| Hier ist eine meiner Kurzgeschichten, bald folgen noch ein paar mehr! Ich w�rde sie gerne schon jetzt ins Internet stellen, muss aber noch das Resultat von den Wettbewerben abwarten. Schreibt mir doch eure Meinungen zu dieser hier ins G�stebuch! |
| Der afrikanische Traum Viele Menschen in Afrika tr�umen von einem Leben in Europa, Sunday war einer von ihnen. In dieser Geschichte wird ein Teil seines Lebens beschrieben, gekennzeichnet von Rassismus und dem Kampf ums �berleben sowie von Hoffnung und Liebe. Sunday wuchs mit seiner Schwester, seinem Bruder und seiner Mutter auf und er konnte immer gute Schulen besuchen, da er ziemlich intelligent war und er hart k�mpfte, um etwas zu erreichen. Dies war wahrscheinlich vor allem seiner streng katholischen Erziehung zu verdanken. Sunday's Vater hatte die Familie sitzen gelassen als Sunday noch ein kleines Kind war. Er hatte auch einen starken Glaube an Gott und wusste, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will und wenn Gott denkt, dass es an der Zeit daf�r sei. Sunday ging an die Universit�t in seiner Heimatstadt Kumasi. Er studierte Mathematik und Wirtschaft, und er wollte genauso werden wie sein Vorbild Kofi Annan, welcher auch aus Ghana stammte. Er hatte von vielen Afrikanern geh�rt, die in irgendeinem europ�ischen Gef�ngnis sassen, weil ihre Visen abgelaufen waren. Und das dann, wenn sie sich gerade ein wenig integriert hatten. Sein Bruder Iroby war einer von ihnen. Bald w�rde er wieder zur�ckkommen und m�sste dann sehen, wie er seinen Besitz, welchen er in Europa hatte, nach Afrika bef�rdern w�rde. Das war deshalb so, weil er als illegaler Immigrant auf direktem Weg zum Flughafen bef�rdert werden w�rde. Sunday wollte das auf keinen Fall. Er wollte hart lernen, so dass, wenn er mal in Europa leben k�nnte, sie sein Visum vielleicht verl�ngern k�nnten und er dort f�r immer leben k�nnte. Seine Freundin Sekiywa ging auch zur Universit�t, allerdings studierte sie Biologie. Sie wollte Meeresbiologin werden und sie wollte mit ihm nach Europa gehen, wohlwissend, dass ihre Eltern dagegen waren. Doch sie war sehr neugierig und wollte die Welt sehen. Als Sunday eines sch�nen Tages durch die Stadt lief, auf dem Weg zur Bibliothek, h�rte er pl�tzlich Schreie. Er lief sofort ihn die dunkle Gasse, woraus die Schreie kamen, aber es war zu sp�t. Auf dem Boden lag ein ungef�hr zwanzigj�hriger Mann. Vorsichtig n�herte sich Sunday und sah, dass dem Mann aus dem Hals jede Menge Blut lief. Sunday ber�hrte das Handgelenk des Mannes, doch er sp�rte keinen Puls. Der Mann war offensichtlich tot. Ein anderer Passant rief mit seinem Mobiltelefon die Polizei an, welche sofort kam. Sie liessen die Leiche sofort abtransportieren und versuchten, die Gaffer zu vertreiben. Sie fragten Sunday viele Fragen und man konnte merken, dass auch er unter Verdacht stand. Er war v�llig gest�rt und er wusste nicht, was mit ihm geschah. Er fragte sich, warum sie ausgerechnet ihn im Verdacht hatten. Er k�nnte doch keiner Fliege was zu Leide tun. Er dachte auch dar�ber nach, was denn die Leute von ihm denken w�rden! Die Polizisten sagten, dass er erst einmal mit ihnen mitkommen m�sse, bis der Fall aufgekl�rt sei. Bevor Sunday merkte was mit ihm passierte, hatten sie ihm Handschellen angelegt und ihn auf den R�cksitz des Streifenwagens