Pazifik

Ein Astronaut braucht ungef�hr 30 Minuten, um von einem Ende des Pazifiks zum anderen zu fliegen. Angesichts dieser riesigen Wassermasse erscheint das Festland verschwindend klein. Der Pazifik erstreckt sich zwischen den beiden Polen und drei Kontinenten. Dies gilt auch f�r den Atlantik, doch erscheint dieser viel gr��er und dynamischer. Dies bezieht sich auf die St�rme der Roaring Forties sowie auf die Bewegungen am Meeresboden. Die Platten zu beiden Seiten des Mittelpazifischen R�ckens wandern mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 cm pro Jahr. Diese Unrast, die in einer Tiefe von 1000 Metern herrscht, �u�ert sich durch heftige Erdbeben und durch den sogenannten Feuerring des Pazifiks. Es handelt sich dabei um eine Reihe �ber- und untermeerischerVulkane,die an den Plattengrenzen Inselb�gen bilden (Philippinen, Japan, Aie�ten). Die Inseln bestehen aus Lava, die noch vor dem Abk�hlen bis zur Meeresoberfl�che aufgestiegen ist. Spuren des inneren Feuers der Erde und der Bewegungen dergro�en pazifischen Platte, die als einzige ausschlie�lich aus ozeanischer Kruste besteht,findetman in der Anordnung einiger Archipele, die �ber Hot Spots entstanden sind.

Die Geologen bezeichnen damit �rtliche Aufschmelzungen und damit Schwachstellen in der Erdkruste.An den Hot Spots entstehen Vulkane. Hot Spots befinden sich stets an derselben Stelle, w�hrend die Platten sich �ber sie hinweg bewegen. Deswegen geben Hot Spots Anla� zur Bildung von Ketten zunehmend j�ngererVulkane.Die Insel Hawaii,die �bereinem Hot Spot liegt, wird von einigen aktiven Vulkane dominiert, darunter dem Kilauea und dem Mauna Loa. DieVulkane der Insel Oahu hingegen sind bereits erloschen und waren bis vor einer Million Jahre aktiv.


Die Vulkane von Midway haben ihre Aktivit�t schon vor 45  Millionen Jahren aufgegeben. Geophysikalische Untersuchungen haben gezeigt, da� sich im Nordwesten der Hawaii-Insein eine 3000 km lange Kette erloschener Vulkane erstreckt. Sie werden mit zunehmender Entfernung von Hawaii immer �lter. Vor den Emperor Seamounts �ndert sich die Richtung dieses Gebirgszuges schlagartig, und erzieht nordw�rts, wo er nach 2500 km die Halbinsel Kamtschatka mit ihren 75 Millionen Jahren alten Vulkanen erreicht. Erdgeschichtliche Spuren findet man auch in der Welt derKorallen. An der Verbreitung dieser Riffbildner kann man ablesen, wie sich im Lauf der Geschichte die 20 C-Isotherme bewegt hat, weil diese gleichzeitig die Grenze des Korallenwachstums markiert. F�r viele gelten die Korallen geradezu als Symbol des Pazifiks, und f�r sie bildet das Gro�e Barriereriff den Mittelpunkt dieses Ozeans. Dabei vergi�t man die Grenzgebiete dieses Weltmeeres mit ihren Kontrasten. Die K�sten Kaliforniens k�nnen wegen des Kalifornischen Stromes so kalt werden wie das Mittelmeer im Winter. Dies beg�nstigt das Wachstum gigantischer Tang-oder Kelpw�lder Diese Braunalgen werden bis 50 m lang und beherbergen bunte Fische, Meerotter und Seel�wen, die mit den wei�en Haien Verstecken spielen.

Einige tausend Kilometer weiter westlich, am Wendekreis des Steinbocks, erstreckt sich ein Gebiet,  das einige die gr��te Lagune der Welt nennen, n�mlich Neukaledonien. Diese gebirgige Insel ist von einem 1600 km langen Barriereriff umgeben. Hier begegnet man einem faszinierenden Nebeneinander von alpinen Landschaften, von Koralleng�rten und versteinerten W�ldern

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