Westfälischer Anzeiger Dienstag 04. Juni 1956:
Vier Stunden bis zum Königsschuß
Alfred Wisniewski in Wiescherhöfen -Weetfeld zum neuen König gekrönt -
Viele
Gäste von nah und fern
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Ganz
im Zeichen der grün-weißen Farben standen am Wochenende die beiden
Gemeinden Wiescherhöfen und Weetfeld. Das 47. Fest hatte viele Gäste
angelockt. Bei schönem Wetter wurde dem Adler zu Leibe gegangen. Vier
volle Stunden dauerte es, bis der zähe Bursche sein Leben aushauchte.
Alfred Wisniewski tat unter lang anhaltendem Jubel den Meisterschuß. Als
König Alfred I. wurde er anschließend proklamiert.
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| Am Samstag hatten die Schützen, vorneweg die Avantgarde, der Spielmannszug des Kultur und Sportringes Herringen, unter der Leitung von Tambourmajor Fritz Schlaak und der Bundesbahnkapelle Münster, Leitung Kapellmeister August Schmidt, vor dem Abholen des vorjährigen Königs Werner I. am Ehrenmal in Wiescherhöfen der gefallenen Kameraden durch eine Kranzniederlegung gedacht. 14.55 Uhr begann das Vogelschießen. Wilhelm König holte sich mit dem 20. Schuß die Krone, Harald Kohlhage nach 23 Schüssen das Zepter und Ehrenkommandeur Gerhard Grünner den Reichsapfel. Aber fast vier Stunden mußten die Schützen erbittert kämpfen, eher Alfred Wisniewski mit dem 365. Schuß der Königstreffer gelang. Unter großem Jubel proklamierte ihn Oberst Gorholt zum König Alfred I. Der neue Herrscher wurde mit der Königskette geschmückt. Dank wurde dem alten König gesagt für die weise Regentschaft. Zum ersten Mal erhielten die Schützen der Insignien für ihre Leistung einen Orden. Im überfüllten Saal und im großen Festzelt bei Bürger feierten die Schützenbrüder. Hier wurde auch Frau Helene Aderholz zur Königin proklamiert und mit der Silberkrone geschmückt. Nach dem Wecken am Sonntag trafen sich viele Zuhörer beim Platzkonzert in den Bürgerschen Gartenanlagen. Herrlich war der große Festzug durch die Gemeinde am Nachmittag anzuschauen. Königspaar und Hofstaat standen hier im Mittelpunkt des Interesses. Die schmucke Avantgarde tat ihr übriges. Schneidig verlief die große Parade. Anschließend traf sich alles beim Königsball. Bei Dunkelheit bewegte sich ein Fackelzug zum Knüwen, wo das Fest mit großem Zapfenstreich und kleinem Feuerwerk ausklang. Heute trifft man sich zur Nachfeier. | |