Bully und die Tapete

 

Auf der Großbaustelle

Hallo Freunde der leichten Unterhaltung. Ich heiße Bully, aber das macht nichts.

Ich stehe heute mit meiner Tapete mitten auf der Großbaustelle, und das ist gut so, denn hier ist um Mitternacht Kleisterstunde. Wer hätte das gedacht. Bereits um 6 Uhr morgens rennt hier ein jeder mit 'ner Latte durch die Gegend. Ja gut, das ist nicht besonders neu, aber die Jungen kennen den vielleicht noch nicht. Das habe ich übrigens im Sägeblatt gelesen. Da macht sogar die indische Werkzeugkaste keine Ausnahme. Fürs Material ist unser Michael zuständig. Wir nennen ihn auch mit Spitznamen den Betonmischer. Wenn dann mal ein Haus fertig ist,... oh ich kann ihnen sagen,... puh das Richtfest. Da kann einem ganz schön Dübel werden. Vorhin wollte ich hoch in den Zollstock, mich ein bisschen zu dem Meister gesellen bevor ich hier unten noch länger im Kreissäge. Da entdeckte ich unter der Decke eine Architektin. Ich hab ja da so meinen speziellen Elektrik. Demnach hat es zwischen uns gleich gefunkt. Ich nahm sie in die Zange und sprache: "Hey, wie wär's denn mit einem kleinen Mechanickerchen? Tapentier dich nicht so." Sie sagte: "Was willst denn Du? Du bist ja nicht mal ein anständiger Handwerker." Ich sag: "Hey, bin ich wohl. Ich bin ein echt fleißiger Landstreicher und am Wochenende 'n echter Stammtischler. Ja? Also mit ver Laubsäge ich hier am besten. Willst Du mein Konto auf der Hobelbank sehen? Ich kann Dir sagen, ne menge Holz. Ich kann gerne mal ein paar Schrauben für dich locker machen." Das war natürlich geflunkert, denn in Wahrheit habe ich alle meine Fließen bereits verlegt. Sozusagen Verputzt. So jetzt kann ich aber wirklich nicht mehr, ich muss unbedingt mal Pinseln. Die Wasserleitung steht schon. 

Das war Bully und die Tapete. Bleiben sie dran, denn wo gehobelt wird, fallen Schreiner nie aus.

 

 

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