte. Matt konnte es einfach nicht
fassen, wie er so etwas überhaupt zustande bekommen hatte. Der blonde Junge
schwitzte, obwohl es recht kühl war. Sein Körper strahlte eine unendliche Wärme
aus. Yamato versuchte seinen schnellen Atem unter Kontrolle zu bringen, doch er
schaffte es nicht. Atmetet weiter stoßweise aus und starrte ins Nichts. Nahm
nichts weiter mit den Ohren wahr, als seine lautes Keuchen sowie ein schnelles
Klopfen, dass irgendwo einige Zentimeter unter seinen Augen seinen Ursprung
besaß. "Was habe ich da eben nur gesagt???", wurde mit krächzender Stimme
geflüstert. Der Sänger führte seine rechte Hand zu seinem Herzen. Bum Bum Bum
Bum Bum. Schneller und Härter hämmerte es gegen die schmale Brust des
Blauäugigen. Matt wurde schwindlig. Er rutschte an der Haustür hinunter und saß
nun auf dem Fußboden des tiefdunklen Flurs. Mit den Armen auf den
angewinkelten Knien ruhend und den Kopf gesenkte, wiederholte er erneut die
Worte, die er vor einigen Minuten zu Tai geäußert hatte: . "... das Gefühl, dass
du beschrieben hast spüre ich nur bei dir." Die blonden Haarsträhnen verhingen
die blauen Augen. Noch immer atmete Matt hörbar schwer. ,Wieso habe ich das nur
gesagt? Verflucht, kann mir mal jemand helfen, ich ... ich weiß einfach nicht
mehr weiter...', dachte der nun so zerbrechlich wirkende Junge. Der Brustkorb
hub und senkte sich immer noch im Viervierteltakt. Er starrte auf den Fußboden,
versuchte dort erneut eine Antwort zu finden. Doch erblickte er nur etwas, womit
er gar nicht gerechnet hatte. Tripp tripp. Zwei nasse Flecken zeichneten sich
auf dem Teppichboden ab, die zuvor ihren Weg aus Yamatos Augen und über seine
Wangen gesucht hatten. Es waren Tränen der Ratlosigkeit.
,Da. Da ist er eben rein. Da.', dachte Tai. Er stand noch immer vor der Tür des
Blonden. Wie viele Minuten waren bereits vergangen, ohne dass sich der
Braunhaarige bewegt hatte? Er stand nur da und starrte auf die Tür. Zu sehr
gelähmt um nur einen Muskel in seinem Körper zu bewegen. Sein Blick war
merkwürdig. Schleierhaft und verträumt, verwundert und gerührt zu gleich. Seine
Lippen, sie bewegten sich, versuchten Worte zu formen, doch was sie zustande
brachten waren nur heiße Atemstöße ohne Klang. Er brachte kein einziges Wort
über die Lippen, und doch wusste er, was sie sagen sollten. Immer wieder formten
sie sich zu einem kleinen: Ya.. ma... to. Die Lippen wollten, nur die Stimme
versagte, es war, als ob irgend eine höhere Macht ihm die Kehle zuschnürte.
Total parallelisiert stand er vor der Tür. Sein Rucksack war inzwischen
irgendwie auf den Boden geknallt. Seine Schultern hingen nach unten, sein Blick
war pausenlos auf den besagten Eingang gerichtet. ,Wie lange will ich hier
eigentlich noch rumstehen?', wurde sich gefragt. Keine Antwort. Der Junge mit
der unidentifizierbaren Frisur wurde erst dann aus seinem Trancezustand
gerissen, als ihn irgend ein Passant beiläufig anrempelte. Die ausgetretenen
Schuhe setzten zum Heimweg an.
"Uhaaaaw... schmatz schmatz" Es wurde gegähnt und sich gestreckt, so dass alle
Muskeln im Körper angespannt wurden, danach verfiel man wieder in einen Zustand
der Ruhe und Gelassenheit. Kuschelte sich wieder in den Berg von stoffumhüllten
Federn und schloss die blauen Augen. Schlafen konnte Matt jedoch nicht und das
erste, woran er sich an diesem Sonntagmorgen erinnern konnte, war ein weiches,
warmes und zartes Gefühl, dass er gestern mit seine Fingern wahrnahm. ,Tai, hat
aber auch so schöne Lippen, so weich, genau so wie seine Haare, und dieser
Duft.' Automatisch wurde sich noch mal tiefer in den Federhaufen gekuschelt und
ein leichtes liebevolles Grinsen umgab Yamatos Lippen. Die Augen hielt er
dennoch geschlossen und genoss die Momente der Ruhe, in denen er seinen Gedanken
nachgehen konnte. ,Ich fühl mich also beruhigt, wenn Tai, bei mir ist. Mhh,
stimmt ja auch. Ich finde es einfach nur toll, etwas mit ihm zu unternehmen. Er
ist sooooo lieb und niedlich. Ob er zu anderen auch so ist? Ich hoffe doch mal
nicht.', erschrocken wurden die blauen Ovale geöffnet, die nun im starken
Kontrast zu der rötlichen Hautfärbung seines Gesichts standen. ,Shit. Wieso
hoffe ich, dass er nur zu mir sooo lieb ist. Wieder dieses <lieb>. ARGH!!!!!!!',
gedanklich wurde sich wieder eine Kopfnuss gegeben. ,Aber Tai und lieb, das
gehört eben einfach zusammen.', und der bis eben noch entsetzte Blick
verwandelte sich in einen Verträumten. ,Tai und lieb, dass ist wie Biene und
Blume, unzertrennlich eben.' Matts Röte nahm einmal wieder gewaltig zu und er
zog sich seine Decke ins Gesicht, um sie zu verstecken. Seine Herz strahlte vor
Freude, seine Augen glänzten vor Hingebung als er wieder an den braunhaarigen
Jungen dachte. Ein überaus glückliches Gesicht grinste nun vor sich hin, während
das Herz wieder schneller mit Schlagen zu begann. ,Mein Herz, es schlägt wieder
so schnell, wie gestern Abend.', doch bei diesen Gedanken verfiel der Junge
wieder in Ratlosigkeit und er musste sich unfreiwillig an den salzigen Geschmack
der Tränen erinnern, die wie kleine Bäche, hemmungslos und unkontrolliert ihren
Weg ins Freie suchten. Doch dann erschien das lächelnde und glückliche Bild
seines braunhaarigen Freundes vor seinem inneren Auge. Erneut wechselte sein
Gemütszustand in Hypermegaglücklich und das Herz klopfte schneller. ,Es ist wie
eine Achterbahnfahrt der Gefühle, wenn ich nur an dieses süße Lächeln denke. Und
an diese schokoladenähnlichen Augen und die Haut, die Lippen. MHHHHHH',
genüsslich wurde sich über die Lippen geleckt, als ob der pure Gedanke an die
schokoladenfarbene Haut einen süßen Geschmack auf Matts Lippen zaubern könnte.
Hach, das war einfach ein toller Morgen. Das musste auch Yamato sich selbst
eingestehen. Sonst ist er immer so miesepetrig, doch heute, heute war er einfach
nur happy. ,Wieso nur? Wegen Tai etwa?' Wieder ein Lächeln und das impulsartige
Drücken in seiner Brust. ,Yamato Ishida, du himmelst deinen Freund ja regelrecht
an, du ... du denkst pausenlos an ihn, du suchst seine Nähe, du streichelst
seine Lippen, du beobachtest ihn im Schlafe, du...', zählte Matt gedanklich
gewisse Punkte auf, die sich in den letzten Tagen doch wahrhaftig geänderte
hatten. Nie zuvor hat er diese Dinge in Bezug auf seinen besten Freund getan.