gebracht. Sp�ter auf der Station wurde er mehrmals verh�rt und die Polizei hatte seine Mutter angerufen, welche sofort gekommen war. Auch Sekiywa war gekommen. Sie glaubten ihm beide, jedoch war ihnen ein wenig mulmig zumute. Leider hatte Sunday keine Beweise, die seine Unschuld vor Gericht bezeugen k�nnten. Das Gericht entschied eine Woche sp�ter. Bis dahin musste er auf der Station in einer Zelle eingesperrt bleiben, in so genannter Untersuchungshaft. Sekiywa war geschockt, und irgendwie hatte sie eine gewisse Angst, dass er wirklich etwas mit dem Mord zutun haben k�nnte. Nach einer Woche war endlich der Gerichtstermin. Die Richter h�rten sich Sunday an und da es keine Zeugen oder Beweise gegen ihn gab, waren sie gezwungen, ihn freizusprechen. Sunday, seine Mutter und Sekiywa waren zutiefst erleichtert und sie fuhren nach Hause, wo Iroby und Sunday?s Schwester Debbie schon warteten und sie mit offenen Armen empfingen. Seitdem sorgte seine Mutter alleine f�r ihn, Debbie und Iroby. Es war hart, doch sie liebte ihre Kinder �ber alles und sie gab alles, um sie zu ern�hren. Sie arbeitete tags�ber in einer Fabrik und abends als Serviererin in einem Lokal. Das war ein wirklich hartes Leben und deshalb war sie froh, dass die Kinder bald endlich eigenes Geld verdienen w�rden. Der Abschluss der Universit�t war nah und Sunday und Sekiywa schrieben eifrig an ihren Abschlussarbeiten. Sunday schrieb �ber die M�glichkeiten der Kommunikation zwischen allen Kulturen, und Sekiywa schrieb �ber den Killerwal. Endlich kam der Tag, an dem jeder einzeln zu den Professoren ins Zimmer gehen musste und diese ihre Meinung und Entscheidung im Bezug auf die jeweilige Arbeit machten. Sunday war nerv�s bis zum geht nicht mehr und er wurde noch ein bisschen nerv�ser, als sein Name durch die Lautsprecher t�nte. Drinnen im Raum sassen drei Professoren, und sie hatten alle ein hartes Gesicht. Man konnte durch ihre geschickte Mimik nicht erkennen, ob ihnen die Arbeit gefallen hatte oder nicht. Sie fingen an und erkl�rten ihm, dass seine Arbeit die Beste jenes Jahrgangs sei. Sunday fiel fast in Ohnmacht vor Freude und wollte herumspringen und schreien. Die harten Gesichter der Professoren erweichten und man erkannte ein kleines L�cheln auf ihren Gesichtern. Draussen wartete Sekiywa, welche ihn schon sehns�chtig erwartete und das Ergebnis wissen wollte. Als sie es erfuhr, freute sie sich beinahe so wie Sunday. Sie selbst hatte im mittleren Durchschnitt abgeschlossen, doch sie war zufrieden. Sie suchten lange nach einem geeigneten Land in Europa, indem sie Leben und Arbeiten k�nnten. Sie entschlossen sich f�r ein kleines Land im Herzen Europas. Sie gingen zur Botschaft, um einen Antrag f�r ein Visum zu stellen. Die Beamten an der Botschaft wollten ihre Studiumabschl�sse sehen. Sie waren angenehm �berrascht von dem, was sie sahen. Nach einem hin und her von einigen Wochen bekamen sie endlich ein Visum f�r ein Jahr mit Arbeitserlaubnis. Danach m�ssten sie zur Botschaft gehen und es verl�ngern lassen. W�hrend der Zeit des Wartens hatten die beiden hart gearbeitet und jeden Pesewas gespart, um den Flug und die erste Zeit in Europa zu finanzieren. Sekiywa und Sunday waren gl�cklich und fingen noch am selben Tag an, ihre Sachen zusammenzupacken und zu �berlegen, was sie noch alles ben�tigen w�rden. Sie