Die Sphinx der K�ste

Von allen erdgebundenen animalischen Lebewesen entscheidet sich einzig der Mensch daf�r, schneller zu reisen, als seine Beine sich bewegen k�nnen.  Die Geschwindigkeit ist es, die uns wegf�hrt von der Reise ins Zentrum unseres Wesens. Mir scheint, je schneller wir uns bewegen, desto abgehetzter sind wir. Die Langeweile nimmt zu; wir reagieren mit noch h�herer Geschwindigkeit. Bei hundert Stundenkilometern verlieren wir jedes Gef�hl daf�r, wohin wir uns bewegen und wer wir sind. Wir dr�cken fester aufs Gaspedal, in der Hoffnung, die verlorengegangene Person irgendwo auf der Stra�e vor uns zu finden. Bei hundertzehn, hundertdrei�ig, hundertf�nfzig Stundenkilometern st�rzen wir kopf�ber in einen Abgrund.

Wie viele Verabredungen k�nnen wir an einem einzigen Tag einhalten? Wie viele Bilder und Ger�usche k�nnen wir aufnehmen, bevor wir den Verstand verlieren? Wir bewundern Bewegung, verabscheuen Ruhe, behandeln den nachdenklichen Menschen mit Verachtung. Ich habe keine Zeit, herumzusitzen und Nabelschau zu betreiben, sagt der Tatenmensch gern, ohne daran zu denken, da� der Nabel das Zentrum seines Wesens ist, der N�hrpunkt, der ihn mit seiner Zukunft und seiner Vergangenheit verbindet.

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