Wieso also jetzt? Yamato setzte sich aufrecht in sein Bett und schob dann die
Decke von seinem Körper. Er wandelte zum vermüllten Schreibtisch hinüber.
Automatisch ging seine rechte Hand zu einer Schublade, die er dann öffnete. Nach
kurzem Suchen ertasteten die zarten Finger, ein Stück rechteckiges, leicht
klebriges und doch glattes gestärktes Papier. Er zog es hervor und hielt ein
Foto in der Hand. Die blauen Augen starrten auf das 9x13 cm - große Stück
Papier. Erblickten die braune Wuschelmähne und sich selber. Yamato lächelte
sanft und verträumt. ,Das war auf Klassenfahrt, damals.', dachte der Blonde. Er
streichelte zart mit zwei Fingern über das Foto. Danach hob er es in die Höhe
und küsste es zart. Herzklopfen, stärker und unkontrollierbar, als je zuvor.
Yamato spürte die aufkeimende Hitze in sich. ,Hilfe, so was tun doch nur
verliebte Mädchen.', dachte er. ,Ich habe sein Bild geküsst. Bin ich etwa...',
eine kurze Gedankenpause, dann wurde dieser weitergeführt, ,nein... oder
doch....?', danach wurde nur noch einmal verlegen auf das Abbild des
braunhaarigen Jungen geblickt und gelächelt. ,So muss es wohl sein. Herzklopfen,
dauernd rot werden, Sinnlosgequatsche und dieses kribbelnde Gefühl in meinem
Magen ... mh.' Rot wie ein Tomate legte der Sänger das Foto nieder, danach wurde
sich wieder in Richtung Bett umgedreht und urplötzlich mit einem Satz übermütig
hineingesprungen. Yamatos Gesicht lag im Kissen, so dass er seinen eigenen
heißen Atem fühlen konnte. Danach wurde das Kissen mit beiden Armen umschlungen
und mit einem gierigen Grinsen angestarrt, ohne das knallrote Gesicht dabei zu
heben um frische Luft zu hohlen. Der Po wurde genüsslich in die Höh' gestreckt
und entenähnlich hin und her gewackelt. Dem blonden Jüngling war wieder so heiß.
,Tai, Tai, Tai, Tai, TAI!!!!!!!!', wurde in Gedanken nur geschrieen. "Tai, du
verdammt süßer Kerl, du gehst mir einfach nicht mehr aus dem Kopf!!!", erklang
es kissengedämpft in Yamatos Zimmer.
Kick, kick, tribbel, tribbel, kick, kick. Taichi joggte durch den Park. Vor sich
her kickte er in regelmäßigen Abständen seinen Fußball. Auf seiner Stirn hatten
sich bereits einige Tropfen Schweiß gebildet. Es war gegen 10 Uhr am
Sonntagvormittag und der braunhaarige Junge hatte sich entschlossen etwas
alleine trainieren zu gehen. Vielleicht war es aber auch nur ein Vorwand
gewesen, um endlich mal in Ruhe über gewisse Dinge nachzudenken. Wieder ein
leichter Tritt gegen den Ball, der ihn knapp einen Meter vorwärts trieb. Taichi
war bereits einige Kilometer durch die Gegend gelaufen, so dass er sich nun in
Ruhe eine kleine Pause gönnen konnte. Er schob seine Fußspitze leicht unter den
Ball und zog sein Bein dann impulsartig zu sich heran. Der Ball wurde somit in
Fanghöhe katapultiert und die Wuschelmähne hielt ihn einige Sekunden danach in
ihren Händen. "Yama.", wurde kurz vor sich hergesagt und danach verließ er den
Gehweg um sich auf dem großflächigen Rasen des Parks niederzulassen. Tai saß im
Gras, ein angenehmer Wind wehte seine braunen Strähnen hin und her. Mit
angewinkelten Beinen saß er einfach nur da und beobachtete die Leute, die den
Park durchquerten, die Vögel, die umherflogen und seinen Ball, der zwischen
seinen Beinen lag. Taichi legte seinen Kopf auf die zusammengeschränkten Arme
und verfiel in Gedanken. ,Yama.', gedanklich seufzte er den Namen immer und
immer wieder. ,Es war schön, einfach nur schön. Dass ich ihm so viel bedeute...
das ist einfach nur schön und süß.', Taichi lächelte zufrieden. Er neigte seinen
Kopf etwas und schloss die Augen. ,Er ist beruhigt, wenn ich bei ihm bin.....
mh.... vielleicht hätte ich auch was sagen sollen. Tai, du dumme Nuss, wieso
hast du nicht schnell auch gesagt, dass du einfach nur noch mit ihm zusammen
sein möchtest, und dass dir alle anderen regelrecht egal sind, solange er da
ist. Wieso hast du das nicht gesagt, du Trottel???', Tai verfluchte sich. Wie
konnte er seinen Freund nur so hängen lassen. Wie konnte er diesen einfach so in
der Haustür verschwinden lassen? Wieso hatte er ihn nicht aufgehalten? ,Ich war
einfach zu sehr gerührt von den Worten.... ich ... und dann erst dieses Gefühl
in meinem Magen, und das Herz.... ich kann froh sein, dass ich nicht
zusammengeklappt bin.' Ein kurzes befeuchten der Lippen mit seiner Zunge folgte,
sowie ein damit zusammenhängendes Erröten des Jungen. ,Kribbeln, ein
wahnsinniges Kribbeln, so schön, wie noch nie. Wie dieser Kaugummi, der so
knirscht und kleine Explosionen im Mund hervorruft, wenn man ihn kaut. Schön,
noch mal bitte....' Er hob seine rechte Hand und führte sie zu seinen Lippen
streichelte sanft hinüber, genau so wie es Yamato gestern Abend getan hatte. Er
konnte diese Streicheleinheit gut nachahmen, denn immerhin hatte er sie gestern
wieder und wieder geübt, erneut und pausenlos sich über die Lippen gestrichen.
Und jedes Mal hat er sich gewünscht, es wäre Yamato gewesen, genau wie jetzt.
Tai öffnete wieder die Augen, die leicht enttäuscht blickten, da realisiert
wurde, dass es nur seine eigenen Finger waren, die ihn streichelten. Wie sehr
wünschte er sich, dass Yamato es noch einmal täte, ihn sanft berührte, hier und
dort zärtlich streifte. Taichis Herzschlag beschleunigte sich , mit jedem
Gedanken an Yamato wurde er stärke, härter und schneller. Tais Brustkorb hub und
senkte sich mit Schnelligkeit. Rote Wangen blickten über den
zusammengeschränkten Armen hervor. "Yama.", wurde wieder geflüstert. Danach
wanderte, die noch eben über die Lippen streichelnden Finger zu einem Grashalm,
pflückten diesen aus der Erde heraus und betrachteten diesen mit Genauigkeit.
Dann wurde er unbewusst hin und her bewegt, und eine Form in die Luft
gezeichnet, die Taichi doch ziemlich verwundern lies, als er das in Luft
gezeichnete Symbol eines Herzens wahrnahm. Wieder errötete er. ,Ein Herz für
Yama.... mh.... süß....', Taichi lächelte nur stumm vor sich her. ,Jetzt mal ich
schon Herzen, wie ein Mädchen... Wieso? Mädchen tun dies, wenn sie... nein....',
Taichi erschrak leicht, ,.... nein.... unmöglich... kann doch nicht sein, dass
ich....' Doch Taichis Herzschlag beantwortete ihm seine Frage. Wie auf ein
stummes Kommando stach es, und klopfte schwer gegen den Brustkorb, droht diesen
wie schon so oft zu zerbersten. ,Also doch....' Tai starrte noch einmal auf den
Grashalm in seiner rechten Hand. Dann öffnete er diese, so dass der Wind den
Grashalm spielerisch davontrug. Den braunäugigen Jungen erfüllte ein Gefühl, so
intensiv, so fremd, und doch so herrlich beruhigend zugleich, welches er nie
wieder missen wollte. Sanft lächelnd erhob er sich aus seiner Denkerposition und
lies den Ball wieder vor seine Füße fallen. Schließlich wurde dieser wieder
sanft gekickt und in Richtung Heim gesteuert.