wollten keinen Tag des Visums verschwenden und deshalb wollten sie so schnell wie m�glich los. Auch ihre Eltern, Geschwister und Freunde waren erfreut �ber das Visum, doch sie waren auch traurig, dass die beiden sie verlassen w�rden, und sie vermissten sie schon zu dieser Zeit. Als die Reise kurz bevor stand, wurde Sekiywa pl�tzlich krank. Es war eigentlich keine richtige Krankheit, ihr tat der Arm nur ganz schrecklich weh, doch die �rzte konnten nichts feststellen. Sie vermuteten, dass jemand einen Voodoozauber gegen die ausge�bt hatte. Sekiywa war geschockt, wer k�nnte so etwas denn tun? Sie hatte ja schliesslich keine Feinde, jedenfalls keine von denen sie w�sste. Sunday dachte daran, dass vielleicht jemand eifers�chtig sein k�nnte, weil sie einen Universit�tsabschluss und ein Visum hatte. Sie alle wussten, dass diese Verletzung nie mehr verheilen w�rde und sie hatten alle Angst. Einige Tage sp�ter, Sunday wollte ihren Flug schon absagen, rief der Arzt an und sagte, dass sie eine Verletzung im Knochen habe und dass diese mit einer kleinen Operation wieder behoben werden kann. Sekiywa war gl�cklich und konnte Sunday noch gerade daran hindern, den Flug abzusagen. Sie verschoben den Flug nur auf zwei Wochen sp�ter, dass Sekiywa genug Zeit hatte, ihren Arm vollst�ndig auszukurieren. Endlich war es soweit und sie sassen endg�ltig im Flieger nach Europa. Sie waren sehr nerv�s, vor allem Sunday. Sekiywa war schon einmal als Kind in Europa, mit ihrer Mutter, doch es war schon lange her und sie konnte sich deshalb nicht mehr so gut daran erinnern, doch sie wusste, dass es ihr gefallen hatte. Im Flugzeug stellten sich beide das Leben in Europa vor, wenn auch nicht ganz gleich. Sunday dachte, dass er arbeiten w�rde und Sekiywa zuhause bleiben k�nnte und auf die Kinder aufpassen w�rde, die sie bekommen w�rden. Sekiywa jedoch dachte, dass sie mit Kindern erstmal noch warten und sie auch arbeiten w�rde, so wie er und nachmittags h�tte sie frei, w�rde zum Fris�r oder zum Einkaufen gehen. Das f�nde sie toll. Als sie einander von ihren Tagtr�umen erz�hlten, kam es zu einem Streit, doch sie vers�hnten sich unverz�glich wieder, da Sunday ihr Recht gab und fand, sie m�sste ja schliesslich entscheiden, wann sie Kinder haben wolle und wann nicht. Als sie landeten, wurden sie von Sekiywa's Cousin Chukwo bereits erwartet. Er lebte seit f�nf Jahren in Europa und war dort gl�cklich verheiratet. Bei ihm konnten sie wohnen, bis sie eine Wohnung gefunden hatten, da ein Hotel sehr kostspielig gewesen w�re. Am Flughafen Arrival stand er schon und freute sich riesig, dass er die beiden endlich wieder sah. Er hatte sie seit Jahren nicht mehr gesehen und er kannte sie schon seit ihrer gemeinsamen Kindheit. Gl�cklich fiel ihm Sekiywa um den Hals, f�r sie war es toll, einen Freund im fremden Land zu haben. Er kannte sich schliesslich aus und konnte ihnen deshalb auch helfen. Seine Frau war auch dabei, sie war jedoch noch auf Parkplatzsuche. Als sie im Auto aufeinander trafen gab es ein herzliches Wiedersehen. Seine Frau Eve war bei der Heirat drei Jahre zuvor mit Chukwo nach Afrika gefahren, um seine Familie kennen zu lernen. Als sie bei der Wohnung von Eve und Chukwo angekommen waren, gab es erst mal was zu essen und es wurde �ber die alten Zeiten geredet. Sekiywa wollte, wenn m�glich, in