Wir sind doch nur Freunde, oder?   von MelChan
                                    (Taito)
================================================================================
                           Kapitel 2: "Das Spaßbad"
                           ------------------------

Immer noch starrte blau in braun. Yamato verstand nicht recht. ,Wieso sollte Tai
eifersüchtig sein?' Die braunen Augen zitterten. "Eifersüchtig? Wieso?", fragte
Matt schließlich fassungslos. "Ich...", Tai fing an zu stottern. "Ich weiß
nicht... vielleicht weil.... weil ich vielleicht keine Verehrerin habe?!?",
versuchte der Braunhaarige sich rauszureden. ,Ganz toll Taichi Yagami. War ja
wieder klar, dass du den Vogel abschießt. Aber wieso sage ich so etwas? Stimmt
es überhaupt? Stimmt es, dass ich eifersüchtig bin, weil ich keine abkriege?
Mhhh... Ja klar, anders kann es gar nicht sein!!! Schließlich sind wir doch nur
Freunde, oder?' "Weil du keine Verehrerin hast?", in Yamatos Frage lag Skepsis.
Mit einer hochgezogenen Augenbraue betrachtete er seinen immer noch unter ihm
liegenden Freund. Taichi nickte nur stumm und schob Yamato langsam von sich
herunter. Er setzte sich in den Schneidersitz und fuhr fort. "Naja, du wirst
halt angemacht, ich aber nicht. Ist schon irgendwie deprimierend." Er lächelte
leicht verlegen seinen Freund an. "Aber, na ja..." fing Matt nun an, seinem
braunhaarigen Kumpel zu antworten, "... ich meine, so beliebt bin ich nun wieder
auch nicht.", diesmal war es der Blonde, der stammelte. "Außerdem muss ich
wirklich sagen, dass du nicht schlecht aussiehst. Also, wenn ich ein Mädchen
wäre, dann ... hähähähä" Die braunen Augen konnten nun erkennen, wie die schon
abgeklungene Röte von Matts Gesicht deutlich zunahm. Dieser lachte nur weiter
leicht verlegen und kratzte sich am Hinterkopf, jedoch in die Augen blicken
konnte er Taichi nicht, als er seinen letzten Satz beendete: "... hähähä nun ja,
ich würde dich nicht übersehen und vielleicht versuchen ... nun ja, aber nur
wenn ich ein Mädchen wäre.... eben vielleicht mal ein Date zu bekommen... mit
dir." Taichi blickte seinen Freund dankbar an. ,Ist irgendwie niedlich, von
Matt. Er ist echt der beste Freund, den ich habe.' Mit einem kurzen "Danke,
Yama, du bist echt lieb." Wurde geantwortet. Jedoch  bei den letzten Worten
konnte der braunhaarige Junge kaum fassen, was er mal wieder so gedankenlos,
ohne einmal das Hirn eingeschaltet zu haben, gesagt hatte. ,Mann oh Mann Tai, 
<lieb>, wer sagt denn zu seinen Freund, dass er <lieb> ist????? Das ist doch
Weiberkram. So eine Gefühlsduselei gehört nicht zu einem Fußballspieler.' Taichi
blickte Matt an und dieser schaute zurück, direkt in die braunen
schokoladenähnlichen Kreise. "Schon gut. Hab ich gern getan. Du würdest genau so
antworten, das weiß ich.", entgegnete Yamato leicht hypnotisiert. ,Mhh, doch,
Yama ist einfach nur lieb.' Dann verspürte er auch bereits einen leichten
liebevollen Druck auf seiner Nase, denn Yamato hatte mit seinem Finger zart
diese angestupst. Dann stand Yamato auf und ging zur Tür. "Nun, da wir das
geklärt haben... hast du Hunger?" Doch diese Frage hätte er sich sparen können,
da er die Antwort bereits kannte. "Au ja!!!! Klar Yama.", antwortet Taichi Matt
freudig und begab sich zu seinem Freund. 

"Ins Schwimmbad?", fragte Yamato etwas überrascht. "Nein ins Spaßbad. Du weißt
schon, so mit so ner riesigen Rutsche, Strudel, Fontänen und sonstigen Kram."
Yamato blickte nachdenklich in die Luft und überlegte einen Moment, während er
lässig an der Anrichte der Küche lehnte. ,Spaßbad. Hört sich trotzdem nach Sport
an. Und Sport heißt schwitzen, aber im Wasser schwitzt man ja nicht....'
Gedankengänge, die den blonden Jungen bewegten. "Und wann?", fragte der
Blauäugige einige Momente später seinen braunhaarigen Freund, der gerade dabei
war, sich ein eindeutig viel zu großes Stück Pizza in den Mund zu schieben.
Leicht erstaunt blickte Tai Yamato mit vollen Backen an, so dass sein Gesicht
vielmehr einem Ballon glich, als einem Kopf. Yamato konnte sich ein hämisches
Grinsen nicht verkneifen, als er Taichi sah. "Grünsch nüsch scho doof.", hörte
er diesen schmatzend sagen. Taichi versuchte nun dieses Chaos in seinem Mund
durch zwanghafte Versuche zu kauen, zu beseitigen. Es dauerte einige Sekunden,
und Yamato beobachtete das ihm gebotene Spiel mit vergnügen. Wie Taichi
versuchte möglichst geschickt die Ladung in seinem Mund zu zerkauen, ohne dabei
irgendwie zu sabbern oder zu spucken. Letztendlich hatte er dann doch noch
Erfolg und schluckte die zerkaute Masse hinunter. "Wann nun?", fragte Yamato
erneut. "Wann nun was?", kurz stutze der Fußballer, doch dann viel es ihm wie
Schuppen von den Augen. "Ach so, wann wir ins Spaßbad gehen!!!! Hey am besten
gleich morgen!!!", antwortete begeistert der braungebrannte Junge und fügte
hinzu: "Yama, das wird bestimmt voll cool. Mein bester Freund und ich im
Spaßbad." Tai grinste begeistert, als er gedanklich bereits im kühlen
Chlorwasser saß. "Ich hol dich morgen früh ab, und dann machen wir uns gemeinsam
mit der U-Bahn auf den Weg, okay?", fragten die Schokoaugen die Azurblauen.
Yamato wurde von der Begeisterung seines Freundes angesteckt und antwortete: "So
machen wir's." 

Gesagt getan. Am nächsten Morgen eilte Tai, mit seinem gelben Rucksack und
seinen Freizeitsportklamotten zu seinem besten Freund, um diesen abzuholen.
