Westfälischer Anzeiger Dienstag 06. Juni 1977:
Schützen feuerten Stabsfeldwebel
beim Ringen um die Königswürde an
"Publikumsliebling" Wilhelm Heermann neuer Regent in Wiescherhöfen
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Schon seit Jahren hatte der Stabsfeldwebel der Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld, Wilhelm Heermann vom Knüwen versucht, die Königswürde zu erringen. Diesmal stand der "Spieß" der Kompanie genau an der richtigen Stelle in der Reihe der zahlreichen Bewerber. Der stattliche Rest des Adlers "Lieschen" fiel zwar im Zeitlupentempo, aber es gab keinen Zweifel, daß der Spieß es endlich geschafft hatte. Das Schützenfest in Wieschhöfen hatte auch diesmal wieder viele Gäste angelockt. Es wurde bereits am Freitag mit den Gedenkfeiern eingeleitet. wobei Diakon Heinz Theo Marx un der Vorsitzende Fr. Holtschulte die Ansprachen hielten. Nach dem Abholen des Königspaares Willi und Luis Schröerbegann am Samstag um 16.20 Uhr auf dem Festplatz das Königschießen, das Bezirksvorsteher Cryns eröffnete. Der Ehrenvorsitzende Köckler, König Willi Schröer und Oberst Horst Kleine-Horst schlossen sich an. Die Insignien holten sich Gerd Daidok (Apfel mit dem 6. Schuß) Horst Knoop (Zepter mit dem 10. Schuß) und Heinrich Rabe (Krone mit dem 13. Schuß). Vorher hatte August Glück mit dem 13. Schuß das Fäßchen getroffen. Länger als erwartet widerstand der Adler den treffsicheren Schützen. Im Wettkampf der Schützen wurde der Spieß immer wieder angefeuert, so daß er zum "Publikumsliebling" avancierte. |
| Er enttäuschte dann seine Anhänger auch nicht und holte mit dem 315. Schuß um 18.20 Uhr den Rest von der Stange. Oberst Kleine-Horst proklamierte ihn und seine Gattin Paula noch auf dem Festplatz zum Königspaar in Wiescherhöfen. Zu den ersten Gratulanten zählte der Schützenkaiser der Stadt Hamm, Gerd Seipke. Ein schwungvoller Königsball schloß sich an, wobei insbesondere das Blas- und Tanzorchester Castrop-Rauxel für die rechte Stimmung sorgte. Der starke Besuch des Frühkonzertes am Sonntagmorgen unterstrich die Beliebtheit dieser kostenlosen Zugabe des Vereins. Am Nachmittag säumten viele Zuschauer die Straßen, durch die sich der Festzug bewegte. Neben den Schützen aus Lohauserholz und Holzwickede war erstmals auch das Unteroffizierscorps der 6. Kompanie des Sanitätsbatailon 7 vertreten, mit dem der Verein eine patenschaftliche Beziehung angeknüpft hatte. Neben den Musikern aus Castrop-Rauxel waren im Festzug auch der Spielmannzug der Feuerwehr Berkamen und der Fanfarenzug Bockum-Hövel vertreten. Höhepunkt bildete die Königsparade auf der Bahnhofstraße. Das Nachmittagskonzert leitete über zum Schützenball, der seinen besonderen Akzent durch Fackelzug und großen Zapfenstreich bei der 50jährigen Jubelkönigin Lene Binkhoff erhielt. | |