Westfälischer Anzeiger Montag 20. Juni 1966:

Das Ehepaar Blankenhagen regiert
Rest des Vogels im Gewitterregen/ Ein prächtiger Zug
Erika und Günter Blankenhagen sind die Majestäten von Wiescherhöfen-Weetfeld

 
Die Gemeinden von Wiescherhöfen und Weetfeld standen am Samstag und Sonntag im Zeichen der Schützen, denn die Schützengesellschaft 1909 hatte ihr 36. Schützenfest in ihrer Vereinsgeschichte. Wenn auch am Samstag der Höhepunkt des Vogelschießens durch Gewitterregen gestört wurde, war das Fest dennoch gelungen. Das Abholen des Königs Ernst Gorholt leitete am Samstag das Fest ein; später sprach Pfarrer Apsel am Ehrenmal in Wiescherhöfen und am Ehrenmal in Wiescherhöfen legte der 2. Vorsitzende des Vereins, Ernst Böckmann einen Kranz nieder. Nachdem der König wegen der hochsommerlichen Temperaturen auf dem Weg zur Vogelstange überraschend für einen kühlen Umtrunk gesorgt hatte, gab es nach dem Eintreffen auf dem Hof Gößlinghoff ein schmackhaftes Essen aus der Bundeswehrfeldküche. Um 15.30 Uhr schoß der noch amtierende König auf den Adler "Unser Stolz". Mit dem 3. Schuß holte sich Reinhard Heermann den Reichsapfel, mit dem 41. Schuß traf Karl Bierkämper die Krone, mit dem 56. Schuß fiel das Zepter durch Herbert Schröer. Mit dem 383. holte Günter Blankenhagen den Rest des Vogels von der Stange.  Zur Mitregentin erkor er sich seine Gattin Erika. Im Lokal Schneider proklamierte Vorsitzender Holtschulte beide zum Regentenpaar und dankte dem bisherigen König durch Überreichung eines Ordens.  Mit der Bergkapelle "Heinrich Robert" unter Heinrich Weifenbach und dem Spielmannszug Altenbögge unter Helmut Westhoff wurde dann Schützenball gefeiert. Am Sonntagmorgen erfreute ein Platzkonzert der Bergkapelle und am Nachmittag säumten viele Gäste die Straßen, durch die sich der Festzug bewegte.  Hohepunkt war die Königsparade vor dem Lokal Schneider der sich der Ball  mit Fackelzug und Zapfenstreich anschloß.
            Hofstaat  
Vorbeimarsch

beim Abholen auf der Weetfelder Strasse
 
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