Westfälischer Anzeiger  Montag, 8. Juni 1953:    

Schützenfest in Wiescherhöfen
Neuer Regent: Emil Böckmann/ Festzug durch die Gemeinden

Die Gemeinden Wiescherhöfen und Weetfeld standen am Wochenende im Zeichen des dritten Schützenfestes nach dem Kriege, das auch das schönste war. Besonders am Sonntag schien es, als ob die gesamte Bevölkerung auf den Beinen gewesen sei, um den Königszug durch die Gemeinden zu sehen.
Traditionsgemäß begann das Fest am Freitag mit dem Aufsetzen des Adlers auf der Schützenwiese. Am Samstag versammelten sich die Avantgarde und die mitglieder des Vereins, um den alten König Heinrich III. abzuholen. Angeführt von der Bergkapelle "Heinrich Robert" unter der Leitung von B. Kröger und des Spielmannszuges des Kultur- und Sportringes Herringen unter der Leitung von H. Schlag ging es im Festzug zum Ehrenmal Wiescherhöfen, wo der 1. Vorsitzende des Vereins, Emil Köckler, zum Andenken an die Toten und Gefallenen einen Kranz niederlegte. Auch am Ehrenmal in Weetfeld wurde ein Kranz durch die Schützengesellschaft niedergelegt. Das Adlerschießen begann gegen 16.00 Uhr. Zunächst fielen die Insignien den Schützen zum Opfer. Durch einen wohlgezielten Schuß holte sich Günther Schwan die Krone. Das Zepter wurde eine Beute von Richard Kemper, während Gerhard Grünner den Reichsapfel zur Strecke brachte.
Mit dem 380. Schuß gelang Emil Böckmann der Königsschuß. Er wurde feierlich zum König Emil III. proklamiert. Im Festzug ging es zum Haus Refus, wo der Königsball stattfand. Emil III: und seine Königin Herta hatten noch 17 Paarein den Hofstaat gefunden. Emil Böckmann versprach in einer Festansprache seinen Schützenuntertanen, für den Verein das Beste zu tun. Am Sonntag wurde das Königspaar und der Hofstaat zum Königszug abgeholt. Die Straßen waren dicht gesäumt mit Zuschauern, als der König mit seinem Gefolge, begleitet von Fahnen, Reitern und Kapellen die Parade auf dem Bahnhofsvorplatz abnahmen. Ein Schützenball mit einem großen Fackelzug beendete das gelungene Fest.
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