,Mensch, das wird bestimmt toll, toll, toll!', dachte dieser und beschleunigte
seinen Laufschritt. Bei Matt angekommen sprang er die Treppen hinauf und
betätigte schließlich den Klingelknopf der Ishidas. Nach einem Moment Ruhe hörte
er Schritte auf der anderen Seite der Tür. Der Zugang wurde geöffnet und Yamato
stand lässig in einer engen schwarzen Hose und einem weißen Hemd vor ihm,
während er über seine rechten Schulter den braunen Rucksack geschnallt hatte.
Als Tai ihn sah, blieb ihm erst einmal der Atem stocken. ,Mann, Matt hat sich ja
voll in Schale geworfen. Sieht richtig gut aus, besonders diese engen Hosen,
diese verdammt engen Hosen. Sie bringen seine Figur vollkommen zur Geltung. Und
dann dieses Hemd, leicht geöffnet. UHA!!!!!!!!!!!! Verdammte sch... wieso noch
mal beobachte ich jeden Teil seines Körpers mit solcher Genauigkeit?????', Tai
errötete zunehmend, als er Yamato betrachtete. "Tai. Ist alles in Ordnung mit
dir?" Erschrocken von dieser Frage fing Taichi an mit stammeln: "Ja... ja.. ich
ich... mh." Mit einem Was-ist-den-nun-Phase-Blick schaute Yama seinen
schokoladenäugigen Freund an? Dieser lachte darauf nur leicht verlegen und wich
diesem Blick aus. ,Taichi Yagami, reiß dich zusammen. Das ist doch wieder mal
nur dein bester Freund Yamato Ishida!', fluchte sich dieser ins Gewissen, danach
holte er einmal tief Luft und drehte sich wieder zu seinem Freund um. "Es ist
echt nix. Lass uns endlich gehen, ich kann's kaum erwarten ins Spaßbad zu
kommen!", brachte das Honigkuchenpferd dem Blauäugigen entgegen. "Na, wenn du
meinst.", Yamato versuchte seine Verwirrung über das Verhalten seines Freundes
beiseite zu schieben und schloss die Haustür zu. Danach machten sich beide auf
den Weg Richtung U-Bahn. 

"Spaßbad FUN - Viel Spass im Nass.", las Yamato laut vor. "Einen dämlicheren
Spruch gibt's ja wohl nirgends auf der Welt. Wo man ja auch <Spaß> mit zwei <s>
schreibt. Tz tz tz.", kopfschüttelnd machte er sich über den Werbespruch lustig.
"Ach, lass doch Yama. FUN - hört sich für mich aber schon mal verdammt gut an.",
überaus glücklich strahlte er Yamato an. Dieses strahlend leuchtende braun lies
Yamato gleich vergessen, worüber er sich doch eben noch aufgeregt hatte, und
fragte mit sanfter Stimme: "Wollen wir nicht langsam mal rein gehen." Der
gebräunte Junge nickte und öffnete die Tür zu dem modernen Freizeitvergnügen. 
"Was hältst du davon, wenn wir uns eine Tageskarte holen?", fragte Tai seinen
Kumpel. "Ich weiß nicht recht, so lange?", "Wir können doch zwischendurch mal
raus gehen und nicht immer im Wasser hocken." Yamato antwortete nicht. Er
schaute seinen Freund nur skeptisch an. Tai bemerkte die abweisende Reaktion von
Matt und setzte seinen Dackelblick auf. Mit großen, runden, glänzenden, braunen
Äugelein schaute er Yamato flehend an und sagte: "Och, bitte Yama, sei kein
Spielverderber." Dann wurde noch mit den Lidern geklimpert und noch lieber
geschaut. "Argh, du und dein Dackelblick!!!!", fluchte Yamato, der diesem Blick
einfach nicht Stand halten konnte. "Ist ja gut, in Ordnung, wir bleiben den
ganzen Tag." "DANKE YAMA!", wie ein Kind, das ein Eis bekam freute sich Taichi
und fiel seinem Freund dankbar um den Hals. Der erschrak erst einmal als er so
plötzlich den warmen Körper an seinem fühlte. Taichi war ihm wieder einmal so
nah. Er merkte wie Tais Wärme durch die Sachen hindurch seinen nackten Körper
erreichte und diesen sanft zu streicheln begann. ,Mh, herrlich, so warm und erst
einmal dieser Geruch.', Matt schloss die Augen und sog diesen Geruch kräftig
ein, der nun seine Brust erfüllte, dabei verlor sich eine der braunen
Haarsträhnen in der Nähe seiner Nase und fing an diese zu kitzeln, so dass
Yamato urplötzlich niesen musste. Tai löste sich von seinem Freund.
"Gesundheit.", antwortete er fröhlich und dann schob er Matt zum Kartenschalter
zu. Dann wurden 2 Tageskarten gelöst und sich in Richtung Umkleidekabine
begeben. Dort angekommen begannen sich die beiden Jungen umzuziehen. Yamato
entledigte sich seinem weißen Hemd und ein heller gut gebauter Oberkörper kam
zum Vorschein, was Taichi natürlich nicht unbeobachtet lies. Weiter bemerkte
dieser, wie sein Blick weiter an seinem Freund hängen blieb, als er sich seine
enge schwarze Hose auszog und dabei unbeabsichtigt sein Hinterteil in Taichis
Richtung streckte. Dessen Herz fing auf einmal wie aus heiteren Himmel kräftig
an zu schlagen und pumpte somit das Blut durch den Körper des braunhaarigen
Jungen. So war es kaum verwunderlich, dass Tai leicht errötete. Immer noch
genoss Tai den Anblick, der sich ihm bot: ,Mann, Yama hat ja nen richtig
knackigen Hintern. Würde am liebsten mal ... NEIN STOP!!!' Taichi schlug sich
mit der flachen Hand gegen die Stirn. Hilfe, was hatte sein krankes Hirn da eben
versucht zu denken? ,NEIN, das kann unmöglich wahr sein. NEIN, TAICHI YAGAMI, du
wolltest deinem Freund eben nicht auf den Hintern klatschen!!! Oh mein Gott, das
ist Yamato, der Yamato, den du schon so lange kennst. Der hat diesen Knackarsch
bestimmt schon Jahre!! Also wieso, um Himmels Willen, muss dir das gerade jetzt
auffallen!! UND WARUM STARRST DU IMMER NOCH  AUF SEINEN HINTERN???????', Taichi
verfluchte sich. Er verstand einfach nicht, warum er rot wurde, als Yamato ihm
seinen Hintern entgegenstreckte. Erneut schlug er sich mit der flachen Hand auf
die Stirn, so dass ein Geräusch entstand, das einem Bauchklatscher auf einer
Wasserfläche glich. Dieses Geräusch blieb wohl auch nicht von Yamato unbemerkt
der sich folglich darauf zu der Wuschelmähne umgedreht hatte. "Ist was Taichi?
