1971 - 1977
[ lyrik ]
Was ich will
Ich will nicht, dass Meere schweigen,
ich will, dass sie laut sind, mein Kind.
Ich will nicht, dass Tage sich neigen,
bevor, ans Nichts gelehnt, die Nacht verrinnt.
Ich will nicht, dass Feuer verglühen.
Ihre Wärme soll ewig bestehn.
Und wenn hundert Blumen erblühen,
dann will ich auch die hunderterste noch sehn.
Ich möchte lieben und wissen, wer mich liebt,
und wenn wir gehn werden, möcht ich, dass man uns zu essen gibt.
Ich will, dass selbst die kleinste Fliege
uns staunen und freuen macht.
Ich will auch, dass die kleinste Lüge
uns nicht schlafen lässt, bis wir sie zum Schweigen gebracht.
Ich möchte wachsen und wissen, wer wir sind,
und wenn du groß bist, dann möcht ich es dir sagen können, Kind.
Selbst die Nacht ist nicht still, wie wir meinen,
und es gibt Wunder, die wir niemals sehn.
Wie sollte die Sonne denn scheinen,
hätt niemand sie geheißen aufzugehn?
Ich will, dass mein Wille sich eine
mit einem, der mächtiger ist,
und dass es das, was ich damit meine,
auch für dich gibt, und dass du das nie vergisst.