im auge des universums

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rails

1971 - 1977

[ prosa ]

 

Arbeit macht frei! Und alle lachen. Das Wort wird strapaziert. Arbeitslager - haha... In den schmeichelndsten Akzenten. Aarbajd... Der Stein des humorvollen Anstoßes. Waas maachd Aarbajd...? Na, was? Es braucht keinen Dolmetscher - Slogans versteht man noch in ihrer Urhebersprache am besten: Fraaaaaaj! Und alle lachen...

Was will sie eigentlich in diesem Land, das ihr so seltsam locker und zugleich so seltsam gefährlich erscheint, was hat sie hier verloren? Wozu überhaupt diese Frage? Dieses Das-hättest-du-dir-vorher-überlegen-Sollen, das sie seit ein, zwei Tagen kräftig mit Fußtritten bearbeitet, weil es unvermutet aktuell geworden ist und somit unliebsam: Man weiß ja...

Gut, jeder muss es ihr zugestehen, sie weiß, sie hat ein Recht darauf zu wissen, jetzt, wozu sonst die vergangenen Jahre voll unbezähmbarer Neugier, voll Menschenhunger, der alles frisst, was greifbar ist, ja wozu, wenn nicht wenigstens für dieses eine: Ich weiß. Was sie nicht weiß: was sie hier will. WAS HAT SIE HIER VERLOREN? VIELLEICHT EINE ILLUSION.

 

 

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