Wieso ziehst du dich nicht endlich um? Auch eine Tageskarte verliert ihre
Gültigkeit.", sprach der nun nur noch in Hot Pants stehende Blonde seinen Freund
an. Taichi der diesen Satz realisierte antwortete laut lachend um seine
Verlegenheit zu Unterdrücken: "Nein ist nix, ich beeil mich doch schon. Du weist
doch ich und Umziehen, das dauert. HAHAHAHAHA." Danach drehte sich das
Honigkuchenpferd um und fing an in seinem Rucksack nach der Badehose zu kramen.
Dann schwupp die wupp, wurde sich aus den sportlichen Klamotten gepellt und in
die dunkelblaue Bermudahose gehopst. Während dessen hatte auch Matt seine
schwarze Bermudahose an und sich ein rotes Badehandtuch über die Schultern
gehangen. Die beiden Freunde verstauten ihr Sack und Pack in einem Spind und
machten sich auf zu den Duschkabinen, wo sich nur provisorisch mit einem Arm
unter den Wasserstrahl  begeben wurde um schnellmöglichst in das Spaßbad zu
gelangen. Und da war es: Eine Menschenmenge tummelte sich bereits in einem
riesigen unförmigen Becken mit Chlorwasser, dass von einer imposanten Glaskuppel
überdacht wurde. Hier und da, sah man kleine Fontänen und sprudelnde Quellen.
Liegestühle die am Rande des Beckens standen ermöglichten den Badenden eine
erholsame Pause. Taichi war außer sich vor Freude, als er all die Spielereien
entdeckte, die man hier ausprobieren konnte. "Oh Yama, guck mal da, ein
Whirlpool, und d..d...da sie doch...", schrie er seinem Freund entgegen und
ergriff dessen Kinn mit den Patschehändchen um es in die eben genannte Richtung
zu navigieren, "die MEGARUTSCHE! Uhhhhhh....." Taichi hüpfte nun wie ein Jojo
auf und ab. "Ja, wirklich faszinierend.", entgegnete Matt trocken und <hörbar
begeistert> dem hüpfenden Etwas an seiner Seite und zog dabei die linke
Augenbraue nach oben. ,Wasser. Sport. Wie unangenehm. Doch was macht man nicht
alles für seinen besten Freund.', dachte dieser. ,Doch Halt. Nein verflixte
Sch....ande!!! Wasser!! Wieso fällt mir das erst jetzt ein? Wasser bedeutet auch
gleichzeitig, nein, bitte nicht.... Lass es nicht wahr sein. Wasser bedeutet
auch jeden Tod einer mit Haargel gestylten Frisur. Nein!!!', Yamatos Laune hatte
nun einen absoluten Tiefpunkt erreicht, keine 2 Minuten, nachdem die Freunde das
Schwimmbad betreten haben. Mit einem mürrischen Gesicht wurde durch die Gegend
geschaut. "Also, was machen wir zuerst.", fragte Tai plötzlich und voller
Enthusiasmus. Erneut hatte die Augenspanne ein Maximum erreicht und das Braun
wechselte vor Begeisterung von einer Farbnuance in die nächste.  ,Nein, jetzt
schaut er schon wieder, wie Dackel... ach Menno... warum guckt der immer so süß?
......... Ähhhhhhhmmm, Moment mal..... <süß>??? Tai und <süß>???', fragte sich
Yamato während gleichzeitig dabei ein Hauch von Röte seine Wangen zierte. Erneut
blickte er in die fragenden Augen seines Gegenüber. ,Eindeutig ein süßer
Dackelblick. Warum hält dem nicht mal wer ein Spiegel vor die Nase, damit er mal
sehen kann, wie niedlich er aussieht. Obwohl nun ja .... <niedlich> und <süß>
sind da wohl falsche Bezeichnungen. Ein Junge ist nicht <süß>, ein Junge ist
cool, frech und fesh. Ja, ich denke, das meinte ich als ich dachte, wie süß er
doch aussieht. Da wollte ich wohl denke wie frech er doch guckt. Ja, natürlich,
klar. Logisch. HÄHÄ.', vervollständigte Matt seine Gedanken. "Weiß nicht,
entscheid du." "Au ja....", dann fühlte Matt bereits eine Hand an seinem rechten
Handgelenk, die ihn mit sich riss. Yamato hätte schwören können, dass in diesem
Moment einen Stromschlag erhielt. Kurz darauf wurde mit einem Satz ins Becken
gesprungen. Und schon war das passiert, was Yamato hätte eigentlich verhindern
wollen, seine schönen goldenen Haare wurden klatschnass und somit seine
TipTopFrisur zerstört. "Ich wusste, dass das passieren würde. ARGH!", fluchte
Yamato, der nun völlig sauer war, das seine Frisur zerstört wurde. "Was denn?
Was wusstest du?", fragte Taichi nun neugierig. "Das meine Haare zerstört
werden.", knirschte Yamato. "Deine was? Ach deshalb, hast du vorhin so sauer
geguckt.", Taichi konnte sich ein lautes Lachen nicht verkneifen. "Ich wusste ja
schon immer, dass du eitel bist, aber so sehr. HAHAHAHA." Yamatos Augenbraue
zuckte gefährlich. "Na warte", flüsterte er und steigerte seine Lautstärke, "das
gibt RACHE!" Mit einem Sprung hopste er der Wuschelmähne entgegen, die daraufhin
nur verdutzt dem ihn angreifenden Etwas entgegenblickte. Dann landete Yamato auf
Taichi und tauchte diesen somit unter Wasser. Mit eine diabolischen Lachen
befriedigte Yamato seine Rachlust und ließ die Wuschelmähne wieder auftauchen,
die daraufhin erst einmal tief Luft holte. "Uhhhhaaaaaaaa.... Yama, das war
oberfies von dir.", beschwerte sich Tai. "Tja, Pech gehabt, wer sich mit einer
so eitlen Person anlegt und sich über sie lustig macht, muss auch mit
Konsequenzen rechnen.", dabei hob Matt die Schultern und machte ein
Ich-bin-ja-nicht-schuld-das-hast-du-dir-alles-selbst-eingebrockt-Geste dazu.
