Westfälischer Anzeiger Diestag 08. Juni 1965:

Ernst Gorholt wurde Schützenkönig
Festliche Tage in echter Dorfgemeinschaft / Verregneter Fackelzug

Zu den Regenten der Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld wurde dieses Jahr das Königspaar Ernst III.  und Thea I. (Budde) proklamiert.
Das 35. Schützenfest feierte die Schützengesellschaft 1900 dieses Jahr im Haus Refus. Das Fest reihte sich würdig an die Veranstaltungen vergangener Jahre an. Das schöne Wetter und die festlich geschmückten Straßen gaben den Tagen einen Rahmen, wie man ihn sich nicht besser wünschen konnte. Es feierte mal wieder eine echte Dorfgemeinschaft. Die Schützentage begannen Freitagabend mit dem Adleraufsetzen auf dem Hof Gößlinghoff in Weetfeld, nachdem man den Adler im Geschäft Korte abgeholt hatte. Am Samstag früh begann der Spielmannszug aus Altenbögge- Bönen mit dem Wecken. Am Mittag begab sich der Verein zunächst zum Ehrenmal nach Wiescherhöfen, wo Pfarrer Wenzel eine Ansprache hielt. Der Zug marschierte dann zum vorjährigen König Karl II. um anschließend durch die frühlingsgrünen Fluren zur Vogelstange nach Weetfeld. Um 15.15 Uhr feuerte König Karl Mielke den ersten Schuß ab und holte das Zepter. Der Apfel fiel beim 3. Schuß durch Friedhelm Schröer, während die Krone schon beim 4. Schuß durch Herbert Grebe fiel. Mit dem 190. Schuß, etwa um 17.45 Uhr, purzelte der Rest des Vogels von der Stange. Ernst Gorholt war der erfolgreiche Schütze. Er wurde zum König Ernst III. vom 2. Vorsitzenden Emil Böckmann proklamiert. Zur Mitregentin erkor er sich seine Nachbarin, Frau Thea Budde. Am Abend folgte der große Schützenball. Die Festfolge setzte sich am Sonntagmorgen früh fort mit dem Platzkonzert auf dem Bahnhofsvorplatz.  Dort spielte die Feuerwehrkapelle Münster unter der Leitung von Musikzugführer E. Schulze, die an allen Festtagen für die Unterhaltung sorgten. Am Nachmittag begab sich der Verein zum neuen König in die Kampstraße, um anschließend den Festzug durch die Straßen der Gemeinde durchzuführen. Ein Gartenkonzert mit freiem Eintritt schloß sich an. Der große Zapfenstreich bildete den Abschluß des 1. Pfingsttages. Auf den traditionellen Fackelzug mußte wegen des einsetzenden Regens verzichtet werden. Zur traditionellen Nachfeier trafen sic die Schützen mit ihren Frauen im Lokal Refus.
Hosted by www.Geocities.ws

1