1978 - 1984
[ prosa ]
Manchmal muss man sich frei machen von den Zwängen, manchmal muss man sie einfach vergessen. Ich rede im kalten Regen, rede von meinen Träumen, die noch niemand gesehen hat, versuche, eine flüchtige Skizze zu entwerfen, eine Skizze meiner Welt. Farben tauchen aus dem Grau, unerwartet, und plötzlich ist der Moment da, die Tür öffnet sich, ich gehe, betrete den anderen Raum, zur Ansicht nur, eine Ausstellung nur, doch bin ich jetzt dort, für eine Stunde oder - wenn es gut geht - zwei gehöre ich nicht mehr zu dieser Welt. Die Ansprüche, die irgendwelche Leute immer an mich stellen müssen, erreichen nicht mich, sondern ein Totes, dessen Bild mir schon gleichgültig ist. So muss es sein, wenn wir einmal den wirklichen Abschied nehmen, die Tür hinter uns und nicht vor uns fest schließen - endgültig. Ohne Rückendeckung. Mein Selbsterhaltungstrieb verbietet mir, daran zu zweifeln.
Rose ist eine Herausforderung. Ich habe keine Ahnung, wer sie mir geschickt hat, wessen Abgesandte sie ist noch, welche Rolle mir in diesem Stück zugedacht ist. Es ist auch durchaus möglich, dass ich mir die Sendung nur ausgedacht habe, und irgendwann löst sich alles zu meiner Verwunderung in sieben kleine Banalitäten auf, ein bisschen unschuldig, ein bisschen blind, ein Rosenblatt auf dem Mantelkragen, das uns die Welt ein Stück näher bringt.