"Na, wenn das so ist, dann macht es dir ja nix aus auch mal getaucht zu
werden.", entgegnete Tai und noch bevor Yamato so recht schnallen konnte, was
sein Freund da eben gesagt hatte befand sich sein Kopf bereits unter Wasser. So
ging es dann die ersten 10 Minuten lang. Der eine fand immer einen Grund, den
anderen zu tauchen. Die Tatsache, dass dabei die Hände den Körper des anderen
berühren konnten, war natürlich unvermeidlich gewesen. "Puh, Auszeit! Lass uns
jetzt mal was anderes machen.", schlug Yamato vor. Er atmete hörbar schwer und
seine Wangen hatten einen erschöpften Rotton angenommen. "In Ordnung. Wie wär'
es, wenn wir mal den Whirlpool aufsuchen. Da können wir uns mal ausruhen." "Gute
Idee, Tai.", keuchte Yamato lächelnd. Dann bewegten sie sich in einer Art
Schwimmgang auf die Stufen des Beckens zu um dieses zu verlassen. Gerade als sie
auf den Whirlpool zusteuerten hörten sie ein freudiges "Juhu." Wie auf Kommando
drehten sich beide dem quietschenden Ausruf zu und synchron weiteten sich ihre
Augen und die Pupillen wurden stecknadelkopf-groß. Da stand die Person, die
dieses heitere <Juhu> von sich gegeben hatte. Die Person, die sie bereits
neulich mit ihrer Anwesenheit beglückt hatte. Die hellbraunhaarige Momoko. Das
Mädchen, kam in ihrem roten Badeanzug auf die beiden Jungen zugestürmt.
"Hallo.", himmelte sie Yamato an. Taichi lies sie während dessen blindlinks auf
der Seite liegen. "Na, kannst du dich noch erinnern? Wir haben uns gestern im
Einkaufszentrum getroffen." Mit verliebten grünen Augen wurde sich leicht nach
vorne gebeugt, während Momoko diesen Satz äußerte. Taichis Augen flammten nun
wieder auf. Erneut machte sich ein ungutes Gefühl in ihm breit. Warum hasste er
diese Person  nur so, wie die Pest? ,Kann mir mal wer sagen, warum die sich so
vor Yama räkelt???', schrie er gedanklich durch das Spaßbad. Seine braunen Arme
vor der Brust verschränkt und mit einem Fuß ungeduldig den Boden klopfend
betrachtete er die ihm gebotene Szenerie. "Na... und... dämmert's?", stocherte
das Mädchen herum. "Ach ja, stimmt ja, wie war dein Name noch mal ... Moloko?",
antwortete Yama genervt und rollte dabei mit den Augen zur Glaskuppel. Der
freudige Blick des Mädchen wechselte um in einen
Du-weißt-genau-wie-ich-heiße-Blick um. Dann wurde ein gespieltes freundliches
Lächeln aufgesetzt und der Frage geantwortet. "Nein, Momoko, knapp daneben ist
auch dabei. HAHA." Taichis Lippen zierte nun ein gehässiges Grinsen. Ihn freute
es, wie sein Kumpel die Tussi abservierte. "Also, ich habe gedacht, vielleicht
können wir zusammen mal was trinken gehen. Du kannst mir ja ne Cola ausgeben."
,Das schlägt dem Fass doch den Boden aus!', dachte Taichi, ,Erst Yama angraben
und nun auch noch ausgehalten werden von ihm??? Nicht von meinem Yama!!!!!'
Taichis Augenbraue fing an gefährlich drohend zu zucken. ,Gleich sag ich was,
wenn das so weitergeht.', er ballte die Hände zu Fäusten. "Halt mal.", erklang
nun die dunkle Stimme des Blonden. "Momoko. Du glaubst doch nicht wirklich, dass
ich dir ne Cola spendiere? Erst machst du mich blöde an und nun wirst du noch
frech? Du spinnst wohl?? Schnall endlich mal, dass ich mich nicht mit dir
abgeben will. Ich find dich nicht gut. Also lass mich endlich in Ruhe!!!" Taichi
platzte fast die Brust vor Stolz, als er hörte, wie er die dumme Momokoschnepfe
fertig machte. Deren Gesicht fiel augenblicklich in sich zusammen. Da ergriff
schließlich auch Taichi das Wort. "Richtig so. Er will nix von dir.", dann griff
er wieder zu Yamatos Handgelenk und zog ihn endlich aus der Schusslinie, des nun
vor Wut mit Schimpfwörtern um sich her schmeißenden Mädchen. Taichi zog ihn bis
zum Whirlpool. Gott sei Dank, standen ein paar Grünpflanzen um den Whirlpool, so
dass sie sich den Anblick von Momoko ersparen konnten. Dann wurde sich in das
warme aufquellende Wasser begeben und sich entspannt zurückgelehnt. "Ah, tut das
gut.", stieß Yamato aus und schloss genüsslich die Augen. Taichi beobachtete
wohlwollend, wie sein Freund sich entspannte, und sich seine von der Diskussion
zusammengezogenen Muskeln entspannten. "Der hast du's aber gegeben.", sagte Tai
schließlich, so laut, dass seine Stimme noch nicht von dem blubbernden Geräusch
des Wassers übertönt wurde. "War ja auch mal Zeit. Ich will ja nicht noch einmal
blöd von der Seite angequatscht werden, vor allem nicht von der.", antwortete
Matt. Dann blickte er Tai an und wunderte sich plötzlich. In dessen Augen konnte
er Freude und noch etwas anderes lesen, aber was es war, konnte er nicht
identifizieren. Taichi blickte auf den Grund des Whirlpoolbodens und versuchte
die aufkeimende Röte zu unterdrücken, als er merkte wie eindringlich und
liebevoll ihn Matt ansah. Er scharrte mit den Füßen umher bis er plötzlich mit
ihnen etwas fremdes ertastete. Er füßelte weiter um zu erforschen, was das Etwas
da war. Weich, glitschig, ups, es wehrt sich. "Ähmmmm, sag mal Tai..... was
machst du mit meinem Fuß?", hörte er plötzlich den Blondschopf sagen. Taichi
fuhr erschrocken mit dem Kopf herum und starrte in die blauen Augen, die ihn
verwundert anschauten. Er merkte wie verdammt schnell und kräftig das Blut in
seinen Kopf schoss. ,Was hast du da getan? Du hast gefüßelt, im wahrsten Sinne
des Wortes. Hilfe!! Der Boden soll sich unter mir auftun und mich
verschlingen!!!', dann ging er auf Tauchstation, so dass nur noch seine Augen
oberhalb der Wasserfläche zu sehen waren. "Blsorry", hörte Yamato ihn nur noch
blubbern. Dann fing er an zu lächeln. "Du brauchst dich nicht schämen. Ist doch
nur ein Versehen gewesen." Taichi rollte mit den Augen in Richtung Yamato und
klimperte mit den Lidern. Seine Verlegenheit war noch nicht verschwunden. ,Er
sieht unheimlich niedlich aus, wenn er so drollig aus dem Wasser guckt.', dachte
Yamato und sagte schließlich, ohne dabei wirklich nachzudenken: "Guck nicht
immer so lieb, das macht mich echt schwach." Jetzt war es nicht Taichi, der sich
wünschte, dass der Boden sich unter seinen Füßen auftun sollte, nein, nun
versank Yamato mit hochrotem Kopf im Wasser des Whirlpools. ,Shit. Yamato!!! Was
hast du gesagt???' Nun saßen sie beide da mit den Augen aus dem Wasser schauend
und mit roter Birne sich anguckend. Schweigen. Stille. Eine peinliche Stille.
