Westfälischer Anzeiger Montag 09. Juni 1969:

Königsoffizier Mennenkamp wurde selbst zum Regenten
Spannung und Sonne zum Jubiläumsschützenfest

Fünf Jahre hintereinander hatte hatte der Adjutant des Obersten, Edmund Mennenkamp vergeblich versucht, sich in die Liste der Könige der Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld einzuzeichnen. Jetzt trug er als Königsoffizier erstmals den roten Federbusch, der ihm Glück bringen sollte. Trotz starker Konkurrenz und eines ungewöhnlich spannenden Endkampfes wurde er diesmal Sieger und avancierte zum König des Jubelvereins.Gedenkfeiern in Wiescherhöfen und Weetfeld hatten das Fest eingeleitet, wobei Pfarrer Apsel und Ortsvorsteher Gößlinhoff auf den tiefen Sinn dieser Feier als stete Mahnung zum Frieden hinweisen. Ein großes Echo fand der erstmals durchgeführte Dorfabend, auf dem Vorsitzender Holtschulte die vier noch lebenden Gründer und die Jubilare ehrte. Am Samstag holte man zuerst König Klaus II. ab und stärkte sich dann vor dem Vogelschießen beim gemeinsamen Erbsensuppenessen.
  Um 15.20 Uhr gab Ortsvorsteher Gößlinghoff den ersten Schuß auf den "Schützenliesel" genannten Vogel ab und holte sich damit sogleich die Krone. Die weiteren Insignien waren durch ein Blumenarrangement getarnt, so daß sowohl Bürgermeister Tippmann als auch die nachfolgenden Schützen es sehr schwer hatten, das Ziel auszumachen. Erst mit dem 45. Schuß holte Herbert Kujat das Zepter und mit dem 94. Schuß traf Friedhelm Schröer den Reichsapfel. Da der Vogel sich als äußerst zäh erwies, und sich nur in "Mini-Raten" abtragen ließ, steigerte sich die Spannung. Erst mit dem 419. Schuß holte Edmund Mennenkamp um 18.40 Uhr den Rest. Damit war ein neuer Rekord erreicht. Noch auf dem Schützenhof proklamierte Vorsitzender Holtschulte den treffsicheren Offizier zum König Edmund I., der sich seine Gattin Gerda zur Mitregentin erkor. Überfüllt waren Saal und Festzelt Refus bei dem abendlichen Königsball. Am Sonntag stand der große Festzug im Mittelpunkt. Musikalisch ausgestaltet wurde das Fest von der Bergkapelle und Spielmannszug Altenbögge.

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