| Praktikum
Bericht über die Königin-Luise-Schule Note: To read the report co-filed by my internship coordinator and the school principal after my internship on which this report is based, click here. Einleitung Ich bin im vierten Jahre an der Ohio Universität, wo mein Hauptfach Französisch ist und mein Nebenfach Germanistik ist. Vom 24.11 bis 19.12 1997 habe ich an der Königin-Luise-Schule in Köln an einem Schulpraktikum teilgenommen. Dieses Erlebnis wurde von meiner Uni, Fr. Evelin Weiss-Wright, und Direktorin Frau Doktor Ingrid Glass ermöglicht. Frau Wright, eine Lehrerin an der Schule und Alaun meiner Uni, hat als mein Mentor während dieser Zeit gedient. Das Ziel des Praktikums war vielseitig:
Jeder Teil des Zieles wurde geschafft und ich wurde gut von meiner Mentorin betreut. Bericht 1. Welche Vorbereitungen waren für das Auslandsschulpraktikum erforderlich (die wichtigsten organisatorischen Maßnahmen bis zur Anreise)? Um bereit zu sein, bereitete ich viel Material vor, bevor ich Ohio verlassen habe. Da dieses Programm gut geplant wurde, kann ich sagen, daß ich von einer pädagogischen Perspektive sehr bereit war. 2. Wie war die Unterbringung und Vorstellung an der Gastschule organisiert? Mein erster Tag in der Schule habe ich mit einem Tour und einem Überblick verbracht. Der Direktorin der Schule wurde ich vorgestellt, administrative Einzelheiten wurden erledigt, und mir wurde eine Vorstellung nicht nur von der Lage der Schule sondern auch von der Stadt gegeben. Während meines Praktikums habe ich 86 Stunden teilweise beim Hospitieren und teilweise beim Unterrichten verbracht. Durchschnittlich verbrachte ich 21,5 Stunden in der Woche beim Unterricht, eine Zahl, die für einen typischen Deutschlehrer normal ist. Bei jedem Unterricht stellte ich mich vor, sowie bei denen, wo ich nur hospitiert habe:
3. Welche besonderen Unterschiede konnten im Unterrichtswesen an einer deutschen Schule im Vergleich mit dem Schulwesen im Heimatland festgestellt werden? Der größte Unterschied zwischen Amerika und Deutschland ist die Sprachkenntnisse der Schüler. In Amerika muß man mindestens zwei Jahre Fremdsprache an der High School nehmen. Folglich können die amerikanischen Schüler fast nicht in der Fremdsprache reden. In Deutschland, auf der anderen Seite, fangen die Schüler in der fünften Klasse mit Englisch an. Die Lehrer sollen nur in der Fremdsprache unterrichten, was sie am meisten gemacht haben, als ich hospitierte. In Amerika ist es aber was anderes: Hier reden die Lehrer am meisten auf Englisch. Folglich können die Schüler fast kein fließend Französisch, Deutsch, Spanisch, usw. Der Stundenplan der beiden Systeme ist auch anderes. In Deutschland spezialisieren die Schüler in der 11. Klasse und wählen die Kursen, die sie für das Abitur machen wollen. Folglich bekommen sie in den letzten zwei Jahren weiteren Unterricht in der Fremdsprache, was fast garantiert, daß sie fließend sprechen, wenn sie das Gymnasium abschließen. Mit nur zwei Pflichtjahren in Amerika ist es fast unmöglich, daß die Schüler hier fließend sprechen können, was wirklich Schade ist. Mit einem Abitur haben die deutschen Schüler mehr Motivation als ihre amerikanischen Gegenstücke. Sie wissen, daß sie diese große Prüfung bestehen müssen, um an der Uni weiter zu studieren. In Amerika haben wir kein Abitur, sondern die allgemeinen Prüfungen, die SAT (Scholastic Aptitude Test) und ACT (American College Test) heißen. Obwohl man sich auf sie vorbereitet, macht man fast nichts in der High School dafür. Folglich sind den Schülern die Fremdsprachen nicht wichtig. 4. Welche Erwartungen wurden mit dem Deutschlandaufenthalt verbunden und wie wird die persönliche Erfahrung bewertet? Als ich ankam, hatte ich einige Erwartungen, die mir Fr. Wright erwähnt hat. An zwei Englischunterrichten würde ich teilnehmen, d.h. ich hospitieren und auch unterrichten würde. Auch hatte sie vor, daß ich ein unabhängiges Englischprojekt mit den Schülern in der 11. Klasse leisten würde. Im Unterricht von jedem Niveau und von fast jedem Fach würde ich auch hospitieren, um das Schulsystem besser kennenzulernen. Von einer persönlichen Perspektive freute ich mich darauf, bei einer Familie zu wohnen. Das letzte Mal, das ich in Europa war, um Deutsch zu lernen, wohnte ich in einem Studentenheim mit englischsprachigen Studenten. Dieses Mal in Köln hoffte ich, daß das Erlebnis bei einer echten deutschen Familie meinen Deutschkenntnissen helfen würde. Hier hatte ich recht. Nicht nur wurde die Familie gute Freunde von mir, sondern es hat mir auch wirklich viel geholfen, bei ihnen zu wohnen und mit ihnen jeden Tag um den Mittagstisch zu reden. Der 13jährige Sohn hat es ungebeten auf sich genommen, mich zu korrigieren. Auf diese Weise lernte ich das Geschlecht vieler Substantive und viele neue Wörter auch. 5. Anregungen zur Verbesserung des Programmes. Eigentlich ist alles reibungslos gegangen. Dieses Praktikum war ein fabelhaftes Erlebnis, das meine Erwartungen erfüllt hat. Das Einzige, was ich mich nicht erwartet habe, war die viele Arbeit. Aber da ich Pädagogik studiere, hatte ich es gern, weil ich meinen zukünftigen Beruf üben konnte. Da ich auch der erste Praktikant war, war es dem Programm schwierig, alles vorauszuplanen. Jetzt wird es einfacher sein, folgenden Studenten zu erklären, was sie machen werden. |