Während dessen ratterte es in den Köpfen der Beiden. ,Er hat gesagt, er wird
schwach, wenn ich so lieb gucke. Mh, ist ja süß von ihm. ARGH, nicht wieder
dieser Mädchenkram!!!', fluchte sich Tai ins Gewissen während Yamato gedanklich
alle Methoden eines Selbstmordes durchging: ,Erschießen, Ersaufen, Erwürgen,
Erhängen, Vergiften ...' ,Taichi, los, lass deinen Freund nicht hängen, muntere
ihn auf. Er hat es doch nur lieb gemeint und jetzt ist es ihm unangenehm. LOS
SAG WAS!', ermutigte sich Taichi. "Yama...", "Mh?", "Danke, das war echt lieb
von dir.", dann rutschte Tai seinem Freund entgegen und stupste ihn mit der
Schulter an um seiner Aussage noch mehr Ausdruck zu verleihen. So tauchten beide
wieder aus dem Wasser herauf und grinsten sich entgegen. "Waaaaaaas hältst du
davon, wenn wir nun die MEGARUTSCHE ausprobieren???", schlug Tai vor sprang in
die Senkrechte und zog ohne die Antwort seines Freundes abzuwarten diesen zu
sich herauf. Somit berührten sich kurz ihre beiden nackten Oberkörper und es
breitete sich ein wohltuende Gänsehaut über die Rücken der beiden Jungen aus.
Yamato grinste frech in Taichis Gesicht. Dann stiegen beide aus dem Whirlpool
und gingen auf die MEGARUTSCHE zu. Dort angekommen, dauerte es eine Ewigkeit,
bis die beiden Jungen erst einmal die Hälfte der 30 m hohen Wendeltreppe
geschafft hatten. Denn vor ihnen turnten Kleinkinder und ihre Mütter oder Väter,
und wartete alle darauf auch endlich diese tolle Rutsche zu betätigen. Taichi
befand sich vor Yamato und hopste ungeduldig von einem Bein auf das Andere.
Yamato musste bei diesem Anblick schmunzeln, da er die selbe Bewegung bei
Kleinkindern beobachten konnte, die an den Händen ihrer Mütter ungeduldig dem
Ziel entgegenblickten. Doch dann bemerkte er noch etwas anderes an dem Jungen
vor ihm, der immer noch die gleiche Bewegung ausführte. Yamatos Blick blieb
nirgendwo anders hängen als an der runden Ausbeulung direkt vor ihm, die hin und
herzuckte, bei jeder Bewegung. Matt beobachtete, wie die blaue Bermudahose, eng
an Tais Körper klebte und somit jede Unebenheit seines Körpers hervorhob.
Entzückt betrachtete er weiterhin dem Muskelspiel von Taichis Po, bis die
Schlange sich eine weiteres Stück nach oben bewegte und Yamato endlich von
diesem interessanten Muskelspiel abgelenkt wurde. ,Meine Güte Yamato, du hast es
dringend nötig. Vielleicht solltest du dir endlich mal eine Freundin zulegen um
deinen Hormonen genug Auslauf zu geben.', verfluchte er sich, ,ich muss es
wirklich dringend brauchen, wenn ich sogar schon meinem besten Freund auf den,
zugegeben durchaus knackigen, Hintern glotze.' "Hey Yama, wir sind bald dran.",
erhörte er plötzlich die Stimme seines Freundes, des sich zu ihm herumgedreht
hatte. "Nur noch 3, dann sind wir dran." Und da war es wieder das
Honigkuchenpferdchen, dass sich wie Schneekönig darauf freute die Rutsche
hinunter zu schlittern. Kommentarlos stimmte er seinem Freund zu. Dann war es
auch bereits soweit. Taichi stand vor dem runden Eingang zur Rutsche. "Komm
Yama, wir rutschen zusammen." Dann zog er bereits den blonden Jungen an sich
heran, der erst mal große blaue Äuglein machte um sich Sekunden später eng
angeschmiegt an Taichi wiederzufinden. "Bereit?", fragte der noch. "Ready.",
antwortete Yamato und lachte dabei freudig. Dann setzt Taichi seine
Schlittertour in Bewegung. Yamato direkt hinter ihm umklammerte den nackten und
nassen Oberkörper von Tai. Spürte wieder diese Wärme und das Klopfen des
Herzens. Es war ein beschleunigtes Klopfen, mindestens genau so schnell, wie
Yamatos. Taichis Haut war unvergleichlich schön. Auf einmal drückte Tai seinen
Oberkörper nach hinten und Yamato wurde in die Liegeposition gepresst. Tais Kopf
lag auf Yamatos Bauch und seine nassen Haarsträhnen klebten an dessen Brust. Die
Schlittertour kam richtig auf Geschwindigkeit. Eine Rechtskurve, dann eine
scharfe Linkskurve und immer das Schreien der Kinder vor und hinter ihnen, dass
durch die Rutschröhre hallte und ohrenbetäubend war. Die Geschwindigkeit der
zwei Rutschenden nahm zu, so dass Taichi seine Hände um Yamatos Beine klammerte,
diese dabei sanft berührte und streichelte. Gott sei Dank, saß Yamato hinter
Tai, denn dieser war rot wie eine Tomate und auch Taichi war froh nicht in Matts
Gesicht blicken zu müssen, da er ungern offenbart hätte, welche Auswirkungen
diese Berührungen auf ihn hatten. Da. Wieder eine scharfe Rechtskurve. Es
dauerte scheinbar Stunden, bis die Rutsche endlich ein Ende fand. Eine
Linkskurve. Die beiden Körper pressten sich erneut aneinander. Dann der
erlösende Ausgang der Rutsche. Die beiden schlitterten in das Auffangbecken und