Ein dünner, gut erhaltener Mann stolzierte vor der Tafel auf und ab. Dabei
bewegten sich seine Lippen und es schien als ob er sprach. Yamato beobachtete
ihn weiter. Der Typ da vorne laberte irgendetwas, und gestikulierte wie wild
umher. Eigentlich interessierte Yamato schon, was der Typ da vorne von sich gab,
da es immerhin der Musikunterricht war, an dem er gerade teilnahm. Jedoch an
diesem Tag schwirrten seine Gedanken irgendwo anders herum, nur nicht bei der
Musik. Wo das <irgendwo anders> war, konnte sich der Junge auch beantworten.
Nirgends wo anders als bei seine kleinen ,Taichilein.', Yamato grinste frech
,Der würde mich sicher killen, wenn er wüsste, wie ich ihn eben genannt habe.'
Yamato drehte seinen Kopf und blickte aus dem Fenster. Heute, am Montagmorgen,
war es alles andere als schönes Wetter. Eine kilometerdicke Wolkenschicht
verhinderte, dass nur ein kleiner Sonnenstrahl die Erde berühren könnte.
Immerhin regnete es nicht, was Yamato durchaus freute, weil so seine Haare
wenigstens in gewollter Ordnung blieben und weil so das Fußballtraining von
Taichi auf dem Sportplatz stattfinden würde. Denn bei Regenwetter, mussten sie
es entweder absagen oder hatten mal das Glück in der Halle zu trainieren, weil
zufälligerweise das Team für rhythmische Sportgymnastik sie nicht belegte.
,Vielleicht sollte ich die Bandprobe heute schwänzen und einfach beim Fußball
zuschauen. ', Yamatos Grinsen wurde noch breiter. ,Hilfe, ist es denn so
schlimm? Erst raff ich nicht, was überhaupt mit mir los ist und jetzt, jetzt bin
ich schon bereit die Bandprobe zu schwänzen, nur um Tai,, beim Training
zuzuschauen.' Matt grinste noch weiterhin vor sich her. ,Meine Güte, ich hoffe
mich sieht keiner, so wie ich hier bekloppt durch die Gegend grinse.' Doch sein
Wunsch blieb unerhört und wandelte sich ins Gegenteil. "Yamato Ishida, dürfte
ich wissen, warum du so blöde vor dich hergrinst? Wenn dir das Thema so sehr
gefällt, kannst du ja eine Referat am nächsten Montag darüber halten. Also
entweder du stellst dieses Dauergrinsen ab und hörst zu was ich sage, oder wir
spielen nächsten Montag mit vertauschten Rollen. Dann kannst du gerne hier vorne
meinen Platz einnehmen und über Mozart reden, haben wir uns verstanden?", der
Lehrer war sichtbar gekränkt und versuchte nun den armen Yamato zu erpressen.
"Ja, alles klar, ich pass ja schon auf.", antwortete dieser dem leicht gereizten
Musiklehrer und versuchte am Unterricht teilzunehmen, was sich als ziemlich
schwierig erwies, da immer wieder die Gedanken zu einem überlieben und süßen,
braunhaarigen Etwas abschweiften, dass gerade Chemie hatte.
,Also, wie ging das noch mal? Zuerst muss ich die Silberionen, die in der Lösung
sind mit den Yamato, ähh.... den Bromidionen zusammentun und dann.... gucken, ob
ein Niederschlag ausfällt. Dann muss ich im Tafelwerk nach Yam.. Silberbromid
gucken und das Löslichkeitsprodukt aufschreiben.... Dann... hach, was hat der
Lehrer gesagt? Wie war das noch mal??? Der Yam... Das Löslichkeitsprodukt muss
dann mit dem Yama... ARGH...... Yamato, was hast du mit mir gemacht???? Du
Arsch, du bringst mich vollkommen aus dem Konzept. Und das Experiment wird auch
noch benotet!!!!!' Taichi verzweifelte zusehends. ,Ich muss mit ihm reden!!!
Sonst, kann ich das Problem ja nie los werden, sonst muss ich ja immer an ihn
denken, an seine goldenen Haare, die blauen Augen, dieser sanft lächelnde
Mund....' "Taichi Yagami!!! Du sollst nicht die ganzen Lösungen verkippen, mach
dass du das sofort wegmachst, sonst bekommst du eine Note schlechter!!!",
kreischte auf einmal eine helle Frauenstimme. "Was?? Hä???", Tai begriff nicht
ganz, was die Ziege da wollte, doch plötzlich merkte er wie nass seine Hand
wurde und richtete seinen Blick auf diese. "Uha, nein, scheiße!!!", der
braunhaarige Junge geriet in Panik. Hatte er doch eben die Lösungen nicht ins
Reagenzglas sondern auf seine Hand gegossen, knapp 3 cm neben dem eigentlichen
Ziel. ,Alles nur wegen Yamato!!! Weil er mir einfach nicht aus dem Kopf geht!!
Das ist doch zum kotzen hier!!!', fluchte die Wuschelmähne in Gedanken, während
sie mit einem total keimigen Lappen die vergossenen Lösungen aufwischte.
Inzwischen hatten sich auch die anderen Schüler zu dem tollpatschigen Jungen
umgeschaut und mussten unfreiwillig kichern. Ebenso konnte der braungebrannt
Junge nur noch ein "Typisch Yagami.", im Raum tuscheln hören. Tai, war
verzweifelt. Und seine Verzweiflung wandelte sich immer mehr in Wut um. ,Dieser
verfluchte Yamato. Wegen ihm geht alles schief.', verfluchte er in Gedanken
seinen besten Freund, doch dann fing Tai friedlich an zu lächeln, denn
unfreiwillig tauchte vor seinem geistigen Auge das liebliche Bild, eines blonden
Jungen auf, der am Samstagabend, so scheu und niedlich die wohl schönsten Worte
auf der Welt zu ihm gesagt hatte. Statt in Gedanken nun seinen schmalen blonden
Freund zu erwürgen umarmte er diesen sanft. ,Wie gern würde ich das bei Yamato
mal wirklich machen, einfach so, und länger, als eine sonstige freundschaftliche
Umarmung.' Tai verfiel in Erinnerungen, doch wurde prommt herausgerissen, als
diese grelle Stimme einer wackligen Zickenlehrerin ihn ankeifte: "Yagami,
träumst du oder was? Das Experiment ist auf Note!!!" Taichi zuckte unter dem
lauten Ausruf zusammen und starrte die Gewitterziege nur an, deren Nasenflügel,
vor Wut schon mit Flattern begonnen haben. "Ja, ich mach ja....", und das
Honigkuchenpferd grinste sie freundlich an und versuchte sein Experiment noch
teilweise zu retten und somit auch seine Note.