der gleichen Stadt leben und arbeiten. Am n�chsten Tag fingen Sunday und Sekiywa an, Zeitungen durchzubl�ttern und nach Jobs zu suchen. Sunday hatte schon mehrere Angebote gefunden und fing an, bei ein paar Stellen anzurufen. Doch dies war nicht so einfach, wie er sich das erhofft und vorgestellt hatte. In der ersten Firma, welche er angerufen hatte, sprach niemand Englisch. Nicht einmal der Big Boss jenes riesigen Konzerns, der Filialen auf der ganzen Welt hatte. F�r Sunday kaum zu glauben, Chukwo jedoch sagte ihm, dass dies der Normalfall w�re. Sunday hoffte, dass er beim n�chsten Anruf mehr Gl�ck haben w�rde, doch dem war es nicht. Bei der n�chsten Firma wurde er zwar zum Vorstellungsgespr�ch eingeladen, doch als sie seinen Universit�tsabschluss sahen, mussten sie ihm mitleidig mitteilen, dass sie ihn leider nicht anerkennen k�nnen. Sie sagten, er m�sse zuerst noch ein weiteres Universit�tsjahr in jenem Land machen. Sunday war schockiert und verletzt. All die harte Arbeit, die er f�r den Abschluss aufgebracht hatte, war hier �berhaupt nichts wert? Das konnte einfach nicht sein. Sunday war den Tr�nen nah und verlies fluchtartig das B�ro des Chefs. Er wollte nur noch zur�ck zu Sekiywa und Chukwo und ihnen erz�hlen, was ihm widerfahren war. Sekiywa konnte und wollte das nicht glauben, und sie wollte auch nicht mehr in Europa bleiben. Nicht einen Tag. Sie buchte noch am selben Tag einen Flug zur�ck nach Kumasi. Sie liebte Sunday wirklich, doch das war ihr zuviel und insgeheim hoffte sie, er w�rde ihr nach Afrika folgen. Doch dem war nicht so, denn Sunday wollte k�mpfen und er sagte, eines Tages werde er es auch hier schaffen, denn Gott stehe ihm bei. Also flog Sekiywa alleine nach Kumasi. Sie schrieben sich jede Woche und telefonierten sehr oft. Sunday musste nach langem hin und her �berlegen einen Job im Supermarkt anfangen, da er Chukwo nicht l�nger zur Last fallen wollte. Von dem Geld, welches er daf�r bekam, nahm er sich eine kleine Wohnung in Stadtn�he. Dort lebte er nun alleine und einen Teil des Geldes sparte er jeden Monat. Er hoffte, dass Sekiywa vielleicht eines Tages zur�ckkommen w�rde, und dann wollte er ihr etwas bieten k�nnen. Eines Tages lief er durch die Stadt, er war auf dem Weg nachhause von einem anstrengenden Arbeitstag, da wurde er pl�tzlich von zwei Polizisten angehalten und nach dem Ausweis gefragt. Sunday war das furchtbar peinlich, denn die Leute dachten sicher, dass er ein Krimineller ist, oder so was �hnliches. Er dachte lange dar�ber nach, wieso sie ausgerechnet ihn kontrolliert hatten und nicht all die anderen Leute in der Strasse. Er kam zu dem Schluss, dass sie ihn nur kontrolliert hatten, weil er schwarz ist. Wenn das wirklich wahr w�re, dachte er, w�re das ein Skandal. Doch was sollte er schon dagegen machen? An einem anderen Tag lief er durch die Altstadt, als er pl�tzlich Rufe hinter ihm h�rte. Es waren raue Stimmen, die ihn aufs �belste beschimpften. Als er sich umdrehte blickte er in die fundamentalistischen Gesichter einer Gruppe von Neonazis. Er hatte viel von diesen Leuten geh�rt und er wusste, wie gemeingef�hrlich sie seien k�nnen. Er wollte nur weg. Er wollte losrennen, doch einer der Nazis hatte ihn bereits an seiner Jacke gepackt und beschimpften ihn b�se. Er sagte ihm, dass er doch nichts wert w�re und dass er in