tummelten sich in dem brandungsähnlichen Wellengang. Sie erhoben sich aus dem
Wasser. "Das war cool.", sagte Yamato und strich sich einige nasse Haarsträhnen
aus dem schönen Gesicht. "Wie wäre es jetzt aber mal mit nem Päuschen???",
fragte Matt. "In Ordnung, ich hab nämlich Hunger, ist ne supi Idee, von dir!!",
gluckste Tai ihm entgegen. Sie setzten ihre Bewegung fort zum Kiosk, an der Tai
mal wieder Unmengen an Fast Foot Essen kaufen musste. Dann setzten sie sich und
Yamato naschte etwas von Tais fettigen Pommes, während dieser sich nur gespielt
darüber aufregte, dass ihm sein bester Freund alles wegfressen würde. Sie
lachten und machten Scherze, dann erblickten sie Momoko, die anscheinend gerade
dabei war, einen neuen Jungen anzugraben und machten sie fertig nach dem Motto
<Nieder mit der Kuh!>  Als die Pommes aufgefuttert, die 3 Hamburger vertilgt und
der halbe Liter Cole getrunken war, sprang Taichi auf und entschloss begeistert:
"So, auf zu den Sprudelbänken und den Fontänen!", doch da mischte sich Matt auch
schon ein. "Na na na na, bleib lieber noch ne halbe Stunde draußen. Wenn du mit
vollem Magen ins Wasser gehst, wird dir noch schlecht.", dabei tippte er
liebevoll mit dem Zeigefinger gegen Taichis Bauch, der jetzt eigentlich so voll
wie ein Ballon sein sollte. Taichi folgte Yamatos Fingerbewegung und musste
Kichern als sein Finger, den glatten Bauch Taichis berührte. Zugleich breitete
sich ein flattriges Gefühl in ihm aus und ließ ihn leicht erschaudern. "Ist gut
Yama, hast ja recht. Was würde ich ohne dich nur machen?", fragte Tai
rhetorisch. "Ersaufen, da du gerade doppelt so viel wiegen müsstest, aber es
heißt ja auch: Fett schwimmt oben!", entgegnete dieser seinem Freund frech
grinsend. "Du...", mit einer angedrohten Handbewegung und einem gespielten
wütenden Gesicht ging er auf den Blauäugigen zu und knuffte ihn in die Wange.
Dann hing er seinen rechten Arm um Yamatos Hals und wuschelte ihn mit der linken
durch die blonde Mähne. "IEEEEK! Meine Haare!", wehrte sich Matt nur noch. "Nix
da, die kannste eh schon in die Tonne kloppen. Deine Frisur ähnelt mehr einem
Haufen Spaghetti als Haaren.", antwortete Taichi frech und wuschelt noch immer
durch die goldene Mähne. "Na und, dafür trag ich kein Wischmopp auf dem Kopf.",
lachte der frech. Dann wurde sich aus dem ach so engen Schwitzkasten befreit und
auf die Reihe Liegestühle zugegangen. "Lass uns ein wenig ausruhen. Okay?",
schlug Matt vor und platzierte sich auf einer der weißen Liegen, die er zuvor
mit seinem roten Handtuch bedeckt hatte. Taichi tat es ihm gleich und knallte
sich auf die Liege daneben. Er schloss die Augen zum Entspannen als er plötzlich
ein Kichern neben sich hörte. Er öffnete wieder die braunen runden Schokotaler
und betrachtete seinen blonder Freund, der rechts neben ihm lag und seine Hände
anglotzte. "Wirst du jetzt schon blöde?", fragte Tai. "Nee, aber meine Hände!!
HIHIHIHIHIHIHI voll schrumplig, wie von ner Oma. HIHIHIHIHIHIHI. Zeig mal
deine." Und schon griff Yamato nach Taichis Patschehändchen. Diese waren
mindestens genau so schrumplig und aufgedunsen wie seine eigenen. "HIHIHIHIHI du
hast auch Omahände.", prustete Matt erneut los und strich mit seine Fingern über
die Handinnenfläche von Tai. Taichis Herz begann wieder mit rasen. Schneller und
stärker, drohte es seinen  Brustkorb zu zersprengen, als er immer wieder die
zärtlichen Streicheleinheiten seines Freundes auf seiner Hand spürte. ,Oh man,
das, das, das ist einfach schön. So zärtlich...', schwärmte er für dieses schöne
Gefühl bis es urplötzlich stoppte und Yamato sich wieder hingelegt hatte. Die
Zeit verging und Tai spürte noch lange das Ameisenkribbeln in seiner rechten
Hand. Betrachtete diese und merkte wie sich seine Augenlider senkten und sich
schlossen. 

Als Yamato erwachte sah er zuerst den Himmel durch die gläserne Kuppel. Der
Himmel zeigte eindeutig, dass es bereits später Nachmittag war. Er schaute sich
um. ,Wie kann man bei dem Krach nur schlafen?', fragte er sich selber vollkommen
erstaunt. Schließlich erspähte er eine Uhr, die ihm sagte, dass es bereits 16.53
Uhr war. "So spät schon?", frage er in den Raum. Er sah wie sich die Menschen
noch immer im Becken tummelten. Kinder und Väter und Mütter, Freunde und
Paarchen. Er schaute links neben sich, und schmunzelte. Da lag er, wie ein Baby
schlummerte zusammengekauert auf der weißen Liege. Seine Haare, waren inzwischen
getrocknet und die Strähnen verhingen seine geschlossenen Augen. Sein Mund war
leicht geöffnet und er sah wie stoßweise der Atem diesem entwich, da einige
Strähnen dann mit dem winzigen Luftzug wehten. Taichi schlief tief und fest.