Die Chemiestunde verging durch den Test in Windeseile. Letztendlich hatte es
dann doch noch für eine 3 gereicht und Tai war sichtlich erfreut darüber. Mit
seinem typischen Grinsen wurde durch die Gegend stolziert, hier und da ein
Kumpel gegrüßt und sich auf in Richtung Schulhof begeben. Jetzt hatte er erst
einmal große Pause und danach die letzten beiden Stunden für den heutigen Tag,
die ihm aber kaum Kopfzerbrechen bereiteten, da es eh sein Lieblingsfach war:
Sport. Der sonnengebräunte Junge schlenderte über den Schulhof, direkt auf eine
kleine Bank zu, die unter einer Kastanie stand. Zwar war das Wetter nicht
sonderlich gut, jedoch es war angenehm frisch und die frische Luft war eine
angenehme Abwechslung zu den abgestandenen und verbrauchten Klassenzimmern. Tai
atmete tief ein und platziere sich auf die Bank. Beobachtete die anderen
Schüler, schaute umher. Sah, schwarze Haare, rotbraune, rote und braune
Frisuren, erblickte jedoch auch blond. Ein blond, dass sich zweifellos von der
Menge abhob. Ein goldblond, zart und schön. ,Ich kenn nur einen, der ein solches
Blond besitzt, dass ich so sehr mag.', dachte Tai und erblickte schon bald einen
dünnen Körper eines Jungen: Yamato. Er hat sich anscheinend auch zur Pause
rausbegeben um frischen Sauerstoff zu tanken. Er stand da, in der Nähe des
Schuleingangs. Die Hände in den Taschen und blickte umher. Hatte dabei seinen
coolen Blick aufgesetzt. Taichi musterte seinen Freund und allein sein Anblick
ließ seinen Atem beschleunigen. Rief die Erinnerungen an Samstagabend hervor. An
das kribbelnde Gefühl auf seinen Lippen. Tai fühlte sich so komisch, spürte wie
er flattrig wurde, bemerkte tausend Schmetterlinge in seinem Bauch. ,Oh mein
Gott, es stimmt also wirklich ...' Er konnte seinen Blick nicht von Yamato
lenken, starrte ihn pausenlos an. Beobachtete jede Bewegung, wie er seinen Kopf
kurz schnell bewegt um einige blonden Strähnen aus seinem Gesicht zu vertreiben.
,Starr ihn nicht so an, er merkt noch was...' Tai blickte in diese tiefen blauen
Augen, die ihn so faszinieren, ertrank fast in ihnen, bis er schlagartig ein
tiefes Kribbeln in sich fühlte. Spürte, wie sein Herz zugeschnürt wurde, als die
blauen Augen auch ihn ansahen. Beide Augenpaare, weit geöffnet, blickten sich
an. Die Geräuschkulisse um Taichi verschwand, auch die anderen Menschen. Es war
wie in einem Traum. Er blickte durch eine Art weißen Nebel, der alles umhüllte,
bis auf seinen Freund, der nun schweren Herzens auf Taichi zukam. ,Er kommt. Er
kommt hier her.', Tais Finger krallten sich in das Holz der Bank. Blickte nur
den blonden Jungen an, der da auf ihn zutrat. Yamato ging langsam. Setzte einen
Fuß vor den andern und hatte schwer zu kämpfen, dass er nicht das Gleichgewicht
verlieren würde. Ihm war so schwindlig, und dies wirkte sich auch auf seine
Gangart aus. ,Ich hoffe, ich komm heute da noch an, ich kann kaum noch laufen,
... ich fühl mich so taumelig....', dachte Yamato und versuchte regelmäßig zu
atmen. Die weit geöffneten blauen Augen starrten auf das braunhaarige Etwas, das
da so lieb und erschrocken drein schaute. Und mit jedem Schritt, den er auf ihn
zutrat, wurde es schwerer die Balance zu halten, bis er wacklig vor Taichi
stand. Tai schaute zu ihm hinauf, sah, wie gerötete und wie wacklig Matt war.
Tai nahm nur seine Hand und zog ihn zu sich auf die Bank, realisierte aber nicht
wirklich, was er da tat. Noch immer umgab die ganze Situation ein weißer
Schleier. Langsam öffnete Yamato die Lippen und versucht irgendein Ton
herauszubekommen. Es gelang dennoch nur ein krächzendes "Tai...",
hervorzustoßen. Dem blonden Jungen war die ganze Situation sichtbar peinlich.
Doch die ebenfalls roten Wangen von Tai verrieten ihm, dass auch er mit dieser
Lage zu kämpfen hatte. "Ich... ich...", fing Yamato an zu stammeln schaute dabei
überall woanders hin, nur nicht zu Tai. "...ich ... würde gern mal mit dir über
was reden. Aber nicht hier.... kannst du nachher zu mir kommen...?", stotterte
der Blondhaarige. Yamatos Herz jubelte. ,Du hast etwas gesagt!!! Gut gemacht.',
und wartete ungeduldig auf die Antwort des Braunhaarigen. Dieser starrte nur vor
sich her, schaute verlegen aus den Augenwinkeln zu seinem knallroten Freund
hinüber. "Ja.", wurde nur kurz geantwortet. Knapp, obwohl Yamato eigentlich
längere Sätze von seinem hyperaktiven Freund gewöhnt war. "Gut.", antwortete
dieser genau so knapp und erhob sich schlagartig von der Bank. Wollte seinen Weg
zurück zur Schule einschlagen, als er eine warme weiche Hand an seiner spürte,
die ihn liebevoll zurückhielt. Automatisch drehte sich Matt herum und starrte in
die Schokoaugen und vernahm gleichzeitig Worte, die ihm das Herz vollkommen
zuschnürten. "Ich fühl genauso." Dann erspähten die blauen Augen nur noch ein
Lächeln so lieb und weich, wie noch nie gesehen. Matt musste schlucken, spürte
wie trocken seine Kehle war, wollte was antworten, doch konnte nur ein ebenso
zartes Lächeln auf die Lippen zaubern, wie sein Gegenüber. Danach löste er sich
und ging schließlich zurück zum Schuleingang.
Auf und ab, auf und ab. Hin und her. Yamato lief ungeduldig durch sein Zimmer.
Wie ein Wolf im Käfig versuchte er seine Ungeduld zu unterdrücken. Ein
kritischer Blick auf die Uhr. Fünf vor 17 Uhr. Dann wieder hin und her. Kurz
wurde sich auf das Bett gesetzt, mit den Beinen gewackelt. Dann wieder
ungeduldig aufgestanden und erneut eine Runde durch das Zimmer gegangen. ,Wo
bleibt er denn nur....', ein Gedanke, der unvermeidlich alle 15 Sekunden durch
seinen Kopf schoss. ,So lange kann doch Fußballtraining nicht dauern!?!' Wieder
ein Blick auf die Uhr. Vier vor 17 Uhr. Die Zeit schien heute gar nicht vergehen
zu wollen. Auch Matts Bandprobe, zog sich scheinbar Wochen in die Länge.
Überhaupt war der Blonder gar nicht bei der Sache. Immer wieder griff er die
falschen Akkorde, sang den falschen Text oder hörte gar nicht zu. Wie auch?
Immer wieder schweiften die Gedanken zu Taichi ab. Zu seinen Worten, die er
geäußert hat. Diese Worte verursachten in Yamato ein tiefes Gefühl der
Zufriedenheit und des Glücks, jedoch zugleich auch Zweifel. ,Ob er genau die
selben Gefühle hat, wie ich. Vielleicht, hat er es falsch aufgefasst.