Europa nichts verloren h�tte. Dann fingen sie an, ihn zu schlagen und er dachte, dass sie ihn jetzt t�ten w�rden, wie sie es schon mit Adriano gemacht. (Adriano, ein Deutscher mit afrikanischen Wurzeln, wurde vor ein paar Jahren in Deutschland von Nazis get�tet.) Als er wieder aufwachte war er in einem weissen Raum. Pl�tzlich sah er Chukwo und er erkannte, dass er in einem Spital gelandet war. Chukwo erz�hlte ihm, dass man ihn in der Altstadt am Boden in einer Blutlache gefunden hatte und dass er vorl�ufig im Spital bleiben m�sste, zur Beobachtung. Er hatte schreckliche Angst, dass er einen bleibenden Schaden davontragen k�nnte. Die Veranlassung f�r solche Gedanken gab ihm das besorgte Gesicht von Chukwo. Als der Arzt hinein trat, wurde er sofort mit Fragen �berrumpelt, doch er konnte Sunday beruhigen. Er sagte, dass er nur sichergehen will indem er ihn noch ein paar Tage im Krankenhaus behalten w�rde. Sunday war beruhigt und er bat den Doktor, ihm ein Telefon zu organisieren, damit er Sekiywa anrufen k�nne. Chukwo schaltete sich ein und gab ihm sein Mobiltelefon und eine Telefonkarte f�r Auslandgespr�che. Er hatte sich diese Reaktion bereits gedacht und so schon vorgesorgt. Als Sekiywa alles erfuhr war sie schockiert, denn sie hatte nicht gedacht, dass es sogar ausserhalb von Deutschland Neonazis gab, welche die alten Ideen von Hitler verehrten. Als er aus dem Spital entlassen wurde, wollte er sich nach einem neuen Job umsehen, da der Job im Supermarkt auf Dauer sehr eint�nig und langweilig war. Wiederum suchte und suchte er in Zeitungen und im Internet. Einmal ging er auch zum Arbeitsamt, doch auch das war zwecklos. So musste er seinen Supermarktjob noch eine Weile behalten, doch er suchte immer weiter. Er wollte nicht aufgeben, niemals. Am n�chsten Tag ging er ins Fitnessstudio, da er ein paar Muskeln aufbauen wollte. Dort angekommen sagte man ihm, dass er sich doch anmelden solle, was er dann auch tat. Als er sich dann an ein Ger�t setzten wollte, kam ein junger Bursche zu ihm und fragten ihn, ob er ihm helfen k�nne. Sunday war einverstanden, da er seinen K�rper ganz gezielt trainieren wollte. Seit diesem Tag trafen sich die beiden fast jeden Tag nach der Arbeit. Im Fitnessstudio trafen sie sich nur einmal die Woche, sonst unternahmen sie viele anderen Aktivit�ten zusammen. Die Chemie zwischen ihnen stimmte einfach und sie verstanden sich blendend. Nach einiger Zeit erz�hlte Ricky, sein neuer Freund, ihm, dass er im Internet einen tollen Job gesehen hatte, in einer ziemlich grossen Stadt im Westen des Landes. Er hatte auch einige Informationen ausgedruckt und so konnte Sunday sehen, dass es sich um einen Job f�r die Vereinten Nationen handelte. Er hatte wieder Hoffnung, weil er dachte, dass diese internationale Organisation seinen Universit�tsabschluss vielleicht anerkennen w�rde. Noch am selben Abend fing er an, mithilfe von Ricky seine Bewerbung und seinen Lebenslauf zu schreiben. Nur ein paar Tage nachdem er es abgeschickt hatte, wurde er angerufen und die Leiterin dieses Standortes der UNO lud ihn zu einem Bewerbungsgespr�ch ein. Sunday war total gl�cklich und feierte das erstmal mit Ricky. Doch die meiste Zeit von diesem Abend verbrachten sie damit, das Vorstellungsgespr�ch zu proben und dar�ber nachzudenken, was sie alles fragen w�rden. Nach