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| Was ist Invokation - Was ist Evokation |
| "In den alten Mysterienschulen wurde gelehrt, da� der Magier, um Herrscher �ber die Elementarreiche zu werden, ohne Angst vor den Elementen selbst sein mu�ten. Wer das Feuer f�rchtet, kann niemals die Salamander-Gottheiten beherrschen, die darin leben. Wer das Wasser f�rchtet, kann niemals darauf hoffen, Macht �ber die Undine-Gottheiten zu erlangen. Daher enthielten viele der heidnischen Mysterienrituale schwere Initiationspr�fungen, in d�steren H�hlen, auf dem offenen Meer oder in Fl�ssen voller Strudel und Wasserwirbel oder in Rauch- und Flammenringen, freischwebend �ber einem Abrund h�ngend ..." A. E. Waite, The Occult Sciences |
| Zwischen Invokation und Evokation gibt es im magischen Gebrauch einen deutlichen Unterschied. Invokation (in vacatis) bedeutet Anrufung im Sinne von "einladen und hereinbitten"; Evokation (e vocatis) bedeutet Hervorrufen im Simme von "auffordern und herbeiholen". Mit aller Evokationsmagie ist ein gewisser Grad an Risiko verbunden, was bei Invokations�bungen nicht der Fall ist. Dies macht sie zu einer �u�erst herausfordernden Kunst, einer Art "sportlichem Wettkampf" f�r den Magier. Deshalb auch findet Evokation stets innerhalb der Begrenzungen eines Kreises (dem h�chsten Schutzsymbol) statt, und die bezwungenen Kr�fte erscheinen au�erhalb davon (siehe auch R�ucherwerk-Seite). Wovon bezwungen? k�nnte man fragen. Die Antwort darauf ist ein Wort voller magischer Bedeutung: Autorit�t. Ohne Autorit�t �ber die Anderwelt aufzubauen, bleiben Worte nur Worte! Bei der Evokation geht es um einen Willenskampf und um Autorit�t, die angestrebt oder aus Lebenserfahrung (auch der Erfahrung aus fr�heren Leben) resultiert. Man wei� nie, ob nat�rliche Eignung f�r diese Kunst besteht, bevor man es nicht selbst versucht. Die meisten B�cher sind voll mit Invokationen oder Anrufungen jeder Art: Einladungen des Magiers an eine Gottheit, hereinzukommen, sich mit ihm zu verbinden und ihn zu segnen. "Vom Heiligen Geist erf�llt sein" ist ein gutes Beispiel daf�r aus dem christlichen Mythos. |