Vielleicht, denkt er, dass ich ihn nur mag...', Matt seufzte, tigerte erneut im
Zimmer umher. ,Was ist, wenn er nichts von diesen Gefühlen wissen will?',
erschrocken blieb der Junge stehen und hielt sich das schmerzende Herz. Sein
Blick war verzweifelt. ,Warum hab ich daran noch nicht geda...', doch
weiterführen konnte er seine Gedanken nicht, als er das Klingelgeräusch an der
Haustür wahrnahm. Yamato wurde etwas übel, dennoch lief er so schnell es ging
Richtung Eingang. Stolperte nebenbei über einen Läufer, der mal wieder
vollkommen ungünstig lag. Yamato öffnete die Tür, und da stand er. Tai. Yamato
könnte wetten einen Moment lang weiße Flügel auf dessen Rücken erblickt zu
haben, so unschuldig stand er da. "Ko... komm rein.", stammelte dieser nur und
ließ seinen Freund eintreten. Diese ganze Situation war so schrecklich
befremdlich. Yamato ging in sein Zimmer und merkte, wie sein Freund ihm wie
gewöhnlich folgte. Im Zimmer, setzte Taichi seinen Rucksack ab und setzte sich
auf das Bett seines Freundes. Yamato schloss die Tür hinter sich. Stille im
Raum. Jeder der beiden Jungen starrte vor sich her. Matt lehne mit dem Rücken an
der Tür, starrte auf sein Füße, während Taichi interessiert aus dem Fenster
blickte. Das Herz schlug den beiden Jungen bis zum Hals. Matt schluckte wieder
und wieder versuchte seine trockene Kehle zu benässen. Doch es half alles
nichts. Ein dicker Kloß machte sich breit. Tai schaute scheu zu seinem Freund
hinüber, wurde immer röter. Yamato bemerkte das und blickte scheu zurück. Beide
lächelten verlegen, als sich ihre Blicke trafen. Nun endlich besaß Yamato die
Kraft sich von der Tür zu entfernen und ging auf sein Bett zu. Jeder einzelne
Schritt schien so schwer wie Blei zu sein und kostete eine Menge Überwindung.
Letztendlich setzte er sich neben Taichi, der ein wenig für seinen Freund
gerückt war. Immer noch schweigen. Keiner konnte etwas sagen. Tai lächelte vor
sich hin, schaute seinen Freund erneut verlegen an und spürte, wie auch dieser
ab und zu ihn heimlich beobachtete. Matt keuchte leicht. Kurz und schwer zog er
die Luft ein und aus, als ob eine große Last auf seiner Brust die Atmung
erschwären würde. Das Herz hämmerte stark und laut gegen die Rippen. Er wollte
etwas sagen, er wollte sagen, wie sehr er Tai mochte brachte jedoch keinen Satz
über die Lippen. Taichi bemerkte, dass Yama ihm was erzählen wollte, sah aber
nur, wie sehr sein Freund damit zu kämpfen hatte und verstand es gut. Auch er
war durchaus bemüht einen Satz über die Lippen zu bringen, was er
bedauerlicherweise nicht schaffte. Wieder ein scheuer Blick zu Matt. Dieser
hatte nun einen leicht enttäuschten und traurigen Blick angenommen. Enttäuscht
nicht die Worte zu sagen, die er so gerne sagen würde. Doch plötzlich spürte er
etwas an seinem rechten kleinen Finger. Warm und leicht feucht tasteten Taichis
Finger, die von Matt ab und Yamato spürte wie die Taichis Finger immer
verspielter über die von Yamatos streichelten. Yamato blieb das Herz fast stehen
und sah seinen Freund an, der nur knallrot seinen Kopf in eine andere Richtung
drehte und seine Finger zurückziehen wollte, als auch er spürte wie diese
gestreichelt wurden. Verlegen und langsam schaute nun Braun in Blau. Die Finger
spielten mit den des anderen. Streichelten zart, massierten leicht und blieben
eng umgeschlungen auf der weichen Bettdecke liegen. Yamato seufzte erleichtert
und sein ganzer Körper, der bis eben so verspannt und verkrampf neben dem von
Taichi saß, fiel in sich zusammen. Auch Taichi seufzte zufrieden und drückte
fest die Hand des anderen. Tausend Volt schien durch diese zarte Berührung
freigesetzt worden zu sein und man konnte regelrecht ein knistern der Luft
hören, als sich die Finger zum ersten Mal berührten. "Tai..", endlich löste sich
die Sperre in Yamtos Hals. Endlich konnte er etwas sagen. Ob das an der
Berührung seines Freundes lag? Zweifellos schenkte sie ihm Mut und Kraft. "...
ich... meinte das ernst nach dem Schwimmbad, dass ich zu dir gesagt habe.",
leise, doch hörbar konnte er seinem Freund beichten, was er fühlte. "Ich, ich
hätte dich nicht einfach so verschwinden lassen dürfen.", antwortete Tai
schließlich. "Ich... ich hätte dir sagen sollen, dass wenn auch immer du bei mir
bist, ich einfach nur glücklich bin und ich mir wünsche, dass die Zeit nie
vorübergehen würde." Yamatos Augen fingen an zu leuchten. Glücklich strahlte er
seinen Freund an. Auch Tai lächelte ihm verliebt zurück und versuchte diese
Hitze zu unterdrücken, die sich wie eine Welle durch seinen Körper bewegte. "Ich
habe gehofft, dass du so wie ich fühlst.", antwortete Yamato dann leise und
legte sich zurück in seine Bett, hielt dabei aber noch immer Tais Hand fest, und
wollte sie nicht freigeben. Zärtlich streichelte er sie erneut. Strich mit den
Fingern über den gebräunten Handrücken und löste ungewollt kleine
Ameisenkolonien in Tais Hand aus, die seinen Arm hinaufkrabbelten. Taichi
blickte verträumt zu seinem Freund hinunter, der nun die Augen geschlossen hatte
und stumm vor sich her lächelte. Er lehnte sich ebenfalls zurück und betrachtete
seine Hand in Yamatos. Wurde kurz wieder rot und streichelte ebenfalls die
Finger des anderen. Dann drehte er sich mit dem Gesicht zu seinem Freund und
schloss ebenfalls die Augen. Sog noch tief Yamatos herrlichen Geruch ein und
schlummerte händchenhaltend ein.
Yamato vernahm einen wunderbar vertrauten Geruch und Wärme. Kuschelte sich
automatisch an diese Vertrautheit, hielt sie fest, damit sie ihn nicht verlassen
konnte. Er wurde von etwas Warmen angestrahlt, etwas warmes, dass in seinen
Armen lag. Yamato öffnete die Augen und erblickte einen friedlichen Tai, der mit
dem Kopf auf der Brust von Yamato schlummerte. Matts Hände hatten sich um den
sonnengebräunten Oberkörper gelegt und wurden im Takt der Atmung auf und ab
bewegt. Yamato erfüllte ein unendliches Gefühl von Glücklichkeit. Er lächelte
froh und strich mit seiner rechten Hand, einige von Tais Strähnen aus seinem
Gesicht und spielten mit diesen. ,Mein Tai... meiner, meiner, meiner....',
Yamatos Grinsen wurde breiter. Er war so glücklich, dass sein Körper fast mit
Beben anfing. Dann strich er mit seinen Händen durch die braune ungezähmte
Wuschelmähne und sog dieses zarte Gefühl, der Haare um seine Hände förmlich mit
den Fingern auf. Mit seiner linken Hand streichelte er nun zart über Taichis
Wange und weckte diesen damit. Tai schaute erst verschlafen, dann verwundert und
schließlich glücklich in die blauen Augen, als er Matts Hand, auf seiner Wange
spürte. Matt wollte sie zuerst wieder wegziehen, weil ihn Taichi fragend
angeschaut hatte doch ließ sie letztendlich dort, wo sie war und streichelte die
gerötete Wange. Tai schloss die Augen und seufzte friedlich. Er legte seine eine
Hand liebvoll auf die von Matt, um zu zeigen, wie sehr ihm diese
Streicheleinheiten gefallen, mit der anderen berührte er zart Matts Taille.