einigen Tagen war es endlich soweit. Sunday sass im Zug und dachte dar�ber nach, was alles passieren k�nnte und wie es sein Leben ver�ndern w�rde, wenn er den Job bekommen w�rde. Als er angekommen war, wurde er am Eingang von einem Beamten angehalten und nach seinem Besuchsgrund gefragt. Er sagte, dass sein Name Sunday Olegfu sei und dass er ein Bewerbungsgespr�ch habe. Der Beamte wurde sofort freundlicher und bat ihn hinein und erkl�rte ihm den Weg. Langsam lief er durch den langen Flur. Er war schrecklich nerv�s, denn er wusste nicht, was ihn in diesem B�ro erwarten w�rde. Als er das Zimmer mit der Nummer zw�lf, wo man ihn hingeschockt hatte, erblickte, begann er etwas schneller zu laufen, ja er ran geradezu auf diese so geheimnisvolle T�r zu. Endlich erreichte er sie und er klopfte z�gerlich an. Es schien als hinge sein ganzes Leben von diesem Bewerbungsgespr�ch ab. Er wollte endlich ein ihm geb�hrendes Leben f�hren und nicht mehr an der Supermarktkasse arbeiten. Endlich �ffnete jemand die T�r. Es war die Leiterin h�chstpers�nlich. Die reichte ihm die Hand und fragte, ob sie Englisch oder Deutsch sprechen solle. Er w�hlte Englisch, obwohl er eigentlich ziemlich gut Deutsch gelernt hatte. Er f�hlte sich aber einfach wohler, wenn er Englisch sprach, vor allem dann, wenn es um so etwas Wichtiges ginge. Danach stellte sich die Leiterin vor. Ihr Name war Ellen Smith. Sie fragte ihn viele Fragen und lobte ihn f�r seinen Universit�tsabschluss. Sie sagte auch, dass sie ihn selbstverst�ndlich anerkennen w�rden, da sie ja international w�ren, jedoch m�sse er eine einj�hrige Ausbildung machen, welcher allerdings auch gut bezahlt w�re. Sunday war �bergl�cklich und er sah eine ernsthafte Chance, dass sie ihn nehmen w�rden, da er das Gef�hl hatte, dass die Leiterin seine Geschichte verstand und ihm auch helfen wollte, eine Existenz aufzubauen. Am Schluss erkl�rte ihm Ellen, dass sie noch mit den Kollegen sprechen m�sse und ihm in den n�chsten Tagen bescheid geben w�rden. An ihrer Mimik konnte er erkennen, dass er zu den Favoriten geh�rte und an ihrem verschmitzten L�cheln sah er, dass sie sich f�r ihn einsetzen w�rde, falls es n�tig sein w�rde. An den folgenden Tagen war Sunday f�r jede Arbeit untauglich, und wenn jemand mit ihm sprach, war er abwesend und h�rte nicht so sehr zu. Ausser wenn er mit Sekiywa sprach und er ihr immer wieder das Gleiche erz�hlte. Sie war auch sehr nerv�s, denn schliesslich lag ihr fiel an Sunday's Schicksal. Endlich klingelte das Telefon. Sunday st�rzte wie besessen durch die Wohnung, doch es war zu sp�t, der Anrufbeantworter hatte sich bereits eingeschaltet. Sunday wollte laut schreien, doch dann h�rte er die Stimme von Ricky auf dem Anrufbeantworter. Er war erleichtert, denn er hatte gedacht, nun h�tte er den Anruf seines Lebens verpasst. Sunday wurde von Tag zu Tag nerv�ser, und Rickys Nerven waren mittlerweile auch blank. Er konnte das Gejammer von Sunday einfach nicht l�nger ertragen. Endlich kam der erl�sende Anruf. Er nahm den H�rer und h�rte die tiefe Stimme eines Mannes, welche ihm wohl immer in Erinnerung bleiben w�rde. Dieser Mann stellte sich als Alan Polevsky vor und gratulierte ihm zu seinem neuen Job. Sunday wollte vor Gl�ck schreien und musste sich sehr beherrschen. Er erfuhr auch, dass er schon Anfang des n�chsten Monates