Klippen

An vielen Stellen dieser Erde leben in der Bev�lkerung Legenden, mit denen Naturph�nomene erkl�rt werden.

So auch im Waitaki District auf der S�dinsel von Neuseeland. In den Klippen der K�ste findet man hier die Moemki-Steine, Geoden aus Kalkstein, Silizium, Aluminium und Eisen, die sich um einen Kalksteinkern herum gebildet haben.

Bei den Maori, der einheimischen Bev�lkerung Neuseelands, gibt es jedoch eine eigene Erkl�rung f�r die Knollen, die man am Strand fand. Ihrer Meinung nachgeht es um Essensk�rbe, die angesp�lt wurden, nachdem das Kanu Arai-ti-uru nach einer langen Reise �ber das Meer von Kiwa, dem Pazifik, Schiffbruch erlitten hatte. Das Kanu liegt noch immer aufseiner Seite vor dem Strand: Es ist das Riff vor der K�ste. Die H�gel, die bis zum Meer heranreichen, verk�rpern die Besatzung des Kanus. Diese M�nner erreichten nach dem Schiffbruch wohlbehalten das Land, wurden jedoch vom Morgenrot �berfallen Das Morgenrot hatte f�r die Maoris eine ganz spezielle Bedeutung, war es doch das Ende des alten und der Beginn des neuen Tages. Heutzutage sind nur noch die gr��ten Steine am Strand zu sehen; die kleineren wurden leider als Souvenir mitgenommen.

In Nordirland gibt es ebenfalls sehr bizarr geformte Klippen, die mythologische Bedeutung erlangt haben. Es ist der Giant" s Causeway (Kiesentreppe). Diese Klippen bestehen aus Basalts�ulen, die von den Vulkanen gebildet wurden, die im Terti�r (vor etwa 30 Millionen fahren) in diesem Gebiet t�tig waren. Die S�ulen entstanden, als Lava langsam abk�hlte und erstarrte, wobei Schrumpfrisse entstanden, die sich in der Tiefe fortsetzten. Die meisten S�ulen sind sechseckige Prismen mit einer H�he von rund sechs Metern und einem Durchmesser von ca. 30 cm; es gibt aber auch vier- oder zehneckige S�ulen. Die gr��ten sind 12 Meter hoch.

Die Klippen sind so gleichm��ig angeordnet, da� sie wie Stra�enpflaster aussehen, daher auch der Name. Nach der �berlieferung wurde die Riesentreppe vom irischen Riesen Finn MacCool gebaut, der einen Weg �bers Meer brauchte, um seinen Feind Finn Gall zu einem Duell herausfordern zu k�nnen. Finn Gall wohnte auf der Insel Staffa, rund 120 km vor der nordirischen K�ste. Als Finn MacCool sich gerade ausruhte, kam Finn Gall �ber die Felsen nach Irland und sah MacCool schlafen. Er glaubte jedoch, den kleinen Sohn von MacCool vor sich zu haben und erschrak f�rchterlich, als er seine Gr��e sah. Er fl�chtete nach Staffa zur�ck und zerst�rte dabei den Weg, den Finn MacCool angelegt hatte. Nur die Stufen blieben erhalten. Die Insel Staffa besteht ebenfalls zum gr��ten Teil aus den Basalts�ulen, die man am Giant's Causeway sieht.

Klippen sind beliebte Brutpl�tze f�r Seev�gel, die oft in Kolonien br�ten. Da sie wegen der Futtersuche m�glichst dicht beim Meer br�ten, sind geeignete Brutplatze Mangelware. Auch an Stellen jedoch, an denen geeignete Brutpl�tze im �berflu� vorhanden sind, br�ten V�gel in Kolonien, denn je gr��er die Zahl der V�gel, desto kleiner die Chance, da� der einzelne angegriffen wird. Das ist z.B. der Grund daf�r, da� Pinguine in Kolonien br�ten. Oft ist ein Brutplatz auf Klippen sicherer, weil die br�tenden V�gel und die Jungen dann besser vor Greifv�geln und anderen Raubtieren, wie z.B. F�chsen, gesch�tzt sind. Papageientaucher (Fratercula arctica) z.B. br�ten am liebsten auf steilen Klippen. Ihre Kolonien sind sehr gro�. Sie graben L�cher von 20 cm bis zu 2 m in die Klippen, oder br�ten in Felsspalten. Wenn die Jungen ausschl�pfen, sind sie am meisten durch Raubtiere und Greifv�gel gef�hrdet. Deshalb verlieren Kolonien, die in flachem Gel�nde br�ten, mehr Junge als solche, die auf steilen Klippen br�ten. In gro�en Seev�gelkolonien werden die Eier den V�geln oft auch weggenommen. Und au�erdem werden die V�gel von der lokalen Bev�lkerung gefangen. Auf den F�r�ern z.B. f�ngt man schon seit Menschengedenken Papageientaucher mit Netzen an St�cken.

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