Westfälischer Anzeiger Dienstag 09. Juni 1987:

Wiescherhöfen hat ein neues Regentenpaar
Drei Stunden hielt Adler "Ralf" tapfer durch,
dann machte König Kurt alles klar

Sehr viele Besucher sah das Schützenfest in Wiescherhöfen, daß vom Wetter begünstigt in bester Harmonie verliefund auch einen äußerst spannenden Wettkampf um die neue Königswürde brachte. Der Meisterschütze war schon 1981 Avantgardenkönig und von 1980 bis 1984 zweiter Kommandeur der Avantgarde. Heute ist er Oberleutnant und wirkt als Tambour im Spielmannszug Nordbögge mit. Aus dem Spielmannszug satmmt auch seine Mitregentin Barbara Peters.
Nach dem Abholen des Königspaares Raimund und Petra Mennenkamp und des Jubelkönigspaares Klaus und Elisabeth Erhardt, betonten Gemeidereferentin Marlies Thiele und Pfarrer Herbert Irle beim Feldgottesdienst, daß wir alle aufeinander angewiesen seien und füreinander einstehen müßten. Die Schützenfeste geben uns insbesondere Gelegenheit, mit den Bürgern in engen Kontakt zu kommen, betonte Oberbürgermeisterin Sabine Zech vor Eröffnung des Vogelschießens und gab um 16.34 Uhr den ersten Schuß ab. Es schlossen sich Manfred Hemmer, Hermann Kampmann und Heinz Bülling an. Später schoß auch noch MdB Dieter Wiefelspütz. Das noch amtierende Königspaar machte es dann allen Schützen vor. Zunächst holte Königin Petra Mennenkamp mit dem 10. Schuß das Faß und beim nächsten Schuß durch Raimund Mennenkamp fiel der Reichsapfel. Alfred Panik sicherte sich mit dem 35. Schuß das Zepter. Der König von 1985, Lothar Fickermann traf mit dem 41. Schuß die Krone. Mit launigen Worten kommentierte Oberstleutnant Reinhard Heermann dann den Wettkampf, bei dem die Damen nicht zurückstanden. Iris Kemper und Petra Mennenkamp waren bis zum Schluß dabei und hätten gerne einmal die "Männerherrschaft" unterbrochen. Glücklicher aber war Kurt Blankenhagen, der um 19.37 Uhr mit dem 432. Schußalles klar machte. Nach der Proklamation gab es einen zünftigen Königsball. Viel Anklang fand am zweiten Tag das vom Fanfarencorps der Kolpingfamilie Werl ausgeführte Frühkonzert. Bei strahlendem Sonnenschein zog am Nachmittag der Festzug durch die von vielen Gästen umsäumten Straßen. Dabei waren auch die Kompanie "Wildschütz" aus Holzwickede und der Schützenverein Lohauserholz. Höhepunkt war am Abend der Zapfenstreich in der Knüwensiedlung, wobei Oberst Seydel angesichts des gelungenen Festes alle bat, weiterhin für die Pflege des Schützenwesens und für die Dorfgemeinschaft einzutreten.
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