anfangen k�nne. Dies bedeutete, er hatte noch zwei Wochen Zeit, sich in der neuen Stadt eine Wohnung zu suchen; und er musste seine alte Wohnung auch noch irgendwie fr�hzeitig loswerden. Unmittelbar nach diesem Telefongespr�ch rief er Sekiywa an und erz�hlte ihr alles. Sie war beruhigt und freute sich mit ihm zusammen. Danach sprach er mit Ricky und fragte ihn, wie er seine Wohnung fr�hzeitig loswerden k�nne. Ricky �berlegte kurz und stellte dann n�chtern fest, dass er einen Nachmieter finden m�sse, wenn er aus dem Mietvertrag aussteigen wolle. Dann sagte er pl�tzlich, mit einem leichten Aufschwung in der Stimme, dass er die Wohnung gerne �bernehmen w�rde, da sie ihm sehr gut gefalle. er sagte, er werde schon einen Nachmieter f�r seine alte Wohnung finden, schliesslich sei sie sch�n gelegen. Sunday war von dieser Idee begeistert. Alles schien sich nun zum Guten zu wenden; dies liess Sunday wieder in Hoffnung schwelgen und von einer sch�nen Zukunft tr�umen. Nach einer anstrengenden Suche hatte er nun endlich eine Wohnung in der neuen Stadt gefunden. Alles schien perfekt zu sein, und als er sich nach zwei Wochen ein wenig eingearbeitet hatte, rief er Sekiywa an und lud sie ein, ihn zu besuchen. Sekiywa fand das toll und kam, doch sie hatte nur ein Flugticket f�r hin gekauft, und nicht f�r zur�ck. Sie hatte heimlich beschlossen, doch in Europa zu bleiben, weil sie ohne Sunday einfach nicht leben wollte. Er wusste jedoch noch nichts davon, denn sie wollte ihn �berraschen. Endlich war es soweit uns Sunday holte Sekiywa vom Flughafen ab. Sie fielen sich �bergl�cklich in die Arme und wollten sich gar nicht erst wieder loslassen, schliesslich hatten sie sich fast ein Jahr lang nicht mehr gesehen. Auch Chukwo war mit von der Partie und auch er freute sich, Sekiywa wieder zu sehen. Als sie in der neuen Wohnung ankamen war Sekiywa mehr als begeistert. Die Wohnung war gross, modern und schick eingerichtet, einfach ein Traum, wie Sekiywa fand. Sunday freute es sehr, dass Sekiywa die Wohnung mochte, denn schliesslich war es sein gr�sster Wunsch, sie zu beeindrucken und gl�cklich zu machen. Noch wusste er nichts von der tollen �berraschung, welche noch auf ihn wartete. Sekiywa wollte damit warten, bis er sie fragen w�rde, wann sie denn zur�ckfliegen w�rde. Sie wartete und wartete, doch er wollte einfach nicht fragen. Sie hielt es nicht mehr aus und sie wollte es ihm unbedingt sagen. Also lud sie ihn in ein nettes Lokal in der Stadt ein und dort erz�hlte sie ihm, dass sie bei ihm bleiben w�rde, weil sie ohne ihn nicht leben k�nne. Sunday war ger�hrt und freute sich. Innerlich war er total aufgew�hlt voller Freudengef�hle und er fragte sich, wie er sie je hat gehen lassen k�nnen. Sie wollte sich auch einen Job suchen, doch Sunday ermahnte sie, sie solle auf einen anst�ndigen Job warten und vorher ruhig zuhause bleiben und nicht irgendeinen Job im Supermarkt annehmen. Dar�ber war Sekiywa froh, auch wenn sie es nicht zugab. Sie war �bergl�cklich mit ihrem Leben, obwohl sie nach einigen Monaten immer noch keinen Job gefunden hatte. Eigentlich wollte sie �berhaupt keinen Job mehr haben, sondern sie wollte zuhause bleiben und eine Familie gr�nden. Seitdem lebten die beiden gl�cklich zusammen. Sunday's Traum hatte sich erf�llt. |
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