Westfälischer Anzeiger Dienstag 04. Juni 1951:
Heinrich Fickermann tat den Meisterschuß
Würdiges und schönes Dorfschützenfest in Wiescherhöfen-Weetfeld
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Unglückliche Umstände hatten es mit sich gebracht, daß das Schützenfest, daß die Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld 1909 nach 13jähriger Pause erstmalig wieder feierte, im Schatten der auf "Heinrich-Robert" wehenden schwarzen Fahnen statt. Das Fest verlief deshalb im einfachen würdigen Rahmen. Der 2. Vorsitzende Ernst Fickermann gedachte am Ehrenmal in Weetfeld der Gefallenen und der Opfer der Grubenkatastrophe, wobei die von der Bergkapelle gespielte Weise vom guten Kameraden als letzter Gruß erklang. Auch vor dem Schützenball, der abends im Saale Refus stattfand, erhoben sich nach einer Gedenkrede des 1. Vorsitzenden, Emil Köckler, die Schützenbrüder und Gäste und sangen gemeinsam den Choral "Ich bete an die Macht der Liebe", der wie ein Bekenntnis der Verbundenheit mit den toten Knappen durch die stille Nacht klang. Das Fest fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung mit dem Abholen des alten Königs von 1938, H. Düfelshöft, und dem Marsch zur Vogelstange seinen Anfang. Auf dem Gut Gößlinghoff gab es ein erbittertes Ringen um Insignien und Vogel. Den Reichsapfel konnte Heinrich Frey als Trophäe anheften. Das Zepter traf Heinrich Göke und schließlich holte sich Karl Bierkämper zusammen mit dem Kopf die Krone. Heinz Fickermann holte mit dem 135. Schuß den Vogel herunter. Auf dem Gutshof wurde er zum König Heinrich II. proklamiert. Zu seiner Königin erwählte er sich Frau Lotte Kley. Beim Schützenball war der Saal Refus überfüllt. Die Kapelle "Heinrich Robert" spielte alte und neue Weisen und trug zum Gelingen des Festes wesentlich bei, daß ein wirkliches Volksschützenfest gewesen ist. |
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