Meer(jung)frauen und Nixen

Lieder aus S�derland
Die Meerfrau


Bj�rn der Starke brach das Ruder achtlos an der Felsenklippe
Musst er hin�berschwimmen um es wieder heimzubringen.
Wellen wogen, Wellen warnen, greifen Seegrasarme den Schwimmer.
Bj�rn reicht an das Ruder, doch dem Schwimmer schwinden schnell die Kr�fte
Wellen wiegen, Wellen warnen, greifen weisse Arme den Sinkenden.
Bj�rn der Starke schl�ft umschlungen, tragen Tr�ume ihn ans Ufer.
Stimmen singen und die Worte fremd doch s�ss ins Herz ihm dringen.
Stimme hell wie Silberwellen tr�gt den Krieger zu den Sternen.
Bj�rn erwacht in weissen Armen, sieht der Augen Sterne schimmern.
Findet sich am Ufer wieder, h�lt die Perlen in den H�nden.
Stimme hell wie Silberwellen flieht geschwind wie Windesfl�gel.
Bj�rn kehrt heim, doch blieb ein Teil von ihm den Sternentiefen verbunden.
Flieht die Freuden lauscht auf Stimmen aus dem lauten Wellenrauschen .
Stimme hell wie Silberwellen folgt dem Krieger in den Tr�umen.
Bj�rn der Starke sitzt auf Felsen, sinnt der Wellen Lied zu singen.
Freunde finden Schwert und Schild verlassen auf der Felsenklippe.
Freunde h�ren in den Wellen wie zwei Stimmen immer singen

Heinrich Heine: Buch der Lieder
Die Heimkehr


Der Abend kommt gezogen,
Der Nebel bedeckt die See;
Geheimnisvoll rauschen die Wogen,
Da steigt es wei� in die H�h.
Die Meerfrau steigt aus den Wellen,
Und setzt sich zu mir an den Strand;
Die wei�en Br�ste quellen
Hervor aus dem Schleiergewand.
Sie dr�ckt mich und sie pre�t mich,
Und tut mir fast ein Weh; -
Du dr�ckst ja viel zu fest mich,
Du sch�ne Wasserfee!
�Ich pre� dich, in meinen Armen,
Und dr�cke dich mit Gewalt;
Ich will bei dir erwarmen,
Der Abend ist gar zu kalt.�
Der Mond schaut immer blasser
Aus d�mmriger Wolkenh�h; -
Dein Auge wird tr�ber und nasser,
Du sch�ne Wasserfee!
�Es wird nicht tr�ber und nasser,
Mein Aug ist na� und tr�b,
Weil, als ich stieg aus dem Wasser,
Ein Tropfen im Auge blieb.�
Die M�wen schrillen kl�glich,
Es grollt und brandet die See; -
Dein Herz pocht wildbeweglich,
Du sch�ne Wasserfee!
�Mein Herz pocht wildbeweglich,
Es pocht beweglich wild,
Weil ich dich lieb uns�glich,
Du liebes Menschenbild!�

Liebst du

Liebst du um Sch�nheit, o nicht mich liebe!
Liebe die Sonne, sie tr�gt ein goldnes Haar!
Liebst du um Jugend, o nicht mich liebe!
Liebe der Fr�hling, der jung ist jedes Jahr!
Liebst du um Sch�tze, o nicht mich liebe!
Liebe die Meerfrau, sie hat viel Perlen klar!
Liebst du um Liebe, o ja, mich liebe!
Liebe mich immer, dich lieb' ich immerdar.

Am Meeresufer sitzen Nixen und plantschen im seichten Wasser. Sie spielen mit den Wellenun bringen unschuldige Matrosen um den Verstand. Ach w�re ich doch ein Matrose an jenem Strand und k�nnte ihrem liebelichen Gesang lauschen! F�r die Liebe einer Nixe g�be ich mein Hab und Gut, meine Seele w�rde ich dem Teufel verkaufen und meinen Namen in den Wind schreien. Wo ist die Nixe, die sagt, "kommt mit mir", deren Blick keinen Widerpsruch duldet und deren N�he Erl�sung verspricht. Und wenn die Nixe weint, dann entsteht irgendwo ein neuer Ozean oder zumindest flie�t ein neuer Strom durch ein vertrocknetetes Herz. Nixe, komm und nimm mich mit. Wo wartest Du? Wie kann ich den Strand finden, an dem du mit deinen Freundinnen spielst udn lachst? Wo du sehns�chtig in die Weite schaust und dabei ein Schiff zum Sinken bringst. Ach w�re ich Kapit�tn und k�nnt ich zu deinen Wassern segeln, ich w�re gestern schon unterwegs. Doch villeicht finde ich Dich eines Tages im Gewirr der Gro�stadt, an Land gesp�lt von einer Welle und mit deinem Nixenschwanz iim Wasser spielend. (SOnic)

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