Yamatos Rücken überzog im gleichen Moment eine Gänsehaut und seine kleinen
Armhaare stellten sich senkrecht auf. Es war so angenehm, Tais warme Hand an
seiner Taille zu spüren. Matt blickte Tai wieder in die Augen streichelte ihn
weiterhin über die Wange. Beide grinsten sich liebevoll an. Mit roten Wängchen
blickten sie verträumt in die Augen des anderen und ihr Grinsen verwandelte sich
in ein leichtes Kichern. ,Yama, ist so süß. So wie er lachte, ist er einfach
süß.' "Weißt du eigentlich wie hübsch du bist, wenn du lachst.", fragte Tai
schließlich verlegen. Also mit diese Frage hätte Matt jetzt nicht gerade
gerechnet und ließ seine Wangen tomatenrot strahlen. Verlegen wich er dem Blick
von Tai aus und nuschelte: "Das musst du gerade sagen.... Wer guckt mich denn
immer so lieb an, dass ich schwach werde?" Taichis Augen strahlten auf. Sein
Herz beschleunigte seinen Rhythmus. Bum Bum Bum. Härter klopfte es in seiner
Brust. Tai kuschelte sich in die Hand von Yamato dann drehte er sein Gesicht in
seine Handinnenfläche und küsste Matts Hand zärtlich. "Tai..", bekam Yamato nur
noch keuchend heraus und in sich spürte er so ein Flamme der Leidenschaft
auflodern. Yamato schloss genüsslich die Augen, sog die zarten nassen
Berührungen seines Freundes auf. Tai bemerkte, wie sehr Matt dieses Gefühl
gefiel und küsste weiterhin die Handinnenfläche. Wanderte mit seinen Lippen die
Finger entlang. Liebkoste jeden einzelnen mehrere Male. Knabberte leicht an
Matts Fingerkuppen. Dieser atmete immer schneller und lauter. So laut, dass auch
Taichi sein leichtes Stöhnen vernahm. Es gefiel ihm, wie sich der Blonde in die
Kissen drückte und die kitzelnden Berührungen genoss, und fand gleichzeitig eine
Bestätigung in seinem Tun. Er fuhr fort. Küsste nun auch den Handrücken,
wanderte mit den Lippen hinab zur Pulsschlagader, küsste diese zärtlich. Durch
Yamatos Körper wurde das Blut mit reißender Geschwindigkeit gepumpt. Wurde in
alle Bereiche seines schmalen Leibes befördert - in alle ... Taichi fand immer
mehr Begeisterung, an dem was er tat. Yamato hatte Angst, gleich außer Kontrolle
zu geraten, so verdammt schön war dieses Gefühl. "Tai...", keuchte er leist und
heiser. "Yama...", brachte dieser unter den Liebkosungen hervor. ,Oh, Hilfe!!!!
Hör nicht auf1!! Mach weiter, ich bitte dich!!!!!!!!', flehte Yamato gedanklich
und verfiel immer mehr in Extase, als er zu den warmen Lippen auch noch eine
feuchte warme Zunge spürte. Diese wanderte die Finger hinauf- und ab. Leckte,
saugte zärtlich und benetzte Yamatos Handfläche. Glitt zwischen die Finger.
"Uhh..", vernahm Tai nur noch aus dem Mund des Blonden. Dieses Gefühl war
einfach unbeschreiblich... Yamato wollte sich nicht mehr nur diesen Berührungen
hingeben und spielte nun leidenschaftlich mit. Bewegte seine Finger, zeigte dem
Braunhaarigen, welche Steller er noch liebkosen sollte. Dem gefiel es sichtbar,
dass auch sein Freund nun mitspielte. Kurz blinzelten die Schokoaugen den blauen
Opalen zu. Yamato lächelte erschöpft. Hatte ihn diese Tätigkeit schon so
geschafft? Seine Stirn glänzte schwach vom leichten Schweißfilm. Weiterhin
bewegte er seinen Finger spielerisch, führt ihn immer näher an Taichis Mund.
Schließlich streichelte er, wie Samstag, die zarten rosa Lippen. Tai schloss
genüsslich die Augen. ,Endlich. Wieder dieses Gefühl.', schoss es durch seinen
Kopf. Doch diesmal war es anders. Yamatos Finger forderte, wollt mehr und Tai
lies ihn gewähren und verschaffte ihm Eintritt zu seinem Mund. Die rosa Lippen
umschlossen sanft Matts Finger. Saugten und liebkosten diesen. ,Warm und feucht.
Einfach der Wahnsinn.' Der Finger löste sich vorsichtig aus der feuchten
Umarmung und lies ihn abschließend noch einmal von Tai küssen. Dann führte er
den Finger zu seinem Mund und leckte in , wie neulich genüsslich ab, schloss
dabei genießerisch die Augen. Tai errötete, noch mehr, als er bereits war. Lag
noch immer auf dem Oberkörper seines Freundes. Yamato öffnete die Augen und
bemerkte Taichis Reaktion, dann lächelte er verlegen und sagte: "Schmeckt immer
noch genau so gut nach dir.", und blickte mit hochrotem Gesicht in das seines
Gegenüber. "Wieso immer noch?", fragte Taichi leicht verwirrt. "Nun ja Hähhä..",
Yamatos Rotfärbung steigerte sich nun in Purpur. "Im Schwimmbad... schon
mal...", stammelte er und schluckte schwer. "...als du geschlafen hast... da....
hab ich's schon mal gemacht.", die letzten Worte kamen wie aus der Pistole
geschossen. Yamato war die ganze Sache so unangenehm peinlich. Der Junge mit den
Schokoladenaugen grinste vor sich her, errötete zusehend mehr und mehr. "Das
brauch dir nicht peinlich sein.", antwortete er leise. "...gar nicht peinlich
sein." Langsam erhob sich nun die Wuschelmähne und setzte sich aufrecht hin,
blickte kurz auf die Uhr und erschrak. "Was schon so spät??", die Uhr zeigte
bereits, dass es nach 21 Uhr war. "Scheiße, meine Mutter killt mich!!!", der
braungebrannte Junge verfiel in Panik. Yamato betrachtete ihn mit einem
Ach-du-bist-so-niedlich-wenn-du-in-Panik-bist-Blick. Grinste Tai verträumt an.
"Ich muss los. Sorry." Der Junge sprang vom Bett auf und suchte seine Sachen
zusammen. "Warte, ich bring dich noch zur Tür.", und auch Matt erhob sich aus
der Waagerechten. ,Die Zeit verging wie im Flug. Es ist ja schon stockduster
draußen.', lächelnd verfolgte er die Wuschelmähne, die in Richtung Flur eilte.
An der Haustür drehte sich Tai um und sah Yamato direkt in die Augen. Sie
standen sich gegenüber und beide grinsten nur verlegen vor sich her. ,Komische
Situation.', dachte Tai nur. Sah verlegen in die blauen Augen. "Also...", sagte
er leise. "Also...", antwortete Yama. Tais Herz raste. Letztendlich ergriff
Yamato die Initiative und nahm Tais linke Hand, zog ihn an sich heran. Tai wurde
immer mulmiger. Dann schloss Yamato die beiden Arme um den Körper des
braunhaarigen Jungen und legte seinen Kopf auf dessen Schulter. Taichi tat es
ihm gleich, und spürte, Yamatos Herz gegen seinen eigene Brust schlagen, was ein
beruhigtes Lächeln auf Taichis Lippen zauberte. Dann bemerkte er, wie sich
dieser goldenen Blondschopf regt und er verspürte nur noch einen heißen Atem an
seinem Ohr. "Ich werde dich vermissen.", raunte ihm Matt heiser ins Ohr. Taichis
Körper wurde von einer Gänsehaut überzogen. Die heißen Worte kitzelten an seinem
Ohr. Er spürte, wie tausend Glückshormone sich in seinem Körper verteilten. Die
beiden lösten sich und Matt, stand, wie ein kleines Teenager-girlie vor seinem
Freund und scharrte verlegen mit seinen Füßen. "Schön, ich freu mich schon auf
die Schule morgen, wegen dir.", antwortete Taichi nur noch leise und drehte sich
dann zur Tür herum, öffnete diese. Blickte noch einmal in die tiefen, blauen,
schwimmrigen Augen von seinem Yama. "Ehrlich.", fügte er hinzu und verschwand
dann aus Matts Wohnung. Matt sah ihm noch nach, schloss dann die Tür und grinste
nur vor sich her. ,Was für ein Tag.', dachte er nur noch und ging in die Küche
um sich eine Kleinigkeit zu Essen zu machen.