,Niedlich. Einfach nur knuffig. Hach ich könnte ihn so nehmen und knuddeln und
drücken. ARGH...' Yamato verzweifelte langsam. Er verstand nicht wie ihm ständig
diese Gedanken kommen konnten. Schließlich hatte er früher nie so über seinen
Freund gedacht. ,Der Mund, wie von einem kleinen Engel, ob ich mal...', doch da
war es auch schon getan. Da war die Tat mal wieder schneller als der Gedanke und
Yamato strich liebvoll mit dem Finger über Tais Lippen. ,Sie sind weich und
warm. Sie sehen so zart rosa aus. Er hat echt schöne Lippen. ..... Yamato Yamato
Yamato... tz tz tz ..... du begrabschst hier deinen Freund während er schläft
und streichelst seine Lippen. Also dafür kann es nur eine Begründung geben....
du brauchst endlich ne Freundin.' Yamatos Finger lag noch immer auf Tais Lippen
und streichelte diese zärtlich, als er spontan etwas nasses warmes fühlte. Er
blickte auf den Mund von Taichi, der anscheinend gerade das Kitzeln auf seinen
Lippen mit der Zunge zu beseitigen versuchte. So leckte er einige Male über
Yamatos Finger. Eine meterdicke Gänsehaut jagte den Körper des schmalen blonden
Jungen entlang, so stark und kitzelnd, dass Yamato sich kurz schütteln musste.
,Oh mein Gott, so warm und weich und nun auch noch nass.... warum nehme ich
nicht meinen Finger von seinen Lippen???? Yamato du sollst deinen Finge da
wegnehmen!!!!!!', fluchte dieser sich selber permanent entgegen, bis er seinen
Gedanken Taten folgen ließ und den Finger von den lieblichen Lippen seines
Freundes entfernte. Er hiel ihn nun betrachtend vor seinen Augen und errötete
etwas, doch ihm wäre beinahe das Herz stehen geblieben, als er realisierte, was
er kurz darauf getan hatte. Diese Aktion ließ ihn nur noch mehr erröten und er
dachte, gleich würde er die ganze Halle erleuchten können, so stark schoss ihm
das Blut ins Gesicht. ,Yamato!!! Yamato!!! Yamato Ishida!!!! Sag, dass du das
eben nicht gemacht hast. Sag es, los sag es endlich!!!! Nein, du kannst nicht,
du hast es wirklich getan, du hast... du hast den Finger abgeleckt. Schande über
mich!!!!!!!!!!!!' Yamato hatte mal wieder nicht sein Hirn eingeschaltet. Da
hatte der blonde Sänger tatsächlich den von Taichis Zunge geleckten Finger in
seinen Mund gesteckt und ihn abgelutscht. ,Spinne ich vollkommen? Am besten ich
such mir gleich hier ein Weib und geb den Hormonen, was sie wollen. Das ist ja
zum Mäuse melken hier.' Erst jetzt traute er sich wieder Taich anzublicken, der
noch immer friedlich schlummerte und von der Aktion nichts mitbekommen hatte.
,Gott sei Dank!', dachte Matt nur, was ihn auch zusehend beruhigte. Er drehte
sich auf die linke Seite und beobachtete Taichi die ganzen weitern Minuten, die
vergingen: wie er das Näschen kräuselte, wie er sich wieder die Lippen leckte,
was bei Yamato nur zu einem erneuten Erröten führte, und wie er leicht mit den
Augen zuckte. 

Blau, blau, blau, blau, blau. Ein blaues Meer, azurblaues Meer. Die erste Farbe,
die Tai erblickte, als er aufwachte war ein Meer aus wunderschönem Blau.
,Logisch, es ist nun einmal Tatsache, dass du in einem Schwimmbad bist und da
ist blaues Wasser. Aber halt mal, ist Chlorwasser nicht grünlichblau, das da ist
aber ein viel schöneres blau, tiefer und wärmer zugleich.' Dann löste sich der
Schleier des Schlafes und Tai konnte eine Nase und einen sanft lächelnden Mund
erkennen. ,Yama.', schoss es dem Jungen nur in den Kopf. "Na.. ausgeschlafen?",
fragte der leise. "Mhh....ja...", antwortete Tai, während er sich dabei
genüsslich streckte. "Wie spät haben wir es eigentlich?", fragte Taichi. Yamato
blickte erneut auf die Uhr, die er bereits vorhin nach der Zeit gefragt hatte.
"Wir habe es jetzt bereits 17.29 Uhr. Es wird schon dunkel, siehst du?", er
deutete mit einem Kopfnicken Richtung Himmel, der sich schon dunkler gefärbt
hatte. "Oh, schon so spät. Da habe ich aber lange geschlafen. Warum hast du mich
nicht geweckt, als du wach geworden bist?", fragte Tai. "Weil ich auch gerade
erst einmal aufgewacht bin.", log er die Wuschelmähne an. ,Ich kann doch
unmöglich sagen, dass ich ihn hier schon länger liegend beobachte. Was denkt der
dann von mir?', beruhigte er sein Gewissen. "Ach so." Taichi streckte sich
nochmals genüsslich, dann sprang er voller Energie auf die Beine. "Los komm, die
Zeit die uns noch bleibt müssen wir nutzen!!! Ich hab da vorhin so ein zweites
Becken gesehen, da kann man nach draußen schwimmen, los, da müssen wir mal hin."