Als Tai nach Hause kam, konnte er sich erst einmal eine gewaltig Standpauke
anhören, nach dem Motto <deine Mutter hat sich sorgen gemacht> und <das hat man
davon, wenn man seine Kinder versucht ordentlich zu erziehen>. Doch Taichi
konnte nur darüber lächeln. Er hörte sich an, was seine Eltern zu meckern hatte,
entgegnete nur ein: "Gomen nasái. Das nächste Mal ruf ich an.", und verschwand
in seinem Zimmer. Dort legte er sich sofort auf sein Bett und lies den Tag Revue
passieren. Blöd grinsend und die Arme hinter seinem Kopf verschränkt, starrte er
an die weiße Decke. Seine Atmung erschwerte sich als er an die letzten Worte
seine Freundes dachte. ,Ich werde dich vermissen. Das hat er gesagt. Seine
Stimme, die war soooo heiß so rau, einfach sexy.', dachte Tai, rollte sich auf
die Seite und umklammerte ein Kissen. Vergrub sein, nun mehr als rotes, Gesicht
darin und kicherte glücklich. ,Ich vermisse dich doch auch jetzt schon.', dachte
er und küsste das umklammerte Federkissen.
Am nächsten Morgen, war Taichi fröhlicher als sonst gelaunt. Schlafen, konnte er
zwar nicht diese Nacht, dennoch schien ihm die Müdigkeit nichts auszumachen.
Quietschvergnügt schaufelte er sich ein großen Frühstück hinein, packte seine
Schulsachen und machte sich auf zur Schule. Es war nun Dienstag, und das Wetter
hatte sich im Gegensatz zu gestern noch mehr verschlechtert. Es nieselte etwas,
doch das konnte Taichi Yagami nichts anhaben. Er stürmte zur Tür hinaus. Heute
war er überraschend früh dran. Er stoppte kurz und überlegte, mit einem
freudigen Lächeln und leicht roten Wangen bestätigte er seine geheime Frage und
lief in Richtung Yamato um diesen abzuholen. Er eilte, nein er flog regelrecht
zu ihm, und Taichis Vorfreude steigerte sich ins Unermessliche. Als er dort
ankam, klingelte er kurz und die Tür wurde von Matts Vater geöffnet. "Taichi!
Willst du Yamato abholen?", wurde freundlich gefragt. "Ja, ich hab gedacht, ich
hol ihn mal ab.", wurde freudig geantwortet und ungeduldig darauf gewartet
endlich eintreten zu dürfen. "Das ist ja nett, er kommt einfach nicht aus seinem
Bett raus, vielleicht versuchst du es mal, ich kann mir ja immer den Bart
fusselig reden.", fügte Herr Ishida hinzu. Taichi trat ein und ging gerade die
Treppe hinauf, als er Yamatos Vater noch sagen hörte. "Sag ihm, es wird heute
bei mir wieder später, tust du das?", "Ja, mach ich.", und Tai konnte kurz
darauf das Schließen der Tür hören. Der braungebrannte Junge schlich nun auf
Yamatos Zimmer zu und betrat dieses. Dort erblickte er ihn, seinen Freund.
Taichi musste belustigt lächeln, als er Yama sah, wie er dort irgendwie total
knuffig im Bett lag. Die blonden Strähnen hingen dem Sänger im Gesicht, sein
Mund war leicht geöffnete und seine Brustkorb hub und senkte sich regelmäßig.
Taichi trat näher an das Bett heran und strich Yamato die goldenen Strähnen aus
dem Gesicht. Dann streichelte er zärtlich die Wange des Leadsängers. Auf diese
Berührung reagierte der Blonde und lächelte friedlich und Tai vernahm ein
genuscheltes: "..ichi.". Die Wuschelmähne wurde rot. ,Er denkt an mich.', und
bei diesen Gedanken, schimmerten die Schokoaugen glasig. "Yama, Yama, du musst
aufstehen.", flüsterte er leise seinem blonden Jungen ins Ohr. Dieser öffnete
kurz darauf die Augen. Blinzelte verschlafen in zwei braune schokoladenfarbene
Kreise. ,Tai', schoss es durch Matt Kopf. "Morgen.", sagte Taichi liebevoll,
seine Brust wurde zugeschnürt vor Freude, bis er es nicht mehr aushielt und
Yamato innig umarmte. Leise flüsterte er: "Ich hab die ganze Nacht nur an dich
gedacht." Und der Fußballer spürte kurze Zeit später zwei Arme die ihn
umschlossen und an sich drückten. Yamato vergrub sein Gesicht in Taichis Haaren.
"Eine schönere Art geweckt zu werden gibt es nicht.", dann lösten sich die
beiden und Taichi ließ seine blonden Freund aufstehen, der nun ins Bad wandelte
und sich umzog. Nach einer viertel Stunde kam Yamato in Schuluniform aus dem Bad
und die beiden machten sich auf zur Schule. "Dein Vater hat gesagt, dass es
heute später wird.", sagte Tai schließlich. "Ist ja nix neues.", antwortete
Yamato leicht kühl. Sie liefen beide weiter zur Schule. Inzwischen war es so
spät, dass sie beide wohl in letzter Sekunde das Klassenzimmer betreten würden.
Es war somit keine weitere Schüler mehr zu sehen, als sich Yamato mal umschaute.
Er lächelte zufrieden und griff nach Taichis Hand. Taichi schaute erschrocken zu
seinem Freund, sah wie er mit geröteten Wangen nach vorne schaute. Taichi ließ
seine Finger zwischen Yamatos gleiten und lächelte. Sein Herz schrie vor Glück.
Sie liefen so die verbleibenden Meter bis zum Schulgebäude, davor trennten sich
ihre Finger voneinander und sie guckten sich sehnsüchtig an. "Also, ich hoffe
ich sehe dich nachher", sagte Yamato liebevoll und knuffte Taichi zärtlich mit
den Fingern in die linke Wange. Danach flitzen beide in ihre Räume. Sie trugen
ein Geheimnis mit sich, ein innige Verbindung, wie sie noch nie zwischen ihnen
existierte.
Tock, tock, tock, Taichi hämmerte nervös mit seinem Bleistift auf die
Tischplatte. Tock, tock, tock, gleich, nur noch zwei Minuten, und er hätte
Pause. Dann, dann könnte er endlich seinen Freund sehen. Ungeduldig folgten die
braunen Augen dem Sekundenzeiger der Schuluhr. Innerliche Vorfreude breitete
sich aus und Taichi strahlt zusehend mehr über beide Wangen. Dann folgte das
sehnsüchtig erwartete Läuten der Schulglocke und Tai sprang von seinem Stuhl auf
und verließ eilig den Klassenraum. Er ging den Flur entlang und erreichte die
Klasse, wo der blonde Sänger gerade hatte. Die Tür öffnete sich und einige von
Matts Schulkameraden kamen herausgeströmt. Mädchen, die freudig lachten, Jungen,
die mit tiefen Stimmen scherzten. Taichi betrat den Raum und erblickte sogleich
seinen Freund, der gelangweilt mit den Armen auf die Tischplatte gestützt aus
dem Fenster schaute. Er saß wie immer, zwischen den Mädchen auf der Fensterseite
und den Jungen auf der gegenüberliegenden Seite, alleine auf seinem Platz. Tai
trat auf den Blondschopf zu und sein Herz hüpfte mit jedem Schritt auf und ab.