Yamato erhob sich langsam von seiner Liege und nickte seinem Freund zustimmend
entgegen. Tai wieder voll motiviert und glücklich stürzte sich in die Fluten und
bewegte sich einem Fisch gleich durch das kühle Nass. Yamato kostete es schon
ein wenig Überwindung, wieder in das kalte Wasser zu steigen, nachdem er so
schön trocken war und auch seine Frisur einigermaßen stimmte, doch was tut man
nicht für die Freundschaft? Der Himmel war nun in leicht rosa und dunkelblauen
Tönen gefärbt. Während die Sonne auf der einen Seite hinter dem Horizont
verschwand, tauchte auf der anderen Seite bereits der Mond auf. Die beiden
Freunde schwammen wie beschlossen nach draußen und Tai quiekte zugleich auf, als
er ein Reihe mit Sprudelbänken erspähte. "Komm Yama, da legen wir uns drauf.",
und paddelte Richtung Sprudelbank. Dort angekommen legte er sich hin und ließ
sich von den blubbernden Blasen massieren. Yamato folgte ihm wie ein Hündchen
seinem Herrchen, wobei er dachte, dass eigentlich Taichi das Hündchen sein
müsste, bei dem Fell auf dem Kopf... Er gesellte sich neben seinen
sonnengebräunten Freund. Sie schlossen beide die Augen und genossen, die
quellende Frische, die an ihnen vorbeisprudelte. "Mhhh, das ist schön.", seufzte
Tai leise. Yamato drehte sich auf den Bauch und verschränkte beide Arme vor sich
auf dem Beckenrand. Sein Kopf war an der kühlen Frühlingsluft und sein Körper
schwamm im verhältnismäßig warmen Wasser des Beckens. Er legte den Kopf auf
beide Arme und starrte gedankenlos vor sich her, bis ihm etwas helles rundes
leuchtendes ins Auge stach. "Guck mal, der Mond scheint schon, und da hinten
geht die Sonne runter. Ist schon komisch. Hey und ein Stern leuchtet auch
schon." Taichi erblickte nun die von Yamato erspähten Objekte und fing an
gutmütig zu lächeln. Er rutschte nah zu Yamato heran und nahm die gleiche
Position ein wie er. Dann beugte er sich zu Matts Ohr herüber  und flüsterte:
"Das ist kein Stern, das ist die Venus." Der heiße Atem Taichis an Matts Ohr
verursachte nur wieder eine angenehme Gänsehaut auf seinem Körper und bewirkte,
dass seine Atmung sich erhöhte. ,Seine Stimme klingt so rau und irgendwie, oh
Gott bestraf mich dafür, sie klingt so sexy...' Wieder röteten sich die Wängchen
von Yamato. Dann drehte er sein Gesicht zu Tais Gesicht. Sie waren sich ganz
nah. "Woher willst du das wissen?", flüsterte er nun seinem Freund entgegen.
"Ich weiß es eben. Ich interessiere mich eben für so etwas.", während er diese
Worte äußerte legte er behutsam seinen Kopf auf Yamatos Schulter und fuhr fort:
"Die Venus wird auch der Morgen oder Abendstern genannt, da sie als erstes am
Abend und als letztes am Morgen strahlt." Yamato neigte seinen Kopf ebenfalls
und legte ihn auf den von Taichi. So verharrten sie einige Minuten. Ihre beiden
Arme berührten sich pausenlos. Die Stromschläge die freigesetzt wurden zuckten
durch die Körper. ,Das ist ein echt schönes Gefühl.', dachte Taichti, ,Ich fühl
mich einfach wohl und in mir herrscht vollkommender Frieden', führte er seinen
Gedanken fort. Doch dann spürte er nur noch ein wackeln an seinem Arm. ,Was
zuckt denn da, dauernd?', fragte Tai sich, dann blickte er zu seinem Freund
hinüber und sah, wie Yamato mit blauen Lippen zitterte. "Oh, Yama, sag doch was,
komm lass uns raus gehen." Besorgt zog Taichi seinen Freund von der Sprudelbank
und schleifte ihn wieder ins Innere des Spaßbades. Er war vollkommen unterkühlt
und fror. "Tttttttttut mmmmmiiirr llllleeeiiddd.", bibberte er. "Abbbbbberr
iccchhh fffrriiieer miirrrr sonnnnssstttt tt den Aaarrrsschh abbb." Taichi legte
ihm sein Handtuch um die Schultern und rubbelte ihn trocken. "Schon gut, wir
gehen jetzt Heim, okay?", antwortete er aufmunternd. Weiterhin rubbelte er
seinen Freund trocken, war ihm nah und genoss diese Aktion zusehend. Kurz wurde
in die Augen gegenüber geblickt und ein Blick entdeckte, den er noch nie gesehen
hatte, der ihm aber irgendwie bekannt vorkam. Diese blick schnürte Tai wieder
die Brust zu und erschwerte die Atmung. Er wich diesem Blick mit geröteten
Wangen aus. "Los lass uns Umziehen gehen.", wurde nur auffordernd gesagt und in
die verschwommenen blauen Ovale gegrinst. 

Die ausgelatschten Turnschuhe liefen nun mal wieder neben den gepflegten. Es war
bereits stockduster. Immerhin verriet die Uhr, dass es bereits 21.07 Uhr war,
und bekanntlich war es zu dieser Zeit im Frühling schon dunkel. Tai und Yamato
liefen nebeneinander her. Sie waren beide geschafft und müde, vom heutigen Tag.
Schwimmen und herumtollen, ging nun mal an die Energiereserven, und so etwas war
man eben schon lange nicht mehr gewohnt. Taichi blickte zum Himmel hinauf. Es
haben sich bereits viele Sterne gezeigt, die stillschweigend über den beiden
leuchteten. Er lächelte zufrieden, und Yamato beobachtete mal wieder seinen
Freund. Wie ein leichtes liebevolles Lächeln seine warmen und zarten Lippen
umspielte. Wie sich die braunen Schokoladenaugen mit Freude und Begeisterung
füllten. "Du scheinst die Sterne ja wirklich sehr zu mögen, das wusste ich noch
gar nicht.", durchbrach Matt sanft die Stille. "Ja, sie sind so einzigartig und
so wunderschön.", antwortet Tai. Sie erreichten inzwischen Matts Wohnung und
blieben davor stehen. "Sie faszinieren mich einfach, sie sind so beruhigend und
so so so schön.", Tais Augen füllten sich leicht mit Tränen der Begeisterung.
Matts Herz stach einen Augenblick, als er dies sah. Sein Hals war trocken, sein
Puls war beunruhigend schnell. "Ich kenn das Gefühl.", antwortet er schließlich
leise. "Mh, von deiner Musik.", antworte Tai. "Nein." Tai blickte Yamato nun an.
"Nicht? Aber ich dachte, du liebst die Musik?", fragte Taichi leicht verwundert.
Der blonde Junge legte nun den Finger auf Tais Lippen und verschloss sie damit,
berührte sie, streichelte sie zärtlich, wie er es heute schon einmal getan
hatte. Taichi rasten kribbelnde Sterne durch die Adern, gleich als ob, Matt sie
vom Himmel gestohlen hätte und sie mit seinem Finger in seine Blutgefäße strömen
ließe. Er wurde rot und sah, dass auch Yamato errötete. "Ja, ich liebe die
Musik, aber das Gefühl, dass du beschrieben hast spüre ich nur bei dir."
Unter schwerem Keuchen konnte er die letzten Worte hervorbringen, als er
schließlich den Finger von Tais Lippen nahm und ohne ein Verabschiedung in der
Haustür verschwand. 
Taichi stand nur da und rang nach Luft, als er sich behutsam über die Lippen
leckte.

...

Fortsetzung folgt!
(C) MelChan 
Hosted by www.Geocities.ws

1