"Hi Yama.", sagte er freudig. Der Sänger drehte sich schnell Richtung Stimme und
strahlte auf, als er seinen 17-jährigen Freund anblickte. "Komm gehen wir kurz
raus.", antwortete Yama schnell, stand auf und schob seinen Freund aus dem
Klassenraum, dann fügte er sanft hinzu: "Ich will doch ungestört mit dir sein."
Tais Augen leuchteten auf. Sie befanden sich nun vor einem der riesigen
Schulfenster und starrten hinaus. Eng nebeneinander standen sie da, so dass
niemand sehen konnte, wie sich heimlich ihre Finger berührten und verliebt
miteinander spielten. Yamatos Herz pockerte immer schneller. "Ich will dich
heute sehen.", sagte er leise und entschlossen. "Denkst du ich nicht?", fragte
Tai freudig und rhetorisch. Beide lächelten sich verlegen an. "Wollen wir in den
Park gehen?", fragten die blauen Augen. "Mh.", wurde bestätigend geäußert. Dann
mussten sie sich leider auch wieder trennen, da die nächste Unterrichtsstunde
gleich beginnen würde. Missmutig wurde in die Klassenräume zurückgegangen und
sehnsüchtig darauf gewartet, dass der heutige Schultag endlich ein Ende finden
würde.
Das Wetter hatte sich inzwischen ein wenig gebessert, denn der Regen hatte
aufgehört. Jedoch eine dicke Wolkenschicht lies noch immer keine Sonnenstrahlen
auf die Erde fallen. Trüb und dunkel. Jeder Mensch, der nur ansatzweise
vernünftig war, saß zu Hause auf der Couch und trank einen Kakao. Jedoch gibt es
auch Ausnahmen, wie zum Beispiel Verliebte, denen solche Wetterlagen nichts
ausmachen. Im Gegenteil, so war die Wahrscheinlichkeit viel geringer, dass sie
jemand entdecken könnte. Und so saßen sie nun beide auf einer kleinen Bank,
versteckt im Park hinter ein paar großen Bäumen und schmunzelten vor sich her.
"Ich find's echt schön so. Ich konnte es kaum abwarten, bis der Unterricht
vorbei war.", nuschelte Tai. "Mir ging's genau so Tai-chan." Yamato wurde rot
und seine Hand verkrampfte sich mehr in Taichis, als er realisierte, was er da
eben zu seinem Freund gesagt hatte. Tai lächelte ihn nur glücklich an.
Streichelte zärtlich die verkrampfte Hand von Yamato, die sich alsbald darauf
entspannte. Tais Herz klopfte stark und legte seinen Kopf auf Yamatos Schulter,
der daraufhin die Augen schloss, und diese wohlwollend geschehen lies. "Ich
brauch dich.", hörte er Tai nur noch in sein rechtes Ohr raunen und verspürte
kurz darauf etwas nasses an seinem Ohrläppchen. Der Braunhaarige fing an
liebevoll an seinem Ohr zu knabbern. Küsste es, liebkoste es zärtlich mit der
Zunge. Yamato fing an leise zu keuchen. "Tai...", brachte er nur vollkommen
überwältigt von diesem Gefühl hervor. Sein rechter Arm wanderte hinauf und seine
Handfläche pressten Taichis Kopf näher an sich heran, signalisierte somit, diese
Prozedur zu genießen. Taichis Lippen wanderten von den Ohrläppchen, den Hals
hinab. Küssten diesen zärtlich und liebkosten diesen weich mit der Zunge. Yamato
wurde schwindlig. Sein Herz hämmerte erbarmungslos gegen seine Brust und pumpte
das heiße Blut in alle Bereiche seines Körpers. Matt spürte eine riesige
Hitzewelle, die seinen Körper durchströmte und gleichzeitig bemerkte der
Blauäugige eine zunehmende Enge in seiner Hose. "Tai-chan", wurde wieder heiß
geflüstert. Taichis rechte Hand legte sich auf die andere Seite von Yamas Hals.
Yamato öffnete leicht die geschlossenen Augen und sah in zwei braune Kreise, die
voller Sehnsucht und Begehren darauf warteten weiterzumachen. Yamato drehte sein
Gesicht noch mehr zu Taichis. Er spürte den heißen Atem auf seinen geröteten
Wangen. Yamato neigte sich zu dem Braunhaarigen und küsste seine Wange zärtlich.
Stromschläge blitzten auf und elektrisierten die Luft. Auch bei Taichi zeigte
sich eine typische Eigenschaft geschlechtsreifer Männer, kämpfte aber nicht
gegen diesen Druck an, der sich irgendwo in seinem Schoß bildete. Yamato küsste
weiter, die Wange hinauf, die Stirn, die Augen, die Nase, wanderte immer mehr zu
dem Ziel, dass er begehrte. Tai zuckte mit den Lippen. Versucht die
gegenüberliegenden zu erhaschen, aber Yamato wich schnell aus und grinste frech,
um sich bald darauf wieder zu nähern und sanft berührten sich die rosa Lippen
der beiden. Ein Kuss, so süß und berauschend zugleich. Tai dachte, dass sein
Blut bereits kochen würde, so heiß war ihm plötzlich. Yamatos Lippen lösten sich
um kurz darauf sich wieder auf Taichis zu legen. Er knabberte liebevoll an den
warmen fleischigen Körperteilen. Taichi küsste zurück, fing nun an langsam mit
der Zunge gegenüber die Lippen des anderen zu streifen. Yamato wurde fast
verrückt vor Gier. Er umschloss nun mit beiden Händen Taichis Gesicht und
verspürte seine Hände auf seinem Rücken, die ihn fordernd an sich heranzogen.
Yamato ertastete auch nun mit seiner Zunge die Lippen seines Freundes. Fühlte,
wie dieser langsam seinen Mund öffnete und Matt sanft hineinglitt. Stupste dort
neckisch mit der Zunge Taichis zusammen, spielte und provozierte, so dass
Taichis darauf Matts Lippen passierten um sich in dessen Mundhöhle dafür zu
rächen. Erregt fuhr der Blonde durch die Haare seines Freundes, zerzauste sie
mehr und mehr und vergrub seine Hände darin. Taichis Hände unterdessen wanderten
den schmalen Rücken hinauf am Hals entlang und fuhren unter den Hemdkragen am
nackten heißen Nacken von Yamato entlang. Streichelten dann zart das
Schlüsselbein und die Schulterknochen. Yamato beugte sich nach hinten und Taichi
wanderte mit seiner Zunge am Hals hinab, benetzten diesen somit mit Feuchtigkeit
und begehrte seinen Freund immer mehr. "Yama.... du bist so schön...", keuchte
er stoßweise. Yamato setzte sich wieder aufrecht hin und suchte mit seinen
Lippen, die seines Freundes. Küsste diese wieder und drang in dessen Mund ein.
Die pure Leidenschaft hat die beiden Jungen ergriffen und Matt wanderte mit
seinen Händen Taichis Rücken hinab. Wie weit würde die Sehnsucht die beiden noch
treiben? Taichi wusste es nicht, es war ihm regelrecht egal, als er in die
flammenden Augen seines Gegenübers blickt und anfing erneut dessen Lippen zu
suchen um mit ihnen immer mehr in einen heißen, feuchten und leidenschaftlichen
Kuss zu versinken.
...
Fortsetzung folgt!
(C) MelChan